Du bist hier: Sivananda / Botschaft des göttlichen Lebens

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Wie man das Ego überwindet:

  1. Sprich zu Gott, der in dir wohnt und dich führt. Lege deine Gemütszustände   immer in seine Hand. Er wird alles in Ordnung bringen.
  2. Stelle morgens ein Programm für den Tag auf. Prüfe dich abends und rekapituliere, was du gemacht hast.
  3. Schreibe über deine Rückfälle, Schwächen, Fehler und Versuchungen in einem spirituellen Tagebuch.
  4. Gehe dein spirituelles Tagebuch noch einmal durch. Mache neue Vorsätze und halte sie ein. Nähere dich dem Göttlichen.
  5. Der Weg der Gottesverwirklichung ist einfach. Es ist der Weg der Selbstaufgabe, Wahrheit und Liebe.
  6. Mache Selbstaufopferung, Selbstaufgabe, Selbstbeschränkung, Selbstanalyse, Selbstreinigung und Selbsterkenntnis zu deinem Motto und Ideal.
  7. Vernichte Lust und Habgier in dir. Du bist göttlich.
  8. Dein wahrer Feind ist dein Ego. Bewahre seiner Sprunghaftigkeit und seinen Versuchungen gegenüber Gleichgültigkeit.
  9. Die vollständige Ausrottung des Egoismus ist der eigentliche Kern der Spiritualität.
  10. Befreie dich vom Egoismus und du wirst von Gott erfüllt sein.
  11. Vergiss das kleine Ich, um das höhere Ich zu erlangen.
  12. Betreibe täglich Selbstanalyse, Selbstbetrachtung und Selbstreinigung. Das ist der Weg zu letztendlicher Befreiung und ewiger Glückseligkeit.
  13. Glaube, Glaube, bedingungsloser Glaube ist notwendig, um Gottesverwirklichung zu erreichen.
  14. So wie die Kompassnadel immer zum Nordpol zeigt, muss dein Wille unerschütterlich auf den göttlichen Willen ausgerichtet sein.
  15. Vergiss Gott in guten, problemlosen Zeiten nicht. Sei sorgfältig bei der Auswahl deiner Freunde und Bekannten.
  16. Genauso wie Ton von den Händen des Töpfers geformt wird, solltest du dich von den Händen Gottes formen lassen. Er wird dir die richtige Form geben.
  17. Habe Glauben, Glauben, Glauben. Glauben in dein eigenes Selbst, in Gott, in den Guru und in die heiligen Schriften.
  18. Wenn du aufrichtig bist, wirst du Gott mit Sicherheit erreichen, egal welchen Weg du zu ihm einschlägst.
  19. Vertraue auf Gott. Er wird dich auf jeder Stufe begleiten und dich Schritt für Schritt auf dem spirituellen Weg leiten.
  20. Alles ist eins. Spüre das Einssein mit allem Lebenden. Lerne, den Atman in allem um dich herum zu erkennen.
  21. Trenne dich nicht von den anderen. Erfahre die Fülle des allumfassenden Lebens.

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Karma Yoga:

„Das Verteilen von Prasad ist eine spirituelle Übung. Derjenige, der das Prasad verteilt, sollte ein guter Karma-Yogi sein. Es können zum Beispiel wichtige Personen anwesend sein, die unmittelbar nach der Zusammenkunft weggehen. Sie werden nicht auf das Prasad warten. Sie müssen zuerst bedient werden. Die anderen können warten. Ihr solltet immer die Fähigkeit zur Unterscheidung nutzen. Du hast Punditji so wenig gegeben“, wies der Meister den Prasad-Verteiler zurecht, nachdem die Eröffnungszeremonie der Erweiterung der Jubiläumshalle beendet war.
„Swamiji, wir hatten nur sehr wenig vorbereitet. Wir hatten nicht so viele Teilnehmer erwartet.“
„Jede Zusammenkunft ist heilig. Auch die Eröffnung eines Bürogebäudes ist eine Gelegenheit für alle, Kirtan zu singen und Satsang zu halten. Alle müssen eingeladen und bedient werden“, sagte der Meister.
„Wir werden uns in Zukunft daran halten, Swamiji.“
„Selbst wenn nur wenig Prasad und eine große Gruppe da ist, müssen erst die Besucher bedient werden und wir werden uns das teilen, was übrig bleibt. Das ist der Geist des Karma Yoga. Habt ihr das jetzt verstanden?“

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Indra Sabha:

