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Über Ganesha
Ganesha, auch bekannt als Vinayaka oder Ganapathi, ist der Sohn Shivas und Parvatis. Die Hindus verehren Ganesha als einen der prominentesten und beliebtesten der angebeteten Gottheiten. "Ganah" bedeutet auf Sanskrit Vielheit, Wesen; "Isha" heißt Herr. Folglich bedeutet Ganesha "Herr aller Wesen". Ganesha wird auch Ekadanta (derjenige mit einem Stoßzahn) genannt, sowie Vighneswara, Herr und Zerstörer von Hindernissen, Varada (Wohltaten schenkend) und Sidhhita (Geber von Erfolg in aller Arbeit).
Geburt von Ganesha
Symbolik von Ganesha
Jeder Teil von Ganeshas Körper symbolisiert ein spirituelles Prinzip. Ganeshas große Ohren und Kopf weisen auf Weisheit, die durch sravana (Hören) und manana (Denken) erworben wurde. Ein Elefantenkopf auf einem menschlichen Körper repräsentiert höchste Weisheit. Der Rüssel repräsentiert den Intellekt oder Unterscheidungskraft, die aus Weisheit hervorgeht. Der Rüssel besitzt die besondere Fähigkeit gröberer als auch feiner Betätigung. Ein Rüssel kann einen Baum ausreißen, aber auch eine Nadel aufheben. Ganeshas Denken erfaßt das Reich der Materie und das des Geistes (spirituelles Reich). Zwei
Stoßzähne symbolisieren die Gegensatzpaare: Freude und Schmerzen,
heiß und kalt, Tag und Nacht, Ehre und Schmach. Daß Ganesha
über nur einen Stoßzahn verfügt, weist darauf, daß
er alle Dualitäten transzendiert hat. Ganeshas großer Bauch
bedeutet, daß er Vollkommenheit erreicht hat und alle Erfahrungen
konsumieren und absorbieren kann. Ganeshas Kopf enthält kleine, durchdringende Augen, die das winzigste Detail jedweden Gegenstands untersuchen können. Diese Augen verfügen über die innere Schau, den Geist Gottes in jedem zu sehen. Ganeshas Gefährt ist eine kleine Maus. Die Maus steht für Egoismus und weltliche Wünsche, worin die Ursache für all unser Leiden liegt. So wie die Maus in Dunkelheit lebt und stiehlt, so lebt unser Bewußtsein in Unwissenheit und ist ständig beschäftigt mit materiellen Gewinnen, wodurch unser innerer Friede gestohlen wird. Ganesha beherrscht sein Gefährt vollständig, d.h. er hat Egoismus und Wunschnatur überwunden. Ganesha, der auf seiner Maus reitet, steht für einen vollendeten Menschen, der seinen begrenzten Körper, Fühlen und Denken, dargestellt durch die Maus, benutzt, um die grenzenlose Wahrheit, die Ganesha symbolisiert, zu übermitteln. Körper, Fühlen und Denken sind begrenzt. Es ist ihnen nicht möglich, den unbegrenzten Atman zum Ausdruck zu bringen. Der Intellekt des Durchschnittsmenschen kann die Wahrheit nicht begreifen. Südindien verehrt Ganesha als unverheiratet im Zölibat lebend. In Nordindien glaubten die Menschen, er habe zwei Gemahlinnen: Buddhi oder Wissen und Siddhi oder Wohlstand. In einigen Teilen Indiens wird Riddhi oder Erfolg statt Buddhi als seine Gemahlin betrachtet. Diese Gemahlinnen versinnbildlichen, daß Meditation auf "Aum" (Ganesha) nicht nur spirituelle Erleuchtung bringt, sondern auch Wissen und Wohlstand oder Erfolg. Manche betrachten die Gemahlinnen als Eigenschaften, die mit Ganesha in Verbindung stehen. Swami Sivananda über Ganesha:Auszüge aus dem Buch "Götter und Göttinnen im Hinduismus" von Swami Sivananda GANESHA
GANESHA ist der elefantenköpfige Gott. Er wird immer als erstes angerufen. Seine Namen werden vor jeder glückverheißenden Arbeit und zu Beginn jeder Art der Gottesverehrung wiederholt. Er ist der Gott der Stärke und der Weisheit. Er ist der älteste Sohn von Shiva und der ältere Bruder von Skanda oder Karttikeya. Er ist die Energie von Shiva und daher wird Er der Sohn von Shankara und Uma genannt. Durch die Verehrung von Ganesha erhoffen sich Mütter für ihre Söhne die Tugenden Ganeshas.
