Meditation lernen in Tiefe und Weite

Meditation ist ein Weg zu mehr innerer Ruhe und zu mehr geistiger Klarheit. Mit wirkungsvollen Werkzeugen wie Atem, Entspannungstechniken und Achtsamkeitslenkung kannst du lernen Stress und Getriebenheit weit hinter dir zu lassen. Du beginnst mit 5 bis 10 Minuten täglicher Meditation, die positiven Wirkungen werden sich direkt entfalten. Steigere dich in deinem Lebensrhythmus und Möglichkeiten. 

Jeder Mensch ist einzigartig. Du wirst viele neue faszinierende Erfahrungen und Erkenntnisse über deinen Körper und Geist kennenlernen. Finde als Meditation Anfänger deinen eigenen Zugang und Weg in die Meditation mit diesem tiefgründigem und weitspannenden Leitfaden. Sammele deine ersten Erfahrungen mit dieser Schnellanleitung.

Gehörst du zu den Erfahrenen oder Fortgeschrittenen Meditation Übenden? Hol dir unsere Tipps und Anregungen zur Vertiefung deiner Meditationspraxis.

Die Bedeutung der Meditation ist für viele Menschen nicht mehr wegzudenken. Das zeigt unsere Erfahrung. Yoga Vidya ist der führende Anbieter von Meditationskursen, -seminaren, Meditation Ausbildungen und Meditationsvideos im deutschsprachigen Raum. Wir haben unser umfassendes Wissen über Meditation für dich auf diesen Seiten zusammengetragen.

Über Meditation

Nimm die Gedankenströme wahr, sie sind wie die Wellen des Ozeans. Mal sanfter, mal stärker, mal orkanartiges überschlagen. Diese Wahrnehmung der Details fesselt dich. Einmal ist dein Geist frei von Gedankenwellen ganz ruhig, du wirst dir der Tiefe des Ozeans, deines Seins bewusst und erfährst unendliche Weite mitten in der Meditation.

Meditation tiefe Entspannung wirkt nachhaltig

Wie funktioniert Meditation? Was passiert zu Beginn? Dein Geist entleert sich von vergangenen Eindrücken und wieder aufkeimender Vergangenheit. Du kannst, besonders zu Beginn der Meditation, in das Staunen kommen über die Vielfältigkeit deiner Gedanken. Über die auftauchenden Gefühle, Bilder und Worteindrücke. Die gute Nachricht: Dein Geist entspannt sich dabei tief und nachhhaltig von Stress. Du entlädst dich auf eine ganz friedvolle Weise. Gleichzeitig schließt du dich in der Meditation an eine stets vorhandene Kraft an.

In der Übung entspanne mit hilfreichen Werkzeugen Körper und Geist und verlasse sie erfrischt voller positiver Kraft und Energie, wie beim Tiefschlaf - jedoch vollkommen bewusst. Meditation wird deine Auf- und Entladestation. Dein System kann dieses Programm von bewussten Loslassen und Auftanken aufrufen in den Momenten wo du es brauchst. In stressigen Augenblicken oder für einen tiefen, festen Schlaf. Mitten im Alltagsgeschehen verstehe diese Technik anzuwenden.

Glücklichsein kommt von innen.
Swami Sivananda

Die tiefe Entspannung der Meditation wirkt auf den Geist, den Körper und die Psyche. Selbstliebe vertieft sich. Das soziale Wirken verbessert sich. Du begegnest Anderen offenherziger. Die Innenschau der Meditation führt dich zu deinem Wesenskern. Du bist voller Liebe, voller Licht, voller Freude. Du bist verbunden mit allem. Du kannst mit Meditation die vielen negativen Eindrücke deines Geistes, wie getrennt zu sein zum Rest der Welt, schrittweise auflösen und dich als das erfahren, was du bist.

Verbessere mit Meditation deine Lebensqualität durch die Erhöhung deiner Konzentrationsfähigkeit und Kreativität. Kennst du Ängste? Angst ist eine Stressreaktion, die du mit bewusster Entspannung begegnen kannst. Stärke automatisch Mut und Selbstvertrauen in dir. Magst du bei Kopfschmerzen nicht gleich zur Tablette greifen? Meditation wirkt vorbeugend und unterstützt durch Selbstheilung die Linderung vieler Beschwerdebilder.

