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Shantimayi
Als wir hier auf diesen Planeten kamen, war unser Geist weit offen wie unendlicher Raum; wir kannten keine Unterschiede. Was immer uns begegnete,
war eine neue Entdeckung. Wir brauchten kein Geld, alles was wir brauchten,
wurde uns von der Existenz gegeben und abgesehen davon, brauchten wir
nicht viel. Da gab es reichlich Zeit und diese ergoss sich über
uns wie ein Wasserfall und wir hatten nichts anders zu tun, als das
Leben voll und ganz zu leben und aufzublühen wie eine Pfingstrose.
Wir lächelten und lachten viel, ganz ohne Grund und niemand hat
uns dafür verurteilt. Wenn wir still waren, dann waren wir still.
Wenn wir aßen, aßen wir. Wenn wir schliefen, schliefen wir.Unsere Augen waren so glänzend
und klar, weil Wollen noch nicht in ihre kristallklare Transparenz gekommen
war. Unsere Herzen waren offen für alle, so offen, dass wir tatsächlich
erleuchtet waren durch die Leichtigkeit unserer Unschuld. Wir waren
vollkommen hingegeben, wie ein Blatt, das vom Wind getragen wird. Wenn
wir aufwachten, dann wurde der Tag gelebt entlang den Ereignissen, die
passierten und nicht mit Vorsatz. Wir vertrauten allem ohne Frage. Und
wir vergaben allem, ohne es zu wissen.Wir hatten keine Sorge und
keinen Feind.Wir mussten beigebracht bekommen,
was Komfort ist und Mode. Wir mussten gesagt bekommen, dass wir dieses
und jenes brauchen, ansonsten hätten wir es nicht gewusst.Wir hatten keine Ahnung von
Geschlecht, Grenzen, Nationen, Hautfarben oder verschiedenen Religionen.
Wir wussten nicht, wie man jemanden verletzt und hatten auch keinen
Grund dazu. Wir waren, was wir waren und wir brauchten weder anders
zu sein, noch wie jemand anders auszusehen. Wir brauchten weder etwas
zu verstecken, noch irgendjemanden zu manipulieren, weil wir vollkommen
frei waren. Wir stahlen nicht, was anderen gehört, weil wir kein
Verlangen hatten und keinen Neid. Wir waren wie der Morgentau, jeden
Moment frisch, fließend und nachgebend.Wir hatten keine Ahnung von
Profit, in anderen Worten, wir waren frei davon, zu versuchen, Profit
zu machen. Wir mussten überhaupt nichts geschehen machen.Das waren jene Zeiten.Während wir heranwuchsen,
mit jeder Minute, Monaten und Jahren... hat uns unsere weltliche Art
des Seins durchdrungen, so wie der Ozean einen Schwamm durchdringt.
Wir wurden von allen und jedem zu kleinen Identitätsschachteln
konditioniert. Verblüffend ähnlich denen, in die unsere Eltern
konditioniert wurden, als sie aufwuchsen. Und, obwohl das so passierte,
haben wir niemandem die Schuld dafür gegeben. Als wir dann irgendwann
bombardiert waren mit mehr als genug irrelevanter Information, wurde
unsere Identität noch fester und wir waren schließlich einzementiert
in Überzeugungen, die wir mit Sicherheit nicht brauchten. Aber
jeder hatte sie, also mussten wir sie auch haben. Es ist nicht so, dass
alles, was wir gelernt haben, nutzlos war, ein großer Teil davon
war nicht nur wichtig, sondern auch absolut notwendig, um auf diesem
Planeten zu überleben. Dennoch wurde uns reichlich viel menschlicher
Irrtum mit dem Löffel in den Mund gefüttert.Nun, die Konditionierung
ging weiter und weiter und weiter, bis schließlich unser Geist
so unterteilt war, wie der Stadtplan von London. Und selbst da hat die
Konditionierung nicht aufgehört. Niemand sagte uns, dass wir nicht
alles von diesem Zeug zu akzeptieren brauchten. DAS mussten wir alleine
herausfinden. Nun, da unser Licht matter wurde, konnten wir "klar
sehen”, dass es unseren Besitz gibt, und den Besitz der anderen,
unsere Grenzen und die Grenzen der anderen, unser Recht und deren Unrecht.
Und wenn unser Geist dann schließlich bis auf Haaresbreite zusammengeschrumpft
ist, dann sind wir voll und ganz aufgenommen in die riesige Herde der
Menschheit, als ein weiteres Schaf.Durch Fernsehen, Leuchtreklamen
und Medienhypnose, die uns aus allen Richtungen anschreien, werden wir
mit nutzlosen Ideen und Vorstellungen bombardiert, wie ein Zinndach
in einem Hagelsturm. Wollen, wollen, wollen, wollen!!! Wollen es auf
diese Weise, wollen es auf jene Weise. Gleichzeitig bewegt sich das,
was wirklich wichtig ist für unsere Seele des Friedens, hinweg
von uns, wie ein Luftballon, der in den Himmel fliegt. Es scheint, als
würde die Welt auf dem Kopf stehen, wie Buddha bereits vor 2500
Jahren sagte. Er sagte: "Was richtig ist, wird als falsch gesehen.
Was falsch ist, wird als richtig gesehen. Was gut ist, wird als schlecht
gesehen und was schlecht ist, wird als gut gesehen. Was wahr ist, wird
als unwahr gesehen und was unwahr ist, wird als wahr gesehen.”
