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Die Chhandogya Upanishad

Zusammengestellt von Swami Krishnananda

 

bearbeitet von Divya Jyoti,
The Divine Life Society, German Branch, Hannover, Germany, http://www.divya-jyoti.de
© THE DIVINE LIFE Trust SOCIETY, Rishikesh, Indien - nur zum einmaligen Download freigegeben.

 


Kapitel 1.b - Vaishvanara, das universale Selbst

Bei dem Studium von Panchagni-Vidya wurde darauf hingewiesen, dass es zu großen Sorgen im Leben kommt, wenn wir ein Leben in Unwissenheit führen. Unwissenheit ist der Grund für das Leiden, denn es führt zu Handlungen in eine falsche Richtung. Dieses ist die Ursache für die Seelenwanderung, die man durch richtiges Meditieren auf die innere wesentliche Struktur des Universums beenden kann, wenn man sich nicht durch die Erscheinungen, die im normalen Leben durch die Sinne suggeriert werden, becircen lässt. Geburt und Tod eines Individuums, der Prozess der Wiedergeburt, der Impuls zur Handlung, ausgelöst durch Wünsche, und der Zwang, das Bewusstsein im eigenen Körper zu zügeln, sind alles Aspekte für die Bindung des Einzelnen. Das Leben ist auf Grund einer sehr komplizierten Art von Unwissenheit ein Wesen der Bindung, ein Gefängnis. In diese unselige Unwissenheit ist die phänomenale Existenz des Jiva, das Individuum, verstrickt. Es muss aber auch Gegner dieses fatalen Zustands geben. Gibt es keinen Ausweg? Müssen wir unbedingt derartig leiden, indem wir bedingt durch das Gesetz von Ursache und Wirkung zur Seelenwanderung verdammt sind, und müssen wir die Tortur dieses Leben auf uns nehmen, mit Faktoren, über die wir weder Kontrolle noch von denen wir irgendwelche Kenntnis haben? Mit Sicht auf die Befreiung des Geistes von der Bindung des Samsara, wird in der Upanishad neben Panchagni-Vidya ein weiteres Thema aufgeworfen. Dieser neue Abschnitt beinhaltet eine Erläuterung zur angesehenen Meditation, das Vaishvanara-Vidya. In diesem Zusammenhang wird uns folgende Anekdote oder Geschichte zur Einführung vorgestellt:

Fünf Weise, die nach der heiligen Tradition ausgebildet waren, alle waren großartig in ihrer Meditation, bewandert in Opferhandlungen, doch waren sie sich über das letztendliche Ziel ihrer Meditation nicht im Klaren. Diese großen Männer waren Prachinasala Aupamanyava, Satyayajna-Paulushi, Indradyumna Bhallveya, Jana Sarkarakshya und Budila Asvatarasvi. Sie waren allesamt in der Meditation auf Grund ihrer eigenen Technik fortgeschritten, doch sie hatten immer noch Zweifel über ihren Meditationsweg, denn obwohl sie spürbare Ergebnisse erfuhren, gab es offensichtlich immer noch ein Problem in ihrer Meditation. Sie wussten allerdings nicht, woher diese Probleme rührten oder worin diese Fehler bestanden. Darum berieten sie miteinander darüber: „Was ist Atman? Was ist Brahman? Worin besteht unsere Schwierigkeit? Kannst du mich erleuchten?“ Jeder fragte die anderen: „Was ist der richtige Weg? Ist es möglich, unsere Meditationen in einen harmonischen Einklang zu bringen?“ Jeder meditierte auf seine Weise. Jeder kam dabei zu wundervollen Ergebnissen. Trotz dieser wunderbaren Ergebnisse aus den Meditationen, wandten sie verschiedene Techniken an, nichts stimmte überein. Sie misstrauten jeweils ihrem eigenen Geist: „Warum gibt es unter uns kein übereinkommen? Es muss einen Punkt geben, der sich unserer Erkenntnis entzieht. Wir meditieren alle auf Atman, der höchsten Wirklichkeit aller Dinge, das Selbst allen Seins, das Absolute, das Brahman ist. Trotz unseres Bemühens, muss es etwas Unüberwindliches zwischen unseren Meditationsformen geben.“ Doch sie kamen in ihrer Diskussion zu keinem Ergebnis.

Dann dachten sie: „Nun, in der Nähe wohnt noch ein großer heiliger Mann. Gehen wir doch zu ihm. Vielleicht kennt er das Geheimnis von Vaishvanara Atman. Es ist Aruni Uddalaka, der berühmte Kenner der Upanishads. Lasst uns zu ihm gehen.“ So entschlossen sie sich zu ihm zu gehen und ihm die Fragen zu stellen, damit er sie erleuchten möge. Sie wollten mit ihm über die Schwierigkeiten bzgl. ihrer Meditation und die möglichen Auswege diskutieren.

Es war eine große Überraschung für Uddalaka, so viele Gelehrte auf einmal in seiner Hütte begrüßen zu dürfen. Und er dachte, bevor die Leute direkt vor ihm standen: „Warum kommen all diese Leute zu mir? Da muss etwas Besonderes dahinter stecken. Offensichtlich wollen sie mir ein paar Fragen über die höchste Wirklichkeit stellen, obwohl sie doch selbst so berühmte Leute sind. Ich habe den Eindruck, sie wollen mit mir über die letztendliche Wahrheit diskutieren, und ich bin vielleicht gar nicht in der Lage, auf ihre Fragen einzugehen. Vielleicht ist besser, sie auf jemand anderen zu verweisen.“ So mutmaßte er bei sich und dachte weiter: „Sie werden mir sicherlich schwierige Fragen stellen. Ich weiß bestimmt nicht alles und ich verstehe auch nicht alles. Es ist besser, sie an jemand anderen zu verweisen.“ –

Der König des Landes war eine große Seele. Sein Name war Ashvapati. Er war ein großer spiritueller Meister. Er war ein Meister der Meditation auf das so genannte Vaishvanara. Sein Königreich war wohlgeordnet. Er war der ideale Regent und wurde von seinen Untertanen liebevoll als Vater betrachtet, weil er alle Tugenden in sich verkörperte. – Als die Gelehrten nun vor Uddalaka Aruni standen, sagte dieser: „Oh ihr Gelehrten, ich weiß warum ihr gekommen seid. Ich sitze mit euch im selben Boot. Ich habe auch meine Zweifel. Ich meditiere genauso wie ihr und habe seit vielen Jahren meine Schwierigkeiten. Warum gehen wir nicht alle gemeinsam zu dem großen Eroberer Ashvapati, der ein Meister des Meditierens auf Vaishvanara-Vidya ist?“ Und so kam es, dass sie alle gemeinsam zum Königspalast gingen.

Wenn Brahmanas normalerweise zu einem König kommen, erwarten sie von ihm ein Geschenk. - Er hatte sie in allen Ehren empfangen, bat sie Platz zu nehmen, doch sie wollten die dargebotenen Geschenke nicht annehmen. Dann sagte er in bescheidener Weise: „Ich folge dem Pfad der Tugend. Es gibt keine Fehler in der Verwaltung meines Landes. Ich folge dem Pfad der Einfachheit und Güte. Und ich möchte ihnen alle notwendigen Annehmlichkeiten in Form von Geschenken zukommen lassen, wenn ihr darum gekommen seid.“ Er begrüßte jeden einzelnen. Er hängte ihnen Girlanden um, gab ihnen zu trinken und fragte sei nach ihrem Befinden. Dann gewährte er ihnen eine angemessene Unterkunft.