Der Elefantenkopf
Shiva sorgte dafür, dass die Menschen Ganapati zu Beginn all ihrer Unternehmungen – Hochzeiten, Reisen, Forschungsreisen, Studien usw. anrufen und verehren. Er ordnete an, dass die jährliche Verehrung von Ganesha am vierten Tag der hellen Hälfte des Bhadrapada-Monats (August-September) stattfinden solle. Ganesha Mantra Ganesha Sharanam - Sharanam Ganesha Die Symbolik von Ganeshas Gestalt
Sein Reittier ist Vahana, eine kleine Maus. Er ist die vorherrschende Gottheit des Muladhara Chakra. Er ist der Gott, der alle Hindernisse auf dem spirituellen Weg beseitigt und weltlichen Erfolg verleiht. Darum wird er Vighna Vinayaka genannt. Sein Bijakshara ist GANG. Er ist der Gott der Harmonie und des Friedens. Ganesha repräsentiert OM oder den PRANAVA-Klang. Pranava ist das Hauptmantra der Hindus. Nichts kann geschehen, ohne dass es ausgesprochen wird. Dies erklärt die Praxis der Anrufung von Ganesha vor jeder Art von Ritus oder Tätigkeit. Seine beiden Füße sind Jnana-Shakti und Kriya-Shakti. Ganesha hat einen Elefantenkopf, weil der Elefantenkopf in der Natur die Form darstellt, die auch die Form von Pranava ist. Das Reiten auf der Maus bedeutet, dass er den Egoismus überwunden hat. Er hat Ankusa. Das bedeutet, dass Er der Herrscher der Welt ist. Dies ist das Emblem der Göttlichen Königswürde. Ganesha ist der erste Gott, Adi-Deva. Die Maus ist eine kleine Kreatur, der Elefant ist das größte Geschöpf unter den Tieren. Indem Er auf einer Maus reitet und einen Elefantenkopf hat, zeigt Er an, dass Er der Erschaffer aller Geschöpfe ist, vom größten Elefanten bis zur kleinsten Maus. Elefanten sind sehr weise. Mit seinem Elefantenkopf weist Er darauf hin, dass Er die Verkörperung von Weisheit ist. Er weist auch auf den Prozess der Evolution hin. Die Maus entwickelt sich graduell zu einem Elefanten und wird schließlich zu einem Menschen. Das ist der Grund, warum Ganesha einen menschlichen Körper, den Kopf eines Elefanten und eine Maus als sein Reittier hat. Dies ist die symbolische Bedeutung seiner Gestalt. Ganesha ist der Herr der Ganas oder Gruppen, wie z.B. die Gruppe der Elemente, die Gruppe der Sinne, die Gruppe der Tattvas (Grundprinzipien). Er ist Herr über die Gefolgschaft von Shiva. Auch die Vaishnavas verehren Ganesha. Sie haben Ihm den Namen Thumbikkai Alwar gegeben, d.h. Alwar mit dem Rüssel. Die beiden Shaktis von Ganesha sind Kundalini Shakti und Vallabha Shakti.
