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Königin Kekayi

Kekayi war die Gemahlin von König Kekaya und sie war die Mutter von Kaikeyi. Ihr Mann, König Kekaya, verstand die Sprache der Tiere, Vögel und Insekten aufs Beste. Dieses Können hatte er von dem Weisen Samika erhalten. Als der Weise ihm diese Gunst erwies sagte er ihm: „Oh König! Ich gebe dir diese Fähigkeit, die es dir ermöglicht zu verstehen, was die Vögel und Tiere untereinander sprechen. Aber denke daran, dein Kopf wird in tausend Stücke zerplatzen, wenn du irgend jemandem auch nur das kleinste bisschen von dem, was sie sprechen verrätst, um ihre Neugierde zu befriedigen.“ Eines Tages saß der König mit der Königin im Garten. Er beobachtete, wie eine Ameise ein Reiskorn nahm und damit zu ihrem Loch eilte. Inzwischen begegnete ihr eine andere Ameise und sagte: „Freund, ich habe großen Hunger. Bitte gib mir dieses Reiskorn.“ Die erste Ameise antwortete: „Nein, ich kann nicht, da du zu einer höheren Kaste gehörst. Du kannst von mir, die ich von einer niedrigeren Kaste bin, kein Korn annehmen.“ Bei dieser kleinlichen Unterscheidung selbst bei den kleinen unbedeutenden Ameisen musste der König laut und herzlich lachen.

Die Königin, die neben ihm saß, fragte nach dem Grund seines Lachens. Aber der König konnte ihr die Wahrheit nicht sagen, da es nur ihre Neugierde war, und der Weise ihn ja gewarnt hatte. Er versuchte der Königin auszuweichen. Die Königin aber blieb hartnäckig. Sie sagte: „Du verheimlichst mir etwas. Ich werde nicht essen oder sonst was tun, bis du mir dieses Geheimnis verrätst“ Nun saß der König in der Zwickmühle. Er wusste nicht weiter. Nach einiger Überlegung sagte er schließlich: „Meine Geliebte, ich darf dir wegen des Rishi (Seher, Weiser) Samika nichts sagen. Wenn ich dir deine Frage beantworte, wird mein Kopf in tausend Stücke zerplatzen. Was soll ich nun tun? Sei bitte nicht so hartnäckig und rette mich.“ Die Königin antwortete: „Mir ist es ganz gleich welche Folgen es haben wird, wenn du es mir sagst. Ich will den Grund deines Gelächters wissen.“ Frauen dieser Art, wie Kekayi gibt es heutzutage viele. Sie sind starrsinnig und arrogant. Dies ist unschicklich für sie. Sie sollten ideale Ehefrauen wie Nalayini und Savitri (Name der Gemahlin von Brahma) sein.

Als der König keinen Weg fand, die Neugierde seiner Gattin zu stillen, sagte er zu ihr nach gründlicher Überlegung: „Du willst also das Geheimnis selbst um den Preis meines Lebens wissen. Nun denn, ich werde es dir in Benares, wo ich sterbend Befreiung erreichen werde, verraten. Am nächsten Tag machen sich der König und die Königin auf den Weg nach Benares. Als sie dort ankamen bedrängte die Königin abermals den König, sein Geheimnis doch preiszugeben. Schließlich sagte der König: „Ich werde dir in drei Tagen verraten worum es sich handelt.“ Der König versank im Kummer, dachte über sein Schicksal nach und machte sich auf eine einsame Reise in die umliegenden Hügel. Er setzte sich unter einen Baum. Er war müde vom Gehen und hatte auch Hunger. Plötzlich überhörte er einen Streit zwischen zwei Ziegen. Die weibliche Ziege sage zur männlichen Ziege: „Hol mir das Gras, das in dem Brunnen wächst, sonst werde ich nicht mit dir zusammen leben. Ich werde dich für immer verlassen.“ Der Ziegenbock antwortete: „Wie töricht du doch bist! Siehst du nicht, dass es riskant ist, das Gras dort zu holen? Ich werde in den trockenen Brunnen fallen und sterben.“ Die weibliche Ziege meinte: „Das ist mir egal. Ich will nur dieses Gras.“ Der Ziegenbock war wütend und stieß die Ziege so fest mit den Hörnern, dass sie heftig blutete. Die weibliche Ziege gab ihren Starrsinn auf und bat um Verzeihung. Der König verstand den Hinweis. Er ging zurück zu seinem Palast. Wie üblich, drängte die Königin ihn, sein Geheimnis zu verraten. Da nahm der König einen langen Stock und schlug sie ordentlich und sagte:  „Ich bringe dich heute noch um, wenn du weiterhin fragst. Was willst du nun? Sag mir ehrlich, bestehst du immer noch darauf, das Geheimnis zu hören?“

Die Königin hatte große Angst, als sie diese Haltung des Königs sah. Sie flehte um Verzeihung und sagte: „Nein mein Herr. Lass mich leben. Ich will keines deiner Geheimnisse wissen. Bitte hör auf mit dieser grausamen Behandlung. Lasst uns ab heute glücklich zusammen leben.“ Der Geist ist genauso hartnäckig wie die Königin von Kekaya. Oh ihr Schüler seid wachsam. Gebt nicht den Versuchungen nach. Euer Boot wird kentern, wenn ihr sorglos seid. Lasst kein Wasser ins Boot. Gleitet ruhig über das Wasser. Lebt in der Welt aber lasst euch nicht vom Makel der Welt beflecken. Besiegt Maya. Nutzt den Eisenstab der Unterscheidungskraft, durchschneidet den Knoten der Unwissenheit und steigt auf in die Reiche des Friedens und der Wonne. Mögt ihr alle Begierde, Wut und Gier besiegen! Mögt ihr noch in diesem Leben zu Jivanmuktas (zu Lebzeiten Befreite) werden!

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