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Yogatherapie für älteren Menschen

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Flexibilität

FRAGE:
Ich habe im Unterricht von älteren Teilnehmern öfter die Frage gestellt bekommen, ob es denn noch möglich sei, in einigen Asanas fortgeschrittenere Haltungen zu entwickeln, also ob sich der Körper noch so weit dehnen lässt. Diese Frage habe ich bisher mit 'ja' beantwortet. Nun las ich allerdings im 'Grossen illustrierten Yoga Buch' vom Vishnu-Devanada, auf Seite 71 , dass / steif gewordene Bänder sich überhaupt nicht mehr dehnen lassen, sie haben ihre Elastizität verloren./ Im Buch von Mary Stewart 'Yoga 50 Plus' heißt es auf Seite 15 wiederum, /Yoga bringt die natürliche Bewegungsfreiheit zurück./ Nun bin doch ein wenig verunsichert und hätte gerne mehr Klarheit, um meinen Teilnehmern die richtige Antwort geben zu können.

ANTWORT VON VISHWANATH:
Natürlich lässt sich eine gewisse Flexibilität auch im Alter aufrechterhalten bzw. wieder herstellen. Das sehen wir immer wieder in unseren Yogakursen und -seminaren. Gerade den Lebensabschnitt nach 60/65 widmet man ja klassischerweise mehr der intensiveren Praxis von Yoga und Meditation. Dann ist es auch wichtig, den Körper gesund zu erhalten, zu verjüngen und Energie aufzubauen.

Allerdings wird ein älterer Körper meist nicht mehr zu solcher Flexibilität gelangen wie ein jüngerer Körper. Das Üben von fortgeschritteneren Asanas hängt sehr viel vom Körpergefühl des Teilnehmers ab und wie weit er sich fortgeschrittenere Asanas zutraut und sich fordern möchte. Und auch davon, was er vorher schon geübt hat. Andererseits ist aber auch die Motivation des Yogalehrers wichtig. Man kann da durchaus auch mal fordernder unterrichten.

Ich hatte schon mal in einem 'Asana Intensiv für Fortgeschrittene' (und ich unterrichte ja durchaus recht fortgeschritten, auch wenn jemand mal das Level etwas falsch eingeschätzt hat) ein altbackenes Yogi-Pärchen von über 70 Jahren, die begeistert mitgeübt haben und viele der fortgeschrittenen Asanas üben konnten.

Liebe Grüsse
Om Shanti


Schwindel

FRAGE:
Mein Vater ist bereits 80 Jahre alt und klagt sein gut einem Jahr über zunehmenden Schwindel. Körperlich noch ziemlich altersbezogen in Ordnung. Besserung gibt es fast nur im Liegezustand! Kann man hier noch Umkehrstellungen empfehlen? Was wäre möglich?

ANTWORT von Mahashakti:
Schwindel kann sehr viele Ursachen haben. Leider gibst du dazu keineweiteren Informationen, so das es mir schwer fällt darauf einzugehen. Wie sind zB die Herz-Kreislauf-Situation und der Blutdruck? Gibt es Probleme mitden Ohren, also mit dem Höhren oder dem Gleichgewichtsorgan? Wie fit ist der Bewegungsapparat? Es gibt viele Menschen die auch im Alter regelmässig den Kopfstand üben.Wichtig ist hierfür, das es sich angenehm anfühlt. Sonst ist es besser ihndurch andere Umkehrstellungen zu ersetzen. Grundsätzlich - wenn keinüberhöhter Blutdruck und kein erhöhter Augeninnendruck, Netzhautablösungo.ä. vorliegt ist der Kopfstand (oder jede andere Umkehrstellung) normalerweise sehr zu empfehlen. Das Gehirn wird bestens durchblutet und dasgesamte Hormon- und Stoffwechselsystem aktiviert. Das hält jung. Der Schulterstand wird sogar als Verjüngungsübung bezeichnet - vorausgesetzt derNacken macht das noch mit. Bei manchen Nackenbeschwerden muss man vorsichtigsein. Einige Anregungen zum Üben findest du hier: www.yogatherapie-portal.de / Übungsreihen - Kopf - Gehör/Ohren www.yogatherapie-portal.de / Übungsreihen - Sichere Körperbeherrschung -Stabiler Stand Wenn ihr die dort empfohlenen Übungen korrekt lernen möchtet, dann empfehleich euch den Besuch des Seminars "Yoga für Ohren, Gehör und Gleichgewichtsinn". Informationen über Termine und Inhalte dieser Seminare findest du hier: https://www.yoga-vidya.de/seminare/ Dort auf Stichwortsuche gehen und als Suchbegriffe "Gehör" eingeben. Ich wünsche dir und deinem Vater weiterhin regelmässige Yoga-Übungspraxisund guten spirituellen Fortschritt.

Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti

Yoga ab 80

FRAGE:
Hallo, ich habe eine Gruppe Yogapraktizierender Frauen ab 80 Jahren. Ich suche dringend Literatur über diese Altersgruppe. Könnt Ihr mir helfen.

ANTWORT von Mahashakti:
Ja, da gibts Literatur, das Buch: "Yoga kennt kein Alter" ist ein guter Ratgeber für solche Situationen. Dort sind auch über-90-jährige abgebildet, die Yoga praktizieren und lehren und denen es offenbar blendend geht damit.

Des weiteren rate ich dir einfach offen, achtsam und sensibel zu sein und auf die altersspezifischen Probleme mit Verständnis und Flexibilität zu reagieren. Wichtig ist, daß sich die Menschen in den Asanas wohl fühlen. Dazu sind oft diverse Hilfmittel erforderlich: Kissen, Stühle usw. nutze sie. Es ist auch nicht schlimm wenn eine Asana mal ein bisschen schief gehalten wird, solange sich das gut anfühlt. Worauf du auf jeden Fall achten musst weist du ja. Abstriche an der "B-Note" sind dagegen ok.

Einige Anregungen zum Üben zur Stärkung der Körperbeherrschung findest du hier.

Vielleicht mag die eine oder andere mal zur Yogatherapie-Kur nach Bad-Meinberg kommen?

Infos dazu findest du hier: Yogatherapie-Kuren im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg.

Falls du jemanden deiner Teilnehmer dazu motivieren könntest einen Erfahrungsbericht zu schreiben, wären dir viele Menschen sehr dankbar. Nämlich alle die von den dargestellten Erfahrungen zum Üben motiviert werden. Veröffentlicht wird das dann hier: https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/erfahrungen/

Ich wünsche euch allen gemeinsam eine wunderschöne Zeit.

Liebe Grüsse
Om Shanti

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