Und das Szenario wird sogar noch komplexer, mehr als ich Zeit und Raum
hätte, um es auszudrücken. Aber du kennst die Geschichte deines
eigenen Lebens gut genug, um zu wissen, was ich meine. Von Anbeginn
an laden wir unseren Verstand und unsere Herzen so voll mit Bedürfnissen,
dass wir ständig unter mentalem und emotionalem Gewicht leiden.
Bis wir irgendwann fühlen, dass die Last von all dem unaufhörlichen
Wünschen und Verlangen viel zu schwer ist, als das ein Herz sie
tragen könnte. Das ist der Zeitpunkt einer wirklichen Wiedergeburt.
Hier ist der Same des Weisen aufgeplatzt in unserem Inneren. Wir hören
auf, die äußere Welt zu tragen und lassen sie fallen wie
einen Eimer mit heißem Blei. Befreit und erleichtert begeben wir
uns in die innere Zuflucht unseres Herzens zur Besinnung und Erneuerung.In diesem göttlichen
Ort des Schutzes mag man sich fragen, was all dieser Zwang und all diese
künstlichen Bedürfnisse sind. Was ist all dieses schmerzvolle
Wollen und Hassen da draußen in der Welt der Kontrolle und der
Trennung? Im "Inneren” ist das Echo der Antwort und zeigt
uns einen Weg durch das Durcheinander und die Trümmer des menschlichen
Egos. Alles und jedes in unserem Lebens sendet uns vorwärts und
zurück zur selben Zeit. Vorwärts, hin zu größerer
Reife und zurück (nach innen) zu Erleuchtung (wenn wir bereit sind
zu gehen). Wir wurden erleuchtet geboren und sind aufgewachsen unter
beharrenden Umständen, die diesen natürlichen Fluss der Freiheit,
der wir in Wirklichkeit sind, unterbricht. Zu irgendeiner Zeit im Leben
muss sich diese Spalte wieder schließen, damit das Herz frei leuchten
kann, wie ein neugeborener Buddha. Das ist der Weg der Weisen, frei
zu sein inmitten der Trümmer und inmitten des Durcheinanders, so
wie ein Baby. Der Weise hat jedoch etwas, was das Baby nicht hat: Die
Weisheit darüber, wie kostbar es ist, frei zu sein von der Herde;
Freiheit selbst zu sein. Der Weise weiß, dass jeder Zustand Leere
ist, nichts woran man festhalten kann, weder in der Erinnerung noch
im Ärger.Manchmal sieht man in alten
chinesischen Zeichnungen, dass der Weise einen Sack über seiner/ihrer
Schulter trägt, während er/sie die Straße entlang läuft.
Dieser Sack ist die Weisheit und die Freiheit, die sie/er erlernt hat,
entlang des Weges des menschlichen Egos. In diesem Sack trägt er/sie
Mitgefühl und Gaben für die Welt. Der Sack ist klein, weil
bereits viel zurückgelassen wurde und die Rückkehr zur Leere,
Liebe und Freiheit keinerlei Gewicht erfordert. Der Weise kehrt zurück
zur Ankunft. Er/Sie geht vorwärts und zurück gleichzeitig,
ohne sich in irgendeine Richtung zu bewegen oder irgendwo zu verweilen.
Der Weise entfacht das Baby wieder im Licht der Reife, sie/er beschützt
diese Freiheit ohne irgendeine Strategie. Das Baby und der Weise lieben
auf natürliche Weise, ohne Sorgen oder Feinde zu erschaffen. Wir
sind wie Morgentau, jeden Moment frisch, fließend und nachgebend,
erscheinen und verschwinden, ohne uns aufzudrängen.Unser Geist ist weit offen,
wie unendlicher Raum. Wir wissen nichts über Unterschiede, und
was immer uns begegnet, ist eine neue Entdeckung. Wir haben kein Bedürfnis
nach übermäßigem Reichtum. Alles, was wir brauchen,
ist uns gegeben, und wir brauchen überhaupt nicht viel. Es gibt
reichlich Zeit, und diese ergießt sich über uns wie ein Wasserfall,
und wir haben nichts anders zu tun, als das Leben voll und ganz zu leben
und aufzublühen wie eine Pfingstrose. Wir lächeln und lachen
viel, ohne Grund und niemand kann uns dafür verurteilen. Wenn wir
still sind, sind wir still. Wenn wir essen, dann essen wir. Wenn wir
schlafen, schlafen wir. Unser Herz ist weit offen für jeden, so
offen, dass wir in der Tat erleuchtet sind durch die Leichtigkeit unserer
Erkenntnis. Wir sind hingegeben wie ein Blatt, das vom Wind getragen
wird. Wenn wir aufwachen, dann leben wir unseren Tag entlang der Ereignisse,
die geschehen und nicht vorsätzlich. Wir vertrauen allem ohne Frage
und wir vergeben allem, ohne es zu wissen.Wir wissen nichts von Grenzen
oder Nationen oder Hautfarben oder unterschiedlichen Religionen. Wir
wissen nicht, wie man jemanden verletzt und haben auch keinen Grund
dazu. Wir sind, was wir sind und wir brauchen nichts Bestimmtes zu sein
oder so zu tun, als wären wir anders. Wir brauchen nichts zu verstecken
oder irgendjemanden zu manipulieren, weil wir vollkommen frei sind.
Jeder kommt erleuchtet auf diesen Planeten und jeder hat einen Weisen
im Inneren, der diese Erleuchtung für immer erhält.
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