Du bist hier: Meditationstechniken / Energiemeditation

Katalog anfordern
Online Anmelden
Beratung und Anmeldung

Energiemeditation

Die Energiemeditation kombiniert verschiedene hoch wirksame Konzentrationstechniken. Wenn du zwischendurch im Alltag Energie brauchst, kannst du auch einzelne Teile dieser Meditation kurz anwenden, z.B. bewusst Energie in den Bauch schicken oder einen Energiekreislauf herstellen.

Du aktivierst mit dieser Meditation aber nicht nur Energien, sondern bekommst auch Kontakt zu den entsprechenden Fähigkeiten in dir. Das kannst du natürlich dann auch in deinem Leben ausstrahlen, aktiv und freudevoll leben und viel bewirken.

Erläuterung der Technik

Mit einer Kombination von tiefer Atmung, Bewusstseinslenkung, Vorstellung und Visualisierung aktivierst du in dieser Meditation erst das Sonnengeflecht, danach die unterste Wirbelsäule, von dort aus die Wirbelsäule nach oben und schließlich in einem machtvollen Energiekreislauf dein ganzes Energiesystem.

Die Grundlage ist immer das Sonnengeflecht im Bauchbereich als Speicher der Energie. Vieles im Yoga und in der Yoga-Meditation dient erst einmal dazu, Zugang zu finden zu diesem Grund-Energiespeicher im Bauch. Wenn dieser aktiviert und aufgeladen ist, wenn die Sonne im Bauch leuchtet, fällt vieles leichter – sowohl in der Meditation wie auch bei anderen spirituellen Disziplinen, die du vielleicht praktizierst und natürlich bei allen Alltagsaufgaben.

Nach dem Sonnengeflecht aktivierst du in dieser Meditation die Energien in der unteren Wirbelsäule und in der Wirbelsäule bis nach oben. Dort haben die wichtigen Chakras, insbesondere die sieben Haupt-Chakras, ihre Entsprechung. Sie korrelieren mit entsprechenden Energiefeldern und Energieausstrahlungen an der Vorderseite des Körpers, die du durch den Energiekreislauf in dieser Meditation miteinander harmonisierst.

Gleichzeitig verbindest du dich mit der Kraft der Erde und des Himmels. Beides ist wichtig: Verwurzelt zu sein, geerdet zu sein und sich zu öffnen für Inspiration von oben.

Der Ablauf

Die Energiemeditation setzt sich aus mehreren Teilen zusammen:

1) Tiefe Bauchatmung mit Konzentration auf den Bauchbereich und Visualisierung von Feuer oder Sonne

2) Lenken der Energie ins Muladhara Chakra, in die unterste Wirbelsäule, mit Erdung und Verwurzelung

3) Lenken der Energie nach oben ins Sahasrara Chakra, Scheitel, mit Öffnung zur Himmelsenergie

4) Herstellen eines Energiekreislaufs: von oben vorne hinunter und von unten hinten hoch, wodurch du alle Haupt-Chakras miteinander verbindest

5) Konzentration in einem Chakra: Herz oder Stirn

6) Verbindung mit Mantra wie in der Kombinierten Mantra-Chakra-Meditation

7) Höhepunkt und Stille mit Kevala Kumbhaka, der sanften meditativen Atmung.

Meditationsanleitung: Energiemeditation

Ausführliche Anleitung

ca. 15-20 Minuten Übungspraxis

Sitze ruhig und gerade für die Meditation. Wirbelsäule aufgerichtet, Schultern entspannt, Kiefergelenke entspannt, Augen entspannt.

Bitte Körper und Geist, während der nächsten 15-20 Minuten ruhig und entspannt zu sein.

Atme ein paar Mal tief in den Bauch ein und aus. Atme 3-4 Sekunden lang ein, atme 3-4 Sekunden lang aus. Beim Einatmen geht der Bauch hinaus, beim Ausatmen geht der Bauch hinein.

Während großer Teile dieser Meditation atmest du weiter tief in den Bauch ein und aus, genau auf diese Weise. Du übst mit der Energiemeditation, einer machtvollen Technik, um deine Energiezentren zu aktivieren, miteinander zu verbinden, dein Energiefeld harmonisch zu gestalten und zu verbinden mit dem Energiefeld der Erde und des Himmels.

