2. Kapitel Die
Herrlichkeit des Namens
Die Herrlichkeit
des Namens
Nama Mahima – Wiederholung
des göttlichen Namens
Wieviel
Freude bringt die Wiederholung Seines Namens! Wieviel Kraft
flößt er dem Menschen ein! Wie wunderbar verändert
er die menschliche Natur! Wie erhebt er den Menschen in
einen göttlichen Zustand! Wie zerstört er alte
Sünden, Wünsche, Gedanken, Gelüste, Bedürfnisse,
depressive Stimmungen, sexuelle Begierden und verschiedene
Eindrücke im Geist!
Wie
süß ist Gottes Name. Was für eine gewaltige
Macht besitzt er! Wie schnell verwandelt er die niedere
Natur in reine, sattwige, göttliche Natur! Wie bringt
er einen von Angesicht zu Angesicht zu Gott, so daß man
die Einheit mit Ihm als Para Bhakti, höchste
Liebe, spürt!
Der
Name Gottes bringt mit Sicherheit das gewünschte Ergebnis,
ob er nun richtig oder falsch, wissentlich oder unwissentlich,
bewußt oder unbewußt, gesungen wird. Die Herrlichkeit
des Namens Gottes kann man nicht durch Argumentieren und
den Intellekt begründen. Man kann sie nur durch Hingabe,
Vertrauen und ständige Wiederholung des Namens erfahren
oder verwirklichen. Jeder Name ist voller Energien. Die
Kraft des Namens ist unbeschreiblich. Sein Ruhm ist unbeschreiblich.
Die Wirksamkeit und latente Energie des Namens Gottes sind
unergründlich.
So
wie Feuer die natürliche Eigenschaft hat, entflammbare
Dinge zu verbrennen, so hat der Name Gottes die Macht,
Sünden, geistige Eindrücke und Wünsche zu
verbrennen und jenen ewige Glückseligkeit und immerwährenden
Frieden zu verleihen, die ihn wiederholen. So wie das Verbrennen
eine natürliche, inhärente Eigenschaft des Feuers
ist, so wohnt dem Namen Gottes natürlicherweise die
Macht inne, Sünden an der Wurzel auszurotten und durch
Bhava-Samadhi (überbewußter
Zustand, der durch Hingabe erlangt wird) den Aspiranten zu glückseliger Einheit mit Gott zu bringen.
Oh
Mensch! Nimm Zuflucht zum Namen Gottes. Das Benannte und
der Name sind untrennbar. Singe den Namen Gottes unaufhörlich.
Erinnere dich des Namens Gottes mit jedem Atemzug. Im Eisernen
Zeitalter ist Denken an Gott und Mantra-Wiederholung der
einfachste, schnellste und sicherste Weg zu Gott, zur Unsterblichkeit
und ewigen Freude. Ehre dem Herrn! Ruhm seinem Namen!
Allein
durch Aussprechen des Namens Gottes wurde ein großer
Sünder vom Typ Ajamilas erlöst. Ajamila war ein
gerechter Brahame. Er verliebte sich in ein Mädchen
aus einer unteren Kaste und beging in der Folge zahlreiche
schreckliche Verbrechen. Bei seinem Tod stieß er
den Namen seines Sohnes, "Narayana", aus, woraufhin
die Gehilfen Narayanas selbst zu seiner Rettung herbeieilten
und Ajamila für immer von dieser Welt erlösten.
Das zeigt die außerordentliche Macht des Namens.
Vielleicht
kennt ihr die Geschichte, wie die Prostituierte Pingala
auf geheimnisvolle Weise zur Heiligen wurde durch die Macht
des Namens Ramas und wie leicht sie Erlösung erlangte.
Ihr Guru war ein Papagei, den sie als Geschenk von einem
Dieb erhalten hatte. Der Papagei war darauf dressiert, "Sri
Rama, Sri Rama" zu sagen. Pingala wußte nichts
von Rama. Sie hörte den Klang Rama-Rama von
dem Papagei. Es klang sehr melodisch und bezaubernd und
gefiel ihr. Sie richtete ihren Geist auf den Namen Ramas
und trat auf geheimnisvolle Weise in den überbewußten
Zustand, die Einheit mit Rama, ein. So groß ist die
Macht des Namens des Herrn. Es ist schade, daß die
modernen, wissenschaftlich orientierten Menschen, die mit
ihrer wertlosen weltlichen Gelehrsamkeit prahlen, nicht
an den Wert des Namens Gottes glauben. Das ist äußerst
bedauerlich.
