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Chakra - die Energiezentren

Chakra heißt wörtlich „Rad“. Energiezentren sind typischerweise rund, eben wie ein Rad. Chakras werden auch als Padmas bezeichnet, als Lotos. Lotosblüten sind rund und können sich öffnen und schließen. So können auch die Chakras geöffnet und geschlossen sein.
Chakras sind die Geflechte oder Zentren subtiler Lebensenergie in der Sushumna. Sie sind  Bewusstseinszentren und Lagerplätze für Energiekräfte. Die entsprechenden Zentren des groben, physischen Körpers befinden sich im Rückenmark und in den Nervengeflechten. Die grobstofflichen Nerven und Geflechte haben starke Verwandtschaft mit den feinstofflichen Nadis und Chakras. Da die physischen Zentren in enger Verbindung mit den astralen stehen, haben die Schwingungen, die durch die vorhin beschriebenen Methoden in den physischen Zentren erzeugt werden, die gewünschte Wirkung auf die Astralzentren. Wie schon gesagt wurde, verkörpert jedes Chakra ein Stadium des Bewusstseins. Es ist ein Zentrum zartesten Erkennens und vermittelt ein bestimmtes Gefühl oder Glückseligkeit oder Freude. Es ist tatsächlich ein Lagerplatz für Energiekräfte. Jedes Chakra hat seine vorherrschende Charakteristik. In jedem Chakra herrscht ein bestimmter Gott und eine bestimmte Göttin. Jedes Chakra wird durch ein Tier repräsentiert, was bedeutet, dass das Chakra die Eigenschaft dieses bestimmten Tieres hat. Muladhara bis Vishuddha sind die Zentren der fünf Elemente: Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther. Die sieben Hauptchakras entsprechen den sieben Lokas (Ebenen, Welten), sowie den verschiedenen Körpern (Shariras) und Hüllen (Koshas). Sie können durch Meditation über eine bestimmte Farbe, durch Wiederholung eines bestimmten Bija Mantras und durch die Visualisierung eines bestimmten Symbols angeregt werden.
Jedes Chakra hat eine bestimmte Anzahl von Blütenblätter. Diese repräsentieren die Nadis, die von dem Chakra ausgehen und die verschiedenen Kräfte, welche von diesem Chakra ausgehen. Diese Blütenblätter wiederum werden durch bestimmte Bija Mantras und Farben angesprochen.

Wie viele Chakras gibt es?

So wie es 72 000 Nadis gibt, von denen 14 beziehungsweise drei besonders wichtig sind, so gibt es sehr viele Chakras, von denen sieben für die geistig-spirituelle Entwicklung sowie für die Erweckung der Kundalini besonders bedeutsam sind. Auf jedem Energiekanal gibt es eine Vielzahl von Energiepunkten, die als kleine Chakras bezeichnet werden. Es gibt somit Hunderttausende von Chakras. An den Kreuzungen von zwei oder mehreren Nadis befinden sich etwas wichtigere Chakras.

Marmas und Chakras

Im Ayurveda werden 108 Energiepunkte, die so genannten Marmas, besonders erwähnt. Durch Stimulierung dieser 108 Marmas kann körperliche Gesundheit erhalten oder wiederhergestellt werden. Die Marmas entsprechen den Akupunkturpunkten der Chinesen beziehungsweise den Tsubos der Japaner.
Die unten stehende Tabelle gibt einen Überblick über die sieben Haupt-Chakras und ihre Entsprechungen. Dazu folgende Bemerkungen zur Erläuterung:

  • Sitz: Die ersten fünf Chakras sitzen in der Sushumna im Rückenmarkskanal in der Wirbelsäule. In jedem der fünf Wirbelsäulenabschnitte ist jeweils eines der Chakras. Ajna-Chakra ist in der Verlängerung der Wirbelsäule in der Mitte des Kopfes, Sahasrara am Brahmarandhra (Öffnung zu Brahman) am Scheitel.
  • Kshetra: Die fünf mittleren Chakras strahlen nach vorne aus und haben in ihrem vorderen Energiefeld (Kshetra) von ihnen gesteuerte Neben-Chakras. Die meisten Menschen spüren die Kshetra-Chakras stärker als die Ursprungs-Chakras in der Wirbelsäule. Das unterste Chakra strahlt nach unten, das oberste Chakra nach oben aus.
  • Die fünf mittleren Chakras steuern auch Hormondrüsen und Nervengeflechte.
  • Die innere Farbe eines Chakras ist die Farbe des entsprechenden Elementes. Die äußere Farbe ist die Aura-Farbe, also die Farbe, mit der das Chakra ausstrahlt.
  • Jedes Chakra steuert ein bestimmtes Element (Tattwa). Es wird aktiviert durch Rezitation des entsprechenden Bija-Mantras, Visualisierung des zugehörigen Yantras oder Vorstellung des betreffenden Tieres. Jedem Element entsprechen ein bestimmtes Sinnesorgan sowie bestimmte Charaktereigenschaften.
  • Jedem Chakra wird eine bestimmte Anzahl von Blütenblättern zugeordnet. Die Blütenblätter entsprechen den Haupt-Nadis, die durch das Chakra hindurchgehen. Diese Blütenblätter haben eine bestimmte Energie, die durch eine Farbe ausgedrückt und durch Bija-Mantras geöffnet und aktiviert werden können.
  • Jedem Chakra entsprechen bestimmte göttliche Attribute, ausgedrückt durch Gott/Göttin.
  • Die Schöpfung wird manchmal in sieben Ebenen (Lokas) eingeteilt. Jedem Chakra entspricht eine Ebene. Den Lokas entsprechen die Shariras (Körper) und Koshas (Hüllen) des Menschen. Die Granthis, die jeweils oberhalb des betreffenden Chakras sind, repräsentieren Blockaden zwischen den wichtigsten Ebenen.
  • Die höheren vier Chakras reflektieren die Eigenschaften des Höchsten Selbst.
  • Die sieben Chakras entsprechen sieben Motivationskategorien, die etwas weiter gehen als die vielen Menschen vertraute Maslow’sche Bedürfnispyramide.
  • Für „Hatha-Yoga-Insider“ ist die letzte Zeile dieser Tabelle gedacht: Da wird beschrieben, welche der klassischen Asanas welches Chakra aktiviert.

7 Chakras - Übersichts-Tabelle

 

 

Muladhara

Swadhisthana

Manipura

Anahata

Vishuddha

Ajna

Sahasrara

Sitz

Unteres Ende der Wirbelsäule

Kreuzbein

Lendenwirbelsäile

Brustwirbelsäule

Halswirbelsäule

Mitte des Kopfes

Scheitel

Bild

 

 

 

 

 

 

 

Kshetra (korrelierendes Chakra)

 

Linga bzw. Yoni (in den Geschlechtsorganen)

Nabho Chakra (hinter dem Nabel)

Hrid Chakra (Herz)

Kantha Chakra (Kehle)

Trikuti (zwischen den Augenbrauen)

 

Hormondrüse

 

Geschlechtsdrüsen

Nebennieren, Bauchspeichel-drüse

Thymusdrüse

Schilddrüse

Hypophyse

Zirbeldrüse

Nervengeflecht

 

Beckengeflecht

Sonnengeflecht (Plexus solaris)

Herzgeflecht (Plexus cardialis)

Halsknoten;

Gehirn

 

(Plexus lumbo-sacralis)

Vagus-Nerv

Farbe

Gelb

Weiß

Orange-rot

Blau

Violett

Weiß

 

Bija

Lam

Vam

Ram

Yam

Ham

Om

 