1) Während du weiter tief ein- und ausatmest, konzentriere dich auf den Bauchbereich, die Energie des Sonnengeflechtes, die Energie des Solarplexus. Du kannst dir dabei eine Sonne oder ein Feuer im Bauchbereich vorstellen.  Wiederhole dabei 2-3 x geistig: „Ich habe Mut. Ich habe Selbstvertrauen.

Konzentriere dich so während 1-2 Minuten auf den Bauchbereich.

2) Atme weiter tief ein und aus. Gehe jetzt beim Einatmen mit deiner Aufmerksamkeit zum Bauch und beim Ausatmen zur unteren Wirbelsäule. Einatmen zum Bauch, Ausatmen zur untersten Wirbelsäule.
Wenn du willst, wiederhole dabei geistig:

Einatmen: „Feuer (oder Sonne) im Bauch wird stark.“
Ausatmen: „Ein konzentrierter Lichtstrahl aktiviert die Energie in der unteren Wirbelsäule.“

Oder auch: (einatmen) „Ich finde Zugang“ (ausatmen) „zu meiner Kraft.“
Atme mit dieser Vorstellung und Konzentration 1-2 Minuten weiter.

3) Atme weiter tief ein und aus. Gehe jetzt beim Einatmen mit deinem Bewusstsein vom Bauch zum untersten Ende der Wirbelsäule.  Beim Ausatmen von der unteren Wirbelsäule über die Wirbelsäule hoch bis zur Scheitelgegend.

Einatmen vom Bauch zur untersten Wirbelsäule.
Ausatmen über die Wirbelsäule hoch bis zur Scheitelgegend.

Wenn du willst verbinde dies mit der Vorstellung von Licht:
Einatmen, Licht vom Bauch zur unteren Wirbelsäule,
Ausatmen, Licht von unten über die Wirbelsäule hoch zum Scheitel.

Wenn du willst mit der geistigen Affirmation: (einatmen) „Ich strebe“ (ausatmen) „nach dem Höchsten.“
Atme mit dieser Vorstellung und Konzentration 1-2 Minuten weiter.

4) Atme weiter tief ein und aus. Jetzt vervollständige den Energiekreislauf:

Gehe beim tiefen Ausatmen mit deiner Konzentration und Bewusstheit über die Wirbelsäule und den Scheitel nach oben zum Himmel, und beim tiefen Einatmen vom Himmel über Stirn, Kehle, Herz, Bauch, Schambeingegend, Becken bis in die Erde.

Ausatmen, von der Erde über die Wirbelsäule hoch bis zur Scheitelgegend und zum Raum darüber bis zum Himmel. 

Einatmen, vom Himmel vorne hinunter über Stirn, Kehle, Herz, Bauch, Schambeingegend, Beckenboden in die Erde.

Ausatmen von der Erde über Steißbein, Kreuzbein, Lendenwirbelsäule, Brustwirbelsäule, Halswirbelsäule, Hinterkopf, Scheitel nach oben zum Himmel.

Einatmen vorne hinunter, bis tief in die Erde.

Ausatmen hinten hoch bis zum Himmel, vorne hinunter, bis tief in die Erde.

(Falls es dir in diesem Kreislauf umgekehrt natürlicher vorkommt, nämlich über die Rückseite des Körpers einzuatmen und vorn hinunter auszuatmen, kannst ihn auch so bilden und visualisieren.)

Atme tief aus und ein. Gehe mit deinem Bewusstsein hinten hoch bis zum Himmel und vorne hinunter bis zur Erde.

So harmonisierst du die wichtigsten Energiezentren in deinem Energiesystem und verbindest dich mit der nährenden verwurzelnden Kraft von Mutter Erde und der inspirierenden lichtvollen Kraft von Vater Himmel.

Atme weiter tief ein und aus, schaffe diesen Kreislauf mit ganzer Konzentration und Bewusstheit, wenn du willst auch mit der Vorstellung eines Lichtstrahls, der hinauf und hinunter fließt. Fühle dich verbunden mit Mutter Erde und Vater Himmel. Spüre diese kraftvolle Energie, die dich zu Harmonie und Kraft führt.

Konzentriere dich so etwa 3-5 Minuten auf diesen vollständigen Energiekreislauf.

5) Jetzt komme zum letzten Teil und zum Höhepunkt dieser Meditation - der Kombinierten Mantra Meditation mit Kevala Kumbhaka, dem meditativen Atem.

