17. Kapitel

17-01 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 1. Vers

अर्जुन उवाच |

ये शास्त्रविधिमुत्सृज्य यजन्ते श्रद्धयान्विताः |
तेषां निष्ठा तु का कृष्ण सत्त्वमाहो रजस्तमः || १७ १ ||

Keine Kommentare

17-01 arjuna uvaca ye shastra-vidhim utsrjya yajante shraddhayanvitah tesham nistha tu ka krishna sattvam aho rajas tamah

arjuna uvāca
ye śāstravidhimutsṛjya
yajante śraddhayānvitāḥ
teṣāṃ niṣṭhā tu kā kṛṣṇa
sattvamāho rajastamaḥ

Keine Kommentare

17-01 Wort-für-Wort Übersetzung

arjunaḥ – Arjuna
uvāca – sprach
ye – diejenigen, die
śāstra-vidhim – die Gebote (vidhi) der Schriften (śāstra)
utsṛjya – vernachlässigend
yajante – opfern
śraddhayā – mit Glauben
anvitāḥ – versehen
teṣām – deren
niṣṭhā – Zustand; Grundlage
tu – aber
kā – was (ist)
kṛṣṇa – oh Kṛṣṇa
sattvam – Sattva („Reinheit“)
āho – oder
rajaḥ – Rajas („Leidenschaft“)
tamaḥ – Tamas („Trägheit“)

Keine Kommentare

17-01 Arjuna sprach: Wie ist der Zustand der Menschen, die gläubig opfern, ohne die Gebote der Schriften zu beachten, Oh Krishna? Sind sie sattwig, rajasig oder tamasig?

Keine Kommentare

17-01 Kommentar Sukadev

Arjuna fragt, wie es sich verhält, wenn jemand Vertrauen und Glauben hat, sich aber nicht an die Schriften hält.

Keine Kommentare

17-01 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 1. Vers: Der Weg des dreifachen Glaubens

Keine Kommentare

17-02 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 2. Vers

श्रीभगवानुवाच |

त्रिविधा भवति श्रद्धा देहिनां सा स्वभावजा |
सात्त्विकी राजसी चैव तामसी चेति तां शृणु || १७ २ ||

Keine Kommentare

17-02 sri-bhagavan uvaca tri-vidha bhavati shraddha dehinam sa svabhava-ja sattviki rajasi caiva tamasi ceti tam shrinu

śrībhagavānuvāca
trividhā bhavati śraddhā
dehināṃ sā svabhāvajā
sāttvikī rājasī caiva
tāmasī ceti tāṃ śṛṇu

Keine Kommentare

17-02 Wort-für-Wort Übersetzung

śrī-bhagavān – der Erhabene
uvāca – sprach
tri-vidhā – von dreierlei (tri) Art (vidha)
bhavati – ist
śraddhā – der Glaube
dehinām – der Verkörperten
sā – er
sva-bhāva-jā – entsteht (ja) aus ihrer Natur (sva-bhāva „eigenes Wesen“)
sāttvikī – (er ist) sattvig („rein“)
rājasī – rajasig („leidenschaftlich“)
ca eva – und
tāmasī – tamasig („dunkel; träge“)
ca – und
iti – so
tām – (über) ihn
śṛṇu – höre

Keine Kommentare

17-02 Der gepriesene Herr sprach: Von drei Arten ist der in der Natur der Verkörperten liegende Glaube – sattwig (rein), rajasig (leidenschaftlich) oder tamasig (dunkel). Darüber höre jetzt

Keine Kommentare

17-02 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 2. Vers: Ergebnis ist, was du im Herzen hegst

Keine Kommentare

17-03 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 3. Vers

सत्त्वानुरूपा सर्वस्य श्रद्धा भवति भारत |
श्रद्धामयोऽयं पुरुषो यो यच्छ्रद्धः स एव सः || १७ ३ ||

Keine Kommentare

17-03 sattvanurupa sarvasya shraddha bhavati bharata shraddha-mayo ’yam purusho yo yac-chraddhah sa eva sah

sattvānurūpā sarvasya
śraddhā bhavati bhārata
śraddhāmayo ’yaṃ puruṣo
yo yacchraddhaḥ sa eva saḥ