Erfahre
die Herrlichkeit des Namens Ramas. Man muß lernen,
den Namen Ramas voller Hingabe und Glauben anzunehmen.
Wenn man das Ramayana von Tulsidas liest, erfährt
man die große Göttliche Macht dieses gesegneten
Namens.
Gandhi
schreibt: "Ihr mögt mich fragen, warum ich euch empfehle,
das Wort Rama zu benutzen und nicht einen der vielen
anderen Namen des Schöpfers. Es stimmt; Er hat so
viele Namen und mehr wie Blätter an einem Baum, und
ich könnte euch zum Beispiel bitten, das Wort ,God‘ zu
nehmen. Aber was für eine Bedeutung hätte das
für euch? Damit ihr bei der Wiederholung von ,God‘ irgendetwas
fühlen könntet, müßte ich euch zuerst
Englisch beibringen und euch die Gedanken- und Vorstellungswelt
fremder Völker erklären.
Aber
wenn ich euch sage, ihr sollt den Namen Rama wiederholen,
gebe ich euch einen Namen, der seit vielen Generationen
von den Menschen in diesem Land verehrt wird – ein Name,
der selbst den Tieren und Vögeln, den Bäumen
und Steinen der hinduistischen Welt seit vielen tausend
Jahren vertraut ist. Ihr erfahrt aus dem Ramayana,
wie ein Stein am Straßenrand bei der Berührung
durch Ramas Fuß lebendig wurde. Ihr müßt
lernen, den gesegneten Namen Ramas mit solcher Innigkeit
und Hingabe zu wiederholen, daß die Vögel aufhören
zu singen, um euch zuzuhören und selbst die Bäume
euch ihre Blätter zuneigen, bewegt von der göttlichen
Melodie dieses Namens."
Kamal
wurde von seinem Vater Kabir heftig gescholten, weil er
einem reichen Kaufmann zur Heilung von Lepra verordnet
hatte, zweimal den Namen Ramas zu wiederholen. Kamal hatte
den Kaufmann gebeten, zweimal "Rama" zu wiederholen;
dennoch wurde er nicht geheilt. Kamal erzählte seinem
Vater von diesem Vorfall. Kabir war sehr verärgert
und sagte zu Kamal: " Du hast Schande über mich gebracht,
in dem du den Kaufmann angewiesen hast, zweimal Rama zu
wiederholen. Die einmalige Wiederholung von Rama ist völlig
ausreichend. Nun schlage den Kaufmann kräftig mit
einem Stock auf den Kopf. Sag ihm, er soll sich in den
Ganges stellen und Rama einmal aus Herzensgrund wiederholen." Kamal
folgte den Anweisungen seines Vaters. Er versetzte dem
Kaufmann einen kräftigen Schlag auf den Kopf. Der
Kaufmann wiederholte den Namen Ramas nur einmal mit innigem
Gefühl aus tiefstem Herzen und wurde vollkommen gesund.
Kabir
sandte Kamal zu Tulsidas. In Anwesenheit von Kamal schrieb
Tulsidas den Namen Ramas auf ein Tulsi-Blatt und besprengte
50 Leprakranke mit dem Saft. Alle wurden geheilt. Kamal
war tief erstaunt. Dann sandte Kabir Kamal zu dem blinden
Sur Das. Sur Das bat Kamal, den Leichnam zu bringen, der
im Fluß dahertrieb. Der Leichnam wurde gebracht.
Sur Das flüsterte nur einmal "Ram" – nicht
den vollen Namen Rama! – in ein Ohr des Toten, der dadurch
wieder lebendig wurde. Kamals Herz war erfüllt von
Ehrfurcht und Verwunderung. So groß ist die Macht
des Namens Gottes! Liebe Freunde! Gebildete Studenten!
Liebe Anwälte, Professoren, Doktoren und Richter!
Blast euch nicht auf mit eurem falschen weltlichen Wissen.
Wiederholt den Namen Gottes mit richtigem Gefühl und
Liebe aus der Tiefe eures Herzens und erfahrt höchste
Glückseligkeit, Wissen, Frieden und Unsterblichkeit,
jetzt, in diesem Leben, nein, jetzt, in dieser Sekunde!