Am nächsten Morgen trafen sich alle wieder zur Audienz des Königs. Sie wurden höflich begrüßt und der König sagte: „Es gibt keine Diebe in meinem Königreich, keine Geizkragen, keine Gierhälse und keine Alkoholiker. Niemand vergisst seine täglichen Anbetungen, die als Pflicht oder Opfer beschrieben werden. Niemand ist ungebildet oder gar unbeherrscht. Und auch ich übe mich regelmäßig in Opferungen. Ich gebe euch, was ihr wollt, und sehe dieses als mein Opfer an. Ich hoffe ihr seid dessen zufrieden.“ All dies sagte der König unter dem Eindruck, dass die Besucher nach Geschenken, Gold und Silber usw. verlangen würden, denn er wusste von ihrem eigentlichen Anliegen noch nichts. „Bleibt eine Weile hier im Palast und nehmt an unseren Opferhandlungen teil.“

Die großen Männer sagten: „Nun, du bist so freundlich zu uns, doch wir sind aus einem ganz anderen Grund gekommen. Wir wollen weder Geld noch andere Werte. Warum auch immer jemand kommt, so muss er Gelegenheit haben, dieses auszudrücken. Das ist seine Pflicht. Er sollte auch weder etwas anderes behaupten, noch sollte er etwas annehmen, wonach er nicht verlangt. Unser Anliegen ist etwas anderes. Es unterscheidet sich von dem, was du uns anbietest.“ - „Warum geht es denn dann?“ Der König war überrascht: „Was wollt ihr?“

„Wir wissen, dass du außerordentlich gebildet bist, über das Wissen des absoluten Seins verfügst, über das wir große Zweifel haben und auch zu keinem Schluss kommen können. Wir sind als Schüler gekommen, die um das Wissen bitten, das du besitzt, d.h. die Meditation auf Vaishvanara-Atman, was wir nicht kennen. Dieses ist der Grund unseres Besuches, nichts anderes.“

Der König war über den Zweck ihres Besuchs außerordentlich erstaunt. Er muss eine großherzige Persönlichkeit gewesen sein. Er sagte: „Kommt morgen und besucht mich wieder.“ Die Wahrheitssucher waren keine normalen Menschen wie du und ich. Sie waren vielleicht sogar älter als der König, und doch fühlten sie sich in Anbetracht des möglicherweise enormen Wissens ergeben. Sie kamen entsprechend der alten Tradition mit gesegnetem Feuerholz zu ihm, ein Opfer, das die Schüler gelegentlich ihren Lehrern darboten. Sie fühlten sich als Brahmanen nicht den Kshatriyas überlegen. Sie kamen als gebildete Schüler zu einem großen Meister, so wie der König einer war.

Der König machte eine große Ausnahme bzgl. der normalen Regeln. Normalerweise wird das Wissen nicht so einfach weitergegeben, so als würde man heute kommen, um gleich morgen in das Wissen eingeführt zu werden. Es gibt eine große Tradition und Disziplin. Manchmal wird es den Schülern über Jahre hinweg schrittweise vermittelt. Doch hier wurde eine Ausnahme gemacht, da es sich nicht um normale Schüler handelte. Sie waren bereits gut vorbereitet. Sie waren Brahmanen, die über viele Erfahrungen in der Meditation verfügten und dem spirituellen Leben hingegeben waren. Es waren keine normalen Brahmanen, die zu einem Guru kamen und um Wissen nachsuchten. Darum verlangte der König auch nicht, dass sie über einen längeren Zeitraum, wie normalerweise üblich, bei ihm bleiben und ihm dienen sollten usw. Er nahm sie auf Grund ihrer Erklärung direkt als Schüler an: „Wir sind als Schüler gekommen.“ „Nun, ich akzeptiere euch als Schüler.“ Ohne weitere Formalitäten sprach er zu ihnen als seine Schüler.


Der Himmel als Kopf des universalen Selbst

Der König befragte einen nach dem anderen: „Worauf meditierst du? Worin beruhen deine Schwierigkeiten?“ Jedem wurde diese Frage gestellt und jeder beantwortete sie. Dann sagte er: „Ihr meditiert sicherlich auf den Atman. Doch wie meditiert jeder von euch auf den Atman? Eure Techniken werden sich bestimmt voneinander unterscheiden. Woran denkt ihr bei dem Begriff Atman’?“ „Ich meditiere auf den Himmel als das absolute Sein“, sagte Aupamanyava und fuhr dann fort, „ich benutze ihn, um die Aufmerksamkeit meines Bewusstseins darauf zu lenken. Ich betrachte das Himmelreich als das letztendliche Symbol, das Absolute, für meine Meditation. Ich denke an nichts anderes. Ich lenke meine ganze Aufmerksamkeit darauf, denn es ist alles für mich. So meditiere ich. Doch ich empfinde keinen Frieden dabei. Irgendetwas ist falsch mit dieser Technik und darum bin ich hierher gekommen.“

Der König antwortete: „Du bist ohne Zweifel ein sehr aufrichtiger Schüler der Meditation, und du bist ehrfürchtig mit dieser Technik umgegangen. Der Himmel ist ein Teil des großen Vaishvanara, das universale Sein, auf das du meditierst. Insoweit wie du auf diesen Teil der absoluten Wirklichkeit meditierst, wirst du großen Segen davon erfahren. Du bist gut situiert. Du gibst endlos viele Opfer, empfängst Gäste und lädst sie zum Essen ein. Du übst täglich das Yajna-Opfer. Dieses sind die Ergebnisse deiner Meditation. Du hast immer reichlich zu essen und zu trinken. Du siehst alles als wunderbar an. Du bist glücklich. Wer auch immer auf die gleiche Weise meditiert, wird in ähnlicher Weise gesegnet sein. Er wird berühmt werden. Er wird alles im Überfluss haben und mit jedem freundlich umgehen. Er ist von spirituellem Glanz. Dieses geschieht mit jedem, der auf diese Art und Weise auf Vaishvanara-Atman meditiert. Und so ist es auch bei dir. Dieses ist aber nur ein Teil der ganzen Wirklichkeit, denn in deiner Meditation gibt es einen großen Fehler. Dieses ist nur der Kopf des absoluten Seins, die Krone der Wirklichkeit, die höchste Region von Vaishvanara. Insoweit wie du fälschlicherweise einen Teil als das Ganze ansiehst bzw. den Kopf für den ganzen Körper hältst, wäre dein Kopf früher oder später abgefallen, große Kalamitäten wären über dich gekommen. Darum ist es gut, dass du rechtzeitig zu mir gekommen bist.“ Er sprach wie ein Arzt, der sagt: „Man gut, dass du zu mir gekommen bist. Die Krankheit ist bereits weit fortgeschritten. Du hast den Kopf als den gesamten Körper angesehen. Lassen wir es jetzt dabei. Jetzt sei still.“


