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14. Kapitel - Wunder

Swami Sivananda betrachtete Wunder oder übernatürliche Kräfte als größtes Hindernis auf dem spirituellen Weg und warnte die Aspiranten davor.

Obwohl er zweifellos wundertätige Kräfte höchsten Grades besaß, gab er sie nie öffentlich zu; vielmehr verleugnete er sie eher, wenn er darauf angesprochen wurde, indem er sagte: „Gott vollbringt all diese Wunder, um in immer mehr Menschen den Glauben zu erwecken.“ Er liebte übernatürliche Kräfte nicht und bestärkte niemals das Streben danach.

Wenn jemand sagte: „Swamiji, Du bist mir im Traum erschienen, hast deine Hand auf meinen Bauch gelegt und mein Krebsgeschwür geheilt“, war seine Antwort immer: „Alles ist Gottes Gnade.“ Er schrieb es niemals sich selbst zu. Wenn jemand sagte: „Ich sah Dich in einer Vision und mein Leben war gerettet“, sagte er: „Ja, Gott vollbringt all das.“ Wenn jemand sich nach gängigen Maßstäben falsch verhalten hatte, zum Beispiel wenn jemand etwas gestohlen hatte, dem Ashram Schaden zugefügt oder anderes Unheil gestiftet hatte, selbst dann sagte er: „Gott tut das alles.“

Swamiji war sich nicht wirklich bewusst, dass er etwas Wunderbares tat. Wenn er jemandem begegnete, enthüllte sich ihm dessen innere Persönlichkeit so klar wie ein Blatt Papier. Er brauchte dazu nicht irgendwelche besonderen Kräfte einzusetzen. Dein Herz und dein Geist waren ein offenes Buch für ihn. Ein Gedanke, den du vielleicht in diesem Moment gerade hattest, tauchte automatisch auch bei ihm auf. Einen etwaigen Herzenswunsch verstand er unmittelbar und ganz leicht. Er sagte zum Beispiel: „Ja, das dachte ich auch.“ Oder er tat genau das, worum du im Stillen gebeten hattest und bemerkte nur: „Ich dachte, das würde dir gefallen.“ Du wunderst dich darüber, er nicht – für ihn war es ganz natürlich.

Hellsehen, Gedankenübertragung, Fernheilen usw. waren so etwas Alltägliches für ihn, dass er sie nicht einmal zur Kenntnis nahm. Er posaunte niemals seine Selbstverwirklichung oder seine Visionen Gottes aus. Die Philosophie, nach der er sich selbst und andere beurteilte, war: „Erkenne jemanden durch sein Handeln.“

Als Swamiji noch im Swarg Ashram lebte, war einer seiner Nachbarn Swami Raja rajeswarananda, ein Verehrer von Devi, der göttlichen Mutter. Er praktizierte strenges Sadhana mit Verehrungsritualen für die göttliche Mutter, Japa und Meditation. Das machte er schon seit fast 12 Jahren und es gab keine Anzeichen eines Fortschritts oder übernatürlicher Kräfte. Die Zeit für die besondere Verehrung von Durga kam. Swami Rajarajeswarananda hatte nichts, womit er die Puja hätte durchführen können und er sehnte sich so sehr danach, die Devi mit Seidenkleidern, Zierrat und anderen Puja-Gegenständen verehren zu können. Aber er hatte kein Geld.

Am Tag vor Beginn von Navaratri (9tägiges Fest zur Verehrung der göttlichen
Mutter, der Zeit für die Durga-Puja) klopfte jemand an seine Tür. Er öffnete und sah Mädchen aus dem Punjab dort stehen, jede mit einem Tablett voller Seidenkleider, Früchte, Geld, Schmuck usw. „Swami Sivananda, dein Nachbar, hat uns ge beten, dir das für deine Navaratri-Puja zu bringen“, sagten sie. Der Swami glaubte ihnen. Er hielt sie für Anhängerinnen von Swami Sivananda und nahm an, Swamiji habe sie gebeten, diese Sachen für Rajarajeswaranandas Verehrungsritual der göttlichen Mutter zu besorgen. Und so nahm er sie mit großer Freude an. „Wem gehören die Tabletts?“ fragte er. „Vom Kshetra (Pilgerküche)“, erwiderten die jungen Mädchen, als sie die Teller wieder mitnahmen und gingen. Rajarjeswarananda konnte nicht an sich halten. Er ging geradewegs zu Swami Sivanandas Kutir. Wie gewöhnlich war er von innen verschlossen. Er klopfte und Swami Sivananda öffnete. „Wer waren die Punjabi-Damen Swami?“, fragte er. „Welche Damen?“ fragte Swami Sivananda. „Die Damen, die du mir mit Seidenkleidern, Schmuck usw. für die Navaratri-Puja geschickt hast.“ „Ich habe niemanden geschickt“, erwiderte Swami. Rajarajeswarananda stand vor einem Rätsel. Er lief zum Büro des Kshetra, aber die Mädchen waren nicht dort!

In späteren Jahren erzählte uns Rajarajeswarananda diese Geschichte und sagte:
„Ich hatte so viele Jahre intensives Sadhana für den Darshan (Vision) der göttlichen Mutter geübt. Soweit ich weiß, kannte Swami Sivananda kein tantrisches Sadhana und doch, als die göttliche Mutter mir die Gnade ihrer Vision schenkte, tat sie es auf Swami Sivanandas Veranlassung hin. Mir schenkte sie Schmuck und Seidenkleider, ihm die Selbstverwirklichung.“

Die Gebete im Ashram, die Swamiji anleitete, führten oft zu Wunderheilungen. Menschen mit Glauben und Vertrauen wurden ihre Wünsche erfüllt, wenn sie ihm ihr Herz öffneten, aufrichtig zu ihm beteten und ihm hingebungsvoll dienten. Er besaß einen überbewussten Geist mit phänomenalen übernatürlichen Fähigkeiten. Wenn er daher besonders an einen Menschen dachte, um ihm ein Buch zu schicken oder einen Brief zu beantworten oder auch ganz spontan, stellte der Gedanke sofort einen geistigen Kontakt zwischen ihm und dem Schüler her. Durch diesen Kanal floss ein mächtiger konzentrierter Strahl seines Bewusstseins, mittels dessen er die Bedürfnisse des Schülers verstand und der wundebare Visionen und übernatürliche Botschaften übermittelte. Es war so etwas wie eine „Reflexreaktion“ bei ihm. Es war völlig natürlich.