Keine Kommentare

17-03 Wort-für-Wort Übersetzung

sattva-anurūpā – seinem Wesen (sattva) gemäß (anurūpa)
sarvasya – eines jeden
śraddhā – der Glaube
bhavati – ist
bhārata – oh Nachkomme des Bharata (Arjuna)
śraddhā-mayaḥ – besteht (maya) aus seinem Glauben (śraddhā)
ayam – der
puruṣaḥ – Mensch
yaḥ – einer („wer“)
yat-śraddhaḥ – welchen (yat) Glaubens (śraddhā) ist
saḥ – so („der“)
eva – genau
saḥ – (ist) er

Keine Kommentare

17-03 Der Glaube eines jeden Menschen entspricht seiner Natur, Oh Arjuna. Der Mensch besteht aus seinem Glauben; so wie der Glaube eines Menschen ist, so ist er

Keine Kommentare

17-03 Kommentar Sukadev

Krishna tut so, als würde er die Frage nicht verstehen und erklärt stattdessen allgemein die unterschiedlichen Arten von Glauben. Der Glaube jedes Menschen entspricht seiner Natur. Menschen bestehen in ihren Einstellungen, Reaktionen und Charakterzügen zu einem großen Teil aus ihren Glaubenssätzen. Laut Krishna gibt es drei prinzipielle Grundeinstellungen, Lebenshaltungen, nach denen man lebt und handelt, nämlich sattwig, rajasig oder tamasig.

Keine Kommentare

17-03 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 3. Vers: Der Mensch besteht aus seinem Glauben

Keine Kommentare

17-04 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 4. Vers

यजन्ते सात्त्विका देवान्यक्षरक्षांसि राजसाः |
प्रेतान्भूतगणांश्चान्ये यजन्ते तामसा जनाः || १७ ४ ||

Keine Kommentare

17-04 yajante sattvika devan yaksha-rakshamsi rajasah pretan bhuta-ganams canye yajante tamasa janah

yajante sāttvikā devān
yakṣarakṣāṃsi rājasāḥ
pretānbhūtagaṇāṃścānye
yajante tāmasā janāḥ

Keine Kommentare

17-04 Wort-für-Wort Übersetzung

yajante – opfern
sāttvikāḥ – sattvige („reine“)
devān – den Göttern
yakṣa-rakṣāṃsi – den Yakṣas und Rākṣasas (Dämonen)
rājasāḥ – rajasige („leidenschaftliche“)
pretān – den Totengeistern
bhūta-gaṇān – den Scharen (gaṇa) von Gespenstern (bhūta „Wesen“, Naturgeist)
ca – und
anye – andere
yajante – opfern
tāmasāḥ – tamasige („träge“)
janāḥ – Menschen

Keine Kommentare

17-04 Sattwige, reine Menschen verehren die Devas (Engelswesen), rajasige Menschen verehren die Yakshas und die Rakshasas, die anderen (die tamasigen, getäuschten) verehren Gespenster (preta) und die Scharen der Naturgeister (bhuta-ghana)

Keine Kommentare

17-04 Kommentar Sukadev

Wenn man das wörtlich nimmt, klingt es in unserer Zeit sicher etwas eigenartig. Wer verehrt heutzutage noch im wörtlichen Sinn Engels-, Astral- oder Naturwesen?

Keine Kommentare

17-04 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 4. Vers: Der reine Glaube verehrt das Göttliche

Keine Kommentare

17-05 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 5. Vers

अशास्त्रविहितं घोरं तप्यन्ते ये तपो जनाः |
दम्भाहंकारसंयुक्ताः कामरागबलान्विताः || १७ ५ ||

Keine Kommentare

17-05 ashastra-vihitam ghoram tapyante ye tapo janah dambhahankara-samyuktah kama-raga-balanvitah

aśāstravihitaṃ ghoraṃ
tapyante ye tapo janāḥ
dambhāhaṃkārasaṃyuktāḥ
kāmarāgabalānvitāḥ

