Die Padabhyanga gehört zu den wichtigsten ayurvedischen Massagetechniken und wirkt sehr beruhigend und ausgleichend. In unseren Füssen befinden viele spezielle Vitalpunkte und Fußreflexzonen. Durch sanfte Ausstreichungen an den Füßen, Waden und Knien werden Blockaden im Körper gelöst. Gönne Dir am Abend ein Viertelstündchen Zeit, um in den Genuss dieser Entspannung zu kommen. Verwende zur Massage ein warmes Öl (am besten Sesamöl). Massiere ganz entspannt Deine Füße, Knöchel und Waden. Du benötigst hierzu keine spezielle Technick, lasse Dich einfach von Deinem Gefühl leiten. Danach massiere jeden Fußzeh einzeln, beginne immer am Großfußzeh. Anschließend reibe die Füße mit einem trockenen Tuch ab (oder ziehen eine Socke darüber) und genieße die Ruhe.
Eine Massage des Gesichts schenkt der Seele Streicheleinheiten. Durch diese Massage werden Verspannungen im Gesichts- und Kopfbereich gelöst und die Nerven beruhigen sich. Bereite Dir ein Schüsselchen warmes Öl vor und schaffe eine angenehme Atmosphäre. Tauche Deine Finger in das Öl und massiere Deine Stirn von der Mitte her mit kleinen kreisenden Bewegungen nach außen. Spüre selbst welcher Druck für Dich angenehm ist. Anschließend streiche das das ganze Gesicht von der Mitte her nach außen her aus - über die Stirn, über die Augen, von der Nase, über die Wangen, die Lippen und das Kinn. Am Ende streiche dann Deinen Unterkiefer aus. Sorge dafür, dass Du mit genügend Öl arbeitest, tauche die Finger zwischendurch immer wieder in das Öl. Viel Spass bei der Anwendung und eine angenehme Entspannung!
Für den Morgen
10 Tropfen Rosmarin, 5 Tropfen Lavendel, 5 Tropfen Basilikum, 3 Tropfen Wacholder in das Badewasser geben. Wer will kann seinen Körper vorher mit einer Trockenbürste abreiben.
Das aktiviert die Lebensgeister!
Für den Abend
5 Tropfen Zimtöl,
5 Tropfen Lavendel,
5 Tropfen Melisse in das Badewasser geben.
Angenehme Träume!
Heißes, abgekochtes Wasser zu trinken, schwemmt Schlackenstoffe aus dem Körper. Koche morgens Wasser 10–15 Minuten lang, falls es sehr kalkhaltig ist, filtere es mit einem Kaffeefilter und fülle es in eine Thermoskanne. Trinke das Wasser über den Tag verteilt in kleinen Schlucken. Bei aktuellem Vata-Überschuß oder bei leicht überreizbarem Vata-Dosha, sollte etwas „Ölendes“ dazu gegeben werden wie Sahne oder Ghee. Falls auf Pitta geachtet werden muß, sollte das Wasser nur lauwarm sein oder Raumtemperatur haben.
Ghee ist geklärte Butter d.h. alle Eiweißbestandteile wurden entfernt und nur das Fett wurde zurückbehalten. Deshalb ist Ghee sehr lange haltbar und kann beim Kochen sehr hoch erhitzt werden. Im Ayurveda gilt es als eines der gesündesten Lebensmittel und wird täglich beim Kochen sowie in medizinischen Anwendungen und Präparaten verwendet. Es stärkt das Verdauungsfeuer (Agni). Man kann Ghee leicht aus Bio-Butter selbst herstellen; Bio-Ghee ist aber auch käuflich erhältlich.
Wenn das Verdauungsfeuer (Agni) stark ist, wird die Nahrung vollständig verdaut, die Nährstoffe aufgenommen und es bilden sich keine Schlacken (Ama). Zur Stärkung des Agni ist es ratsam einige dünne Scheiben frischen Ingwer entweder pur oder mit etwas Steinsalz, Honig und/oder frischen Zitronensaft zu essen. Dies kann allgemein empfohlen werden, außer bei aktuell sehr hohem Pitta, Magenbeschwerden oder Durchfall.