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Der Weg einer Pilgerin

Einmal fragte man mich: „Was tut eine Pilgerin?“ Eine Friedenspilgerin betet und arbeitet für inneren und äußeren Frieden. Für eine Friedenspilgerin ist der Weg der Liebe der Weg des Friedens, und den Weg der Liebe zu verlassen, heißt, den Weg einer Friedenspilgerin zu verlassen. Eine Friedenspilgerin gehorcht Gottes Gesetzen und sucht aufmerksam in aller Stille Gottes Führung für ihr Leben! Eine Friedenspilgerin steht dem Leben offen gegenüber, löst seine Probleme und taucht unter die Oberfläche, um seine Wahrheiten und Wirklichkeiten zu entdecken. Eine Friedenspilgerin sucht nicht die Vielfalt materieller Dinge, sondern die Vereinfachung materiellen Wohlbefindens mit dem letzten Ziel, nur ihre Grundbedürfnisse zu decken. Eine Friedenspilgerin reinigt den körperlichen Tempel, die Gedanken, die Wünsche und die Motive. Eine Friedenspilgerin gibt so schnell wie möglich jeden Eigenwillen, das Gefühl der Getrenntheit, alle Bindungen, alle negativen Gefühle auf.
Nach der Tradition wandert eine Pilgerin im Vertrauen auf Gott, ohne irgendwelche vorhersehbare Unterstützung. Ich gehe bis man mir Unterkunft gewährt. Ich faste, bis man mir zu Essen gibt. Man muß es mir anbieten, ich bitte nicht darum. Und es wird angeboten!

Alles wird mir geschenkt, und ich reiche es weiter. Man muß geben, wenn man empfangen will. Das Wesen deines Inneren sei geben, geben, geben. Man kann nie zu viel geben, und man wird entdecken, daß man nie geben kann, ohne zu empfangen. Diese Art zu leben, ist nicht den Heiligen vorbehalten, sondern sie ist für kleine Leute wie dich und mich – wenn wir uns öffnen, um jedem zu geben.
Als Pilgerin ist es mein Auftrag, die Botschaft der spirituellen Wahrheit zu verkünden. Es ist ein Auftrag, den ich mit Freuden annehme, und ich verlange nichts als Gegengabe, weder Lob noch Ruhm, noch den Glanz von Silber und Gold. Ich freue mich einfach, daß ich den Eingebungen eines Höheren Willens folgen darf.
Ich habe viel anzubieten: In erster Linie beschäftige ich mich damit, nach Gottes Gesetzen zu leben. Ich weise anderen den Weg der mystischen Annäherung an Gott, zum Reich des inneren Friedens. Es ist umsonst, man muß nichts bezahlen.

Es gab eine Zeit – als ich inneren Frieden erreichte – da starb ich, starb vollkommen in mir selbst. Seitdem habe ich meine frühere Identität aufgegeben. Ich sehe keinen Grund, an meiner Vergangenheit festzuhalten, sie ist tot und sollte nicht wiedererweckt werden. Fragt nicht nach mir – fragt nach meiner Botschaft. Es ist nicht wichtig, sich des Botschafters zu erinnern, wichtig ist nur die Botschaft.
Wer bin ich? Es ist nicht wichtig, daß ihr wißt, wer ich bin; es ist von geringer Bedeutung. Dieses Gewand aus Erde ist das einer besitzlosen Pilgerin auf der Reise im Namen des Friedens. Was so sehr wichtig ist, ist das, was man nicht sehen kann. Ich bin jemand, der von der Kraft des Glaubens angetrieben wird; ich bade im Licht ewiger Weisheit; die unendliche Energie des Universums erhält mich; das ist es, was mich wirklich ausmacht!
In mir ist immer ein Gefühl der Ehrfurcht und der Verwunderung über das, was Gott vermag – wenn er mich als Werkzeug benutzt. Ich glaube, daß jeder, der sich Gottes Willen ganz hingibt, ein ruhmreiches Werkzeug sein kann – und wirklich zu Wissen kommt und dann vielleicht selbstgerecht genannt wird.
Selbstgerecht nennt man jemanden, der so egozentrisch ist, daß er meint, alles zu wissen – aber selbstgerecht nennen die Unreifen auch jene, die so auf Gott konzentriert sind, daß sie wirklich das eine oder andere wissen.
Mein Wunsch ist es, nach Vollkommenheit zu streben; so gut wie möglich im Einklang mit Gottes Willen zu sein; meinem höchsten Licht entsprechend zu leben. Natürlich bin ich noch nicht vollkommen, aber täglich lerne ich dazu. Wäre ich vollkommen, so wüßte ich alles und könnte alles tun; ich wäre wie Gott. Jedoch kann ich alles tun, wozu ich berufen bin, und ich weiß alles, was ich wissen muß, um meine Aufgabe im göttlichen Plan auszuführen, und ich
erfahre das Glück eines Lebens im Einklang mit dem, was Gott mir zugedacht hat.
Kein Lob, das ich bekomme, verändert mich, da ich es sofort an Gott weitergebe. Ich wandere, weil Gott mir die Kraft dazu gibt. Ich lebe, weil Gott die Voraussetzungen dafür schafft. Ich spreche, weil Gott mir die Worte eingibt. Alles, was ich getan habe war, meinen Willen Gottes Willen hinzugeben. Mein ganzes Leben war eine Vorbereitung auf dieses Unternehmen. Das ist mein Ruf. Das ist meine Berufung. Das ist meine Aufgabe. Ich könnte mit nichts anderem glücklich sein.

