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Japa Yogavon Swami Sivananda
Wenn Allopathie, Homöopathie, Farbtherapie, Naturheilkunde, Ayurveda und alle anderen "-pathien" bei der Heilung einer Krankheit versagen, kann nur die "Göttliche Namenpathie" Rettung bringen. Der Name Gottes ist ein Allheilmittel, ein Notanker, ein unfehlbares Wundermittel für alle Krankheiten. Er ist ein ideales, höchstes "Rette mich" in Dunkelheit und Verzweiflung, Niedergeschlagenheit und Leid, in der täglichen Schlacht des Lebens und im Existenzkampf. Im Namen Gottes liegt eine verborgene Kraft und eine unergründliche Energie. Alle göttliche Macht ist in Seinem Namen verborgen. Er ist die Quintessenz von Chyavanaprasa, Makaradhvaja, Vasantakusumakara und Svarna-Bhasma (alles alte ayurvedische Heilmittel), eine geheimnisvoll wirkende, unbeschreibliche, göttliche Spritze. Man kann diese Medizin zur Heilung jeder Krankheit selbst anwenden. Man kann sie auch anderen Patienten zu Hause oder anderswo verschreiben. Man setzt sich neben den Patienten und wiederholt mit ernsthafter Hingabe und Glauben den Namen des Herrn, wie "Hari Om", "Sri Ram", "Om Namah Shivaya" und singt Seine Namen: "Hare Rama Hare Rama, Rama Rama, Hare Hare; Hare Krishna Hare Krishna, Krishna Krishna, Hare Hare." Man bittet um Seine Gnade und Barmherzigkeit. Alle Krankheiten und Schmerzen werden ein Ende haben. Die Behandlung durch Mantra-Wiederholung wendet man morgens und abends mindestens zwei Stunden lang an. Die wunderbare Wirkung stellt sich in kurzer Zeit ein. Arzt und Patient sollten beide vollkommenes Vertrauen in den Namen Gottes haben, in Seine Gnade und Barmherzigkeit. Der wirkliche Arzt ist Gott Narayana allein. Selbst Dhanvantari, in der Mythologie der Arzt der drei Welten, der Begründer der ayurvedischen Medizin, hat gesagt: "Durch die Medizin der Wiederholung der Namen Achyuta, Ananta und Govinda, werden alle Krankheiten geheilt – das ist meine endgültige, ehrliche Überzeugung." Bei allen Behandlungen ist Narayana der wirkliche Arzt. Selbst den besten Ärzten der Welt gelingt es nicht, einen sterbenden König zu heilen. Sicher habt ihr schon von vielen Beispielen gehört, wo Patienten, die unter den schlimmsten Krankheiten gelitten haben, auf wunderbare Art und Weise gesund wurden, obwohl selbst die fähigsten Ärzte die Sache als hoffnungslos erklärt hatten. Das ist der klare Beweis, daß hinter allen Heilerfolgen die Göttliche Hand steht. Der Göttliche Name rottet die Krankheit der Geburt und des Todes aus und verleiht Befreiung und Unsterblichkeit. Der
Sohn eines Landedelmannes in Meerut war ernsthaft krank. Die Ärzte
hatten jede Hoffnung aufgegeben. Daraufhin übernahmen
die Bhaktas die Angelegenheit. Sie sangen sieben Tage
lang rund um die Uhr Kirtan am Bett des Patienten. Am
siebten Tag stand der Patient auf und begann, den Namen Gottes
zu singen. Er erholte sich vollständig. So wundertätig
ist die Kraft des gemeinsamen Mantrasingens. Nama-Aparadhas Verstösse gegen den göttlichen Namen Es stimmt, daß das Aussprechen des Göttlichen Namens von allen Sünden freimachen und Rettung oder die Liebe Gottes bringen kann – was beides so schwer zu erreichen ist -; aber nur dann, wenn der Name mit Glauben und Ehrfurcht ausgesprochen wird und die spirituelle Praxis ganz rein, makellos und frei ist von den folgenden Verfehlungen: 1. Schmähung von Heiligen und Anhängern. 2. Unterschiede zwischen Göttlichen Namen machen. 3. Geringschätzung gegenüber dem Lehrer. 4. Leichtfertig über die Schriften sprechen. 5. Die Herrlichkeit des Namens nur wie eine übertriebene Lobpreisung behandeln. 6. Unter dem Deckmantel des Namens Unrecht tun. 7. Den Namen mit anderen Tugenden vergleichen und Fasten, Wohltätigkeit, Opferzeremonien und ähnliches ausüben, in der Annahme, der Name allein genüge nicht. 8. Die spirituelle Praxis des Namens Menschen zu empfehlen, die gottlos, nicht ehrerbietig, und daher nicht bereit sind, einen solchen Ratschlag zu verstehen. 9. Wenn einem nicht das Herz aufgeht und man ganz vom Namen Gottes erfüllt ist, obwohl man von seiner Größe und Herrlichkeit erfahren hat 10. Betonung von "ich" und "mein" und Verhaftung an Objekte weltlicher Freuden. Wenn einem durch Unachtsamkeit einer der oben beschriebenen Verstöße unterlaufen ist, ist der einzige Weg, davon befreit zu werden, den Namen zu wiederholen und den Fehler zu bedauern. Der
Name selbst ist die beste Sühne für Verstöße
gegen den Namen. Durch ständiges Mantrasingen (Kirtan)
oder -wiederholen (Japa) erfüllen sich alle Wünsche
und letztendlich erreicht man Befreiung. Der Name Gottes ist allmächtig Rama wurde im Hause Dasharathas als dessen Sohn geboren. Als Mensch überwand er zahlreiche Schwierigkeiten, um Seine Anhänger von ihrem Leid zu befreien. Er erlöste sie von ihren Leiden und erfüllte sie mit Freude und Glückseligkeit. Wer aber Seinen Namen wiederholt, ist von allem Leid befreit und erlangt höchstes Glück und Wonne. Man wird selbst zur Wohnstätte von Freude und Wonne. Rama rettete Ahalya und verlieh ihr Unsterblichkeit nur durch die Berührung Seines Heiligen Fußes. Die Wiederholung seines Namens aber hat unzählige gottlose Menschen mit falscher Geisteshaltung gerettet. Zum Segen Vishvamitras tötete Rama Tadaka, die Tochter Suketus. Aber Sein Name kann all die zahllosen schädlichen Wünsche zum Wohlergehen seiner Anhänger auflösen, so wie die Sonne die Dunkelheit vertreibt. Rama brach durch seine Anstrengung den Bogen Shivas. Aber der Glanz seines Namens bricht alle Schrecken von Geburt und Tod. Rama reinigte einen Dandaka-Wald, aber allein sein Name hat den Geist vieler von Unreinheiten gereinigt. Rama tötete die Schar der Dämonen, aber sein Name löscht alle Sünden des Eisernen Zeitalters. Rama rettete und segnete Sabari, Jatayu und andere, aber der Name Ramas rettete zahllose Menschen vor den Heimsuchungen des Eisernen Zeitalters. Rama schützte Sugriva und Vibhishana, aber Sein Name bot unzähligen Menschen Zuflucht. Der Ruhm Ramas geht klar aus den Veden hervor und wird von allen Weisen gesungen. Rama