Die Sonne als das Auge des universalen Selbst

Nun wandte sich der König an Satyayajna Paulushi und sagte: „Auf welchen Atman meditierst du?“ „Ich meditiere auf die Sonne, das hellste Objekt am Firmament. Sie ist für mich absolutes Sein. Das ist der Atman, auf den ich meditiere.“ Der König sagte: „Satyayajna, du meditierst auf die Sonne als den absoluten Atman. Sie ist nur ein Teil des Körpers von Vaishvanara. Sie ist nur ein Teil, und wenn du auf sie als das ganze Sein meditierst, dann werden dir in deinem Leben nur ganz bestimmte Charakteristika begegnen. Daher kommt das Leuchten in deinem Antlitz. Du empfindest eine Form der Vollkommenheit in deinem Leben, denn die Sonne an sich ist vollkommen. Du bist zufrieden und leidest keinen materiellen Mangel. Du bist sehr glücklich. Deine Familie verfügt über viele Besitztümer, wie Gold, Silber, eine Dienerschaft, reichliche gesunde Ernährung und andere Dinge. All dieses ist das Ergebnis der Meditation auf die Quelle der Werte, d.h. die Sonne. Wer auch immer wie du meditiert, wird sich derselben Früchte in diesem Leben erfreuen. Alles wird für ihn reichlich vorhanden sein. Er wird auf Grund der Meditation mit Wissen gesegnet sein. Doch der Fehler in deiner Meditation liegt darin, dass du die Sonne als Auge des kosmischen Körpers Vaishvanara betrachtest. Sie ist nicht die ganze Wirklichkeit. Wenn du nicht zu mir gekommen wärest, dann wärst du blind von dieser Meditation geworden, da du fälschlicherweise das Auge des Virat als das ganze Virat angenommen hast.


Die Luft als Atem des universalen Selbst

Nun richtete der König die Frage an Indradyumna Bhallaveya: „Worauf meditierst du? Mit welchem Atman hast du deine Schwierigkeiten?“ „Ich meditieren auf die kosmische Luft, die bläst, als alldurchdringende Wirklichkeit.“ Der König sagte: „So weit so gut. Da das absolute Sein alldurchdringend ist, so ist diese Luft auch alldurchdringend. Du hast diese alldurchdringende Luft, die sich überall bewegt, als Symbol der Wirklichkeit angenommen. Sehr gut. Auf Grund dieser Meditation auf die weit verbreitete Luft, Vayu, die sich überall, in alle Richtungen bewegt und von allen Seiten als absolutes Sein kommt, wirst du überall verehrt. Respekt und Ehre wird dir ungefragt zuteil. Dein Ruhm eilt überall hin, so wie die Luft sich überall hinbewegt. Du hast viele Gefolgsleute, Karawanen von Menschen, die dir folgen. Außerdem hast du reichlich zu essen und verfügst über Besitztümer. Dieses ist der Ruhm, der allen widerfährt, die in dieser Form meditieren.“ Er wiederholte Ruhm und Ehre auf die gleiche Weise, wie bei den zuvor befragten Besuchern. „Dieses ist eine wunderbare Meditation, doch sie beinhaltet auch Fehler. Die Luft ist nur der lebendige Atem von Vaishvanara Atman. Du hast ihn als das Ganze angesehen. Dir wäre Schlimmes widerfahren, wenn du nicht rechtzeitig zu mir gekommen wärest. Die lebendige Luft hätte dich eines Tages verlassen, wenn du nicht rechtzeitig gekommen wärest.“


Der Raum als Körper des universalen Selbst

Dann wurde Jana Sarkarakshya befragt: „Auf welchen Atman meditierst du?“ „Ich meditiere auf den alldurchdringenden Raum“, kam die Antwort. Dieses ist auch ein Symbol für die Meditation. Raum ist alldurchdringend. Wenn einem nichts einfällt, was alldurchdringender wäre, woran sollte man sonst denken, als an den Raum an sich. Der König sagte: „Der kosmische Raum ist in jeder Hinsicht ausgedehnt. Du meditierst auf ihn als die absolute Wirklichkeit, und darum sind bei dir alle Aspekte ausgedehnt. Du hast alles im Überfluss, Haus Besitz usw. Du wirst zu Hause und in deiner Gemeinschaft außerordentlich verehrt. Du bist auf Grund deiner Meditation im Übermaß gesegnet. Das geschieht jedem, der auf diese Weise meditiert. Doch dieses ist keine korrekte Meditation. Hier liegt ein Irrtum vor, denn bei dem Raum handelt es sich lediglich um den Körper von Vaishvanara. Wenn du nicht zu mir gekommen wärest, wäre etwas Schlimmes geschehen, dich hätten z.B. Lähmungen befallen können. Du wärest möglicherweise ein Opfer deiner eigenen Meditation geworden.“ Dieses sind alles wundervolle Meditationen, doch sie können auch gefährlich werden.

Wasser als Leib des universalen Selbst

Dann wandte sich der König an Budila Asvatarasvi: „Worauf meditierst du?“ „Ich meditiere auf das Wasser.“ Es gibt Leute, die auf den Ozean als ein Symbol Brahmans meditieren, genauso wie es Leute gibt, die den Raum als Meditationsobjekt gewählt haben. „Ich kontempliere auf den Ozean mit seiner endlosen Ausdehnung als Symbol der Wirklichkeit. Dieses ist mein Atman“, sagte Budila Asvatarasvi. Der König entgegnete: „So weit so gut. Du wirst durch diese Meditation reichlich mit allen möglichen Dingen beschenkt. Das Wasser ist die Quelle der Nahrung, der Werte und der Kräfte. Es ist die Ursache für die überreichliche Nahrung in deinem Haus. Und das gilt für jeden, der auf diese Weise meditiert. Doch diese Form der Meditation birgt auch Fehler, denn sie richtet sich nur auf den unteren Körper des kosmischen Vaishvanara. Er beinhaltet nur einen Teil und nicht die gesamte Struktur des universalen Körpers. Wenn du nicht zu mir gekommen wärest, hätte diese Form der Meditation Krankheiten zur Folge gehabt, die sich auf die Körperteile beziehen, die mit dem Wasserhaushalt des Körpers verbunden sind. Du hättest dort irgendwann als Folge deiner Meditation Probleme bekommen können.“


Die Erde als Fuß des universalen Selbst

Dann richtete der König seine Frage auch an Uddalaka Aruni: „Worauf meditierst du?“ Uddalaka antwortete: „Ich meditiere auf die Erde in ihrer Vollkommenheit als Wirklichkeit.“ Der König antwortete: „Das ist richtig. Auf diese Weise hast du auf Grund dieser Meditationsform wundervolle Tugenden entwickelt. Du bist voller Freude und siehst, was wertvoll ist. Da die Erde die Grundlage für viele Dinge ist, führst du ein fundiertes Leben. So geschieht es bei allen, die auf diese Weise meditieren. Doch die Erde bildet nur die ‚Fußmatte’, d.h. die niedrigste Ebene des Vaishvanara Atman. Die Erde ist wie die ‚Füße’ des universalen Selbst. Sie ist wie die Füße des Atman, denn sie bildet die niedrigste Ebene der Offenbarungen der Wirklichkeit. Wenn du nicht zu mir gekommen wärest, wäre dir eines Tages möglicherweise etwas Schlimmes zugestoßen. Du hättest irgendwann nicht mehr auf deinen Füßen stehen können, denn sie wären verdorrt und du hättest dich nur noch auf Krücken fortbewegen können.“