Die Wirkungen entfalten sich Schritt für Schritt mehr. Wenn du regelmäßig täglich übst, wirst du feststellen, wie der Geist sich sortiert und du dich länger auf deine Meditationstechnik konzentrieren kannst. Meditation wirkt immer. In empirischen Studien hat man festgestellt, dass positive Veränderungen durch Meditation messbar sind – auf körperlicher, psychischer und mentaler Ebene – unabhängig von dem subjektiven Gefühl der Ruhe oder Unruhe in der Meditation.

Meditation wirkt auf allen Ebenen des Seins

Hole dir hier mehr Informationen über die wunderbaren und vielfältigen Wirkungen der Meditation auf Körper, Geist und Psyche. Über die soziologischen Auswirkungen von regelmäßiger Meditation und vieles mehr.

In 4 Punkten erklärt: Was ist Meditation

Eine Übung

  • Meditation als Übung wird in mehreren Schritten ausgeführt.

Meditation als Übung kannst du lernen. Zu den Schritten gehören für Anfänger das Einnehmen der Sitzhaltung, tiefe und bewusste Atmung, Rückzug der Sinne in das Innere, Konzentrationstechnik auch Meditationstechnik genannt, das bewusste Beenden der Übung. Bei Erfahrenen kann die Konzentrationstechnik übergehen in den Seinszustand der Meditation. Bei Fortgeschrittenen kann der meditative Seinszustand in den überbewussten Zustand, Samadhi gleiten. Übung macht den Meister.

Ein Seinszustand

  • Ein Bewusstseinsstrom fließt ganz von selbst beständig zum einem Konzentrationsobjekt hin.

Den Zustand der Meditation kannst du nicht erzeugen, sondern gleich dem Einschlafen, schaffst du gute Voraussetzungen um hinein zufallen. Im meditativen Zustand wird keine aktive Konzentration benötigt bei geistig hoher Wachheit. Bleibt dieser Zustand längere Zeit ununterbrochen erhalten, löst sich das  Konzentrationsobjekt auf. Man tritt in den überbewussten Seinszustand ein, Samadhi genannt. Wie eine Art Tiefschlafzustand (frei von jedwedem Gedanken) bei geistiger Wachheit. Ein Zustand der mit Bildern, Worten und Gefühlen nicht zu fassen ist, weil er jenseits all dieser Beschreibungshilfen liegt. Vollkommener Frieden. Dies ist ein innerer Geisteszustand der auch mit geöffneten Augen erfahren werden kann. Dies ist das höchste Ziel der Meditation. Es ist die Verwirklichung deines wahren Seins.

Eine Definition über die Wortbedeutung

  • „meditatio“ (lat.): nachsinnen, in Gedanken vertieft sein
  • „medias“ / „medium“ (lat.): Mitte, Mittelpunkt

Durch Nachsinnen, die Vertiefung in einen einzigen Gedanken dringen wir zur Mitte, unserem tieferen Kern vor. In der Meditation offenbart sich die Essenz von allem. Verbunden mit der Entfaltung von Harmonie. Erfahrbar in unendlicher Tiefe und Weite.

Wissenschaftlich betrachtet:

In dem meditativen Zustand treten im Gehirn vermehrt "Alpha-Wellen" in Kraft. Diese kennzeichnen einen Wachzustand geprägt von Stressfreiheit, Entspannung, Ruhe und hoher Kreativität. In tiefer Meditation treten vermehrt "Theta-Wellen" auf. Hier erreichst du die Schichten der unbewussten psychischen Prozesse. In noch tieferer Meditation treten zum einem gewissen Anteil auch "Delta-Wellen" auf, welche unter anderem Kennzeichen des Tiefschlafes sind. Hier werden regenerative Hormone wie Melatonin ausgeschüttet. Wenn Delta-Wellen in Kombination mit anderen Hirnwellen auftreten führt dies zu intuitiver Aufmerksamkeit. Man wird zu einer Art Radar.

