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Vichara Meditation

Auf elementare existentielle Fragen wie: „Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich?“ gibt Jnana Yoga die Antwort: Deine wahre Natur ist Bewusstsein, deine wahre Natur ist Freude, deine wahre Natur ist eins mit dem Unendlichen. Auf höchster Ebene bist du unendlich, unbegrenzt, unsterblich. Und das ist nicht nur eine Theorie, sondern du kannst es erfahren. Zum Beispiel mit dieser speziellen Meditationstechnik, der Vichara Meditation.

Erläuterung der Technik

Die Vichara Meditation ist eine sehr tief gehende abstrakte Technik, die dein Normalbewusstsein außer Kraft setzen und transzendieren will, so dass du Unendlichkeit tatsächlich erfahren kannst.

Dass du dich selbst als unendliches Bewusstsein, unbegrenzt durch Zeit und Raum, erfahren kannst. Dazu bedient sich diese Meditation einer typischen Jnana Yoga Technik des logischen Hinterfragens. Vichara heißt wörtlich „fragen“, „hinterfragen“.

Swami Sivananda, der Meister, in dessen Tradition ich stehe, fasst den Ansatz dieser Meditation wie folgt zusammen: „Frage, wer bin ich, erkenne dich selbst und sei frei“.

Die Vichara-Meditationstechnik gehört zu den Achtsamkeitstechniken in Verbindung mit logischem Hinterfragen. Sie besteht darin, dass du dich ruhig hinsetzt, zuerst beobachtest und dann hinterfragst.

Der Ablauf ist, wie in jeder Meditation, in mehreren Teilen:

1) Einstimmung mit Om

2) eine feste, ruhige Sitzhaltung

3) tiefe Bauchatmung

Dann kommt die eigentliche Haupttechnik, Dharana, in mehreren ausführlichen Schritten – jeweils mit Wahrnehmen und Hinterfragen:

4) Du gehst detailliert mit deiner Achtsamkeit durch den Körper hindurch, nimmst die Körperteile bewusst wahr und beobachtest den Körper.

5) Dann stellst du fest, dass du der Beobachter bist: „Ich bin nicht der Körper, sondern ich bin der-/diejenige, die den Körper beobachten, wahrnehmen kann.“

6) Danach fragst du dich: „Wer also bin ich, der/die den Körper beobachtet?“

7) Dabei beobachtest du besonders den Atem. Über den Atem stehst du in Kontakt mit der ganzen Atmosphäre. Indem du den Atem beobachtest, beobachtest du das Kommen und Gehen des Atems - als Symbol für alles Kommen und Gehen.

8) Dann beobachtest du die verschiedenen Empfindungen und nimmst wahr:

  • Empfindungen kommen und Empfindungen gehen.
  • Emotionen kommen und Emotionen gehen.
  • Gedanken kommen, Gedanken gehen.
  • Worte und Bilder kommen, Worte und Bilder gehen.

9) Dann werde dir bewusst: Etwas bleibt gleich hinter all diesen Veränderungen, die „ich“ beobachten kann. Und dieses Etwas, welches gleich bleibt hinter allem, das bist „du“ – dieses Bewusstsein, das alles wahrnimmt und welches nicht das Wahrnehmbare ist.

Diesen Beobachter, dieses Bewusstsein, das in dieser Meditation hervorkommt, kannst du auf diese Weise erfahren. Dieses Bewusstsein, „dich“, kannst du in dieser Meditation erleben als unendlich und ewig. So kann diese Meditation sehr tief gehen und dir eine ganz neue Sichtweise eröffnen.

Meditationsanleitung: Vichara-Meditation

Ausführliche Anleitung

ca. 15-20 Minuten Übungspraxis

1) Setze dich so hin, wie es angenehm für dich ist und singe ein paar Mal Om. Om, der kosmische Klang, der für Einheit und Unendlichkeit, für das Kosmische steht. Daher hilft gerade das Tönen von Om besonders, dich auf diese abstrakte Jnana Yoga Meditationstechnik einzustimmen, so dass du nachher leicht in die Meditation fallen kannst.

Schließe die Augen, atme aus, atme ein und mit dem nächsten Ausatmen: Oooommmm Oooommmm Oooommmm (etwa 1-2 Minuten)

2) Vergewissere dich, dass du so sitzt, dass du die nächsten 15-20 Minuten ruhig sitzen kannst. Wirbelsäule aufgerichtet, Brustkorb nach vorne gewölbt. Schultern nach hinten und unten, Nacken lang. Schultern entspannt, Kiefergelenke entspannt, Augen entspannt.

Bitte Körper und Geist, während der nächsten 15-20 Minuten ruhig und entspannt zu sein.

3) Atme tief in den Bauch ein und aus. Atme vollständig aus; dann atme ein, der Bauch geht hinaus; atme aus, der Bauch geht hinein. Atme so einige Male tief ein und aus. Mache dir dabei bewusst, mit dieser Vichara-Meditation willst du dich der Frage nähern: „Wer bin ich?“

Nimm dir für jeden der folgenden Schritte etwas Zeit, zu beobachten, wahrzunehmen und zu hinterfragen:

4) Zunächst beobachte deinen Körper und gehe mit deiner Achtsamkeit durch den Körper hindurch. Das hilft auch zu entspannen, innerlich loszulassen und eine gewisse Gelassenheit zu bekommen.