Keine Kommentare

17-05 Wort-für-Wort Übersetzung

aśāstra-vihitam – die nicht in den Schriften (śāstra) geboten (vihita) wird
ghoram – schreckliche
tapyante – üben
ye – die
tapaḥ – Askese
janāḥ – Menschen
dambha-ahaṃkāra-saṃyuktāḥ – verbunden (saṃyukta) mit Heuchelei (dambha) und Ichsucht (ahaṃkāra)
kāma-rāga-bala-anvitāḥ – begleitet (anvita) von Begierde (kāma), Leidenschaft (rāga) und Gewalt (bala)

Keine Kommentare

17-05 Menschen, die schreckliche, von den Schriften nicht gebotene Askesen üben, die der Heuchelei und dem Egoismus unterliegen und getrieben sind von der Kraft von Gier und Verhaftung,

Keine Kommentare

17-05 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 5. Vers: Fallstricke und Arglist auf dem geistigen Weg

Keine Kommentare

17-06 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 6. Vers

कर्षयन्तः शरीरस्थं भूतग्राममचेतसः |
मां चैवान्तःशरीरस्थं तान्विद्ध्यासुरनिश्चयान् || १७ ६ ||

Keine Kommentare

17-06 karsayantah sarira-stham bhuta-gramam acetasah mam caivantah sarira-stham tan viddhy asura-niscayan

karṣayantaḥ śarīrasthaṃ
bhūtagrāmamacetasaḥ
māṃ caivāntaḥśarīrasthaṃ
tānviddhyāsuraniścayān

Keine Kommentare

17-06 Wort-für-Wort Übersetzung

karṣayantaḥ – quälen
śarīra-stham – die sich im Körper (śarīra) befinden (stha)
bhūta-grāmam – die Gesamtheit (grāma „Schar“) der Elemente (bhūta)
acetasaḥ – (diese Menschen) ohne Verstand (cetas)
mām – mich
ca eva – und
antaḥ-śarīra-stham – der ich mich innerhalb (antaḥ) des Körpers (śarīra) befinde (stha)
tān – diese
viddhi – wisse, dass
āsura-niścayān – dämonische (āsura) Vorsätze (niścaya) haben

Keine Kommentare

17-06 Ohne Verstand quält er alle Elemente des Körpers und auch Mich, Der ich im Körper wohne – wisse, dass dies aus asurischen Vorsätzen stammt

Keine Kommentare

17-06 Kommentar Sukadev

Hier geht es um eine konkrete Form von religiösen Praktiken, die man in vielen Kulturen findet, in Indien wie auch im Christentum und im Islam, auch in den meisten anderen Kulturen, wo Menschen ihren Körper quälen und meinen, damit zu Gott zu kommen. Die meisten Leser kennen das vermutlich. Im Mittelalter gab es zum Beispiel die Geißler, die durch die Lande gezogen sind und sich mit Peitschen ausgepeitscht haben in der Vorstellung, damit Gott zu gefallen. In Indien gibt es unterschiedliche Praktiken, wie stunden-, tage- oder wochenlang in der heißen Sonne auf einem Bein stehen oder im eiskalten Gangeswasser, und Ähnliches. Tamasiges Tapas nennt Krishna das.

Keine Kommentare

17-06 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 6. Vers: Übe Yoga Praktiken, dass sie für dich gut sind

Keine Kommentare

17-07 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 7. Vers

आहारस्त्वपि सर्वस्य त्रिविधो भवति प्रियः |
यज्ञस्तपस्तथा दानं तेषां भेदमिमं शृणु || १७ ७ ||

Keine Kommentare

17-07 aharas tv api sarvasya tri-vidho bhavati priyah yajnas tapas tatha danam tesham bhedam imam shrinu

āhārastvapi sarvasya
trividho bhavati priyaḥ
yajñastapastathā dānaṃ
teṣāṃ bhedamimaṃ śṛṇu

