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6. Nirvana Prakarana - Von der Befreiung

Satya Narayana Vrata - Teil I

Vor langer Zeit hatte der Weise Narada den Bhagawan Kamalapati diegleiche Frage wie ihr gestellt. Hört nun, was der Herr darauf geantwortet hat. Narada, der große Yogi, mit der weisen Absicht zum Wohle aller Welten, erwies einmal zufällig während seiner Besuche in den verschiedenen Welten der Welt der Sterblichen seine Gnade.

Dort traf er alle Menschen unter verschiedenen Arten der Heimsuchungen an. Sie wurden in den Bäuchen verschiedener Mütter geboren und erfuhren unbeschreibliches Unglück durch ihre Taten. Er erbarmte sich der leidenden Sterblichen und wollte ihnen Frieden bringen. So dachte er über das Problem nach und wie man die große Not und das Leiden beseitigen könnte. Mit diesen wohltätigen Gedanken im Geist ging er in die Welt Vishnus. Hier hatte er den heiligen Darshan von Narayana erfahren, den glänzenden, unbefleckten, vierarmigen, den Träger des Muschelhorns, von Wurfscheibe, Keule, Lotus und Vanamala. Er begann, den Lobpreis des Herrn aller Herren zu singen:

Oh Bhagawan! Niederwerfung vor dir!
Deine heilige Gestalt ist jenseits aller Beschreibung und Vorstellung.
Du bist die unbegrenzte Macht.
Du bist ohne Anfang, Mitte oder Ende.
Du bist eigenschaftslos und hast alle Eigenschaften.
Du bist das ursprüngliche Wesen.
Du bist der Zerstörer der Heimsuchungen deiner Verehrer.
Ständige Niederwerfung vor dir!

Nachdem er Naradas Lobgesang vernommen hatte, sagte Bhagavan Vishnu zu ihm: „Oh du weiser Narada! Welche guten Absichten haben dich zu mir geführt? Welch heilige Gedanken hegt dein Geist? Wenn du mir deinen Wunsch äußerst, werde ich ihn erfüllen.“ Narada sagte: „Oh Bhagavan! Alle Menschen der sterblichen Welt werden von zahllosen Heimsuchungen und Geburten in verschiedenen Bäuchen aufgrund ihrer bösen Handlungen gequält. Oh Herrscher aller Welten! Hab' Gnade mit mir. Ich möchte gerne von dir den einfachen Weg zu erfahren, auf dem die Sterblichen all ihre Schwierigkeiten überwinden“.

Dann sagte der allgnädige Vishnu: „Mein Lieber, deine Frage war gut gestellt. Die heilige Absicht, allen Welten Gutes zu erweisen, ist in der Tat lobenswert. Lieber Narada, ich erzähle dir nun aufgrund meiner Beobachtung davon, wer von den Fängen der Täuschung befreit werden wird. Es gibt ein Vrata, das sowohl von den Sterblichen als auch von den Göttern sehr schwer zu erlangen ist. Geliebtes Kind! Du bist sehr freundlich zu mir, deshalb kläre ich dich darüber auf. Es ist das Satya Narayana Vrata. Jene, die es systematisch ausführen, erlangen dauerhafte immerwährende Freude, höchsten Frieden, ewige Wonne und Unsterblichkeit jetzt und in alle Ewigkeit.

Nachdem er dem Labsal der Worte Vishnus gelauscht hatte, sagte der Weise Narada: „Oh Bhagawan! Welcher Lohn wächst dem zu, der Vrata ausführt? Mit welcher Technik führt man Vrata aus? Wer hat bislang dieses Vrata befolgt? Wie geschieht es? Bitte erzähle mir all dies anschaulich.“ Der gesegnete Vishnu sagte: „Vrata zerstört Schmerz und Unglück. Es erhöht den materiellen Wohlstand. Der Geweihte siegt überall und immer. Es ist gut für einen, Vrata zu befolgen, wenn man vor einer Schlacht steht, oder wenn man in einem Netz von Anfechtungen gefangen ist, oder von Armut geschlagen, oder wenn der Geist, der Körper oder die Seele Probleme bereiten.