Tattwa (Element)

Prithivi

Apas

Tejas (Agni)

Vayu

Akasha

Avyakta

 

Erde

Wasser

Feuer

Luft

Äther

Geist

Yantra (Symbol)

Quadrat

Mondsichel

Dreieck

Sechszackiger Stern

Kreis im Dreieck

Dreieck im Kreis

 

Anzahl der Blütenblätter/ Nadis

4

6

10

12

16

2

 

Farbe der Blütenblätter

rot

rot

blau

rot

lila-dunkelgrau

weiß

 

Bijas der Blütenblätter

Vam, Sham, Scham, Sam

Bam, Bham, Mam, Yam, Ram, Lam

Dam, Dham, Nam, Tam, Tham, Dam, Dham, Nam, Pam, Pham

Kam, Kham, Gam, Gham, Ngam, Cham, Chham, Jam, Jham, Njam, Tam, Tham

Am, Aam, Im, Iim, Um, Uum, Rm, Rrm, Lrm, Lrrm, Em, Aim, Om, Aum, Am, Ahm

Ham, Ksham

 

Gott

Ganesha (oder  4-gesichtiger Brahma)

Brahma (oder Narayana)

Dreiäugiger Shankara  (oder Vishnu)

Dreiäugiger Shankara (oder Shiva)

Maheshwara SadaShiva als Bindurupa

SadaShiva oder Shambhu Nada

 

Göttin

Dakini

Rakini

Lakini

Kakini

Shakini

Hakini

 

Loka

Bhu Loka

Bhuvar Loka

Swarga Loka

Mahar Loka

Janar Loka

Tapo Loka

Brahma Loka

Sinneswahr- nehmung

Geruch

Geschmack

Sehen

Tastsinn

Hören

Denken

 

Sharira (Körper)

Sthula

Sukshma

Sukshma Sharira

Sukshma Sharira

Karana Sharira

Karana Sharira

 

Physisch

Astral

Astral

Astral

Kausal

Kausal

Kosha

Annamaya

Pranamaya

Manomaya

Vijnanamaya

Anandamaya Kosha

 

 

(Hülle)

Nahrungshülle

Energiehülle

Geistig-emotionale Hülle

Geistig-intellektuelle Hülle

Wonnehülle

Granthi (Knoten)

Brahma Granthi

 

 

Vishnu

 

Rudra

 

Tier

Elefant

Krokodil-Fisch

Widder

Antilope

Elefant

 

 

Charaktereigen-schaften des Elementes

Beständigkeit, Ruhe, Ausdauer, Gleichgewicht, gesunder Men-  schenverstand, Realitätssinn, Sparsamkeit, Prinzipientreue

Hingabe, Loslassen, Liebe, Demut, Mitgefühl, Mitleid, Intuition, Fließen, Gottesliebe, Vertrauen

Durchsetzungs-vermögen, inneres Feuer Temperament, Leidenschaft, Begeisterung, Wahrhaftigkeit,  Kreativität

Offenheit, Anpassungsfähig-keit, Toleranz, Weite, Kommunikation, vielseitiges Interesse,   Verstehen, Aufnahmefähigkeit

Kommunikation, Ausdrucks-     vermögen

Intellekt, Intuition, alle geistigen Kräfte

Empfangen der göttlichen Gnade (“Heiliger Geist”)

höhere Eigenschaft

 

 

 

Ananda (Wonne), Liebe, Hingabe

Sat (reines Sein). Unendliche Ausdehnung

Chid (reines Wissen)

Reines Bewußtsein

Motivation

Essen, Trinken, Schlafen: Selbsterhaltung

Sex, Familie: Art-erhaltung

Selbstausdruck, Macht, Ansehen

Dienen, reine Liebe, Vision Gottes

 

Selbstverwirklichung

 

Sonnengebets- stellung

5, 8

3, 10

6

1,7

2, 11

4, 9

12

Asana

Paschimotthan-asana, Matsyendrasana

Paschimotthan-asana, Mtsyendrasana

Navasana, Paschimotthan- asana, Matsyendrasana

Halasana, Matsyasana, Bhujangasana, Dhanurasana

Sarvangasana, Halasana, Bhjangasana Shalabhasana, Dhanurasana

Shirshasana, Navasana, Bhujangasana, Matsyendrasana

Shirshasana, Matsyendrasana

Granthis und Chakren

http://www.yoga-vidya.de/chakra/granthis-und-chakren-html
Von besonderer Bedeutung für die Energieerweckung sind die drei Granthis. Granthi heißt wörtlich „Knoten“. Die Granthis sind Energieblockaden in der Sushumna, die das Aufsteigen der Energien, auch der Kundalini, blockieren und so die menschliche Evolution verlangsamen.

Brahma Granthi

Brahma-Granthi befindet sich oberhalb des Muladhara-Chakras. Brahma-Granthi steht für die Schwierigkeit, von einer materialistischen, grobstofflichen Erfahrung, Wahrnehmung und Einstellung zu einer subtileren, feinstofflichen Erfahrung, Wahrnehmung und Einstellung zu kommen. Brahma-Granthi ist wie der Übergang von der physischen Welt zur Astralwelt. Wenn Brahma-Granthi geöffnet ist, kann der Übende Prana, Nadis, Chakras, Auras spüren, hören oder sehen. Die ganze Feinstoffphysiologie, über die ich in diesem Buch schreibe, wird wahrnehmbar, erfahrbar. Außerdem gewinnt der Wunsch nach weiterem innerem Wachstum an Wichtigkeit gegenüber materiellen Wünschen, Geld und Sicherheit.

Vishnu Granthi

Vishnu-Granthi befindet sich oberhalb des Anahata-Chakras. Vishnu-Granthi steht für die Schwierigkeit, von der astralen zur kausalen Erfahrung zu kommen. Auch die astrale Erfahrung ist in Zeit und Raum begrenzt, geschieht in den Sinneskategorien (hauptsächlich Spüren, Sehen, Hören, etwas weniger auch Riechen und Schmecken), ist ich-bezogen und damit auch machtbezogen: Das „Ich“ nimmt Auras wahr, heilt andere, spürt Energien und so weiter. Das Ego spielt eine wichtige Rolle, will sich von anderen abgrenzen und mehr für sich selbst erlangen. Ist Vishnu-Granthi geöffnet, verlässt der Übende die durch Zeit, Raum, Sinneswahrnehmung und Vergnügungswünschen begrenzte Erfahrung. Statt einer von Ichhaftigkeit geprägten Grundhaltung entsteht ein Grundempfinden von kosmischer Liebe, Freude, Hingabe und der Wunsch zu geben, zu dienen. Man spürt die Verbundenheit aller Wesen und die Einheit allen Seins. Die vorherrschenden Fragen sind jetzt: „Was ist meine Aufgabe im Kosmischen Ganzen? Wie kann ich anderen am besten helfen?“ Dies schließt natürlich auch die Selbstakzeptanz mit ein. Denn auch „ich“ bin Teil des Ganzen.