Spüre deine Beine: Die Zehen, Fußsohlen, Fußgelenke und Unterschenkel, spüre die Knie, die Oberschenkel und die Hüften.  Spüre die Beine als Ganzes gleichzeitig, von den Zehen bis zu den Hüften. Werde dir bewusst: Das sind die Beine. Ich nehme die Beine wahr.

Ich bin nicht die Beine - ich nehme sie wahr, ich beobachte sie, ich bin mir der Beine bewusst. Ich bin nicht die Beine – ich bin der Beobachter. Und dann stelle dir die Frage: „Wer bin ich, der/die ich die Beine beobachte? Von wo aus beobachte ich die Beine? Wo bin ich? Wer bin ich?“

Gehe weiter zu den Armen: Spüre die Fingerspitzen, die Finger, Handflächen, Handrücken und Handgelenke. Spüre die Unterarme, Ellbogen, Oberarme. Spüre die Arme als Ganzes gleichzeitig, von den Fingerspitzen bis zu den Schultern. Werde dir bewusst:

Das sind die Arme. Ich nehme die Arme wahr. Ich bin nicht die Arme - ich nehme sie wahr, ich beobachte sie, ich bin mir der Arme bewusst. Ich bin nicht die Arme - ich bin der Beobachter. Jetzt stelle dir die Frage: „Wer bin ich, der/die ich die Arme beobachte? Von wo aus beobachte ich die Arme? Wo bin ich? Wer bin ich?“

Jetzt spüre die Rückseite deines Körpers: Gesäß, unterer Rücken, mittlerer Rücken, oberer Rücken, Schultern und Nacken. Spüre die gesamte Rückseite als Ganzes gleichzeitig, vom Gesäß bis zum Hinterkopf. Es spielt keine Rolle, ob sich die Rückseite gerade angenehm anfühlt oder nicht – beobachte einfach, spüre, nimm wahr.

Werde dir bewusst: Das ist die Rückseite des Körpers. Ich nehme die Rückseite des Körpers wahr. Ich bin nicht die Rückseite des Körpers – ich nehme sie wahr, ich beobachte sie, ich bin mir der Rückseite des Körpers bewusst.

Ich bin nicht die Rückseite des Körpers – ich bin der Beobachter. Dann frage dich wiederum: „Wer bin ich, der/die ich die Rückseite des Körpers beobachte? Von wo aus nehme ich sie wahr? Wo bin ich? Wer bin ich?“

Jetzt spüre die Vorderseite des Rumpfes: Beckenboden, Geschlechtsorgane, unterer Bauch, mittlerer Bauch, oberer Bauch. Spüre die Brust von unten bis oben, von links bis rechts. Spüre Schultern und Kehle. Spüre die gesamte Vorderseite deines Rumpfes als Ganzes gleichzeitig, vom Beckenboden über den Bauch bis zur Kehle.

Werde dir bewusst: Das ist der Rumpf, die Vorderseite des Körpers. Ich nehme die Vorderseite des Körpers wahr, mit ihren Empfindungen und Gefühlen. Ich bin nicht die Vorderseite des Körpers mit ihren Empfindungen und Gefühlen – ich nehme sie wahr, ich beobachte sie, ich bin mir ihrer bewusst. Ich bin nicht die Vorderseite des Körpers – ich bin der Beobachter.

Dann stelle dir die Frage: „Wer bin ich, der/die ich die Vorderseite des Körpers mit ihren Empfindungen und ihren Gefühlen beobachte? Von wo aus nehme ich sie wahr? Wo bin „ich“? Wer bin „ich“, der ich all das wahrnehme?“

Jetzt spüre dein Gesicht und den Kopf: Spüre Kinn, Lippen, Nase, Augen, Stirn. Spüre Wangen, Ohren, Hinterkopf und Scheitel. Spüre den Kopf als Ganzes gleichzeitig, vom Kinn bis zum Scheitel. Werde dir bewusst: Da ist der Kopf; so fühlt sich der Kopf an. Vielleicht hörst du etwas, denkst etwas – sei dir gleichzeitig bewusst:

Da ist der Kopf mit seinen Wahrnehmungen und Empfindungen. Ich bin nicht der Kopf - ich beobachte ihn nur. Ich spüre ihn, ich beobachte ihn, ich bin mir des Kopfes bewusst. Jetzt stelle dir die Frage: „Wer bin ich, der/die ich den Kopf beobachte mit seinen Wahrnehmungen und Empfindungen? Von wo aus beobachte ich den Kopf?“

Du kannst auch spielerisch überlegen, ob du den Kopf von oben, hinten oder von der Seite, von der Mitte aus beobachten kannst. „Wer bin ich, der ich den Kopf wahrnehme? Von wo aus nimmt dieses „Ich“ den Kopf war? Wo bin „ich“, wer bin „ich“, der ich beobachte?“

Spüre jetzt den Körper als Ganzes gleichzeitig: Von unten bis oben, von links nach rechts, von vorne bis hinten. Sei dir bewusst: Dies ist der Körper mit seinen Empfindungen und Wahrnehmungen.