Professor N.K. Srinivasta M.A.L.L.B. erzählt:
Im September 1948 hielt ich mich bei Swami Sivananda auf und praktizierte Sadhana unter seiner Anleitung. Ich übte Kopfstand–Meditation, ohne dass Swamiji etwas davon wusste. Als ich das etwa 45 Minuten lang täglich praktizierte, sah ich eines Tages in meiner Meditation Swamiji in einer Robe, die er noch nie getragen hatte. Nach meiner Meditation ging ich zur Bhajan-Halle und traf Swami Sivananda, der gerade die Treppen von seinem Kutir heraufkam. Ich war völlig verblüfft, ihn in die Robe gekleidet zu sehen, in der ich ihn zuvor in meiner Meditation gesehen hatte. Er lächelte und bemerkte, dass ich den Kopfstand (Sirshasana) sehr gut könne.

1941, als wir uns alle im Gopal Kutir in Rishikesh aufhielten, wurde mein Vater ernsthaft krank. Wir fürchteten um sein Leben. Ich eilte zu Swami Sivananda und bat ihn um Medizin. Ohne auch nur meinen Bericht über die Krankheit meines Vaters anzuhören, gab er mir vier Pulver. Er gab mir Prasad und sagte, ich solle das Prasad genießen und mir keine Sorgen über den Gesundheitszustand meines Vaters machen. Die Pulver würden ihn heilen. Das dritte Pulver brachte ihn wieder auf die Beine.

Meine Schwester Shyama, eine gesegnete Schülerin von Swami Sivananda, ging nach Patna und begann, seine Lehren zu verbreiten. Eine Frau kam zu ihr und bat darum, dass ihr ein Sohn geboren werden möge. In ekstatischer Stimmung gab Shyama ihr ein Mantra und segnete sie in Swamijis Namen. Gleich danach schrieb Shyama an Swamiji, mit der Bitte ihre vermessene Handlung zu unterstützen. Swamiji schrieb ihr zurück, dass ihr Segen schon untermauert worden sei. Nach der entsprechenden Schwangerschaftszeit gebar die Frau einen wunderschönen Sohn.

Meine jüngste Schwester, Mira Srivastal, jetzt Frau Sinha, hatte ein eigenartiges Gesichtsekzem. Je mehr es behandelt wurde, umso schlimmer wurde es. Die Ärzte waren überfordert. Wir brachten sie zu Swamiji. Zuerst versuchte er uns abzulenken und schlug uns eine Reihe bekannter Ärzte in Delhi vor, aber meine Mutter und alle meine Schwestern, die später große Verehrerinnen von Swamiji wurden, fielen ihm als ihrer letzten Hoffnung zu Füßen. Er rezitierte das Rama- Mantra und gab ihr eine Salbe zum Auftragen. In wenigen Tagen war sie vollkommen geheilt. Für die Schönheit ihres Gesichts und ihre glückliche Heirat schuldet sie Swamiji so viel Dankbarkeit, wie weder sie noch ihr Mann noch ihre Brüder und Schwestern jemals vergelten können.

Am 13. September 1952 fing das Kleid meiner Frau Feuer. Sie erlitt Verbrennungen dritten Grades. Am 14. erhielt ich einen Brief von Swamiji, in dem er sich nach ihrem Zustand erkundigte! Ich hatte seit 1951, als ich zuletzt bei ihm gewesen war, nicht an Swamiji geschrieben. Die Ärzte fürchteten um ihr Leben, denn die Wunden hatten sich stark entzündet. Aber sie erhielt einen Brief von Swamiji mit der Einladung zur Teilnahme an der Sadhanawoche im Dezember 1952. Daraufhin waren wir völlig sicher, dass sie nicht sterben würde. Sie ist gesund und munter.

Vedantins (Anhänger der Philosophie der Einheit) glauben kaum an etwas anderes als an die höchste, unpersönliche, universelle Erfahrung von Samadhi. Swami Krishnananda, ein Vedantin von großer Gelehrtheit und praktischer Weisheit, war einmal sehr krank, vielmehr sein Körper war es. Gallenleiden und Fieber hatten ihn in dieser schlechten Verfassung fest im Griff und viele Tage zeigten sich keine Anzeichen einer Besserung. Keine Medizin, Fasten oder andere Therapien waren von Nutzen. Nahe am Verzweifeln gab er schließlich auf und beschloss, einfach zu ruhen. Schon nach ein paar Minuten klärte sich der schwere Kopf plötzlich. Ein Strom von Energie erfüllte ihn. Er rieb sich die Augen und setzte sich auf. „Was ist das, träume ich? Oder bin ich betrunken?“ Er sah sich um – Shiva-Shiva-Shiva – überall; Shiva an der Wand, Shiva auf dem Sessel. Shiva selbst als Wassergefäß, Shiva als Tür, Shiva der Türvorleger, Shiva der Stock, Shiva das Bett, Shiva die Kleidung. Es existierte nur Shiva allein. Das Gallenleiden war verschwunden, das Fieber war verschwunden. Ein Paar Minuten später nahm Krishnananda sein Bad!

Von Professor O.P. Sharma aus Delhi:
Im Jahre 1942 besuchten meine Eltern Rishikesh. Beim ersten Anblick von Swami Sivananda war mein Vater schlichtweg hypnotisiert und meine Mutter fasziniert. Es lag eine erhabene Aura über Swamijis Gesicht, die einen ganz eigenen Einfluss ausübte. Eine große Freude und ein Lächeln erfüllten seine ganze Persönlichkeit.

