Gleichnisse für Menschen in allen Lebenslagen
5. Kapitel
Der Weg des Dienens
Gleichnis vom Bad des Elefanten
Ein Elefantentreiber (Mahut) ging mit seinem Elefanten zum
Ganges (Fluß in Nordindien) und badete ihn eine Stunde lang.
Er verwendete pfundweise Seife und schrubbte den ganzen Körper
sehr gründlich. Dann führte er den Elefanten aus dem
Wasser, um ihn nach Hause zu bringen. Sowie der Elefant ans Ufer
kam, saugte er seinen ganzen Rüssel mit Staub und Erde auf
und bespritzte sich damit von oben bis unten. Da seine Mühe,
den Elefanten gründlich zu waschen, umsonst gewesen war, brachte
der Mann den Elefanten zurück zum Wald und ließ ihn
Baumstämme heben. Der Elefant machte seine Arbeit sehr gut
und der Aufwand hierfür war nicht umsonst! Der Elefantenbesitzer
erkannte, daß der Elefant für diese Tätigkeit sehr
geeignet ist und es klüger ist, ihn dafür einzusetzen
als Zeit damit zu vergeuden, ihn gründlich zu baden.
Zwar ist der Elefant ein sehr intelligentes Tier. In diesem
Beispiel steht er jedoch für einen trägen Menschen mit
allen möglichen Fehlern. Der Elefantenbesitzer symbolisiert
einen Heiligen, der versucht, den Menschen mit der Seife des Wissens
zu reinigen. Er badet ihn mit Japa (Mantrawiederholung), Kirtan
(Mantrasingen) etc. Aber sobald er eine Chance sieht, bedeckt sich
der Mensch selbst wieder mit Staub und Schmutz. Der Heilige versteht
die menschliche Natur. Er weist ihn zu harter Arbeit und selbstlosem
Dienst an, die ihn schließlich läutern.
Gleichnis von der List der Mutter
Eine Mutter versuchte, ihrem Kind einen Löffel bittere
Medizin zu geben. Wie sehr sie sich auch bemühte und schmeichelte – es
mochte die Medizin nicht nehmen. Schließlich kam ihr eine
wundervolle Idee. Sie legte dem Kind ein Stückchen Laddu (eine
indische Süßigkeit) hin und sagte: „Wenn du die Medizin
nimmst, bekommst du auch das Laddu.“ Nun schluckte das Kind die
Medizin bereitwillig. Dank der Behandlung eht es ihm bald besser.
Mit frischer Energie läuft es voller Freude davon und vergißt
darüber sogar die Süßigkeit.
Wenn du einem Menschen sagst: „Bitte führe dieses Yajna
(Opferritual) aus“, wird er es nicht tun, weil er mit jeder Handlung
Vergnügen erreichen will. Darum heißt es in den Veden,
daß man als Belohnung für Opferhandlungen den Himmel
(Swarga) erreicht. Wenn der Mensch die Rituale aufgrund dieses
Versprechens tatsächlich durchführt, wird sein Herz geläutert.
Nach und nach dämmert Weisheit in ihm auf. Er kümmert
sich nicht mehr um Himmelsfreuden und begrenztes Glück, sondern
erreicht in höchster Wonne die Befreiung.
Gleichnis von den Jungen und den Auberginen
Ein Mann hatte zwei Söhne. Eines Tages gab er jedem
zehn Rupien und sagte: „Diese zehn Rupien könnt ihr
nach Belieben ausgeben. Aber bringt mir ein paar Auberginen für
das Abendessen mit.“
Beide gingen zum Basar. Der dumme Junge gab dem Gemüsehändler
den Geldschein und sagte: „Bitte gib mir zehn Auberginen dafür.
Mein Vater möchte heute ein gutes Abendessen.“ Der Gemüsehändler
merkte sofort, daß der Junge sich nicht auskannte. Er gab
ihm zehn angefaulte Auberginen für sein Geld.