Rudra Granthi

Rudra-Granthi befindet sich oberhalb des Ajna-Chakras. Rudra ist ein anderer Name für Shiva. Rudra-Granthi steht für die Schwierigkeit, von einer wonnevollen Erfahrung der Verbundenheit, Liebe und Gottesnähe zur absoluten Einheitserfahrung jenseits aller Begrenzungen zu kommen. Rudra-Granthi steht für den Übergang von der kausalen Ebene zur Ebene von Brahman beziehungsweise von Shiva, dem reinen unmanifesten Bewusstsein. Er steht auch für den Übergang von der persönlichen Gotteserfahrung zum vollständigen Verschmelzen.
So haben die drei entscheidenden Schritte der spirituellen Evolution ihr Korrelat im Astralkörper. Erst wenn sich die drei Granthis in der Sushmuna öffnen, können diese Stufen erklommen werden. Umgekehrt gilt: Allein durch mechanische Praktiken kann man diese Stufen nicht „erüben“ oder erzwingen. Man muss dafür auch die entsprechenden Eigenschaften im Alltag entfalten. Und vieles ist nicht nur eine Frage der eigenen Praxis, sondern auch von Hingabe und letztlich Gnade.

Die 7 Chakras

Muladhara Chakra – Wurzelchakra

http://www.yoga-vidya.de/chakra/muladhara-chakra-wurzelchakra.html
Das Muladhara Chakra ist das unterste der sieben Haupt-Chakras. Es wird auch als Wurzelchakra bezeichnet

  • Mula = Wurzel
  • Adhara = Stütze
  • Muladhara = Wurzel-Stütze, daher Wurzelchakra genannt.

Sitz und Symbolik des Muladhara Chakras

Der Sitz des Muladhara Chakras ist das untere Ende der Wirbelsäule. Es steht auch in Beziehung mit dem Perineum und dem Anus
Die innere Farbe des Muladhara Chakras ist gelb beziehungsweise ockergelb, also die Farbe der Erde.
Das Muladhara Chakra ist der Sitz des Erdelementes, Prithivi Tattwa.
Das Muladhara Chakra hat vier Blütenblätter, also vier Haupt-Nadis (Energie-Kanäle), die von ihm ausgehen. Die Zahl vier ist auch die Zahl des Erdelementes und der Materie.
Die Blütenblätter sind rot.
Das Yantra des Muladhara Chakras ist ein Ockergelbes Quadrat. Das Quadrat ist das Symbol des Erdelementes, der Materie.
Das zentrale Bija-Mantra ist „Lam“. Die Mantras der vier Blütenblätter sind Vam, Sham, Scham, Sam.
Ganesha ist der Aspekt Gottes, der das Muladhara Chakra regiert. Ganesha ist der elefantenköpfige Gott, er symbolisiert Festigkeit, den Beginn, Segen und Ausdauer.
Auch Brahma gilt als Regierender des Muladhara Chakras. Brahma ist der Schöpfer. Und das Muladhara Chakra als Wurzelchakra ist die Wurzel der ganzen Schöpfung.
Göttin im Muladhara Chakra ist Dakini. Sie wird dargestellt sitzend auf einem roten Lotus. Sie ist strahlend rot, manchmal auch weiß, hat ein wunderschönes Gesicht mit drei Augen. Dakini hat vier Arme, hält einen Dreizack, einen Stab mit einem Schädel. Sie wird oft auch mit einem Schwan und einem Trinkgefäß dargestellt, also ähnlich wie Brahma.
Unter den Engeln wird Indra dem Wurzelchakra zugeordnet. Er wird dargestellt geb, 4-armig, sitzend auf einem weißen Elefanten (Airavata)
Muladhara Chakra entspricht Bhur Loka, auch Bhu Loka genannt. Bhur Loka ist die Erd-Ebene. Dieser entspricht auch die Annamaya Kosha, die Nahrungshülle, und Stuhla Sharira, also der physische Körper.
Das Sinnesorgan, das vom Muladhara Chakra gesteuert wird, ist der Geruchssinn. Geruch wird über Partikel übertragen und ist damit der grobstofflichste Sinn.
Das Chakra-Tier ist der Elefant als größtes und schwerstes Säugetier.
Dem Muladhara Chakra ist auch das Kapha Dosha zugeordnet sowie in der Humores-Lehre des Mittelalters Phlegmatiker und Melancholiker.
Positive Eigenschaften des Muladhara Chakras sind Beständigkeit, Ruhe, Ausdauer, Gleichgewicht, gesunder Menschenverstand, Realitätssinn, Sparsamkeit, Prinzipientreue.
Motivationen, welche ihren Sitz im Muladhara Chakra haben, sind Essen, Trinken, Schlafen, also alles was mit Selbsterhaltung zu tun hat
Oberhalb des Muladhara Chakra ist Brahma Granthi. Brahma Granthi steht für die Schwierigkeit, aus einer grobstofflichen Wahrnehmung zu einer feinstofflichen Wahrnehmung zu gelangen.

Aktivierung des Muladhara Chakras

Das Muladhara Chakra kann auf vielfältige Weise aktiviert werden:

  • Spezielle Muladhara Chakra Meditationen. Insbesondere Visualisierungen von Wurzeln, von einem Berg und einem Baum helfen, das Muladhara Chakra zu stärken
  • Affirmationen wie „Ich finde Zugang zu meinen Wurzeln“, „Ich bin gut verwurzelt“
  • Spezielle Pranayamas
  • Mantras, wie die Bija Mantras des Muladhara Chakras, Ganesha Mantras, andere Prithivi Mantras
  • Asanas, insbesondere Paschimotthanasana, Matsyendrasana
  • Mula Bandha, Ashwini Mudra

Muladhara Chakra, Kanda, Sushumna und Kundalini

Das Muladhara Chakra als Wurzelchakra ist die Grundlage des ganzen Energie-Zentrums des Menschen. Im Muladhara Chakra hat der Kanda seinen Ursprung, die sogenannte „Wurzelknolle“, in welcher die meisten Nadis (Energiekanäle) ihren Sitz haben. Vom Muladhara Chakra gehen die drei Haupt-Nadis aus, Ida, Pingala und Sushumna. So steigt die Energie durch die feinstoffliche Wirbelsäule (Sushumna) vom Muladhara Chakra her auf. Muladhara Chakra ist auch der Sitz der Kundalini und damit Sitz der Kosmischen Energie im Menschen.
Vor dem Aufsteigen der Kundalini muss das Wurzelchakra stark sein. Nur ein starkes Wurzelchakra kann der machtvollen Kundalini Erweckung eine gute Stütze geben.

Andere Namen/Bezeichnungen/Traditionen für das Muladhara Chakra

  • Im Tantra: Adhara, Brahma Padma, Bhumi Chakra, Chaturdala, Chatuhpatra, Muladhara, Mooladhara, Mula Chakra, Mula Padma
  • In den Veden und Upanishaden: Adhara, Brahma, Muladhara, Mulakanda
  • In den Puranas: Adhara, Muladhara
  • Tibetischer Vajrayana Buddhismus: Hier gibt es keine Entsprechung zum Muladhara Chakra, dafür aber zwei Chakras im Swadhisthana Bereich, wovon man eines dem Muladhara zuordnen kann
  • Im Sufi Lataif System gibt es verschiedene Lataifs, die man mit Muladhara in Verbindung bringen kann
  • In der Kabbalah kann man die niedrigste der Sephiroth, Malkuth, mit dem Wurzelchakra in Korrelation sehen

Swadhisthana Chakra – Sexualchakra

http://www.yoga-vidya.de/chakra/swadhisthana-chakra-sexualchakra.html
Das Swadhisthana Chakra, auch Sexualchakra genannt, ist das zweite der sieben Chakras.
„Swa“heißt „eigen“, „adhisthana“ heißt Wohnung.
Andere Namen des Swadhisthana Chakras sind Adhishthana, Bhima, Shatpatra, Skaddala Padma, Swadhishthana, Wari Chakra, Medhra

Sitz des Swadhisthana Chakras

Der Sitz des Swadhisthana Chakra ist das Kreuzbein. Es hat als Kshetra das Schambein. Es steht auch in Verbindung mit den Geschlechtsorganen und wird deshalb auch als Sexualchakra bezeichnet.