Während dieser späteren Lebensphase war meine Mutter ständig besorgt. Mein ältester Bruder, Sri R.C. Kumar, kämpfte an der Front in Ägypten und lange Zeit hörten wir nichts mehr von ihm. Wir mussten annehmen, dass er während der Kämpfe in Ägypten gefallen war. Meine Mutter litt sehr darunter.

Hellsehen, Fernheilung etc., waren für Swamili alltäglichDie majestätische Persönlichkeit Swami Sivanandas lächelte einfach nur und äußerte ein paar höfliche Sätze: „Gib die Hoffnung nicht auf. Deinem Sohn geht es gut. Er wird bald zurückkehren.“ Das war alles. Zu unserer größten Überraschung kehrte mein Bruder am 21. September 1942 nach Hause zurück.

Noch ein anderes wunderbares Ereignis geschah. Es war im August 1947. Wir hatten uns gemeinsam entschlossen, in der Zeit der Unruhen in Sialkot zu bleiben. Wir hatten die Vorstellung, dass sich die Menschen trotz des Wechsels der Regierung nicht ändern würden. Um Mitternacht, am 8. August, wurde meine Mutter plötzlich durch einen Traum aufgeschreckt und fuhr hoch. Sie hatte geträumt, dass Swamiji befohlen hatte: „Verlasst unverzüglich diesen Ort und geht nach Haridwar (damals Hardwar).“ Wir gehorchten einfach, wenn auch etwas widerwillig. Wir waren gerade erst an der indischen Grenze, als wir zu unserem großen Erstaunen hörten, dass der nächste Zug, der dem unseren folgte, nahe Wizarabad von den Moslems angegriffen und zerstört worden war.“

Von Sri Umkant Pd. Shukla, Friedensrichter, Hajipur:
„Im Juli 1951, als ich auf der Rückkehr von unserer Pilgerreise nach Kedar-Badri den heiligen Ananda Kutir besuchte, erhielt ich einen Brief aus der Heimat mit der Nachricht von häuslichen Problemen. Nachdem ich den Brief gelesen hatte, bat ich Swamiji Maharaj um seinen Segen und dass ich die Probleme loswerden möge. Er schaute mich mit seinem üblichen Lächeln an und sagte nichts. Als ich nach einer Woche nach Hause kam, hörte ich zu meiner größten Überraschung, dass die Dinge, die so viel Besorgnis und Ärger verursacht hatten, vor ein paar Tagen verschwunden waren. Das war einzig und allein Swamijis Gnade.“

Von Swami Turiyananda:
„Ich hatte meine Heimat für immer verlassen und lebte in Benares als wandernder Sadhu. Ich verbrachte die meiste Zeit im Annapurna Tempel. Eines Tages hatte ich eine Vision, in der mir ein großer, wohlgestalteter Swami und drei seiner Schüler erschienen. Der Swami sagte: „Komm zu mir“ und verschwand. Dann kam ich auf meinem Weg nach Badrinath in den Sivananda- Ashram. Als ich Swami Sivananda traf, wusste ich, dass er es war, den ich in der Vision gesehen hatte. Als ich das Büro betrat, hatte ich eine andere wunderbare Vision. Swami Sivananda erfüllte den ganzen Ort und dehnte sich noch darüber hinaus aus. Swamiji schaute mich lediglich an und sagte: „Das ist dein Badrinath, bleibe hier.“ Ich musste gehorchen.“

Von Swami Jyotirmayahananda, Rishikesh:
„Ich litt an einer akuten Blinddarmentzündung und hatte schreckliche Schmerzen. Ich ging in den Ashram, um Swami Sivananda zu sehen. Ich informierte ihn über meinen Zustand und sagte, ich wolle mich nicht operieren lassen, sondern ich hätte volles Vertrauen, dass sein Segen mich heilen würde. Er schaute mich einen Moment lang einfach nur an. Die Schmerzen verschwanden. Jetzt ist keine Spur mehr von Blinddarmentzündung mehr da und auch die Empfindlichkeit in diesem Bereich ist verschwunden.“

Menschen, die weit entfernt lebten, fühlten sich von Swami Sivananda angezogen und hatten Visionen von ihm. Sie brauchten seine Hilfe und Swamiji war nur zu bereit, ihnen zu dienen, mit der Grundeinstellung, dass alle Körper Teil des einen kosmischen Wesens sind und alle Gemüter den einen kosmischen Geist bilden.

Hier ein paar nachgewiesene Beispiele aus einem Zeitungsartikel:
In einem Interview erklärte Frau Walinski, sie habe den großen Yogi Swami Sivananda am Weihnachtsvorabend des Jahres 1951 in einer lebendigen Vision gesehen. Es war diese mystische Erfahrung, welche ihr ganzes Leben veränderte und sie dazu brachte, ihr Leben Gott zu widmen. Ungeachtet ihrer westlichen Erziehung und Bildung ist sie der festen Überzeugung, dass dieser Yogi, der auf diese Weise ihr Leben grundlegend verändert hatte, „eine sehr nahe Inkarnation Gottes, wenn nicht Gott selbst“ sei.