Lasse den Atem jetzt sanft fließen, atme sanft ein und atme sanft aus. Atme so wenig Luft ein und aus wie möglich. Atme ausreichend, aber nur so wenig, wie es gerade noch angenehm ist. Du wirst merken, dass dabei dein Geist sehr ruhig und fokussiert wird.

Verbinde dies mit einem Mantra wie Om, Om Namah Shivaya oder Om Namo Narayanaya.

Atme sanft, wiederhole dabei ein Mantra und konzentriere dich gleichzeitig auf das Herzzentrum, das spirituelle Herz in der Mitte der Brust, oder auf das Dritte Auge im Punkt zwischen den Augenbrauen bis Mitte der Stirn.

Atme ganz sanft ein und aus, wiederhole das Mantra und spüre die Wirkung auf das Chakra. Mit großer Achtsamkeit und völlig entspannt in den nächsten Minuten in der Stille.

Meditiere so ganz achtsam 5 Minuten oder länger in der Stille.

6) Vertiefe wieder den Atem.  Wiederhole innerlich eine Affirmation wie: „Ich bin voller Kraft und Energie. Ich bin gut verwurzelt. Ich bin inspiriert und freue mich auf alles, was das Leben mir bringen mag. Ich freue mich darauf, zu gestalten und zu erfahren.“

Oder eine Affirmation deiner Wahl in deinen eigenen Worten.

Om Om Om
Om sarva-mangala-mangalye
shive sarvartha-sadhike
sharanye tryambake gauri
narayani namostute
narayani namostute

Möge die kosmische Energie, die in jedem Menschen gegenwärtig ist,
alle zu einer Erfahrung von Freude, Liebe und Mitgefühl führen.

Om Shantih Shantih Shantih
Om Frieden Frieden Frieden

Variante 2: Alternative Anleitung Energiemeditation ohne Mantra, mit abgewandelten Affirmationen und Konzentrationshilfen, mit ausführlicher Erklärung von kevala kumbhaka und mit stufenweiser Konzentration in den Hauptchakras.

Hinweis: Die ersten Teile (bis Schritt 8) sind sehr ähnlich wie in der Grund-Variante, mit abgewandelten Affirmationen. Ab Schritt 9): Zusätzlich die stufenweise Konzentration in den Chakras.

Bei dieser Meditationstechnik ist es besonders gut, wenn du mit geradem Rücken sitzt und dich nicht anlehnst und dass dein Körper möglichst ruhig und entspannt bleibt.

1) Setze dich also in eine ganz ruhige Stellung. Vergewissere dich, dass die Füße und Beine entspannt sind. Dass die Hände, Arme, Schultern entspannt sind. Bauch, Brust entspannt, unterer und oberer Rücken entspannt. Hals, Nacken entspannt. Unterkiefer, Wangen, Augen, Stirn vollkommen entspannt.

2) Wiederhole Affirmationen wie: „Ich verbinde mich mit der kosmischen Energie.“ Stelle dir dabei vor, dass Licht und Energie von oben in dich hineinströmen, dass du über den Scheitel im Sahasrara Chakra Licht und Energie aufnimmst. Mit jeder Einatmung wirst du angefüllt mit neuem Licht und Positivität.

„Ich schicke Licht und Liebe zu allen Wesen.“ Stelle dir dabei vor, dass du dich vom Herzen her öffnest und Licht und Liebe in alle Richtungen ausstrahlst.

3) Jetzt beobachte deinen Atem. Werde dir bewusst, wie der Atem ein- und ausströmt. Werde dir bewusst, wie beim Einatmen der Bauch sich ausdehnt und beim Ausatmen wieder leicht nach innen geht. Beobachte diese natürliche Bewegung des Bauches zunächst ohne sie zu beeinflussen.

4) Vertiefe bewusst die Bauchatmung. Atme jetzt 4 Sekunden lang tief ein, und 4 Sekunden tief lang aus. Beim Einatmen dehnt sich der Bauch nach vorne aus. Beim Ausatmen geht der Bauch wieder hinein. Einatmen Bauch hinaus; ausatmen Bauch hinein.

Stelle dir dabei vor, dass du mit jeder Atmung Licht und Wärme im Bauch ansammelst. Du kannst dir auch eine Sonne im Bauch vorstellen. Du sammelst auf diese Weise Licht, Energie und Kraft im Sonnengeflecht. Dieses Zentrum steht auch für Selbstbewusstsein und innere Stärke.

