Sukadev Bretz

Jnana Yoga / Vedanta-Philosophie

Der Astralkörper (sukshma sharira)

Sukshma heißt „feinstofflich“. Sukshma sharira ist also der feinstoffliche Körper. Er wird in drei Hüllen unterteilt:
 


Der Kausalkörper (karana sharira)

„Karana“ bedeutet „Ursache“. Er wird auch als anandamaya kosha, die Wonnehülle, bezeichnet.
 

Das Wirken dieser Körper kann man sich in beide Richtungen vorstellen: Entweder, man geht vom grobstofflichen Körper immer tiefer nach innen zu seinem eigentlichen Wesen. Oder man könnte sich vorstellen, man geht vom physischen Körper immer weiter in die Ausdehnung. 

Verschiedene Dichtigkeitsstufen

Die anderen Körper und Hüllen neben dem physischen Körper sind als subtilere Materie zu verstehen. 

Schon auf der physischen Ebene gibt es ja Materie verschiedener Dichtigkeitsstufen, die sich durchdringt und überlagert.

Es gibt zum Beispiel ein Einteilungskriterium nach den fünf Elementen: 


Die Elemente sind entweder grob- oder feinstofflich. 

Erde entspricht der festen Materie, Wasser ist flüssige Materie, Feuer ist ein anderer Aggregatzustand von Materie, den es auf der Erde nicht gibt, aber zum Beispiel auf der Sonne. Die Sonne besteht aus Plasma, sie ist weder flüssig noch gasförmig, sie ist etwas dazwischen. Als viertes gibt es den gasförmigen Aggregatzustand, Luft. Und das fünfte, was als Äther bezeichnet wird, umfasst das ganze elektromagnetische Spektrum, welches aus verschiedensten Wellen besteht. Und gerade auf dieser Ebene ist alles von allem durchdrungen. Früchte zum Beispiel sind fest und haben doch viel Flüssigkeit in sich. Oder ein Schwamm, der viel Flüssigkeit aufsaugt und dazwischen vielleicht auch noch Luft hat. Und jede feste Materie ist in jedem Fall vom elektromagnetischen Spektrum mit Wellen durchdrungen.

Die fünf Elemente werden in verschiedenen Zusammenhängen verschieden angewendet und interpretiert. Sie sind Einteilungskategorien. Äther zum Beispiel kann als Raum gemeint sein, auf der Ebene der Erscheinungen ist Äther die Wellen. 

Im Erdkern ist auch Feuer , eine Mischung aus Erde, Feuer und Wasser. Der Erdkern, das Magma, ist ja flüssig, nur sehr heiß. 

Es gibt verschiedene Aggregatzustände. Alles auf der physischen Ebene besteht eigentlich nur aus Energie. Die moderne Naturwissenschaft hat ja auch herausgefunden, dass es so etwas wie feste Materie nicht gibt. Alle Materie besteht nur aus Energie. Und Energie gibt es nicht als etwas Festes, sondern auf atomarer und subatomarer Ebene gibt es einfach nur Wahrscheinlichkeitsfolgen. Man geht sogar so weit, zu sagen, man kann nicht wirklich beschreiben, was Energie ist, denn die Gesetze auf dieser Ebene sind dem Intellekt nicht zugänglich. Aber alles besteht aus der gleichen Energie. Letztlich gibt es keinen Unterschied zwischen einem Mikrofon und einem Buch, zwischen Lichtstrahlen und der Erdanziehungskraft; es ist alles die gleiche Energie. Die moderne Physik hat neuerdings das Universum auf drei Grundkräfte reduziert, die interessanterweise Eigenschaften aufweisen wie die drei gunas (Eigenschaften der Natur) aus der Yogalehre:  sattwa (Reinheit, Klarheit, Leichtigkeit), rajas (Aktivität, Unruhe) und tamas (Dunkelheit, Trägheit). Interessanterweise kommt die Physik der Vedanta- und Jnana-Yoga-Philosophie immer näher, je weiter sie forscht. 

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