Überlege spielerisch, ob du den Körper von oben aus betrachten und spüren kannst. Oder vom Herzen aus. Oder von vorne oder von hinten, von links oder rechts.

Und du wirst feststellen und dir sehr bewusst werden: Ich bin nicht der Körper. Ich beobachte den Körper, ich bin mir des Körpers bewusst. Und „ich“ bin nicht „irgendwo“, von wo aus ich ihn wahrnehme. Ich kann ihn von überall her wahrnehmen. – Ich als Bewusstsein bin nicht räumlich begrenzt.

5) Sei dir bewusst: Der Körper atmet. Luft strömt ein, Luft strömt aus. Über den Atem steht der Körper in Verbindung mit der ganzen Atmosphäre. Jedes Sauerstoff- und jedes Kohlendioxid-Molekül ist schon in vielen anderen Körpern gewesen. So stehst du über den Atem mit allem Leben in Verbindung.

6) Während du weiter bewusst den Atem, sein Kommen und Gehen, beobachtest, kannst du dir jetzt auch bewusst werden: Es gibt Worte, innere Bilder und Empfindungen. Du hast Empfindungen. Du formulierst Worte und siehst innere Bilder oder schaffst innere Bilder.

Bilder kommen und gehen, auch ohne dass du etwas tust. Worte kommen und gehen, auch ohne dass du etwas tust. Empfindungen kommen und gehen, auch ohne dass du etwas tust. Du beobachtest einfach und nimmst wahr.

Du bist nicht Worte, du bist nicht Bilder. Du bist nicht Empfindungen. Du bist nichts Wahrnehmbares.

Wenn du merkst, dass du dich zwischendurch mit den Wortgedanken oder Bildern identifizierst, dann lasse sie mit einem Lächeln los, kehre zum reinen Beobachten und Wahrnehmen zurück und sei dir bewusst: Wortgedanken kommen und gehen. Bildgedanken kommen und gehen. Empfindungen kommen und gehen. Ich bin der Beobachter.

7) Du wirst jetzt gleich in die Stille gehen. Wann immer dabei Empfindungen/Wahrnehmungen kommen, gehe die folgenden 3 Schritte:

1. Mache dir die Empfindung bewusst.
2. Mache dir bewusst: Dies ist die Empfindung. Ich beobachte diese Empfindung, diese Wahrnehmung.
3. Mache dir bewusst: Ich bin das Bewusstsein, unbegrenztes Bewusstsein, welches diese Empfindung und all das wahrnimmt.

„Ich“ als Bewusstsein bin weder örtlich begrenzt - denn wenn Bewusstsein örtlich begrenzt wäre, könnte ich es beobachten und dann wäre „Ich“ es nicht, weil ich es wahrnehmen kann. Noch bin „Ich“ als Bewusstsein zeitlich begrenzt, denn was einen Anfang und ein Ende hat, könnte ich beobachten und alles, was ich beobachten kann, kann nicht „Ich“ sein.

In diesem 3. Schritt verweile länger, bis du merkst, dass eine neue Wahrnehmung kommt, dann gehe wieder diese drei obigen Schritte.

8) Dehne dich räumlich und zeitlich aus und spüre die Freude, die dabei kommt. Spüre auch die Verbundenheit und damit die Liebe. Spüre die Unendlichkeit und Freude des bewussten reinen Seins.

Meditiere so etwa 5 Minuten (oder länger) in der Stille.

9) Bleibe noch einen Moment lang ruhig sitzen und werde dir noch einmal des Atems besonders bewusst. Der Atem steht als Symbol, als Analogie für die Erfahrung von Unendlichkeit und Weite, so wie die Luft in der Atmosphäre unendlich und weit ist. So wie die Luft einströmt und ausströmt, so kannst du auch mit deinem Bewusstsein in deinen Körper hineingehen und dein Bewusstsein ausdehnen, um dich zu verbinden mit allem.

Beides ist im Alltag und für die Spiritualität wichtig:

Tief in dir ist das höchste Bewusstsein, du bist dieses höchste Bewusstsein. Dieses ist verbunden mit allen Wesen überall. Dieses individuelle Bewusstsein ist verbunden und eins mit dem unendlichen Bewusstsein.

Und im Alltag ist sich dieses Bewusstsein besonders dieses einen individuellen Körpers, dieser Psyche, dieser Persönlichkeit bewusst. Der Körper und die Psyche leben in dieser Welt und wirken in dieser Welt. Du als Bewusstsein kannst sie beobachten und bewusst gestalten.

Vertiefe deinen Atem und beende die Meditationssitzung mit abschließenden Mantras.

Om Om Om

Asato ma sad gamaya
tamaso ma jyotir gamaya
mrityor maamritam gamaya

Führe mich vom irrtümlichen Verständnis zur Erkenntnis der Wahrheit.
Führe mich von der Dunkelheit leidschaffender Anhaftungen
zum reinen Licht freudevoller Unbedingtheit.
Führe mich von der Identifikation mit dem Vergänglichen
zur Verwirklichung des Ewigen.

