Jan 13 2014

Die yogische Chakrenlehre – Weg zur ganzheitlichen Entwicklung der Persönlichkeit Teil 1

Abgelegt 18:00 unter Hatha Yoga


Die Chakrenlehre ist eines der praktischsten Systeme die es gibt, um den Entwicklungsweg eines Menschen, in weltlicher sowie spiritueller Hinsicht, zu beschreiben. Die persönliche Bewusstseinsevolution lässt sich durch die Kenntnis der Chakras konkret erklären und lenken.

 Chakra ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich so viel, wie „Rad“ und beschreibt ein Energiezentrum im Menschen. Chakras sind Verbindungspunkte von Nadis (Energiekanäle) und wurden in tiefer Meditation intuitiv von Rishis (Seher, Yoga Meister) geschaut. Durch die Aktivierung der Chakras können bisherige persönliche Grenzen durchbrochen werden und Entwicklung kann geschehen.

Yoga geht von sieben Hauptchakras aus, die ihren Sitz im feinstofflichen Astralkörper haben. Der Astralkörper bildet das Pendant des grobstofflichen physischen Körpers mit seinen Nerven und Geflechten. Die Chakra-Lehre bildet ein einfach benutzbares System zur Persönlichkeitsentwicklung und geht über die vielen bekannte Maslow’sche Bedürfnispyramide hinaus. Die sieben Chakras sind Muladhara-, Swadhistana-, Manipura-, Anahata-, Vishudda-, Ajna- und Sahasrarachakra.

Schon allein die Namensgebung im Sanskrit verhilft zu einem tiefen Verständnis, wie die Chakras in Bezug zu unserer Entwicklung und unseren Alltag stehen.

Muladhara Chakra: Das Wurzelzentrum

mula = Wurzel, Basis, Anfang

dharana = Erde, aufnehmen, fließen, unterstützen

Am untersten Punkt der Wirbelsäule gelegen, repräsentiert das Muladhara Chakra das Element Erde und steht für Urvertrauen, Erdung, Stabilität und für „mit beiden Beinen im Leben stehen“. Dieses Chakra ist die Basis für jedwede Entwicklung und steht für das grundlegendste menschliche Bedürfnis: Selbsterhaltung. Wie gut kümmerst Du Dich um Deinen Körper? Nimmst Du Dir ausreichend Schlaf? Welche Art von Nahrung nimmst Du zu Dir?

 

Swadhistana Chakra: Das Sakralzentrum

swa = Selbst, eigenes

dhistana = Ort, zeigen, hinweisen

Auf Höhe der Geschlechtsorgane und das Element Wasser repräsentierend, begeben wir uns durch das Swadhistana Chakra in das Spiel des Lebens. Erst aus einer stabilen Basis heraus können wir anfangen zu fließen: Wenn wir uns sicher und geborgen fühlen, dann können wir uns besser in das Leben einbringen und uns zeigen. Höhepunkt des persönlichen Einbringens in das Spiel des Lebens mit seinen Polaritäten bildet eine sexuelle Begegnung. Dieses Chakra steht auch vorallem für ein weiteres menschliches Urbedürfnis: Fortpflanzung. Bist Du kreativ und realisierst Du Deine kreativen Ideen? Schenkst du der Welt deine persönlichen Gaben? Bist du flexibel und kannst dich Situationen und dem Fluss des Lebens anpassen?

 

Manipura Chakra: Das Nabel-Zentrum

mani = Juwel, leuchten, edel

pura = Stadt, Ort

Das Nabelchakra, mit dem Element Feuer, wird als „Stadt der Juwelen“ bezeichnet. Dieses vitale und logistische Zentrum unseres Körpers lässt unsere Energie erstrahlen. Wir werden zentriert und sind „mehr in unserer Mitte“, wenn wir uns auf das Manipura Chakra konzentrieren. Weiterhin steht dieses Energiezentrum für den Umgang mit eigenen Gefühlen und für unseren Selbstwert und Selbstachtung. Atmest Du tief in Deinen Bauch und ruhst so in Deiner Mitte? Achtest Du auf Dich Selbst und Deine Bedürfnisse? Wie gut kennst Du Dich und weißt, was wichtig und richtig für Dich ist? Wirst Du von Ängsten gesteuert? Wie gut kannst Du das in positive Energie umwandeln? Kannst Du Dich auf Dein Bauchgefühl verlassen?