Als ich meine Pilgerreise begann, verließ ich das Gebiet um Los Angeles ohne einen Cent in der Tasche, in dem Vertrauen, daß Gott mir alles Notwendige zukommen lassen werde. Obwohl ich nie um etwas gebeten habe, hat mich Gott auf dem Weg mit allem versorgt. Ohne je zu bitten, habe ich alles bekommen.
Ich habe Vertrauen, daß Gott für mich sorgt, und Gott gibt mir alles Notwendige. Ich fühle mich überhaupt nicht verunsichert, wenn ich nicht weiß, wo ich in der Nacht schlafen werde, wo oder wann ich als nächstes essen werde. Wenn man spirituelle Sicherheit besitzt, dann empfindet man kein Bedürfnis mehr nach materieller Sicherheit. Ich kenne niemanden, der sich sicherer fühlt als ich –und natürlich glauben die Menschen, ich sei die Ärmste unter den Armen. Aber ich weiß es besser, ich bin die Reichste unter den Reichen. Ich besitze Gesundheit, Glück, inneren Frieden – Güter, die du dir nicht kaufen könntest, selbst wenn du ein Milliardär wärest.

Meine Arbeit fällt mir leicht, und ich verrichte sie freudig. Ich fühle mich von Schönheit umgeben, und ich sehe Schönheit in jedem Menschen, dem ich begegne, denn ich sehe Gott in allem. Ich erkenne meine Rolle im Weltgefüge und finde Harmonie, indem ich sie glücklich und in Freuden lebe. Ich erkenne meine Einheit mit der Menschheit und meine Einheit mit Gott. Mein Glück fließt über in Liebe und Geben gegenüber jedermann und allem.
Licht suche ich direkt an der Quelle des Lichtes, nicht bei einer der Reflexionen. Auch gebe ich neuem Licht in mir Raum, indem ich gemäß meinem höchsten Licht lebe. Das Licht, das direkt von
der Quelle kommt, kann man nicht verkennen, denn es ist begleitet von vollem Verständnis, so daß man es erklären und darüber sprechen kann. Ich rate zu diesem Weg allen, die fähig sind, ihn zu gehen. Großer Segen wartet auf jene, die weise genug sind, ihr höchstes Licht alsbald anzuwenden.

Was man von außen erhält, kann mit Wissen verglichen werden. Es führt zu Glauben, der selten stark genug ist, um Handeln auszulösen. Was von innen her bestätigt wird, nachdem es von außen aufgenommen wurde, oder was man direkt von innen erhält (wie es bei mir der Fall ist), kann mit Weisheit verglichen werden. Es führt zu Wissen und unmittelbar zum Handeln.
In meinem Umgang mit Menschen bin ich nicht streng, noch gebe ich Verordnungen oder Richtlinien. Meine Aufgabe ist es, die göttliche Natur im Menschen zu erwecken. Es ist mein Ruf, Türen der Wahrheit zu öffnen und Menschen zum Denken anzuregen, andere aus ihrer Gleichgültigkeit und Lethargie zu reißen und sie dazu zu bringen, selbst den inneren Frieden zu suchen. So weit geht meine Aufgabe, mehr kann ich nicht tun. Alles Weitere überlasse ich einer höheren Macht.
Glaube ist das Vertrauen in etwas, das man nicht durch seine Sinne erfahren hat und das der Verstand nicht begriffen hat, sondern das man auf andere Weise erfahren und angenommen hat. Über Glauben zu sprechen ist einfach; ihn zu leben ist etwas anderes. Glauben heißt für mich, daß die Menschen durch ihren eigenen freien Willen sich öffnen und mit Gott in Berührung kommen können, und Gnade heißt, daß Gott sich immer den Menschen öffnet. Für mich ist es sehr wichtig, in ständiger Berührung mit Gott, oder dem göttlichem Ziel, zu bleiben.

