Jun 04 2017

Pfingsten – Herabkunft des Heiligen Geistes

Abgelegt 06:01 unter Events,yoga-blog-news


Heute feiern wir Pfingsten. Mit dem Pfingst-Fest gedenken viele Christen dem Kommen des Heiligen Geistes, der in der Apostelgeschichte des Neuen Testaments auf die Apostel und Jünger von Jesus herabkam, als diese zum jüdischen Fest Schawuot in Jerusalem versammelt waren. In der christlichen Tradition wird Pfingsten auch als Gründung der Kirche angesehen.

Pfingsten, das „Fest des Heiligen Geistes„, ist nach Weihnachten und Ostern eines der drei christlichen Hauptfeste. Es findet in jedem Jahr 49 Tage nach dem Ostersonntag statt.

Der HEILIGE GEIST vermittelt zwischen Illusionen und der Wahrheit. Da ER den Graben zwischen Wirklichkeit und Träumen überbrücken muss, führt Wahrnehmung zur Erkenntnis durch die Gnade, die GOTT IHM gab, auf dass sie SEINE Gabe sei für einen jeden, der sich um Wahrheit an IHN wendet. Über die Brücke, die ER bereitstellt, werden alle Träume zur Wahrheit getragen, um vor dem Lichte der Erkenntnis aufgelöst zu werden. Dort werden Anblicke und Geräusche für immer weggelegt. Und wo sie zuvor wahrgenommen wurden, hat die Vergebung das stille Ende der Wahrnehmung möglich gemacht. [Ein Kurs in Wundern, „Was ist der HEILIGE GEIST?“]

Inspiration

An Pfingsten kannst du dir bewusst machen, dass es göttliche Inspiration gibt und dass die Heiligen Schriften der verschiedenen Religionen nicht einfach nur menschgemacht sind, sondern dass darin göttliche Offenbarung steckt. Das gilt für die Veden und die Bhagavad Gita, den Pali Kanon der Buddhisten, für die Torah, für die Bibel, den Koran und viele weitere Schriften.

Wenn wir in den Heiligen Schriften lesen, können wir dies mit Hinabe und mit Demut tun. Nicht umsonst sagt Patanjali, dass das Studium der Schriften (Swadhyaya) zur Verbindung mit Gott führt.

In der Bibel steht:

„Und als der Tag der Pfingsten erfüllt wurde, waren sie alle an einem Ort beisammen. Und plötzlich kam aus dem Himmel ein Brausen, wie von einem daherfahrenden, gewaltigen Wind, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden einzelnen von ihnen. Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt.“ (Apostelgeschichte, Kapitel 2, Verse 1 bis 4).

Ein bewanderter Yogi fühlt sich da vielleicht an das erinnert, was über Kundalini Yoga-Erweckungserfahrungen berichtet wird.

Spirituelle Erfahrung

Das Pfingsterlebnis der Jünger Jesu war und ist nicht nur den Aposteln vorbehalten. Jeder kann solch eine tiefe spirituelle Erfahrung machen. Eine spirituelle Erfahrung setzt sich zusammen aus eigener Anstrengung und göttlicher Gnade:

  • Eigene Anstrengung: Die Jünger haben Jesus jahrelang gedient. Sie sind seinen Instruktionen gefolgt, haben seine Lehren in die Praxis umgesetzt, und trotz ihrer menschlichen Schwächen haben sie sich weiter bemüht. Daher der Tipp: Sei regelmäßig in deinen spirituellen Praktiken. Lass dich durch Fehlschläge nicht entmutigen. Es macht nichts, wenn du dir deiner menschlichen Schwächen immer mehr bewusst wirst – und vielleicht denkst, dass du selbst nicht ausreichend gut als Aspirant bist. Demut ist ein gutes Zeichen. Demut bedeutet aber keineswegs Selbstmitleid oder Selbstbemitleidung.
  • Göttliche Gnade: Das Pfingsterlebnis, die Erfüllung durch den Heiligen Geist, kam für die Jünger Jesu ziemlich überraschend – eine Gnade aus heiterem Himmel. Öffne dich daher ganz für die Gnade Gottes. Sie wird dich führen – und dir die Erfahrungen schenken, die du brauchst.

