10. Kapitel

10-01 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 1. Vers

श्रीभगवानुवाच |

भूय एव महाबाहो शृणु मे परमं वचः |
यत्तेऽहं प्रीयमाणाय वक्ष्यामि हितकाम्यया || १० १ ||

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10-01 sri-bhagavan uvaca bhuya eva maha-baho shrinu me paramam vacah yat te ’ham priyamanaya vaksyami hita-kamyaya

śrībhagavānuvāca
bhūya eva mahābāho
śṛṇu me paramaṃ vacaḥ
yatte ’haṃ prīyamāṇāya
vakṣyāmi hitakāmyayā

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10-01 Wort-für-Wort Übersetzung

śrī-bhagavān – der Erhabene
uvāca – sprach
bhūyaḥ – wieder, weiter
eva – wahrlich
mahābāho – oh Starkarmiger (Arjuna)
śṛṇu – höre
me – mein
paramam – höchstes
vacaḥ – Wort
yat – das
te – dir
aham – ich
prīyamāṇāya – dem (mich) Liebenden
vakṣyāmi – verkünden werde
hita-kāmyayā – (dein) Wohlergehen (hita) wünschend (kāmyā)

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10-01 Krishna sprach: Wiederum, oh mächtig bewaffneter Arjuna, höre Meine erhabenen Worte, die Ich dir, den ich liebe, verkünden werde, damit es dir wohlergehe

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10-01 Kommentar Sukadev

Bereits im 2. Band der Bhagavad Gita hatte ich gesagt, dass wir nicht denken sollten, Gott wäre parteiisch. Wir sollten nicht denken, dass er den einen Menschen liebt und den anderen Menschen nicht. Gott liebt jeden Menschen. Gott ist unser höheres Selbst. Gott ist das kosmische Bewusstsein. Gott ist hinter Allem. Er liebt seine Schöpfung und jeden Teil der Schöpfung, zu der auch wir Menschen gehören. Es heißt, wenn wir einen Schritt auf Gott zugehen, geht Gott hundert Schritte auf uns zu. Im übertragenen Sinne bedeutet das, dass Gott uns jederzeit segnet. Wir müssen uns nur für ihn öffnen.

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10-01 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 1. Vers: Was ist die Bhagavad Gita?

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10-02 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 2. Vers

न मे विदुः सुरगणाः प्रभवं न महर्षयः |
अहमादिर्हि देवानां महर्षीणां च सर्वशः || १० २ ||

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10-02 na me viduh sura-ganah prabhavam na maharsayah aham adir hi devanam maharsinam ca sarvasah

na me viduḥ suragaṇāḥ
prabhavaṃ na maharṣayaḥ
ahamādirhi devānāṃ
maharṣīṇāṃ ca sarvaśaḥ

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10-02 Wort-für-Wort Übersetzung

na – weder
me – meinen
viduḥ – kennen
sura-gaṇāḥ – die Götterscharen
prabhavam – Ursprung
na – noch
mahā-ṛṣayaḥ – die großen (mahā) Weisen (ṛṣi)
aham – ich (bin)
ādiḥ – der Ursprung
hi – denn
devānām – der Götter
mahā-ṛṣīṇām – der großen Weisen
ca – und
sarvaśaḥ – insgesamt

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10-02 Weder die Heerscharen der Götter noch die großen Weisen kennen Meinen Ursprung; denn in jeder Hinsicht bin Ich der Ursprung aller Götter und großen Weisen

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10-02 Kommentar Sukadev

Krishna sagt, dass nicht einmal die Heerscharen der Götter[1] noch die großen Weisen[2] Seinen Ursprung, also den Ursprung Gottes, hundertprozentig kennen. Wie können dann normale Menschen seinen Ursprung wirklich erfassen?