5) Stelle dir jetzt vor, dass du diese Energie langsam hinunterziehst zur unteren Wirbelsäule.

In der unteren Wirbelsäule ist ein wichtiges Energiezentrum, das Muladhara Chakra, das Erd-Chakra, welches dir hilft, dich zu erden. Es ist auch der Sitz der Kundalini, der kosmischen Energie in uns, die uns über uns selbst hinauswachsen lässt.

Stelle dir vor, bei jedem Einatmen wird das Sonnengeflecht weiter und aktiver. Und beim Ausatmen schickst du diese Energie hinunter zur unteren Wirbelsäule. Einatmen zum Sonnengeflecht, ausatmen zur unteren Wirbelsäule.

Du kannst dies entweder einfach nur spüren oder mit der Vorstellung von Licht verbinden.

6) Jetzt beginne die Energie die Wirbelsäule hoch zu schicken.

Stelle dir vor, beim Einatmen aktivierst du die Energie in der unteren Wirbelsäule und beim Ausatmen fließt diese Energie über die Wirbelsäule hoch zum Kopf.

Einatmen vom Sonnengeflecht zur unteren Wirbelsäule.
Ausatmen die Wirbelsäule entlang hoch zum Kopf.
Einatmen hinunter zur unteren Wirbelsäule.
Ausatmen die Wirbelsäule entlang hoch zum Kopf.

7) Vervollständige den Energiekreislauf zum kreisförmigen Atem:

Stelle dir vor, dass du jetzt beim Einatmen die Energie hinunter ziehst zum unteren Ende der Wirbelsäule und beim Ausatmen über die Wirbelsäule hoch zum Kopf.

Einatmen über Stirn, Kehle, Herz, Bauch, Schambeingegend zur unteren Wirbelsäule.
Ausatmen die Wirbelsäule entlang hoch bis zum Kopf.

Du harmonisierst so die Energie der 7 Haupt-Chakras entlang der Wirbelsäule und der 5 Chakras an der Vorderseite des Körpers.

Du kannst diese Bewusstseinslenkung verbinden mit der Vorstellung von Licht, einem strahlenden Licht, das dich in einem Energiekreislauf ganz durchströmt. Oder du kannst diesen Energiekreislauf allein mit deiner Bewusstheit herstellen und spüren, ohne jegliche Visualisierung. Mache es so, wie es dir leichter fällt.

Atme mit dieser Vorstellung während der nächsten etwa 5 Minuten weiter.

8) Du hast jetzt einen sehr starken Energiekreislauf erzeugt und die Energien der Chakras stark angeregt.

Jetzt kannst du diese Energien zentrieren, damit sie dich tiefer in die Meditation führen.

Reduziere dazu den Atem zu Kevala Kumbhaka, dem meditativen Atem. Reduziere die Menge an Luft, die du ein- und ausatmest. Atme weiter 4 Sekunden lang ein und 4 Sekunden lang aus. Aber reduziere die Menge an Luft, die du ein- und ausatmest. Du atmest jetzt also sehr flach, kaum merkbar.

Diese ruhige Art der Atmung führt Geist und Prana (Lebensenergie) zur Konzentration.

Wichtig ist, dass auch dies vollkommen entspannt bleibt. Wenn du das Gefühl hast, nicht mehr genügend Luft zu bekommen, nimm 1-3 tiefe Atemzüge und kehre dann wieder zurück zu diesem meditativen Atem, bei dem du wenig Luft ein- und wenig Luft ausatmest und den Atem so langsam machst wie angenehm möglich.

9) Bringe einen Moment deine Aufmerksamkeit zu den Nasendurchgängen. Dort kannst du die Bewegung des Atems spüren. Minimiere die Menge an Luft, die du ein- und ausströmen lässt. So dass die Bewegung des Atems in den Nasenlöchern fast unmerklich wird.

10) Bringe jetzt dein Bewusstsein zum Herzen, während du weiter ganz wenig Luft ein- und ausatmest. Nimm wahr, was du in den Tiefen deines Herzens spüren kannst.

11) Bringe jetzt das Bewusstsein zur Kehle. Bringe dein ganzes Bewusstsein zu dem Energiezentrum in der Kehle. Und nimm wahr, was du dort spüren kannst.

12) Bringe dein Bewusstsein zur Mitte der Stirn, zum sogenannten Dritten Auge. Konzentriere Energie und Bewusstsein in der Mitte der Stirn und nimm wahr, was du dort spüren kannst.

