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Goraksha Shataka - Version 2

 

Vers 32: Ida, Pingala und Sushumna

 

Ida, Pingala und Sushumna, die fortwährend die Lebensenergie (Prana) transportieren, münden in (ihre zugehörige) Körperöffnung. Ihre jeweiligen Gottheiten sind der Mond, die Sonne und das Feuer.


    इडापिङ्गलासुषुम्णाः प्राणमार्गे समाश्रिताः |
    सततं प्राणवाहिन्यः सोमसूर्याग्निदेवताः || ३२ ||


    iḍā-piṅgalā-suṣumṇāḥ prāṇa-mārge samāśritāḥ |
    satataṃ prāṇa-vāhinyaḥ soma-sūryāgni-devatāḥ || 32 ||

    ida-pingala-sushumnah prana-marge samashritah |
    satatam prana-vahinyah soma-suryagni-devatah || 32 ||


Wort-für-Wort-Übersetzung

    iḍā-piṅgalā-suṣumṇāḥ : Ida, Pingala und Sushumna
    prāṇa-mārge : in (ihre zugehörige) Körperöffnung ("Pfad der Lebensenergie" Prana-Marga)
    samāśritāḥ : enden, münden, führen ("stehen an, fließen in" Samashrita)
    satatam : fortwährend, stets (Satata)
    prāṇa-vāhinyaḥ : die die Lebensenergie ("den Lebensatem", Prana) mit sich führen, transportieren (Vahin)
    soma-sūryāgni-devatāḥ : (deren) Gottheiten (Devata) der Mond (Soma), die Sonne (Surya) und das Feuer (Agni) sind

Anmerkung: Dieser Vers wird in einer stärker abweichenden Version als Vers 23 in der Version 1 des Goraksha Shataka überliefert, wobei die Abfolge beider Halbverse vertauscht ist. In der Yogachudamani Upanishad (Vers 21cd-22ab) erscheint er mit der Lesart prāṇa-marge ca saṃsthitāḥ im 2. Pada.

Das Kompositum prāṇa-mārga findet sich nicht in den Wörterbüchern, es bedeutet wörtlich soviel wie "Pfad (Marga) der Lebensenergie (Prana)", "Weg des Atems", oder auch "Lebensweg". Es gibt eine vergleichbare Bildung mit der Bedeutung "Sinnesorgan": prāṇāyana (Pranayana), wörtl. "Pfad (Ayana) der Lebensenergie (Prana)". Da im vorangehenden Vers 31 eine ähnliche Aussage gemacht wird, nämlich dass die zehn feinstofflichen Energiekanäle zu ihren jeweiligen Körperöffnungen (dvāram) bzw. Sinnesorganen führen (samāśritya), könnte man prāṇa-mārge samāśritāḥ auch in diesem Sinne interpretieren: Ida führt zum linken Nasenloch, Pingala führt zum rechten Nasenloch, und Sushumna führt zum Brahmarandhra, der Fontanelle am Scheitelpunkt des Kopfes. 



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