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10-02 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 2. Vers: Gott ist in uns manifest als wir selbst

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10-03 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 3. Vers

यो मामजमनादिं च वेत्ति लोकमहेश्वरम् |
असंमूढः स मर्त्येषु सर्वपापैः प्रमुच्यते || १० ३ ||

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10-03 yo mam ajam anadim ca vetti loka-maheshvaram asammudhah sa martyesu sarva-papaih pramucyate

yo māmajamanādiṃ ca
vetti lokamaheśvaram
asaṃmūḍhaḥ sa martyeṣu
sarvapāpaiḥ pramucyate

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10-03 Wort-für-Wort Übersetzung

yaḥ – wer
mām – mich
ajam – als ungeboren
anādim – keinen Anfang habend, anfangslos
ca – und
vetti – erkennt
loka-mahā-īśvaram – als den großen (mahā) Herrn (īśvara) der Welt (loka)
asaṃmūḍhaḥ – ist nicht verblendet
saḥ – der
martyeṣu – unter den Sterblichen
sarva-pāpaiḥ – von allen (sarva) Sünden (pāpa)
pramucyate – er wird befreit

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10-03 Der Mensch, der Mich als ungeboren, ohne Anfang und großen Herrn der Welten erkennt, ist, unter Sterblichen, ungetäuscht und von allen Sünden befreit

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10-03 Kommentar Sukadev

Du kannst Gott verehren als „ungeboren, ohne Anfang und als großen Herrn der Welten“. Dies ist die Sicht des  Bhakti Yoga. Oder du kannst die Sicht des Jnana Yoga einnehmen: Es muss eine höchste Wirklichkeit hinter Allem geben, und wenn es diese höchste Wirklichkeit gibt, dann muss sie auch ewig sein. Angenommen, die höchste Wirklichkeit würde irgendwann begonnen haben, dann müsste man fragen: Was war vorher? Und was wird nach dem Tod der höchsten Wirklichkeit sein? Intellektuell ist es also logisch, zu sagen: Wenn es Gott gibt, dann muss er ohne Anfang gewesen sein. Wenn es Gott gibt, dann muss er ohne Ende sein. Wenn es Gott gibt, dann muss er auch überall sein.

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10-03 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 3. Vers: Gott ist Ursprung aller Wesen

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10-04 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 4. Vers

बुद्धिर्ज्ञानमसंमोहः क्षमा सत्यं दमः शमः |
सुखं दुःखं भवोऽभावो भयं चाभयमेव च || १० ४ ||

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10-04 buddhir jnanam asammohah ksama satyam damah samah sukham duhkham bhavo ’bhavo bhayam cabhayam eva ca

buddhirjñānamasaṃmohaḥ
kṣamā satyaṃ damaḥ śamaḥ
sukhaṃ duḥkhaṃ bhavo ’bhāvo
bhayaṃ cābhayameva ca

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10-04 Wort-für-Wort Übersetzung

buddhiḥ – Verstand
jñānam – Weisheit
asaṃmohaḥ – Nichttäuschung
kṣamā – Geduld, Nachsicht
satyam – Wahrhaftigkeit
damaḥ – Selbstbeherrschung
śamaḥ – Ruhe
sukham – Glück
duḥkham – Leid
bhavaḥ – Sein, Geburt
abhāvaḥ – Nichtsein, Tod
bhayam – Furcht
ca – und
abhayam – Furchtlosigkeit
eva – wahrlich
ca – und

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10-04 Vernunft, Weisheit, Nichttäuschung, Versöhnlichkeit, Wahrhaftigkeit, Selbstbeherrschung, Ruhe – Sukha und Dukha, also Vergnügen und Schmerz – Sein oder Geburt, Nichtsein oder Tod, Furcht und auch Furchtlosigkeit,

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10-04 Kommentar Sukadev

Das ist eine Aufzählung von verschiedenen Eigenschaften, die ein spiritueller Aspirant entwickeln sollte. Es ist auch eine Aufzählung von Eigenschaften, dieallein jedem drin sind. Diese Eigenschaften helfen, dass du dich an Gott erinnerst. Krishna gibt an einigen Stellen der Bhagavad Gita immer neue Aufzählungen von tugendhaften Eigenschaften.