 

Anahata Chakra: Das Herz-Zentrum

ana = Atem

hata = Kraft

Das Anahata Chakra hat seinen Sitz im Herzraum und Wind als Element. Erst, wenn Deine Basis stimmt und Du einen gesunden Selbstwert hast, kannst Du andere ohne Bedürftigkeit lieben. Mitgefühl, Hingabe und Demut sind weitere Eigenschaften dieses Energiezentrums. Der Atem verbindet uns alle miteinander, weil wir alle dieselbe Luft atmen; bewusster Atem erzeugt Verbundenheit. Bist Du Dir Deines Atems und der Verbundenheit zu Deiner Umwelt bewusst? Wie sehr öffnest Du Dich für Andere? Drückst Du Deine Gefühle offen und vom Herzen her aus? Warum nicht?

 

Vishudda Chakra: Das Kehl-Zentrum

vishuddha = sehr rein

Dieses Energiezentrum hat seinen Sitz in der Kehle und Äther als Element. Vishuddha Chakra ist das reine, klare Chakra. Es ist das, was übrig bleibt, wenn man alles was Erde, Wasser, Feuer, Luft entstammt, entfernt hat. Im engeren Sinne kommt Spiritualität erst ab hier ins Spiel. Wenn wir erkennen können, dass alles was geschieht seine Berechtigung hat und Sinn macht und dass der Lebensweg ein Entwicklungsweg ist, ist das Vishuddha Chakra aktiviert. Drückst Du Dich freundlich aus? Wie kannst Du das verbessern? Neigst Du zum Tratschen? Wie kannst Du das verringern? Hast Du mehr Bedürfnisse als essen, schlafen, Fortpflanzung und allgemeines Vergnügen?

 

Ajna Chakra: Das Stirn-Zentrum

a- = als Vorsilbe benutzt bedeutet es ‚das Gegenteil’

jna = Erfahrung, Wissen, Erkenntnis

(Frei von Vor-Wissen)

Das Ajna Chakra, das dritte Auge, sitzt im Punkt zwischen den Augenbrauen; in der Mitte der Stirn und hat Geist (im Sinne von Bewusstsein) als Element. Auf dieser Ebene öffnet man sich für die Dinge, die außerhalb der sinnlichen Wahrnehmung liegen. Die absolut-reine Wahrnehmung, ohne jegliche Vorfärbung und die Entfaltung intuitiven Wissens, soll durch die Aktivierung des Ajna-Chakras erreicht werden. Das wird umso einfacher, je bewusster wir kommunizieren, uns mehr für andere geöffnet haben, uns selbst und unsere Bedürfnisse kennen und unsere absoluten Grundbedürfnisse erfüllt sind. Daraus kann sich dann ergeben, dass wir vertiefte Innenschau halten und in der physischen Welt etwas ruhiger und gelassener werden, da wir Wechselwirkungen und Wiederholungen leichter erkennen. Man erkennt alte Muster, die immer wieder ablaufen und erlangt soviel Bewusstheit sich diesen Automatismus zu entziehen. Welche Einstellungen entmachten Dich? Bist Du in der Lage, dass große Ganze zu sehen? Erkennst Du das Bewusstsein hinter den Gedanken?

 

Sahasrara Chakra: Das Kronen-Zentrum

sahas = Macht, Stärke

saha = zusammen, gemeinsam

sahasra = Tausend

Das Sahasrara Chakra hat seinen Sitz am Scheitel beziehungsweise leicht darüber hinaus. Das dualistische wird überwunden und man verbindet sich mit der kosmischen Kraft, Gott, Licht, Bewusstsein oder wie man es nennen will. Man entwickelt die tausendfache Macht zusammen mit der allumfassenden Kraft hinter allem. Es gibt keine Trennung mehr, alles ist eins geworden. Eine Raum und Zeit-Begrenzung wird transzendiert. Bittest Du um höhere Führung? Wer bist Du, wenn Du weder Körper noch Geist bist? Hast Du irgendwann aufgehört regelmäßig zu meditieren? Folgst Du einem spirituellen Weg?

Seminare rund um das Thema „Chakra“

2 Kommentare

2 Yoga Blog Kommentare to “Die yogische Chakrenlehre – Weg zur ganzheitlichen Entwicklung der Persönlichkeit Teil 1”

  1. Dieter Jahnkeam 13. Januar 2014 um 18:24 1

    Cakra = Rad, Kreis. Damit ist der jeweilige in sich abgeschlossene Lebens und Funktionskreis der Erscheinungsformen der Elemente gemeint. Die ineinander Funktionierende Natur aller Elemente der Biophysiologie. Wer wahrhaft das Wasser achtet , muß nicht das svâdhistâna cakra mit yoga Techniken aktivieren.

  2. Shivamoonam 14. Januar 2014 um 12:19 2

    Hallo Dieter,

    danke für Deinen Kommentar.
    Super, dass Du einen eigenen Weg für Dich gefunden hast; vielen hilft die (yogische) Chakrenlehre aber weiter und möchten mehr darüber erfahren, wie sie diese mit Yoga-Techniken aktivieren.
    Viele Grüße,
    Shivamoon

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