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Alle Seminartermine zu Schulung des Geistes im tibetischen Buddhismus

Einführung mit praktischen Übungen. In der tibetischen Kultur genießen diejenigen unter den Menschen, die ihren Geist beherrschen und damit die Bedingungen ihres künftigen Lebens aktiv steuern können, die höchste Achtung. Träger von Ämtern können sich durch eine solche Kontrolle so inkarnieren, dass sie begonnene Aufgaben in ihrem nächsten Leben weiterführen können. Die meisten Meditationspraktiken zielen darauf ab, die Vorstellungskraft gezielt zu trainieren und auf positive Inhalte, wie etwa Barmherzigkeit und Weisheit, zu richten. Der für das Seminar gewählte Inhalt der Barmherzigkeit ist eine Hauptmeditationsgestalt in der tibetisch-buddhistischen Praxis, die sowohl in den Familien und in jedem Privathaushalt, als auch in den Klostergemeinschaften und Zentren heute weltweit und regelmäßig ausgeführt wird. Du wirst in dem Seminar üben, nach genauen Vorgaben Vorstellungsinhalte in deinem Geist zu erzeugen und sie möglichst klar zu visualisieren. Diese Visualisation wird dann mit der Rezitation, der ständigen Wiederholung eines Mantras, im Geist gehalten.
Zu Beginn des Seminars werden wir nach einer Erklärung eine eher einfache Meditation durchführen, die der Reinigung von Körper, Rede und Geist dient. Daran wird schon einmal die Methode deutlich, und dann erst wird auf eine komplexere und vielschichtigere Meditationsform eingegangen. Die erste Meditation kann sehr gut alleine und auch an jedem Ort durchgeführt werden. Dann erst kommen wir zu dem Hauptteil, der Meditation auf Barmherzigkeit (Avalokiteshvara) mit dem Mantra "om mani padme hum". Dieser Teil besteht aus einer detaillierten Beschreibung und klaren Vorgehensweise. Die historische Dimension wird beschrieben, die sozialen Aktivitäten stellt man sich vor, man bringt sich gezielt in eine angemessene Geisteshaltung, bevor man dann in die Mantra-Phase und darauf folgend in die stille Meditation eintritt. Zum Abschluss wird dann die Visualisation wieder aufgelöst und die positiven Wirkungen dieser Praxis werden dem Wohl aller fühlenden Wesen gewidmet.
In dieser sog. Dharma-Praxis (Sadhana) eröffnet sich ein bestimmtes Welt- und Menschenbild. Das heißt nicht, dass vorhandene Gegebenheiten unserer Welt und unserer Existenz negiert werden, sondern die Fakten unseres Lebens erfahren eine bestimmte Ausdeutung, die uns erlaubt, auf eine hilfreiche Weise mit uns selbst und unseren Mitgeschöpfen umzugehen. Wir treten quasi in eine andere Sinndeutungswelt ein. Und was das Ganze zu einem Geistestraining macht: Wir nehmen nicht einfach vorhandene Vorstellungsinhalte hin, sondern wir üben uns darin, Inhalte in unserem Geist visuell möglichst detailgenau zu erschaffen. Die Gestalt der Barmherzigkeit - Avalokiteshvara - ist dabei durch die Tradition vorgegeben, aber der Meditierende lernt, diese Gestalt mit seinem inneren Auge direkt zu schauen. Diese Methode der buddhistischen Praxis wird als Vajrayana bezeichnet. Man kann das als "Weg der geistigen Macht" übersetzen. Und es wird davon ausgegangen, dass sowohl der Dalai Lama als auch der Karmapa menschgewordene Formen dieser Meditationsgottheit sind.



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