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2. Mumukshu Prakarana - Von der Sehnsucht nach Befreiung

Satsang (Bund der Weisen)

Satsang ist wie ein Boot, mit dem man den schrecklichen Ozean des Samsara überquert. Die Gesellschaft der Weisen ist – und wenn auch nur für einen Moment - außerordentlich gewinnbringend. Sogar der bloße Darshan der Mahatmas löscht Sünden aus und erhebt den Geist. Die Gemeinschaft tugendhafter Menschen erzeugt die frische Blüte der Unterscheidungskraft. Die Gemeinschaft der Weisen wehrt alles Unglück ab und zerstört den Baum des Unwissens. Weise stellen für Aspiranten die besten Verhaltensregeln auf und lehren sie die richtige Lebensweise. Die Gesellschaft der Tugendhaften weist den richtigen Weg und vertreibt die innere Dunkelheit der Menschen. Die Gesellschaft der Weisen ist ein unfehlbares Mittel, Maya und den Geist zu besiegen.

Zufriedenheit, Satsang, Atma Vichara und Shanti stellen die vierfachen Werkzeuge dar, die Selbstverwirklichung zu erreichen. Wer diese vier Werkzeuge besitzt, hat den Ozean des Samsara überwunden. Zufriedenheit wird als der höchste Gewinn erachtet, gute Gesellschaft als der richtige Weg, Selbsterforschung als das wahre Wissen und Shanti als die höchste Wonne des Menschen. Wer diese vier Werkzeuge besitzt, dem dienen Wohlstand und Erfolg. Sobald eine dieser Tugend entwickelt ist, dient sie dazu, die starken Mängel deines unbeherrschten Geistes abzuschwächen. Die Pflege der Tugend führt zur Ausmerzung der Laster, das Fördern der Laster trägt im Gegenteil dazu bei, diese zu vermehren und tugendhafte Eigenschaften zu unterdrücken. Der Geist ist ein Dschungel an Irrtümern, in denen der Strom unserer Wünsche mit unheimlicher Kraft zwischen seinen beiden Ufern von Gut und Böse fließt.

Deshalb, oh Rama, beherrsche mutig deinen Geist und entwickle zugunsten deiner Lebensweise unermüdlich die vierfachen Werkzeuge. Wer auch immer, regelmäßig atmische Selbsterforschung pflegt, wird von Schmerz und Unglück des Samsaras verschont. Er erlebt geistige Gelassenheit und Gleichmut. Er ist für immer fried- und freudvoll. Maya belästigt ihn nie. Er meditiert für immer über den ewigwährenden und selbstleuchtenden Atman.

Man sollte regelmäßig Bücher über Atma Jnana lesen, die Gesellschaft von Weisen suchen, die vierfachen Werkzeuge sowie das wahre Verhalten entwickeln, die Sinne kontrollieren und die atmische Selbsterforschung solange betreiben, bis das Wissen über das Selbst in einem heraufdämmert. Ein Jivanmukta ist absolut wunschlos, ohne „ich“, ohne „mein“, furcht- und ärgerlos. Er erschaut das Selbst alleine überall. Er besitzt den universellen Blick (Samata). Er ist ausgeglichen (Samahita Chitta).

Er ist nicht Verhaftungen, Sehnsüchten und Gelüsten ausgesetzt. Sein Zustand ist bar jeder Beschreibung und dennoch bewegt er sich in der Welt wie ein normaler Mensch. Immer ist er ruhig und friedlich. Er verharrt im Zustand des Turiya. Er identifiziert sich mit dem reinen, alles durchdringenden Brahman. Er kennt keine Dualitäten, Unterschiede und Abgrenzungen. Oh tapferer Rama! Du kannst sogar auf die Aussagen eines Kindes vertrauen, wenn diese mit den Äußerungen der Srutis, der Anweisungen des Gurus und deiner eigenen Erfahrung übereinstimmen.

Ist dies nicht der Fall, dann solltest du sogar selbst die Äußerungen Brahmas wie Stroh verwerfen. Wisse, oh unerschrockener Raghava, dass es verschiedene ähnliche Verfahren gibt, um Wissen über das Selbst in dir zu schaffen und die Natur des nicht-dualen Brahman oder des Höchsten Wesens zu beschreiben. Jnana und die zuvor genannten vier guten Eigenschaften existieren nebeneinander. Sie glänzen nebeneinander. Sie gedeihen gut so wie Lotuspflanzen im Wasserbecken wachsen. Wenn diese beiden Aspekte gleichzeitig entwickelt werden, erreichst du rasch die Selbstverwirklichung.

Oh tugendhafter Rama! Bitte höre die Geschichten, die all deine Zweifel, Verwirrungen und Täuschungen vertreiben und die dir helfen, die dauernde Seligkeit im Leben zu erlangen. Wer immer diese Jnanageschichten hört und gemäß diesen handelt, erreicht die wahre Entsagung, dauerhaften und unauslöschlichen geistigen Wohlstand, ewige Wonne, höchsten Frieden, spirituelle Erleuchtung und endgültige Befreiung (Moksha).

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