Wissenschaftliche Studie: Yoga und Meditation wirken.

Informative Broschüre mit vielen Grafiken, übersichtlich aufgebaut mit den wichtigsten Ergebnissen der Studie zur Wirkung von Yoga und Meditation vom BYV, dem Berufsverband der Yoga Vidya
Lehrer/innen e.V.. Hier zum Download.

Meditation für Anfänger - Dein Weg zu tiefer innerer Ruhe

Kannst du Meditation alleine lernen?

Ja, du kannst Meditation alleine lernen. Zum Beispiel mithilfe dieses Ratgebers und mit unseren Anleitungsvideos des zehnwöchigen Meditationskurses für Anfänger. Oder auch mit diesem passenden Buch.

Wisse: Es ist eine wunderbare Erfahrung Meditation von einem Lehrer in der Gruppe zu lernen im Rahmen eines Seminars oder eines Meditationskurses. Die Meditation in der Gruppe fällt besonders zu Beginn leichter. Ihr baut gemeinsam eine kraftvolle Schwingung auf. Am Anfang ist es hilfreich sich über seine Erfahrungen und Hindernisse auszutauschen und direkt Fragen stellen zu können. Entscheide dich für deinen optimalen Weg Meditation zu lernen.

Geführte Meditation versus Stille Meditation

Geführte Meditationen eignen sich besonders gut für Anfänger. Die Anleitung macht es leichter in die Meditation einzutauchen. Auch Abendmeditationen fallen als geführte Meditationen vielen einfacher, weil die Konzentrationsfähigkeit gerade zu Beginn der Meditation nicht ganz so hoch ist. Erfahrene können auch abends gut in der Stille meditieren, das braucht aber einige Übung. Wir haben eine große Sammlung an geführten Meditationen veröffentlicht. Einen Auszug davon findest du über die Meditationstechniken und den dazu verlinkten Meditationsanleitungen, sowie in den Links unter Literatur- und Videoempfehlung.

Wenn du mit einer Technik gut vertraut bist, kannst du sie auch in der Stille praktizieren. Meditierst du direkt nach dem Aufstehen? Hier kann es sehr hilfreich sein, wenn du schweigst bis zur Meditation und dann auch in der Stille meditierst. So ist das eine Zeit ganz für dich.

5 Schritte für einen perfekten Start

steigernd von 5 auf 20 min Meditation

  • Meditationsplatz einrichten
  • bequeme, stabile Meditation-Sitzhaltung einnehmen
  • Atem beobachten, tiefe gleichmäßige Bauchatmung
  • Ansprechende wechselnde Meditationstechniken
  • zeitlich feste, regelmäßige Praxis
Schritt 1 – Der Meditationsplatz

Für die Meditation finde einen festen, möglichst ruhigen Ort in deiner Wohnung. Optimal ausgerichtet, wenn du mit dem Gesicht nach Norden oder Osten meditierst. Richte dir diesen Bereich bewusst ein, so dass du gerne Platz nimmst und er dir innere Ruhe schenkt. Vielleicht benötigst du dafür eine ganz puristische Ausgestaltung mit wenig Details? Ganz nach deinen Bedürfnissen. Zur Ausstattung können gehören Meditationskissen, Meditationsdecke, Altar mit Kerze, Räucherstäbchen, Aromalampe, spirituelle Bilder, Statuen, spirituelle Bücher, Pflanzen oder Blumen.