Keine Kommentare

17-07 Wort-für-Wort Übersetzung

āhāraḥ – die Nahrung
tu – aber
api – auch
sarvasya – eines jeden
tri-vidhaḥ – von dreierlei (tri) Art (vidha)
bhavati – ist
priyaḥ – (die) lieb (ist)
yajñaḥ – das Opfer
tapaḥ – die Askese
tathā – ebenso
dānam – die Almosengabe
teṣām – (zwischen) diesen
bhedam – Differenzierung
imam – die
śṛṇu – höre

Keine Kommentare

17-07 Auch die Nahrung, die jeder schätzt, ist von dreierlei Art, wie auch das Opfer, die Askesen und die Almosen (dana, also das, was wir anderen geben). Höre über die Unterschiede zwischen diesen

Keine Kommentare

17-07 Kommentar Sukadev

Krishna erklärt in diesen Versen verschiedene Ansätze spiritueller Übungen, um uns davor zu bewahren, unsere spirituelle Praxis zu verkehren.

 

Keine Kommentare

17-07 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 7. Vers: Verhaltensweisen, die auf die spirituelle Entwicklung einwirken

Keine Kommentare

17-08 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 8. Vers

आयुःसत्त्वबलारोग्यसुखप्रीतिविवर्धनाः |
रस्याः स्निग्धाः स्थिरा हृद्या आहाराः सात्त्विकप्रियाः || १७ ८ ||

Keine Kommentare

17-08 ayuh-sattva-balarogya- sukha-priti-vivardhanah rasyah snigdhah sthira hrdya aharah sattvika-priyah

āyuḥsattvabalārogyasukhaprītivivardhanāḥ
rasyāḥ snigdhāḥ sthirā hṛdyā āhārāḥ sāttvikapriyāḥ

Keine Kommentare

17-08 Wort-für-Wort Übersetzung

āyuḥ-sattva-bala-ārogya-sukha-prīti-vivardhanāḥ – die Lebensdauer (āyuḥ), Reinheit (sattva), Stärke (bala), Gesundheit
      (ārogya), Glück (sukha) und Zufriedenheit (prīti) vermehren (vivardhana)
rasyāḥ – (die) schmackhaft (sind)
snigdhāḥ – geschmeidig, ölig
sthirāḥ – kräftig („beständig“)
hṛdyāḥ – angenehm
āhārāḥ – Speisen
sāttvika-priyāḥ – sind den sattvigen („reinen“ Menschen) lieb (priya)

Keine Kommentare

17-08 Speisen, die Leben, Reinheit, Stärke, Gesundheit, Freude und Heiterkeit steigern, die schmackhaft, wohlriechend, kräftig und angenehm sind, schmecken den sattwigen Menschen

Keine Kommentare

17-08 Kommentar Sukadev

Gemäß der Hatha Yoga Pradipika, der Grundlagenschrift über das Hatha und Kundalini Yoga, wird die Nahrung in drei Kategorien eingeteilt:

Keine Kommentare

17-08 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 8. Vers:  Subtile Grundstoffe in der Nahrung

Keine Kommentare

17-09 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 9. Vers

कट्वम्ललवणात्युष्णतीक्ष्णरूक्षविदाहिनः |
आहारा राजसस्येष्टा दुःखशोकामयप्रदाः || १७ ९ ||

Keine Kommentare

17-09 katv-amla-lavanaty-usna- tiksna-ruksa-vidahinah ahara rajasasyesta duhkha-sokamaya-pradah

kaṭvamlalavaṇātyuṣṇatīkṣṇarūkṣavidāhinaḥ
āhārā rājasasyeṣṭā duḥkhaśokāmayapradāḥ

Keine Kommentare

17-09 Wort-für-Wort Übersetzung

kaṭu-amla-lavaṇa-atyuṣṇa-tīkṣṇa-rūkṣa-vidāhinaḥ – die (zu) bitter (kaṭu), (zu) sauer (amla), (zu) salzig (lavaṇa), zu heiß
      (ati-uṣṇa), (zu) scharf  (tīkṣṇa), (zu) trocken (rūkṣa) und (zu) brennend (vidāhin) sind
āhārāḥ – Speisen
rājasasya – dem rajasigen („leidenschaftlichen“ Menschen)
iṣṭāḥ – sind erwünscht
duḥkha-śoka-āmaya-pradāḥ – sie bewirken (prada) Schmerz (duḥkha), Kummer (śoka) und Krankheit (āmaya)