Geschichten über Ganesha
Ganesha und Sein Bruder Subrahmanya oder Karttikeya hatten einmal einen Streit darüber, wer wohl der Ältere von beiden sei. Die Sache wurde Shiva zur endgültigen Entscheidung vorgetragen. Shiva entschied, dass derjenige, der zuerst die Welt umrunden und dann zum Ausgangsort zurückkehren würde, derjenige sei, der das Recht des Erstgeborenen für sich beanspruchen dürfe. Subrahmanya startete sogleich auf Seinem Reittier, dem Pfau, zur Weltumrundung. Ganesha aber umrundete Seine Eltern und bat um den Siegespreis. Shiva sagte daraufhin zu Ihm: „Geliebter und weiser Ganesha! Du hast die Welt nicht umrundet.“ Ganesha antwortete: „Nein, aber ich bin um meine Eltern herumgegangen. Meine Eltern repräsentieren diese manifeste Welt.“ Der Streit wurde zugunsten von Ganesha beigelegt. Ganesha wurde danach als der Ältere der beiden Brüder bestätigt. Von Seiner Mutter Parvati erhielt Er dafür als Preis eine Frucht. In der Ganapati Upanishad wird Ganesha mit dem Höchsten Selbst in Verbindung gebracht. Die Erzählungen, die von Ganesha handeln, sind im Ganesha Khanda der Brahma Vaivarta Purana aufgezeichnet. Ganesha Mantra und Ganesha Gayatri
Während Aksharabhyasa wird das Kind in Sein Mantra Om Shri Ganeshaya Namah in Maharashtra und anderen Orten eingeweiht. Erst dann wird das Alphabet gelehrt. Die folgenden Namen sind einige von Ganeshas am meisten gebräuchlichen und bekannten Namen: Sumukha, Ekadanta, Kapila, Gajakarnaka, Lambodara, Vignaraja, Vinayaka, Dhoomraketu, Ganadhyaksha, Balachandra, Gajanana, Vakratunda, Surpakarna, Heramba, Skandapoorvaja, Siddhivinayaka, Vigneshwara. Er wird auch Maha Ganapati genannt. Sein Mantra ist Om Gam Ganapataye Namah. Sadhakas, die Ganesha als ihre Hauptgottheit verehren, wiederholen dieses Mantra oder Om Sri Ganeshaya Namah. Ekadantaya Vidmahe Vakratundaya Dheemahi; Tanno Danti Prachodayat ist das Ganesha Gayatri. Die VerehrerInnen von Ganesha können mit diesem Mantra auch Japa machen.
Ganesha Chaturthi und Ganesha Vrata
Die jährliche Ganesha Chaturthi Puja, die in ganz Indien durchgeführt wird, ist die festliche Variante der Ganesha Vrata, die als Pflichtfeier in der Tradition vorgeschrieben ist. Außer dieser jährlichen Puja, wird die Ganesha Vrata – auch bekannt unter dem Namen Siddha Vinayaka Vratam – als spezielle Vrata ausgeführt, um etwas Besonderes zu erhalten, gewöhnlich um sich selbst von falschen und ungerechtfertigten Anschuldigungen und Beschwerden zu befreien, um verlorene Gegenstände wiederzufinden, einen verlorenen Status wiederzuerlangen und für die Beseitigung von Hindernissen bei einem Unternehmen. Sie wird am vierten Tag der dunklen zwei Wochen des Bhadrapada Monats ausgeführt und besteht aus komplizierten Verehrungsritualen mit Shodashopachara und verschiedenen Opfern nach angemessenem Sankalpa (Entschluss, Wunsch). Der göttliche Weise Narada beschrieb Sri Krishna dieses Vrata, der die Unehre wegen des Diebstahls eines Syamantaka Juwels auslöschen wollte. Viele Jahre später, zur Zeit des Mahabharata Krieges, unterwies Krishna Yudhishthira in diesem Vrata. Dieses berühmte Vrata wurde am Vorabend des Ozean-Quirlens von den Devas erfolgreich ausgeführt, um Ambrosia, den göttlichen Nektar, zu erhalten und von Damayanti, um ihren verlorenen Ehemann wiederzufinden, von Rama, um Sita zurückzugewinnen, von Indra, um den Asuren Vritra zu bekämpfen, von Bhagiratha, um die himmlische Ganga zur Erde zu bringen, von Draupadi, um den Pandavas zum Sieg zu verhelfen und von Samba, um von unheilbarer Krankheit geheilt zu werden. Demjenigen, der diese Puja mit Glauben, Hingabe und Konzentration ausführt, erfüllen sich alle Wünsche und er erreicht das Höchste Ziel. Mögen die Segnungen von Sri Ganesha mit euch sein! Möge Er alle Hindernisse auf dem spirituellen Weg beseitigen und euch sowohl Bhakti (Hingabe) als auch Mukti (Befreiung) gewähren! Hier klicken für mehr Infos zu Ganesha Chaturthi :
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Ganesha Mantra VideosOm Gam Ganapataye Namaha - mit Sukadev - -- - - - Ganesha Stuti mit Maheshwara
Ganesha Sharanam - mit Narendra
Video Vorträge über GaneshaGanesha Chaturthi - Sukadev spricht über die Bedeutung von Ganeshas Geburtstag
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Buch Götter und Göttinnen im Hinduismus - von Swami Sivananda Einige Links zu Ganesha :
Ganesha und Subrahmanya - Vortrag von Chandra
Ganesha Chaturthi, die Geburt von Ganesha - Vortrag von Sukadev
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