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10-04 und 10-05 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 4. Vers und 10. Kapitel, 5. Vers: Gott ist in der manifesten Schöpfung

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10-05 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 5. Vers

अहिंसा समता तुष्टिस्तपो दानं यशोऽयशः |
भवन्ति भावा भूतानां मत्त एव पृथग्विधाः || १० ५ ||

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10-05 ahimsa samata tustis tapo danam yaso ’yasah bhavanti bhava bhutanam matta eva prithag-vidhah

ahiṃsā samatā tuṣṭis
tapo dānaṃ yaśo.ayaśaḥ
bhavanti bhāvā bhūtānāṃ
matta eva pṛthagvidhāḥ

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10-05 Wort-für-Wort Übersetzung

ahiṃsā – Gewaltlosigkeit
samatā – Gelassenheit, Gleichmut
tuṣṭiḥ – Zufriedenheit
tapaḥ – Askese
dānam – Freigebigkeit („Geben“)
yaśaḥ – Ehre, Ruhm
ayaśaḥ – Schande
bhavanti – entstehen
bhāvāḥ – Eigenschaften, Zustände
bhūtānām – der Lebewesen
mattaḥ – aus mir
eva – nur, allein
pṛthak-vidhāḥ – (diese) verschiedenartigen

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10-05 Nichtbeleidigen, Gelassenheit, Zufriedenheit, Askese, Wohltätigkeit, Ehre, Schande – (diese) verschiedenen Eigenschaften der Wesen entstehen allein aus Mir

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10-05 Kommentar Sukadev

Dieser Vers auf Sanskrit:

Ahimsa Samata Tushtis Tapo Danam Yashoyashah
Bhavanti Bhava Bhutanam Matta Eva Prthag-Vidhah.

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10-06 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 6. Vers

महर्षयः सप्त पूर्वे चत्वारो मनवस्तथा |
मद्भावा मानसा जाता येषां लोक इमाः प्रजाः || १० ६ ||

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10-06 maharsayah sapta purve catvaro manavas tatha mad-bhava manasa jata yesham loka imah prajah

maharṣayaḥ sapta pūrve
catvāro manavastathā
madbhāvā mānasā jātā
yeṣāṃ loka imāḥ prajāḥ

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10-06 Wort-für-Wort Übersetzung

mahā-ṛṣayaḥ – großen (mahā) Weisen (ṛṣi)
sapta – die sieben
pūrve – alten
catvāraḥ – die vier
manavaḥ – Stammväter (manu)
tathā – sowie
mat-bhāvāḥ – ihr Entstehen (bhāva) geschah aus mir (mat)
mānasāḥ – geistig
jātāḥ – sie wurden geboren
yeṣām – von welchen (herstammen)
loke – in der Welt
imāḥ – die
prajāḥ – Geschöpfe

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10-06 Die sieben großen Weisen, die vier Alten und auch die Manus, die Kräfte gleich Mir besitzen (weil der Geist auf Mich gerichtet ist), wurden aus (Meinem) Geist geboren; aus ihnen entstehen die Geschöpfe in dieser Welt

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10-06 Kommentar Sukadev

Eine der vielen hinduistischen Schöpfungsmythen besagt, dass zuerst die großen Weisen geschaffen wurden und dannalles andere. Das ist eine etwas andere Schöpfungsgeschichte als wir sie von der Darwinschen Evolutionslehre her kennen. In der modernen Evolutionsbiologie lernt man, dass aus Einzellern Bakterien entstanden, dann Mehrzeller, daraus Pflanzen, daraus irgendwann Fische, Amphibien, dann Echsen, daraus Säugetiere, dann Primaten, daraus die Hominiden und irgendwann der Homo Sapiens und schließlich der Homo Sapiens Sapiens, also der heutige Mensch. Aber ich sehe keinen wirklichen Widerspruch zwischen den indischen (bzw. biblischen) Schöpfungsmythen und moderner Biologie. Zum einen sollten Mythen nicht wörtlich verstanden werden. Zum anderen beziehen sie sich oft nicht auf dieses physische Universum. Z.b. gelten die Manus als subtile, feinstoffliche Wesen ohne physischen Körper.

