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Yogatherapie bei Hindernissen beim Üben

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Geistige Hindernisse

FRAGE:
Gestern abend begann bei mir wieder ein Yogakurs für Mittelstufenstunde. Eine Schülerin aus dem Anfängerkurs im Herbst war auch da.
 
Sie sagte mir, dass sie nach der letzten Yogastunde von 3 Monaten sich einen Nerv eingeklemmt hatte. Danach mit Wärme sich behandelt hat und es immer
schlimmer wurde, bis sich der Nerv entzündete. In zwei Wochen bekäme sie Krankengymnastik. Ich gehe davon aus, dass es eine Überanstrengung war, da sie recht kräftig ist. Sie sprach davon, dass sich durch das Dehnen die Muskulatur gelockert hätte und daher der Nerv sich eingeklemmt hätte.
 
Ich fragte sie nach dem momentanen Zustand. Der Schmerz wäre immer noch vorhanden, wenn sie längere Zeit stehen muss. Ich bot Ihr zwei andere Kurse (Rücken-Yoga und sanftes üben an) beide Kurse lehnte sie ab.
 
Da es sich um einen Mittelstufenstunden-Kurs handelt, bin ich der Auffassung, dass sie da nicht gut aufgehoben ist, weil die Belastungen zu
groß sind und es mehr schaden als helfen könnte. Sie hat zwar eine Erklärung unterschrieben, dass sie die volle Verantwortung für die ihre Gesundheit
übernimmt, jedoch ist für mich der Schaden nicht absehbar, falls es ihr beim Üben nicht gut geht und sie mich hinterher dafür verantwortlich macht.
 
Die Gruppe ist mit 15 Teilnehmerinnen auch zu groß, als dass ich verstärkt auf sie eingehen könnte. Z. B. während des Unterrichts hat sie die vorgeschlagene sanftere Variante von Kobra abgelehnt.
 
Was würdest Du empfehlen? Soll ich sie vom Kurs ausschliessen? Oder weitermachen lassen?
 
ANTWORT von Mahashakti:
Das ist in der Tat ein schwieriges Thema. Einerseits hat sie recht damit, das eine gewisse Mindestanstrengung notwendig ist, um zu verhindern, das aus
dem akuten Problem ein Chronisches wird. Andererseits hast du damit recht, das sie jetzt sehr achtsam üben sollte. Vielleicht ist die Lösung, das sie
ein oder zwei Einzelstunden bei dir bekommt, in denen sie lernt wie sie selbständig die Asanas so abwandeln kann, wie es für sie gut ist? Dann kann
sie im Kurs bleiben und trotzdem das Richtige für sich tun.
 
Menschen mit Rückenproblemen neigen meistens dazu sich selbst zu überlasten, sie definieren sich über ihre Leistung. Wenn man versucht sie
zurückzustufen, dann stösst man auf Widerstand. Das ist das was du gerade erlebst, daher obiger Vorschlag. In so Fällen hilft oft folgender Spruch
weiter, den man geschickt plaziert: "Es ist ein Zeichen yogischer Reife seine Grenzen zu respektieren, und nicht sie zu mißachten". Er hat schon des
öfteren geholfen solche Situationen aufzulösen.  :-)
 
Du kannst mal hier gucken, ob du einige dieser Anregungen gebrauchen kannst:
Anregungen für ihre Übungspraxis zur Stärkung des gesamten Rückens findest du hier:
www.yogatherapie-portal.de / Übungsreihen - nach Körperregion - Rücken bzw. direkt hier
https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/nach-koerperregionen/oberer-mittlerer-unterer-ruecken/
 
Beantwortete Fragen von Teilnehmern zum Thema Rücken findest du hier:
www.yogatherapie-portal.de / Frage-Antwort - Rücken
https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/erfahrungen/

https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/yoga-fuer-den-ruecken/rueckenschmerzen/
Ich wünsch euch beiden eine weiterhin erfolgreiche Übungspraxis.
 
Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti
http://mein.yoga-vidya.de/profile/MahashaktiEngeln


Mangelne Konzentration / Energieerfahrung

FRAGE:
Bei mir im Yogakurs ist eine Frau, die schon länger Yoga macht (aber wohl nicht regelmäßig) und eigentlich von der Rishikesh-Reihe sehr profitiert, sie erwähnte, wie gut ihr das tut, dass sie mehr Energie spürt, besser schläft. Allerdings ist ihr Problem, länger an einer Sache dran zu bleiben, so hat sie auch Yogakurse immer wieder abgebrochen, erneut angefangen usw. sie erzählte jetzt, dass sie sehr darunter leidet, ihren Tag nicht richtig strukturiert zu bekommen, unter Gedankenströmen leidet, nicht mehr richtig aufräumen kann, weil sie zwischen Wichtigem und Unwichtigem kaum unterscheiden kann. Meines Erachtens könnte sie unter ADS leiden und/oder Depression. Welche speziellen Übungen könnten ihr helfen? Wenn sie mehr Energie spürt (heiss in der Wirbelsäule bis hoch im Kopf, so sagt sie), kommt auch immer Angst hoch und sie hört vorübergehend auf mit Yoga, weil sie dann auf höheren Energielevel keine tiefe Entspannung erleben kann (wahrscheinlich wegen ihrer Angst).
Wie könnte ihr Tagesplan mit Übungen aussehen?

ANTWORT von Mahashakti:
So wie deine Beschreibung bei mir ankommt, würde ich sagen, das sich hier verschiedene Effekte mischen.
Zum einen ihre Unruhe und mangelndes Konzentrationsvermögen, zum anderen die Energieerfahrungen.
Zunächst zu den Energieerfahrungen: Es ist durchaus weit verbreitet, wenn die Energien beginnen sich zu regen, das die Fähigkeit sich zu entspannen darunter leidet. Dies vergeht nach einiger Zeit. Hilfreich ist es vor der Entspannung sehr anstrengende, erdende Asanas zu machen, wie zB die Heldenstellungen. Danach gehtÂ’s den meisten besser und zumindest eine kurze Tiefenentspannung wird möglich. Manchmal hilft es statt der Entspannung eine sitzende Meditation durchzuführen. Bringen die Energien auch dann noch Unruhe in den Körper hilft oft sehr energisches Mula Bandha um die Erdung zu stärken. Also Einatmen mit MB - anhalten mit MB - Ausatmen MB lösen. Oder auch dauerhaft halten. Aber wirklich sehr fest, nicht nur ein bisschen.

Zum Thema Unruhe und Konzentrationsvermögen lass dich von den nachstehenden Übungsreihen inspirieren:
www.yogatherapie-portal.de / n. Körperregion - Kopf - Konzentrationsvermögen Bzw. direkt hier:
https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/nach-koerperregionen/kopf-schulter-hals-und-nacken/#c8696

Insbesondere empfehle ich den Sonnengruss für einige Monate durch den Mondgruss zu ersetzen, bis sich die Lage beruhigt hat. Der Mondgruss wirkt kühlend, regenerationsfördernd und stärkt das Erd- und das Sacralchakra. Passt also sehr gut zu den Ausführungen zu den Energieerfahrungen.
 
Interessant ist auch folgendes:
www.yogatherapie-portal.de / n. Körperregion - Psyche - Konzentrationsvermögen Bzw. direkt hier: https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/psyche-und-nervenkostuem/innere-stabilitaet-selbstsicherheit/
Und das hier:
www.yogatherapie-portal.de / n. Körperregion - Psyche - Nervosität Bzw. direkt hier:
https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/psyche-und-nervenkostuem/schlafstoerungen-nervositaet-aengste/
Vataharmonisierung.