Oh du edler Weiser! Vrata kann einmal monatlich oder einmal jährlich ausgeführt werden, je nach Möglichkeit und Umständen. Es hat an einem Glückstag zu geschehen, z.B. bei Voll- oder Neumond oder an Ekadasitagen, besonders in den Monaten Vaisakh, Magh, Sravan oder Kartik. Der Geweihte muss morgens aus dem Bett aufstehen, seine morgendlichen Verrichtungen sowie seine täglichen Pflichten erfüllen (Niya Karma) und dann mit festem Geist beschließen: „Oh Herr aller Herren, Sri Satya Narayana! Ich beginne dieses Vrata, weil ich mich nach deiner freundlichen Gnade sehne.“ Er muss die Madhya Ahnika mittags ausführen und die Sandhyavandana wie gewöhnlich am Abend. Nach einem weiteren Bad muss er sich anschicken, den Herrn bei Einbruch der Dunkelheit anzubeten.

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Der Ort der Anbetung sollte auf vielerleiweise glanzvoll geschmückt sein. Um den Ort heilig zu halten, sollte er mit Kuhdung gereinigt werden. Dann sollten die heiligen künstlerischen Linien (Rangoli) mit feinem Puder in verschiedenen Farben gezogen werden. Ein frisches Tuch muss auf dem heiligen Boden ausgebreitet werden. Darauf sollte Reis gestreut und in die Mitte die Lakasha gestellt werden. (Die Kalasha darf aus Silber, Kupfer, Messing oder sogar aus Ton sein, aber man sollte in dieser Hinsicht nicht übertrieben geizig sein und die Kalasha großzügig nach seinen Mitteln fertigen und seine Geldbörse nicht fest halten). Und wiederum muss auf die heilige Kalasha ein neues Tuch gelegt werden.

Oh heiliger Muni! Das Bild von Satya Narayana muss auf dieses Tuch gestellt werden. Das Bild (Vigraha) muss je nach Möglichkeit aus Gold von einem oder einem halben oder sogar nur einem Viertel Masha gefertigt werden. Das Bild muss in Panchamrita (Mischung fünf heiliger Flüssigkeiten) gebadet und anschließend auf Mandapa (den heiligen Sockel) gestellt werden. Zu Beginn sollten Pujas für Vighneswara, Lakshmi, Vishnu, Shiva, Parvati, für die Gottheiten der neun Planeten (Sonnengott u.a.), für die Herrscher der acht Richtungen (Indra u.a.), für Adhi und die Pratyadhi Devatas gehalten werden.

Zuerst muss der Gott Varuna in der Kalasha verehrt werden. Dann müssen die fünf Götter wie Vinayaka und andere im Norden der Kalasha unter Mantragesängen und Sprengen von Weihwasser aufgestellt werden. Diese fünf Götter müssen angebetet werden. Mit einem reinen Herzen müssen in ähnlicher Weise die Dikpalakas (die Herrscher der Richtungen), wie Indra und andere, in ihre entsprechenden Richtungen gestellt und dann verehrt werden. Wenn diese Anbetung vorüber ist, kann man mit der Anbetung der Satya Narayana Murti, die auf der Kalasha sitzt, beginnen.

Oh großer Muni! Alle vier Hauptgruppen unter den Menschen, seien sie Männer oder Frauen, können Vrata ausführen. Brahmanen müssen den Herrn mit Puranikgesängen anbeten und die vedischen Mantras rezitieren. Vrata kann an jedem beliebigen Abend von jenen ausgeführt werden, die tiefen Glaubens und Verehrung sind. Wer Vrata ausführt, muss vor Beginn Brahmanen und Verwandte einladen. Das Prasad hat in maßvoller Zusammensetzung aus Bananen, Ghee, Kuhmilch, Weizen- oder Reismehl, Zucker oder Jaggery zu bestehen. Das Prasad soll dem Herrn geweiht sein.

Wenn das Naivedya vorbei ist, müssen den Bramanen Geschenke (Dakshinas) überreicht werden. Dann wird die Geschichte des Herrn erzählt. Zum Schluss nimmt derjenige, der Vrata praktizierte, zusammen mit den brahmanischen Gästen das Essen zu sich. Das Prasad muss in tiefem Glauben und Anbetung verzehrt werden. Als Pfand für die Liebe von Sri Satya Narayana kann für Tanz- und Musikdarbietungen gesorgt werden. Dieses Vrata ist in der Tat für die Sterblichen ein Segen, um ihre Wünsche ganz sicher erfüllt zu bekommen. Und dies ist für die Sterblichen ein besonders einfacher Weg, in diesem Kali Yuga oder Eisenzeitalter, ihre Ziele zu erreichen.

So endet der erste Teil der Geschichte von Sri Satya Narayana Vrata und der Skanda Purana.

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