Menschen haben oft versucht, ihre spirituelle Verarmung durch das Anhäufen materieller Güter auszugleichen. Wenn uns spirituelle Segnungen zuteil werden, erscheinen materielle Güter unwichtig. Aber spirituelle Segnungen werden uns erst dann zukommen, wenn wir danach verlangen und den Wunsch nach materiellen Gütern aufgeben. Solange unser Verlangen nach materiellen Gütern besteht, wird das alles sein, was uns gegeben wird, und wir werden
spirituell verarmt bleiben.
Jene, die ihren Eigenwillen überwunden haben und ein Werkzeug für Gottes Plan geworden sind, können Aufgaben vollbringen, die scheinbar unmöglich sind, aber sie haben nicht das Gefühl, selbst etwas geleistet zu haben. Heute weiß ich, daß ich ein Teil des unendlichen Kosmos bin, nicht getrennt von anderen Seelen oder von Gott. Mein illusionäres Selbst ist tot; das wirkliche Selbst hat die Kontrolle über das Gewand aus Erde und benutzt es für Gottes Werk.

Als ich meine Reise begann, zeigten sich in meinem Haar gerade die ersten silbernen Strähnen. Meine Freunde dachten, ich wäre verrückt. Es kam kein einziges Wort der Ermutigung von ihnen. Sie dachten, ich würde mich umbringen, mit all dem Wandern. Aber das machte mir nichts aus, ich ging einfach los und tat, was ich tun mußte. Sie wußten nicht, daß ich mich in meinem inneren Frieden der universellen Energiequelle angeschlossen fühlte, die unerschöpflich ist. Es gab viel Druck, meinen Glauben zu verraten, aber sie konnten mich nicht davon abbringen. Liebevoll erklärte ich meinen Freunden, daß es zwei ganz verschiedene Pfade im Leben gibt, und jeder über den freien Willen verfügt, seinen eigenen Pfad zu wählen.
Es gibt den ausgetretenen Pfad, der angenehm für die Sinne ist und weltliche Begierden befriedigt, aber er führt nirgendwo hin. Dann gibt es den weniger begangenen Pfad, der Reinigungen und Entsagungen verlangt, aber in unsagbaren spirituellen Segnungen endet.

In jedem steckt ein guter Kern, wie tief er auch verborgen sein mag. Das ist dein wahres Ich. An was denke ich, wenn ich „Ich“ sage? Denke ich an das Gewand aus Erde, an den Körper? Nein, das ist nicht das wirkliche „Ich“. Denke ich an die egozentrische Natur? Nein, die meine ich damit nicht. Das wahre Ich ist der Gottesfunke. Manche nennen ihn die Gott-zentrierte Natur, andere die göttliche Natur und das Reich Gottes in dir. Buddhisten kennen es als Nirvana; die Hindus bezeichnen es als die erwachte Seele; die Quäker sehen es als Inneres Licht. An anderer Stelle heißt es: der Christus in dir, das
Christus-Bewußtsein, die Hoffnung auf Herrlichkeit oder der innewohnende Geist. Sogar manche Psychologen haben Namen dafür: das Überbewußtsein. Aber es ist alles das Gleiche, in verschiedene Worte gekleidet. Wichtig ist nur zu wissen, daß es in dir liegt!
Es ist gleich, welchen Namen du verwendest, aber dein Bewußtsein muß sich bis zu dem Punkt erheben, an dem du das Universum mit deiner Gott-zentrierten Natur betrachtest. Das Gefühl, das diese Erfahrung begleitet, ist das der vollkommenen Einheit mit dem Universellen Ganzen. Man verschmilzt in einer Euphorie der absoluten Einheit mit allem Leben: mit der Menschheit, allen Lebewesen auf Erden, den Bäumen und Pflanzen, der Luft, dem Wasser, und sogar der Erde selbst. Die Gott-zentrierte Natur steht immer bereit, dein Leben glorreich zu regieren. Es steht dir frei, sie entweder dein Leben regieren zu lassen oder aber ihr nicht zu erlauben, auf dich einzuwirken. Das ist immer deine Entscheidung!