Om Shantih Shantih Shantih
Om Frieden Frieden Frieden

Kurze Anleitung

ca. 7-10 Minuten Übungspraxis oder kürzer

Sitze ruhig und gerade. Wirbelsäule aufgerichtet. Schultern entspannt, Kiefergelenke entspannt, Augen entspannt. Atme ein paar Mal tief in den Bauch ein und aus. Sei dir dabei bewusst: In dieser Meditation geht es um eine der wichtigsten Fragen überhaupt: Wer bin „ich“?

Gehe kurz mit deiner Achtsamkeit durch den Körper hindurch:

  • Spüre die Zehen, Fußsohlen, Fußgelenke, Unterschenkel, Oberschenkel.
  • Spüre Hüften, Gesäß, unteren Rücken, mittleren Rücken, oberen Rücken, Nacken, Hinterkopf.
  • Spüre die Finger, die Handflächen, Handrücken, Unterarme, Ellenbogen, Oberarme.
  • Spüre Beckenboden, Geschlechtsorgane, Bauch, Brust, Schultern, Kehle.
  • Spüre Kinn, Lippen, Nase, Wangen, Augen, Stirn, Schläfen, Ohren, Hinterkopf, Scheitel.
  • Spüre den gesamten Körper als Ganzes gleichzeitig: von unten bis oben, von vorn bis hinten, von links bis rechts.

Sei dir bewusst: Dies ist der Körper. Da sind Wahrnehmungen und Empfindungen. - Ich beobachte den Körper. Ich nehme den Körper wahr. Ich spüre den Körper. Ich bin mir des Körpers bewusst. Ich bin nicht der Körper - ich bin der Beobachter, das Bewusstsein hinter dem Körper.

Frage dich, wer bin ich, der ich diesen Körper beobachte?
Und wo bin ich – von wo aus beobachte ich diesen Körper?

In besonderem Maße beobachte auch den Atem. Er strömt ein und aus. Und mit dem Ein und Aus des Atems verändern sich auch Empfindungen, Gefühle:

  • Innere Bilder mögen kommen und gehen zusammen mit dem Atem
  • Wortgedanken mögen kommen und gehen.

Sei dir des Kommens und Gehens des Atems bewusst, des Kommens und Gehens von Empfindungen, von Worten und Bildern. Sei dir bewusst: Ich beobachte dieses Kommen und Gehen. Ich bin nicht dieses Kommen und Gehen, ich bin der Beobachter, ich bin das Bewusstsein, ich bin die wahrnehmende Wirklichkeit dahinter.

Stelle dir die Frage: „Wer bin „ich“, der ich all dieses Kommen und Gehen beobachte? Wer oder was ist dieses „Ich“, das all das beobachtet und wahrnimmt? Und werde dir bewusst:

Alles was ich beobachten, wahrnehmen kann, kann nicht „Ich“ sein – denn wenn „Ich“ es beobachten kann, muss es etwas „anderes“ sein als „Ich“ – denn alles, was ich beobachten kann, ist ein Objekt außerhalb von mir.

Ich als Bewusstsein bin unbegrenzt, unendlich und ewig. Wäre ich begrenzt, dann könnte ich das Begrenzte wahrnehmen, dann wäre es schon wieder nicht mehr „Ich“.

Spüre Unendlichkeit, Ewigkeit, reines Bewusstsein, reines Sein und reine Freude.

Meditiere so in der Stille etwa 5 Minuten (oder länger oder kürzer).

Om Shantih

Vedanta – die Philosophie der Einheit

Vedanta ist die Philosophie des Absoluten, der Nicht-Dualität. Vedanta heißt wörtlich „das Ende des Wissens“ – das, worüber hinaus es nichts mehr zu wissen gibt, was alles umfasst und in sich enthält, wenn man es einmal verstanden und erfahren hat.

Um zu diesem Verständnis zu gelangen, gibt es im Vedanta verschiedene Techniken. Die Vichara-Meditation, die du in dieser Kurseinheit geübt hast, gehört dazu.

Vedanta stellt existentielle Fragen höherer Natur, wie zum Beispiel:

  • Wer bin ich?
  • Woher komme ich?
  • Wohin gehe ich?
  • Gibt es eine höhere Wirklichkeit?
  • Wenn es sie gibt, ist sie erfahrbar?
  • Was ist die Welt?
  • Gibt es Gott?
  • Wenn es Gott gibt - was ist Gott?
  • Wenn es Gott gibt - wie kann ich ihn/sie/es erfahren?

Das sind ewige Fragen der Menschheit, die sich jeder Mensch bewusst oder unbewusst immer wieder stellt. Häufig stellen wir uns diese Fragen nur in Situationen, in denen etwas schief geht im Leben, zum Beispiel, wenn wir plötzlich krank werden, wenn eine Beziehung in die Brüche geht oder wenn uns ein Mensch durch den Tod genommen wird.

Oder wenn wir erfahren, dass einer unserer Freunde oder Bekannten oder Verwandten schwer erkrankt ist oder bei einem Unfall fast ums Leben gekommen wäre. Kurz, in Ausnahme- und Krisensituationen, die uns aus dem gewohnten Alltag herausreißen.

Tief im Inneren bestimmen diese Fragen das Menschsein an sich. In der heutigen Meditationstechnik bist du diesen Fragen nachgegangen, und dabei zu gewissen Einsichten gelangt.