Kabir
sagt: "Wenn jemand sogar im Traum "Rama, Rama" ausspricht,
würde ich ihm gern ein Paar Schuhe für den täglichen
Gebrauch aus meiner eigenen Haut anfertigen." Wer kann
den Ruhm von Gottes heiligem Namen beschreiben? Wer kann
die Größe und den Glanz der heiligen Namen Gottes
wirklich verstehen? Nicht einmal Parvati, der Gemahlin
Shivas, gelang es, die Größe und wirkliche Bedeutung
des Namens Gottes angemessen in Worte zu fassen. Wenn jemand
Seinen Namen singt oder ihn singen hört, wird er zu
großartigen spirituellen Höhen erhoben, ohne
sich dessen bewußt zu werden. Er verliert sein Körperbewußtsein.
Er ist in Freude getaucht. Er trinkt den göttlichen
Nektar der Unsterblichkeit. Er ist vom Göttlichen
berauscht. Die Wiederholung des Namens Gottes läßt
den Anhänger die Göttliche Gegenwart fühlen,
den Göttlichen Glanz, das Göttliche Bewußtsein
in sich selbst und in allem. Wie süß ist Haris
Name! Wie mächtig ist der Name des Herrn! Wieviel
Freude, Frieden und Kraft bringt Sein Name dem, der ihn
wiederholt! Gesegnet sind die, die den Namen Gottes wiederholen,
denn sie werden frei vom Rad der Wiedergeburt und des Todes
und erreichen Unsterblichkeit!
Dank
ihres unendlichen Glaubens an den Namen Haris verbrannten
die Pandavas nicht, obwohl ihr Haus angezündet
wurde. Das Feuer vermochte die Gopalakas nicht zu
verletzen dank ihres grenzenlosen Glaubens an den Namen
Gottes. Hanuman verbrannte nicht, obwohl die Rakshasas (Dämonen)
Feuer an seinen Schwanz legten, weil er unerschütterliches
Vertrauen in den Namen Ramas hatte. Prahlada verbrannte
nicht, weil er zum Namen Haris Zuflucht genommen
hatte. Sita wurde nicht vom Feuer berührt,
als sie die Feuerprobe bestehen mußte, um ihre Reinheit
zu beweisen, denn sie wählte Ramas Namen als einzige
Zuflucht. Während ganz Sri Lanka in Schutt und Asche
gelegt wurde, verbrannte der Palast Vibhishanas nicht,
wegen seines unendlichen Glaubens in den Namen Ramas. So
groß ist die Herrlichkeit des Namens des Herrn.
Nutzen
von Japa
I
Japa
kontrolliert die Kraft des Gedankenstroms, wenn dieser
zu äußeren Objekten wandert. Es zwingt den Geist,
sich Gott und der Erlangung ewiger Glückseligkeit
zuzuwenden. Es führt auch zur Vision Gottes. Reine
Bewußtheit (Chaitanya) ist in jedem Mantra
verborgen. Immer wenn der spirituelle Schüler in seiner
Praxis nachläßt, stärkt die Kraft des Mantras
seine Motivation, weiterzuüben (Sadhana-Shakti).
Ständige und anhaltende Wiederholung über einige
Monate gräbt neue Spuren in Geist und Gehirn.
Während
der Ausübung von Japa fließen alle göttlichen Qualitäten
ständig von Gott in den Geist des Praktizierenden, wie Öl von einem
Gefäß ins andere fließt. Japa transformiert die Natur des
Geistes. Es macht den Geist sattwig.
Japa verändert
die geistige Substanz von Leidenschaft zu Reinheit, von Rajas (Unruhe, Aktivität)
zu Sattwa (Ruhe, Reinheit). Es beruhigt und stärkt den Geist, richtet
ihn nach innen und beherrscht seine nach außen gerichteten Tendenzen.
Es rottet alle schlechten Gedanken und Neigungen aus, macht entschlossen und
ernsthaft. Es führt unter Umständen zur unmittelbaren Vision der
persönlichen Gottheit oder zur Gottesverwirklichung.
Durch
ständiges Japa und Gebet wird der Geist gereinigt.
Er füllt sich mit guten und reinen Gedanken. Mantra-Wiederholung
und Gebet stärken die guten Eindrücke im Geist. "Ein
Mensch wird das, was er denkt." Das ist ein psychologisches
Gesetz. Der Geist eines Menschen, der sich im Denken von
guten, erhabenen Gedanken übt, entwickelt eine Neigung
zu guten Gedanken. Durch ständige gute Gedanken wird
sein Charakter geformt und verwandelt. Wenn man bei der
Ausübung von Japa und Gebet an das Bild Gottes denkt,
nimmt die geistige Substanz tatsächlich die Form des
Bildes an. Das nennt man Samskara (Eindrücke
im Geist, im Unterbewußtsein). Wenn das oft wiederholt
wird, gewinnen die Samskaras an Kraft und eine neue
Gewohnheit formt sich im Geist. Wer göttliche Gedanken
pflegt, wird dadurch selbst ins Göttliche transformiert.