Schritt 2 – Die Sitzhaltung

Nimm eine bequeme und gleichzeitig stabile Sitzhaltung ein. Hierfür stehen dir verschiedene Möglichkeiten offen. Ein Stuhl, ein Meditationsbänkchen, das runde Meditationskissen oder ein Hörnchen (klicke für ein detailiertes Erläuterungsvideo) unterstützen dich deine Wohlfühlhaltung zu finden. Wenn du uns besuchen kommst, beraten dich unsere Seminarleiter, unsere spirituellen Lebensberater und unsere Mitarbeiter im Shop gerne bei deinen Fragen zur Sitzhaltung. Schau dass du aufrecht sitzt, dein Rücken gerade ist. Entspanne deine Schultern, deine Beine, dein Gesäß, dein Kinn und deine Augen bewusst. Lehne dich nach Möglichkeit nicht mit dem Rücken gegen eine Lehne oder eine Wand an. In der Meditation entsteht ein natürlicher Energiefluss in und außerhalb deines Körpers (Aura) der im Bereich der Wirbelsäule nicht gestört werden sollte. Du kannst die Hände entweder falten oder auf die Knie oder Oberschenkel legen. Sind die Hände auf Knien oder Oberschenkeln, können die Handflächen nach oben oder nach unten zeigen, Daumen und Zeigefinger berühren sich. Sukadev und Harishakti zeigen dir in diesem Video die verschiedenen Sitzhaltungen (Minute 14:50-23:30).

Schritt 3 – Die Atmung

Der Atem und der Geist hängen eng zusammen. Ist deine Atmung ruhig und gleichmäßig ist, wird dein Geist ruhig. Ist deine Atmung unregelmäßig, springen die Gedanken in deinem Geist hin und her. Der Atem nimmt daher eine Schlüsselfunktion in der Meditation ein.

Praktiziere zur Entspannung und Beruhigung einige Atemzüge die tiefe Bauchatmung: Beim Einatmen geht der Bauch hinaus und beim Ausatmen geht der Bauch hinein. Du kannst die Hände dabei auch auf den Bauch legen, damit du die Bewegungen des Bauches spürst. Versuche gleich lang ein- und auszuatmen, jeweils ca. 3 bis 4 Sekunden. Dann lasse den Atem frei fließen.

    Meditationstechniken für Anfänger

    Einige unserer Meditationstechniken, die wir lehren, eignen sich besonders gut für Anfänger. Finde sie hier zusammengestellt in einer Übersicht.

    Schritt 4 – Die Meditationstechnik

    Du kannst beim Beobachten deines Atems bleiben. Hierzu gibt es verschiedene Konzentrationspunkte wie die Naseneingänge oder den Bauch. Wenn dabei Gedanken auftauchen und diese deine Konzentration von der Atmung weglenken, hole die Achtsamkeit auf den Atem zurück. Das gelingt Stück für Stück besser. Nutze gerne als Einstieg diese einfache Technik.

    Es steht dir parallel eine Vielzahl anderer Meditationstechniken zur Verfügung. Wisse nicht alle Techniken beziehen den Atem in die Hauptkonzentrationsphase mit ein. Lasse dich gerne von einem:r erfahrenem:n Lehrer:in beraten um unter der Vielzahl von Möglichkeiten eine Filterung für dich vorzunehmen. Nutze dazu beispielsweise eines unserer Einführungs-Seminare. So findest du schneller deine maßgeschneiderte Lösung. Der Leitfaden auf dieser Seite unterstützt dich bereits eine Übersicht über die möglichen Auswahlkriterienzu finden. Wisse das alle Meditationstechniken dich in bestimmten Aspekten deiner Persönlichkeitsfindung und Bewusstseinserweiterung unterstützen. Du kannst es nur richtig machen. Denn jede Technik wird dir etwas mehr über dich und deine Fähigkeiten verraten.

    Schritt 5 – Regelmäßigkeit und Dauer

    Meditation wirkt am besten, wenn du sie täglich übst und deine Meditationszeiten langsam verlängerst. Beginne mit 5-10 Minuten pro Tag - schon diese können dir zu Entspannung, innerer Ruhe, geistiger Kraft und Gleichgewicht verhelfen. Wenn du längere Zeit geübt hast werden sich 20min Meditation einstellen. Versuche einmal pro Woche, z.B. sonntags eine längere Meditationszeit zu praktizieren.

    5 Minuten Meditation

    Bevor du dich in die Vielzahl der Meditationsanleitungen hineinvertiefst beginne direkt mit dieser 5 Minuten Meditation.

