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Geistige Konstitution

Geistige Konstitution - Tamas

natürliche Konstitution BlumeTamasige Menschen weisen ein gefährliches Temperament auf. Sie sind unberechenbar und sind darauf bedacht dem Menschen eher zu schaden. Sie sind faul, betreiben einen exzessiven Sex und Schlaf. Auch die Intelligenz lässt zu wünschen übrig. Die Tamaskonstitution wird im Ayurveda sogar mit dem pflanzlichen Leben verglichen. Ein typischer Tamasmensch in der heutigen Zeit hat keine Lust zu arbeiten, sitzt täglich stundenlang vor dem Fernseher mit ungesunder Nahrung oder lenkt sich ab mit Computerspielen.

Warum oder wie entsteht Tamas? Oft merken wir es gar nicht. Es kann sehr schleichend kommen. Davon können einige übergewichtige Menschen bestimmt ein Liedchen singen. Alkoholkonsum, Zuckerkonsum, Drogen, Kaffee und andere Betäubungsmittel sind in der heutigen Zeit sehr beliebt. Einige der Produkte gehören zu der Rajaskategorie, jedoch bei übermäßigem Verzehr, geht es schleichend in Tamas über. Viele Menschen sagen zu mir, dass sie doch nur ein bisschen Fleisch essen, ein bisschen Käse, ein bisschen Zucker, nur eine Tasse Kaffee am Tag trinken… Unter dem Strich ist es doch eine Menge. Uns ist unsere ungesunde Lebensweise oft nicht bewusst. Ein weiterer Grund, warum wir plötzlich im Tamas landen, ist, dass wir unser sensibles Körpergefühl verloren haben. Wir können durch regelmäßige Meditation unsere Sensibilität erhöhen.

Unsere Organe sind teilweise nicht mit Nerven durchzogen, wie z.B. die Leber. Viele trinken schon jahrelang fast täglich Alkohol und Kaffee, können aber nicht spüren, wie sehr ihre Leber darunter leidet. Wenn die Leber schreien könnte, würde wahrscheinlich niemand mehr ungesunde Nahrung zu sich nehmen. Die Leber meldet sich oft erst auf körperlicher Ebene , wenn sie kaum noch funktionstüchtig ist. Deshalb ist eine gesunde Ayurveda Ernährung wichtig, bevor wir körperliche Anzeichen wahrnehmen.


Tamasige Ernährung hat auch Einfluss auf unseren Geist. Im Fleisch befinden sich z.B. Angstzellen und das ganze Leid, dass die Tiere in ihrem Leben erfahren haben. Wenn wir also das Fleisch essen, essen wir auch die Hormone und das Leid mit! Es wäre genauso, als wenn wir in der Apotheke Angstpillen kaufen würden. Eine vegetarische Ayurveda Ernährung ist eine wichtige Voraussetzung, um aus dem Tamas zu kommen. Aktivität und frische Luft eine weitere. Dieses kann man wunderbar mit Asanas, die man draußen oder im Haus bei offenem Fenster ausführt, verbinden. Stoßlüftungen am Arbeitsplatz und Schlafen bei offenem Fenster sind auch wichtige gesundheitliche Maßnahmen. Eine ayurvedische Massage mit Kaphaöl bringt so manche Schlafeule auch aus seiner/ihrer Trägheit.

Mehr über geistige Konstitutionen und Ayurveda

Rajas im EnergiekörperRajas ist das Prinzip der Leidenschaft. Rajas entsteht durch Wünsche, Begierden. Man kann sagen, dass ein Mensch mit einer rajasigen Konstitution, aus seinem Ego heraus handelt. Sattvige Menschen handeln aus dem Wohlwollen gegenüber ihren Mitmenschen heraus. Sie möchten in erster Linie, dass es ihren Mitmenschen gut geht und tun alles dafür,  was in ihrer Macht steckt.

 Rajasmenschen im positiven Sinn sind sehr kreativ, mutig, kraftvoll und aktiv. Im negativen Sinn mögen sie keine Sauberkeit, sind möglicherweise gewalttätig (körperlich oder verbal), sind neidisch, haben eine Vorliebe für Fleisch, Völlerei und handeln aus der Angst heraus. Wenn sich Rajas immer mehr erhöht, geht  Rajas in Tamas über. Andersherum, wenn sich Tamas reduziert, geht Tamas in Rajas über. Das heißt, wenn ein tamasiger Mensch mehr Rajas oder sogar Sattva anstrebt, sollte er/sie sich mehr bewegen, Mut entwickeln z.B. durch Visualisieren, früher ins Bett gehen bzw. früher aufstehen und natürlich Yoga und Ayurveda praktizieren. Ein Lieblingsspruch von Sivananda, der zu mehr Sattva führt, lautet: Diene, liebe, gebe, reinige dich und meditiere.

Geistige Konstitution - Sattvas

In der Ayurvedischen Medizin bilden diese drei Eigenschaften die Grundlage für Unterscheidungsmerkmale des menschlichen Temperaments und für die individuellen Unterschiede der psychologischen und moralischen Dispositionen.

Sattva drückt Reinheit, Klarheit, Verständnis, Mitgefühl und Liebe aus. Wer viel Sattva besitzt hat eine gesunde, freundliche, gütige Ausstrahlung. Er/sie lebt im Einklang mit sich und seiner Umwelt.

Eine wichtige Voraussetzung um mehr Sattva zu erreichen, ist eine vegetarische Kost oder noch konsequenter eine vegane Ernährung und 80% Rohkost. Auf der geistigen Ebene ist es wichtig reine Gedanken zu kreieren, denn was wir denken, schlägt sich sehr schnell auf unser Gemüt. Patanjali gibt uns den Tipp, dass wir, wenn negative Gedanken oder Emotionen in unseren Geist kommen, an das Gegenteil denken sollen und schon entwickeln wir mehr Sattva.

Gleichmut, Gelassenheit, Zufriedenheit zu entwickeln ist unerlässlich für mehr Sattva. Wir sollten immer die Wahrheit sprechen. Auch die sogenannten Notlügen können fatale Folgen haben. Durch eine Ayurveda Massage können wir unser Sattva fördern und das ist noch dazu total angenehm.

Um mehr Sattva zu entwickeln, brauchen wir all unsere Aufmerksamkeit und Disziplin. Das Schicksal schenkt uns manchmal anstrengende Herausforderungen an denen wir wachsen können. Als besondere Gnade kommen oft, gerade bei spirituellen Menschen, die hohe Ideale haben, sehr anspruchsvolle Aufgaben angeflogen, die auf den ersten Blick erst einmal nicht lösbar erscheinen. Alle Probleme sind lösbar! Das Schicksal bzw. das Göttliche schickt den Menschen nur Aufgaben, von denen es weiß, dass sie sie lösen können. Wenn gleich mehrere „Probleme“ auf einmal kommen, können wir sagen: „Wow, das Schicksal hat es ja mal wieder richtig gut mit mir gemeint. Das hat es mir zugetraut?!“ Natürlich ist das schon eine fortgeschrittene Denkensweise mit einem Schuss Humor. Humor ist ein weiterer Schlüssel um Probleme zu überwinden. Und ob es überhaupt Probleme gibt, könnte man auch lange drüber philosophieren. Sind nicht Probleme nur Einbildungen des Verstandes?

Mehr Wissen über geistige Konstitutionen kannst du dir in der unserer Gesundheitsberaterausbildung aneignen.

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