Frau Walinski hat die 50 Jahre ihres bisherigen Daseins das normale Leben einer frommen Katholikin geführt. Sie ist eine gebildete Deutsche und ist sich sicher, dass sie intellektuell zu stark ist, um sich geistig beeinflussen zu lassen. Sie hat einen hervorragenden Geschäftssinn und eine ereignisreiche Karriere in leitender Position in einem Verlagshaus hinter sich. Ihr Mann ist Polizeibeamter und sie haben zwei Söhne. Die Kinder haben die Frömmigkeit ihrer Eltern geerbt und sind wahrscheinlich in den letzten Jahren durch die spirituelle Erfahrung ihrer Mutter stark beeinflusst worden. In den letzten Jahren ist diese gläubige Familie von Swami Sivananda auf geheimnisvolle Weise in ihrem täglichen Leben geleitet worden. „Jeden Morgen weckt mich Shiva (Swami Sivananda) auf“, sagt Frau Walinski. „Er hat viele Schwierigkeiten in unserem Leben beseitigt. Ich bin sicher, dass er auch in Zukunft durch mich wirken und mir helfen wird, der Menschheit zu dienen.“ Am bedeutungsvollsten ist die Tatsache, dass die Stimme, oft bestätigt durch Swamijis Briefe, sie immer wieder aufforderte, zu arbeiten und zu arbeiten. „Arbeite zu Hause als Frau und Mutter; arbeite im Büro und erfülle deine Pflicht; und diene auch der Menschheit, so gut du kannst“, war die beständige Aufforderung.“ Frau Walinski folgt bedingungslos diesem Auftrag. Tagsüber arbeitet sie zu Hause und im Büro und bis spät in die Nacht hinein an ihren eigenen Büchern und den Übersetzungen von Swamijis Büchern ins Deutsche.

Im August dieses Jahres hatte sie eine Vision, in der Swamiji sie fragte: „Bist du eine gute Schülerin?“ und sie erwiderte: „Ja“. Dann sagte ihr die Stimme, sie solle nach Indien reisen. Am 7. August hatte sie diese Vision und am 19. September erhielt sie Swamijis Brief, dessen Inhalt ihr schon im Voraus offenbart worden war. Sie war überzeugt und ohne jeden Zweifel, dass ihre Vision und die Botschaften, die sie von der Stimme erhalten hatte, vollkommen echt waren. In der Meditation fühlte sie, dass die Menschheit eine Familie ist und die ganze Welt in einem höchsten Geist verbunden ist und dass spirituell Erwachte über Kontinente hinweg miteinander kommunizieren können, so einfach wie zwei Menschen in benachbarten Räumen.

Als sie sich entschlossen hatte, nach Indien zu reisen, waren das Geld für die Reise und die Reaktion ihres Ehemannes das Problem. „Shiva sagte, alles wird in Ordnung sein“, sagt Frau Walinski und nach einigen Tagen tauchte ein guter Freund auf und sagte, er werde die Reise finanzieren und mein Mann hat von sich aus alles getan, was er konnte, um meine spirituellen Pläne zu unterstützen.“ So kam sie nach Indien zu den Füßen des Meisters. Kurz nach ihrer Ankunft weihte er sie in ein Mantra ein.

Von Sri Dhanam, Südafrika:
„Mein Schwiegervater war Anhänger von Swami Cuddapah Satchidananda. Ich beobachtete ihn, wenn er betete, Yoga praktizierte und sehnte mich auch nach einem Guru. 1947 weinte ich nachts einmal bitterlich. In dieser Nacht hatte ich einen Traum. Cuddapah Swami erschien mir und sagte: „Ich bin nicht dein Guru. Dein Guru wird zur rechten Zeit in dein Leben treten.

Seine Gestalt erschien mir und sagte: „Öffne die Kommode im Zimmer deines Schwiegervaters und schau nach, was dort auf dich erwartet.“ Am nächsten Morgen öffnete ich genau diese Schublade, die ich im Traum gesehen hatte und fand dort die Gedenkschrift von Swami Sivanandas Diamantenem Jubiläum. In dem Moment, als ich das Buch in die Hand nahm und öffnete, strahlte das Gesicht von Swami Sivananda aus den Seiten des Buches.

Kurz nach dieser wunderbaren Erfahrung schrieb ich an Swami Sivananda Maharaj. Zwei Wochen später hatte ich noch einmal seine Vision; er erschien in einer leuchtenden Gestalt mit wallenden Gewändern. In dieser Vision gab er mir ein Buch zum Lesen. Am nächsten Morgen kam genau dieses Buch mit der Post, gesendet von Swamiji.

Am nächsten Tag hatte ich eine andere Vision, in der Swamiji erschien. Ich sah mich im Ashram in Rishikesh. Das Strömen des Ganges, die Berge des Himalaya, die friedvolle Umgebung und den Ashram mit seiner freudevollen Atmosphäre – all das sah ich in der Vision. Ich fiel Swami Sivananda zu Füßen und flehte: „Nicht nur in diesem Leben, sondern auch in all meinen künftigen Inkarnationen musst du mein Guru sein.“ Swami weihte mich in ein Mantra ein und versicherte mir: „Ich bin dein Guru und ich bin immer bei dir.“ Und ich muss sagen, seitdem ist Swamiji immer bei mir, beschützt mich vor Gefahren und geleitet mich zum Ziel. Seither war jeder Tag meines Lebens einer in einer langen Reihe wunderbarer Erfahrungen und ich will hier nur noch einige davon anführen.

Noch einmal fand ich mich in einer Vision in Ananda Kutir wieder und saß unter
demselben Baum, wie in der vorherigen Vision. Dieses Mal gab Swamiji mir eine
Botschaft für die Menschen in Südafrika und sprach die beiden bedeutsamen
Worte: „Löse, verbinde.“ (Löse den Geist von den Objekten, verbinde ihn mit
Gott.) Ich hatte diese Worte nie zuvor von jemandem gehört. Eine Woche später
erhielt ich ein Flugblatt aus dem Ashram und als ich es aufschlug, fand ich genau
diese Worte – „Löse, verbinde.“

Eines Tages fastete ich. Gegen Abend fühlte ich mich ein bisschen schwach und döste ein wenig. In dem Moment war Swamiji da, umgeben von einem strahlend blauen Licht. Es schien, als sei das Dach des Hauses verschwunden und als sei er durch diese Öffnung in das Haus herabgekommen. In bescheidener Demut berührte ich seine Füße. Er segnete mich. In heller Freude schrie ich auf. Als sie mich schreien hörte, kam meine Mutter herein. Auch sie sah das schillernde, blaue Licht, jedoch nicht Swamijis Gestalt. Ich weiß, dass diese Vision etwas sehr sehr Wirkliches war und nicht nur meine Phantasie.“

Von Dr. Sivananda Sundari:
„Bald nach dem Tod meiner Mutter, die mich bisher mein ganzes Leben lang begleitet hatte, bekam ich dank der Gnade Gottes eine Stelle als Chefärztin in einem städtischen Krankenhaus, was mich rund um die Uhr beschäftigt hielt, ausgenommen ein paar Stunden zum Schlafen. Dabei bekam ich erstmals Kenntnis von Swami Sivananda, durch einige seiner Bücher, die mir jemand schenkte, weil ich ihm einen Dienst erwiesen hatte. Schon ein Jahr später bekam ich Urlaub, konnte zu seinen heiligen Füßen sitzen, ihn sehen und mit seinem Segen als seine Schülerin zurückkehren.