sammelte die Affen und brachte eine riesige Armee zusammen,
um das Meer zu überbrücken. Er ertrug großes
Leid. Aber durch die bloße Wiederholung Seines Namens
trocknet der Ozean der Wiedergeburten aus. Rama tötete
in der Schlacht Ravana und sein Gefolge. Dann kehrte
er mit Sita nach Ayodhya zurück, wo er zum König
gekrönt wurde. Aber seine Anhänger zerstören
die mächtige Armee der Unwissenheit nur durch die Wiederholung
Seines Namens. Sie tauchen in ein Meer der Wonne ein und sind
ohne Sorge. All dies dank der Macht des Namens. Rama-Nama,
der Name Ramas – unser einziger Retter im Eisernen Zeitalter Der Name verleiht denen Macht und übernatürliche Kräfte, die anderen Segen bringen, also den Göttern und Heiligen. Shiva war sich der Herrlichkeit des Namens Ramas bewußt und hat ihn aus Millionen anderer Lobgesänge auf Gott ausgewählt. Er ist voller Glücksverheißung, obwohl seine äußere Form nicht so erscheint. Suka, Sanaka und andere vollkommene Weise im Besitz großer yogischer Kräfte genießen absolute Wonne (Brahmananda) nur dank der Macht des Namens. Der Weise Narada kennt den Ruhm des Namens wohl. Hari (Vishnu) ist der Geliebte der ganzen Schöpfung. Denn Hari ist dem Hara (Shiva) teuer. Narada ist sowohl Hari als auch Hara lieb. Durch Wiederholung des Namens wurde Prahlada zum bevorzugtesten Anhänger Gottes. Dhruva suchte in äußerstem Kummer und Gewissensbissen Zuflucht bei der Wiederholung des Namens Gottes. Innerhalb von sechs Monaten erlangte er eine beneidenswerte Stellung in der Welt und unter den Anhängern Gottes. Hanuman wiederholte mit inniger Hingabe den Namen Gottes und wurde sein Liebling. Ajamila, Gajendra, Ganika und andere erlangten Befreiung dank der Wirksamkeit des Göttlichen Namens. Eine umfassende Aufzählung aller Anhänger, die dank der Wiederholung des Namens eine bevorzugte Stellung erlangten, würde zahllose Seiten füllen. Im Eisernen Zeitalter erfüllt der Name Gottes alle Wünsche und bringt vollkommenes Glück. Auch Sri Tulasidas erreichte höchste Würde durch Wiederholung des Namens Gottes. Er wurde der Liebling Gottes. Das Ramacharitamanas ist wie die Herrlichkeit des Namens Ramas selbst. Nicht nur im Kali Yuga, sondern zu allen Zeiten, in allen Welten, haben Menschen durch die Wiederholung des Namens Gottes den Ozean des Samsara überschritten und höchste Würden erreicht. Im Kali-Yuga ist die Wiederholung des Namens besonders geeignet zur Befreiung, während Meditation, Opferzeremonien und Gottesverehrung in den anderen drei Zeitaltern am wirkungsvollsten waren. In diesem beschwerlichen Eisernen Zeitalter gibt es keine andere spirituelle Praxis für die Befreiung. Der Name Ramas verleiht Glückseligkeit und Unsterblichkeit. Hier auf dieser Welt ist er wie die eigenen Eltern. Ein Anhänger Ramas durchbricht den Kreislauf von Geburt und Tod noch in dieser Welt. Wer tiefen Glauben hat, verwirklicht unfehlbar die Früchte des Namens Ramas, führt ein glückliches, friedliches Leben hier und erlangt danach Unsterblichkeit. Möge Rama alle segnen! Om Sri
Rama Jaya Rama Jaya Jaya Rama Das Wesentliche von Japa Yoga Japa
Yoga ist der leichte Weg,Gottesbewußtsein zu erlangen. Übe
Japa zu Brahmamuhurta aus.Brahmamuhurta ist um 4.00 Uhr morgens. Kann
jemand ohne den Namen leben?Oh Mensch, warum verschwendest
du deine Zeit mit Geschwätz?Du wirst es im Alter bereuen
müssen. Der
Name ist Nektar, der Name ist deine Stütze. Ruhm
dem Namen; Ruhm der Japa-Praxis! Ehre Gott! Ehre dem Guru!
Ruhm all jenen, die beim Namen bleiben,die täglich den
Namen wiederholen. Lied
vom Ruhm des Namens Sita Ram, Sita Ram, Sita Ram Bol, Radhe Shyam, Radhe Shyam, Radhe Shyam Bol. 1. Nam Prabhu kaa, hai sukhakari, Pap
katenge, chhin me bhari,
Pap ki Gathari de tu khol ...... (Sita Ram ...) 2. Prabhu ka Nam Ahalya tari, Bhakta Bheelni ho gai pyari, Nam ki mahima hai anmol ..... (Sita Ram...) 3. Sua padhavat, Ganika tari, Bade bade nishachar samhari, Gin gin papi tare tol ..... (Sita Ram...) 4. Jo jo sharan pade, prabhu tare, Bhavasagar se, par utare, Bande tera kya lagta mol ..... (Sita Ram...) 5. Ram bhajan bina, mukti na hove, Moti sa janma tu, vyartha khove, Rama Rasamrita pee le ghol ..... (Sita Ram...) 6. Chakradhari bhaj Har Govindam, Muktidayaka Paramanandam, Hardam Krishna taraju tol ..... (Sita Ram...) Übersetzung: 1. Der Name Gottes gibt unendliche Glückseligkeit. Alle Sünden verschwinden in einem Augenblick; Entknote dein Sündenbündel. 2. Der Name Gottes (Prabhu) befreite Ahalya, Bheelni wurde ihm lieb durch Hingabe, unschätzbar ist der Ruhm des Namens. 3. Ganika wurde befreit durch Nachahmung ihres Papageis, die großen Rakshasas (Dämonen) wurden alle getötet; alle Sünder wurden befreit, gezählt und gewogen. 4. Alle, die sich Ihm unterworfen hatten, wurden befreit und über den Ozean des Samsaras gebracht. Es kostet dich nichts, Seinen Namen zu wiederholen. 5. Es gibt keine Befreiung ohne Gesang auf Rama. Warum vergeudest du dieses kostbare Leben vergebens? Trinke vom Nektar des Namens Ramas. 6. Erinnere dich immer an Hari mit der Scheibe. Die absolute Glückseligkeit der Befreiung liegt