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10-06 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 6. Vers: Yoga wurde offenbart

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10-07 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 7. Vers

एतां विभूतिं योगं च मम यो वेत्ति तत्त्वतः |
सोऽविकम्पेन योगेन युज्यते नात्र संशयः || १० ७ ||

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10-07 etam vibhutim yogam ca mama yo vetti tattvatah so ’vikalpena yogena yujyate natra samsayah

etāṃ vibhūtiṃ yogaṃ ca
mama yo vetti tattvataḥ
so.avikampena yogena
yujyate nātra saṃśayaḥ

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10-07 Wort-für-Wort Übersetzung

etām – diese
vibhūtim – Entfaltung (meiner Macht, meines Wesens)
yogam – Yogakraft, mystische Kraft
ca – und
mama – meine
yaḥ – wer
vetti – kennt
tattvataḥ – wirklichkeitsgetreu
saḥ – der
avikampena – mit unerschütterlichem
yogena – Yoga
yujyate – wird verbunden
na – nicht
atra – hierüber
saṃśayaḥ – (besteht) ein Zweifel

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10-07 Wer in Wahrheit diese mannigfaltigen Manifestationen Meines Wesens und (diese) Meine Yogakraft kennt, wird fest im unerschütterlichen Yoga begründet: darüber besteht kein Zweifel

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10-07 Kommentar Sukadev

Eine Weise, um zu Gott zu kommen, ist, sich bewusst zu werden, dass alles göttlichen Ursprungs ist. Das ist hier die große Aussage. Man findet diese in vielen indischen Schriften. Auch die Devi Mahatmyam wird nicht müde, zu betonen, dassalles eine Manifestation der Göttlichen Mutter ist.

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10-07 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 7. Vers: Gott ist in der Schöpfung erkennbar

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10-08 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 8. Vers

अहं सर्वस्य प्रभवो मत्तः सर्वं प्रवर्तते |
इति मत्वा भजन्ते मां बुधा भावसमन्विताः || १० ८ ||

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10-08 aham sarvasya prabhavo mattah sarvam pravartate iti matva bhajante mam budha bhava-samanvitah

ahaṃ sarvasya prabhavo
mattaḥ sarvaṃ pravartate
iti matvā bhajante māṃ
budhā bhāvasamanvitāḥ

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10-08 Wort-für-Wort Übersetzung

aham – ich (bin)
sarvasya – von allem
prabhavaḥ – der Ursprung
mattaḥ – aus mir
sarvam – alles
pravartate – geht hervor
iti – so
matvā – denkend
bhajante – verehren
mām – mich
budhāḥ – die Weisen
bhāva-samanvitāḥ – die mit Liebe (bhāva) versehen (samanvita) sind

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10-08 Ich bin der Ursprung von allem; aus Mir entwickelt sich alles; in diesem Wissen verehren Mich die Weisen in Meditation

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10-08 Kommentar Sukadev

Alles stammt letztlich aus Gott. Und wenn man das weiß, dann wird man zum Weisen.

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10-08 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 8. Vers: Gott ist der Ursprung

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10-09 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 9. Vers

मच्चित्ता मद्गतप्राणा बोधयन्तः परस्परम् |
कथयन्तश्च मां नित्यं तुष्यन्ति च रमन्ति च || १० ९ ||

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10-09 mac-citta mad-gata-prana bodhayantah parasparam kathayantas ca mam nityam tusyanti ca ramanti ca

maccittā madgataprāṇā
bodhayantaḥ parasparam
kathayantaśca māṃ nityaṃ
tuṣyanti ca ramanti ca