Funktion und Symbolik des Swadhisthana Chakras

Dem Swadhisthana Chakra entsprechen die Geschlechtsdrüsen und das Beckengeflecht (Plexus Lumbosacralis).
Das Element ist Apas, das Wasser-Element. Die meisten Symbole des Sexualchakras stehen in Verbindung mit dem Wasser-Element.
Die zentrale Farbe des Swadhisthana Chakras ist weiß bzw. silbrig, eben wie das Wasser.
Das Yantra, also das Symbol, ist die Mondsichel.
Zentrales Bija Mantra ist „Vam“, durchaus dem deutschen „Wasser“ ähnlich.
Die sechs Blütenblätter sind rot bzw. orange und haben die Bija Mantras Bam, Bham, Mam, Yam, Ram, Lam
Beherrschende Gottheit ist der auf dem Weltenmeer ruhende Narayana bzw. der aus dem Weltenmeer entspringende Brahma
Göttin ist Rakini.
Das Swadhisthana Chakra beherrscht die Bhuvar Loka bzw. die Pranamaya Kosha, die Energiehülle, in der Linga Sharira, also im Astralkörper.
Es beherrscht den Geschmackssinn, der ja mit Wasser in Beziehung steht.
Das Chakra-Tier ist der Krokodil-Fisch aus der indischen Mythologie.
Wirkt das Swadhisthana Chakra positiv, so werden folgende Eigenschaften stark: Hingabe, Loslassen, Liebe, Demut, Mitgefühl, Mitleid, Intuition, Fließen, Gottesliebe, Vertrauen
Die Motivationen auf dieser Ebene sind Sex, Familie und damit die Arterhaltung.
Sexualität, Zärtlichkeit, Sinnlichkeit sind Erfahrungen auf der Ebene des Swadhisthana Chakras.
Unterbewusstsein und Instinkte werden dem Swadhisthana Chakra zugeordnet.

Aktivierung des Swadhisthana Chakras

Das Swadhisthana Chakra kann auf vielfältige Weise aktiviert werden:

  • Spezielle Swadhisthana Chakra Meditationen. Insbesondere Visualisierungen einer Quelle, einem Fluss, eines Wasserfalls
  • Affirmationen wie „Ich finde Zugang zur Quelle meiner Kreativität“, „Ich fließe mit dem Kosmischen Strom“
  • Spezielle Pranayamas
  • Mantras, wie die Bija Mantras des Swadhisthana Chakras, Achmanyam-Mantras, Ganga-Mantra, Wasser-Mantras
  • Asanas, insbesondere Paschimotthanasana, Matsyendrasana
  • Mula Bandha, Ashwini Mudra, Vajroli Mudra

Swadhisthana Chakra in anderen Traditionen

Das Swadhisthana Chakra wird im tibetischen Vajrayana auch als “Geheimer Ort” bezeichnet. Im Lataif System des Sufismus entspricht es „nafs“. Im Kabbalismus entspricht es der Sephirah Yesod.

 

Manipura Chakra – Nabelchakra

http://www.yoga-vidya.de/chakra/manipura-chakra-nabelchakra.html
Das Manipura Chakra ist das dritte der sieben Haupt-Chakras. „Mani“ heißt Juwel, Edelstein. „Pura“ heißt Stadt, Ort. Manipura Chakra ist also „Die Stadt der Edelsteine“. Das Manipura Chakra wird so genannt, weil die Aktivierung dieses Energie-Zentrums alle inneren Talente zur Entfaltung bringt.

Sitz des Manipura Chakras

Der Sitz des Manipura Chakras ist die Mitte der Lendenwirbelsäule. Das Energiefeld (Keshtra) des Muladhara Chakras strahlt aus in den ganzen Bauchbereich. Diese Energie sammelt sich besonders in der Nabelgegend, weshalb das Manipura Chakra auch als Nabelchakra, als Nabho Chakra bzw. als Nabhi Chakra bezeichnet wird. Der ganze obere und mittlere Bauchraum wird vom Manipura Chakras aus gesteuert. Dazu gehört auch das Sonnengeflecht. Das Manipura Chakra wird auch als innere Sonne, als Sonnen-Zentrum bezeichnet. Es endet auch nicht an der Bauchdecke: Typischerweise strahlt es ein großes Stück nach vorne aus.

Funktion und Symbolik des Manipura Chakras

Das Manipura Chakra ist das Sonnen-Chakra. Daher entsprechen dem Manipura Chakra alles, was mit der Sonnenenergie zu tun hat: Selbstvertrauen, Mut, Willenskraft. Das Manipura Chakra steuert auch Pingala Nadi, den Sonnenenergie-Kanal. Es ist das wichtigste Speicher-Zentrum von Prana, von Lebensenergie. Ein starkes Manipura Chakra gibt eine starke Ausstrahlung, ein Charisma, die Fähigkeit, Dinge zu bewirken.
Ein geschlossenes Manipura Chakra kann zum „Burnout“ führen. Allerdings ist der Ausdruck „Burnout“ fehlerhaft. Das innere Feuer erlöscht nie – nur der Zugang zu diesem inneren Feuer ist blockiert.
Dem Manipura Chakra entspricht auch Tejas, das Feuerelement, bzw. Agni, das innere Feuer sowie der Engel des Feuers. Ein großer Teil der Symbolik gehört zum Feuer-Element.
Das Manipura Chakra st4euert die Nebennieren und die Bauchspeicheldrüse sowie die gesamte Verdauung. Es steht in Beziehung zum Plexus solaris, dem Sonnengeflecht.
Seine innere Farbe ist orange-rot, eben wie ein Feuer.
Sein Symbol (Yantra) ist ein orangenes Dreieck, ähnlich einer Flamme.
Herrschende Gottheit ist der dreiäugige Shiva, aus dem Feuer entspringt, manchmal auch Vishnu in seiner feurigen Form.
Engelswesen ist Vahni. Dieser wird strahlend rot dargestellt, mit 4 Armen, mit einem Rosenkranz und einem Speer, eine Hand in Abhaya Mudra, Mudra des Mutes.
Göttin ist Lakini. Diese wird dargestellt mit schwarzer oder knallroter Hautfarbe, drei Gesichtern mit jeweils drei Augen. Sie hat vier Arme, hälte einen Donnerkeil in den Händen, und einen Pfeil inmitten eines Feuers. Mit ihren beiden anderen Händen gewährt sie Gaben und verleiht Mut.
Chakra-Tier ist der Widder, der auch voller Dynamik ist, und notfalls mit dem Kopf durch die Wand geht.
Dem Manipura Chakra entspricht auch das Ayurveda Pitta-Element.
Zentrales Bija-Mantra ist RAM.
Die innere Farbe ist orange-rot.
Sinneswahrnehmung ist das Sehen.
Die Bija Mantras der zehn Blütenblätter sind Dam, Dham, Nam, Tam, Tham, Dam, Dham, Nam, Pam, Pham. Wenn diese nicht geöffnet sind, fällt der Mensch den 10 negativen Gedanken zum Opfer: spirituelle Unwissenheit, Gier, Neid, Verrat, Schamlosigkeit, Angst, Ekel, Verwirrung, Dummheit und Traurigkeit.
Die zehn Blütenblätter werden blau dargestellt, manchmal auch gelb.
Das Nabelchakra beherrscht Swarga Loka sowie die Manomaya Kosha, also die geistig-emotionale Hülle in der Sukshma Sharira, also dem Astralkörper.
Positive Eigenschaften, die im Manipura Chakra erweckt werden können, sind: Durchsetzungsvermögen, inneres Feuer Temperament, Leidenschaft, Begeisterung, Wahrhaftigkeit,  Kreativität
Motivationen auf der Manipura Ebene sind Selbstausdruck, Macht, Ansehen.
Ein aktives Manipura Chakra hilft für gute Verdauung, viel Energie und Ausstrahlung, für Enthusiasmus. Ist das innere Feuer, die Sonnenenergie, stark, kann vieles erreicht werden.