Das Selbst als das universale Ganze

Folgendes sagte der König zu den sechs großen Männern: „Meine lieben Freunde, ihr seid in eurer Meditation alle sehr aufrichtig und ehrenwert. Auf Grund eurer Meditation habt ihr mit euren Familien viel Freude und immer genug zu essen. Doch euch ist nicht bewusst, dass ihr euch mit eurer Meditation auch auf Irrtümer eingelassen habt. Darum wären auf euch auf Grund eurer Meditation früher oder später einige Probleme zugekommen. Es ist gut, dass ihr zu mir gefunden habt. Zu Anfang sah alles bei eurer Meditation korrekt aus, doch später haben sich einige Schwierigkeiten ergeben, die nicht einmal durch die beste Medizin hätten kuriert werden können.“ - „Was müssen wir jetzt tun? Wir haben verstanden, wo wir stehen.“ – „Genauer gesagt, es geht um zwei Fehler, die ihr alle gemacht habt. Ihr habt Teile des Ganzen als das Ganze betrachtet. Ihr habt das Endliche für das Unendliche angenommen. Erdenkliches kann niemals das Ganze sein, denn der Geist ist lediglich gewohnt an endliche Dinge zu denken. Wenn man sich in seinen Vorstellungen über ein bestimmtes Objekt, auf das man meditiert, weiter ausdehnen will, bleibt als Ergebnis nur etwas Endliches. Dieses ist der Fehler. Ein weiterer Fehler ist, dass ihr glaubt, der Atman sei ein Objekt, so als wäre er außerhalb von euch. Ihr sagt, er ist das Wasser, die Sonne, die Erde usw. Nun gut, alles ist wundervoll. Doch sie alle sind außerhalb von euch! Wie kann ein so genannter Nicht-Atman Atman sein?“

„Und was versteht ihr unter Atman? Wie kann Atman außerhalb von euch sein? Euer eigenes Selbst ist außerhalb von euch? Was für eine Vorstellung! Ihr habt euch auf den Blödsinn eingelassen, indem ihr euer eigenes Selbst als Nicht-Selbst anseht. Das Selbst kann nicht außerhalb von euch sein; es kann kein Objekt von sich selbst sein; es kann nicht über sich selbst nachdenken; es kann nicht als etwas anderes auf sich selbst meditieren; es kann nicht etwas anderes als es selbst sein. Etwas Endliches kann nicht als das Unendliche angenommen werden. Eine andere Sache ist, dass etwas Externes nicht als das Selbst angesehen werden kann. Ihr habt euch auf diese beiden Fehler eingelassen. Ihr habt in jeder Hinsicht das Wissen des großen Seins, wie bei der Geschichte der Blinden und des Elefanten: Viele blinde Männer berührten einen Teil eines Elefantenbabys und betrachteten diesen Teil als etwas Besonderes. Keiner wusste, dass er nur einen Teil des Elefanten berührte. Genauso seid ihr euch nicht über die Tatsache im Klaren, dass, von dem ihr glaubt, dass es das Absolute wäre, tatsächlich nur relativ ist. Von dem ihr annehmt, es sei Alles, ist nur ein Teil. Eure Meditation ist in Ordnung, doch da sind auch diese Fehler, auf die ich hingewiesen habe. Man kann die Schönheit dieser Welt im Überfluss erleben und in den Augen anderer Menschen als ehrenwert gelten, doch selbst dann kann ein fundamentaler Fehler vorliegen. Diesen Fehler vermag man bei rein äußerlicher Betrachtung nicht zu erkennen.

„Es ist nicht nötig jedes einzelne Blatt zu wässern bzw. zu düngen, wenn man eine Pflanze pflegen möchte. Es ist nur notwendig, die Wurzel zu wässern. Wenn man sich um einen großen Baum kümmert, was ist dann zu tun? Besteigt man ihn dann und düngt und wässert jedes einzelne Blatt? Nein! Man kümmert sich um die Wurzel des Baumes und dann hat der ganze Baum automatisch etwas davon. Was auch immer man erreichen möchte, kann man auf einen Schlag durch Meditation erreichen, d.h. durch die Meditation auf Vaishvanara Atman. Die Wurzel der Wirklichkeit darf im Bewusstsein nicht fehlen. Wer auch immer sich das wahre Vaishvanara als etwas vorstellen kann, das sich von der Erde zum Himmel, vom Himmel zur Erde, von der höchsten bis zur niedersten Ebene der Offenbarung ausdehnt, ohne irgendetwas bzw. irgendeine Beziehung dabei auszulassen, visualisiert das Ganze. Wenn man im Geist diese Ausdehnung der Offenbarung, ohne etwas auszulassen, wenn man in universaler Weise allumfassend die ganze Form der Wirklichkeit erfassen kann, wenn es der Atman ist, wenn es das Selbst zur selben Zeit ist, was fehlt dann noch? Dieses ist Vaishvanara Atman, das All-Selbst. Wer immer auf diese Weise meditiert, wird im selben Augenblick das Selbst allen Seins. Derjenige wird zum Selbst aller Welten; er wird das Selbst von allem, welches überall sein kann, und er wird zum Besitzer der Schönheit von allem, was überall existiert, in jeder Form und unter allen Bedingungen. Dieses ist das Geheimnis, das ich weitergeben möchte. Diese Form der Meditation bedeutet eine übermenschliche Meisterleistung, denn der Geist kann nicht derart denken. Wenn man derart denkt und sich dem Zugriff des Geistes entziehen kann, dann wird man feststellen, dass der Geist in seine alten Gewohnheiten verfällt bzw. verfallen möchte, um wieder in Einzelheiten, Inneres und Äußeres zu denken. Wer kann schon an ein Objekt denken, das er dabei nicht als etwas Äußeres ansieht? Kein menschliches Wesen. Doch das ist hier erforderlich. All diese von euch genannten Meditationen auf bestimmte Teile bezeichnen lediglich Glieder des kosmischen Körpers. Ihr müsst sie zusammenbringen und als Ganzes betrachten. Sagt nicht, dieses ist die Sonne, der Raum, das Wasser usw. Denkt nicht auf diese Weise. Fasst alles in eurer Betrachtung zusammen, ohne dabei etwas auszulassen, und entwickelt ein Gefühl für alles gemeinsam.“

Nach dieser Beschreibung über die Aspekte von Vaishvanara als absolutes Objekt der Meditation, wird man in der Upanishad mit den direkten Folgen dieser Meditationsform vertraut gemacht. Der Meditierende kann nicht außerhalb dieses Meditationsobjektes stehen. Da dieses Objekt der Universalität von Vaishvanara Atman allumfassend ist, hat sich der Meditierende der Verwandlung seiner Persönlichkeit unterzogen und in den Schoß der Wirklichkeit begeben. Und, was auch immer man nun unternimmt, wird zur Handlung des Vaishvanara Atman. Dieses ist eine sehr ernstzunehmende Konsequenz. Was immer man denkt, wird zum Gedanken von Vaishvanara Atman. Was immer man spricht, wird zum Ausdruck von Vaishvanara Atman. Die Handlungen werden auf diesem Wege zum kosmischen Opfer, so wie die Gottheiten an die Schöpfung als universales Opfer dachten, wie z.B. in der Purusha-Sukta beschrieben. Man kann nun keinen Unterschied mehr zwischen den Gedanken Gottes und den menschlichen Gedanken machen, wenn man auf diese Weise meditiert. Auf diese Weise gehen die täglichen Aktivitäten von einem Individuum aus und werden zum kosmischen Opfer, immer vorausgesetzt, dass derjenige auf die beschriebene Weise meditiert. Dieses nennt man Prana-Agnihotra, das heilige Opfer am universalen Altar des Feuers des Absoluten.