    1. Finde eine aktive, angenehme Sitzhaltung. 

    Richte deinen Rücken und deinen Brustkorb auf. Gib die Schultern entspannt nach hinten und unten; der Nacken ist lang, das Kinn geht ganz leicht nach unten und hinten. Stelle dir vor, dass dein Kopf nach oben schwebt.

    Die Hände sind gefaltet oder übereinander gelegt. Alternativ kannst du die Hände links und rechts auf die Oberschenkel ablegen. Die Handflächen zeigen nach oben oder nach unten. Daumen und Zeigefinger berühren sich leicht.

    Schließe sanft die Augen. Gehe mit der Aufmerksamkeit durch deinen Körper. Entspanne die Beine, das Gesäß, die Schultern, die Arme, die Kiefergelenke, die Augen. Lächle von innen heraus.

    2. Atme ein paar Mal tief in den Bauch ein und aus. Beim Einatmen geht dein Bauch hinaus, beim Ausatmen geht dein Bauch hinein. Atme vollständig aus und sanft ein. Beobachte wie die Energie in deinem Bauchraum sich beim Einatmen erhöht und beim Ausatmen sich ausweitet.

    3. Beobachte weiter das Ein- und Ausströmen deines Atems, die Bewegung deines Bauches dabei. Wie der Einatem deine Nasendurchgänge kühlt und der Ausatem sie erwärmt. Lausche den Geräuschen deines Atemflusses. Beobachte körperliche Empfindungen die sich dabei zeigen.

    Zwischendurch werden Gedanken in Form von Worten, Bildern oder Emotionen aufsteigen. Bleibe mit deiner Achtsamkeit beim Atem während diese Gedanken kommen und gehen. Vielleicht steigt mit dem nächsten Einatmen schon der nächste Gedanke auf. Lasse ihn mit deinem Ausatmen los. Lasse ihn ziehen. Du und dein Atem, werdet eins in der Stille - Stille.

    4. Zum Abschluss atme tief Ein und Aus. Nimm dir einen Moment Zeit die innere Ruhe wahrzunehmen. Nimm dieses Gefühl mit in deine nächsten Aktivitäten. Dein Atem ist dein ständiger Begleiter.

    Meditation am Morgen & Meditation zum Einschlafen

    Die besten Zeiten für die Meditation im Alltag sind tatsächlich der frühe Morgen und die Abenddämmerung, wenn die Atmosphäre mit besonderer friedvoller Schwingung geladen ist. Die Aktivitäten bei den meisten Menschen und in der Mehrheit der Natur zur Ruhe gekommen sind. Dann hilft diese ruhige Grundschwingung im Äußeren leichter zur inneren Ruhe zu kommen. Wenn es dir möglich ist setze beide Zeiten um. Beispielsweise morgens eine längere Meditation und abends vor dem Schlafen gehen noch eine kurze Meditation.

    Die Meditation am Abend beruhigt alle Tageseindrücke und dein Schlaf wird tiefer und fester sein. Die Meditation am Morgen hilft dir mit einem ruhigen, stabilisierten Geist in den Tag zu starten und den Alltagsproblemen gelassener zu begegnen. Dies unterstützt ebenfalls einen ausgeglichenen Geist am Abend zu haben und leichter Einschlafen zu können.

    Frühaufsteher haben Glück. Denn Brahmamuhurta, die Stunden zwischen 4 und 6 Uhr morgens gilt als ein besondere Zeit für Meditation. In diesen besonders stillen Stunden nach dem Schlaf ist der Geist klar und noch nicht bewegt von den Aktivitäten des Tages. Viele spirituelle Meister meditierten und meditieren zu dieser Zeit. Erfrischt und frei von weltlichen Sorgen erwacht der Geist vom Schlaf und die Konzentration wird mühelos kommen. Wenn es sich nicht einrichten lässt, zu dieser Zeit zu meditieren, wähle eine Zeit, in der du nicht in weltliche Aktivitäten verstrickt bist und der Geist dazu bereit ist, ruhig zu werden. Wenn du in Familie lebst, dann ist es hilfreich eine Zeit zu wählen, wo die Kinder schlafen oder außer Haus sind.