in der Waagschale von Krishnas Name. Frage: Was ist der Unterschied zwischen Japa und Dhyana? Antwort: Japa ist die Wiederholung des Mantras einer Gottheit. Dhyana ist die Meditation über Ihre Form und Eigenschaften. Es ist die ununterbrochene Konzentration auf eine Gottesvorstellung. F: Was ist Japa-Sahita-Dhyana und Japa-Rahita-Dhyana? A: Der Aspirant wiederholt das Mantra und meditiert gleichzeitig über die Form seiner persönlichen Gottheit. Ein Krishna-Bhakta wiederholt das Mantra "Om Namo Bhagavate Vasudevaya" und stellt sich gleichzeitig das Bild Krishnas vor. Das ist Japa-Sahita-Dhyana. Beim Japa-Rahita-Dhyana behält der Praktizierende eine Weile lang die Mantra-Wiederholung mit der Meditation bei, bis das Mantra von selbst wegfällt und er ganz in der Meditation aufgeht. F: Kann Japa allein zu Moksha führen? A: Ja, im Mantra liegt eine geheimnisvolle Kraft. Diese Mantra-Energie bringt Meditation und den überbewußten Zustand mit sich und führt den Praktizierenden zu Gott. F: Sollte ein fortgeschrittener Schüler einen Rosenkranz (Mala) benutzen? A: Es ist für einen fortgeschrittenen Schüler nicht erforderlich. Aber wenn er schläfrig wird oder sein Geist der Mantra-Wiederholung müde wird, kann er zum Zählen der Perlen übergehen. F: Was ist der Nutzen der ständigen Mantra-Wiederholung? A: Sie gibt Kraft und verstärkt die spirituellen Eindrücke im Geist. F: Kann ich zwei oder drei Mantras wiederholen? A: Es ist besser, sich an ein einziges zu halten. Wenn man ein Anhänger Krishnas ist, bemühe man sich, Ihn allein auch in Rama, Shiva, Durga, Gayatri und allen Göttern zu sehen. Sie alle sind Formen des einen Gottes. Verehrung Krishnas ist gleichzeitig Verehrung Ramas und Devis und umgekehrt. F: Wie soll man die Mala benutzen? A: Man darf nicht den Zeigefinger nehmen, sondern Daumen und Mittelfinger. Wenn eine Mala durchgezählt ist, dreht man sie um und geht rückwärts. Man überkreuzt den Meru nicht. Man deckt die Hand mit einem Tuch ab, so daß die Mala nicht sichtbar ist. F: Kann man Japa auch beim Gehen ausüben? A: Ja, geistig. Es gibt keine Einschränkungen für Japa, wenn es mit uneigennütziger Hingabe ausgeübt wird, nur mit dem Ziel der Gottesverwirklichung. F: Welche Art Gefühl sollte man bei der Mantra-Wiederholung empfinden? A: Man kann seine persönliche Gottheit als Meister, Lehrer, Vater, Freund oder Geliebten ansehen. Entscheide dich für die Art, die dir am besten entspricht. F: Nach wievielen Purascharanas kann ich Gott verwirklichen? A: Nicht die Anzahl Japas, sondern Reinheit, Konzentration, echte Hingabe, Gefühl und Einpünktigkeit des Geistes helfen dem Praktizierenden, Gottesverwirklichung zu erlangen. Man sollte Japa nicht in Eile ausüben, wie ein Arbeiter seine Arbeit schnell erledigen möchte. Man muß es mit Gefühl, Reinheit, Einpünktigkeit des Geistes und konzentrierter Hingabe tun. F: Wie verbrennt Japa die alten schädlichen Geisteseindrücke? A: So wie Feuer die Kraft hat, zu brennen, so hat der Name Gottes die Kraft, alle Sünden und alte Samskaras zu verbrennen. F: Kann man die Handlungs- und Sinnesorgane (Indriyas) mit Japa kontrollieren? A: Ja, Japa füllt den Geist mit Sattwa. Es zerstört Rajas und die nach außen gerichtete Aktivität des Geistes und der Sinnesorgane. Schrittweise richten sich die Sinne nach innen und kommen unter Kontrolle. F: Kann ein Grihastha (jemand, der im Berufs- und Familienleben steht) "Om" als Mantra wählen? A: Ja, wenn er über Chatushtaya (vier Eigenschaften eines Schülers, die auf dem spirituellen Weg notwendig sind) verfügt und frei ist von Unreinheit (Mala) und Unruhe (Vikshepa) und wenn er sich stark zur Jnana-Yoga-Praxis hingezogen fühlt, dann kann er Om wiederholen. F: Wenn man Japa mit Om ausübt, bedeutet das, daß man bei ständiger Wiederholung mit diesem Klang eins wird? A: Wenn man über Om meditiert oder Om geistig wiederholt, sollte man folgende innere Überzeugung pflegen: "Ich bin der alles durchdringende, reine Sat-Chid-Ananda Atman." Man muß nicht eins sein mit dem Klang. Das Ziel ist, die Bedeutung von "Ich bin Brahman" zu spüren. F: Was bedeutet das Mantra "Om Namo Bhagavate Vasudevaya"? A: Es bedeutet "Verbeugung vor Krishna". Vasudeva bedeutet "alles durchdringende Intelligenz". F: Wie soll man gleichzeitig über die Form Krishnas und die Göttlichen Eigenschaften nachdenken? A: Fixiere zuerst das Bild Krishnas mit offenen Augen (Tratak). Stelle es vor dir auf. Dann schließe die Augen und stelle dir das Bild vor. Anschließend meditiere über die Eigenschaften Gottes wie Allmacht, Allwissenheit, Allgegenwart, Reinheit, Vollkommenheit. F: Ich kann das Mantra nicht geistig wiederholen. Ich muß die Lippen bewegen. Geistige Mantra-Wiederholung kostet mich viel mehr Zeit und ich kann auch die Buchstaben dabei nicht deutlich wiederholen. Bitte sag mir, woher das kommt. Wenn ich Japa und Meditation gleichzeitig praktiziere, kann ich mich nicht auf Gott konzentrieren. Wenn ich mich auf Gott konzentriere, vergesse ich, das Mantra zu wiederholen und die Perlen der Mala weiterzubewegen. Wenn ich mich auf die Mala konzentriere, kann ich mich nicht auf Gott konzentrieren. A: Du mußt das Mantra zuerst laut wiederholen und es dann flüstern. Erst wenn du das mindestens drei Monate lang gemacht hast, wirst du in der Lage sein zur geistigen Mantra-Wiederholung. Geistiges Japa ist schwerer. Nur wenn alle Gedanken zur Ruhe kommen, bringt geistiges Japa Freude. Andernfalls brütet der Geist über sinnliche Objekte und ist nicht fähig zu geistigem Japa. Man kann nicht gleichzeitig das Mantra geistig wiederholen und Gottes Form visualisieren. Man muß einen Blick auf das Bild Gottes werfen und dabei das Mantra geistig wiederholen. Die Mala ist nur ein Hilfsmittel für Anfänger. Sie hilft, den Geist auf Gott zu richten. Sie erinnert einen daran, Japa zu praktizieren. Wenn man sich an geistige Mantra-Wiederholung gewöhnt hat, braucht man die Mala nicht mehr. Bis dahin bewegt man die Kugeln und konzentriert sich auf das Bildnis Gottes. Es ist nicht nötig, sich auf die Mala zu konzentrieren. Geistiges Japa bereitet den Geist für die Meditation über Gott vor. Sobald es einem gelingt, über die Form Gottes ohne Unterbrechung durch andere Gedanken zu meditieren, bleibt man so lange wie möglich dabei. Aber sobald wieder andere weltliche Gedanken aufkommen, kehrt man zur geistigen Mantra-Wiederholung zurück. Meditation stellt sich erst nach Jahren als Ergebnis langer, ununterbrochener, strikter Übungspraxis ein. Man braucht viel Geduld. Anfänger sind oft entmutigt, wenn sie nicht schon nach ein paar Tagen meditieren können. F: Wenn ein Mantra in Eile wiederholt wird oder ohne daß man seine Bedeutung versteht, schadet das dann der betreffenden Person? A: Es kann nicht schaden, aber der spirituelle Fortschritt ist nur langsam, wenn das Mantra eilig, ohne Gefühl und