13) Bringe dein Bewusstsein zur Schädeldecke, zum Scheitel, Sahasrara Chakra. Werde dir bewusst, was du dort spürst.

14) Bringe jetzt dein Bewusstsein zu dem Energie- und Konzentrationspunkt, den du am stärksten gespürt hast. Dieser Energiepunkt ist wie ein Tor, eine Öffnung zum Unendlichen. Während du Bewusstsein und Energie ganz in diesem Punkt konzentrierst, gehe durch diese Öffnung hindurch und spüre die Verbindung mit dem Kosmischen, Universellen. Spüre die Ausdehnung des Bewusstseins.

Du kannst dabei auch eine Affirmation wiederholen: „Ich bin eins mit dem Unendlichen. Ich bin verbunden mit dem Kosmischen.“

Meditiere mit dieser Konzentration während der nächsten Minuten in der Stille.

Kurze Anleitung

ca. 7-10 Minuten Übungspraxis oder kürzer

Sitze ruhig und gerade für die Meditation.

Atme tief in den Bauch ein und aus.
Konzentriere dich dabei auf den Bauch.
Einatmen, Bauch hinaus. Ausatmen, Bauch hinein.

Spüre den Bauch, stelle dir dort eine Sonne vor oder ein Feuer.

Du kannst auch innerlich wiederholen „Ich habe Mut und Selbstvertrauen“.

Jetzt ziehe beim Einatmen die Energie des Bauches zur unteren Wirbelsäule, und beim Ausatmen über die Wirbelsäule hoch zum Kopf.

Einatmen, Sonne/Feuer des Bauches zur untersten Wirbelsäule
Ausatmen, Licht durch die Wirbelsäule hoch zum Kopf.

Einatmen, Bewusstheit und Licht zur untersten Wirbelsäule
Ausatmen, über die Wirbelsäule hoch zum Kopf.

Du kannst dabei auch wiederholen: (einatmen) „Mit Energie strebe ich“ (ausatmen) „nach dem Höchsten“.

Vervollständige den Energiekreislauf: Beim Einatmen vorn hinunter bis zur Erde, beim Ausatmen über die Wirbelsäule und den Scheitel hoch zum Himmel.

Einatmen, vom Himmel vorn hinunter über den Beckenboden in die Erde.
Ausatmen, Bewusstheit von der Erde über die Wirbelsäule und den Scheitel zum Himmel.
Einatmen über den Scheitel vorn hinunter bis zur Erde, ausatmen hinten hoch über den Scheitel zum Himmel.

Spüre die Energie im Körper kreisen und dich verbinden mit der verwurzelnden Kraft von Mutter Erde und der inspirierenden Kraft von Vater Himmel.

Atme 1-2 Minuten mit dieser Konzentration und Vorstellung weiter

Jetzt komme zum letzten Teil und Höhepunkt der Meditation: Die Kombinierte Energie-Mantrameditation mit Kevala Kumbhaka, dem meditativen Atem.

Lasse den Atem sanft fließen, sanft ein und aus, also nicht mehr tief, sondern sanft und lasse dich in die Stille führen.

Wiederhole dabei ein Mantra wie Om oder Om Namah Shivaya oder Om Namo Narayanaya.

Konzentriere dich dabei im Herzen oder im Punkt zwischen den Augenbrauen bis Mitte der Stirn.

Atme ganz sanft ein und aus.
Wiederhole innerlich das Mantra.
Und spüre das Herz-Chakra oder das Stirn-Chakra.

Meditiere so ein paar Minuten weiter oder lasse dich einfach in die Stille fallen.

Om Shanti

Das Energiesystem des Menschen: Prana, Nadis, Chakras

Ergänzend zur Energiemeditation findest du hier eine kurze Einführung in das Energiesystem des Menschen aus der Kundalini Yoga Theorie. Du meditierst ja jetzt schon eine Weile. Vielleicht hast du auch schon Yoga geübt oder Tai Chi (Taiji), oder Chi Gong (Qigong)– alles Techniken, die Energie aktivieren. Im Kundalini Yoga gibt es viele Übungen zur Energieerweckung und Erklärungen, warum und wie sie wirken.

Wichtige Begriffe sind:

  • Prana – Lebensenergie
  • Nadis – Energiekanäle
  • Chakras – Energiezentren.