„Das ist so, wie wenn man in Indra Sabha (Wohnstätte Indras, des Königs der Engelswesen) ist, Swamiji. Ich bin sehr glücklich, dabei sein zu dürfen. Wunderschön von den Ashram-Bewohnern und Besuchern gesungener Kirtan, während Harishji auf der Geige spielt, Sri Vishnu Digambar voll Hingabe die inspirierendsten Bhajans singt, Narayana Swamiji die Gita und die Upanishaden liest. Wenn Sri Shamashs Kinder deine erhebenden Kirtans so melodisch singen, lassen sie mich vergessen, wo ich bin. Das ist ein großer Kontrast zu anderen Ashrams, wo es verboten ist, Kirtan zu singen und Instrumente zu spielen und wo nur trockene Philosophie gelehrt wird. Man hat das Gefühl, in der Schule zu sein. Ich bin wirklich glücklich, dass ich diesen Ashram besucht habe“, sagte ein Abgeordneter der Regierung.
„Was bedeutet das Licht dort, Swamiji?“
„Das ist das Büro, wo Aspiranten fleißig arbeiten.“
„Das ist wunderbar“, sagte der Abgeordnete.
„Ich liebe die Synthese“, sagte der Meister, „Arbeit, Hingabe und Wissen – alles sollte gut miteinander kombiniert werden. Aus Unwissen lehnen einige Vedanta-Gelehrte das Kirtansingen ab. Sie ordnen den persönlichen Gottesbezug der Paroksha-Kategorie zu. Direkte Verwirklichung des unpersönlichen Absoluten nennen sie Aparoksha. Sie verherrlichen letzteres und verurteilen gedankenlos das andere. Die Wahrheit ist weder Dvaita (Zweiheit) noch Advaita (Nicht-Zweiheit). Sie liegt jenseits von beidem. Große Advaitins wie Madhusudana Saraswati and Sri Shankara haben mit viel Hingabe zu Ehren Gottes gesungen. Wie tief ihre Hingabe war! Sie haben die wahre Aussage der Vedanta-Lehre verstanden. Es gibt kein Leben, weder in Institutionen noch in Individuen, wenn die Namen Gottes nicht gesungen werden. Sogar Sukadeva, der immer im Absoluten lebte, rezitierte den Namen Gottes. Es ist höchste Zeit, dass die heutigen Vedantins und Sannyasins dies begreifen.“

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Die Herrlichkeit des Dienens:

„Du hast nur wenig Liebe zum Kirtansingen entwickelt, da du nur gern liest und meditierst. Du kannst aber die Meditation nicht wirklich genießen, solange die Unreinheiten in deinem Geist nicht vollständig beseitigt sind und dein Ego nicht unterworfen ist. Für dieses Mal ist es gut, aber das nächste Mal musst du sehr viel arbeiten. Durch den Vergleich wirst du erkennen, wie herrlich selbstloses Dienen ist“, sagte der Meister zu einem jungen Kundalini Yoga Schüler, der ins Büro gekommen war, um sich nach einem kurzen Aufenthalt im Ashram zu verabschieden.

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Musik beim Kirtansingen:

Ein paar Leute versammelten sich in der Nähe des Büros zum Kirtansingen mit Swami Mukund Hari aus Bhatinda. Als der Meister sie sah, sagte er: „Sie lassen sich stark durch die Zimbeln und Tabla inspirieren. Insbesondere bei öffentlichen Veranstaltungen sind solche Instrumente eine große Hilfe. Sie helfen, den Geist in die Konzentration zu führen.
Die Art von Kirtan, wie wir sie betreiben, ist gut für meditative Menschen. Macht mit dem Kirtansingen weiter ohne Harmonium oder andere Instrumente. Das wird zur Meditation führen. Es gibt keine Ablenkung und Samadhi kann einfach kommen.
Man muss beides üben. Für das persönliche Sadhana und engere Meditationsgruppen im kleinen Kreis sollte Kirtan ohne Instrumente gesungen werden. Bei Massenveranstaltungen sind das Harmonium und andere Instrumente hilfreich.“

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Göttliches Leben in der Praxis:

Sri R. R. Tiwari aus Gwalior stellte dem Meister seinen Freund vor, einen Oberst im Ruhestand, der den Posten eines Staatsministers inne gehabt hatte.
Der Oberst stellte dem Meister folgende Frage: „Wie kann ich ein göttliches Leben führen?“
„Meditiere täglich. Übe Japa. Stehe um 4 Uhr morgens auf. All das habe ich in meinen ‚20 spirituellen Anweisungen‘ niedergeschrieben.“
Der Meister gab ihm ein Faltblatt.
„Das weiß ich schon alles, Swamiji.“
„Das ist alles“, sagte der Meister. „Der Rest liegt in der Praxis.“
„Ich habe auf meine eigene Art geübt, aber ich habe nicht jene Glückseligkeit erfahren, die angeblich aus diesen Übungen erwachsen soll“, sagte der Oberst.
„Du musst sehr regelmäßig üben. Halte an deinem Sadhana (spirituelle Praxis) fest, bis zu dein Ziel erreichst. Es kann sogar mehrere Leben dauern.“
„Ah! So ist das also! Ich habe nicht regelmäßig geübt, Swamiji. Ich werde es von nun an versuchen.“
„Nun da du im Ruhestand bist, musst du all deine Zeit der spirituellen Praxis widmen.“
„Leider habe ich meinen alten Lebensstil beibehalten. Ich beziehe im Ruhestand eine Rente, die meinem vollen Gehalt entspricht.“
„Das ist außergewöhnlich!“, rief der Meister aus. „Das ist alles Gottes Gnade zu verdanken. Du solltest viel Wohltätigkeit üben. Du solltest weniger Geld für dich ausgeben. Du hast lange Zeit eine kleine Familie unterhalten. Jetzt musst du dein Herz erweitern und alle Armen als deine Familie betrachten.“
„Das habe ich bisher auch nicht getan, da meine persönlichen Ausgaben die gleichen geblieben sind. In gewisser Hinsicht jedoch bin ich wohltätig, denn ich bezahle eine große Zahl von Bediensteten.“
„Nein, nein. Das ist keine Wohltätigkeit. Wie viel Geld gibst du den Leprakranken am Straßenrand? Jeder Mensch ist sich selber gegenüber großzügig. Du solltest ein zurückgezogenes Leben führen und mindestens die Hälfte deiner Rente, wenn nicht sogar alles, für wohltätige Zwecke ausgeben. Dann  wirst du die Glückseligkeit erfahren, die durch die Gnade Gottes über dich kommt.“