Nach 3 ½ Jahren Dienst in diesem Krankenhaus wurde ich versetzt. Ich machte mir Sorgen darüber, wie ich allein dorthin gehen und allein in einem Privathaus leben sollte, denn dieses Krankenhaus hatte keine Unterkünfte für Angestellte. (Selbst heute noch ist es für alleinstehende Frauen in Indien, gerade aus den gebildeten, höheren Gesellschaftsschichten, unüblich, allein zu reisen und allein zu wohnen. Anmerkung des Herausgebers). Am Abend saß ich da, starrte auf Swamijis Foto und dachte über meine Versetzung nach. Plötzlich hörte ich eine vertraute Stimme von der Vorderseite der Veranda. Sie rief mich: „Doktor, Doktor.“ Ich saß im hinteren Raum, wo ich mich Tag und Nacht aufhielt, da die hintere Tür die nächstgelegene zum Entbindungssaal war, so dass ich Nachrichten aus dem Krankenhaus entgegen nehmen konnte. Ich ging in die vordere Halle und öffnete die Tür. Hier sah ich Swami Sivananda mit seinem Gehstock in der Hand und einem göttlichen Lächeln auf seinem Gesicht von der Tür herkommen und die Halle betreten. Ich verbeugte mich voller Ehrfurcht und Freude zu seinen Füßen. Als ich aufstand, war niemand mehr da. Deshalb suchte ich ihn im Nebenraum. Dann schloss ich die Tür, setzte mich an meinen gewohnten Platz und meditierte auf Swami Sivananda. Ich verlor die Angst vor meiner Versetzung und fühlte seine göttliche Gegenwart immer seitdem bei mir.

Mein zweiter Besuch im Sivananda Ashram war sechs Jahre nach dem ersten, denn ich konnte wegen beruflicher Anforderungen keinen längeren Urlaub nehmen. Nach einer siebentägigen Reise mit Zug und Bus erreichte ich den Ashram eines schönen Morgens und erfuhr, dass ich Swamiji erst am nächsten Morgen würde sehen können, wo er nach einem kurzen Aufenthalt in Roorkee zur Erholung nach seiner langen Krankheit zurückerwartet wurde. Ich war sehr enttäuscht und deprimiert, setzte mich in den Kutir und beschloss, nicht zu baden oder zu essen, bevor ich nicht seinen Darshan hatte. Ich schloss die Augen, um meine Tränen vor meiner Schwester zu verbergen, die bei mir war. Nach wenigen Minuten sah ich ein strahlend helles Licht wie einen Blitz im Kutir und Swamiji stand vor mir. Ich erhob mich und verbeugte mich zu seinen Füßen. Bevor ich noch meine Schwester rufen konnte, war er verschwunden. Ich ging hinaus und fragte meine Schwester, ob sie Swamiji hinein- oder wieder herausgehen gesehen hatte. Sie sagte nein. Tatsächlich war er zu dieser Zeit in Roorkee und kehrte erst am nächsten Morgen in den Ashram zurück.

Solche Erfahrungen haben mir die Geheimnisse der großen Heiligen enthüllt, die ich als Kind für Wunder gehalten hatte. Unser Swamiji ist der allgegenwärtige Sri Krishna in diesem Zeitalter und er ist wahrlich ein lebendiger Kommentator der Bhagavad Gita. Demütig verneige ich mich zu seinen Füßen. Möge sein Segen mit uns allen sein.“

Von Sivananda Sarada:
„Aus einer unsichtbaren Quelle hörte ich eine Stimme in meinem Zimmer. Diese Erfahrung war der Beginn meines Kontakts mit dem mächtigen Yogi des Himalaya. Und das war nicht alles. Zu Weihnachten des Jahres 1951 gewährte mir Swami Sivananda die außerordentliche Erfahrung seiner Vision. Ich sah ihn so klar, so lebendig und so greifbar nah, wie ich jetzt sein Gesicht auf dem Foto auf meinem Schreibtisch vor mir sehe. Knapp vierzehn Tage danach gab mir mein Mann ein Deckblatt einer Yoga Vedanta Forest Akademy-Schrift. Dieses Deckblatt zeigte eine kleine signierte Fotografie von Swami Sivananda. Dieses Bild ist mein Lebensbegleiter geworden. Wo immer ich hingehe, dieses Bild begleitet mich. Meine Verbindung zu Swami Sivananda vertiefte sich sowohl gedanklich und spirituell, als auch über meine Korrespondenz mit ihm. Mein Interesse an ihm nahm zu und gewann an Stärke. In Gedanken und im Geist erlebte ich überall die Verbindung mit seiner göttlichen Gegenwart.