Der kluge Junge ging in das Gemüsegeschäft, zeigte
den Zehn-Rupien-Schein und sagte: „Schau, ich möchte zehn
Auberginen – die besten zum günstigsten Preis. Und gib mir
das Rückgeld.“ Er bekam die zehn Auberginen für ein paar
Pfennig. Für zwei Rupien führte er eine Puja (Verehrungsritual)
im Tempel aus und bekam gesegnetes Prasad (Opfergabe). Fünf
Rupien schenkte er armen Kindern. Für das restliche Geld kaufte
er die besten spirituellen Bücher, die er bekommen konnte.
Beide kehrten zum Vater zurück und zeigten, was sie
mitgebracht hatten. „Schau Vater, was ich bringe! Zehn Auberginen
für zehn Rupien. Sie schmecken bestimmt wunderbar!“ sagte
der törichte Junge. Der Vater warf sie weg und sagte: „Du
hast nicht nur das Geld ausgegeben, sondern auch noch faule Auberginen
gebracht, die noch dazu andere Lebensmittel verderben würden,
wenn man sie zusammen kochen würde. Was für ein Tor du
bist!“ Dann wandte er sich seinem anderen Sohn zu und fragte ihn: „Was
hast du gebracht?“
Der kluge Junge gab dem Vater die guten Auberginen, das
Prasad aus dem Tempel und die spirituellen Bücher, und fügte
hinzu: „ Vater, das alles hat nur fünf Rupien gekostet. Die
restlichen fünf Rupien habe ich für wohltätige Zwecke
gespendet. Wie glücklich die armen Kinder darüber waren!
Sie haben innig um Gottes Segen für uns alle gebetet. Sicher
freut Gott sich über uns alle.“ Der Vater umarmte den klugen
Jungen voller Liebe und würdigte seine Klugheit: „Mein geliebter
Sohn! Du erfreust mich sehr. Ich mache dich hiermit zum alleinigen
Erben meines ganzen Besitzes. Du und ich sind Eins.“
Gott gibt den Menschen Reichtümer, damit sie diese
auf sinnvolle Weise nutzbar machen können. Artha (Wohlstand)
sollte so genutzt werden, daß auch alle anderen Purusharthas (Ziele
im menschlichen Leben) erfüllt werden, nämlich Dharma
(Rechtschaffenheit, Pflichterfüllung, Einsatz in der Gesellschaft,
Erfolg im Beruf), Kama (Wunscherfüllung, Sinnesbefriedigung)
und Moksha (Befreiung). Wohlstand sollte nicht nur der Befriedigung
der eigenen materiellen Bedürfnisse (Kama) dienen.
Viele Menschen verschwenden ihr Geld, all ihre Energie und
Zeit für Sinnesvergnügungen. Sind diese Freuden, für
die sie Geld ausgeben, echte Vergnügen? Bringen sie nicht
letztendlich nur Leid, weil sie im Kern faul sind?
Im Gegensatz dazu der kluge Mensch. Er kauft sparsam die
lebensnotwendigen Dinge und gibt bereitwillig Geld aus für
alles, was Dharma (Pflichterfüllung) erhöhen und ihn
Moksha, der Befreiung, näher bringen kann. Er ist wohltätig
und läßt Verehrungsrituale ausführen. Er gibt Heiligen
und Weisen zu essen und bemüht sich um ihr körperliches
Wohlergehen, so daß sie ihr Wissen und ihre Weisheit (Jnana)
an ihn weitergeben und ihm bei seinem spirituellen Fortschritt
helfen können. Gott freut sich über ihn, umarmt ihn und
sie werden Eins. Der Mensch bekommt göttliche Eigenschaften,
Glanz und Macht (Aishvarya) und erstrahlt als Erbe Gottes auf Erden,
als ein großer Heiliger, Siddha (Meister) und Jivanmukta
(lebendig Befreiter).
Gleichnis vom Honig und der Kletterpflanze
Auf einem großen Baum im Dschungel befand sich ganz oben
an einem Zweig eine große Honigwabe. Um hinaufklettern zu
können, hätte man erst in mühevoller Kleinarbeit
Kerben in den Stamm schlagen müssen.