Glauben, wiederholt wird. Selbst wenn ein Mantra unbewußt oder eilig, ohne Hingabe oder ohne Verständnis seiner Bedeutung wiederholt wird, ruft es positive Ergebnisse hervor, so wie Feuer entflammbare Dinge verbrennt, wenn sie seiner Nähe ausgesetzt sind. F: Woran erkennt man, daß das Mantra dem Schüler wirklich Nutzen bringt? A: Wer Mantra-Yoga praktiziert, spürt ständig die Gegenwart Gottes. Er fühlt göttliche Ekstase und Begeisterung im Herzen. Er besitzt alle göttlichen Eigenschaften, einen reinen Geist und ein reines Herz. Er vergießt Tränen göttlicher Liebe. Er wird eins mit Gott. F: Ist geistige Mantra-Wiederholung machtvoller als lautes Mantrasingen? A: Geistiges Japa ist in der Tat machtvoller. Bei erfolgreicher geistiger Mantrawiederholung verschwinden alle weltlichen, nach außen gerichteten Gedanken schnell. Beim lauten und geflüsterten Mantra-Wiederholen hat der Geist Spielraum, eigene Wege zu gehen. Die Zunge wiederholt vielleicht das Mantra, während der Geist sich mit anderen Gedanken beschäftigt. Geistiges Japa schließt die Öffnungen, durch die weltliche Gedanken versuchen könnten, in den Geist einzudringen. Mit anderen Worten, Mantra-Wiederholung schließt die Hintertür, durch die Gedanken in die geistige Fabrik eindringen. Der Geist füllt sich mit der Macht des Mantras. Aber man muß wachsam bleiben und verhindern, daß Schlaf den Geist überkommt. Wünsche, Schlaf und verschiedene sinnliche Gedanken stehen der erfolgreichen geistigen Mantrawiederholung im Weg. Regelmäßige Praxis, aufrichtiges Bemühen, Wachheit, Wachsamkeit und Ernsthaftigkeit führen zu vollkommenem Erfolg beim geistigen Japa. F: Habe ich genügend Fähigkeiten, um von einem Mantra erleuchtet zu werden? A: Ja. Bewahre einen vollkommenen, unerschütterlichen Glauben in die Wirksamkeit des Mantras. Ein Mantra ist voll unermeßlicher göttlicher Kräfte. Wiederhole es beständig. Du wirst mit Fähigkeiten, innerer spiritueller Stärke und Willenskraft ausgestattet werden. Das göttliche Bewußtsein des Mantras wird durch ständige Wiederholung erweckt. Du wirst erleuchtet werden. F: Was bedeutet Bhava (Gefühl) im Zusammenhang mit Japa? A: Wer ein Mantra wiederholt, sollte die Einstellung eines Dieners (Dasya-Bhava), Schülers (Sishya-Bhava) oder Sohnes (Putra-Bhava) entwickeln. Man kann sich auch wie ein Freund, Verwandter oder Ehepartner gegenüber Gott fühlen. Man sollte ebenfalls fühlen und sich vorstellen, daß Gott im eigenen Herzen wohnt, daß einem Sattwa, Reinheit, von Gott zufließt und daß das Mantra das Herz reinigt und Wünsche, Begierden und negative Gedanken zerstört, während man es wiederholt.
Die Herrlichkeit des Namens Gottes Goswami Tulasidas schildert ausführlich die Herrlichkeit des Namens Gottes. Es gibt nicht den geringsten Zweifel, daß alle heiligen Formeln wie das zwölf- oder achtsilbige Mantra denen Trost bringen, die in den Netzen weltlicher Verhaftung verstrickt sind. Jeder möge sich auf das Mantra verlassen, das ihm Frieden gebracht hat. Für jene aber, die keinen Frieden kennen und ihn suchen, kann der Name Ramas gewiß Wunder bewirken. Gott hat tausende, unzählige, Namen. Sein Ruhm ist unendlich. So transzendiert Gott sowohl Seine Namen als auch Seinen Ruhm. Die Menschen brauchen aber unbedingt Unterstützung durch den Namen, solange sie an ihren Körper gebunden sind. Im gegenwärtigen Zeitalter können auch unwissende und ungebildete Menschen Schutz beim einsilbigen Mantra suchen. Gesprochen bildet "Rama" nur einen einzigen Klang; genau genommen besteht kein Unterschied zwischen der heiligen Silbe "Om" und dem Wort "Rama". Die Herrlichkeit des Göttlichen Namens wird nicht durch Vernunft und Intellekt begründet. Sie kann nur durch Ehrerbietung und Glauben erfahren werden. Sri Mahatma Gandhi Sobald man einmal Gefallen am und Ehrfurcht für den Göttlichen Namen entwickelt hat, hat man es nicht mehr nötig, seine Fähigkeit des Argumentierens unter Beweis zu stellen oder eine andere spirituelle Disziplin auszuüben. Alle Zweifel werden durch den Namen zerstreut; das Herz wird durch den Namen gereinigt; nein, vielmehr Gott Selbst wird durch den Namen verwirklicht. Singe jeden Morgen und jeden Abend den Namen Haris, klatsche in die Hände im Rhythmus des Klangs; all deine Sünden und Leiden werden verschwinden. Die Kräfte der Unwissenheit in deinem Herzen werden vertrieben, sobald du den Namen Haris aussprichst und dabei in die Hände klatschst. Der Name Gottes, bewußt, unbewußt oder sogar irrtümlicherweise ausgesprochen, wird ganz sicher seine Belohnung nach sich ziehen. Jemand, der freiwillig in einem Fluß badet, ist in keiner Hinsicht besser als sein Freund, der von jemand anders in den Fluß gestoßen wird, soweit es die reinigende Wirkung angeht; und ein Dritter, der auf sei-ner Liege liegenbleibt und über den man einen Eimer Wasser schüttet, hat seinen Körper genauso gewaschen. Taucht man in einen Teich voll Nektar, so macht einen das in jedem Fall unsterblich. Das gilt gleichermaßen für den, der sich voller Verehrung hineinstürzt wie für den, der gegen seinen Willen mit Gewalt hineingestoßen wird. Gottes Name, bewußt, unbewußt oder sogar irrtümlicherweise ausgesprochen, zieht unweigerlich seine Wirkungen nach sich. Früher
hatten die Menschen üblicherweise leichte Formen von Fieber,
die mit normalen Mitteln geheilt werden konnten. Aber heutzutage,
wo Malariafieber an der Tagesordnung ist, muß auch das
Heilmittel stark sein. In früheren Zeiten pflegten die
Menschen Opferriten, Yoga-Praktiken und strenge Bußen
auszuführen, aber im Eisernen Zeitalter beschränkt
sich das Leben auf das Essen und der Geist der Menschen ist
schwach. Alle Arten weltlicher Übel werden daher allein
durch Singen des Namens Haris mit einpünktiger Aufmerksamkeit