Ganze 3 Jahre lang wurde ich auf unsichtbare Weise über eine Entfernung von 8000 Kilometern von ihm angeleitet, bis ich schließlich in den heiligen Ashram in Indien kam, wo ich ihn dann in ’Fleisch und Blut’ sah. Alle im Ashram, einschließlich mir, waren sehr glücklich. Ich saß oft nahe bei Swamiji und beobachtete, wie er tief in verzückter, meditativer Grundstimmung verwurzelt war, während er gleichzeitig allem Anschein nach ein dutzend Aufgaben erledigte. Nichts entging seinen Augen, Ohren und Händen und trotzdem konnte man beobachten, dass er in tiefer Meditation in seinem inneren spirituellen Selbst war. Meine eigene Erfahrung mit Swamiji hat mir bewiesen, dass er ein großer Weiser ist, ein Yogi, ein Mystiker, der Prophet des neuen Zeitalters.“

Von P.B. Mathur, Gaziabad:
„Ich war sehr froh, Swamijis Anweisungen zu erhalten. Sein Brief gab mir großen inneren Frieden. Ich gewann dauerhaften Frieden. Als ich Swamijis Bücher und Briefe las, spürte ich einen plötzlichen Wandel in mir und fühlte jeden Tag eine neue Veränderung. Wenn ich sein Foto anschaue, wird mein Geist ganz von Frieden erfüllt. Wenn ich feststelle, dass mein Geist ruhelos ist, wiederhole ich seine Lehren und sie geben mir echten Frieden.“

Von Sri A.K. Sinha (Polizeigeneralinspektor im Ruhestand) von Bihar:
„Als mich meine Frau während meiner Krankheit pflegte, bekam sie selbst schwere Lähmungen. Berühmte Ärzte erklärten, sie könnten erst nach Ablauf von 72 Stunden sagen, welchen Verlauf die Krankheit nehmen würde. Sie waren verblüfft, als lange vor Ablauf der 72 Stunden Leben in die gelähmten Bereiche zurückkehrte. Meine Frau hatte das Gefühl, Swami Sivananda streiche über die gelähmten Teile. Das Ergebnis dieser Berührungen sahen die Ärzte dann später.

Mein jüngster Sohn stellte am letzten Tag seines Examens an der Universität zu seiner größten Enttäuschung fest, dass er nicht eine einzige Frage beantworten konnte. Er war so verzweifelt, dass er aufstand und ein weißes leeres Blatt abgeben wollte. Plötzlich spürte er dass Swami Sivananda ihm eine Hand auf den Kopf legte und ihm streng befahl, sich zu setzen, denn er wisse alle Antworten. Er gehorchte und beantwortete alle Fragen. Er schnitt so gut ab, dass er in der Zeitung erwähnt wurde.“

Von Sri Satchidananda Prasad Sinha:
„An einem kalten Wintermorgen im Februar 1958 kam einer meiner Freunde, der im benachbarten Stadtviertel lebt, beunruhigt zu mir und erzählte mir, sein einziger Enkel habe hohes Fieber. Das Kind war erst 2 ½ Monate alt. Ich ging sogleich mit ihm und stellte fest, dass er 40 Grad Fieber hatte. Sein Zustand war prekär. Ich war tief bewegt und schickte nach einem Arzt. Ich nahm meine Mala, schloss die Augen und begann, das Maha-Mrityunjaya- Mantra zu rezitieren. Ich meditierte auf Swami Sivananda, dem Arzt aller Ärzte. Ich bat um seine Gnade und seinen Segen.

Zu meiner höchsten Überraschung sah ich Swamiji. Er trug einen langen warmen Mantel und hatte einen Gehstock in der Hand. Er nahm das Kind auf seinen Schoß, gab mir zu verstehen, dass bald alles wieder in Ordnung sein würde und verschwand. Als ich die Augen öffnete, sah ich, dass eine halbe Stunde vergangen war. Ich maß erneut die Temperatur. Sie betrug jetzt 39 Grad. Das Kind kehrte wieder zum Normalzustand zurück. Abends war es völlig wiederhergestellt. Das ist die Gnade des Gurus. Swamiji mag es nicht, wenn seine Anhänger Probleme haben. Er steht immer demjenigen bei, der sich ihm ganz hingibt.“

Von Sri Umkant Shukla, Friedensrichter, Hajipur:
„Im Mai 1950 lag mein älterer Bruder Lakshmikant Shukla mit einer komplizierten Nierenerkrankung im Bett. Eines Tages wurde sein Zustand sehr ernst und alarmierend. Er lag bewusstlos im Koma. Trotz der bestmöglichen Behandlung ging es ihm zusehends schlechter. Sein Fall wurde für hoffnungslos erklärt und wir verloren jegliche Hoffnung. Wir weinten bitterlich. Da erinnerte ich mich an Swami Sivananda und betete zu ihm, das Leben meines Bruders zu retten. Glücklicherweise wurde mein Gebet erhört und innerhalb weniger Stunden, noch vor der Ankunft des Arztes, erlangte mein Bruder, der zwischen Leben und Tod geschwebt hatte, das Bewusstsein zurück. So wurde mein Bruder durch den Segen von Sri Swamiji Maharaj vollkommen geheilt. Nachdem er das Bewusstsein wiedererlangt hatte, erzählte uns mein Bruder, er habe geträumt, Swamiji stünde bei ihm und legte ihm die Hand auf den Kopf. Nach diesem lebhaften Traum, erwachte er in gehobener Stimmung.“

Von Sri Ramaniklal Parikh aus Baroda:
„Swami Sivananda: Am 15. September 1956,um 17.30 Uhr hast Du meiner Tochter Premila nachmittags Deinen Darshan (Vision) gewährt. Sie brachte Dir gekochtes Gemüse und zwei süße Erdnuss-Kugeln dar. Du hast uns gesegnet,  indem Du dreiviertel von einer der Kugeln und ein Stück von dem Gemüse annahmst. Dann hast du uns als Zeichen Deiner Gnade einen Fußabdruck auf einem Stück Papier hinterlassen. Dann hast Du oben persönlich „Om“ und unten „Sri“ auf das Blatt geschrieben. Du hast Premila aufgefordert, nach Ananda Kutir zu kommen und dich zu treffen. Nachdem Du uns Wasser aus deinem Kamandalu (indisches Wassergefäß) gegeben hast, bist Du verschwunden.“