Aktivierung des Manipura Chakras

Das Manipura Chakra kann auf vielfältige Weise aktiviert werden:

  • Spezielle Manipura Chakra Meditationen. Insbesondere von Sonne, Feuer, Vulkan
  • Affirmationen wie: „In mir lodert das Feuer des Enthusiasmus“
  • Spezielle Pranayamas; Bauchatmung, Kapalabhati (auch Feueratem genannt), Agni Sara, Uddhiyana Bandha, Nauli
  • Mantras, wie die Bija Mantras des Manipura Chakras, Feuer-Mantras, diverse Surya Mantras (Sonnen-Mantras)
  • Rituale wie Feuerzeremonie (Arati, Yajna, Homa, Havan)
  • Navasana, Paschimotthan- asana, Matsyendrasana

Andere Namen und Traditionen

Andere Namen für das Manipura Chakra:

  • Tantra: Andere Namen des Nabelchakras sind Dashachchada, Dashadala Padma, Dashapatra, Dashapatrambuja, Manipura, Manipuraka, Nabhipadma, Nabhipankaja
  • Vedas, Upanishaden, Puranas: Manipura, Manipuraka, Nabhi Chakra
  • Tibetische Vajrayana Tradition: „roter Tropfen“
  • Chinesischer Qiqong: Einer der Dantiems
  • Sufi System Lataif-e-sitta: Nafs
  • Kabbalah: Die Sephiroth Hod und Netzach entsprechen dem Nabelchakra

Anahata Chakra – Herzchakra

http://www.yoga-vidya.de/chakra/anahata-chakra-herzchakra.html
Das Anahata Chakra ist das vierte der Haupt-Chakras im Tantra und Hatha Yoga.
Anahata heißt „Innen“, weil es das mittlere, also das innerste der 7 Chakras ist. Anahata heißt auch „unverletzt“. Das bedeutet, dass der Mensch tief im inneren, ganz tief im Herzen, stets unverletzt bleibt.
Dem Anahata Chakra werden Freude und Liebe zugeordnet. Spürt der Mensch sein spirituelles Herz, ist er voller Freude und Liebe.
Das Anahata Chakra steht für Liebe, Mitgefühl, Uneigennützigkeit und Hingabe. Es inspiriert die Menschen zur Erfahrung Gottes und zum Annehmen dessen, was Gottes Willen ist.

Sitz des Anahata Chakras

Zentraler Sitz des Anahata Chakras ist die Mitte der Brustwirbelsäule. Von dort strahlt ein Kshetra, ein Energiefeld, aus und füllt den ganzen Brustkorb bzw. strahlt weiter nach vorne aus. Das spirituelle Herz, Hrid Chakra, in der Mitte der Brust entspricht dem Anahata Chakra. Deshalb wird es auch als Herzchakra bezeichnet. Dem Anahata Chakra entspricht die Thymusdrüse sowie das Herzgeflecht (Plexus Cardialis).
Das Anahata Chakra wird sowohl als Sitz des Jivatman, der individuellen Seele als auch als Sitz der kosmischen Seele, Paramatman, bezeichnet. Im Anahata Chakra ist der Berührungspunkt zwischen dem Individuum und dem Kosmischen.

Herzchakra und ein Vers aus den Upanishaden

In einer Upanishade heißt es: „Im der Mitte des Körpers ist der makellose Lotos des Herzens. Dies ist die Wohnstätte des Höchsten Wesens. Gehe dorthin und erfahre dich selbst als unendliche Freude“.

Funktion und Symbolik des Anahata Chakras

Das Anahata ist Sitz von Liebe und Freude.
Es ist auch Sitz des Luft-Elementes, Vayu, und damit von Flexibilität, Offenheit, Anpassungsvermögen, Ideenreichtum.
Das Ayurveda Dosha Vata entspricht dem Anahata Chakra.
So drehen sich die Symbole des Anahata Chakra um Liebe und Freude sowie um das Luft-Element.
Das Anahata Chakra steuert das Herz und die Lungen.
Das Herzchakra hat im Inneren die Farbe Blau. Das symbolisiert die Farbe des Himmels und damit die Farbe eines weiten Herzens. Viele der indischen Götter wie Vishnu, Krishna, Shiva werden deshalb blau dargestellt: Gott ist im Herzen erfahrbar, und Blau ist die Farbe des Herzens.
Das zentrale Bija-Mantra des Herzens ist YAM. Ein weiteres ist RAAM, also mit langem A.
Das Yantra ist der sechszackige Stern, Shatkona genannt, bestehend aus einem Dreieck, das nach unten zeigt, und einem Dreieck, das nach oben zeigt. Anahata ist das innerste Chakra, drei Chakras darüber, drei Chakras darunter.
Das Anahata Chakra hat 12 Blütenblätter, also 12 Haupt-Nadis, Energiekanäle, die vom Anahata Chakra ausgehen. Die Mantras dieser Blütenblätter sind Kam, Kham, Gam, Gham, Ngam, Cham, Chham, Jam, Jham, Njam, Tam, Tham. Sie werden mit roter Farbe dargestellt, manchmal auch grün.
Beherrschende Gottheit ist Shankara, der „Wohltäter“, derjenige, der Gutes tut. Shankara ist auch ein Beiname von Shiva.
Beherrschende Göttin ist Kakini. Diese wird oft als strahlend gelb oder rosa dargestellt. Sie hat viele verschiedene Manifestationen und wechselt ihre Gestalt, wie ja auch der Wind bzw. das Luftelement. Sie sitzt oft auf einem roten Lotus.
Der Engel im Herzchakra ist Vayu, der Windgott. Dieser wird dargestellt als rauchfarben, hat vier Arme, hält Kushagras in den Händen und reitet auf einer Antilope.
Auch Isha (alldurchdringender Gott) gehört zur Symbolik des Herzchakras. Er wird blau oder strahlendweiß dargestellt, mit 1 oder 5 Gesicherten, alle mit 3 Augen, mit 2, 4 oder zehn Armen. Isha ist meist bekleidet mit Tigerfell, hält einen Dreizack und eine Trommel, und hält zwei Hände in Abhaya und Dana Mudra (Geste des Vertrauens und der Großzügigkeit).
Das Chakra-Tier des Herzchakras ist die Antilope. Sie ist leichtfüßig, dünn und schnell – und entspricht deshalb dem Luftelement
Dem Anahata Chakra ist der Tastsinn zugeordnet, der ja auch viel mit Liebe zu tun hat.
Das Anahata Chakra regiert Mahar Loka sowie Vijnanamaya Kosha, die Wissenshülle in der Sukshma bzw. Linga Sharira.
Ist das Anahata Chakra geöffnet, wird Ananda (Freude) und Prema (Liebe) spürbar. Eigenschaften des Luftelementes werden stark: Offenheit, Anpassungsfähig-keit, Toleranz, Weite, Kommunikation, vielseitiges Interesse,   Verstehen, Aufnahmefähigkeit
Motive, die im Herzchakra entstehen, sind Dienen, reine Liebe, Vision Gottes.