Keine Kommentare

17-09 Speisen, die bitter sind, sauer, salzig, zu stark gewürzt, scharf, trocken oder brennend, werden von rajassigen Menschen bevorzugt und bringen Schmerz, Kummer und Krankheit

Keine Kommentare

17-09 Kommentar Sukadev

Das soll nicht heißen, dass wir alles meiden sollten, was ein bisschen sauer, bitter oder salzig ist. Aber von dieser Art Nahrung sollten wir nicht zu viel essen.

Keine Kommentare

17-10 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 10. Vers

यातयामं गतरसं पूति पर्युषितं च यत् |
उच्छिष्टमपि चामेध्यं भोजनं तामसप्रियम् || १७ १० ||

Keine Kommentare

17-10 yata-yamam gata-rasam puti paryusitam ca yat ucchistam api camedhyam bhojanam tamasa-priyam

yātayāmaṃ gatarasaṃ
pūti paryuṣitaṃ ca yat
ucchiṣṭamapi cāmedhyaṃ
bhojanaṃ tāmasapriyam

Keine Kommentare

17-10 Wort-für-Wort Übersetzung

yāta-yāmam – die abgestanden ist („älter als drei Stunden“)
gata-rasam – ohne Geschmack (rasa)
pūti – faulig, stinkend
paryuṣitam – von gestern
ca – und
yat – die
ucchiṣṭam – übrig (geblieben ist)
api – auch
ca – und
amedhyam – unreine
bhojanam – Speise
tāmasa-priyam – ist tamasigen („trägen“ Menschen) lieb

Keine Kommentare

17-10 Das Abgestandene, Geschmacklose, Faulige, Übriggebliebene und Unreine ist die bevorzugte Nahrung tamasiger Menschen

Keine Kommentare

17-10 Kommentar Sukadev

Ich muss zugeben, ich kenne niemanden, der sagen würde, er liebe das Abgestandene. Oder er gerate in Ekstase, wenn etwas geschmacklos oder faulig ist. Da muss also offensichtlich etwas anderes gemeint sein.

Keine Kommentare

17-10 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 10. Vers: Pranareiche, frische Nahrung schenkt Gesundheit

Keine Kommentare

17-11 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 11. Vers

अफलाकाङ्क्षिभिर्यज्ञो विधिदृष्टो य इज्यते |
यष्टव्यमेवेति मनः समाधाय स सात्त्विकः || १७ ११ ||

Keine Kommentare

17-11 aphalakanksibhir yajno vidhi-disto ya ijyate yastavyam eveti manah samadhaya sa sattvikah

aphalākāṅkṣibhiryajño
vidhidṛṣṭo ya ijyate
yaṣṭavyameveti manaḥ
samādhāya sa sāttvikaḥ

Keine Kommentare

17-11 Wort-für-Wort Übersetzung

aphala-ākāṅkṣibhiḥ – von (Menschen), die keinen Gewinn (a-phala) davon erhoffen (ākāṅkṣin)
yajñaḥ – ein Opfer
vidhi-dṛṣṭaḥ – „wie in den Vorschriften (vidhi) gesehen (dṛṣṭa)“, d.h. vorschriftsmäßig
yaḥ – das
ijyate – geopfert wird
yaṣṭavyam – es muss geopfert werden
eva – wahrlich
iti – so (denkend)
manaḥ – den Geist
samādhāya – indem sie sammeln
saḥ – das (ist)
sāttvikaḥ – sattvig („rein“)

Keine Kommentare

17-11 Das Opfer, das Menschen bringen, ohne dafür eine Belohnung zu erwarten, so wie es in den Schriften geboten ist, in der festen Überzeugung, dass es getan werden muss, ist sattwig, rein

Keine Kommentare

17-11 Kommentar Sukadev

Hier spricht Krishna über drei Arten von Opfer.