Die Tatsache der organischen Verbindungen des Individuums mit Vaishvanara lässt darauf schließen, dass es kosmische Aspekte geben muss, die selbst im Individuum wirken, so wie alles, was sich im Ozean befindet, auch in einer Welle vorhanden sein muss, ungeachtet vom Unterschied zwischen dem Kamm als Welle und der Ozean als Körper. Die wesentliche Harmonie zwischen dem Individuum und dem Universalen wird offenkundig, wenn eine spirituelle Überprüfung bzgl. des Wesens der Struktur beider stattfindet. Darum erschafft die Meditation auf den Kosmos oder Vaishvanara eine innere Koordination und bewirkt die Vereinigung des Meditierenden und dem Meditationsobjekt. Alle Funktionen des Individuums sind letztendlich untrennbar mit der Natur und dem Wirken des Universalen verbunden, und die Meditation weckt das Bewusstsein für diese Tatsache. In der Meditation muss nichts weiter stattfinden, als ein Bewusstsein für die Tatsache dieser Untrennbarkeit zwischen den kosmischen und den Individualfunktionen zu wecken und zu schärfen. Solch einfache Handlungen, wie Essen, Trinken, Atmen und Arbeiten haben und gewinnen mit Hilfe der Meditation ihre universale Bedeutung. Die Upanishad hebt uns hier über den normalen Menschenverstand hinaus, denn die scheinbar individuellen Handlungen haben ihre kosmischen Verbindungen. Die Upanishad verdammt die absurde und allgemein geläufige Vorstellung, dass Essen und Trinken usw. letztendlich nur individuelle Privatangelegenheiten sind. Die hier beschriebene Meditation zeigt verschiedene Wege auf. Eine besondere Erwähnung findet die Anrufung des Absoluten, selbst bei der Verrichtung individueller Handlungen.

Der besondere Begriff, der hier aufgegriffen wird, ist Prana-Agnihotra oder das heilige Angebot für das universale Feuer. Die Nahrung, die wir täglich zu uns nehmen, ist wie eine heilige Opfergabe des alldurchdringenden lebendigen Feuers. Dieses wird als Prana-Agnihotra bezeichnet. Agnihotra ist das geweihte Angebot für das heilige Feuer. Dieses ist das tägliche Ritual des Yajna bzw. Opfer des Familienvaters. Die Upanishad sagt darüber, dass dieses Agnihotra insbesondere in unserem Körper stattfindet, über den wir uns in der Meditation bewusst sein müssen. Damit das scheinbar Äußerliche dieses Opfers aufhört zu existieren. Wenn man den Standpunkt von Vaishvanara einnimmt, gibt es überhaupt keine äußeren Handlungen, denn alles ist innerhalb. Daher hören selbst scheinbar äußere Handlungen in der Gesellschaft, wie zum Beispiel Arbeiten und Sprechen, auf, persönliche oder gesellschaftliche Angelegenheit zu sein. Sie werden zum spirituellen Dienst, zu einer göttlichen Kontemplation. Die drei Opferfeuer des Familienvaters sind Garhapatya, Anvaharyapachana und Ahavaniya. Diese drei Opfer befinden sich in der Meditation im Inneren des Individuums. Die Upanishad sagt, dass man die dargebrachten Opfer im äußeren Ritual als Handlung so betrachten muss, dass sie sich nach innen weiter fortsetzen. Diese Feuer sind auch im Körper von Vaishvanara vorhanden. Da wir von Vaishvanara untrennbar sind, sind diese Feuer auch in uns selbst vorhanden. Wenn wir also essen, so ist das nicht nur irgendeine tierische Handlung, um den körperlichen Organismus zufrieden zu stellen, sondern ein absoluter Impuls, der von der universalen Wirklichkeit ausgeht. Das Hungergefühl ist nicht nur eine Funktion des Magens, Gehirns usw. Dieses Gefühl ist viel weiter zu fassen und ein Hinweis dafür, dass wir von etwas Höherem abhängen als wir uns im Allgemeinen eingestehen wollen. In religiöser Hinsicht beschreibt Vaishvanara die absolute Wirklichkeit und sie ist auch für das Verdauungsfeuer und die Aufteilung der Nahrung im Körper verantwortlich. Dieses innere Verdauungsfeuer ist Vaishvanara. Doch was hat es mit dieser Hitze im Körper auf sich? Es ist kein Feuer an sich; es ist auch kein Feuer, das auf Grund der Zusammensetzung chemischer Elemente entsteht. Die Upanishad identifiziert dieses Feuer, das als lebendige Kraft in uns wohnt, als absolute Wirklichkeit, Vaishvanara, universales Feuer, das alles verzehrt. Die fünf Pranas (1. Prana - Essenz des Atems, 2. Vyana – Überwachung des Kreislaufs, 3. Samana – Nahrungsaufnahme und Stoffwechsel, 4. Apana – Ausscheidung, 5. Udana – Verbindung zwischen physischem und spirituellem Körper) bilden die Agenten dieser Handlung. Sie sind die Botschafter des absoluten Seins. Die Nahrung wird durch die Aktivität der Pranas verdaut. Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, sprechen religiöse Menschen Gebete oder Mantras, wobei es heißt: dieses ist für die Pranas, dieses ist für Apana’ usw. Dieses Einbeziehen des Göttlichen ist wie ein Gottesdienst. Es ist Meditation, und wir sind uns bewusst, dass wir essen. Der hier erwähnte Prozess von Prana-Agnihotra dient der Einbindung des Universalen in die scheinbar individuelle Handlung.

Die drei Feuer befinden sich innerhalb des universalen Seins, Vaishvanara, und sie sind untrennbar vom universalen Sein. Worüber sollten wir kontemplieren, wenn wir einen Bissen zu uns nehmen?