    Versuche eine feste Zeit zu finden, an der du jeden Tag üben kannst. Die Wiederholung hilft dem Geist, noch bevor du dich zur Meditation vorbereitest, sich auf die Meditation einzustellen. Dann findest du schneller in die Meditation.

    10 Tipps, um richtig gut zu schlafen

    Alles über Meditation für Anfänger in einem Video

    Für eine kurze Meditationsanleitung für Anfänger schaue dir Minute 26:30-34:05 des Videos an.

    Zielsicher die Meditation vertiefen

    für Erfahrene - Durchbrüche in der Praxis
    steigernd von 20 auf 40 min Meditation

    • feste Meditationstechnik
    • die Sinne stark zurückziehen
    • Konzentrationsfähigkeit stärken
    • reiner Lebensstil

    für Fortgeschrittene - tiefe spirituelle Erfahrungen
    40 min aufwärts meditieren

    • einpünktige Meditation Konzentration
    • Meditation im Alltag
    • ganzheitlicher Lebenswandel

    6 Tipps für Erfahrene und Fortgeschrittene

    Du möchtest tiefer in die Meditation einsteigen?

    1. Meditationsdauer weiter steigern

    Steigere die Dauer der Meditation auf täglich 20-40 Minuten. Und auch hier einmal pro Woche länger praktizieren. Besuche Meditation Retreats in denen du in der Gruppe für mehrere Tage intensiv meditierst. Diese Tage sind vergleichbar mit einem Festplattendienstprogramm. Du wirst mit großer Klarheit und tiefer innere Ruhe in den Alltag zurückkehren. Deine Intuition stärken und tiefgründige Erkenntnisse sammeln. Beginne die Meditationsdauer weiter auszudehnen auf 1-2 Stunden täglich für eine fortgeschrittene Praxis.

    Meditation Seminar- und Ausbildungsangebot

    Dich erwartet ein großes Angebot und eine breite Themenvielfalt. Für einen schnellen ersten Überblick nutze diese gute Übersicht.

    2. Haupt-Meditationstechnik finden

    Finde deine Haupt-Meditationstechnik. Auch hier gilt Regelmäßigkeit führt schneller zum Erfolg. Wenn du deine Technik gefunden hast, dann bleibe bei ihr. Dein Geist kennt die Technik und du kannst leichter und schneller in tiefe Meditation hineinfallen. Die Technik kann immer subtiler werden und ihre Wirkungen auf verschiedenen Ebenen entfalten. Wenn du ständig wechselst dann kratzt du sozusagen immer nur an der Oberfläche und erreichst womöglich nicht die tieferen Schichten. Wenn du ein sehr kreativer Mensch bist und dein Geist Abwechslung benötigt, dann findest du vielleicht 2 verschiedene Haupt-Meditationstechniken oder du hast eine Hauptechnik und meditierst je nach Gemütszustand auch ab und zu mit alternativen Meditationstechniken. Das hält bei allen Menschen den Geist wach, ab und zu mal eine andere Technik zu verwenden, wenn man einmal seine Haupttechnik gefunden hat. Wenn du zweimal am Tag meditierst, dann mindestens einmal mit der Haupt-Meditationstechnik.

    Meditationstechniken für Erfahrene

    Wir haben für dich eine große Auswahl an verschiedenen Meditationstechniken zusammengestellt mit Erläuterung der Wirkung, der Technik und der erforderlichen Fähigkeiten. Finde mit diesen Tipps deine optimale Haupt-Meditationstechnik.

    3. Pratyahara - Lerne den Rückzug der Sinne

    Versuche deine Sinne immer stärker zurückzuziehen. Am Anfang hörst du vielleicht noch das Vogelgezwitscher und lädst diese Eindrücke in deine Meditation mit ein. Dann hörst du das Vogelgezwitscher weit weg von dir und schenkst ihm keine Beachtung mehr. Wenn du fortschreitest mit deiner Erfahrung und du deine Sinne richtig zurückgezogen hast, hörst du kein Vogelgezwitscher mehr obwohl es rein theoretisch hörbar wäre. Gleiches gilt natürlich auch für andere Ablenkungen und Geräusche in deinem Umfeld.