geheilt. Sri Ramakrishna Paramahamsa Gesegnet sei die fromme Seele, die ununterbrochen den Nektar des Namens Ramas trinkt, der aus dem Meer der Veden hervorging. Er entfernt die Unreinheiten des Eisernen Zeitalters. Shiva hat den Namen stets auf seinen Lippen. Er ist ein unfehlbares Allheilmittel gegen die Krankheit der weltlichen Existenz. Der Name ist dem Herrn sogar überlegen, denn durch die Macht des Namens erfährt und verwirklicht man die Nirguna- und Saguna-Aspekte Brahmans. Rama befreite eine einzige Frau, Ahalya, während sein Name Millionen schlechter Menschen gereinigt hat. Rama rettete Sabari und Jatayu, zwei seiner treuen Diener, aber sein Name war die Rettung für zahllose schlechte Menschen. Lebe sechs Monate lang in Chitrakuta von Milch und wiederhole den Namen Ramas unaufhörlich mit einpünktigem Geist und unerschütterlichem Vertrauen. Du wirst die Vision Ramas, Befreiung, übernatürliche Kräfte und alle glücklichen Segnungen Gottes erlangen. Gesegnet seien der Sohn und seine Eltern, die sich Ramas auf welche Art auch immer erinnern. Gesegnet sei der Kastenlose (Chandala), der Tag und Nacht Ramas Namen wiederholt. Was nützt eine hohe Geburt ohne Wiederholung des Namens Ramas? Die Gipfel der Berge bieten nur Schlangen Schutz. Gesegnet seien das Zuckerrohr, das Getreide und die Betelblätter, die in den Ebenen gedeihen und alle erfreuen. Die beiden süßen und zauberhaften Buchstaben RA und MA sind wie zwei Augen des Alphabets und der wahre Lebensatem der Verehrer. Sie sind einfach zu merken und entzücken alle. Sie sind nützlich in dieser Welt und stützen uns in der anderen Welt. Sieg dem Namen Ramas, der uns für immer segnet! Ruhm dem Namen Ramas, der Unsterblichkeit, ewigen Frieden und unendliche Wonne jenen verleiht, die ihn wiederholen! Sri
Tulasi Das Oh, wie erstaunlich ist der Eigensinn fehlgeleiteter Menschen auf der Erde, daß sie sich nicht an den Namen Ramas erinnern, der die Macht hat, sie vom unaufhörlichen Rad der Geburt und des Todes zu befreien! Es ist in keinster Weise anstrengend, den Namen auszusprechen. Er klingt ausgesprochen melodisch für das Ohr. Trotzdem denken die meisten Menschen nicht an ihn. Wie schade! Mukti, Freiheit von Geburt und Tod, die für uns Sterbliche so schwer zu erlangen ist, erhält man leicht durch Aussprechen des Namens Ramas. Gibt es für einen Menschen etwas Wichtigeres zu tun als diesen Namen zu wiederholen? Oh Jaimini, Herr der zweimal Geborenen, wer den Namen Ramas in seiner Todesstunde wiederholt, wird gerettet, selbst wenn er der schlimmste Sünder ist. Oh Herr der Brahmanen, der Name Ramas wendet alle Übel ab, erfüllt alle Wünsche und verleiht Rettung; deshalb sollten sich alle klugen Menschen ständig an seinen Namen erinnern. Wahrlich, ich sage euch, oh Brahmanen, jeder Augenblick, der ohne Erinnerung an den Namen Ramas vergeht, ist vergebens. Weise, die die Wahrheit kennen, behaupten, daß nur die Zunge Geschmackssinn besitzt, die das Aroma des nektargleichen Namens Ramas schmecken kann. Ich behaupte feierlich wieder und wieder, keiner, der an den Namen Ramas denkt, wird jemals Kummer und Leid erleben. Wer danach trachtet, die Sünden, die sich über Millionen von Leben angesammelt haben, zu vernichten, oder unsagbare Reichtümer in dieser Welt zu erwerben, sollte sich ständig und hingebungsvoll des süßen Namens Ramas, des Verleihers aller Glückseligkeit, erinnern. Sri
Vyasa Obwohl
das Eiserne Zeitalter voller Fehler ist, besitzt es einen großen
Vorteil, nämlich daß man in dieser Zeit durch das
bloße Singen des Göttlichen Namens von allen Bindungen
freiwerden und Gott verwirklichen kann. Was man im Satyayuga
durch Meditation, im Tretayuga durch Opferzeremonien und im
Dvaparayuga durch
Dienst an Gott und Anbetung Gottes erlangte, kann man im Kaliyuga einfach durch Singen des Namens Haris erreichen. Ihr
Sterblichen, fürchtet euch nicht vor dem riesigen Sündenfeuer,
das vor euch lodert. Der Schauer des wolkenartigen Namens Govindas
wird es löschen. Durch
Verehrung und Meditation in Form von Mantra-Wiederholung wird
der Geist in die Gestalt des verehrten Objekts geformt und durch
die Reinheit des Objekts, nämlich die Mantra-Gottheit, sofort
gereinigt. Durch ständige Übung füllt sich der
Geist völlig mit dem Objekt seiner Verehrung, schließt
alles andere aus, wird stetig und bleibt rein. Solange der Geist
existiert, braucht er ein Objekt und das Ziel spiritueller Praxis
ist es, ihm ein reines Objekt zu geben. "Sabda" kommt von der Wurzel "Sabd" = "Klang erzeugen" und bedeutet normalerweise Klang ganz allgemein, einschließlich des Klangs von Stimme, Wort, Rede und Sprache. Es ist entweder ein durch Buchstaben festgelegter Laut (Varnatmaka Sabda) mit einer bestimmten Bedeutung, das heißt, er bezeichnet eine Sache oder Eigenschaften und Beziehungen von Dingen; oder es ist ein natürlicher Ton ohne Buchstaben, ein Laut an sich (Dhvanyatmaka Sabda), wie etwa das Rauschen eines Stromes oder das Krachen des Donners. Die erste Schwingung zu Beginn der Schöpfung, bei der ursprünglichen Störung des Gleichgewichts (Vaishamyavastha) war eine allgemeine Bewegung (Samanya-Spanda) in der Gesamtmasse der Prakriti. Das war der Pranava-Ton, das Om. "Om" ist nur eine ungefähre Wiedergabe, eine grobe Form des feinen Lautes, den man bei tiefer Yoga-Erfahrung hört. Ein Bija- oder Samen-Mantra ist genau genommen ein Mantra mit nur einem Buchstaben, wie zum Beispiel "Kam", das aus dem Sanskrit-Buchstaben "K" und dem Chandrabindu "m" besteht, das alle Mantras abschließt. Das Mantra einer Gottheit ist die Form dieser Gottheit. Die rhythmischen Schwingungen seines Klangs regulieren nicht nur die unstetigen Schwingungen der Hüllen des Übenden und transformieren ihn auf diese Weise, sondern durch die Kraft seiner spirituellen Praxis (Sadhanashakti) entsteht tatsächlich die Form der Gottheit, die das Mantra repräsentiert. Varnamala Von den verschiedenen Arten Bußen in Form von Handlung oder Askese ist die ständige Erinnerung an den Namen Krishnas die beste. Singen Seines Namens ist das beste Mittel zur Auflösung verschiedener Sünden, so wie man mit Feuer Metalle am besten zum Schmelzen bringt. Die abscheulichsten Sünden der Menschen verschwinden sofort, wenn sie sich nur einen Augenblick lang an Gott erinnern.