Wer bin ich? – Du kommst zu der Erkenntnis: Du bist nicht der physische Körper, denn du kannst den Körper beobachten. Vielleicht hast du in der Meditation sogar schon die Erfahrung gemacht, dass du mit deinem Bewusstsein den physischen Körper verlässt. Dass du tatsächlich den Körper von oben wahrnehmen kannst. Dass das Körperbewusstsein vielleicht sogar für eine Weile ganz verschwindet.

Von wo aus beobachtest du den Körper? - Du kannst den Körper von oben beobachten, von vorne und von hinten, von links und von rechts, von innen und außen, von überall. Du erkennst: Bewusstsein ist ohne Grenzen. Du kannst dein Bewusstsein in verschiedenste Richtungen lenken.

So kannst du zum Beispiel bewusst jemand zuhören oder bewusst das hier lesen. Du könntest aber dein Bewusstsein auch in die linke Schulter geben oder zu deinem letzten Urlaub oder zu deinem Partner/Partnerin, usw. Bewusstsein ist überall und deshalb immer genau dort, wo du es hinlenkst.

Bewusstsein ist unendlich, denn wenn es begrenzt wäre, könntest du seine Grenzen wahrnehmen. Wenn du die Grenzen nicht wahrnehmen kannst, muss dein Bewusstsein logischerweise unendlich sein. Das ist eine tiefgehende Wahrheit, über die nachzudenken sich lohnt.

Und nicht nur dein Bewusstsein ist unbegrenzt. Auch andere Lebewesen haben Bewusstsein – in abgestuften Graden, aber Bewusstsein ist da, in allen Lebensformen. Es gibt nicht wirklich verschiedene „Bewusstseine“ - es gibt nur ein einziges Bewusstsein. Es tritt natürlich durch die einzelnen Lebensformen und Veranlagungen individuell gefärbt zu Tage und die Bewusstseinsinhalte sind natürlich unterschiedlich, aber Bewusstsein an sich ist eins, unteilbar und unbegrenzt.

Somit ist jedes individuelle Bewusstsein eine Manifestation des kosmischen Bewusstseins. Auf der Ebene des reinen Bewusstseins, ohne konkreten Inhalt, bist du verbunden mit allen, bist du eins mit allem. Das, was du wirklich im tiefsten Inneren bist – das was wahrnimmt und nicht selbst (von „jemandem“ oder von „etwas“) wahrgenommen werden kann, ist dasselbe, wie das, was jeder andere ist.

Intellektuell kannst du die Frage „Wer bin ich“ nach dieser Analyse beantworten: „Ich bin Bewusstsein“. Intellektuelle Erkenntnis allein genügt aber nicht. Es gilt, diese Erkenntnis in lebendiger Erfahrung zu assimilieren. In der Meditation kannst du erfahren: Da ist der Körper. Da ist die Psyche. Da sind Worte, Gedanken und Bilder.

Aber „ich“ bin unendlich, ewig, zeitlich und räumlich unbegrenzt. Auch die Persönlichkeit, von der wir hier im Westen so fasziniert sind, kannst du beobachten – du „bist“ sie nicht wirklich. Wenn Menschen im Westen überlegen, wer oder was bin ich wirklich, meinen sie in der Regel ihre Talente, Fähigkeiten, Veranlagung, Persönlichkeit.

Wir sind verliebt und fast besessen davon, immer genauer herauszufinden, was unsere relative Natur ist und immer mehr unserer individuellen Veranlagung zu folgen. – Im Yoga gehört natürlich auch das dazu: sich um den Körper kümmern, den Körper gesund halten, Talente, Fähigkeiten entfalten, die Persönlichkeit zu entfalten, sich selbst besser kennenzulernen, den Lebensstil zu finden, der der eigenen Natur am besten entspricht, geschickt mit all diesen Fähigkeiten und Instrumenten umzugehen, sie zu pflegen und zu entwickeln, usw.

Das ist Teil des Hatha, Raja und Karma Yoga. Auch im Ayurveda-Gesundheitssystem spielt das eine große Rolle. So gut und wichtig das alles ist für ein glückliches, erfülltes Leben - auf einer höheren Ebene gilt es, darüber hinauszuwachsen, denn auch all das ist letztlich vergänglich und gibt unserem Leben keine tiefere Bedeutung.

Du kannst die Persönlichkeit beobachten, die Gefühle, die Emotionen. Du kannst deine Aufmerksamkeit mehr auf den einen oder anderen Aspekt deiner Persönlichkeit richten. Du kannst dich mehr mit dem einen oder anderen Aspekt identifizieren, dein Bewusstsein auf das eine oder andere lenken, denn in Wahrheit bist du nicht diese Persönlichkeit.

Du kannst das Auftreten und das Gehen von Worten, Bildern, Gefühlen und Emotionen beobachten. Daher ist ein geflügeltes Wort aus den Upanishaden: Tat Twam Asi – Das bist Du. Was heißt: Du bist nicht das Beschränkte, sondern das Ewige, reines Bewusstsein, reine Freude. Wenn du ganz bei dir bist, berührst du diesen innersten Kern, der in allem gleich ist.