    4. Konzentrationsfähigkeit beständig erhöhen

    Stärke deine Konzentrationsfähigkeit im Alltag. Führe die Tätigkeiten mit hoher Bewusstheit aus. Versuche die Konzentration immer etwas länger zu halten bevor du bewusste Entspannungspausen einlegst. Erhöhe auch die Konzentration in den anderen spirituellen Praktiken des Yoga wie Asanas und Pranayama. Mit fortschreitender Praxis achte darauf, dass dich die Ruhe, dieser friedvolle Geist der sich in der Meditation einstellt den ganzen Tag über begleitet. Lege eine Zwischenpraxis ein, wenn du mit der erhöhten Achtsamkeit feststellst, dass dein Geist unruhiger wird. Deine Konzentration wird in der Meditationspraxis immer einpünktiger werden. Manchmal löst sich dein Konzentrationsobjekt ganz auf und du erfährst tiefe Verbundheit mit allem, während dein wacher Geist jenseits von allem gegangen ist.

    5. Lebensstil anpassen

    Lade mehr und mehr einen reinen Lebensstil ein. Dazu gehören eine sattwige Ernährung und die Einhaltung der Yamas und Niyamas.

    Eine vegetarisch, vegane Ernährung ist Teil der sattwigen Ernährung. Verzichte auf bestimmte Lebensmittel die deinen Geist unruhig oder träge werden lassen, in der Meditation soll dein Geist ruhig und wach sein.

    Die Yamas sind Empfehlungen, Ratschläge im Umgang mit anderen Wesen.

    • Ahimsa: Nichtverletzen, Gewaltlosigkeit
    • Satya: Wahrhaftigkeit
    • Brahmacharya: Vermeidung sexuellen Fehlverhaltens, Enthaltsamkeit, Bewahren und Sublimieren der sexuellen und allgemein der nach außen gerichteten Energie
    • Aparigraha: Nicht- Annehmen von Geschenken, Unbestechlichkeit
    • Asteya: Nichtstehlen

    Die Niyamas sind Empfehlungen, Ratschläge für dein Privatleben, deine innere Einstellung zum Leben.

    • Saucha: Reinheit
    • Santosha: Zufriedenheit (und aus allem das Beste machen), auch Dankbarkeit für das was ist
    • Tapas: Askese (bewusst Dinge tun, die wir nicht mögen; Führen eines einfachen Lebens)
    • Swadhyaya: Studium spiritueller Schriften und Selbstreflexion
    • Ishwarapranidhana: Verehrung Gottes, Hingabe, überpersönliche Liebe

    Bei den meisten Menschen stellen sich diese Elemente von selbst mit ein. Die Meditation und andere Yogapraktiken helfen diese Elemente des Lebens zu entwickeln. Gleiches funktioniert auch in umgekehrter Richtung. Wenn du auf die Einhaltung dieser Empfehlungen und Ratschläge achtest wird dir die Meditation leichter fallen. Wir haben ein Gewissen und wenn wir beispielsweise ein anderes Wesen verletzen, dann beschäftigt das unseren Geist und er kann sich nicht gut entspannen in der Meditation. Es braucht Zeit bis ein reiner Lebensstil sich ganz entfaltet hat und zu einem ganzheitlichen Lebenswandel geführt hat. Habe Geduld. Werde gleichzeitig nicht träge in deiner Bemühung an dir zu arbeiten.

    6. Werde ungeduldig bei deinem Fortschreiten

    Umso länger du praktizierst, lade häufiger Ungeduld ganz bewusst ein. Lass den Geist nicht träge werden und sich in Selbstzufriedenheit über das Erreichte baden. Worum geht es letztendlich in der Meditation? Zur Erleuchtung kommen. Ewige Glückseligkeit erfahren. Deine wahre Natur zur verwirklichen. Erhöhe dafür die Achtsamkeit immer weiter um in die höheren Bewusstseinszustände zu kommen und dort zu verweilen. Lerne deine Technik zu transzendieren in der Meditation. Deine Bewusstheit weit auszudehnen und ganz tief in das Innere hineinzugehen.