Vishnu Granthi

Im oder oberhalb des Anahata Chakras ist Vishnu Granthi, der zweite der drei Knoten. Vishnu Granthi steht für die Schwierigkeit, vom Ego, vom Ichbezug zur Uneigennützigkeit, zu wahrem Dienen und höherer Liebe, zur Erfahrung Gottes zu kommen. Am Anfang können die Yoga Praktiken sogar das Ego stärken, mindestens stärken sie das Ich durch Aktivierung der Fähigkeiten der unteren drei Chakras: Bessere Verwurzelung (Manipura), mehr Prana (Energie) und Ausstrahlung/Anziehung/Attraktivität (Swadhisthana) , Durchsetzungsvermögen, Mut, Willenskraft, Zugang zu eigenen Fähigkeiten (Manipura) helfen zwar zum einen, den Alltag zu leben, und Gutes bewirken zu können. Sie können aber auch das Ego fett werden lassen…
Ist Anahata Chakra geöffnet und Vishnu Granthi gelöst, dann kann ein Gefühl der Weite, der Verbundenheit entstehen. Die höheren Stufen der Meditation, Dhyana und Samprajnata Samadhi, können erreicht werden.

Anahata Klänge

Wenn das Anahata Chakra aktiviert ist, kann der Aspirant manchmal auch wunderschöne Klänge, Anahata Klänge, hören. Diese werden auch als Antar Nada, innere Klänge, bezeichnet. Sie können dem Aspiranten tiefe Erfahrungen von Freude schenken und bis zu Samadhi führen. In der Hatha Yoga Pradipika wird die Meditation auf die inneren Klänge sogar als eine Hauptmeditations-Technik beschrieben.

Aktivierung des Anahata Chakras

Das Anahata Chakra kann auf vielfältige Weise aktiviert werden:

  • Spezielle Anahata Chakra Meditationen. Insbesondere von Wind, Herzensöffnung, sowie reines Hineinspüren in das Herz
  • Affirmationen wie: „Ich finde Zugang zu Liebe und Freude“
  • Spezielle Pranayamas und Mudras, unter anderem Bhramari, Matsya Mudra, Plavini, Murccha
  • Mantras, wie die Bija Mantras des Anahata Chakras, Vayu-Mantras
  • Jede Art von Mantra-Singen sowie die meisten Bhakti Rituale wie Puja etc.
  • Halasana, Matsyasana, Bhujangasana, Dhanurasana sowie alle Rückbeugen

Anahata Chakra in anderen Traditionen

  • Tibetischer Vajrayana Buddhismus: „Der unzerstörbare rot und weiße Tropfen“; das Herzensrad
  • Kabbalah: Die zentrale Sephirah, Tiphereth, welches auch für Liebe steht, bei christlichen Kabbalisten auch für die Liebe und Heilkraft von Jesus Christus
  • Im Sufi System Lataif-e-sitta: 3 Punkte entsprechen dem Anahata Chakra: Qalb (links), Ruh (rechts) und Sirr (in der Mitte): Qalb ist das Herz des Mystikers; Ruh ist die Mi6tte des Geistes; Sirr ist das innerste Herz, wo Gott sich enthüllt
  • Chinesisches QiQong: Der mittlere der drei Tantiems

Vishuddha Chakra – Halschakra

http://www.yoga-vidya.de/chakra/vishuddha-chakra-halschakra.html
Das Vishuddha Chakra ist das fünfte der Haupt-Chakras im Tantra. „Shuddha“ heißt „rein“, Vishuddha Chakra ist das Chakra der besonderen Reinheit. Es wird auch als Halzchakra bezeichnet, und auch als Vishuddhi Chakra.

Sitz des Vishuddha Chakras

Der Sitz des Vishuddha Chakras ist die Mitte der Halswirbelsäule. Von dort strahlt ein Kshetra, ein Energiefeld aus, erfüllt den ganzen Hals und strahlt weiter nach vorne. Daher wird Vishuddha Chakra auch als Halschakra bezeichnet. Das Keshtra des Vishuddha Chakras wird auch als Kantha Kupa, als Höhlung der Kehle, bezeichnet.
Dem Vishuddha Chakra entsprechen die Kehle, die Schilddrüse, der Halsknoten sowie der Vagus-Nerv.

Funktion und Symbol des Vishuddha Chakras

Das Vishuddha Chakra entspricht dem Akasha Element, also dem Äther-Element, dem Raum-Element. Es steht für Verbindung, für Kommunikation, für Weite, Geborgenheit im Unendlichen. Die meisten Symbole des Vishuddha Chakras stehen in Beziehung dazu.
Vishuddha Chakra hat die Farbe Lila-Violett, die Farbe des Weltraums, wie man sie nachts sehen kann.
Das Yantra ist ein Kreis in einem Dreieck: Das Dreieck symbolisiert die Ur-Trinitäten, der Kreis symbolisiert, dass da im Inneren weiter die Einheit ist.
Zentrales Bija Mantra ist Ham.
Das Vishuddha Chakra hat 16 Blütenblätter, die lila-dunkelgrau dargestellt werden, manchmal auch Blau. Sie entsprechen 16 Haupt-Nadis, Energie-Kanäle, die vom Vishuddha Chakra ausgehen. Die Bija Mantras der Blütenblätter entsprechen den 16 Vokalen des Sanskrit Alphabets: Am, Aam, Im, Iim, Um, Uum, Rm, Rrm, Lrm, Lrrm, Em, Aim, Om, Aum, Am, Ahm
Steuernde Gottheit ist Maheshwara, „der große Gott“, also der überall ist, auch als Sadashiva „Gütige Liebe“ bezeichnet.
Sadashiva wird manchmal auch als „Ardhanishwara“ bezeichnet, als Gott mit zwei Hälften: Seine rechte Seite ist ein weißer Shiva, seine linke eine goldene Shakti.
Auch Bindurupa, „dessen Gestalt der Mittelpunkt von allem ist“, wird manchmal als Devata des Vishuddha Chakras bezeichnet.
Die Göttin des Halschakras ist Shakini. Diese ist strahlend weiß, hat fünf Gesichter mit jeweils drei Augen, hat vier Arme, und sitzt auf einem roten Lotus.
Das Chakra-Tier des Halschakras ist wiederum ein Elefant, Symbol für die Weite und Unendlichkeit.
Das Vishuddha Chakra regiert den Hörsinn.
Es steuert Janar Loka sowie die Anandamaya Kosha, die Wonnehülle, im Karana Sharira.
Vishuddha Chakra steht für Kommunikation und Ausdrucksvermögen. Es steht auch für den Sat-Aspekt der Wahrheit (Satchidananda), und damit für reines Sein, für unendliche Ausdehnung.
Vishuddha Chakra wird auch als Haupt-Reinigungs-Zentrum bezeichnet. Es gilt auch als Haupt-Steuerungs-Chakra für die Sonnen- und Mondenergie. Wenn Vishuddha Chakra gut funktioniert, können die Sonnen- und Mondenergien im Körper harmonisch wirken. Im anderen Fall kann der Mensch entweder nervös, unruhig oder träge, apathisch werden. Hier werden die Entsprechungen mit der Schilddrüse offensichtlich.