Eine schmächtige Kletterpflanze wand sich um den Baum
und reichte hinauf bis in große Höhe. Sie schien kräftig
zu sein, obwohl sie gefährlich im Wind schwankte.
Ein Mann wollte den Honig haben, ohne sich groß anzustrengen.
Statt erst Stufe um Stufe in den Baum zu schlagen, begann er, mit
Hilfe der Kletterpflanze hinaufzusteigen. Als er einige Meter über
dem Boden war, knickte ein starker Windstoß die Kletterpflanze.
Der Mann stürzte hinunter und brach sich die Gliedmassen.
Ähnlich ergeht es den Menschen, die versuchen, den
Baum der Göttlichkeit mit Hilfe der Kletterpflanze von Kamya-Karma
(Handlung, die nicht selbstlos ausgeführt wird, sondern in
der Erwartung bestimmter Früchte und Ergebnisse) zu erklimmen,
um den Honig von Moksha (Befreiung) zu kosten. Der Weg zur Befreiung
führt einzig und allein am Stamm des Baumes der Göttlichkeit
hinauf. Du mußt mit Geduld und eigenem Bemühen im Sadhana
(spirituelle Praxis) Stufen auf ihm anlegen. Du mußt Schritt
für Schritt aufsteigen, beginnend mit Yama , Niyama, Asana,
Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana, um dann zur Spitze des
Samadhi zu gelangen. Es gibt auf diesem Weg keine Abkürzungen.
Du kannst der Verantwortung nicht ausweichen. Wenn du versuchst,
mit Hilfe der Kletterpflanze von selbstsüchtigem Handeln (Kamya-Karma)
hinaufzuklettern, wirst du nicht die Höhe der Herrlichkeit
des Selbst erreichen. Selbstsüchtiges Handeln wird dich nicht
zum Ziel der Selbstverwirklichung bringen. Der Wind der Selbstsucht,
des Verlangens nach den Dingen der Welt und den Vergnügen
des Himmels wird die Kletterpflanze brechen und du wirst stürzen.
Wenn du dagegen Sadhana ernsthaft betreibst und den mühsamen
Weg nach oben einschlägst, wirst du die Spitze erreichen und
den Nektar der Unsterblichkeit und ewiger Glückseligkeit trinken.
Gleichnis von der Verdauungsstörung
Ein Mann hatte bei einem Fest zu viel Ghee (gereinigte,
geschmolzene Butter) zu sich genommen. Daraufhin funktionierte
seine Verdauung nicht mehr und er wurde krank. Er ging zum Arzt.
Der Arzt bat ihn: „Bringe mir etwas Ghee. Ich werde eine Medizin
für dich herstellen.“
Der Kranke wunderte sich sehr. „Doktor, ich leide an den
Auswirkungen von zu viel Ghee. Warum möchtest du mein Problem
noch vergrößern?“ „Mein lieber Mann, bitte bring mir
das Ghee. Ich werde dir zeigen, was du damit machen sollst. Das
gleiche Ghee wird nun deine Medizin.“ Der Patient brachte daraufhin
das Ghee. Der Arzt fügte weitere Bestandteile hinzu und verabreichte
das Ganze in der geeigneten Dosis. Der Mann wurde wieder
gesund und sein Appetit kehrte zurück.
Durch Karma (Gesetz von Ursache und Wirkung) ist der Mensch
an das Rad von Geburt und Tod gebunden. Eigennützige Handlungen
mit dem Wunsch nach Erträgen ziehen als Ursache neue Wirkungen
nach sich und führen zu weiteren Wiedergeburten mit all ihrem
Leid. Zur Heilung von dieser Krankheit von Geburt und Tod sucht
der Mensch einen Heiligen auf. Dieser verschreibt Dienst, Arbeit,
d.h., Karma (Karma Yoga = selbstloser Dienst)! Kann die Arbeit
selbst die Fesseln der Arbeit durchtrennen? Ja, wenn das Handeln
selbstlos und uneigennützig erfolgt, ohne den Hintergedanken
an eine Belohnung jetzt oder in Zukunft. Dann wird Arbeit zu Nishkama-seva,
(nishkama = absichtslos, ohne Anhaften; Seva = Dienst) und befreit
den Menschen aus dem Gefängnis der Reinkarnation.