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10-09 Wort-für-Wort Übersetzung

mat-cittāḥ – ihr Geist (citta) ist auf mich (mat) gerichtet
mat-gata-prāṇāḥ – ihr Leben (prāṇa) ist auf mich (mat) ausgerichtet (gata)
bodhayantaḥ – sie bringen sich zum (geistigen) Erwachen
parasparam – gegenseitig
kathayantaḥ – sie erzählen, sprechen
ca – und
mām – von mir
nityam – immer
tuṣyanti – sie sind zufrieden
ca – und
ramanti – sie sind froh, vergnügt
ca – und

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10-09 Ihr Geist und ihr Leben sind völlig in Mir aufgegangen, sie erleuchten einander gegenseitig, sprechen immer von Mir und sind zufrieden und froh

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10-09 Kommentar Sukadev

Große Weise erfahren überall Gottes Gegenwart. Sie inspirieren sich gegenseitig. Sie sind in tiefer innerer Freude verankert und bringen dies in Gedanken, Worten und Taten zum Ausdruck.

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10-09 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 9. Vers: Meister sind in Gott aufgegangen

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10-10 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 10. Vers

तेषां सततयुक्तानां भजतां प्रीतिपूर्वकम् |
ददामि बुद्धियोगं तं येन मामुपयान्ति ते || १० १० ||

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10-10 tesam satata-yuktanam bhajatam priti-purvakam dadami buddhi-yogam tam yena mam upayanti te

teṣāṃ satatayuktānāṃ
bhajatāṃ prītipūrvakam
dadāmi buddhiyogaṃ taṃ
yena māmupayānti te

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10-10 Wort-für-Wort Übersetzung

teṣām – denen
satata-yuktānām – die stets (satata) (im Geiste mit mir) verbunden (yukta) sind
bhajatām – die (mich) verehren
prīti-pūrvakam – liebevoll
dadāmi – gewähre ich
buddhi-yogam – Yoga („das Mittel“) der Unterscheidungskraft, Einsicht (buddhi)
tam – den
yena – durch den
mām – zu mir
upayānti – kommen
te – sie

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10-10 Den Menschen, die immer beständig sind und Mich liebevoll verehren, gewähre Ich den Yoga der Unterscheidungskraft, durch den sie zu Mir kommen

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10-10 Kommentar Sukadev

Hier spricht Krishna von denjenigen, die noch nicht zu großen Weisen geworden sind. Er sagt, wie du zu Gott kommen kannst. Es ist wie ein Zweischritt:

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10-10 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 10. Vers: Verhaftungslosigkeit ist wie Gnade

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10-11 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 11. Vers

तेषामेवानुकम्पार्थमहमज्ञानजं तमः |
नाशयाम्यात्मभावस्थो ज्ञानदीपेन भास्वता || १० ११ ||

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10-11 tesam evanukampartham aham ajnana-jam tamah nasayamy atma-bhava-stho jnana-dipena bhasvata

teṣāmevānukampārthamahamajñānajaṃ tamaḥ
nāśayāmyātmabhāvastho jñānadīpena bhāsvatā

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10-11 Wort-für-Wort Übersetzung

teṣām – dieser (Menschen)
eva – eben, genau
anukampa-artham – aus Mitgefühl (anukampa)
aham – ich
ajñāna-jam – die aus Unwissenheit (ajñāna) entstandene (ja)
tamaḥ – Dunkelheit
nāśayāmi – zerstöre
ātma-bhāva-sthaḥ – der ich mich in ihren eigenen (ātma) Herzen (bhāva) befinde (stha)
jñāna-dīpena – Lampe (dīpa) der Erkenntnis (jñāna)
bhāsvatā – mit der leuchtenden

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10-11 Aus bloßem Mitgefühl mit ihnen zerstöre Ich, der Ich in ihnen bin, die aus Unwissenheit entstandene Dunkelheit mit der leuchtenden Lampe des Wissens

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10-11 Kommentar Sukadev

Hier spricht Krishna über die Wirkung von Bhakti (Gottesverehrung): Durch Liebe und Verehrung Gottes entzündet Gott die leuchtende Lampe des Wissens. Wenn es dir schwer fällt, Gott in allem zu sehen, das höchste Bewusstsein hinter allem zu sehen, kannst du Gott so verehren, wie du ihn dir vorstellst. Und Gott wird in dir die Lampe des Wissens entzünden, mit der du zur Erfahrung der Einheit kommst. Ähnlich drückt es Patanjali in den Yoga Sutras aus: „Samadhi kommt schnell für diejenigen, welche Gott verehren.“ (Yoga Sutra I, 23).