Aktivierung des Vishuddha Chakras

Das Vishuddha Chakra kann auf vielfältige Weise aktiviert werden:

  • Spezielle Vishuddha Chakra Meditationen. Insbesondere Visualiserung des Weltraums, sich Inbeziehung-Setzen mit dem Universum
  • Affirmationen wie: „Ich bin verbunden mit allen Wesens“, „Ich bin eins mit dem Unendlichen“
  • Spezielle Pranayamas und Mudras, Jalandhara Bandha, Khechari Mudra, Bhramari
  • Mantras-Singen
  • Asanas: Sarvangasana, Halasana, Bhjangasana Shalabhasana, Dhanurasana

Andere Namen und Traditionen des Vishuddha Chakras

  • Namen im Tantra: Akasha, Dwyashtapatrambuja, Kantha, Kanthadesha, Kanthambhoja, Kanthambuja, Kanthapadma, Kanthapankaja, Nirmala-Padma, Shodasha, Shodasha-Dala, Shodasha-Patra, Shodashara, Shodashollasa-Dala, Vishuddha, Vishuddhi
  • Namen in den Vedas, Upanishads, Puranas: Kantha Chakra, Vishuddha, Vishuddhi
  • Tibetischer Vajrayana Buddhismus: “Kehlrad”, besonders wichtig für Traumyoga, lucides Träumen
  • Folgende Kabbalah Sephiroth können in Beziehung zum Halschakra gesehen werden: Daat, manchmalauch Chesed und Geburah
  • Sufi System Lataif-e-sitta: Hier gibt es kein besonderes Laif, allerdings strahlt Qalb nach oben aus
  • QiQong Taoismus: „Der Himmlische See“

 

Ajna Chakra – Stirnchakra – drittes Auge

http://www.yoga-vidya.de/chakra/ajna-chakra-stirnchakra-drittes-auge.html
Das Ajna Chakra ist das sechste der sieben Haupt-Chakras. Es wird auch als Drittes Auge, als Auge der Intuition, bezeichnet. Das Ajna Chakra ist das Chakra der besonderen Erkenntnis.
Ajna heißt "befehlen", "steuern", "wahrnehmen". Das Ajna Chakra steht für höhere Wahrnehmung, also Intuition. Es wird auch "Auge der Intuition" genannt. Es steht auch für Erkenntnis und Klarheit, für die Buddhi, die Vernunft, und gilt daher als das "Meister-Chakra".

Sitz und Lage des Ajna Chakras

Sitz des Ajna Chakras ist in der Mitte des Kopfes, hinter dem Punkt zwischen den Augenbrauen. Es strahl aus nach vorne zum Punkt zwischen den Augenbrauen, Trikuti, und zur Mitte der Stirn. Manche Menschen spüren Trikuti mehr zwischen den Augenbrauen, manche mehr in der Mitte der Stirn. Damit ist das dritte Auge eigentlich ein Kshetra, also ein Ausstrahlungsfeld des Ajna Chakras. Auch der Ausdruck "Stirnchakra" ist mehr auf das Kshetra zu beziehen als auf das Ajna Chakra an sich. Das Ajna Chakra strahlt auch nach hinten, zum Hinterkopf hin, aus. Das Energie-Zentrum hinten am Kopf wird auch als Bindu bzw. Bindu-Chakra bezeichnet. Das Ajna Chakra entspricht dem ganzen Gehirn, welches ja auch den ganzen Körper (und Geist) steuert. Es entspricht auch der Hypophyse, der "Meister-Drüse" im Gehirn, welche die Funktion der anderen Drüsen mit steuert/beeinflusst.

Funktion und Symbolik des Ajna Chakras

Das Ajna Chakra entspricht dem Geistelement, Manas bzw. Buddhi, im Tantra Avyakta, das Unmanifestierte, genannt. Die meisten Symbole des Ajna Chakras stehen für den reinen Geist.
Das Bija Mantra des Ajna Chakra ist OM, die Essenz aller Mantras.
Die Farbe ist strahlendes Weiß.
Yantra ist der weiße Kreis, manchmal mit einem kleinen weißen Dreieck in der Mitte. Kreis steht für Einheit, das Dreieck für den Beginn der Schöpfung
Das Ajna Chakra hat zwei Blütenblätter. Diese beiden stehen für Ida und Pingala, die beiden Energie-Kanäle, die sich im Ajna Chakra kreuzen.
Die beiden Blütenblätter sind ebenfalls weiß, manchmal werden sie auch als Indigo-farben gemalt. Weiß ist die Farbe des reinen Geistelementes. So wie weiß alle Farben in sich enthält, ist im Ajna Chakra alles enthalten.
Die Bija-Mantras der Blütenblätter sind Ham und Ksham. Die beiden Blütenblätter stehen für Sonnen- und Mondenergie, das Manifeste und das Unmanifeste. Manchmal wird gesagt, dass die beiden Blütenblätter für Hypophyse und Zirbeldrüse stehen.
Herschende Gottheit ist Sadashiva, die gütige Liebe bzw. Shambhu Nada, der freundliche Klang.
Göttin des Stirnchakras ist Shakti Hakini, die so weiß ist wie der Mond. Sie hat 6 Gesichter, 6 Arme. Sie hält in ihren Händen ein Buch, einen Schädel, eine Trommel, einen Rosenkranz und macht mit ihren Händen die Mudras (Gesten) von Abhayam (Vertrauen) und Dana (Geben).
Manchmal wird im Ajna Chakra auch Ardhanishvara dargestellt: Ardhanishwara steht für Gott als Hermaphrodit Shiva-Shakti, halb Shiva, halb Parvati.
Das Ajna Chakra steuert Tapo Lokah sowie Karana Sharira, den Astralkörper.
Unter den Sinnen wird dem Ajna Chakra das "Denken" zugeordnet. Denken ist zwar eigentlich kein Sinn, aber steuert, kombiniert und wertet alle Sinnesinformationen aus.
Ajna Chakra steht für alle geistigen Kräfte, insbesondere die beiden Grunderkenntnisarten Intellekt und Intuition . Aktivierung des Ajna Chakras verhilft insbesondere für Stärkung der Intuition. Geistige Bilder und ein sanftes Pulsieren im Stirnbereich sind ein Zeichen, dass Ajna Chakra aktiv wird.
Chid, reines Wissen, ist der Aspekt der Wahrheit (Satchidananda), welcher sich besonders im Ajna Chakra manifestiert.
Die im Ajna Chakra manifesten Motive sind Wunsch nach Erkenntnis, Wissendurst, Wunsch nach Selbstverwirklichung (Mumukshutva).

Rudra Granthi

Im bzw. oberhalb des Ajna Chakras befindet sich der Rudra Granthi, der oberste der "Knoten", welche das Bewusstsein man die äußere Welt fesseln. Rudra Granthi steht für die Schwierigkeit, aus einer transzenden Form der Wonne in die Formlosigkeit aufzusteigen. Damit das funktioniert, gilt es, über viele Jahre sein Ego zu transzendieren.