Vishnu Purana Die
Herrlichkeit des Namens Ramas (Aus
den Ramacharitamanas von Sri Tulasidas) Ich
verehre "RAMA", den Namen Sri Raghunathas. Er besteht
aus "R", "a" und "ma". Diese drei Buchstaben bilden die Wurzeln
des Feuers, der Sonne und des Mondes ("R" ist das Bija-Mantra
des Feuers, "a" der Sonne und "ma" des Mondes). Er ist der Lebensatem
der Veden. Er ist formlos, unvergleichlich und die Quelle aller
Tugend. Die Wurzeln "R", "a" und "ma" symbolisieren Brahma,
den Schöpfer, Vish-nu, den Erhalter, und Shiva,
den Zerstörer der Welt. Änderung der Einstellung (Drishti) Es gibt vier Wege, Böses in Gutes zu verwandeln. Wer diese nützliche spirituelle Praxis übt, wird nie eine schlechte Sicht haben. Er wird sich nie über schlechte Umwelteinflüsse beklagen. Man muß diese Grundsätze täglich in die Praxis umsetzen. 2. Selbst der schlimmste Verbrecher ist ein potentieller Heiliger. Er ist ein zukünftiger Heiliger. Beachte diesen Punkt gut. Er bleibt nicht für immer ein Gesetzloser. Versetze ihn in die Gesellschaft Heiliger. Seine diebische Natur wird sich augenblicklich verändern. Hasse das Verbrechen, nicht aber den Verbrecher. 3. Denke daran, daß Narayana Selbst die Rolle eines Verbrechers, Diebes und einer Prostituierten im Weltendrama spielt. Das ist sein Spiel (Lila) – "Lokavat tu Lila Kaivalyam." Sofort ändert sich die ganze Sicht. Liebe steigt im Herzen auf, wenn man jemandem begegnet, der nicht rechtschaffen ist. 4. Erblicke
Atman überall. Sieh Narayana in allem. Fühle Seine Gegenwart. "Vasudevah
Sarvamiti" – Vasudeva ist alles (Gita – Kap. VII-19). In den Augen eines Wissenschaftlers ist eine Frau eine Ansammlung von Elektronen. Für einen Vaiseshika-Philosophen der Denkschule Kanadas stellt sie eine Anhäufung von Atomen dar – Paramamus, Dvyanus, Tryanus (1 Atom, 2 Atome, 3 Atome). Für einen Tiger ist sie ein Beuteobjekt. Ein leidenschaftlicher Ehemann sieht in ihr ein Objekt sexueller Freuden. Für ein schreiendes Kind ist sie eine liebevolle Mutter, die ihm Milch, Süßigkeiten und anderen Trost gibt. Für jemanden mit Unterscheidungskraft (Viveki) und Leidenschaftslosigkeit (Vairagi) besteht sie einfach aus Fleisch und Knochen. Für einen verwirklichten Jnani (Weisen) ist sie Sat-Chit-Ananda-Atman (das Selbst, das Sein, Wissen und Glückseligkeit ist) – "Alles ist Brahman allein". Verändere deine geistige Einstellung. Nur dann findest du den Himmel auf Erden. Liebe Freunde, worin soll der irdische Nutzen bestehen, wenn ihr die Upanishaden und die Vedanta-Sutras lest und dabei eine böswillige Grundhaltung und eine falsche Zunge habt? Die beiden
ersten Methoden sind für Anfänger. Die letzten drei sind für
fortgeschrittene Yogaschüler. Jeder kann diese fünf Methoden
gleichzeitig zu seinem Vorteil kombinieren. Konzentration und Meditation 2. Die Sinne ziehen einen nach außen und stören den geistigen Frieden. Solange der Geist ruhelos ist, kann man keine Fortschritte erzielen. Sobald die Strahlen des Geistes durch Übung gesammelt werden, wird der Geist konzentriert und man erlebt Ananda von innen. Bringe die überschäumenden Gedanken zum Schweigen und beruhige die Emotionen. 3. Man braucht Geduld, einen unerbittlichen Willen und unermüdliche Beharrlichkeit. Man muß sehr regelmäßig in der Übung sein. Sonst ziehen einen Trägheit und gegensätzliche Kräfte vom Konzentrationspunkt (Lakshya) weg. Ein gut trainierter Geist läßt sich willentlich auf jedes beliebige innerliche oder äußerliche Objekt richten, unter Ausschluß aller anderen Gedanken. 4. Jeder ist fähig, sich bis zu einem gewissen Grad zu konzentrieren. Aber für spirituelle Fortschritte muß die Konzentration sehr hoch entwickelt sein. Jemand mit einer beachtlichen Konzentrationsfähigkeit verfügt über mehr Kapazität und kann in kürzerer Zeit mehr erledigen. In der Konzentration sollte keine gewaltsame Anstrengung liegen. Man sollte den Geist nicht bekämpfen oder mit ihm ringen. 5. Wer voll Leidenschaft und fantastischer Wünsche ist, wird sich nicht einmal eine Sekunde lang auf eine Sache konzentrieren können. Enthaltsamkeit, Pranayama, Verringerung der Wünsche und Aktivitäten, Verzicht auf sinnliche Objekte, Einsamkeit, Schweigen, Beherrschung der Sinne, Vernichtung von Lust, Gier, Zorn, Meiden der Gesellschaft unliebsamer Menschen, Verzicht auf Zeitunglesen und Kinobesuche – all das erhöht die Konzentrationskraft. 7. Mantra-Wiederholung und Pranayama machen den Geist stetig, befreien ihn von Unruhe und erhöhen die Konzentrationskraft. Man kann sich nur konzentrieren, wenn man von allen Zerstreuungen frei ist. Konzentriere dich auf irgend etwas, das dir gut erscheint oder das dein Geist am liebsten mag. Anfangs sollte man den Geist trainieren, indem man sich auf grobe Objekte konzentriert; später kann man sich dann mit Erfolg auf feinere Objekte und abstrakte Ideen konzentrieren. Regelmäßigkeit in der Übung ist von überragender Bedeutung. 8. Grobe Formen: Konzentriere dich auf einen schwarzen Punkt an der Wand, eine Kerzenflamme, einen hellen Stern, den Mond, das Zeichen für OM, ein Bildnis von Shiva, Rama, Krishna, Devi oder einer anderen Gottheit. 9. Feine
Formen: Setze dich vor ein Bild deiner persönlichen Gottheit und
schließe die Augen. Stelle dir das Bild im Geist vor im Bereich
zwischen den Augenbrauen oder im Herzen; konzentriere dich auf das Muladhara-,
Ajna-
oder ein anderes Chakra; konzentriere dich auf göttliche