Gleichnis vom Mann, der Schlamm mit Schlamm abwäscht
Ein junger Mann hatte gehört, daß man Hitze mit
Hitze, Scharfes mit Scharfem bekämpfen solle. Eines Tages
ging er eine Straße entlang, wobei er einen schlammigen Kanal überqueren
mußte. Auf der anderen Seite angekommen, stellte er fest,
daß seine Beine bis hinauf zu den Knien voller Schlamm waren.
Daraufhin begann er, noch mehr Schlamm bis hinauf zur Hüfte
zu verteilen. Ein weiser Mann, der gerade vorbeikam, fragte ihn,
was er denn da tue. Der junge Mann antwortete: „Ich versuche, den
Schlamm zu entfernen.“ „Aber du fügst doch noch mehr hinzu!“ „Das
entspricht der Regel, wonach Gleiches Gleiches heilt.“ „Oh du Törichter,“ sagte
der weise Mann, „diese Regel kann hier nicht angewendet werden.
Wenn du dem Schmutz Schmutz hinzufügst, wirst du nur noch
schmutziger werden. Entferne den Schmutz, indem du dich mit Wasser
und Seife wäschst.“
Genauso geht es dem Individuum (Jiva), das in den schmutzigen
Teich des Samsara (Kreislauf von Geburt und Tod) geworfen wird,
in ihm schwelgt, und durch wunschbehaftete Handlungen (Kamya Karma)
mehr und mehr Schmutz hinzufügt. Es glaubt, durch solche Handlungen
glücklich werden zu können. Das Gegenteil ist der Fall.
Das Individuum wird durch das Zusammenwirken von avidya (Nichtwissen),
Kama (Wunscherfüllung) und Karma (Handlung; Ursache und Wirkung)
immer stärker an das Rad von Geburt und Tod gebunden. Der
Guru kommt und erleuchtet den Menschen: „Dies ist nicht der Weg
zu immerwährendem Glück oder zur Befreiung. Wasche den
Schmutz des Karma mit dem Wasser von Bhakti (Gottesverehrung) und
der Seife der Wunschlosigkeit ab. Spiritualisiere alle deine Handlungen.
Der Schmutz, der deine Seele bedeckt hat, löst sich und du
erstrahlst in deiner ursprünglichen Herrlichkeit.“ Der Schüler
praktiziert Bhakti (Hingabe an Gott) und Nishkama-seva (selbstlosen
Dienst) und wird letztendlich befreit.
Gleichnis von den beiden Reisenden
Zwei Männer wanderten eine Dorfstraße entlang.
Plötzlich stieß der eine einen Schrei aus und setzte
sich auf den Boden. Ein großer Dorn steckte in seinem Fuß.
Er hatte große Schmerzen und konnte den Fuß nicht mehr
bewegen. Der andere Mann ging weiter und rief nach einer Weile
dem Verletzten zu: „Komm, es wird spät. Wenn du nicht weitergehst,
erreichen wir unseren Bestimmungsort nicht mehr, bevor die Nacht
hereinbricht.“ Der Sitzende erwiderte: „Mein Freund, ich kann mich
nicht mehr bewegen, bevor der Dorn nicht entfernt worden ist.“ „Warum
machst du soviel Aufhebens? Nun komm schon, steh auf!“ und er ging
ein Stück des Weges. Da trat auch er in einen Dorn und mußte
sich schmerzgekrümmt hinsetzen. Da die geringste Bewegung
den Schmerz verschlimmerte, war es beiden nicht möglich, die
Dornen selbst zu entfernen. So saßen sie und litten an der
gleichen Qual, durch Unfreundlichkeit voneinander getrennt, und
konnten sich gegenseitig nicht helfen. Schließlich kam ein
dritter Reisender des Weges und half ihnen, die Dornen herauszuziehen.
