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6. Nirvana Prakarana - Von der Befreiung

Satya Narayana Vrata - Teil IV

Als der Händler Sadhu den König verließ, machte er sich auf eine Pilgerreise, war den Brahmanen gegenüber sehr wohltätig und machte sich dann auf die Rückreise. Als sie ein Stück weit gesegelt waren, kam Satya Narayana in der Verkleidung eines Bettlers und sagte zu ihnen: „Oh ihr Händler! Welche Waren habt ihr an Bord?“ Da die Kaufleute stolz genug waren, lachten sie und erwiderten dem Sannyasin in einem spöttischen Ton: „Oh du Asket! Weshalb möchtest du wissen, was im Boot ist? Möchtest du unseren Besitz plündern? Es besteht nur aus Blättern und Abfall.“

Der Sannyasin vernahm ihre Worte und sagte: „Es wird so werden.“ Mit diesen Worten verließ er den Ort und verweilte in einem bestimmten Abstand. Sadhu vollzog seine täglichen Waschungen und verwunderte sich darüber, dass ihm das Boot leer vorkam. Als er die Fracht überprüfte, stellte sich heraus, dass sich im Boot statt seiner Geldsäcke nur Blätter und Abfall befanden. Er wurde ohnmächtig und weinte bitterlich, als er wieder zu Bewusstsein kam. Dann sagte der Schwiegersohn zum Schwiegervater: „Weshalb weinst du? Der Sannyasin verfluchte uns und deshalb ist es so gekommen. Er hat die Macht zu tun, was ihm beliebt. Lass uns also zu ihm gehen, um uns ihm zu unterwerfen. Gib dir einen Ruck, denn wenn wir so verfahren, dann bekommen wir unseren Reichtum zurück.“

Der Händler hörte auf die Worte seines Schwiegersohns, näherte sich dem Sannyasin, ging vor ihm auf die Knie und sagte: „Oh Mahatma! In meiner Dummheit antwortete ich närrisch und zollte dir keinen Respekt. Vergib mir meinen Fehler und beschütze mich.“ Er betete mit reuevollem Herzen. Da tröstete der Herr in Gestalt des Sannyasins den Kaufmann und sagte: „Oh Sadhu! Du versprachst Meine Puja auszuführen, aber hieltest dein Wort nicht, deshalb treffen dich jetzt all diese Unbillen.“

Als er diese Worte Satya Narayanas hörte, begann Sadhu zu beten: „Oh Herr! Die ganze Welt ist durch Deine Macht des Scheins getäuscht. Sogar die großen Götter wie Brahma und Indra können Dich nicht verstehen, geschweige denn ich, der nämlich ein Narr und von Deiner großen Maya getäuscht ist! Oh Bhagawan! Von nun an, bete ich Dich an. Sei mir freundlich gesinnt. Gib mir all meinen Wohlstand und beschütze mich.“ Der Herr war über dieses Gebet erfreut. Er gewährte dem Kaufmann seinen Wunsch und verschwand wieder.

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Als der Kaufmann zu seinem Boot zurückkehrte, fand er seine Geldsäcke unversehrt vor. Wieder zog er weiter Richtung Heimat und dachte bei sich, dass sein Wunsch durch die Gnade des Herrn erfüllt worden war. Er war entsprechend glücklich. Als sie ihr Ziel erreichten, sagte er zu seinem Schwiegersohn: „Dort drüben liegt unser Ratnapuri. Wir wollen einen Boten schicken, um Lilavati und Kalavati über unsere Ankunft zu unterrichten.“ Der Bote erreichte die Stadt, näherte sich bescheiden Lilavati und sagte zu ihr: „Oh Frau! Dein Ehemann ist nun mit deinem Schwiegersohn und anderen Verwandten angekommen. Das Boot hat gerade das Ufer erreicht.“

Lilavati war über die freudige Botschaft sehr glücklich. Kalavati war gerade dabei Satya Narayana Vrata auszuführen. Lilavati drängte sie, Vrata schnell zu beenden und ihr zu folgen. Mutter und Tochter vollendeten die Puja, doch in ihrer Eile vergaß die Tochter, das heilige Prasad zu nehmen. Satya Narayana war dermaßen über dieses Versäumnis verärgert, dass Er das Schiff des Schwiegersohns des Händlers zusammen mit dem ganzen Geld sinken und den Schwiegersohn ertrinken ließ. Die Leute am Ufer beobachteten diesen Phänomen und waren voller Ehrfurcht und Angst.

Alle waren von Kummer und Leid gezeichnet. Lilavati bedauerte ihre Tochter sehr und dachte bei sich, dass alles auf die Größe Satya Narayanas zurückzuführen wäre, dass ihr Schwiegersohn so seltsam ertrank und das Boot verloren ging. Heftig seufzenden Herzens umarmte sie ihre Tochter in großem Schmerz.

Kalavati glaubte, dass ihr Ehemann gestorben war und beschloss so, Sahagamana einzuhalten und nahm die Sandalen ihres Ehemanns zu sich. Sadhu war ob des bedauerlichen Zustands von Kalavati sehr mitleidend und sagte: „Oh Liebe! Dies ist alles nur das Spiel Narayanas. Lasst uns Ihn sogleich mit aller Würde und Pracht verehren, versäumen wir nichts.“ Nachdem er beschlossen hatte, den Herrn anzubeten, ließ er all seine Verwandten zusammenkommen, teilte ihnen seine Absicht mit und betete inbrünstig zum Herrn.

Erfreut sprach der Herr zu ihm: „Oh geliebter Sadhu! Deine Tochter kam, ihren Ehemann zu sehen, ohne zuvor Mein Prasad genommen zu haben. Deshalb konnte weder deine Frau noch du deinen Schwiegersohn finden. Wenn sie nach ihrer Rückkehr das Prasad empfängt und wieder hierher zurückkommt, wird alles in guter Ordnung sein. Sie bekommt ihren Ehemann zurück und ist glücklich.“

Als sie die Stimme aus dem Himmel vernahm, ging Kalavati sofort nach Hause, nahm das Prasad und kam zurück. Als sie den Ort erreichte, sah sie ihren Ehemann sicher auf dem treibenden Boot. Das Paar, die Verwandten und alle Freunde waren über dieses Wunder erfreut. Kalavati bat ihren Vater, unverzüglich nach Hause zurückzukehren. Die Worte seiner Tochter im Ohr, führte Sadhu dort sofort selbst und zur höchsten Befriedigung seiner Verwandten die Satya Narayana Vrata aus. Dann zog er mit seinen Verwandten und den seltenen Schätzen zu seinem Zuhause.

Zeit seines Lebens praktizierte der Kaufmann Sadhu ohne Unterlass die Satya Narayana Vrata an jedem Purnimatag (Vollmond) und jedem Ravi Sankramanatag. Und solange er lebte, genoss er alles Glück und gelangte am Ende zum Haus der Wahrheit, Satyapura.

So endet der vierte Teil der Geschichte von Satya Narayana Vrata in der Skanda Purana.

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