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Was ist Jivanmukti:

Sri R. R. Tiwari ist ein Jnana Yogi. Er praktiziert Japa mit Om und meditiert regelmäßig auf das absolute Brahman.
Er bat den Meister, ihm eine Empfehlung für den Königsweg zur Glückseligkeit zu geben.
„Bringe deinen Geist unter Kontrolle, lösche alle Wünsche aus und werde ein gottverwirklichter Weiser“, sagte der Meister.
„Swamiji, bitte sag mir, wie man die Wünsche auslöschen kann.“
„Meditiere konsequent auf den alles durchdringenden Brahman. Erhöhe die Brahmakara Vritti (Gedanken an Brahman). Durch intensive Praxis wirst du die Fähigkeit erlangen, auch diese zu überwinden. Die vollständige Auslöschung aller geistigen Bewegungen ist das Ziel nach Patanjali Maharishi. Das ist der Weg zu Jivanmukti. Mit dieser Praxis wirst du bald Manonasa (Aufhören des Geistes) erreichen.“
„Welcher Zustand kommt nach Manonasa, Swamiji?“, fragte Sri Tiwari.
„Die ganze Welt ist eine Schöpfung deines Geistes“, sagte der Meister. „Nach Manonasa verschwindet auch diese Illusion. Dann bist du fähig, deine wahre göttliche Natur zu erkennen. Du wirst ein vollständig verwirklichter Weiser, wenn du in das kosmische Bewusstsein eingehst.“
„Swamiji, ich habe einen Zweifel. Wenn der Jivanmukta (lebendig Befreiter) Manonasa erreicht hat, wie kann er dann noch in der Welt wirken?“
Der Meister sagte: „Einige Vedantins vertreten die Theorie, dass es 2 Arten von Jnanis (verwirklichten Weisen) gibt – den Samadhi Jnani und den Vyavahara Jnani. Wenn der Jnani in Samadhi (überbewusster Zustand) ist, hat er keinerlei dualistisches Bewusstsein. Wenn er aber aus diesem Zustand herauskommt und den Menschen dient, dann hat er Vyavahara Jnana. Er ist sich der Einheit in der Vielfalt bewusst.“
„Swamiji, wenn der Geist vollständig ausgelöscht ist, wie können dann wieder Gedanken in ihm auftauchen?“
„In einem Jivanmukta ist Swarupa Manonasa. Die rajasigen und tamasigen Elemente in ihm sind vernichtet. Das dauert so lange, wie noch Prarabdha (das in diesem Leben wirksam gewordene Karma, das mit diesem Körper verbunden ist) besteht. Prarabdha hält die Vorgänge in seinem Körper noch aufrecht. Aber da sein Antahkarana (Geist) von Rajas und Tamas befreit ist und nur reines Sattwa übrig bleibt, erlangt er Bewusstsein von Brahman in diesem Zustand. Die Gegensatzpaare beeinflussen seinen inneren Zustand der Glückseligkeit nicht. In Videhamukti (körperlose Befreiung), wenn der Körper nach dem Verbrennen des Prarabdha Karma abfällt, besteht Arupa Manonasa. Der Jnani bleibt für immer im non-dualistischen Zustand, wenn der Körper sich auflöst. Das ist der höchste Zustand. Diesen kannst du durch Achtsamkeit und strenge Praxis erreichen. Jai Ho, Tiwariji!“

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Interesse auf der ganzen Welt:

Die freundliche und herzliche Begrüßung, die der Meister einem alten Kollegen, Swami Abhayananda, gab, war eine sehr bewegende Szene.
Indem er die Füße des gerade Angekommenen berührte, sagte der Meister, „Om Namo Narayanaya! Komm, Maharaj!“
Er bat den Swami, neben ihm Platz zu nehmen und begann ein freundliches Gespräch.
„Swamiji, ich bewundere deine großartige Arbeit. Überall singen die Menschen deinen Ruhm“, begann Swami Abhayananda.
„Es ist alles die Gnade von großen Heiligen wie dir, die es mir ermöglicht, ein bisschen zu dienen“, sagte der Meister.
„Nein, nein, Maharaj! Alles ist das Ergebnis deiner strengen einfachen Lebensweise und deiner Hingabe an Gott.“
„Ich glaube, wir sehen uns heute zum ersten Mal seit 15 Jahren“, erinnerte der Meister den Swami.
„Ja, du hast recht, Swamiji, ich werde nie dein inspirierendes Lied, ‚Agada Bhum‘ vergessen. Du hast hier eine große Einrichtung aufgebaut, die Menschen aus der ganzen Welt anzieht. Dennoch bist du immer noch der gleiche einfache bescheidene Swami von Kutir 111 im Swarg Ashram. Obwohl sich viele Dinge um dich herum entwickelt haben, sehe ich, dass du immer noch die gleiche lebendige Verkörperung von Liebe bist.“
Der Meister bat einen seiner Schüler, etwas Obst zu bringen.
„Maharaj, nimm diese kleine Gabe an. Bitte mache uns die Freude, heute Abend unseren Speisesaal mit deiner Anwesenheit zu ehren“, lud der Meister den Swami ein.
„Dein Wunsch ist mir Befehl.“
Der Meister begann daraufhin, in Erinnerungen zu schwelgen: „Maharaj, erinnerst du dich noch an unseren Ausflug in die Paraso-Hügel, wo wir einen schönen Kirtan hatten?“
„Ja, ich erinnere mich an Pandit Krishna Chandra Sharma, den Anwalt, der uns nach Gudgawa bei Delhi und dann in die Paraso-Hills  mitgenommen hat. Wir hatten gerade der jährlichen Feier von Nawal Kishore Prem Sabha beigewohnt.“
„Ja, wir hatten dort die ganze Nacht hindurch Kirtan.“
„Ja, deine Öffentlichkeitsarbeit ist wirklich beeindruckend. In allen wichtigen Zeitschriften über Gesundheit, Politik oder Religion sind Artikel von dir.“
„Ja, die Zeitschrift My Magazine of India veröffentlicht meine Artikel schon seit langer Zeit, seit beinahe 20 Jahren, seit 1929.“
„Was? 20 Jahre? Kein anderer Autor hat je über einen so langen Zeitraum hinweg geschrieben und kein Verleger hat je die Geduld gehabt, die Artikel eines einzelnen Autoren über einen so langen Zeitraum hinweg zu veröffentlichen. Das zeigt deutlich, dass dein Lesepublikum ganz in deinem Bann steht und du ihre Herzen für dich eingenommen hast. Die spirituellen Lektionen in My Magazine sind wie Nektartropfen.“

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Was dort ist, ist auch hier:

Einige Schüler des Meisters aus Madras waren gerade aus Kedarnath und Badrinath (Wallfahrtsorte im Himalaya) zurückgekommen. Darunter war auch ein Bewohner des Ashrams. Wie eine stolze Mutter fragte der Meister, wie es ihnen auf der Reise ergangen war. Seinem aufmerksamen, liebevollen Blick war nicht entgangen, dass einige von ihnen stark abgenommen hatten.
„Ihr seid sehr dünn geworden. Es wird vielleicht einen Monat dauern, bis eure Gesundheit wieder hergestellt ist.“
Nachdem er ihnen so Mut zugesprochen hatte, fragte er: „Nun, wohin geht die nächste Reise? Nach Tirupathi? Ohji, irrt nicht mehr umher. Tirupathi ist nirgends anders als hier.
Die Gegenden des Himalaya sind sehenswert – die Orte, wo große Seher praktiziert haben. Außerdem tut Wandern in der guten sauberen Luft im Himalaya, die erfüllt ist von den heilenden Kräften zahlloser Kräuter, der Gesundheit der Pilger sehr gut; aber bei manchen Menschen überwiegt die verrückte Begeisterung für das Wandern die Freude an der Pilgerreise. Sie beginnen dann, manche Orte übermäßig zu loben und andere zu kritisieren. Ihr habt nun einige wichtige Orte besucht, die anderen unterscheiden sich nicht von ihnen. Ihr solltet also nun an diesem Ort hier bleiben. Es gibt sehr viel Arbeit hier zu tun.“

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Kirtan – ein göttliches Elixier:

Ein Schüler kam eines Morgens ins Büro und warf sich vor dem Meister nieder. Der Meister erinnerte sich sofort, dass er am Vorabend nicht zum Divya Nama Kirtan erschienen war.
„Divya Nama Kirtan hat es schon öfter gegeben. Aber der Kirtan von gestern Abend hat alle anderen übertroffen. Sivaramakrishna, Murugadas, Venkateshwara Iyer und viele andere Experten haben daran teilgenommen. Es war überwältigend.
Auch wenn du müde oder nicht in der Stimmung warst, wäre es dir durch den Kirtan besser gegangen. Es ist ein sehr starkes Elixier. Genau dies habe ich auch in meinem Vortrag im Swarg Ashram gesagt.“
Mit beschämtem Gesicht verneigte sich der Schüler zu Füßen des Meisters.
Der Meister fuhr fort: „Ich bin immer noch ein Schüler. Manche Leute denken: ‚Es ist der gleiche Divya Nama Kirtan, an dem ich schon oft teilgenommen habe.‘ So empfinde ich das nie. Ich nehme an jedem Kirtan teil und höre allen Vorträgen aufmerksam zu. Welch wunderbaren Gedanken Sridarji doch äußert! Ich bin ganz gefesselt davon. Ich halte dann innere Einkehr und entdecke subtile Fehler in mir. Ich höre nicht auf, Schüler und Sadhaka zu sein. Manche Menschen nehmen das Bala Mantra, erlangen durch das Mantra einige Siddhis und gehen dann schlafen. Sie denken nicht an die zahllosen Fehler und Schwächen, die noch in ihnen sind. Das ist das Wesentliche.“

