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Mohammed

Der Prophet Mohammed

von Sri Swami Sivananda
 
 

Mohammed, bekannt als der Prophet des Islams, wurde am 20. April als Abkömmling der hochgeachteten Qoreish-Stämme in Mekka geboren. Der Hauptbeschäftigung seines Stammes war der Handel. 

Der Islamische Prophet führte ein Leben der Einfachheit und Armut. Sein Haus, das aus Lehmwänden errichtet und mit Dattelpalmenblättern gedeckt war, blieb oftmals dunkel, weil es an Öl für die Lampe fehlte. Manchmal hatte er nicht einmal das Mehl, um Brot zu backen.

Der Name von Mohammeds Vater war Abdullah. Er starb, während er von einer Reise nach Medina zurückkehrte. Seine Mutter starb sechs Jahre später und ließ Mohammed in der Obhut seines Onkels Abu Talib zurück. Der Name seiner Mutter war Amna.

Mohammed war Analphabet, doch er zeigte schon von klein auf eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Konzentration. Er war ein ernstes Kind und beteiligte sich nie an Streichen oder Herumtollen.

Als er aufwuchs, erwarb er sich einen sehr guten Ruf für seine Ehrlichkeit und Integrität. Er erfüllte immer seine Versprechen. Da er äußerst vertrauenswürdig war, wurde er als Al-Amin bekannt.

Eines Tages begleitete Mohammed seinen Onkel auf eine Geschäftsreise nach Syrien. Während dieser Reise traf er Bahera, einen christlichen Mönch, der den Jungen sofort als zukünftigen Propheten erkannte. 

Als Mohammed fünfundzwanzig war, heiratete er Khadija, eine reiche Witwe aus Mekka, die damals vierzig Jahre alt war. Sie war eine sanftmütige Frau von makellosem Charakter.
 

Die Geburt des Islams

Mohammed ging regelmäßig zu einer Höhle in der Wüste, drei Meilen von Mekka entfernt, wo er ganze Monate in Gebet und Meditation zu verbringen pflegte. Eines Morgens erschien ihm der Engel Gabriel und sprach: „Erhebe dich, denn du bist der Prophet Gottes. Gehe hin und predige im Namen deines Herrn. Dein Gott ist barmherzig.“ Eine Stimme war zu hören – die Stimme des Herrn – die zu dem Propheten sprach. Es wurde aufgezeichnet und wurde zu dem Text des heiligen Koran. Der Koran ist kein literarisches Werk Mohammeds; er ist eine direkte Offenbarung des Herrn.

Als er von der Höhle zurückkehrte, war Mohammed von göttlicher Erhabenheit erfüllt. Als er seine Frau über die Vision in Kenntnis setzte, die er gehabt hatte, sagte sie: „Du bist gläubig und sprichst niemals die Unwahrheit. Daher magst du dem Ruf gehorchen und der Stimme folgen.“ Khadija war die erste Jüngerin, die ihr Vertrauen in den Propheten bekannte. Sie wurde seine Schülerin und die erste Anhängerin des Islams.

Mohammed hielt öffentliche Predigten über seinen Glauben, in denen er die Einheit Gottes verkündigte und das Übel der Trunkenheit und Unreinheit anprangerte, zu einer großen Anzahl von Menschen. Obwohl einige spotteten und sich abwandten, wurden andere durch die Macht seiner Worte bekehrt.

Einmal ging er zur Kaaba und verkündete, dass es keinen Gott außer Allah gäbe. Die Götzenverehrer sahen dies als große Beleidigung an und griffen ihn an, doch er wurde von seinen Schülern gerettet. Er wurde oftmals in aller Öffentlichkeit beschimpft und beleidigt.

Der Prophet des Islams hielt keine Debatten ab, noch forderte er irgend jemanden zu Auseinandersetzungen und Diskussionen heraus. Er bekehrte die Menschen durch die seine starke Persönlichkeit, sein charmantes Benehmen und die Kraft seiner göttlichen Tugenden in aller Stille zu seinem Glauben. Er ertrug geduldig die Verfolgung durch seine Peiniger. Seine Eigenschaften sowie die Kraft der Verse des Korans nahmen die Herzen der Menschen gefangen.
 

Die Ausbreitung des Islams

622 n. Chr. floh Mohammed von Mekka nach Medina, als er herausfand, das der Qoreish-Stamm plante, ihn zu töten. Der Kalender der Muslime beginnt an dem Tag dieser Flucht, welche als die „Hijra“ bekannt ist.

Die Einwohner von Medina akzeptieren bereitwillig Mohammeds Glauben, weil er schlicht, einfach und direkt war. Mit ihrer Hilfe kehrte der Prophet später mit einer Armee von Männern nach Mekka zurück, wo er dabei erfolgreich war, seine Verwandten und Mitmenschen zu bekehren. Danach schickte er Missionare zu anderen Teilen Arabiens, mit dem Ziel, die gesamte Halbinsel zu dem neuen Glauben zu bekehren. 

Die Lehren Mohammeds zogen zahlreiche Anhänger an, weil sie von einem einfachen und ehrlichen Mann kamen, der sich niemals als Weltenlehrer aufspielte. Er sagte seinen Schüler oftmals, dass er nur ein gewöhnlicher Mensch wie sie sei, der sie lehrte, an Allah und Seine Offenbarungen zu glauben.
 

Mitgefühl in Aktion

Mohammed besaß sehr viel Mitgefühl und Liebe. Er diente den Witwen und Waisen, den Armen, Kranken, Alten und Obdachlosen. Einmal traf er eine alte, verarmte Witwe. Mohammed sagte zu seiner Frau: „Meine Liebste, gib zuerst dieser alten Frau zu Essen, danach kannst du essen.“

Als der Prophet eine blinde Frau in Mekka auf der Straße umherstolpern sah, führte er sie sanft nach Hause und brachte danach täglich Mahlzeiten zu ihr.

