Erfahrungsbericht
- Peter Brose -
04.05.2004
Guten Tag Sukadev!
Am vergangenen Wochenende war ich zum Ayurveda-Seminar in Bad Meinberg.
Ich möchte Dir von meinen Eindrücken erzählen.
Mögen sie Dich in Deinem Tun bestätigen.
Nie im Leben hätte ich mich freiwillig auf ein Mantrasingen
in der Gruppe eingelassen... Obwohl ich seit 1983 als Autodidakt
zum Autogenen Training kam, für das es bei uns im Osten keine
Befürworter gab. Eine sehr gute Beschreibung eines Russen,
Levi hieß er, ließ mich Zusammenhänge erkennen
und erfühlen, die meinen materialistischen Horizont aufbrachen.
Erst 1989 kam ich dann auch an weitere Informationen, ich probierte
TaiChi, AiKiDo, Die Fünf Tibeter, bis ich über die Erkenntnis
der alles verbindenden Atemarbeit zum Yoga kam.
Karen Zebroff hatte ein Anfängerbuch mit guter Beschreibung der
Asanas, das war mein erster Lehrer. Das Standardwerk vom Shivananda-Center
wurde dann sozusagen meine "Bibel". Ich praktiziere seither
für mich Asanas und stellte fest, daß ich keinen Arzt mehr
brauchte. Für die Krankenkasse zahlte ich nur noch 75 Euro im Monat
bei hoher Selbstbeteiligung.
Im beruflichen Leben als Vertriebsmann und auch privat habe ich den
seelischen Druck mit den bekannten Methoden ausgleichen können.
So wuchs ich Tag um Tag ohne äußeres Dazutun spirituell.
Von jeher bin ich ein Naturbursche, der die Sprache des Waldes intuitiv
besser versteht als die Nachrichten im Radio. Über Richtungen und
Wege habe ich nie nachgedacht, war meinem Schicksal für alles dankbar,
selbst für die schmerzlicheren Lehren.
Irgendwann im Leben war ich dann Geschäftsführer eines mittleren
Unternehmens mit der 70-Stunden-Woche und machte den Schnitt: Schluß
jetzt. Es gibt keinen Sinn. Ich wurde selbständig, um mehr Zeit
für Yoga und Sport zu haben und wurde ein noch zufriedener Mensch.
Und dann kam intuitiv der Gedanke, mir in Bad Meinberg etwas mehr über
Ayurveda anzuhören. Ich hatte das Buch von Dieter Scherer gelesen
und mir ein Grundwissen erarbeitet. Nun wollte ich Yoga im Kurs erleben
und sehen, wie ein Ashram auf mich wirkt. Meine Vorurteile konnte ich
nicht gänzlich unterdrücken. Doch ich war bereit, mich völlig
einzulassen. Auch auf das Singen.
Dann passierte es. Am Freitag hatte ich die erste Yogastunde in meinem
Leben bei einem Trainer, bei Haridas. Ich besuchte den mittleren Kurs.
Und ich war überrascht, daß ich im Selbststudium so weit
gekommen war. Das war ein Sonnenaufgang für mich. Am Samstag, beim
gemeinsamen Mantrasingen, hatte ich dann Emotionen wie nie zuvor. Plötzlich
fühlte ich mich geborgen wie ein Kind, ein stilles Glück überkam
mich, wie ich es wohl ewig nicht mehr erlebt hatte.
Die gesamte Lebensweise dort, die Menschen, die Regeln, nach denen gelebt
wird, natürlich die Lebensphilosophie überhaupt, das alles
ist wie für mich geschaffen. Mir war, als ob ein weiser Vater seine
Hand auf meine Schulter legte und sagen wollte, Sieh her mein Sohn,
dies sollte dein Weg sein.
Das Jaya Ganesha klingt fortwährend in mir nach und ich wünsche
mich täglich dorthin zurück. Für dieses wunderbare Gefühl,
für dieses Licht auf dem Weg möchte ich mich voll Hochachtung
bei Dir, Sukadev, bedanken. Bei Dir stellvertretend für all jene
um Dich herum, die daran teil haben.
Ich möchte in diesem Sinne meine Energien fließen lassen.
Dazu stelle ich Überlegungen an, meine berufliche Tätigkeit
aufzugeben. Im Sommer komme ich zurück zur Yogalehrerausbildung.
Vielleicht gibt es auch interessante Aufgaben, die ich im Haus selbst
übernehmen kann. Ich bin handwerklich, meine Stärke ist die
Kommunikation, Motivation von Menschen, Konfliktlösung, auch Vertrieb
und Marketing und ich bin ein Organisationstalent. Ich bin auf dem Wege.
Aus Sympathie zum Haus Yoga Vidya habe ich mein Unternehmen, die DKV,
zum Sponsoring aufgefordert.
...
Mit den allerherzlichsten Grüßen aus dem Schwarzwald
Peter Brose |
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