Von Frau Steuernagel-Scheidt aus Düsseldorf, Deutschland:
„Ich freue mich über Deinen freundlichen Brief. Vielen Dank. Ich werde nach Indien kommen. Zuerst werde ich fließender Englisch lernen. Ich danke Dir für Deine Güte. Ich habe die Geduld und Zuversicht, nach und nach Fortschritte zu machen. Mir fällt gerade ein, 1948/49 hatte ich nachts eine Vision. Ich sah Dich ganz deutlich in weißer Kleidung. Du warst in einer großen Halle und sprachst zu einer Menge von Menschen. Nun sehe ich dein Foto und es ist genau jenes Bild der Vision, die ich hatte.“

Von Sri Lokanath:
„Meine Frau, mein kleiner Sohn und ich fuhren in einem Bus mit mehr als einem Dutzend anderer Fahrgäste. Wir fuhren die Bergstraße in der Nähe von Pauri entlang. Der Wagen geriet außer Kontrolle, es gab einen Ruck und dann stürzte er einen Abgrund hinunter. Der Bus war auf der Bergseite gefahren. Die hinteren Türen gingen von dem Ruck auf und alle zwölf Passagiere aus dem hinteren Teil des Busses wurden hinaus geschleudert. Wir haben nichts mehr von ihnen gehört. Wir saßen in den vorderen Sitzen fest. Es gab einen weiteren heftigen Stoß, bevor der Bus von der Straße hinunterstürzte. Da sagte mein kleiner Sohn, Satchidananda, mysteriöserweise: „Sat Guru Maharaj ki Jai.“ (Anrufung des spirituellen Meisters), was uns sofort an Swami Sivananda, unseren Guru, erinnerte. Sein schützender Arm war über uns. Obwohl der Bus noch einige hundert Meter den Berg hinunter rollte und in Stücke zerschmettert wurde, hatten wir drei nur geringfügige Verletzungen, von denen wir uns schon am nächsten Tag wieder erholten. Ein anderer Bus hinter uns, hielt an der Unfallstelle und rettete uns. Wir wurden gleich in ein Krankenhaus gebracht. Wir waren die einzigen, die dank Swami Sivanandas wunderbarer Gnade diesen schrecklichen Unfall unverletzt überlebten.“

Von Sri Satchidananda Prasad, Gardanibagh, Patna:
„Aufgrund des schweren Hochwassers in Andrah Pradesh war die Eisenbahnlinie zwischen Palasa und Tuni schwer beschädigt. Die Straßen waren ebenfalls nicht frei. Ich war genau auf dieser Strecke mit dem Bus und zu Fuß unterwegs. An einer Stelle musste ich einen Fluss überqueren, der starkes Hochwasser führte. Ich wiederholte mein Ishtra Mantra und überquerte den Fluss guten Mutes. Ich fühlte mich, als würde ich mit meinem Guru Swami Sivananda auf dem Kopf den Bhawasagara überqueren. Ich war kurz davor, in einen Graben zu fallen, aber Swamiji, der auf der anderen Seite stand, rief plötzlich laut und warnte mich davor weiterzugehen und stattdessen einen Bogen nach rechts zu machen. Ich folgte seinen Anweisungen und rettete so dank ihm mein Leben. Als ich die andere Seite erreichte, war ich überrascht, den Mann, der mein Leben gerettet hatte nicht vorzufinden.“

Von Sri Chellaramani:
„Im Jahre 1948 war ich auf meiner Pilgerreise zu den Tempeln von Kedarnath und Badrinath, was einen Weg von mehr als 300 Kilometer im hohen Himalaya bedeutet. Mein Bein schwoll plötzlich schmerzhaft an, nachdem ich erst die halbe Strecke zurückgelegt hatte. Ich ging deshalb zur Behandlung in das staatliche Krankenhaus von Josimath. Nach einer ganzen Woche zeigte sich noch immer keine Besserung. Im Gegenteil, der Arzt schlug mir eine Operation vor. Ich war sehr enttäuscht. Dann erinnerte ich mich an meinen Satguru (Weisheitslehrer) Swami Sivananda. Ich sandte ihm eine Postkarte und bat um seinen Segen. Überraschend trat an dem Tag, an dem er meinen Brief in Ananda Kutir erhielt, eine Besserung ein und ich konnte bald nach Badrinath weiterwandern, ohne mich einer Operation unterziehen zu müssen. So konnte ich meine heilige Yatra (Pilgerreise) durch das Wunder meines Meisters erfolgreich durchführen. Im Jahre 1950 nahm ich mit meiner Frau und meiner Tochter am großen „Kumbha Festival“ teil. (Kumbha Mela: eines der größten religiösen Feste Indiens, das alle 4 Jahre wechselnd an verschiedenen heiligen Orten stattfindet und an dem Millionen von Pilgern teilnehmen.) Als wir am letzten Tag nach dem heiligen Bad in Hari-ki-Pauri nach Hause zurückkehrten, gerieten wir in eine Massenpanik, ausgelöst durch einen unkontrollierbaren Strom von Pilgern. Vor unseren Augen wurden etwa dreißig Menschen zu Tode getrampelt. In diesem Augenblick der Todesangst erinnerten wir uns voller Verzweiflung an Swami Sivananda. Auf einmal kamen starke Seile von oben herunter. Wie durch Zauberhand wurden wir von mitfühlenden Menschen schnell auf die höhere Etage eines Gebäudes gezogen. Auf diese Weise konnten wir dank Swamijis Gnade unser Leben retten.“