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10-11 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 11. Vers: Erleuchtung ist ein Gnadenakt Gottes

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10-12 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 12. Vers

परं ब्रह्म परं धाम पवित्रं परमं भवान् |
पुरुषं शाश्वतं दिव्यमादिदेवमजं विभुम् || १० १२ ||

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10-12 arjuna uvaca param brahma param dhama pavitram paramam bhavan purusham sasvatam divyam adi-devam ajam vibhum

arjuna uvāca
paraṃ brahma paraṃ dhāma
pavitraṃ paramaṃ bhavān
puruṣaṃ śāśvataṃ divyam
ādidevamajaṃ vibhum

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10-12 Wort-für-Wort Übersetzung

arjuna – Arjuna
uvāca – sprach
param – das höchste
brahma – Brahman
param – die höchste
dhāma – Wohnstatt
pavitram – Läuterungsmittel
paramam – das höchste
bhavān – du (bist)
puruṣam – Geist
śāśvatam – den ewigen
divyam – göttlichen
ādi-devam – Urgott (nennt man dich)
ajam – den ungeborenen
vibhum – allgegenwärtigen

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10-12 Arjuna sprach: Du bist das höchste Brahman, die höchste Wohnstatt (das höchste Licht), die höchste Läuterung, die ewige, göttliche Person, der Urgott, ungeboren und allgegenwärtig

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10-12 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 12. Vers: Großartiger Vers

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10-13 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 13. Vers

आहुस्त्वामृषयः सर्वे देवर्षिर्नारदस्तथा |
असितो देवलो व्यासः स्वयं चैव ब्रवीषि मे || १० १३ ||

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10-13 ahus tvam rsayah sarve devarsir naradas tatha asito devalo vyasah svayam caiva bravisi me

āhustvāmṛṣayaḥ sarve
devarṣirnāradastathā
asito devalo vyāsaḥ
svayaṃ caiva bravīṣi me

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10-13 Wort-für-Wort Übersetzung

āhuḥ – (so) nennen
tvām – dich
ṛṣayaḥ – Seher (ṛṣi)
sarve – alle
deva-ṛṣiḥ – der göttliche Seher
nāradaḥ – Nārada
tathā – ebenso
asitaḥ – Asita
devalaḥ – Devala
vyāsaḥ – Vyāsa
svayam – (du) selbst
ca eva – und
bravīṣi – sagst (es)
me – mir

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10-13 So haben Dich alle Weisen erklärt, wie auch der heilige Weise Narada; so auch Asita, Devala und Vyasa; und nun sagst Du mir selbst das gleiche

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10-13 Kommentar Sukadev

Arjuna war ein Freund von Krishna, sogar ein Jugendfreund. Zu Krishnas Lebzeiten gab es mehrere Weise, die seine wahre Natur als Manifestation Gottes, als Inkarnation Gottes schon erkannt hatten. Arjuna hatte die Aussagen dieser Weisen zwar gehört, aber ihnen wenig Bedeutung zugemessen. Wenn ein Freund einen anderen Freund mag und er plötzlich hört, dass dieser ganz besonders machtvoll und großartig ist, bleibt er trotzdem ein Freund. Bei wahren Freunden spielt es keine Rolle, ob der Mensch gerade Konzernlenker oder Bundeskanzler ist oder ob er abgesetzt worden ist. So auch für Arjuna, der mit Krishna schon zum gleichen Guru gegangen ist und zusammen gelernt hat. Später gingen sie gemeinsam auf Pilgerreisen, dann wurde Krishna ein König, Arjuna nur ein Prinz, später sogar nur Exil-Prinz. Und zwischendurch hörte Arjuna, dass Krishna Brahman (der höchste Herr) ist. Dies hatte ihn aber nicht weiter beeindruckt. Arjuna und Krishna blieben einander in Freundschaft verbunden. Und jetzt erzählt Krishna Arjuna von seiner göttlichen Natur. So kommt es, dass Arjuna beginnt, Krishna als Manifestation Gottes zu verehren.