    Meditation App

    Mit der Yoga App von Yoga Vidya kannst du kostenlos, unverbindlich, unkompliziert und individuell Meditation lernen und üben. Zu jeder Zeit, an jedem Ort. Die Übungspraxis wird hier gleichermaßen angeboten für Anfänger, Erfahrene und Fortgeschrittene. So kannst du mit deiner App zusammen wachsen.

    Der Meditationsbereich bietet dir unzählig viele Meditationsanleitungen. Nutze dabei die Filterfunktionen nach Themenbereiche, ebenso wie die Filterfunktion der Dauer. Erstelle deine persönliche Favoritenliste. Steige mit dem enthaltenen 10-wöchigen Meditations(anfänger)kurs direkt ein ohne Filterfunktionen. Die Praxis vertiefen kannst du unter anderen mit dem 8-wöchigen Mantra Meditationskurs. Sage Stress und Unruhe in dir „Ade“ mit dem 8-wöchigen Tiefenentspannungskurs.

    Wenn du ohne Anleitung einer Technik praktizieren möchtest, nutze die Timerfunktion um dich ganz in die Meditation sinken zu lassen ohne das nächste Meeting zu verpassen.

    Die Yogaübungen werden dich unterstützen in deiner Sitzhaltung. Das Pranayama (die Atemübungen) kannst du vorbereitend auf die Meditation lernen und üben um mit einem klaren, frischen und ausgeglichenen Geist in deine Praxis zu starten.

    So steht dir ein umfassendes digitales Übungsprogramm zur Verfügung. Finde parallel in der App dein passendes Yoga Vidya Seminar- und Stadtcenter in deiner Nähe.

    Die App im App-Store oder Google Play herunterladen: 

    Symbiose Yoga & Meditation

    In unserer Tradition des ganzheitlichen Yoga ist die Meditation die finale Praxis der anderen Yogaelemente. Sie alle bilden eine perfekte Symbiose. Andere wichtige Yogaelemente sind:

    • Asanas (Körperübungen)
    • Pranayama (Atemübungen)
    • Tiefenentspannung

    Asanas

    Asanas (Körperübungen) unterstützen den Körper in einer aufrechten Sitzposition während der Meditation zu verweilen. Gleichzeitig sind alle Asanas auch Meditationshaltungen. In ihrer Perfektion kann man in jeder Asana mehrere Stunden meditieren. Wenn man Asanas praktiziert und dies mit Formen der Achtsamkeit verbindet, dann meditiert man gleichzeitig in Bewegung und in Ruhe.

    Pranayama

    Atemübungen führen zu Atemkontrolle. Atem ist verbunden mit Prana (feinstofflicher Energie). Beide sind verbunden mit den Aktivitäten deines Geistes. Ist dein Atem ruhig, dein Pranastrom harmonisch wird dein Geist folgen. Pranayama als Vorübung erleichtert die Meditation. Als Anschlussübung stabilisiert es den ruhigeren Geisteszustand. Du kannst bei der Übung die Luft länger anhalten.

    Pranayama erhöht stark deine Lebensenergie, deine Leistungsfähigkeit. Durch Konzentration auf die feinstofflichen Energiezentren (Chakras) in deinem Körper während der Atemübungen setzt du ihre innewohnenden Fähigkeiten frei. Gleiches bewirkt die Achtsamkeit und Konzentration auf die Zentren und ihrer Beziehung untereinander in Meditation.

    Tiefenentspannung

    In der Tiefenentspannung harmonisierst du mit Achtsamkeit das System aus Körper, Energie und Geist. Die sich einstellende Ausgeglichenheit lässt dies zu einer Meditation im Liegen werden. Alternativ zum Mittagsschlaf kannst du dich bewusst tief entspannen und mit neuer Power in den Nachmittag gehen.