Prana

Die fünf Pranas sind wie die fünf Zungen einer Flamme. Es handelt sich um eine Kraft, die wie fünf verschiedene lebendige Energien wirkt. Darum wird jede Feuerzunge, jede Flamme, durch ein besonderes Opfer zufrieden gestellt, so wie es bei der Opferhandlung auch geschieht. Pranaya Svaha, lautet die Anrufung, was bedeutet: ‚möge Prana zufrieden gestellt sein’. Dieses muss innerlich rezitiert werden, wenn der erste Bissen genommen wird. Es handelt sich nicht nur um eine Äußerung, sondern um das innere Gefühl, so wie bei einer realen Meditation. So wie jeder Fluss mit dem Ozean verbunden ist, so steht Prana mit der kosmischen Kraft in Verbindung. Auf diese Weise berühren wir durch Prana die kosmische Grenze und rufen das universale Sein an. In dieser Meditation liegt der Versuch für eine universale Zufriedenheit, und nicht nur das persönliche Vergnügen des Essens, Trinkens usw. Wenn Prana auf Grund der inneren Verbindung zufrieden gestellt wurde, sind die Augen zufrieden gestellt, heißt es in der Upanishad. Wir fühlen uns glücklich. Wenn wir essen und dabei eine anständige Mahlzeit zu uns nehmen, fühlen wir uns zufrieden, was seinen Ausgang bei den Augen hat. Wenn Prana zufrieden ist, sind die Augen zufrieden. Wenn die Augen zufrieden sind, ist die Sonne zufrieden, denn sie ist die Gottheit der Augen. Wenn die Sonne zufrieden ist, ist die ganze Atmosphäre zufrieden, denn sie ist die vorausgehende Gottheit für die gesamte Atmosphäre. Wenn die Atmosphäre zufrieden ist, so ist ebenfalls zufrieden, was immer diese Atmosphäre und die Sonne unterstützt, d.h. der Himmel, und dass allein durch einen kleinen Bissen Nahrung, den wir in meditativer Form zu uns nehmen. Was geschieht dann? Daraufhin erfolgt unmittelbar, hervorgerufen durch diese Meditation, eine Reaktion. Diese Reaktion kommt in Form einer Schwingung des Glücks, es ist wie ein Glühen’, das aus den verschiedenen Ecken des Himmels kommt. Und wenn die verschiedenen Ecken des Himmels glücklich sind, dann sind die Winde, die Sonne, die ganze Atmosphäre und auch wir glücklich, denn Vaishvanara ist zufrieden.


Vyana

So verhalten wir uns bei jedem Bissen, den wir zu uns nehmen. Der zweite Bissen sollte der Zufriedenheit von Vyana, einem anderen Aspekt der Energie, gewidmet werden: Vyanaya Svaha, ‚möge Vyana, die alldurchdringende Kraft in mir zufrieden gestellt werden’. Vyana ist für die Fortbewegung des Blutes in den Adern verantwortlich. Auf diese Weise sollte mit diesem Bissen bei der Nahrungsaufnahme meditiert werden. Auch hier existieren mystische Verbindungen, von denen in der Upanishad die Rede ist. Die Ohren sind zufrieden, wenn Vyana zufrieden ist. Wenn die Ohren zufrieden sind, ist alles um uns, was die Klänge angeht, die unser Trommelfell berühren, bis hinauf zum Mond zufrieden. Daraus ergibt sich, dass die gesamte Atmosphäre bis in alle Ecken hinein zufrieden ist, und damit sind alle Ursachen auf einmal zufrieden gestellt. Wenn die Ursachen zufrieden sind, ist der Meditierende von Wohlstand, Macht und Ehre erfüllt, denn Vaishvanara ist zufrieden.


Apana

Der dritte Bissen sollte der Zufriedenheit von Apana gewidmet werden: Apanaya Svaha. Wenn Apana zufrieden ist, dann ist die Sprache zufrieden gestellt. Wenn die Sprache zufrieden ist, ist das Feuer zufrieden, welches das übergeordnete Prinzip der Sprache ist. Wenn das Feuer zufrieden ist, ist auch die Ursache des Feuers, d.h. die Erde zufrieden. Wenn die Erde zufrieden ist, sind auch wir automatisch zufrieden. Der Meditierende ist von Ehre erfüllt, denn Vaishvanara ist zufrieden.


Samana

Der vierte Bissen, den wir zu uns nehmen, sollte Samana gewidmet werden: Samanaya Svaha. Wenn Samana zufrieden ist, ist der Geist zufrieden. Samana ist die zentrale Kraft, die unmittelbar auf den Geist wirkt. Wenn der Geist zufrieden ist, ist alles, was mit dem Geist verbunden zufrieden, d.h. auch der Regengott und die himmlischen Ebenen. Wenn der Regengott zufrieden ist, sind auch die Erzeuger der Blitze am Himmel zufrieden. Wenn die Erzeuger der Blitze zufrieden sind, sind auch alle, die dieses Phänomen unterstützen zufrieden. Dann ist auch der Meditierende zufrieden und von Macht und Ehre erfüllt, denn Vaishvanara ist zufrieden.


Udana

Der fünfte Bissen bzw. das fünfte Opfer gilt der Zufriedenheit von Udana: Udanaya Svaha. Wenn Udana zufrieden ist, dann ist das Tastorgan zufrieden. Dadurch wird die Verdauung, die Raumluft zufrieden gestellt. Wenn die Luft zufrieden ist, dann ist auch seine Heimstatt, der Raum selbst, zufrieden. Wenn diese Zufriedenheit erreicht wurde, dann ist alles in der Luft und im Raum zufrieden. Dann ist der Meditierende mit einer Vielzahl von Dingen zufrieden, denn Vaishvanara ist zufrieden. Dann bleibt nichts, was nicht zufrieden gestellt wäre, denn alles wurde berührt.

Nach Anschauung der Upanishad werden alle auf eine meditative Weise richtig ausgeführten Handlungen, wie z.B. die Nahrungsaufnahme in Bezug auf den universalen Einfluss auf die individuelle Existenz, jede Ecke der Schöpfung berühren. Durch diese Meditation des Einzelnen in Form von Vaishvanara Agnihotra Vidya und die sich daraus ergebende Zufriedenheit wird die ganze Menschheit, die Schöpfung, gesegnet. Die Tradition beruht darauf, dieses Wissen allen Menschen zu geben, damit sie von dieser Zufriedenheit profitieren können. Aus diesem Grund werden alle in dieser Form gebildeten Menschen, spirituelle Sucher usw. zu bestimmten Zeiten, Festlichkeiten, kostenlos bewirtet. Sie nehmen die Nahrung nicht zu sich, bloß um ihre Körper zufrieden zu stellen. Die Zufriedenheit bezieht sich, wie dargestellt, auf andere Aspekte, mit denen sie sich innerlich auf Grund ihres Wissens, ihres Lebens und ihrer Meditation verbunden fühlen. Wenn jemand auf diese Weise meditiert, kann er alles mühelos auf einen Schlag erfassen. Alles wird durch seine Handlungsweise zufrieden gestellt. Darum gibt es diese Technik von Prana-Agnihotra für den Meditierenden auf Vaishvanara, wie sie in dieser Upanishad beschrieben wird. Prana-Agnihotra ist die religiöse Handlung für die Menschen, die Vaishvanara-Vidya praktizieren und auf das kosmische Sein meditieren.