Seine Veranlagung wird gereinigt und vergöttlicht.
Der Meditierende und das Objekt des Meditierens, der Betende
und das Angebetete, der Denker und das Gedachte werden
dasselbe. Das ist Samadhi, der überbewußte
Zustand. Das ist die Frucht der spirituellen Praxis und
der Japa-Wiederholung.
Stille
Wiederholung des Namens Gottes, Hari Om oder Sri
Rama, ist ein gewaltiges Stärkungsmittel und wirksames
Medikament gegen alle Krankheiten. Die Praxis sollte nie,
unter keinen Umständen, unterbrochen werden, nicht
einmal für einen Tag. Sie ist wie Nahrung. Sie ist
spirituelle Nahrung für die hungrige Seele. Jesus
sagt: "Man lebt nicht vom Brot allein; aber man kann allein
vom Namen Gottes leben." Man kann sich vom Nektar ernähren,
der durch Japa und Meditation fließt. Sogar die einfache
mechanische Wiederholung eines Mantras löst große
Wirkungen aus. Sie reinigt den Geist und wirkt als Torwächter.
Sie warnt, wann immer weltliche Gedanken kommen. Plötzlich
ist man in der Lage, diese Gedanken zu steuern und das
Mantra wieder aufzunehmen. Auch bei mechanischer Wiederholung
ist ein Teil des Geistes mit dem Mantra beschäftigt.
Wenn
man das Wort "Ausscheidung" oder "Urin" ausspricht, während
ein Freund ißt, muß er sich vielleicht sofort übergeben.
Wenn man an "heißes Pakoda" denkt, läuft einem
das Wasser im Mund zusammen. In jedem Wort liegt eine schöpferische
Kraft. Wenn es sich schon mit normalen Wörtern so
verhält, wieviel mehr Kraft mag dann wohl dem Namen
des Herrn innewohnen – Hari, Rama, Shiva oder Krishna?
Wiederholung des Namens oder an ihn denken verändert
die geistige Substanz, überschreibt die groben alten
Eindrücke im Geist, verwandelt die niedrige Natur
und läßt den Betenden Gott schauen. Darüber
gibt es keinen Zweifel. Oh ihr Zweifler und wissenschaftsgläubigen
Atheisten! Wacht auf! Öffnet die Augen! Singt Seinen
Namen immerzu! Singt Mantras!
Einzig
und allein die Erinnerung an den Namen Gottes ist frei
von Schwierigkeiten und Problemen. Sie ist leicht, tröstlich
und einfach. Deshalb gilt sie als "Königin" aller
spirituellen Praktiken zur Gottesverwirklichung.
Bei der Wiederholung
Seines Namens muß man aus tiefstem Herzen unerschütterliche Hingabe
und umfassende Liebe zu Gott empfinden. Man muß alle anderen weltlichen
Gedanken aus dem Geist vertreiben. Füllt den Geist mit Gedanken an Gott,
an Gott allein. Kämpft, strengt euch richtig an, bleibt ganz vertieft
in Ihm!
Es ist nicht
gut, drei Monate lang Krishna zu lieben, die nächsten drei Monate Rama,
dann sechs Monate lang Shakti, einige Zeit Hanuman und dann eine Weile Shiva.
Das ist Vyabhicharini Bhakti, flatterhafte Gottesliebe. Wenn man Krishna
liebt, soll man Ihn bis zum Ende lieben. So wie man in einem Stuhl, einem Tisch,
einer Bank, einem Stock oder einem Schrank Holz sieht, so sehe man Antaratman,
das Innere Selbst, und Krishna in jeder Blume, in jedem Baum, in Früchten
und allen Objekten. Das ist Ananya Bhakti und Para Bhakti, ausschließliche
und höchste Hingabe.
So
wie einem alle Eigenschaften seines Sohnes gewärtig
sind, wenn man an seinen Namen, zum Beispiel Visvanathan,
denkt, so sollte man sich die Eigenschaften Gottes wie
Allmacht, Allwissenheit und so weiter, vergegenwärtigen,
wenn man an Seinen Namen denkt.
Man wiederhole
das Mantra mit reinem Gefühl und der richtigen geistigen Einstellung.
Die tiefe Hingabe stellt sich langsam ein, während der Reinigungsprozeß fortschreitet.