Diese Erfahrung zu ermöglichen, dein tiefstes inneres Wesen zu berühren, ist Ziel der Meditation und daraus resultieren auch viele Wirkungen der Meditation auf dein Lebensgefühl. Erfährst du dich selbst in dir, ist Freude da. Erfährst du dich selbst in einem anderen, ist Liebe da. Erfährst du dich selbst als verbunden mit allem, ist unendliche Liebe da.

Daher ist deine wahre Natur

  • Sat – unendliches Sein
  • Chid – Wissen / Bewusstheit
  • Ananda – Freude, Glückseligkeit

Satchidananda ist deine wahre Natur. Diese kannst du erfahren, nach dieser strebst du - bewusst oder unbewusst. Und Meditation ist der Weg und das Mittel zu dieser Erfahrung.

Was hat das alles mit meinem Alltag zu tun?

Das erscheint erst einmal recht abstrakt und du magst dich fragen: Und was hat das mit meinem Alltag zu tun? – Es ist nicht wirklich abstrakt. Denn bewusst oder unbewusst ist tief in dir die Sehnsucht nach einem Sinn, nach Verbundenheit, nach ewigem Glück, nach der wirklichen Essenz des Lebens.

Normalerweise verdrängen wir diese Sehnsucht im Alltag und übertönen sie. Aber sie ist das einzig wirklich Erstrebenswerte. Deshalb ist das alles von einer direkten, unmittelbaren Relevanz für dich, für dein Leben.

Tief im Inneren wollen alle Menschen glücklich sein. Nur - wie ist Glück erfahrbar? - Nicht durch das Akkumulieren von Dingen. Nicht durch Erfüllung äußerer Wünsche. All das ist nur vorübergehend. Glück ist noch nicht einmal dauerhaft erfahrbar in einer noch so engen Beziehung mit einem anderen Menschen. Zwar denkt man das oft und erwartet es, aber auch das ist eine der Illusionen. Selbst das Zusammensein mit einem noch so geliebten Menschen schenkt uns nicht dauerhaft und beständig Glück.

Du willst ewiges unendliches Glück erfahren. Das ist zu haben, wenn du tief in dich hinein gehst. Das ist zu haben, wenn du dich erfährst als Bewusstsein in allem. Du strebst danach. Menschen streben nach Ewigkeit.

Manche Menschen wollen das erreichen durch physische Gesundheit und hoffen, sie werden ewig leben. Wenn du ein bisschen nachdenkst, weißt du, das ist nicht möglich. Der Körper verändert sich, unterliegt Veränderung und schließlich Verfall und Tod.

Andere wollen das erreichen, indem sie der Welt ein Vermächtnis hinterlassen. Aber die Absicht dahinter ist nicht wirklich, ein bestimmtes Werk etc. zu hinterlassen, sondern die tiefere Absicht ist, dauerhaft präsent sein, den physischen Tod auf diese Weise zu überleben. Weil der Mensch tief im Inneren weiß: Ich bin in Wirklichkeit dauerhaft und ewig.

In diesem Sinne sind Jnana Yoga und die Vedanta-Philosophie also nicht so abstrakt, wie es zunächst klingt.

Wenn du weißt, dass die Antwort auf diese ewigen Fragen und die Erfüllung deiner tiefsten Sehnsucht in der Meditation erfahrbar ist, wirkt sich das auch auf dein Lebensgefühl aus und hilft dir, unter diesem übergeordneten Gesichtspunkt den Alltag gelassener anzugehen.

Die Welt ist Maya, Täuschung, Illusion

Jnana Yoga sagt, die Welt ist nicht so, wie wir sie wahrnehmen.

Du nimmst die Welt wahr über die fünf Sinne. Du nimmst sie über Worte, Bilder und Gefühle wahr und machst dir Konzepte von der Welt. Genauso wie du dir ein Bild von dir selbst machst und von anderen Menschen und Lebewesen. Diese Wahrnehmungen und die Schlussfolgerungen daraus sind gefärbt durch den persönlichen Filter und daher sehr subjektiv.

Dieselbe Situation kann auf den einen Menschen positiv oder neutral wirken, auf einen anderen bedrohlich oder beängstigend – je nach seiner individuellen Prägung. Und dieselbe Situation kann auf denselben Menschen zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich wirken – je nach seiner momentanen körperlichen und Gemütsverfassung.

Wenn du erkältet oder übermüdet bist, sieht die Welt grau aus. Ausgeschlafen und ausgeruht bist du unternehmungslustig und interessiert. Wenn du ein ernsthaftes Problem oder Leiden hast, nimmst du die Dinge um dich herum anders wahr als wenn du gerade frisch verliebt bist.

Unsere Weltsicht ist also relativ und subjektiv, daher nicht „der Wirklichkeit entsprechend“. Im Grunde lebt jeder Mensch in seiner eigenen Welt und agiert und reagiert aus seiner subjektiven Weltsicht heraus – die nicht unbedingt der Realität entsprechen muss. Das ist mit ein Grund für Konflikte und Missverständnisse unter Menschen.