Eigenschaften wie Liebe, Gnade oder eine abstrakte Idee. Zwanzig Anweisungen für die Meditation 1. Benutze einen extra Meditationsraum und halte ihn verschlossen. Lasse niemanden hinein. Verbrenne dort Räucherstäbchen. Wasche die Füße, bevor du den Raum betrittst. 2. Ziehe dich an einen ruhigen Ort zurück, wo du keine Unterbrechung befürchten mußt, so daß dein Geist sich sicher und ruhig fühlen kann. Natürlich sind die äußeren Bedingungen nicht immer ideal; man sollte einfach das bestmögliche versuchen. Man sollte allein sein, nur in Gemeinschaft mit Gott oder Brahman. 3. Stehe um 4.00 Uhr morgens auf und meditiere von 4 bis 6 Uhr. Mache eine weitere Sitzung von 7 – 8 Uhr abends. 4. Stelle ein Bild deiner persönlichen Gottheit im Raum auf, sowie einige religiöse Schriften, die Gita, die Upanishaden, die Yoga-Vasishtha, die Bhagavata. Setze dich vor das Bild deiner Gottheit. 5. Setze dich in Padma-, Siddha-, Sukha- oder Svastika-Asana hin. Halte Kopf, Nacken und Rumpf ganz gerade. Beuge dich weder nach vorn noch nach hinten. 6. Schließe die Augen und konzentriere dich sanft auf Trikuti, den Raum zwischen den Augenbrauen. Bringe die Finger zusammen. 7. Kämpfe niemals mit dem Geist. Strenge dich bei der Konzentration nicht gewaltsam an. Entspanne alle Muskeln und Nerven. Entspanne das Gehirn. Denke sanft an deine Ishta-Devata. Wiederhole langsam und gefühlvoll dein Guru-Mantra und sei dir seiner Bedeutung bewußt. Beruhige den wogenden Geist. Bringe die Gedanken zum Schweigen. 8. Mache keine gewaltsame Anstrengung, den Geist zu beherrschen. Erlaube ihm stattdessen, eine Zeitlang herumzuschweifen und lasse ihn sich erschöpfen. Er wird die Gelegenheit nutzen und zuerst herumspringen wie ein Affe, bis er sich langsam beruhigt und auf Anweisungen von dir wartet. Es kann eine Weile dauern, den Geist zu zähmen, aber bei jedem neuen Versuch wird es dir in kürzerer Zeit gelingen. 9. Saguna- und Nirguna Dhyana: Bei Saguna Dhyana, konkreter Meditation mit Eigenschaften, meditiert man über einen Namen und eine Form Gottes. Meditiere auf eine Form Gottes, die dich anspricht und wiederhole Seinen Namen im Geist. Oder wiederhole geistig Om und meditiere über abstrakte Dinge wie Unendlichkeit, Ewigkeit, Reinheit, Bewußtsein, Wahrheit, Glückseligkeit, und identifiziere das alles mit deinem Selbst. Das ist Nirguna-Dhyana, Meditation ohne Eigenschaften. Bleibe bei einer Methode. In den Anfangsphasen ist für die meisten Menschen nur Saguna-Dhyana geeignet. 10. Ziehe den Geist wieder und wieder von weltlichen Dingen ab, wenn er vom Konzentrationspunkt abschweift und bringe ihn dorthin zurück. Dieser Kampf wird einige Monate dauern. 11. Wenn du über Vishnu meditierst, stelle anfangs Sein Bild vor dir auf. Blicke starr darauf, ohne die Augenlider zu bewegen. Betrachte zuerst Seine Füße, dann das gelbe Seidengewand, den Schmuck um Seinen Hals, Sein Gesicht, Ohrringe, Krone, das mit Diamanten besetzte Haupt, die Armbänder, Muschel, Scheibe, Stab und Lotus. Dann kehre zu den Füßen zurück. Wiederhole das eine halbe Stunde lang. Wenn du dessen müde wirst, schaue nur das Gesicht an. Praktiziere dies drei Monate lang. 12. Dann schließe die Augen, visualisiere das Bild und lenke deine Aufmerksamkeit schrittweise zu den einzelnen Teilen, wie oben erwähnt. 13. Im Laufe der Meditation kannst du dich mit göttlichen Eigenschaften wie Allmacht, Allwissenheit, Reinheit, Vollkommenheit verbinden. 14. Wenn schlechte Gedanken kommen, vertreibe sie nicht mit Willenskraft. Dadurch verlierst du nur Energie, stellst deinen Willen auf eine harte Probe und ermüdest dich. Je größere Anstrengungen du unternimmst, desto stärker und schneller kommen die unerwünschten Gedanken mit doppelter Gewalt und umso mächtiger zurück. Bleibe stattdessen gleichgültig und ruhig. Dann vergehen sie bald. Oder unterstütze gute Gegengedanken. Oder denke mit aller Kraft an das Bildnis Gottes und das Mantra. Oder bete. 15. Laß keinen Tag ohne Meditation verstreichen. Sei regelmäßig und systematisch. Ernähre dich sattwig. Früchte und Milch unterstützen die geistige Konzentration. Verzichte auf Fleisch, Fisch, Eier, Rauchen, Alkohol und ähnliches. 16.Spritze dir kaltes Wasser ins Gesicht, um die Schläfrigkeit zu vertreiben. Stehe für etwa 15 Minuten auf. Binde deinen Haarschopf mit einem Band an einen Nagel über deinem Kopf. Sobald du einzunicken beginnst, zieht das Band dich nach oben und macht dich munter. Es übernimmt die Rolle einer Mutter. Oder lehne dich auf eine improvisierte Schaukel und bewege dich zehn Minuten lang hin und her. Übe zehn bis zwanzig Mal sanftes Kumbhaka (Atem anhalten). Mache den Kopfstand oder den Pfau. Nimm abends nur Milch und Früchte zu dir. Auf diese Weise kannst du den Schlaf bekämpfen. 17. Wähle deine Gesellschaft sorgfältig aus. Weiche Geschwätz aus. Sprich wenig. Beachte täglich zwei Stunden lang Schweigen. Begieb’ dich nicht in die Gesellschaft unliebsamer Menschen. Lies gute, inspirierende religiöse Bücher. (Das ist ein Ersatz für gute Gesellschaft, wenn du keine solche findest). Triff dich mit Gleichgesinnten und Weisen. All das sind Hilfen für die Meditation. 18. Bewege dich nicht. Bleibe fest wie ein Fels. Atme langsam. Strecke dich nicht ab und zu. Bewahre die richtige Geisteshaltung, wie sie dir dein Guru beigebracht hat. 19. Wenn der Geist müde ist, höre auf, dich zu konzentrieren. Gönne ihm eine kleine Pause. 20.Wenn nur
ein einziger Gedanke den Geist ganz beherrscht, verwandelt sich dieser
Gedanke in einen tatsächlichen physischen oder mentalen Zustand.
Wenn du daher den Geist vollständig mit dem Gedanken an Gott allein
beschäftigst, wirst du Nirvikalpa Samadhi schnell erreichen.
Deshalb strenge dich richtig und ernsthaft an.
Regeln für Sadhana 1.
Du mußt in der Lage sein, mindestens drei Stunden ununterbrochen aufrecht
zu sitzen.
2.
Praktiziere jeden Tag eine halbe Stunde lang Pranayama.
3.
Stehe um 4.00 Uhr auf und beginne mit der Meditation. Dann übe Asanas
und Pranayama. Meditation ist die wichtigste spirituelle Praxis.
4.
Mache zuerst konkrete Meditation. Meditiere am Anfang auf irgend
etwas, was du am liebsten magst. Fühle die dieser Form innewohnende
Göttliche Gegenwart und denke an ihre Eigenschaften – Reinheit,
Vollkommenheit, allesdurchdringende Intelligenz, absolute Wonne,
Allmacht. Bringe den Geist dorthin zurück, wenn er abschweift.