Eines Tages sah er eine Frau, die eine schwere Last auf dem Kopf trug. Sogleich erlöste er sie von ihrer Bürde und trug sie auf seinem eigenen Kopf zu seinem Haus.

Mohammed war demütig und einfach. Obgleich er ein Prophet mit einer großen Anhängerschaft war, arbeitete er während des Baus der ersten Moschee in Medina zusammen mit anderen wie ein gewöhnlicher Arbeiter. Er flickte seine eigenen Schuhe, molk die Kühe, fegte das Haus, kaufte ein, band die Kamele an und fütterte sie. Er lachte niemals laut, sondern lächelte nur. Er hatte ein anziehendes Gesicht und ein bezauberndes Lächeln. Er achtete die Armen und gab vielen Sklaven die Freiheit zurück. 
 

Grundsätze des Islams

Der Islam – das Wort bedeutet „Hingabe an den Willen Gottes“ – hat eine bemerkenswerte Ähnlichkeit zu der semitischen Religion des Judentums. Er betont das Prinzip der Brüderlichkeit und der Gleichheit der Menschen, und basiert auf entsagtem, einfachem Leben.

Die wichtigsten Vorschriften des Islams sind Fasten, Gebet, die Pilgerfahrt, Wohltätigkeit und der feste Glaube an die Einheit Gottes und an Seine Propheten, insbesondere Mohammed. Der heilige Koran, der in über hundert Kapitel (Suren) eingeteilt ist, beginnt und endet mit dem Thema der Einheit Gottes. Die Religion des Islams ist im Wesentlichen eine Religion des Friedens, denn Mohammed war ein Liebhaber des Friedens und der Gewaltlosigkeit. Selbstlosigkeit und Dienst an der leidenden Menschheit sind die Schlagworte des Islams.
 

Anekdoten

Als Mohammed einem kranken Sklaven diente, fragte der letztere: „Hat mein Herr dich geschickt, damit du dich um mich kümmerst?“

„Ja,“, sagte Mohammed, „der Herr aller Herren hat mich geschickt, um dir zu dienen.“

Eines Tages näherte sich ein sterbender Hund einem Anhänger Mohammeds. Der Mann hatte keine Möglichkeit, Wasser für den Hund zu beschaffen, denn Brunnen in der Wüste trocknen schnell aus. Da bemerkte er in der Nähe einen kleinen Teich mit schlammigem Wasser. Er zerriss sein Hemd, tränkte es mit dem Wasser, nahm den Hund auf den Schoß und befeuchtete sein Maul mit dem nassen Tuch. Ein anderer Araber, der dies sah, ging zu dem Propheten und sagte: „Einer deiner Anhänger hat ein dreckiges Tier, einen Hund, berührt, und daher sollte es ihm nicht erlaubt werden, hierher zurückzukommen.“

Mohammed fragte: „Was hat er mit dem Hund gemacht?“

„Ich weiß nicht, aber ich habe gesehen, wie er sein Maul mit einem zerrissenen Stück Stoff befeuchtet hat, dass er in schlammiges Wasser getaucht hatte.“, antwortete der Mann.

„Er ist ein besserer Muslim als du es bist, denn er ist gut zu Tieren.“, sagte der Prophet.

Als Mohammed einmal in Mekka war, kam ein armer Schafhirte aus den Hügeln, um am Gottesdienst in der Moschee teilzunehmen. Er führte die Verehrung auf seine eigene einfache Weise aus, indem er die notwendige Waschung durchführte, den Stein küsste und sich vor der heiligen Stelle verneigte. Tränen flossen aus seinen Augen, als er betete: „Oh anbetungswürdiger Herr der Liebe, zeige mir Dein Antlitz. Lass mich Dein Diener sein. Lass mich Deine Schuhe flicken, Öl auf Dein Haar auftragen, Deine schmutzigen Kleider waschen und Dir täglich die Milch meiner Ziege bringen. Lass mich Deine Hand küssen und Deine heiligen Füße waschen. Lass mich Dein Zimmer fegen.“

Diese einfachen Worte des ehrlichen und schlichten Schafhirten beleidigten die Priester, die nahe bei ihm standen. Sie sagten zu ihm: „Was für eine Gotteslästerung ist das? Der allmächtige Herr bedarf keiner solchen Gaben.“

Sie waren drauf und dran, ihn aus dem Tempel zu treiben, als der Prophet sie zu sich rief und fragte: „Wenn ihr in fernen Ländern seid, in welche Richtung wendet ihr eure Gesichter?“.

„Wir wenden unsere Gesichter gen Mekka.“, gaben sie zur Antwort.

Er fragte weiter: „Wenn ihr euch innerhalb dieser heiligen Wände befindet, in welche Richtung wendet ihr eure Gesichter?“.

„Hier ist alles heilig.“, antworteten sie, „Es spielt keine Rolle, in welche Richtung wir uns wenden.“.

Der Prophet sagte daraufhin: „Eure Antwort ist gewiss schön. In der Moschee spielt es keine Rolle, wie ihr betet, solange ihr Liebe und Ehrfurcht habt. Das einfache Gebet dieses Armen Schafhirten ging drang geradewegs in die Ohren Allahs ein, klarer als die euren, denn es wurde mit intensiver Liebe, Glauben, Aufrichtigkeit und Ehrfurcht aus seinem Herzen heraus ausgesprochen. Macht Platz neben mir für den armen Liebenden Gottes. Niemand soll sich seiner Gemeinschaft schämen. Er ist eine demütige, reine und erhabene Seele.“. 
 

 

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