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Helix Hedeira:

„Ohji, ich erinnere dich nun schon zum dritten Mal: Was ist aus deinem Formular mit guten Vorsätzen geworden?“
„Swamiji, ich fülle es sofort aus und gebe es dir, bevor ich abreise.“
Ohne zu zögern, verließ der Besucher den Meister. Er konnte dessen Blick keinen Augenblick länger standhalten. Er zog sich in einen der umliegenden Räume zurück, um das Blatt auszufüllen.
Der Meister sagte: „Das haben die Postbeamten schon immer so gehalten. Die erste Mahnung wurde ‚Helix‘ genannt. Die Person, an die sie gerichtet war, konnte sie manchmal noch verschlafen. Aber wenn dann die ‚Hedeira‘-Mahnung kam, konnte der Betroffene nicht einmal mehr sein Mittagessen zu sich nehmen. Stattdessen rannte er umher, um die Antwort zu bekommen und sofort abzuschicken. Das war meine ‚Hedeira‘-Mahnung an diesen Mann. Ich habe ihm am Abend des achten gesagt, er solle das Blatt ausfüllen. Gestern Morgen habe ich ihn wieder daran erinnert. Und heute Morgen war die ‚Hedeira‘-Mahnung notwendig. Er wird nun keine Ruhe haben, bis er das Blatt ausgefüllt hat.“
Der Besucher kam mit dem sorgfältig ausgefüllten Blatt zurück.
„Nangiahji, nun bist du an der Reihe. Vishnu Swamiji, gib ihm 2 Blätter, eins für ihn und eins für seine Frau. Fasst nur ein paar leicht einzuhaltende Beschlüsse, wie zum Beispiel ‚Ich werde 2 Japa Malas am Tag beten; ich werde alle 14 Tage einen Tag auf Süßigkeiten verzichten.‘ Ihr habt Asanas und Kirtan gelernt. Nehmt euch vor, einige Asanas und etwas Kirtan zu üben.“
„Sind das Gelübde, Swamiji?“
„Es sind keine Gelübde, sondern nur gute Vorsätze. Vergesst sie nicht und versucht, euch daran zu halten. Betet zu Gott. Er wird euch die Kraft geben, daran festzuhalten und dadurch weiter vorwärts zu kommen.“
Beide, Mann und Frau, gaben dem Meister ihre Listen. Der Meister nahm sie lächelnd an und sagte: „Das ist mein Jabardasthi Yoga, mein Yoga des „auf etwas Bestehen.“

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Einführung in das göttliche Leben:

R. L., ein Bewunderer des Arya Samaj, entschloss sich, dem Meister anzuschließen. Während der Unterhaltung erkundigte sich der Meister eingehend nach seiner Lebensweise und  Gewohnheiten. In diesem Fall war eine fundamentale Umstellung der Lebensweise notwendig, aber der Meister nahm sich seiner mit großer Sanftheit und Liebe an.
„Versuche, dich nach und nach daran zu gewöhnen, um 4 Uhr morgens aufzustehen. Wasche dein Gesicht und setze dich dann hin, um Japa zu üben. Bleibe eine Weile aufrecht sitzen. Falls dir das schwer fällt, kannst du dich später an die Wand lehnen. Wiederhole das Mantra Om Namo Bhagavate Vasudevaya. Meditiere auf das Bildnis von Krishna und verbinde gleichzeitig das Mantra mit der Vorstellung von Reinheit, Vollkommenheit, Weisheit und Unendlichkeit. Wiederhole das Mantra zwischendurch laut, falls dein Geist abschweift. Du kannst es auch singen. (In diesem Moment sang der Meister das Mantra.) Du kannst das Mantra auch sorgfältig in ein Notizbuch schreiben. Das nennt man Likhit Japa und ist eine sehr machtvolle Übung, um Konzentration zu entwickeln.
Bewahre täglich eine Zeit lang Schweigen. Geh früh zu Bett, damit du fähig bist, um 4 Uhr früh aufzustehen. Nimm abends keine schweren Mahlzeiten zu dir.“
„Swamiji, ich trinke spät abends noch Tee und esse auch spät zu Abend.“
„Genau das meine ich. Deine Essgewohnheiten müssen völlig umgestellt werden. Iss gegen 11 Uhr zu Mittag. Verzichte auf deinen Tee am späten Abend und beende dein Abendessen vor 7 Uhr. Achte außerdem darauf, dass es so leicht wie möglich ist. Dann wirst du auch gut schlafen.“
„Führe ein spirituelles Tagebuch und schicke mir jeden Monat eine Kopie. Halte dort auch die kleinste spirituelle Übung fest. Schreibe mir über deine Erfahrungen und Schwierigkeiten. Ich werde dir antworten und auch dein Tagebuch durchsehen.“
Dann bat der Meister Vishnu Swamiji, jeweils ein Exemplar von ‚Sangeet Bhagavat‘ und ‚Sadhana‘ zu bringen. Er gab Sri R.L. die Bücher.
„Dieses kleine Buch ‚Sadhana‘, enthält genug Material für dich für den Anfang. Siehst du hier das Beispielformular ‚Tägliche Routine‘ darin? Passe mit Geduld deinen täglichen Tagesablauf diesem Modell an. Wenn es dir einmal gelungen ist, deine Gewohnheiten zu ändern, wirst du Gefallen an der Praxis finden und rasch voranschreiten. Mit dem Fortschritt in Japa wird Gottes Gnade auf dich herabkommen und dir weiterhelfen.
Das Buch ‚Sangeeta Bhagavat‘ enthält die wesentlichen Aussagen des 11. Kapitels der Bhagavatam . Du kannst es schön singen. (Der Meister sang einige Zeilen.) Es enthält viele unbezahlbare Anleitungen, um Leidenschaftslosigkeit, Japa, Meditation, Entsagung usw. zu üben. Nimm es für die tägliche Lektüre zur Hand. Außerdem kannst du beim Gita Verlag in Gorakhphur einige gute Ausgaben der Gita mit Übersetzung ins Hindi beziehen und täglich darin lesen.“
Sri R. L. verabschiedete sich vom Meister, um aufzubrechen. Der Meister segnete ihn mit gefalteten Händen.
„Gottes Segen ist alle Zeit mit dir. Jai Ho!“

