Nov 23 2017

Tipps für deinen ersten Besuch im Yogastudio

Abgelegt 08:29 unter Hatha Yoga


Du hast dich entschlossen, nachdem dir jeder um dich herum seine persönliche Yoga-Erfolgsgeschichte erzählt hat, auch mal bei einem Yogastudio vorbeizuschauen und stehst nun aber vor einem ganzen Haufen an Fragen? Wie muss ich mich vorbereiten, was sollte ich mitbringen und was erwartet mich überhaupt?

In diesem Artikel versuchen wir, die Fragen zu beantworten, die wir gerne selbst vor unserer ersten Yogastunde beantwortet gehabt hätten.

Wie soll ich mich vorbereiten?

Im Idealfall hast du seit mind. 2 Stunden nichts und auch zuvor nichts allzu schweres gegessen, bevor du zum Yoga gehst. Stimme dich auf dem Weg noch darauf ein, dass du offen sein möchtest für Neues und geh noch mal zur Toilette, bevor die Stunde beginnt.

Was soll ich während der Yogastunde anziehen?

Da Yoga meist barfuß praktiziert wird, brauchst du hierfür schon einmal nichts einzuplanen. Es dürfen natürlich auch Socken getragen werden, allerdings kann es sein, dass du damit in manchen Asanas nicht genügend Grip hast – doch auch dafür gibt es mit rutschfeste Socken Lösungen.

Ansonsten reicht für die Anfangszeit eine normale Sporthose. Du wirst merken, wo die Hose drückt oder rutscht, zu lang oder zu kurz ist … entsprechend kannst du dir später Hosen kaufen, die für dich besser geeignet sind.

Als Oberteil noch ein nicht zu weites (es rutscht sonst bei Umkehrhaltungen) T-Shirt oder Longsleeve aus dem Kleiderschrank – Frauen tragen darunter bei Bedarf noch einen üblichen Sport-BH – und fertig ist dein Yoga-Outfit.

Umziehen, Duschen?

Duschen sind recht unüblich in Yogastudios und auch Umkleiden sind oft nicht vorhanden. Viele kommen daher bereits umgezogen zum Studio oder tragen direkt Kleidung, die sowohl für die sportliche Betätigung als auch das Büroumfeld geeignet ist.

In Studios ohne Umkleiden ziehen sich viele aber dann einfach im Vorraum oder direkt im Yogaraum um. Nach der Stunde verlässt man das Studio in der selben Kleidung oder zieht sich eben wieder um: Man ist in aller Regel keinesfalls so durchgeschwitzt, dass man eine Dusche bräuchte.

Was muss ich mitbringen?

Manche Yogastudios bieten Trinkbares an, andere nicht, auf der sicherer Seiten bist du mit einer Flasche stillem Wasser. Eine Yogamatte und Accessoires wie Gurte, Klötze oder Kissen hält das Yogastudio im Normalfall für Beginner bereit. Wenn es dir Spaß macht und du Yoga regelmäßig praktizieren möchtest, macht es Sinn, sich zumindest eine eigene Matte zuzulegen. Die Kosten sind mit ab ca. 20 bis etwa 60 € für Standard- bis Mittelklassemodelle durchaus überschaubar.

Wann soll ich zur Yoga-Klasse gehen?

Bezogen auf den Tag und die Tageszeit, solltest du auf der Website oder per Telefon bzw. E-Mail in Erfahrung bringen, wann das Yogastudio offene Anfängerstunden gibt. An sogenannten offenen Stunden kann jeder, der rechtzeitig kommt, mitmachen. Es kann auch geschlossene Stunden oder Kurse geben, zu denen du dich anmelden musst, aber wenn es sich nicht gerade um einen speziellen Anfängerkurs handelt, ist zunächst einmal davon abzuraten.

Die erste Stunde ist oft gratis, aber kläre auch das zuvor ab. Ratsam ist es, beim ersten Besuch etwas früher zu erscheinen, um sich dem Lehrer vorzustellen und etwaige Leiden und gesundheitliche Probleme darzulegen. Auch eine Schwangerschaft solltest du erwähnen.

Manche Studios bereiten die Plätze bereits vor, aber das ist die Ausnahme, plane deswegen auch Zeit ein, deine Matte auszurollen und den Platz vorzubereiten. Womit wir beim nächsten Punkt wären:

Was mache ich, wenn ich in den Yogaraum komme?

Sind bereits Plätze vorbereitet? Dann schnapp dir einen nach deinem Gefühl. Wenn du hingegen siehst, das sich jeder um seinen eigenen Platz kümmert, was in der Regel so sein wird, dann hole dir eine Matte und alles sonstige, was sich die anderen so holen (Decken, Kissen, evt. Zubehör wie Klötze und Gurte – du kannst darauf achten, was die meisten holen: nur weil einer einen Gurt braucht, brauchst du ihn nicht auch) und breite die Matte im Raster aus. Im Raster? Du wirst sehen, dass sich anhand der bereits ausgelegten Matten ein Raster ergibt. Versuche – auch wenn du deinen Platz am anderen Raumende, in dem noch keine Matten liegen, gefunden hast – dem Raster zu folgen und lege die Matte nicht so, dass du aus der Reihe fällst, wenn der Platz dazwischen ausgefüllt wird. Ist die Matte ausgerollt, alles andere daneben platziert und du wartest nur noch darauf, dass es los geht: Lege dich entweder auf den Rücken oder setze dich im Schneidersitz auf die Matte oder dein Kissen – oder folge eben dem, was die anderen so machen.

Gesinge und geome …

Es kommt auf die Tradition an, in der dein präferiertes Yogastudio steht, aber es kann dir passieren, dass zu Beginn und am Ende der Stunde gesungen, besser gesagt: gechantet, wird – vor allem wohl das im Yoga omnipräsente Om.  Und es wäre fast schon seltsam, wenn dir das als Person des westlichen Kulturkreises, die bislang wenig Berührungspunkte mit Yoga hatte, nicht zunächst seltsam vorkommt. Du brauchst da auch gar nicht mitmachen, du wirst zu nichts genötigt – bleib einfach offen. Vielleicht entdeckst du irgendwann, dass darin etwas sehr Schönes liegt und das sich die Gruppe dadurch verbindet. Vielleicht auch nicht. Beides darf sein und du solltest einfach das für dich aus der Stunde ziehen, was dir gefällt und gut tut.

Noch ein paar Verhaltensregeln

  • Gehe nach Möglichkeit nicht über die Matten anderer Teilnehmer.
  • Verhalte dich eher still im Yogaraum.
  • Flaschen mit Wasser sind im Yogaraum in aller Regel erlaubt – andere Getränke wie Tee, Säfte oder Softdrinks wegen der Fleckengefahr meistens nicht.
  • Schalte dein Mobiltelefon aus: Bitte nicht nur auf lautlos.

Und noch ein letzter Tipp zum Schluss für alle, die noch das richtige Yogastudio suchen: Schau doch mal bei einem von knapp 90 Stadtcenter von Yoga Vidya vorbei.

Hast du noch weitere Tipps oder Fragen? Siehst du etwas anders, als vom Autor dargestellt? Dann ab damit in die Kommentare!

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