Die Notwendigkeit des Wissens wird besonders betont

Einige Menschen vollziehen ohne dieses Wissen von Vaishvanara Opferhandlungen. Sie nehmen Nahrung zu sich, ohne diesen spirituellen Einfluss von Agnihotra zu kennen. Sie führen Feueropfer aus, ohne sich über den universalen Einfluss im Klaren zu sein. Wo kein Wissen ist, kann auch kein Segen aus diesen Opferhandlungen erwartet werden. Sie sind einfach sinnlos. So verhält es sich mit allen selbstsüchtigen Handlungen, die nur zum Eigennutz bzw. Selbstzufriedenheit zelebriert werden. Sie führen zu Bindungen, denn Unwissenheit in Verbindung zu höheren Quellen birgt Gefahren in sich, die unbarmherzig zurückschlagen können. Diese Reaktion ist als Karma bekannt. Was uns bindet, ist Karma als Reaktion des Universums. Wir ignorieren dieses Universum bei all unseren täglichen Handlungen, so als würde es nicht existieren.

Doch wenn wir irgendein Opfer, wie z.B. Agnihotra, mit diesem erwähnten Wissen ausführen, dann wird alles zur universalen Handlung. Dieses wäre für alle gut. Jede individuelle Handlung wäre wie die Handlung aller, so wie eine Wellebewegung irgendwo auf dem Ozean die Bewegung des ganzen Ozeans ist. Es ist nicht die Handlung eines Einzelnen irgendwo in weiter Ferne. Die Handlungen aller werden zu einer einzigen individuellen Handlung; die Erfahrung von irgendjemanden ist auch meine Erfahrung; der Vorteil eines Einzelnen irgendwo auf der Welt wird auch zu meinem Vorteil, wenn ich innerlich entsprechend auf dieses Alles eingestellt bin. Dieses ist die ultimative Konsequenz der Meditation auf Vaishvanara. Derjenige, der auf diese Weise meditiert, hört praktisch auf ein Individuum zu sein. Obwohl er bei näherem Hinsehen individuell erscheinen mag, so ist er doch innerlich kein Individualist. Das liegt an seinem Denken, Fühlen, seinem Willen und seinem Bewusstsein, - alles ist auf die Wirklichkeit einer transzendentalen Natur eingestellt, allerdings mit einem individuellen Äußeren und einem universalen Inneren. Darum sind seine Handlungen so, als wären es die Handlungen aller. Sie sind wie universale Bewegungen. Was auch immer dieser Einzelne unternimmt, wird der ganzen Welt, allen Menschen und allem Sein gleichzeitig geopfert.

Alle Sünden werden in einem Bruchteil einer Sekunde wie Staub hinweggefegt bzw. zu Asche verbrannt, wenn auf Vaishvanara meditiert wird. Alle Sünden des jetzigen und der vergangenen Leben werden getilgt, denn selbst Berge von Stroh können mit einem einzigen Streichholz zu Asche verbrannt werden. Obwohl es Berge sein können, so stellen sie doch nur Haufen von Stroh dar. Sie können dem mächtigen Feuer, das durch diese Meditation generiert wird, nicht widerstehen, denn es gibt keine individuellen Handlungen mehr. Wo kann es Sünde geben, wenn es weder Tugenden noch Untugenden gibt? Weder Verdienst noch Nichtverdienst werden von solchen Menschen erfahren. Es ergeben sich keine Konsequenzen, aus welcher bzw. in welche Richtung auch immer. Es werden keine Verdienste erworben. Das Ergebnis einer Handlung ist die Reaktion, die sich durch die Handlung selbst ergibt. Reaktionen ergeben sich aus einer mangelnden Übereinstimmung mit den natürlichen Gesetzen. Doch in diesem Fall wird sich keine solche Missstimmung ergeben. Man befindet sich immer im Einklang mit den existenziellen Kräften in der Welt. Es werden keine Gegenbewegungen erzeugt. Verdienste oder Nichtverdienste werden in diesem Fall nicht erzeugt. Sünde existiert nicht. Man findet bei solchen Menschen, die auf Vaishvanara meditieren oder Prana-Agnihotra praktizieren, keine Tugenden. Wenn solche Menschen einem Hund ein Stück Brot zuwerfen, wird dieses Brot direkt dem absoluten Sein geopfert, wenn dieser Jemand’ das Bewusstsein von Vaishvanara permanent in sich fühlt. Wenn derjenige irgendetwas selbst der niedersten Kreatur gibt, wird es auf Grund seiner Identifikation mit dem alldurchdringenden Selbst und folglich auch jene Kreatur sofort von der absoluten Wirklichkeit konsumiert. Was auch immer er macht, es ist Vaishvanara bekannt. Was auch immer er opfert, wird Vaishvanara geopfert. Er kann irgendetwas irgendjemandem opfern, es wird auf Grund seiner Identifikation mit dem großen Sein Vaishvanara erreichen. Dieses ist die Verbindung zu der Aussage der Upanishad: „So wie hungrige Kinder um die Mutter herum sitzen und auf Nahrung warten, so warten alle Wesen ungeduldig auf das Prana-Agnihotra durch ihren Heiligen, denn er ist sich des Universalen bewusst und existiert als Allwesen’.“ - Jeder liebt solch einen Menschen; jedes Insekt, jede Katze und jeder Hund wird solch einem Menschen Respekt erweisen. Das ganze Universum liebt denjenigen, der auf diese Weise meditiert und mit dem Universalen im Einklang ist. Jeder ist glücklich, wenn er isst, denn Seine Nahrung ist die Nahrung aller. Wenn er zufrieden ist, sind alle zufrieden. So wie sich eine Mutter gegenüber ihren Kindern verhält, so verhält sich der Meditierende auf Vaishvanara gegenüber der ganzen Welt. Seine Existenz ist ein Segen, sein Dasein ist Handlung, als wäre er Gott selbst.

Auf diese Weise zeigt diese mystische Unterweisung, dass die höchste Meditation die Vereinigung mit Vaishvanara ist. Für denjenigen, der auf diese Weise meditiert, ist nichts unmöglich. Für denjenigen, bei dem diese Meditation innerlich von Erfolg gekrönt wird, gibt es nichts anderes in der Welt zu tun. Dieses ist die letzte Pflicht im Leben; der höchste Dienst, den man Gott und der Welt erweisen kann. Auf diese Weise übersteigt dieses Vidya alle anderen Gesetze, Regeln oder Pflichten in dieser Welt. Dieses ist Vaishvanara-Vidya, wie sie in der Chhandogya Upanishad beschrieben wird.