Prana – Lebensenergie, Power

Was ist Prana, was ist Lebensenergie? Prana ist die Energie, die hinter allem Belebten steht. Prana ist der Unterschied zwischen einer echten und einer Plastikpflanze. Prana ist der Unterschied zwischen einem eher langweiligen Menschen und einem Menschen, in dessen Gegenwart du dich angeregt und lebendig fühlst.

Prana drückt sich aus im Strahlen der Augen. Manche Menschen strahlen viel Prana über die Augen aus, andere sind vielleicht gerade in einer Phase mit wenig Ausstrahlung und Charisma.

Auch Räume unterscheiden sich durch Prana. In manchen Räumen fühlst du dich eher gedrückt und unwohl; in anderen fühlst du dich erhaben und irgendwie beschwingt. Das ist nicht nur die Ästhetik, sondern auch die Energie in einem Raum.

Prana ist die Energie, mit der du das umsetzt, was du dir vorgenommen hast. Und die Energie, die dir überhaupt neue Ideen gibt. Prana drückt sich auch darin aus, wie weit du in der Lage bist, auf Menschen zuzugehen und mit ihnen zusammen Dinge zu gestalten, zu bewirken, sie zu begeistern.
Prana steuert auch den menschlichen Körper. Mit viel und harmonischem Prana ist der Körper gesund.

Wenn Krankheiten kommen, wird er sie schneller heilen können. Anders herum: Wenn du wenig Prana hast, kann es geschehen, dass du anfälliger bist für Krankheiten; und wenn du krank bist, fällt es dem Körper schwerer, sich zu regenerieren.

Manche Krankheiten sind sogar auf Energieblockaden zurückzuführen oder auf einen punktuellen Mangel an Prana in bestimmten Körperregionen. Ein harmonischer hoher Prana-Level hilft dir also, gesünder zu sein.

Prana ist aber nicht einfach da oder nicht da. Du kannst Einiges dafür tun. Etwas, was dir dazu verhilft, praktizierst du ja jetzt schon seit einigen Wochen, nämlich Meditation. Meditation gibt dir Zugang zu deinem inneren Prana. Meditation hilft Spannungen aufzulösen und so öffnest du dich für den kosmischen Prana, welcher überall ist.

Du brauchst dich gar nicht so sehr anzustrengen, um mehr Prana zu bekommen: Du bist umgeben von einem Ozean von Prana und auch tief in dir ist die Quelle von Prana. Meditation hilft dir, deinen inneren Prana zu spüren und dich auf den äußeren Prana einzustimmen.

Neben der Meditation ist Pranayama, Atemübung und -lenkung, eine sehr wirkungsvolle Technik, um deinen Prana-Level zu erhöhen. Dazu hast du insbesondere die stehenden Atemübungen kennengelernt, wie Agni Sara, Uddiyana Bandha, Gorilla, die stehende Aufladeübungen – das sind alles wertvolle Hilfen für mehr Energie und Power.

Im Hatha Yoga gibt es eine Fülle weiterer Atemübungen wie die Schnellatmung (Kapalabhati), die Wechselatmung (Anuloma Viloma), die Blasebalg-Atmung Bhastrika) und viele mehr, auch in Verbindung mit bestimmten Hand- und Körperhaltungen (Mudras, Bandhas) und Konzentrationslenkungen.

Du kannst deinen Prana auch aktivieren mittels Mantras. Das Schöne daran ist, dass du Mantras ohne zusätzlichen Zeitaufwand auch zwischendurch wiederholen kannst und so immer wieder für mehr Energie und innere Harmonie sorgen kannst.

Und nicht zuletzt nimmst du Prana über die Luft, die Nahrung, das Wasser auf, von der Natur, von anderen Menschen. Weshalb es gut ist, auf eine gesunde vegetarisch-vegane, frisch zubereitete Nahrung zu achten und – soweit es im Rahmen deines Alltags möglich ist, ohne jemanden zu brüskieren –, auch auf den Umgang und die Gesellschaft, die du pflegst.

Nadis – Energiekanäle

Die Kundalini-Theorie geht von feinstofflichen Energiebahnen, den Nadis, aus, in welchen der Prana fließt. Die Nadis entsprechen in gewisser Hinsicht den Meridianen, die du von der chinesischen Akupunktur her vielleicht kennst.