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10-13 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 13. Vers: Höre die Worte der Heiligen

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10-14 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 14. Vers

सर्वमेतदृतं मन्ये यन्मां वदसि केशव |
न हि ते भगवन्व्यक्तिं विदुर्देवा न दानवाः || १० १४ ||

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10-14 sarvam etad rtam manye yan mam vadasi keshava na hi te bhagavan vyaktim vidur deva na danavah

sarvametadṛtaṃ manye
yanmāṃ vadasi keśava
na hi te bhagavanvyaktiṃ
vidurdevā na dānavāḥ

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10-14 Wort-für-Wort Übersetzung

sarvam – alles
etat – das
ṛtam – für wahr
manye – ich halte
yat – was
mām – mir
vadasi – du sagst
keśava – oh Keśava (Arjuna)
na – weder
hi – denn
te – dein(e)
bhagavan – oh Erhabener
vyaktim – Erscheinen, Manifestation
viduḥ – kennen
devāḥ – die Götter
na – noch
dānavāḥ – die Dämonen

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10-14 Ich erkenne alles, was Du mir sagst, als Wahrheit an, Oh Krishna; wahrlich, Oh gepriesener Herr! Weder die Götter noch die Dämonen kennen Dein Erscheinen (Deine Herkunft)

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10-15 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 15. Vers

स्वयमेवात्मनात्मानं वेत्थ त्वं पुरुषोत्तम |
भूतभावन भूतेश देवदेव जगत्पते || १० १५ ||

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10-15 svayam evatmanatmanam vettha tvam purushottama bhuta-bhavana bhutesa deva-deva jagat-pate

svayamevātmanātmānaṃ
vettha tvaṃ puruṣottama
bhūtabhāvana bhūteśa
devadeva jagatpate

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10-15 Wort-für-Wort Übersetzung

svayam – selbst
eva – wahrlich
ātmanā – durch (dein) Selbst
ātmānam – dich selbst
vettha – erkennst
tvam – du
puruṣa-uttama – oh höchster (parama) Geist (puruṣa)
bhūta-bhāvana – oh Schöpfer (bhāvana) der Wesen (bhūta)
bhūta-īśa – oh Herr (īśa) der Wesen (bhūta)
deva-deva – oh Gott der Götter
jagat-pate – oh Herr (pati) der Welt (jagat)

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10-15 Wahrlich, Du Selbst kennst Dich Selbst durch Dein Selbst, Oh höchstes Wesen, Oh Quelle und Herr der Wesen, Oh Gott der Götter, Oh Lenker der Welt

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10-15 Kommentar Sukadev

Hierin steckt große Weisheit. Nur Gott selbst kennt sich selbst. Als Mensch können wir Gott niemals kennen. Aber wir können die Einheit mit Gott verwirklichen. Und durch Gott, der in uns ist, können wir Gott erkennen.

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10-16 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 16. Vers

वक्तुमर्हस्यशेषेण दिव्या ह्यात्मविभूतयः |
याभिर्विभूतिभिर्लोकानिमांस्त्वं व्याप्य तिष्ठसि || १० १६ ||

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10-16 vaktum arhasy asesena divya hy atma-vibhutayah yabhir vibhutibhir lokan imams tvam vyapya tisthasi

vaktumarhasyaśeṣeṇa
divyā hyātmavibhūtayaḥ
yābhirvibhūtibhirlokān
imāṃstvaṃ vyāpya tiṣṭhasi

