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Muladhara Chakra – Wurzelchakra

Sitz und Symbolik des Muladhara Chakras

Der Sitz des Muladhara Chakras ist das untere Ende der Wirbelsäule. Es steht auch in Beziehung mit dem Perineum und dem Anus.

Die innere Farbe des Muladhara Chakras ist gelb beziehungsweise ockergelb, also die Farbe der Erde.

Das Muladhara Chakra ist der Sitz des Erdelementes, Prithivi Tattwa.

Das Muladhara Chakra hat vier Blütenblätter, also vier Haupt-Nadis (Energie-Kanäle), die von ihm ausgehen. Die Zahl vier ist auch die Zahl des Erdelementes und der Materie.

Die Blütenblätter sind rot.

Das Yantra des Muladhara Chakras ist ein Ockergelbes Quadrat. Das Quadrat ist das Symbol des Erdelementes, der Materie.

Das zentrale Bija-Mantra ist „Lam“. Die Mantras der vier Blütenblätter sind Vam, Sham, Scham, Sam.

Ganesha ist der Aspekt Gottes, der das Muladhara Chakra regiert. Ganesha ist der elefantenköpfige Gott, er symbolisiert Festigkeit, den Beginn, Segen und Ausdauer.

Auch Brahma gilt als Regierender des Muladhara Chakras. Brahma ist der Schöpfer. Und das Muladhara Chakra als Wurzelchakra ist die Wurzel der ganzen Schöpfung.

MuladharagöttinGöttin im Muladhara Chakra ist Dakini. Sie wird dargestellt sitzend auf einem roten Lotus. Sie ist strahlend rot, manchmal auch weiß, hat ein wunderschönes Gesicht mit drei Augen. Dakini hat vier Arme, hält einen Dreizack, einen Stab mit einem Schädel. Sie wird oft auch mit einem Schwan und einem Trinkgefäß dargestellt, also ähnlich wie Brahma.

Unter den Engeln wird Indra dem Wurzelchakra zugeordnet. Er wird dargestellt geb, 4-armig, sitzend auf einem weißen Elefanten (Airavata).

Muladhara Chakra entspricht Bhur Loka, auch Bhu Loka genannt. Bhur Loka ist die Erd-Ebene. Dieser entspricht auch die Annamaya Kosha, die Nahrungshülle, und Stuhla Sharira, also der physische Körper.

Das Sinnesorgan, das vom Muladhara Chakra gesteuert wird, ist der Geruchssinn. Geruch wird über Partikel übertragen und ist damit der grobstofflichste Sinn.

Das Chakra-Tier ist der Elefant als größtes und schwerstes Säugetier.

Dem Muladhara Chakra ist auch das Kapha Dosha zugeordnet sowie in der Humores-Lehre des Mittelalters Phlegmatiker und Melancholiker.

Positive Eigenschaften des Muladhara Chakras sind Beständigkeit, Ruhe, Ausdauer, Gleichgewicht, gesunder Menschenverstand, Realitätssinn, Sparsamkeit, Prinzipientreue.

Motivationen, welche ihren Sitz im Muladhara Chakra haben, sind Essen, Trinken, Schlafen, also alles was mit Selbsterhaltung zu tun hat.

Oberhalb des Muladhara Chakra ist Brahma Granthi. Brahma Granthi steht für die Schwierigkeit, aus einer grobstofflichen Wahrnehmung zu einer feinstofflichen Wahrnehmung zu gelangen.

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Aktivierung des Muladhara Chakras

Das Muladhara Chakra kann auf vielfältige Weise aktiviert werden:

  • Spezielle Muladhara Chakra Meditationen. Insbesondere Visualisierungen von Wurzeln, von einem Berg und einem Baum helfen, das Muladhara Chakra zu stärken
  • Affirmationen wie „Ich finde Zugang zu meinen Wurzeln“, „Ich bin gut verwurzelt“
  • Spezielle Pranayamas
  • Mantras, wie die Bija Mantras des Muladhara Chakras, Ganesha Mantras, andere Prithivi Mantras
  • Asanas, insbesondere Paschimotthanasana, Matsyendrasana
  • Mula Bandha, Ashwini Mudra

Muladhara Chakra, Kanda, Sushumna und Kundalini

Das Muladhara Chakra als Wurzelchakra ist die Grundlage des ganzen Energie-Zentrums des Menschen. Im Muladhara Chakra hat der Kanda seinen Ursprung, die sogenannte „Wurzelknolle“, in welcher die meisten Nadis (Energiekanäle) ihren Sitz haben. Vom Muladhara Chakra gehen die drei Haupt-Nadis aus, Ida, Pingala und Sushumna. So steigt die Energie durch die feinstoffliche Wirbelsäule (Sushumna) vom Muladhara Chakra her auf. Muladhara Chakra ist auch der Sitz der Kundalini und damit Sitz der Kosmischen Energie im Menschen.
Vor dem Aufsteigen der Kundalini muss das Wurzelchakra stark sein. Nur ein starkes Wurzelchakra kann der machtvollen Kundalini Erweckung eine gute Stütze geben.

Andere Namen/Bezeichnungen/Traditionen für das Muladhara Chakra

  • Im Tantra: Adhara, Brahma Padma, Bhumi Chakra, Chaturdala, Chatuhpatra, Muladhara, Mooladhara, Mula Chakra, Mula Padma
  • In den Veden und Upanishaden: Adhara, Brahma, Muladhara, Mulakanda
  • In den Puranas: Adhara, Muladhara
  • Tibetischer Vajrayana Buddhismus: Hier gibt es keine Entsprechung zum Muladhara Chakra, dafür aber zwei Chakras im Swadhisthana Bereich, wovon man eines dem Muladhara zuordnen kann
  • Im Sufi Lataif System gibt es verschiedene Lataifs, die man mit Muladhara in Verbindung bringen kann
  • In der Kabbalah kann man die niedrigste der Sephiroth, Malkuth, mit dem Wurzelchakra in Korrelation sehen

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