Von Frau V.S. Ram, Lucknow:
„Eines Abends saß ich wie üblich vor dem Schlafengehen auf meiner Terrasse im oberen Stockwerk und machte Japa. Obwohl ich meine Augen geschlossen hatte, sah ich nach einer Weile ein strahlendes Licht. Ich war etwas nervös, weil ich dachte, ein Dieb stünde da und leuchte mir mit einer Taschenlampe ins Gesicht. Ich öffnete meine Augen, konnte aber nichts entdecken. Ich schloss die Augen wieder, um mein Japa fortzusetzen und lachte über meine eigene Furcht. Wieder erschien dasselbe strahlende Licht, aber diesmal war ich fest und kühn und öffnete meine Augen nicht. Allmählich verschwand das Licht und ich sah ganz deutlich das sanfte, inspirierende Gesicht meines geliebten Swami Sivananda. Er lächelte. Er hatte einen großen roten Kumkum-Punkt, so groß wie eine Münze, auf der Stirn. Ich konnte sogar, wenn auch nicht sehr deutlich, seine heiligen gekreuzten Füße sehen. Ich beugte meinen Kopf, um ehrfurchtsvoll die göttlichen Füße zu küssen, aber ich küsste nur Mutter Erde und wachte aus meiner wunderbaren Trance auf. Ach, wie traurig war ich, die göttliche Berührung meines Meisters nicht erlebt zu haben. Nach einer kurzen Meditation stand ich dann aber in einer sehr glücklichen Stimmung auf und ging zu Bett. Ich schlief sehr gut. Wie jeden Morgen wachte ich um 5 Uhr auf und ging die Treppen hinunter. Nachdem ich mich gewaschen und Wasser für den Kaffee auf den elektrischen Herd gestellt hatte, setzte ich mich wieder zum Morgengebet hin. Meine Kinder standen erst viel
später auf. Ich sah zu meiner großen Freude wieder das herrliche süße Gesicht
von Swami Sivananda. Es ließ mich voller Freude singen und tanzen.“

Von Sri Sivananda Van, Indischer Rundfunk:
„Mehr als einmal habe ich die wunderbare Zauberkraft von Kirtan erfahren, selbst bei meinem ganz gewöhnlichen, einfachen Singen, wenn mein Geist sich ganz auf das Höchste richtete. Was habe ich erlebt? Ob du es glaubst oder nicht, ich habe ganz deutlich unseren anbetungswürdigen Swami Sivananda ruhig in einem Sessel sitzen sehen. (der schon dastand, als sei er extra für ihn hingestellt worden) Er neigte zustimmend den Kopf und klopfte sanft mit der Hand im Takt zur Musik. Ich war bestürzt, erstaunt und fühlte eine innere Freude. Ich sang weiter und schaute den mit weit aufgerissenen Augen an, der mich so liebenswürdig bei meiner bescheidenen Musik besuchte. Ich beendete die Musik, stellte die Tampura (Saiteninstrument) auf den Boden und neigte den Kopf, um mich vor seinen heiligen Füßen zu verneigen (die ich deutlich sehen konnte). Aber ach, als ich den Kopf hob, um sein lächelndes Gesicht zu sehen, war der Sessel leer und niemand war dort. Die Türen, die ich von innen verriegelt hatte, waren immer noch verschlossen. Plötzlich begriff ich das Wunder und war über alle Maßen glücklich. Das wiederholte sich noch ein oder zwei Mal, als ich in Lucknow war. Swamiji war zu dieser Zeit in Rishikesh. Wie konnte er mich besuchen? Ich schrieb es ihm sofort. Natürlich ging er nicht darauf ein. Aber er ist der allem Innewohnende und weiß alles.“

Durch seinen beständigen Eifer allen zu dienen und die Leiden aller zu lindern, gewann Swamiji die Herzen der Menschheit. Er wurde spirituell eins mit der gesamten Menschheit und strahlte ununterbrochen höchste Freude, Frieden,
Leben und Licht aus. Allein durch seine Gegenwart erfahren Menschen die heilenden Schwingungen und seine Lichtschwingungen des Friedens. Schon sein Blick erhob, transformierte und sublimierte alles, worauf er ruhte. Frömmigkeit umgab ihn. Die Finsternis der Gottlosigkeit, der Weltlichkeit und alles Nicht-Göttliche verschwanden aus den Herzen, in die das Licht seiner Gnade fiel. Meditation hatte seinem Gesicht Glanz, seinen Augen Macht und seiner gesamten Persönlichkeit unwiderstehliche Anziehungskraft verliehen. Seine Aura war so stark, dass Menschen, die mit hundert Beschwerden zu ihm kamen, verstummten. Feindschaft floh in seiner Gegenwart.

Er vollbrachte Wunder durch seine Seelen erhebenden, göttlichen Lieder. Nur die Mode regierte und gebildete Menschen hatten Hemmungen, den Namen Gottes zu wiederholen. Und dann gab es noch jene, die dagegen waren, Namen der Inkarnationen Gottes wie Rama und Krishna zu singen, da Gott letztlich namen- und gestaltlos sei. Das war ihre Ansicht. Swami Sivananda einen Moment lang zuzuhören war das einzige Heilmittel, welches sie brauchten. Ausnahmslos sangen sie die göttlichen Namen, tanzten mit ihm auf dem Podium und ließen all ihre Irrungen, törichten Modeströmungen und Meinungen fahren. Was kann großartiger sein als das? Swamiji wurde zu einer solchen Verkörperung der höchsten Hingabe an Gott, dass jeder, der mit ihm in Berührung kam, die Wellen dieser Hingabe, ungeachtet seiner eigenen Einstellung, empfing.

Die Leitung der Divine Life Society allein ist schon ein großes Wunder. Ohne Geld, ohne Reserven, ohne ein Bankguthaben und ohne eine regelmäßige Einkommensquelle eine so große Einrichtung auf so freigebige Weise zu führen, ist ein Wunder.

Einen jeden mit auch nur der geringsten Neigung und noch weniger Qualifikation in seine Herde aufzunehmen und jeden in eine heilige Persönlichkeit zu transformieren, ohne die Strenge der Askese oder eine reglementierte Übungs praxis, ist ein Wunder höchsten Grades. In seinem einfachen Kutir am Ufer des Ganges, in einem Winkel des Himalaya zu sitzen und das Licht der göttlichen Erkenntnis in alle vier Himmelsrichtungen der Welt zu verbreiten, seine Leben verändernde Botschaft in jedem Land der Erde widerhallen zu lassen, ist das größte Wunder.

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