 

Keine Kommentare

17-11 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 11. Vers: Wirksamkeit der spirituellen Opferung

Keine Kommentare

17-12 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 12. Vers

अभिसंधाय तु फलं दम्भार्थमपि चैव यत् |
इज्यते भरतश्रेष्ठ तं यज्ञं विद्धि राजसम् || १७ १२ ||

Keine Kommentare

17-12 abhisandhaya tu phalam dambhartham api caiva yat ijyate bharata-srestha tam yajnam viddhi rajasam

abhisaṃdhāya tu phalaṃ
dambhārthamapi caiva yat
ijyate bharataśreṣṭha
taṃ yajñaṃ viddhi rājasam

Keine Kommentare

17-12 Wort-für-Wort Übersetzung

abhisaṃdhāya – indem man es abgesehen hat
tu – aber
phalam – auf den Gewinn
dambha-artham – zum Zwecke (artha) der Heuchelei (dambha)
api – auch
ca eva – und
yat – (ein Opfer,) das
ijyate – geopfert wird
bharata-śreṣṭha – oh Bester der Bharatas (Arjuna)
tam – ein solches
yajñam – Opfer
viddhi – erkenne
rājasam – als ein rajasiges (von Rajas „Leidenschaft“ bestimmtes)

Keine Kommentare

17-12 Das Opfer, o Arjuna, das im Hinblick auf Belohnung gebracht wird oder um zu prahlen, das erkenne als ein rajasiges Opfer

Keine Kommentare

17-12 Kommentar Sukadev

Diese Art von Ritualen ist in Indien recht verbreitet. Man bestellt einen Priester und bittet ihn, Rituale für ganz konkrete Ziele auszuführen, zum Beispiel, eine Puja für das Abitur des Sohnes, oder dass er die Aufnahmeprüfung an der Uni besteht, dass die Tochter einen geeigneten Ehemann findet, usw. Ähnlich ist es ja auch im Westen. Die Mehrheit der Menschen betet, wenn sie denn beten, nur um Hilfe oder Segen für etwas ganz Bestimmtes. Daran ist nichts Schlechtes, aber es ist eben begrenzt und Ich-bezogen bzw. auf den kleinen Kreis bezogen, mit dem man im engeren Sinn zu tun hat.

Keine Kommentare

17-12 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 12. Vers: Eigennützige Opferung wirkt sich nachteilig aus

Keine Kommentare

17-13 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 13. Vers

विधिहीनमसृष्टान्नं मन्त्रहीनमदक्षिणम् |
श्रद्धाविरहितं यज्ञं तामसं परिचक्षते || १७ १३ ||

Keine Kommentare

17-13 vidhi-hinam asrstannam mantra-hinam adaksinam shraddha-virahitam yajnam tamasam paricakshate

vidhihīnamasṛṣṭānnaṃ
mantrahīnamadakṣiṇam
śraddhāvirahitaṃ yajñaṃ
tāmasaṃ paricakṣate

Keine Kommentare

17-13 Wort-für-Wort Übersetzung

vidhi-hīnam – ohne (Beachtung der) Vorschrift (vidhi)
asṛṣṭa-annam – bei dem keine Speise (anna) verteilt (sṛṣṭa) wird
mantra-hīnam – ohne (hīna) Opfersprüche (mantra)
adakṣiṇam – ohne Opfergabe (dakṣiṇā)
śraddhā-virahitam – ohne (virahita) Glauben (śraddhā)
yajñam – ein Opfer
tāmasam – als tamasig (von Tamas „Trägheit“ bestimmt)
paricakṣate – betrachtet man

Keine Kommentare

17-13 Das Opfer wird als tamasig betrachtet, das nicht den Anordnungen der Schriften entspricht, wo keine Speisen verteilt werden, und das nicht von Mantras, Gaben und Glaube begleitet wird

Keine Kommentare

17-13 Kommentar Sukadev

Man kann Opfer bzw. Rituale auch einfach mechanisch oder nachlässig machen.