Zusammenfassung

Dieses ist das Geheimnis des Wissens vom universalen Sein, das als Vaishvanara bezeichnet wird. Das Verstehen bedeutet ein Übertragen der menschlichen Eigenschaften auf die göttliche Existenz und umgekehrt. In dieser Meditation kontempliert man auf den Kosmos als einen Körper. So wie man sich beispielsweise bei einer Kontemplation auf den eigenen Körper zunächst auf einzelne Glieder konzentriert, d.h. auf das rechten Auges, das linke Auges, die rechte und die linke Hand, das rechte und das linke Beines, den Kopf, das Herz, den Bauch und alle anderen Glieder, so geschieht es auch beim Kosmos, und alle Glieder bilden ein Ganzes, einen Körper, eine Persönlichkeit, die in diesem Bewusstsein an das Universale Sein übertragen wird. Anstatt nun auf den individuellen Körper zu kontemplieren, betrachtet man also den Universalen Körper mit all seinen Glieder als ein Ganzes. Anstatt eines rechten Auges gibt es die Sonne. Anstatt des linken Auges gibt es den Mond. Anstelle der Füße gibt es die Erde. Anstatt des Kopfes gibt es den Himmel usw. Die Glieder der kosmischen Persönlichkeit werden durch die kosmischen Elemente repräsentiert. Auf diese Weise existiert nichts im Kosmos, das nicht einem organischen Teil des Körpers von Virat oder Vaishvanara zugeordnet werden könnte. Wenn man die weite Welt anschaut, erblickt man einen Teil des eigenen Körpers. Wenn man auf die Sonne schaut, dann erblickt man das eigene Auge. Wenn man in den Himmel schaut, sieht man den eigenen Kopf. Wenn man die vielen Menschen herumlaufen sieht, erblickt man die verschiedenen Teile der eigenen Persönlichkeit. Der Wind ist der Atem. All unsere Handlungen sind kosmische Bewegungen. Alles, was sich bewegt, ist letztendlich unsere eigene Bewegung. Unser eigener Atem ist die kosmische Lebensenergie. Unsere Intelligenz ist die kosmische Intelligenz. Unsere Existenz ist kosmische Existenz. Unser Glück ist kosmische Glückseligkeit.

Die Schöpfung besteht nicht nur aus den wenigen Gliedern, die hier als Glieder von Vaishvanara in der Upanishad zur Illustration erwähnt werden. Viele andere Dinge können uns während einer Meditation in den Kopf kommen. Wir können unsere Meditation mit allen möglichen Dingen beginnen, die uns beschäftigen. Wir können beispielsweise in unserer Meditationsecke sitzen, und alles, was sich um uns im Raum befindet, erregt unsere Aufmerksamkeit. Wenn wir diese Objekte mit unserem Körper identifizieren, dann werden wir feststellen, dass es auch Objekte außerhalb dieses Raumes gibt. Auf diese Weise können wir unser Bewusstsein auf die ganze Erde, über die Erde hinaus auf die Sternenregion und so weit ausdehnen, wie es unser Geist zulässt. Was auch immer unser Geist denkt, wird zum Objekt des Geistes; und dieses Objekt sollte aus kosmischer Sicht zu einem Teil des Körpers des Meditierenden werden. In dem Augenblick, wo das Objekt vom Geist als kosmischer Körper identifiziert wird, hört es auf, den Geist zu beschäftigen, denn dieses Objekt befindet sich nicht mehr länger außerhalb, sondern wird zum Teil des Körpers des Meditierenden. Wenn ein Objekt zum Teil des eigenen Körpers wird, stört es nicht mehr, denn es ist nicht mehr länger ein Objekt. Das Objekt wurde in der Vaishvanara-Meditation zum komischen Subjekt.

Die Vidya hat ihren eigentlichen Ursprung in der Rig-Veda, einer berühmten Sukta oder Hymne, die als Purusha-Sukta bekannt ist. In der Purusha-Sukta der Rig-Veda heißt es, dass alle Köpfe, Augen und Füße, die wir in dieser Welt sehen, Köpfe, Augen und Füße der Virat-Purusha oder des kosmischen Seins sind. Mit einem Kopf nickt Virat in der Stille; über ein anderes Gesicht huscht ein Lächeln; bei einem Dritten runzelt er die Stirn; in einer Form sitzt ER; in einer anderen Form bewegt ER sich; einmal ist ER nah; ein anderes Mal ist ER fern. Auf diese Weise werden alle Funktionen/ Aktivitäten, welche es auch immer sein mögen, alle Bewegungen, Handlungen und Prozesse, Teile des kosmischen Körpers, mit dem sich das Bewusstsein gleichermaßen identifizieren sollte. Wenn man denkt, denkt man alle Dinge gleichzeitig, in alle Richtungen und auf jede Weise.

Die Chhandogya Upanishad wird mit dem Satz abgeschlossen, dass derjenige, der auf die universale Persönlichkeit als Vaishvanara meditiert, zur Quelle allen Seins wird. So wie Kinder hungrig um ihre Mutter herumsitzen und nach dem Essen fragen, so sitzt alles Sein um diese Person herum und bittet um seinen Segen; und so wie die Nahrung durch seinen Körper aufgenommen wird, um all seine Glieder am Leben zu erhalten, segnet er unmittelbar mit seiner Nahrungsaufnahme den gesamten Kosmos, denn sein Dasein ist wie das All-Sein.

Wir müssen uns die berühmte Geschichte von Sri Krishna ins Gedächtnis rufen, wo er, als Draupadi Kamyaka im Wald um Hilfe bat, aus ihren Händen ein wenig Nahrung annimmt und mit diesem angenommenen Nahrung wird das ganze Universum erfüllt und alle Menschen werden zufrieden gestellt, denn Krishna ist in diesem Augenblick im Einklang mit dem universalen Virat. So verhält es sich mit allen Menschen, die auf Virat meditieren und Seine Position einnehmen. Das ganze Universum wird mit dieser ‚Person’ im Frieden sein und sie um ihren Segen des universalen Seins bitten. Dieser Meditierende ist kein normaler Mensch mehr; er ist zu Gott selbst geworden. Der Meditierende ist im Einklang mit dem Universum, mit dem Selbst allen Seins, mit dem absoluten Sein.

Hier stellt sich eine Frage: Wie kann die ganze Schöpfung zufrieden gestellt werden, wenn nur eine Person Nahrung zu sich nimmt? Dieses ist unmöglich, wenn nicht überall nur ein Selbst vorherrscht. Wenn sich alle Selbst’ (Mehrzahl) der verschiedenen Menschen und Dinge voneinander unterscheiden, dann ist es unmöglich, dass sich die Zufriedenheit durch ein Selbst auf alle und alles überträgt. Wenn es eine einzelne Zufriedenheit des ganzen Universums gibt, sollte es nur ein und nicht viele Selbst’ im ganzen Universum geben. Es ist wahr, es gibt nur ein Selbst im ganzen Universum. Wie ist diese Doktrin zu verstehen? Und wer auch immer im Einklang mit diesem einzigen Selbst ist, ist es das Selbst aller? Was auch immer dieser Mensch macht, es ist die Handlung aller. Doch wie kann man diese Wahrheit herausfinden, dass es nur ein Selbst gibt? Dieser Punkt wird im nächsten Kapitel von „Uddalakas Lehren“ erläutert, wo mehr in die Tiefe von Vaishvanara gegangnen wird und der Inhalt des Universums und des Individuums analysiert und ausführlich erörtert wird. Es gibt nur ein Selbst. Überall, wo auch immer man hingeht oder sich befindet, was auch immer man berührt, ist eine Begegnung mit sich selbst hinsichtlich einer einzigen Wirklichkeit. Welche Erfahrungen man auch immer macht, es ist wie eine Reise durch den Körper des einzigen Selbst. Alles, was man macht, ist dem Selbst bekannt, denn wir haben ständig Verbindung mit IHM. Das Selbst ist in uns selbst.

Das nächste Kapitel befasst sich mit einem ausführlichen Gespräch zu diesem Thema zwischen Vater und Sohn, d.h. zwischen Uddalaka Aruni und seinem Schüler, seinem Sohn Svetaketu.

 

 

 

 

 

 

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