Der Neuankömmling sagte: „Freunde, man spricht im übertragenen
Sinn von Narben ohne Verletzungen. Wenn du den Dorn im Fuße
deines Freundes entfernt hättest, hätte er dich weiter
begleitet und sobald du in den Dorn getreten bist, hätte er
dir geholfen. Darum sollte man rasch dem Ziel zustreben, ohne jedoch
die Schmerzen des anderen zu ignorieren.“
So benehmen sich oft hartherzige Menschen. Wenn sie auf
diesem dornigen, rauhen Weg des Lebens einem von Schmerz und Armut
geschlagenen Mitreisenden begegnen, lachen sie ihn aus und gehen
ihres Weges. Es entspricht dem Naturgesetz des Lebens, daß sie
selbst auch bald von Schmerz und Armut betroffen sind. Ohne Aussicht
auf Hilfe leidet dann auch der hartherzige Mensch. Dann kommt ein
Heiliger im Besitz der höchsten Weisheit, der das Bewußtsein
der Einheit erreicht hat, befreit alle aus ihrem Elend und pflanzt
in ihre Herzen den Samen der Liebe. Er sagt: „Oh Mensch, Schmerz
existiert im anderen nur, um dir die Gelegenheit zu geben, ihm
zu dienen und ihn aus seinem Unglück zu befreien. Wenn du
anderen dienst, kannst du dich schnell entwickeln und weiter zu
deinem Bestimmungsort voranschreiten. Lache nicht über die
Not des anderen und sage, es ist sein Karma. Denn bald schon kann
es sein, daß du dich in den gleichen Umständen wiederfindest.
Verstehe die Natur der Welt. Diene allen. Liebe alle. Verwirkliche
das Selbst in allem.“
Gleichnis vom Palast des Großgrundbesitzers
Ein Grundbesitzer und Steuereintreiber (Zamindar) hatte
einen wunderschönen Palast erbaut. Um seinen Wohlstand zu
zeigen, hatte er in dem Palast in verschwenderischer Weise alle
erdenklichen Kostbarkeiten aus Kunst und Architektur der Zeit anbringen
lassen. Die Einweihung wurde mit großem Pomp gefeiert. Viele
Gäste waren geladen. Einige von ihnen bewunderten die Bilder,
andere die Fresken an den Wänden. Manche bewunderten die prächtige
Architektur und Ausstattung der Räume, wieder andere die verschwenderische
Kunst an jeder der Türschwellen. Nur der Baumeister des Palastes
blieb schweigsam. Der Zamindar fragte ihn: „Nun mein Freund, warum
bist zu so still? Was an diesem Palast, der seine Entstehung mir
verdankt und an dem du maßgeblich mitgewirkt hast, bewunderst
du am meisten?“ „Oh Herr, ich hatte für einen Moment vollständig
das Bewußtsein für meine Umgebung verloren. Während
ich in die Pracht dieses Palastes versunken war, sah ich vor meinem
geistigen Auge zwei kräftige Ochsen, die immer wieder den
Kalkmischer umrunden. Aller Ruhm dieses prächtigen Palastes
gebührt ihnen. Was hätten all die Architekten, Ingenieure
und Kunsthandwerker ausrichten können, wenn diese beiden Ochsen
nicht geduldig den Kalkmischer gedreht und sich abgeplagt hätten,
um den besten Kalk für den Bau dieses Palastes hervorzubringen?“
Bei jedem großartigen Unternehmen gibt es wunderschöne
spektakuläre Seiten, die den Blick fesseln, Bewunderung hervorrufen,
die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Angesichts dieses auffälligen
Glanzes vergißt man oft den unauffälligen, selbstlosen
Dienst der Arbeiter, die den Auftrag ausgeführt haben. Ihnen
gebührt der wirkliche Ruhm. |
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