Von allem, was du liest, und von allen Menschen, die dir begegnen, nimm das Gute und laß das Übrige beiseite. Um Führung und Wahrheit zu finden, ist es viel besser, an der Quelle zu suchen, durch deinen eigenen inneren Lehrer, als sich auf Bücher oder Menschen zu verlassen. Nur wenn etwas in dir sagt: „Das ist die Wahrheit. Das ist für mich“, wird es ein Teil deiner Erfahrung. Wenn du all die Bücher gelesen und all die Vorträge gehört hast, mußt du doch selbst herausfinden, was davon für dich ist. Bücher und Menschen können dich nur anregen. Wenn sie nichts in dir wachrufen, so ist nichts erreicht, das der Mühe wert wäre. Aber wenn du Bücher lesen mußt, dann lies viele Bücher, damit du soviel wider-sprüchliche Meinungen wie nur möglich kennenlernst. Auf diese Weise wirst du schließlich gefordert sein, dir deine eigene Meinung zu bilden.
Denke an alles Gute in deinem Leben. Denke nie an deine Schwierigkeiten. Vergiß dich selbst, und konzentriere dich darauf, in dieser Welt zu dienen, wo du nur kannst, und dann, wenn du dein niedriges Selbst in einer Sache, die größer als dein Selbst ist, verloren hast, dann wirst du dein höheres Selbst finden: dein wirkliches Selbst.

Es handelt sich hier um kein leichtes Unternehmen, aber ich kann dir versichern, daß das Ende deiner spirituellen Reise den gezahlten Preis sehr wohl wert ist. Es gibt viele Höhen und Tiefen. Der Kampf ist wie Bergsteigen, wobei jeder Gipfel ein bißchen höher ist als der vorhergehende.
Einige haben mich gefragt, ob ich „Jünger“ annehme. Natürlich nicht. Es ist nicht gut, einem anderen Menschen zu folgen. Jeder Mensch muß seine Reife selbst finden. Das braucht Zeit. Diese Wachstumsperiode ist für jeden Menschen anders.
Warum schaut ihr auf mich? Schaut auf euch selbst. Warum hört ihr auf mich? Hört auf euch selbst. Warum glaubt ihr, was ich sage? Glaubt weder mir noch irgendeinem anderen Lehrer, vertraut lieber eurer eigenen inneren Stimme. Das ist euer Führer, das ist euer Lehrer. Euer Lehrer ist innen, nicht außen. Erkennt euch, nicht mich!

Begleitet mich, aber folgt mir nicht blindlings. Haltet euch an die Wahrheit, nicht an mein Gewand. Mein Körper ist nur eine Gestalt aus Erde; heute ist er hier, morgen ist er vergangen. Wenn ihr euch heute an mich klammert, was werdet ihr dann morgen tun, wenn ich nicht mehr unter euch bin? Haltet euch an Gott, haltet euch an die Menschheit, nur dann werdet ihr mir nahe sein.
Der Pfad des Suchenden ist voller Fallen und Versuchungen, und der Suchende muß ihn allein mit Gott gehen. Ich rate dir, deine Füße auf dem Boden zu halten und deine Gedanken in erhabenen Höhen, damit du nur Gutes anziehst. Konzentriere dich auf das Geben, damit du offen für das Empfangen werdest; konzentriere dich darauf, deinem Licht gemäß zu leben, damit du dich neuem Licht öffnest; nimm so viel Licht wie möglich durch den inneren Weg auf. Wenn dir diese Art aufzunehmen schwierig erscheint, so schau dich nach Inspiration um, von einer schönen Blume oder einer schönen Landschaft, von schöner Musik oder von schönen Worten. Aber was du auch von außen erhältst, das muß erst von innen her bestätigt werden, bevor es dein eigen wird.