Im Yoga geht man von 72.000 Nadis aus - also eine ganze Menge. Manche finden ihre Entsprechung im physischen Körper, andere sind subtilere Kanäle, die körperlich nicht zugeordnet werden können. Weil die meisten dieser Kanäle im Normalfall verschlossen sind, kann man nicht sein volles Potential entfalten, seine vollen Möglichkeiten nicht ausleben. Es ist also wichtig, die Energiekanäle zu öffnen.

Dazu helfen wiederum die Meditation, Mantrasingen, Pranayama, Asanas (Yoga-Positionen), die Energie erweckenden und lenkenden Übungen, Mantras und eine bewusste gesunde Lebensweise.
Manchmal kannst du merken, wenn deine Energiekanäle dabei sind, sich zu öffnen. Wenn du zum Beispiel in der Meditation Wärme spürst, so ist das ein Zeichen für das Öffnen von Energiebahnen.

Wenn du ein Pulsieren oder ein leichtes Zucken spürst, Körperteile sich unwillkürlich etwas bewegen während der Meditation, so sind das Zeichen dafür, dass hier Prana an Energiekanäle stößt, durch die es fließen möchte und diese sich allmählich dafür öffnen.

Energie erhöht sich, stößt an Blockaden und deshalb bewegt sich etwas. Bei Blockaden wird es also entweder warm oder es kommt zu unwillkürlichen Zuckungen und Körperbewegungen – all das ist ein gutes Zeichen, dass sich etwas Positives tut.

Je mehr Kanäle auf diese Weise gereinigt und aktiv sind, durchlässig(er) geworden sind, desto seltener kommt es zu diesen Erscheinungen. Sie hören dann auf oder werden weniger. Stattdessen erfährst du dann das angenehme Gefühl, welches der Prana hervorruft, wenn er vermehrt und freier durch dein System fließt.

Chakras – Energiezentren

Chakra heißt wörtlich “Rad“ – das heißt, die Energie kann zirkulieren, fließen und dynamisch werden. Chakras werden auch als Lotos (Padma) bezeichnet. Das drückt aus, dass sie verschlossen sein können wie eine Knospe und sich dann sanft öffnen und entfalten können wie eine Lotosblüte.

Es gibt sehr viele Chakras - noch mehr als Nadis -, von denen sieben Haupt-Chakras als besonders wichtig gelten. Sie entsprechen sieben Bewusstseinsebenen des Menschen. Sie können in Bezug gesetzt werden zu den Elementen, zu verschiedenen Qualitäten und Eigenschaften.

Jedem Chakra kann auch ein bestimmtes geometrisches Bild, ein Yantra, zugeordnet werden und ein Haupt-Bija, eine Keimsilbe und vieles mehr. Die Wissenschaft von den Chakras ist sehr vielfältig, faszinierend und umfangreich.

Die 7 Hauptchakras – ein Überblick:

1) Muladhara Chakra: das Wurzel-Chakra am unteren Ende der Wirbelsäule. Es steht in Verbindung mit Erdung, mit der Kraft der Erde, mit Ruhe, Beständigkeit, Verwurzelung, Beharrlichkeit, Geduld und Zuverlässigkeit.

2) Swadhishtana Chakra: das Sakral-Chakra in Höhe des Kreuzbeins. Es ist verbunden mit dem Wasserelement und damit mit Fließen, insbesondere auch Kreativität und entspricht auch der Sexualenergie.

3) Manipura Chakra: Sonnengeflecht, in der Mitte der Lendenwirbelsäule bis Bauchbereich/Solarplexus. Es ist verbunden mit dem Feuerelement, Zentrum von Begeisterung, Enthusiasmus, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Mut, Bauchgefühl. Es repräsentiert die Sonnenkraft mit der Fähigkeit etwas zu gestalten und zu bewirken.

4) Anahata Chakra: Das Herz-Chakra in der Mitte der Brustwirbelsäule bis zum Herzen. Es ist verbunden mit dem Luftelement und damit der Weite des Herzens und Annehmen von allem, so wie es ist. Es ist das Zentrum der Freude, der Liebe zu dir selbst, zu den Mitgeschöpfen, zu anderen Menschen und der überpersönlichen Liebe zur gesamten Schöpfung, zum Göttlichen.

5) Vishuddha Chakra: Das Kehl-Chakra in der Mitte der Halswirbelsäule bis zur Kehle, wörtlich das „chakra der besonderen Reinheit“, verbunden mit dem Ätherelement (Akasha). Es steht daher in Verbindung mit Ausdehnung, Weite, dem unendlichen Raum, tiefer Verbundenheit sowie Kommunikation und Ausdruck.