Wenn du weitere Fragen hast, dann melde dich bitte.
Ich wünsche euch beiden eine gute Zeit und weiterhin intensive Praxis.
 
Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti


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Wadenkrampf

FRAGE:
Was empfehle ich, wenn ein Schüler während der Stunde einen Wadenkrampf bekommt?

ANTWORT von Mahashakti:
Im akuten Fall ist es hilfreich das Knie zu beugen, mit der Hand an den Vorderfuss zu packen und die Wade kräftig zu dehnen.Anschliessend sollte überprüft werden, ob eine ernährungsmässige Mangelsituation vorliegen könnte. Das kann, muss aber nicht, Magnesiummangel sein. Es gibt auch andere mögliche Mangelszustände die zu Krämpfen führen können. Im Zweifel ist es hilfreich die Ernährung zu überprüfen. Möglicher Auslöser kann auch ungewohnter Sport sein, wenn der Teilnehmer seit einiger Zeit mehr schwitzt als früher. Dabei entstehen Mineralienverluste. Dann ist die Ernährung entsprechend anzupassen.

Als hilfreich erwiesen haben sich:- getrocknete Aprikosen und getrocknete Feigen in nicht zu kleinen Mengen essen- Bananenchips, ebenfalls reichlich- Tahin und Sesam in die Nahrungsaufnahme integrieren.- evtl. täglich 1 Teel. Heilerde in warmem Wasser auf nüchternen Magen, morgens.- Beim Sprudelkauf auf den Mineraliengehalt, insbesondere Magnesium achten. Damit sollte das Problem bald behoben sein.

Vielleicht ist es eine gute Idee, der Teilnehmer nimmt an einem Ernährungsseminar teil?

Gezielt nach Seminaren mit deinem Stichwort "Ernährung" suchen kannst du hier:

https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/

Ich wünsche dir und deinem Teilnehmer weiterhin eine gute Entwicklung.

Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti
http://mein.yoga-vidya.de/profile/MahashaktiEngel


FRAGE:
Erste-Hilfe bei Krämpfen
Was kann ich tun bei Wadenkrämpfen - wie helfe ich dem Yogaschüler?

Beispiel:
Vor zwei Wochen hatte ich das Problem, dass zu mir eine neue Teilnehmerin in den Kurs gekommen ist (ca. 60 Jahre alt). Bei manchen Übungen z.B. Stellung des Kindes (Fersensitz) bekommt sie immer einen Krampf in der Wade... Gut, ich habe zu ihr gesagt sie soll die Übung anders (nicht auf der Ferse sitzend) ausführen und mal zum Arzt gehen vielleicht hat sie ja Magnesiummangel oder so. Sie meinte, der Arzt könne nichts finden Magnesium nimmt sie auch schon.

a) Wie gehe ich vor wenn ein Teilnehmer eine Krampf bekommt? Wie leiste ich erste Hilfe?
b) Was rate ich der Schülerin?

ANTWORT von Mahashakti:
Danke für deine Mail.

Krämpfen begegnet man in Yogastunden immer wieder. Neben Magnesiummangel kann es weitere Ursachen geben, wie zB zuwenig getrunken, ungenügende Kohlehydratzufuhr, insgesammt zuviel Stress (führt zu einem erhöhten Muskeltonus), zuviel Tee/Kaffee (Muskeltonus!) usw.

Um einem Krampf vorzubeugen kann es helfen die betroffene Region kurz VOR der Yogastunde mit eiskaltem Wasser einzureiben bzw. zu kühlen.

Um den bereits eingetretenen Krampf wieder loszuwerden, ist es sinnvoll den betreffenden Muskel zu dehnen, hineinzuatmen und mit der Ausatmung bewusst loszulassen. Hier kannst du eine Lichtvisualisierung anleiten (Licht in die Stelle einatmen, ausatmen: das Licht strahlt in alle Richtungen). Zustätzliche Massagen sind auch hilfreich.