 

„…nicht den Anordnungen der Schriften entspricht…“ und „wo keine Speisen verteilt werden

Keine Kommentare

17-13 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 13. Vers: Vermeide Nachlässigkeit bei der Opferung

Keine Kommentare

17-14 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 14. Vers

देवद्विजगुरुप्राज्ञपूजनं शौचमार्जवम् |
ब्रह्मचर्यमहिंसा च शारीरं तप उच्यते || १७ १४ ||

Keine Kommentare

17-14 deva-dvija-guru-prajna- pujanam shaucam arjavam brahmacaryam ahimsa ca sariram tapa ucyate

devadvijaguruprājña
pūjanaṃ śaucamārjavam
brahmacaryamahiṃsā ca
śārīraṃ tapa ucyate

Keine Kommentare

17-14 Wort-für-Wort Übersetzung

deva-dvija-guru-prājña-pūjanam – Verehrung (pūjana) der Götter (deva), Zweimalgeborenen (dvi-ja), Lehrer (guru) und
      Weisen (prājña)
śaucam – Reinheit
ārjavam – Aufrichtigkeit
brahma-caryam – Enthaltsamkeit
ahiṃsā – Gewaltlosigkeit
ca – und
śārīram – körperliche
tapaḥ – Askese
ucyate – wird genannt

Keine Kommentare

17-14 Verehrung der Götter, Zweimalgeborenen, Lehrer und Weisen, Reinheit, Aufrichtigkeit, Enthaltsamkeit und Nichtverletzen werden als Tapas (Askese) des Körpers bezeichnet

Keine Kommentare

17-14 Kommentar Sukadev

Das klingt etwas anders, als das was man sich automatisch unter Askese des Körpers vorstellt. Normalerweise würde man denken, Askese des Körpers wäre zum Beispiel Fasten, auf dem blanken Boden zu sitzen oder zu schlafen, nur noch kalte Bäder zu nehmen usw. Aber Krishna hält etwas anderes für wichtig:

Keine Kommentare

17-14 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 14. Vers:  Arten und Wirksamkeit von Tapas

Keine Kommentare

17-15 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 15. Vers

अनुद्वेगकरं वाक्यं सत्यं प्रियहितं च यत् |
स्वाध्यायाभ्यसनं चैव वाङ्मयं तप उच्यते || १७ १५ ||

Keine Kommentare

17-15 anudvega-karam vakyam satyam priya-hitam ca yat svadhyayabhyasanam caiva van-mayam tapa ucyate

anudvegakaraṃ vākyaṃ
satyaṃ priyahitaṃ ca yat
svādhyāyābhyasanaṃ caiva
vāṅmayaṃ tapa ucyate

Keine Kommentare

17-15 Wort-für-Wort Übersetzung

anudvegakaram – die nicht erregend ist
vākyam – Rede
satyam – wahr
priya-hitam – angenehm (priya) und nützlich/heilsam (hita)
ca – und
yat – die
sva-adhyāya-abhyasanam – die Praxis (abhyasana) des Selbststudiums (sva-adhyāya) der Veden
ca eva – und
vāk-mayam – sprachliche
tapaḥ – Askese
ucyate – wird genannt

Keine Kommentare

17-15 Eine Sprache, die nicht erregt, die wahr, angenehm und nutzbringend ist, und die Praxis des Studiums der Veden wird Askese der Sprache genannt

Keine Kommentare

17-15 Kommentar Sukadev

Interessanterweise findet man dasselbe auch im Koran. Da heißt es, wenn man etwas sagen will, soll man erst überlegen: „Ist es wahr?“ Wenn es unwahr ist, sollte man es nicht sagen, also nicht lügen – Satyam, Wahrhaftigkeit. Als Zweites sollte man überlegen, ist es nutzbringend. Wenn es nicht nutzbringend ist, sollte man schweigen. Und als Drittes, verletzt es jemanden. Wenn es jemanden verletzt, sollte man es nicht aussprechen. Man sollte nur das sagen, was wahr, angenehm und nutzbringend ist.