Sogar rein mechanische Wiederholung hat eine sehr große Wirkung. Die
Schwingung, die durch die Mantra-Wiederholung im Geist aufgebaut wird, reinigt
das Unterbewußtsein.
Ein Anfänger
sollte eine Japa-Mala, eine Gebetskette, zu Hilfe nehmen. Später kann
man zu Manasika Japa (geistige Mantra-Wiederholung) übergehen.
Wenn man das Mantra täglich sechs Stunden lang wiederholt, wird das Herz
schnell gereinigt. Man kann die Reinheit fühlen. Man braucht großes
Vertrauen in sein Guru-Mantra und muß es geheimhalten.
Je kürzer
das Mantra, desto größer die Kraft der Konzentration. Von allen
Mantras ist "Rama" das beste. Es ist auch einfach zu wiederholen.
II.
Japa
reinigt das Herz.
Japa festigt
den Geist.
Japa zerstört
die Shadripus.
Japa beendet
Geburt und Tod.
Japa verbrennt
Sünden.
Japa versengt
die Samskaras.
Japa befreit
von Verhaftung.
Japa führt
Leidenschaftslosigkeit herbei.
Japa rottet
alle Wünsche aus.
Japa macht
furchtlos.
Japa beseitigt
Täuschung.
Japa gibt
höchsten Frieden.
Japa entwickelt
Liebe.
Japa vereint
den Ausübenden mit Gott.
Japa schenkt
Gesundheit, Wohlstand, Stärke und ein langes Leben.
Japa bringt
Gottesbewußtsein.
Japa verleiht
ewige Glückseligkeit.
Japa erweckt
die Kundalini.
III.
Japa
ist wie ein schönes, erfrischendes, aufheiterndes
spirituelles Bad.
Es wäscht
auf wunderbare Weise den Astralkörper (Linga Sharira.
Japa ist eine
herrliche göttliche Seife für den Geist.
Es reinigt
ihn von allen Arten von Unreinheiten.
Wenn es einem
nicht gelingt, das Bild seiner persönlichen Gottheit zu formen,
wenn es einem
nicht gelingt, den Geist auf seine Schutzgottheit zu fixieren,
dann versuche
man, den Klang des Mantras beim Wiederholen zu hören,
oder sich
das Mantra geschrieben vorzustellen.
Das bringt
das Wandern des Geistes zum Stillstand.
IV.
Jeden
Augenblick kann der Tod nach dir greifen.
Das Leben
ist nicht zum Essen und Trinken gedacht.
Es ist sehr
schwer, als Mensch geboren zu werden,
Oh Freund,
wache auf, übe Japa mit Hari Om oder Sri Rama.
Es gibt kein
besseres Heilmittel in diesem Eisernen Zeitalter
als Japa mit
einem Gottes-Mantra.
Japa hält
den Totengott (Yama) fern.
Japa zerstört
die fünf Leiden und die drei Tapas.
Wie Feuer
Baumwolle verbrennt,
so verbrennt
Japa alle bindenden Handlungen.
So wie der
Ganges ein schmutziges Kleid reinigt,
so reinigt
Japa den verschmutzten Geist.
Der eifrige
Aspirant, der sich nach der Vision Gottes sehnt,
steht pünktlich
zu Brahmamuhurta auf
und setzt
sich mit gekreuzten Beinen im Lotus hin.
Mit Gefühl
und Liebe bewegt er die Perlen,
manchmal übt
er geistiges Japa,
dann wieder
flüstert oder summt er,
ohne daß sein
Nachbar es hört.
Manchmal spricht
er laut, wenn der Geist wandert.
Am Ufer des
Ganges macht er Askeseübungen,
lebt von Milch
und Früchten oder fastet manchmal,
führt Purascharana mit
hunderttausendmaliger Mantrawiederholung durch,
erlebt dadurch
Frieden im Geist und göttliche Erfahrungen
und vollzieht
danach die Opferzeremonie (Havana),
gibt Brahmanen,
Mönchen und Armen zu essen.
So ist er
Gott wohlgefällig und erlangt Seine Gnade
und erfährt
Glückseligkeit, Vollkommenheit und Unsterblichkeit!
Das Feuer
des Japa verleiht seinem Gesicht göttlichen Glanz.
Der Japa-Yogi
leuchtet strahlender als die Sonne,
nur durch
Japa allein erlangt er alle übernatürlichen Kräfte,
nicht einmal Adi-Shesha (die
Weltschlange, auf der Vishnu ruht) kann seinen Glanz und Ruhm beschreiben.