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Studien über Vergleichbare PhilosophienWestliche Philosophen und ihre Interpretation vom Yoga Standpunkt aus
Oh Herr! Du bist meine Mutter
und auch mein Vater bist Du; Oh Herr! Jede Handlung,
die ich mit Körper, Sprache, Oh Herr! Führe mich
vom Unwirklichen zum Wirklichen, Herausgegeben von: Erste deutsche Ausgabe:
2001 Studies in comparative Philosophies Hans-J. Schröer © THE DIVINE LIFE Trust
SOCIETY 1. Juli 1943 Gott zu definieren, bedeutet
Gott zu verleugnen. Man kann nur ein endliches Objekt definieren. Wie
könnte man das endlose Sein definieren? Wenn man Gott definiert,
schränkt man das Endlose ein. Man begrenzt IHN auf die Denkfähigkeit
des Geistes. Inhaltsverzeichnis:
Es wird behauptet, dass es einen grundlegenden Unterschied im An-satz der Betrachtung bei der östlichen und der westlichen Philosophie gibt. Westliche Philosophen unterscheiden sich von östlichen durch ihre aus-schließlich rationale Betrachtungsweise bzgl. der letztendlichen Wirklich-keit des Universums und durch ihre geringe Aufmerksamkeit, die sie der Intuition schenken. Einige Historiker westlicher Philosophien sind so weit gegangen, dass sie alle östlichen Gedanken als Trugschluss und als vertrau-ensunwürdig ansahen, um in solch einer Chronik berücksichtigt zu werden. Es gab ohne Zweifel auch einige große Ausnahmen westlicher Mystiker, die die Möglichkeit einer intuitionalen Betrachtung der Wahrheit zuließen, in dem die Sinne, das Verstehen und die Vernunft transzendiert werden. Doch waren sie meistens das Ziel von Argwohn und von überlegenem Ge-tue auf Seiten der logischen Denker. Bei der Untersuchung der Geschichte der westlichen Philosophie begegnet man verschiedensten Philosophen, die sich die verschiedensten Gedanken über die Probleme des Lebens machten und mehrere Philosophieschulen ins Leben riefen, die ein weites Feld von Beobachtungen, Untersuchungen und Forschungen über die Logik, Er-kenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik, Ethik, Psychologie und Mystik an-stellten. In neuerer Zeit beeinflussten jedoch die Entdeckungen aus der Physik teilweise die philosophischen Studien. In Indien gibt es allerdings einige die glauben, dass es verschwendete Energie sei, die Methoden und Schlussfolgerungen der westlichen Denker zu verstehen, und an der Me-thode des Vertrauens und der Intuition fest zu halten. Wir müssen weder den einen noch den anderen Standpunkt traditionell extrem westlicher oder östlicher Betrachter einnehmen. Wissen ist weder westlich noch östlich, sondern universell. Es ist auch nicht wahr, dass indische Philosophen das Denken als etwas absolut Sinnloses abschaffen wollten, obwohl sie die na-türlichen Grenzen hervorheben. Es gibt bestimmte indische Schulen, die ihr System ausschließlich auf rationale Denkweise begründen, ohne den Wert und die Notwendigkeit der Intuition in jedem Fall abzulehnen. Der Philosoph Sankara, der ein besonderer Verfechter von Autorität und Offenba-rung war, machte von der Macht des Denkens Gebrauch. Er begründete darauf sein erstaunliches System und sagte, dass die Stärke der Vedanta nicht nur in den Offenbarungen, sondern auch im Denken und in der Erfah-rung liege, und fügte noch hinzu, dass ungezügeltes Denken die Offenba-rung belaste und fehlleite und darum eingedämmt werden sollte. In unse-rem Studium der Philosophie wenden wir die Methoden und Schlussfolge-rungen des westlichen Systems an, um die Beherrschung über die indischen Seher und Heiligen zu erreichen. Die Vedanta ist durch ihre vollkommene Denkweise, Methode und Umfang charakterisiert. Sie ist auf höchst durch-dringende logische Analyse begründet und übergeht nichts als etwas voll-kommen Nutzloses, obwohl sie nichts ohne die direkte Erfahrung in über-sinnlicher Intuition durchgehen lässt. Es wird sicherlich unser Wissen be-reichern, wenn wir ein vergleichendes Studium der großen westlichen Den-ker und östlichen Philosophen der Vedanta, dem Gipfel indischen Gedan-kengutes, durchführen. Wir wollen mit dem großen griechischen Philoso-phen Sokrates beginnen.
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