Die Wirkung das Pfingsterlebnisses auf die Jünger:

  • Die Jünger Jesu wurden plötzlich mutig. Sie verloren Ängste und Schüchternheit. Sie gingen auf die Menschen zu. Sie waren bereit, ihr Leben für ihren Glauben zu opfern. Sie konnten Krankheiten heilen und in verschiedenen Sprachen sprechen. Du kannst dir also bewusst machen: Auch wenn du viele Schwächen haben magst – tiefe spirituelle Erfahrung kann dir helfen, darüber hinauszuwachsen.
  • Die Jünger Jesu hatten aber auch weiterhin mit menschlichen Problemen zu tun. Die Apostelgeschichte geht ganz offen damit um. Die Jünger hatten Meinungsunterschiede, es gab sogar Streitigkeiten. Spirituelle Erfahrung, Herabkunft des Heiligen Geistes, heißt also nicht, dass alle Schwierigkeiten menschlichen Zusammenlebens auf einen Streich verschwinden. In den meisten Fällen müssen wir kontinuierlich an uns arbeiten.

Man kann sagen, es gibt zwei Arten von spirituellen Erfahrungen, die „kleinen“ und die „großen“ – und natürlich jede Menge Zwischen-Stadien:

  • Um die kleinen spirituellen Erfahrungen kannst du dich immer wieder bemühen. Du kannst zum Beispiel jetzt nach oben oder aus dem Fenster schauen und den Himmel betrachten. Vielleicht hörst du sogar Vögel singen. Vielleicht siehst du ein paar Wolken vorbeiziehen. Lass das Ganze auf dich wirken – spüre Liebe und Verbundenheit – spüre das Göttliche im Hier und Jetzt. Wenn du mit einem Menschen zusammen bist, spüre ihr/sein Herz mit deinem Herzen – du wirst Liebe spüren; eine andere göttliche Offenbarung. Wenn du etwas hast, das du liebst – sei dankbar, und lass deine Freude darüber eine göttliche Offenbarung für dich und andere werden. Schwierige Situationen sieh als Herausforderung und als Chance, um zu wachsen. Auch für die kleinen spirituellen Erfahrungen gilt: Du kannst sie nicht erzwingen, aber du kannst sie erbitten
  • Die größeren spirituellen Erfahrungen sind ganz sicher Erlebnisse der Gnade. Sie transformieren und bewirken oft sehr tiefe Veränderungen. Dennoch sollte man sich nicht auf sie verlassen – viele kleinere spirituelle Erlebnisse haben oftmals stärkere transformatorische Wirkung als eine größere – und vor allem sind sie leichter in den Alltag zu integrieren.

Vielleicht hast du weitere Gedanken zum Pfingstfest oder eigene Erfahrungen, die du mitteilen möchtest? Lass dich inspirieren! Hinterlasse einen Kommentar unter diesem Blog-Artikel.

Frohe Pfingsten!

Om Shanti

Die STIMME des HEILIGEN GEISTES befiehlt nicht, weil sie der Arroganz nicht fähig ist. Sie fordert nicht, weil sie keine Kontrolle sucht. Sie überwältigt nicht, weil sie nicht angreift. Sie erinnert nur. Sie ist unwiderstehlich nur um dessentwillen, woran sie dich erinnert. Sie ruft dir den anderen Weg in Erinnerung und bleibt sogar inmitten des Aufruhrs ruhig, den du womöglich stiftest.

Die STIMME FÜR GOTT ist immer leise, weil sie vom Frieden spricht. Frieden ist stärker als Krieg, weil Frieden heilt. Krieg ist Teilung, nicht Mehrung. Niemand gewinnt durch Zwist. Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und doch Schaden nähme an seiner Seele? Wenn du auf die falsche Stimme hörst, dann hast du deine Seele aus den Augen verloren. Du kannst sie nicht verlieren, aber es ist möglich, dass du sie nicht erkennst. Sie ist deshalb für dich »verloren«, bis du dich richtig entscheidest.