Denke daran, jemand, der eine unwürdige Handlung begeht, ist in Wahrheit psychisch krank und sollte mit soviel Mitleid wie ein
physisch Kranker betrachtet werden. Vergiß nicht, niemand kann dir Schmerz zufügen außer du dir selbst. Wenn dir durch jemanden etwas Böses widerfährt, so verletzt sich dieser Mensch damit selbst. Solange du nicht verbittert wirst oder verärgert und vielleicht mit Bösem zurückschlägst, kannst du nicht wirklich verletzt werden.
Ich betrachte mich selbst als Diener, der an der Ursache von Problemen arbeitet: an unserer Unreife. Bislang arbeitet nur eine kleine Minderheit an den Ursachen. Jeder Person, die an Ursachen arbeitet, stehen Tausende gegenüber, die an Symptomen arbeiten. Mein Lob gilt auch jenen, die auf der äußeren Ebene arbeiten, um Symptome zu beseitigen, aber ich will in erster Linie auf der Inneren Ebene arbeiten, um die Ursachen zu beseitigen.

Die meisten Menschen leiden an schmerzhafter innerer Zerrissenheit, weil sie ihren Sinn und Zweck nicht gefunden haben, und so steuert die Masse der Menschheit auf das Chaos zu. Die meisten unter uns leiden viel mehr an Unterlassungen als an Vergehen:
„ Während die Welt untergeht, gehen wir unseren Weg: ziellos, leidenschaftslos, Tag für Tag.“
Ich habe in meiner Arbeit den positiven Weg gewählt. Ich verschwende keinen Gedanken auf den Protest gegen irgend etwas, sondern ich ziehe es vor, für harmonisches Leben Zeugnis abzulegen. Wer sich für etwas einsetzt, der bietet Lösungen an. Wer sich gegen  etwas einsetzt, der tut das gewöhnlich nicht – er hält sich mit dem auf, was falsch ist. Er greift zurück auf Verurteilung und Kritik, und manchmal auch auf Beschimpfungen. Natürlicherweise hat der negative Weg eine schädliche Wirkung auf den Menschen, der ihn geht, während der positive Weg eine gute Wirkung hat. Wenn das Böse angegriffen wird, macht es mobil, auch wenn es vorher schwach und ungeordnet war, und deshalb gibt ihm der Angriff Kraft und Stärke. Wenn der Angriff ausbleibt und dafür gute Einflüsse auf die Situation einwirken, so bringt dies nicht nur das Böse zum Verschwinden, sondern es bringt den, der Böses tut, dazu, sich zu ändern. Der positive Weg baut auf – der negative macht ärgerlich. Wenn du Menschen verärgerst, so reagieren sie gemäß ihrer niederen Natur, oft gewalttätig und irrational. Wenn du Menschen inspirierst, so reagieren sie gemäß ihrer höheren Natur, vernünftig und rational. Hinzu kommt, Ärger ist ein vorübergehender Zustand, während Inspiration manchmal eine lebenslange Wirkung ausübt.
Es gibt ein Kriterium, nach dem du beurteilen kannst, ob deine Gedanken und deine Handlungen richtig für dich sind. Das Kriterium ist: Haben sie dir inneren Frieden gebracht? Wenn nicht, so stimmt mit ihnen etwas nicht – also suche weiter! Wenn dein Tun dir inneren Frieden gebracht hat, so bleibe bei dem, was du für richtig hältst.

Wenn du inneren Frieden in dir findest, so wirst du mit anderen in Frieden leben können. Inneren Frieden findet nicht der, der an der Oberfläche des Lebens bleibt oder der durch irgendwelche Mittel versucht, vor dem Leben zu fliehen. Inneren Frieden findet der, der dem Leben offen gegenübertritt, seine Probleme löst und soweit wie möglich unter der Oberfläche sucht, um seine Wahrheiten und Wirklichkeiten zu entdecken. Innerer Friede kommt durch die strikte Befolgung der bereits wohlbekannten Gesetze menschlichen Verhaltens, wie das Gesetz, daß die Mittel das Ziel bestimmen: daß nur gute Mittel zum guten Ziel führen können. Innerer Friede kommt durch das Loslassen des Eigenwillens, der Bindungen, der negativen Gedanken und Gefühle. Innerer Friede kommt durch die Arbeit für das Wohl aller. Wir alle sind Zellen im Körper der Menschheit – alle, auf der ganzen Welt. Jeder muß einen Bei- trag leisten und wird von innen heraus wissen, was das für ein Beitrag ist. Aber man kann den inneren Frieden nur durch Arbeit finden – nicht in einer egozentrischen Weise, sondern durch den Einsatz für die ganze Menschheitsfamilie.

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