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Das Jnana-Bad im Ganges:

Der Meister blieb vor der Hüttestehen, in der Sri Sivaramakrishniar wohnte und rief ihn zum morgendlichen Satsang.
Sri Sivaramakrishniar antwortete: „Swamiji, ich werde baden, Sandhya (das in den Veden vorgeschriebene morgendliche Ritual) machen und dann kommen.“
Aber der Meister duldete keine Verspätung und Sri Sivaramakrishniar musste ihn begleiten!
Als sie vom Unterricht zurückkamen, sagte der Meister lächelnd: „Ein Bad im Ganges ist in der Tat sehr wichtig. Es löscht deine Sünden aus. Es reinigt Körper, Geist und Seele. Es gibt dir Lebenskraft. Aber du hast nichts versäumt, weil du dein morgendliches Bad nicht genommen hast. Wenn du deine Zeit mit Baden und anderen Dingen verbracht hättest, hättest du den Satsang am Morgen versäumt.
Meditation und Japa in der Gruppe sind sehr machtvolle spirituelle Übungen. Individuelles Sadhana geht oft mit Lustlosigkeit und Schwerfälligkeit einher. Ein paar Malas und dann ruft das Kissen. Während das Mantra wiederholt wird, schweift der Geist umher. Aber in der Gruppenmeditation wird eine sehr machtvolle spirituelle Energie erzeugt. Jeder zieht großen Nutzen daraus. Dem Geist fällt es leichter, sich zu konzentrieren.“
„Ja, Swamiji, und der vedantische Kirtan, den du gesungen hast, war sehr inspirierend.“
„Auch gewöhnliche Worte haben große Macht. Sie erzeugen 2 Arten von Gedanken: Shakti Vritti und Lakshana Vritti. Wenn du das Wort ‚Milch‘ aussprichst, denkst du an deren Eigenschaften: weiße Farbe, Flüssigkeit etc. Das ist Lakshana Vritti. Außerdem kannst du an den Gebrauch denken: Sie ist gut für die Gesundheit, ein sattwiges Lebensmittel. Das ist Shakti Vritti.
Wenn das die Wirkung gewöhnlicher Worte ist, wie viel machtvoller ist dann erst die Wirkung vedantischer Formeln! Wenn du erhabene Worte wiederholst wie Om, Antaratma, Nitya, Shuddha, Buddha, Nirakara, Kutastha, Vyapak, Swayamjyoti, Poorna, Para Brahma, Sakshi, Drishta, Turiya, Santam, Shivam und Advaitam werden Brahmakara Vritti (Gedanken an Brahman) in dir aufsteigen. Eines Tages wirst du unweigerlich das Höchste verwirklichen.
Das ist das Jnana-Bad im Ganges. Es ist die machtvollste Reinigung. Es reinigt sofort das innere Wesen und kehrt den Geist nach innen. Wenn du Vorträge über Sadhana hörst, nimmt dein Geist neue, heilsame Gedanken auf. Neue Eindrücke werden gebildet, schlechte Eindrücke werden ausgelöscht und dein Verlangen nach Gott wird verstärkt. Du wirst spontan zur inneren Einkehr geführt, dazu, deine eigenen Fehler zu erkennen und auszuradieren.
Das Bad im Ganges ist zweifellos notwendig, aber ich wollte nur darauf hinweisen, dass du auf keinen Fall ein Bad im Jnana Ganges versäumen solltest. Wenn du den Satsang am Morgen versäumt hättest, wäre der Verlust unwiederbringlich gewesen.“
Mit dem Herzen voller Dankbarkeit verneigte sich Sri Sivaramakrishniar vor dem Meister.