Aktivierung des Ajna Chakras

Es gibt im Yoga zahllose Techniken zur Erweckung des Ajna Chakras. Dazu gehören unter anderem:

  • Spezielle Ajna Chakra Visualisierungs-Meditationen. Insbesondere Visualiserung des weißen Lichtes bzw. eines weißen Kreises
  • Affirmationen wie: „Ich finde Zugang zu meiner Intuition", "Ich vertraue meiner Intuition"
  • Verschiedene Formen von Tratak, unter anderem spezielle Blickrichtungen, Augenbewegungen (Shambhavi Mudra)
  • Stimulierung des Gaumens mit der Zunge auf spezielle Weise (Nabho Mudra)
  • Rezitieren des Mantras Om
  • Spezielle Pranayamas und Mudras insbesondere Anuloma Viloma
  • Mantra-Singen
  • Asanas: Insbesondere Shirshasana, Navasana, Bhujangasana, Matsyendrasana

Andere Namen und Traditionen des Ajna Chakras

  • In Tantra: Ajita-Patra, Ajna, Ajna-Pura, Ajna-Puri, Ajnamhuja, Ajnapankaja, Bhru-Madhya, Bhru-Madhya-Chakra, Bhru-Madhyaga-Padma, Bhru-Mandala, Bhru-Mula, Bhru-Saroruha, Dwidala, Dwidala-Kamala, Dwidalambuja, Dwipatra, Jnana-Padma, Netra-Padma, Netra-Patra, Shiva-Padma, Triweni-Kamala
  • In the Vedas, Upanishads: Ajna, Baindawa-Sthana, Bhru Chakra, Bhruyugamadhyabila, Dwidala
  • In the Puranas: Ajna, Dwidala, Trirasna
  • Im Vajrayana Tibetischen Buddhismus kennt man auch das Dritte Auge
  • Im chinesischen Tao QiQong entspricht des höchste Tantien dem dreitten Auge.
  • Im Sufi Lataif-e-sitta System existiert ein Lataif namens Khafi, "subtiles Geheimnis", an der gleichen Stelle wie das Ajna Chakra, und steht dort für die mystische Intuition
  • In der Kabbalah gibt es zwei Sephiroth, die man mit dem Ajna Chakra in Verbindung bringen kann: Chokmah (Weisheit) und Binah (Erkenntnis)

 

Sahasrara Chakra – Kronenchakra

http://www.yoga-vidya.de/chakra/sahasrara-chakra-kronenchakra.html
Das Sahasrara Chakra ist das oberste der sieben Haupt-Chakras.
Sahasrara heißt "Tausend". Hier steht die Zahl Tausend für die Unendlichkeit: Das Sahasrara Chakra ist die Verbindung zwischen dem Unendlichen und dem Individuum. Von hier aus kann das Individuum sich vom Individuellen lösen, und das Unendliche erfahren. Von hier aus kann das Indidivuum sich für das Göttliche öffnen und um Führung bitten.

Ebenen des Sahasrara Chakras

Innerhalb des Sahasrara Chakra gibt es verschiedene Schwingungsebenen: Amal-Kala, Visarga, Nirvana-Kala, Nirvana Shakti:

  • Amala-Kala ist die Erfahrung von Samprajnata Samadhi
  • Visarga besteht zwei Punkten. Es symbolisiert den Übergang von Samprajnata zu Asamprajnata Samadhi
  • Nirvana Kala: Hier ist die Kundalini absorbiert jenseits aller anderen Efahrungen. Sie manifestiert sich als Nirodhika Feuer, das Feuer, das nur noch nach dem strebt, was ohne alle Grenzen ist
  • Nirvana Shakti: Hier führt einen die Kundalini zur voll erblühten Erfahrung von Asamprajnata bzw. Nirvikalpa Samadhi.

Im Yoga Sutra heißt es: "Durch Konzentration auf das Licht oberhalb des Kopfes kommt die Fähigkeit zu Siddha Darshan, zur Wahrnehmung höherer Ebenen des Seins.

Sitz und Lage des Sahasrara Chakras

Das Sahasrara Chakra befindet sich oben auf dem Kopf, auf dem Scheitel. Deshalb wird es auch Scheitelchakra genannt. Es strahlt in verschiedenen Farben. Deshalb wird es auch als Kronenchakra bezeichnet. Es entspricht der Zirbeldrüse sowie den Höheren Funktionen des Gehirns.
Sahasrara Chakra ist auch Sitz von Brahmarandhra, "Die Öffnung Brahmans". Hier endet die Sushumna bzw. verbindet sich hier mit dem Absoluten.

Symbolik des Sahasrara Chakras

Das Sahasrara Chakra steht für das Bewusstsein an sich. Es steht für die Verwirklichung von "Shivoham" – "Ich bin Shiva, reines Bewusstsein". Auf einer relativen Ebene steht es für die Öffnung für göttliche Gnade, für die Bitte um Führung.
In der christlichen Ikonographie haben viele Heilige einen Heiligenschein. Dies steht zum einen für ein geöffnetes Kronenchakra, und auch dafür, dass sie Zugang haben zu einer Höheren Wirklichkeit.
Das Sahasrara Chakra wird oft als Tausendblättriger Lotus dargestellt, in Tausend verschiedenen Farben. Manchmal "nur" mit 50 Blütenblättern, in Analogie der 50 Buchstaben des Sanskrit Alphabets.
Sahasrara Chakra ist jenseits von konkreten Göttern, Göttinnen, Engelswesen, Chakra-Tieren.
Es steht für das Transzendente, und die reine göttliche Gnade.
Es ist auch jenseits aller Mantras, obgleich man jedes Mantra für eine Sahasrara Chakra Meditation nutzen kann.
Manchmal werden Om, Shivoham, Soham oder auch Hrim Namah Shivaya als Mantras für die Aktivierung des Sahasrara Chakra verwendet.
Das Sahasrara Chakra gilt auch als Sitz von Shiva in seiner abstrakten Form, als reines Bewusstsein. Aus dem Sahasrara Chakra entspringt die Schöpfungskraft, Shakti, manchmal als Ganga dargestellt.

Aktivierung des Sahasrara Chakras

Es gibt im Yoga zahllose Techniken zur Erweckung des Sahasrara Chakras. Dazu gehören unter anderem:

  • Spezielle Sahasrara Chakra Visualisierungs-Meditationen. Unter anderem die Konzentration auf das Licht oberhalb des Scheitels
  • Affirmationen wie: „Ich öffne mich für göttliche Gnade"
  • Vedanta Mahavakyas wie "Aham Brahmasmi" – Ich bin Brahman
  • Spezielle Stimulierung des Gaumens mit der Zunge auf spezielle Weise (Nabho Mudra)
  • Spezielle Pranayamas und Mudras
  • Asanas: Insbesondere Shirshasana, Matsyendrasana

Andere Namen und Traditionen des Sahasrara Chakras

    • Tantra: Adhomukha Mahapadma, Amlana Padma, Dashashatadala Padma, Pankaja, Sahasrabja, Sahasrachchada Panikaja, Sahasradala, Sahasradala Adhomukha Padma, Sahasradala Padma, Sahasrapatra, Sahasrara, Sahasrara Ambuja, Sahasrara Mahapadma, Sahasrara Padma, Sahasrara Saroruha, Shiras Padma, Shuddha Padma, Wyoma, Wyomambhoja
    • In den Vedas und Upanishads: Akasha Chakra, Kapalasamputa, Sahasradala, Sahasrara, Sahasrara Kamala (Pankaja oder Padma), Sthana, Wyoma, Wyomambuja
    • In den Puranas Puranas: Parama, Sahasradala, Sahasraparna Padma, Sahasrapatra, Sahasrara, Sahasrara Kamala (Parikaja or Padma), Shantyatita, Shantyatita Pada
    • Das Kronenchakra findet man auch im tibetischen Vajrayana Buddhismus. Es wird auch als weißes Bodhichitta geannt.
    • In der modernen Kaballah wird Sahasrara Chakra in Beziehung gebracht mit der Sephirah Kether
    • Im islamischen Sufi Lataif-e-sitta gibt es ein Lataif namens Akfha "das geheimnisvolle Subtile", welches auf der Krone des Kopfes angesiedelt wird.

 

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