6) Ajna Chakra: Das Stirn-Chakra in der Mitte des Kopfes bis zur Stirn bzw. Punkt zwischen den Augenbrauen. Das „Dritte Auge“ der Intuition, Erkenntnis und Weisheit; Zugang zu einer höheren Wirklichkeit. Wenn es aktiviert ist wird deine Intuition stärker, deine Erkenntnis klarer, deine Weisheit zu voller Bewusstheit.

7) Sahasrara Chakra: Das Scheitel-Chakra, auch Kronen-Chakra genannt. Es repräsentiert Stille und Unendlichkeit. Das Öffnen zu einer höheren Wirklichkeit, das Spüren von Segen, Zugang zur Gnade. Das Sahasrara Chakra ist auch die Ebene der vollen Verwirklichung. Wenn es voll geöffnet ist, hast du die Selbstverwirklichung, die Gottverwirklichung, die Erleuchtung erlangt.

Die Chakra-Lehre ist sehr vielschichtig, sowohl in der Theorie wie auch in ihrer praktischen Anwendung für Entfaltung auf allen Ebenen. Hier habe ich nur einige Aspekte als Einführung angedeutet. Wenn du meditierst, Atemübungen machst, Yoga übst oder Mantras singst, wirkt das alles immer auf verschiedenen Ebenen – auf der körperlichen, der energetischen, der geistig-emotionalen und der spirituellen Ebene.

Besonders faszinierend und oft auch leicht spürbar ist das, was auf der energetischen Ebene der Chakras, des Prana und der Nadis geschieht. Wenn du zusätzlich zur Meditation auch Asanas und Pranayama übst, also die Hatha Yoga Körper- und Atemübungen, können die Erfahrungen noch intensiver und tiefer werden.

Aufgaben und Achtsamkeitsübungen für den Alltag

Tiefe Bauchatmung auch im Alltag in Verbindung mit Visualisierung.

Die tiefe Bauchatmung kennst du nun schon aus den Vorübungen und der Meditation. Du kannst sie auch im Alltag nutzen, um dich zwischendurch mit Energie und Kraft aufzuladen, zu verbinden und Emotionen im Alltag zu harmonisieren.

Während du tief in den Bauch ein- und ausatmest, kannst du dir vorstellen, wie du beim Einatmen Licht und Energie von oben in dich hineinließen lässt zum Bauch hin, und wie beim Ausatmen dieses Licht und diese Energie vom Bauch über das Herz in alle Richtungen ausstrahlt – in alle Teile deines Körpers und Systems und mit einem Gefühl von Licht und Liebe zu allen Menschen, mit denen du zu tun hast. Einatmen Licht zum Bauch, ausatmen Licht und Liebe über das Herz zu allen Menschen, mit denen du vielleicht als Nächstes sprechen wirst.

Diese tiefe Bauchatmung, verbunden mit Energie- und Lichtvorstellung kannst du zwischendurch während des Tages ab und zu mal kurz machen, zum Beispiel:

  • Einfach zwischendurch ein paar Momente zum Innehalten und neue Kraft schöpfen
  • Wenn du irgendwo wartest – auf den Bus, die U-Bahn, an der Kasse, im Wartezimmer
  • Wenn du jemanden energetisch unterstützen willst
  • Wenn du mit jemandem sprichst
  • Wenn du dich auf ein schwieriges Gespräch vorbereitest
  • Wenn du das Gefühl hast, eine bestimmte Person nimmt dir Energie, du fühlst dich heruntergezogen oder angestrengt im Umgang mit ihm/ihr, stelle dir besonders vor, wie du mit jeder Einatmung dein Sonnengeflecht auflädst und mit der Ausatmung diese Energie zu dem Menschen hinschickst. Auf diese Weise raubt er dir nicht deine Energie, sondern du lädst ihn auf mit dieser Lichtenergie, die du durch dich hindurch fließen lässt.
  • Auch wenn du nervös oder unruhig bist, Lampenfieber hast oder dich geärgert hast, atme ein paar Mal bewusst tief in den Bauch ein, schicke Licht und Energie dorthin und mit dem Ausatmen verteile sie in deinem ganzen System und schicke sie zu dem Menschen oder zu der Situation hin, um die es gerade geht.

Du wirst sehen, es wirkt. Probiere es aus!

Katalog anfordern
Online Anmelden
Beratung und Anmeldung