Mache abends eine weitere Meditationssitzung. Sei regelmäßig
in deiner Praxis. 6. Rotte falsche Eigenschaften wie Zorn, Lust, Gier, Selbstsucht und Haß aus. 7. Bringe die Sinnes- und Handlungsorgane unter Kontrolle. Halte täglich zwei Stunden lang das Schweigegelübde ein. 8. Entwickle Tugenden wie Vergebung, Barmherzigkeit, Liebe, Freundlichkeit, Geduld, Ausdauer, Mut, Wahrhaftigkeit. 9. Führe ein regelmäßiges spirituelles Tagebuch und halte dich unter allen Umständen an deine tägliche spirituelle Praxis. 10.Schreib dein persönliches Mantra, zum Beispiel "Hari Om", "Sri Rama", "Om Namo Narayana", "Om Namo Bhagavate Vasudevaya", "Om Namah Shivaya", täglich eine Stunde lang in ein Notizbuch. 11.
Ernähre dich rein vegetarisch. Dattatreya-Mantras Om Sri Dattatreyaya Namah Om Namo Bhagavate Dattatreyaya. Om Draam Om Namah Sri Gurudevaya Paramapurushaya Sarvadevatavaseekaraya Sarvarish-tavisnasanaya Sarvamantrachhedanaya TrailokyamVasamanaya Svaha Om Draam Om. Mantra-Schreiben Mantra-Schreiben führt zur Meditation Von
den verschiedenen in den Schriften beschriebenen Japa-Arten ist
Mantra-Schreiben die wirksamste. Es hilft dem Aspiranten, den
Geist zu konzentrieren und führt schrittweise zur Meditation. Nutzen 2. Kontrolle: Der Geist wird durch die Macht des Mantras beherrscht und arbeitet besser und schneller. 3. Entwicklung: Dank der immer wiederkehrenden Einwirkungen des Mantras auf das Unterbewußtsein entstehen feine, spirituelle Eindrücke, die den Fortschritt der seelischen Weiterentwicklung beschleunigen. 4. Frieden: Selbst wenn man durch Sorgen oder unglückliche Umstände gestört ist, wird der Geist ruhig und friedvoll. 5.
Kraft: Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine mächtige spirituelle
Kraft in der Atmosphäre des Ortes, an dem man die Mantras
schreibt und die Notizbücher aufbewahrt. Sie unterstützt
den Fortschritt in weltlichen und spirituellen Belangen. Schlußfolgerung: Fange heute an! Zögere nicht! Versuche es ernsthaft! Werde Herr deines Geistes, nicht sein Sklave! Schreibe täglich ein bis drei
Seiten mit dem Mantra voll. Befolge so weit wie möglich
die Regeln, wenn du schnellere spirituelle Fortschritte erzielen
willst. Regeln
für das Mantra-Schreiben 1.Wähle ein Mantra oder einen Namen Gottes und schreibe es/ihn täglich in irgendeiner Schriftart zwei bis drei Seiten lang mit Tinte in ein Notizbuch. 3. Nimm vorher ein Bad oder wasche die Hände, Füße, das Gesicht und den Mund. 4. Bleibe die ganze Zeit in einer Stellung sitzen. Bewege dich nicht, bevor du das tägliche Pensum niedergeschrieben hast. 5. Bewahre Schweigen und vermeide Gespräche, Verabredungen und Besuche. 6. Hefte die Augen auf das Notizbuch. Schaue nicht auf, bis du fertig bist. 7. Wiederhole das Mantra oder den Namen geistig während des Schreibens. 8. Richte den Geist auf die Form und die Eigenschaften Gottes, während du den Namen oder das Mantra schreibst. 9.
Halte dich an ein einheitliches Schreibsystem, von oben nach unten oder
von links
nach rechts.
10.
Schreibe
das Mantra oder den Namen in einem Zug, jedes Mal vollständig und niemals
nur teilweise.
11. Ändere das Mantra oder den Namen nicht. Wähle eines aus und bleibe dein Leben lang dabei. 12. Bewahre
die vollen Mantra-Notizbücher in der Nähe des Platzes auf,
an dem du deine spirituelle Praxis ausübst. Hinweise für Aspiranten bezüglich der Mantra-Einweihung 3. Erinnere dich an Weise wie Narada, Gauranga, Tukaram, Valmiki, Mira Bai und andere, die Gott durch Erinnern des Namens erfuhren. 3. Es ist ein großer Segen, durch einen Guru in sein Göttliches Mantra eingeführt zu werden. Das Mantra-Chaitanya, die im Mantra verborgene Kraft, wird so leicht erweckt. 4. Übe Japa regelmäßig aus – morgens und abends. Brahmamuhurta ist die beste Zeit. Stehe um 4.00 Uhr morgens auf und praktiziere zwei Stunden lang Japa. 5. Achte darauf, das Mantra mindestens drei Malas lang zu wiederholen (eine Mala entspricht 108 Wiederholungen); erhöhe die Anzahl schrittweise. 6. Wiederhole den Namen tagsüber im Geist. 7.
Opfere Gott das Japa. Mantras
zur Wunscherfüllung und zur Heilung Mantra
für Erfolg Mantra
für einen Sohn Beachte:
Wiederhole dieses Mantra insgesamt 3.200.000 Mal oder mindestens 100.000
Mal. Mache das Japa jeweils nach deinen morgendlichen Waschungen. Wenn
die Gesamtzahl der Mantra-Wiederholungen erreicht ist, hole Rat bei einem
Pandit und
führe Havan (Opferzeremonie) aus. Speise Brahmanen,
Mönche und Arme entsprechend deinen Möglichkeiten, verteile
Kleider und Spenden (Dakshina). Beachte:
Binde ein Stück Stoff um die Stelle, an der der Stich am meisten
schmerzt. Wiederhole das Mantra ein paar Mal. Dann löse das Tuch
und schwenke es in der Luft, als Symbol dafür, daß das Gift
entweicht. Wiederhole diesen Vorgang acht- bis zehnmal. Wer dieses Mantra
mindestens 108 Mal täglich wiederholt oder bereits die Mantra-Kraft
erlangt hat, dem wird Heilung geschenkt. Der ruhmreiche Aastika
wurde als Sohn des Weisen Jaratkaru und der Nagakanya Jaratkaru geboren.
Er bewahrte euch vor dem Schlangenopfer, ihr Schlangen. Oh große
Schlangen! Ich denke an ihn. Beißt mich nicht! Sarpapasarpa bhadram te gachha sarpa mahavisha; Janamejaya-yajnante Aastikavachanam smara. Oh Schlange, die du
schreckliches Gift besitzt, geh weg. Mögen Glück und gute Vorsehung über
dich kommen. Geh weg. Denk an das, was Aastika am Ende des Schlangenopfers
sagte. Der Kopf der Schlange,
die bei der Erwähnung des Namens Aastikas nicht zurückweicht,
wird in hundert Teile splittern wie die Frucht des Simsa-Baumes. König Parikshit starb an einem Biß der Schlange Takshaka. Daraufhin brachte sein Sohn Janamejaya ein Schlangenopfer dar, um alle Schlangen der Welt auszurotten. Aastika war der Sohn von Jaratkaru, der Schwester Takshakas. Er kam dazu und hielt das Schlangenopfer mittendrin an. Daher sind die Schlangen verpflichtet, seinen Namen zu respektieren. Weitere Einzelheiten kann man dem Adiparva des Mahabharata entnehmen.
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