Bzgl der Übungen hilft nur das, was du auch getan hast: die Übung entschärfen oder auch durch eine andere zu ersetzen.

Weitere Alternativen die mir für die Stellung des Kindes einfallen:
1) eine zusammengerollte Decke unter die Sprunggelenke legen. Das kann helfen den Krampf zu verhindern.
2) Und/Oder ein dickes Kissen auf die Fersen legen und das Gesäß auf das Kissen, um die Haltung angenehmer zu gestalten.

Langfristig wäre es gut ein Entspannungstraining zu beginnen: tägliche Meditation, entspannendes Pranayama, Yoga-Tiefenentspannung, Yoga Nidra usw. Auch die Ernährung und das Trinkverhalten sollte man analysieren. Hier gibt’s viele mögliche Ursachen.

Ich wünsche dir und deiner Teilnehmerin weiterhin angenehme und erfolgreiche Yogapraxis.
Bitte halte mich auf dem Laufenden wie es weitergegangen ist.

Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti


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Kopfstand

FRAGE:
Es gibt ja viele auch gute Gründe, die gegen den Kopfstand in der Einzelfallbetrachtung sprechen. Jetzt habe ich eine Schülerin, die mich mit ihrer Begründung vor eine Herausforderung stellt, die ich darum mit Euch teilen möchte.
Sie weigert sich den Kopfstand zu üben mit der Begründung, sie sei Schwermetallbelastet und wolle nicht riskieren, daß der ganze "Mist" ihr in den Kopf laufe. So sicher sei es ja nicht, daß die Hirn-Blut-Schranke wirklich funktioniere.
Auf meinen Einwand, daß diese Möglichkeit dann ja auch beim Schulterstand, den sie für sich okay findet, bestünde erwiedert sie, da wären ja Schultern
und Kopf auf einer Höhe, somit würde es nicht durchlaufen.
Mir fehlen hier nun ein wenig die Möglichkeiten diesen Einwänden klug zu begegnen! Ich bin medizinisch vorgebildet und würde gerne Eure Sicht der Dinge hören, ehe ich mich wieder mit der Schülerin darüber unterhalte.

ANTWORT von Mahashakti:
So wie du die Situation schilderst, habe ich den Eindruck, das die Teilnehmerin den Kopfstand einfach nicht üben will, egal warum. Das muss man respektieren. Letztlich entscheidet der Teilnehmer immer selbst, was für ihn gut ist und was nicht. Der Yogalehrer kann lediglich Anregungen vermitteln.
Oft ist es ja so, das wir in bestimmten Asanas tief im Unterbewusstsein verborgenen alten Themen begegnen, die wir nicht ansehen möchten. Dann weichen wir den betreffenden Asanas eine Zeit lang aus, und suchen irgendwelche sonstigen Gründe, um das zu rechtfertigen. Vielleicht ist das hier auch so.
Auf jeden Fall ist es richtig die Teilnehmerin mit ihren Wünschen zu respektieren und ihr Alternativen anzubieten, mit denen sie besser zurecht kommt. Es kann sein, das sie in einigen Monaten oder auch Jahren von selbst dahin kommt es doch versuchen zu wollen. Das ist dann ihre eigene Entscheidung, die du dann, wenn es soweit ist, liebevoll unterstützen kannst. In der jetzigen Situation zu versuchen sie von etwas überzeugen zu wollen, das sie nicht annehmen will oder kann, das erzeugt höchtens Unwillen und hat deshalb keinen Sinn.
Du kannst ihr vielleicht raten es statt dessen mit dem Hund zu versuchen, falls sie das lieber mag. Oder die Schulterbrücke. Oder eine andere Umkehrstellung die sie anzunehmen bereit ist.
 
Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg auf deinem Weg und steten spirituellen Fortschritt.
 
Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti
http://mein.yoga-vidya.de/profile/MahashaktiEngeln


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