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Maya

„Jinnah soll gestorben sein, Swamiji.“ Jemand hatte diese Nachricht überbracht. Der Meister schritt gegenüber der Jubiläumshalle auf und ab. Sri Sastriji war in der Nähe.
„Es wird einen starken Konkurrenzkampf um seine Stelle geben. Das wird zu Hass und Streit führen.“
„Sicher, Swamiji, überall herrscht Eifersucht und der Kampf um die Macht.“
„Es bringt nur Nachteile, wenn man diese hohen Posten innehat, denke ich. Dein Leben ist in ständiger Gefahr. Viele andere beneiden dich um die Stellung. Sie versuchen, die Menschen gegen dich aufzuhetzen. Wozu all diese Angst, Probleme und Sorgen? Das Beste ist, sich am Ufer des Ganges zurückzuziehen. Das ist meine Meinung. Hier können wir Japa und Meditation üben. Wie denkst du darüber?“
„Ja, Swamiji, aber wie viele Menschen sind schon so weise, um wirklich von Herzen so zu fühlen?“
„Es ist sehr schwierig. Erst nach vielen Leben mit Satsang und Japa kommt das Bedürfnis danach. Maya ist so machtvoll. Manche Menschen setzen sich an das Ufer des Ganges und üben Japa. Nach einer Weile werden sie dessen überdrüssig und denken, dass Essen, Trinken und Spaß haben die beste Philosophie ist. Maya erlaubt ihnen nicht, zu erkennen, dass außerhalb der Sinneserfahrungen wahre Freude sein kann. Sie haben große Angst vor Entsagung. Sie haben Angst vor Sadhana. Und wenn sie mit Sadhana beginnen, erwarten sie unmittelbare Ergebnisse.
Madhusudana Saraswati, der einen inspirierenden Kommentar zur Bhagavad Gita geschrieben hat, wurde von seinem Guru in das Gayatri eingeführt und angewiesen, Purascharana durchzuführen (das Mantra 100.000 Mal pro Silbe zu wiederholen). Er tat es, aber nichts geschah. Sein Guru empfahl ihm, weiterhin Purascharana durchzuführen. Nach 18 Purascharanas kam Gottes Segen über ihn. Er war gebildet und fromm und besaß göttliche Eigenschaften, trotzdem musste er soviel Japa üben. Dann erkannte er, dass die 18 Purascharanas die Sünden von 18 Brahma-Hatyas reingewaschen hatten, die er in früheren Leben begangen hatte. Erst dann war er in der Lage, Gottes Segen zu empfangen.
„Jeder Aspirant sollte diese Geduld haben. Aber heutzutage ist schon der Entschluss, während eines ganzen Lebens Entsagung zu üben, etwas Außergewöhnliches.“
Der Meister sang Kirtan für den Frieden der Seele des verstorbenen Mr. Jinnah
ah.

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Wiedergeburt des Islam:

Dem Meister wurde vom Theosophischen Verlag House of Madras das Buch „Die frohe Botschaft des Islam“ von Sri Duncan Greenless geschickt, damit er eine Rezension darüber in der Zeitschrift Divine Life veröffentlichte. Sri Haridasji, der die Rezension vorbereitet hatte, wies darauf hin, dass die heutige Welt dringend die einigende Kraft des Islam und dessen Glauben an einen einzigen Gott brauchte.
Der Meister schrieb dazu: „Die Lehren des Propheten sind erhaben und verdienen genauso unsere Bewunderung und Beachtung wie die Lehren jedes anderen Sehers oder Heiligen jeder anderen Religion. Der Prophet lehrte Toleranz, Verständnis, Liebe und Einheit. Aber seltsamerweise töten Menschen gerade unter dem Banner des Propheten ihresgleichen.
Die Lehren aller Seher werden von den nachfolgenden Generationen, die sich ihrem Glauben anschließen, missverstanden. Sie verzerren die Lehren, um sie ihren eigenen Launen und Vorlieben anzupassen. Hier nehmen Missverständnisse ihren Anfang.
Allein die Wahrheit triumphiert, nicht die Falschheit. Allein die Liebe erobert, nicht der Hass. Ich wünsche mir, dass alle Anhänger des Propheten auf der Welt den Koran von neuem lesen und seinen wahren Beitrag im richtigen Licht sehen. Jede Religion, die auf die Stufe von Tieren herabsinkt, das Gesetz des Dschungels annimmt und sich der Falschheit, dem Hass und Adharma ergibt, geht unweigerlich dem Verfall entgegen. Ein Prophet einer Neugeburt des Islam sollte jetzt kommen, um den Geist Mohammeds neu zu beleben.“

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Schlachtfeld Pratyahara:

Sri Raman Nambiar und Sri Rajagopalji erwiesen sich als gute Kanäle, um die Weisheit des Meisters zum Fließen zu bringen.
Der Unterricht an der Waldakademie war zu Ende und es ergab sich eine Diskussion über Raja Yoga und Karma Yoga.
Der Meister sagte: „Nur diejenigen, die nicht klar verstehen, was Pratyahara bedeutet, wollen in Höhlen oder den Wald flüchten. Sie werden dort eine Weile leben und sich dann sehr gestört fühlen und sich ärgern, wenn sie irgendwann wieder auf Menschen treffen. Wenn sie in eine Stadt kommen, werden sie sich unwohl fühlen.“
„Was ist also wahres Pratyahara, Swamiji?“, fragte Sri Nambiar.
„Du musst weiterhin dienen. Das ist die beste Reinigung. Gleichzeitig solltest du dir des Zwecks deines Dienens bewusst sein. Es soll dich zum Ziel des Lebens führen, nämlich Gottverwirklichung. Einmal pro Stunde solltest du deine Augen ein paar Minuten lang schließen und im Geist seinen Namen wiederholen und meditieren. Du solltest spüren, dass du nur der Zeuge allen Geschehens bist, nicht der Genießer, sondern dass du das alles durchdringende Selbst bist. Schreibe täglich 5 Minuten lang dein Mantra. Habe immer eine Gita oder andere Texte der alten Schriften zur Hand. Lies bei Gelegenheit einige Zeilen darin. Versuche unaufhörlich, deinen Geist auf die Arbeit, die du gerade erledigst, zu konzentrieren. Wenn du meditierst, zieh den Geist von der Arbeit zurück und richte ihn vollständig auf die Gottheit aus. Übe immer weiter. Bald wirst du Einpünktigkeit erreichen. Es wird dir gelingen, die Sinne vollständig zurückzuziehen. Das ist Pratyahara. Ab dann wirst du dich selbst mitten auf einem Schlachtfeld ungestört fühlen. Das ist wahres Pratyahara.“

Das Panchakshara:

„Das Panchakshara Mantra – Om Nama Shivaya – ist das höchste aller Mantras. Oh! Was brauchst du noch? Wenn du in das Panchakshara eingeweiht bist, brauchst du nicht weiteren Heiligen nachzulaufen, die dich einweihen“, lehrte der Meister einige Schüler.
„Swamiji, wir sehnten uns nur danach, diese Versicherung von einem großen Maharishi wie dir zu erhalten.“
„Rezitiert es weiterhin. Gott wird euch Erfolg in allem bescheiden. Alle eure Sorgen und Schwierigkeiten werden verschwinden.“
„Wir können uns sehr glücklich schätzen, da wir so von dir gesegnet werden, Swamiji.“
„Praktiziert viel Japa mit diesem großen Mantra. Glaubt nicht, dass dieses oder jenes Mantra wirkungsvoller als das Panchakshara Mantra ist, um diese oder jene Sache zu erlangen. Denn das Panchakshara wird allein für alles sorgen. Es ist das Heilmittel für alle Leiden. Mantra Japa ist nicht wie Curry oder Suppe. Brinjalsuppe schmeckt besser als Lady’s Finger Curry!“
Alle lachten herzlich über diese humorvolle Bemerkung.
„Swamiji, wir verehren auch Rama.“
„Das ist sehr gut. Verehrt Rama, Devi, Krishna, Narayana oder irgendeinen anderen Gott und betet zu ihnen. Seht überall das Eine. Shiva selber ist all dies. Und das Panchakshara ist das allmächtige Mantra. Shiva ist einfach günstig zu stimmen. Er bringt seinen Anhängern Glück und Erfolg“
Alle hörten gebannt zu, als der Meister fort fuhr: „Es war einmal ein tamilischer Gottesverehrer, ein nicht-brahmanischer Analphabet. Er rezitierte das Panchakshara, das er wie ‚Namachchivaya‘ aussprach. Aber mit der Hilfe des Mantras konnte er über das Wasser eines Flusses gehen, als ob es fester Boden wäre. Ein Brahmane sah dies und dachte, wenn dieser Mann solche Fähigkeiten erlangen konnte, obwohl er das Mantra falsch rezitiert, was er alles erreichen könnte, wenn er es korrekt ausspräche, nämlich ‚Namah Shivaya‘. Der Analphabet hatte hohe Achtung vor dem Brahmanen. Daher nahm er dessen Aussprache an. Als er nun aber versuchte, den Fluss zu überqueren, stellte er fest, dass er im Wasser versank. Er lief tief erschrocken zurück. Er begann, sich ernsthafte Gedanken darüber zu machen, warum er früher damit nie Schwierigkeiten gehabt hatte, nun aber beinahe ertrunken wäre. Sein innerer Gott gab ihm den Gedanken ein, dass er das Mantra mit Hingabe und Vertrauen auf seine eigene Weise rezitieren musste. Dies tat er und konnte erneut über den Fluss gehen.
Gott will nur dein Herz. Gib es ihm vollständig. Du wirst weltlichen Erfolg erlangen und schließlich Moksha.“
Alle verneigten sich vor dem Meister und brachten ihm gerösteten Reis dar, den er mit großer Freude entgegen nahm.

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