So ist es hilfreich, immer wieder aus der persönlichen Identifikation herauszutreten und zu überlegen: Wie könnte man dieselbe Situation vielleicht auch anders wahrnehmen oder deuten? Wie könnte der Mensch, mit dem ich es gerade zu tun habe, es vielleicht sehen und meinen?

Brahman, das Absolute

In und jenseits all dieser relativen Wahrnehmungen ist eine einzige Wirklichkeit – im Jnana Yoga Brahman, das Absolute genannt.

Die physische Welt ist nichts anderes als  eine Manifestation dieses Absoluten, eine Manifestation des Bewusstseins in unterschiedlicher Schwingung und Verdichtung. Denn wenn es absolut ist, muss es logischerweise überall sein und kann nicht ein getrennt über der Welt schwebendes unerreichbares Göttliches sein. Diese höhere Wirklichkeit hinter allem, die letztlich alles zusammen hält, durchdringt, erfüllt und gleichzeitig transzendiert, ist als Essenz in allem präsent und erfahrbar.

Du kannst eine persönliche Beziehung zu Gott aufbauen, oder du kannst dir mit Hilfe dieser Jnana Yoga Philosophie bewusst machen: Das Unendliche und Ewige manifestiert sich in mir als Atman (das höchste Selbst), als reines Bewusstsein.

Es manifestiert sich als dieser Körper-Geist-Komplex, um Erfahrungen zu machen. Es tritt mir entgegen als der Ausschnitt der Welt, den ich erlebe. Und es manifestiert sich in und durch die ganze physische Welt.

Zusammengefasst wird dies in der kurzen vedischen Aussage „Sarvam khalvidam brahma – all dies ist wahrhaftig Brahman.“ (Chandogya Upanishad 2.14.1). Das Absolute, Göttliche ist überall, im Manifesten und jenseits des Sichtbaren. Es ist tief in dir.

Woher komme ich? Wohin gehe ich? – Der Reinkarnationsgedanke

Die Jnana Yoga Theorie umfasst auch die Reinkarnationslehre.

Das Unendliche, das Ewige, manifestiert sich über eine Persönlichkeit. Diese Persönlichkeit wandert durch verschiedene Inkarnationen, macht dabei die verschiedensten Erfahrungen, entwickelt sich, und am Ende eines langen Zyklus geht sie endgültig wieder in ihrem wahren Sein auf – dann, wenn sich das Bewusstsein von dieser Persönlichkeit, die sich im Lauf der Evolution immer weiter und weiter entwickelt hat, lösen kann. Dann erfährst du dich selbst als unendlich und ewig.

Für unser Leben ist dieser Ansatz ein großer Trost. Er kann uns die Angst vor dem Tod – letztlich die Urangst des Menschen und alles Lebendigen – nehmen im Wissen: Es gab mich schon vor der Geburt und es wird mich auch nach dem physischen Tod weiter geben.

Und auf einer noch praktischeren Ebene: Wenn wir etwas nicht richtig gemacht haben, ist es nie zu spät, es zu korrigieren und aufzuarbeiten. Wir bekommen immer eine weitere Chance – in diesem oder im nächsten Leben. Wir sind hier um zu wachsen. Wir haben Aufgaben, wir lernen und wachsen – in diesem oder in weiteren Leben.

Aber auch wenn du die Reinkarnationstheorie nicht in Betracht ziehen willst, kann dir der Jnana Yoga Ansatz in mehrerer Hinsicht für deine Sicht des Lebens helfen.

Empirische Erfahrung und Beobachtung

Alles in der Natur, um uns herum und in uns, ist in einem ständigen Wandel – Werden und Vergehen – begriffen:

  • Im Herbst fallen die Blätter ab, die Bäume werden kahl. Im Frühjahr erblüht neues Leben. Aus den Samen entstehen neue Bäume. Ein ewiger Kreislauf.
  • Wasser steigt unter Sonneneinstrahlung auf und kommt als Regen im Kreislauf wieder zurück.
  • Nahrung entsteht, wird in Energie umgewandelt und in Abfallprodukte. Daraus entsteht wieder Neues.
  • Weder Energie noch Materie gehen je verloren – sie wandeln sich nur in einem kontinuierlichen Prozess um.

Was ist der Sinn des Lebens?

Jnana Yoga beantwortet diese Frage dahingehend: Sinn des Lebens ist es, zu erfahren, zu wachsen, auch etwas zu bewirken. Und darüber immer mehr zum höchsten Sinn des Lebens, zur höchsten Verwirklichung zu kommen, nämlich dich selbst wieder zu erfahren als das höchste Selbst und als das Unendliche.

Das Gesetz des Karma – Ursache, Wirkung, Lernaufgaben

Natürlich hast du im Alltag Aufgaben zu erledigen. Alle, auch die relativen Erfahrungen, haben ihren Sinn. Unendliches Bewusstsein manifestiert sich in einem Körper-Geist-Komplex, um Erfahrungen auf verschiedensten Ebenen zu machen. Du bist in dieser relativen Welt

  • um Erfahrungen zu machen
  • an den Erfahrungen zu lernen
  • und sie weiterzugeben
  • um etwas zu bewirken
  • weil du bestimmte Aufgaben hast

Manches kommt auf dich zu, weil eine Lektion, eine Lernaufgabe darin liegt. Manches kommt, weil du eine Lektion in einer früheren Zeit vielleicht nicht annehmen konntest. Manches kommt als natürliche Reaktion, weil du vielleicht falsch gehandelt hast. Anderes kommt einfach, damit du daran wachsen und dich weiter entwickeln kannst.