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10-16 Wort-für-Wort Übersetzung

vaktum – verkünden
arhasi – du sollst
aśeṣeṇa – restlos
divyāḥ – göttlichen
hi – gewiss
ātma-vibhūtayaḥ – deine eigenen (ātma) Herrlichkeiten, Entfaltungen (vibhūti)
yābhiḥ – durch welche
vibhūtibhiḥ – die Herrlichkeiten, Entfaltungen
lokān – Welten
imān – diese
tvam – du
vyāpya tiṣṭhasi – durchdringst

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10-16 Berichte tatsächlich ohne Einschränkung von Deinen göttlichen Herrlichkeiten, durch die Du bist und all diese Welten durchdringst. (Niemand sonst kann das tun.)

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10-16 und 10-17 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 16. Vers und 17. Vers: Arjuna fragt: „Wie soll ich Dich erkennen?

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10-17 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 17. Vers

कथं विद्यामहं योगिंस्त्वां सदा परिचिन्तयन् |
केषु केषु च भावेषु चिन्त्योऽसि भगवन्मया || १० १७ ||

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10-17 katham vidyam aham yogims tvam sada paricintayan kesu kesu ca bhavesu cintyo ’si bhagavan maya

kathaṃ vidyāmahaṃ yogiṃstvāṃ sadā paricintayan
keṣu keṣu ca bhāveṣu cintyo.asi bhagavanmayā

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10-17 Wort-für-Wort Übersetzung

katham – wie
vidyām – soll erkennen
aham – ich
yogin – oh Yogi
tvām – dich
sadā – immer
paricintayan – indem ich an (dich) denke
keṣu keṣu – in welcherlei
ca – und
bhāveṣu – Daseinsformen, Dingen
cintyaḥ – vorstellbar
asi – bist du
bhagavan – oh Erhabener
mayā – für mich („durch mich“)

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10-17 Wie soll ich Dich in fortwährender Meditation erkennen, Oh Yogi? In welchen Aspekten oder Dingen, Oh Gepriesener Herr, soll ich an Dich denken?

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10-18 Devanagari Bhagavad Gita 10. Kapitel 18. Vers

विस्तरेणात्मनो योगं विभूतिं च जनार्दन |
भूयः कथय तृप्तिर्हि शृण्वतो नास्ति मेऽमृतम् || १० १८ ||

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10-18 vistarenatmano yogam vibhutim ca janardana bhuyah kathaya trptir hi shrinvato nasti me ’mrtam

vistareṇātmano yogaṃ
vibhūtiṃ ca janārdana
bhūyaḥ kathaya tṛptirhi
śṛṇvato nāsti me.amṛtam

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10-18 Wort-für-Wort Übersetzung

vistareṇa – ausführlich
ātmanaḥ – deine eigene
yogam – Yogakraft, mystische Kraft
vibhūtim – Herrlichkeit, Entfaltung
ca – und
janārdana – oh Janārdana „Bedränger der Menschen“ (Kṛṣṇa)
bhūyaḥ – erneut, weiter
kathaya – beschreibe
tṛptiḥ – ein Genug („Sättigung“)
hi – denn
śṛṇvataḥ – da ich höre
na – nicht
asti – gibt es
me – für mich
amṛtam – (diesen) Nektar (deiner Worte)

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10-18 Sage mir erneut genau, Oh Krishna, was Deine Yogamacht und Deine Herrlichkeit ist; denn ich habe noch nicht genug von Deinen Lebensspendenden und nektargleichen Worten gehört

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10-18 Kommentar Sukadev

Arjuna ist nun voller Enthusiasmus und Liebe. Jetzt versteht er, dass Krishna das Allumfassende und Unendliche ist. Aber er weiß nicht, wie er ihn nun weiter verehren soll. Er möchte erfahren, wie er über Krishna meditieren kann, wie er von einem intellektuellem Verstehen zu echter Verwirklichung und Erkenntnis kommt.

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10-18 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 18. Vers: Sage mir, was ist Deine Yogamacht

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