Keine Kommentare

17-15 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 15. Vers: Sprachliches Tapas der eigenen Worte

Keine Kommentare

17-16 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 16. Vers

मनःप्रसादः सौम्यत्वं मौनमात्मविनिग्रहः |
भावसंशुद्धिरित्येतत्तपो मानसमुच्यते || १७ १६ ||

Keine Kommentare

17-16 manah-prasadah saumyatvam maunam atma-vinigrahah bhava-samsuddhir ity etat tapo manasam ucyate

manaḥprasādaḥ saumyatvaṃ
maunamātmavinigrahaḥ
bhāvasaṃśuddhirityetat
tapo mānasamucyate

Keine Kommentare

17-16 Wort-für-Wort Übersetzung

manaḥ-prasādaḥ – Gelassenheit (prasāda „Heiterkeit“) des Geistes (manas)
saumyatvam – Milde
maunam – Schweigsamkeit
ātma-vinigrahaḥ – Selbstbeherrschung
bhāva-saṃśuddhiḥ – Reinheit (saṃśuddhi) des Wesens (bhāva)
iti – so
etat – das
tapaḥ – Askese
mānasam – geistige
ucyate – wird genannt

Keine Kommentare

17-16 Gelassenheit des Geistes, Gutherzigkeit, Selbstbeherrschung, Reinheit des Wesens – das wird Askese des Geistes genannt

Keine Kommentare

17-16 Kommentar Sukadev

Gelassenheit ist eine Tugend, die Krishna immer wieder erwähnt. Schon im 2. Kapitel definiert er Yoga unter anderem auch als „Yoga Samatvam ucyate“, „Yoga heißt Ausgeglichenheit des Geistes“. Aber hier gebraucht er Gelassenheit als tapas, als Praxis, als etwas, was man üben kann. Üben beinhaltet natürlich auch, dass wir nicht sofort vollkommen sind. Uns gelingt es nicht immer, in diesem mana prasada, diesem Gleichmut zu sein.

Keine Kommentare

17-16 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 16. Vers: Gute Gedanken und edle Gefühlsregungen

Keine Kommentare

17-17 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 17. Vers

श्रद्धया परया तप्तं तपस्तत्त्रिविधं नरैः |
अफलाकाङ्क्षिभिर्युक्तैः सात्त्विकं परिचक्षते || १७ १७ ||

Keine Kommentare

17-17 shraddhaya paraya taptam tapas tat tri-vidham naraih aphalakanksibhir yuktaih sattvikam paricakshate

śraddhayā parayā taptaṃ
tapastattrividhaṃ naraiḥ
aphalākāṅkṣibhiryuktaiḥ
sāttvikaṃ paricakṣate

Keine Kommentare

17-17 Wort-für-Wort Übersetzung

śraddhayā – Glauben
parayā – mit größtem („höchstem“)
taptam – ausgeübt
tapaḥ – Askese
tat – diese
tri-vidham – dreifache
naraiḥ – von Menschen
aphala-ākāṅkṣibhiḥ – die keinen Gewinn (a-phala) davon erhoffen (ākāṅkṣin)
yuktaiḥ – (innerlich) gesammelten
sāttvikam – sattvig („rein“)
paricakṣate – wird genannt

Keine Kommentare

17-17 Diese dreifache Askese, die von beständigen Menschen mit größtem Glauben und ohne Erwartung eines Lohnes praktiziert wird, wird sattwig genannt

Keine Kommentare

17-17 Kommentar Sukadev

Es gibt also diese dreifache Askese des Körpers, der Sprache und des Geistes. Diese können wir auf sattwige, rajasige und tamasige Weise üben.

Keine Kommentare

17-17 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 17. Vers: Tapas von Gedanken, Wort und Tat mit Vertrauen

Keine Kommentare

17-18 Devanagari Bhagavad Gita 17. Kapitel 18. Vers

सत्कारमानपूजार्थं तपो दम्भेन चैव यत् |
क्रियते तदिह प्रोक्तं राजसं चलमध्रुवम् || १७ १८ ||

Keine Kommentare

Weiter »