In diesem Sinne – Jnana Yoga in Verbindung mit Karma Yoga – gilt es, bewusst zu erfahren, bewusst zu handeln, bewusst zu gestalten – kurzum, bewusst zu leben. Dich zu fragen: Was ist meine Aufgabe in der relativen Welt? Und diese Aufgabe so gut wie möglich zu erfüllen. Deiner Verantwortung gerecht zu werden. Gutes zu bewirken.

Mit dieser übergeordneten Sichtweise des Lebens und mit dieser Einstellung bekommen dein Leben und alles, was dir im Leben begegnet, einen Sinn. Und du kannst deinen Alltag wesentlich entspannter, gelassener und heiter angehen.

Wie ist die Welt entstanden? Woraus besteht die Welt?

Gemäß der Jnana Yoga Philosophie besteht die Welt aus verschiedenen Dichtigkeitsstufen, in welche sich das Absolute in einer seiner Facetten verdichtet hat: Der Kausalwelt, der feinstofflichen Astralwelt und der grobstofflichen materiellen Welt.

Es gibt im Veda, den klassischen indischen Schriften, verschiedene Schöpfungsmythen über die Entstehung des Universums und verschiedene Zeiteinteilungen der Schöpfungszyklen. Darauf hier näher einzugehen, sprengt den Rahmen dieser Einführung.

Frag wer bin ich, erkenne dein Selbst und sei frei

Löse dich von vorgefassten Ideen, Identifikation und Anhaftungen. So schaffst du Raum für eine tiefere Erfahrung: Du erfährst dich als dein (höheres oder tiefstes) Selbst, das eins ist mit der Weltenseele. Du erlebst dich als Spiegel von Brahman und dann bist du frei. „Frei“ in diesem Sinne heißt: Dein Bewusstsein ist frei und kann nach Belieben auf drei Bewusstseinsebenen fluktuieren:

1. In diesem individuellen Körper-Geist-Komplex, um relative Erfahrungen zu machen, um in der Welt etwas zu bewirken
2. Gleichzeitig verbunden in uneigennütziger Liebe und Güte mit der ganzen Schöpfung - verbunden mit der Erde, mit dem Himmel, mit dem Menschen, mit dem du gerade sprichst, mit den anderen Geschöpfen
3. Überbewusstsein jenseits aller relativen Wahrnehmungen.

Ein solcher „freier Mensch“ wird als Jivanmukta – „in diesem Körper Befreite/Befreiter“ bezeichnet. Wie kommt man dorthin? – Du ahnst es schon: Über die wichtigste aller Praktiken, die Meditation. Wenn du regelmäßig meditierst, erfährst du all das immer mehr. Auf dem Weg dorthin können dir die verschiedenen Yoga-Arten auf allen Ebenen deines Lebens helfen:

  • Hatha Yoga: Geschickt mit deinem Körper umgehen, deinen Körper gesund halten, gut für die Meditation sitzen können
  • Kundalini Yoga: Energien aktivieren, harmonisieren. Dein Potential entfalten. Höhere Chakras öffnen und darüber Zugang zu finden zu höheren Bewusstseinsebenen
  • Raja Yoga: Geschickter Umgang mit deiner Psyche im Alltag und auch in der Meditation
  • Bhakti Yoga: Hingabe an Gott, Erfahren von Gottes Gegenwart
  • Karma Yoga: Ein sinnvolles zufriedenes Leben führen, anderen helfen und dienen
  • Dann erfährst du immer mehr auch Jnana Yoga: Verwirklichen der absoluten göttlichen Essenz in allem Sein.

Egal aus welchem Grund du meditierst – die Meditation gibt dir all das und noch viel mehr auf den verschiedensten Ebenen. Mit Meditation bekommst du eine Grundgelassenheit, selbst wenn du nur 5-7 Minuten jeden Tag meditierst und dich von all den philosophischen Überlegungen nicht weiter beeindrucken lässt. Das allein ist es wert!

Es gibt viele Studien über Meditation, aus denen beispielsweise – um nur einige herauszugreifen – hervorgeht:

  • Regelmäßige Meditation ist gut gegen viele körperliche und psychische Beschwerden.
  • Du kannst mit Meditation über Schmerzzustände hinauswachen.
  • Du kannst mit Stress besser umgehen.
  • Du kannst Depressionen vorbeugen.
  • Du kannst Burnout vorbeugen oder darüber hinauswachsen, indem du regelmäßig meditierst.
  • Meditation macht dein Leben gelassener.
  • Du hast mehr Energie.
  • Du hast mehr Selbstbewusstsein.
  • Du hast mehr Kraft dein Leben zu gestalten.
  • Und du kannst dich und dein Leben bewusster erfahren.

Einige dieser positiven Wirkungen hast du hoffentlich im Laufe dieses Kurses selbst schon erfahren. Und noch viele geradezu überwältigende Erfahrungen, die du früher nie für möglich gehalten hättest, warten auf dich!

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