Der HEILIGE GEIST ist dein FÜHRER beim Entscheiden. Er ist der Teil deines Geistes, der immer für die richtige Entscheidung spricht, weil ER für GOTT spricht. Er ist das, was dir an Kommunikation mit GOTT übrigbleibt, die du zwar unterbrechen, aber nicht zerstören kannst. Der HEILIGE GEIST ist der Weg, auf dem der WILLE GOTTES auf Erden wie im HIMMEL geschieht. Sowohl der HIMMEL als auch die Erde sind in dir, denn der Ruf beider ist in deinem Geist. Die STIMME FÜR GOTT kommt von deinen eigenen Altären zu IHM. Diese Altäre sind keine Dinge, sie sind Arten der Hingabe.

(…) Der HEILIGE GEIST ist der Geist der Freude. ER (…) Der HEILIGE GEIST ist in einem ganz buchstäblichen Sinn in dir. SEIN ist die STIMME, DIE dich dorthin zurückruft, wo du vorher warst und wieder sein wirst. Es ist sogar in dieser Welt möglich, nur diese STIMME und keine andere zu hören.

Quelle: Ein Kurs in Wundern

10 Kommentare

10 Yoga Blog Kommentare to “Pfingsten – Herabkunft des Heiligen Geistes”

  1. Elkeam 4. Juni 2017 um 06:27 1

    DANKE für diese berührenden, schönen Ausführungen über das Pfingstfest! Ich kann es nun viel bewusster wahrnehmen und feiern❣🕯💫 Om Shanti 🌈🕉

  2. Immanuelam 4. Juni 2017 um 08:04 2

    Heiliger Geist, erfülle uns! https://www.youtube.com/watch?v=g2YPncO78GE

  3. Anonymousam 4. Juni 2017 um 08:20 3

    ein wunder ist geschehen , es ist der heilige geist über unsere familie gekommen, dande für meditation und übungen in yoga. die nächst im westerwald. wenn gott will.

  4. Gerda Breitenfelderam 4. Juni 2017 um 10:57 4

    Danke für die schöne Erklärung und geistige – spirituelle Information über Pfingsten und den Hl. Geist –
    Wünsche erholsame – inspirierende Pfingsten –
    mit Liebe im Herzen
    Gerda
    Namaste`

  5. Heidiam 4. Juni 2017 um 11:14 5

    Danke für diesen wunderschönen Artikel

  6. Christinaam 4. Juni 2017 um 13:03 6

    Ich freue mich sehr, dass „Ein Kurs in Wundern“ zitiert wird. Es ist ein wunderbares Buch und hat mir über manche Durststrecke im Leben hinweg geholfen .
    Danke für den Text über die „kleinen spirituellen Erfahrungen „, das macht Mut in unserer scheinbar chaotischen Welt…. und Mut für die kleinen Dienste in der Welt, die so unscheinbar wirken und doch soviel bewegen… jeder an seinem Platz mit seinerkleinen Kraft dem Frieden eine Chance geben.

    Gott ist Liebe und er sagt:
    Siehe ,ich bin bei euch bis zum Ende der Welt.
    Darum brauchen wir uns nicht zu fürchten, denn dieLiebe ist immer mit uns…..Ist das nicht wunderbar?!

    Sat nam

    Christina

  7. Ekaksharaam 4. Juni 2017 um 15:37 7

    Gott ist Liebe
    und wer in der Liebe bleibt,
    der bleibt in Gott
    und Gott in Ihm.

    1. Johannes Brief 4/16

    Yoga hat mich zu Christentum zurück geführt. Ein Gottesdienst ist ein Satsang ist ein Gottesdienst.
    Noch schöne Pfingsten und
    Om Shanti

  8. Jochenam 4. Juni 2017 um 22:29 8

    Danke für diesen schönen Newsletter!

    Namaste

  9. Inesam 5. Juni 2017 um 18:39 9

    Hatte gestern ein grandioses ERlebnis auf der Pfingstwanderung mit einer Freundin. Die Naturgewalten in Gestalt von einem mächtigen Sturm und viel Regen brachen plötzlich los. Wir haben es genossen und uns einfach nur frei und glücklich gefühlt, dankbar für dieses Erlebnis. Und heute lese ich die Bedeutung des Pfingstfestes. Zufall ??? Jedenfalls bin ich dankbar, diese Erfahrungen machen zu dürfen. Namaste !

  10. Irisam 6. Juni 2017 um 22:32 10

    Ich mag die Bilder sehr. Sie berühren mich und öffnen etwas, ich weiß nicht warum, aber so ist es. Danke.

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