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Erfahrungsberichte zum Thema Erschöpfung

Heike Götz, Poppenhausen

Bevor ich im Januar 2007 erstmals einen Yogakurs besuchte, war ich stets bestrebt alle mir gestellten privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Anforderungen mit größter Verlässlichkeit und Perfektion zu erfüllen. Ich setzte mich selbst sehr unter Druck und ließ mich auch von meiner Umwelt darin bestärken: immer volle Kraft für alles zu haben. Gedanken, die nicht mehr zur Ruhe kommen, massive Schlafstörungen, Herzrasen, Ohren- und Kopfgeräusche, Schmerzen in Gelenken und Wirbelsäule waren Symptome, die immer häufiger auftraten und teilweise zu totalen Blockaden führten. Diagnosen wie: Burnout-Syndrom, Bluthochdruck, Tinnitus, Stauungspapille waren die Folge. Natürlich bekan ich dementsprechend Medikamente verordnet. Und genau gegen diese Chemie ließ ich endlich meine innere Stimme zu und hörte darauf. Ich war noch nie gut im Tabletten einnehmen. Wobei ich aber kurzzeitig auch auf solche zurückgegriffen habe. Seither hat sich mein Lebensrhythmus langsam, aber stetig sehr gewandelt. Yoga und Ayurveda sind der Weg zu meinem Ziel: Im Einklang mit mir selbst und der Welt zu leben.

Anfangs besuchte ich 1x wöchentlich einen Yogakurs und musste dafür nach Dienstschluß auch unter Zeitdruck eine längere Strecke mit dem Auto fahren. Aber ich wollte unbedingt regelmäßig mitmachen und probierte auch BreathWalk aus. Ja, und seit April 2009 mache ich unter heilpraktischer Anleitung eine Yogatherapie. Und diese ist genau das was ich jetzt für mein Leben brauche. Lernen auf die Signale meines Körpers zu hören, bewusst wahrzunehmen und loszulassen geben mir ein gutes Lebensgefühl. Den Rhythmus von Einatmen und Ausatmen und die Energien im Körper zu spüren haben für mich eine immer beruhigendere und erdendere Wirkung. Mein Blutdruck zeigt angemessene, normale Wert eund auch mein Augenarzt ist mit mir zufrieden.

Die ganzheitliche Wirkung von Körper, Geist und Seele, das gefällt mir an meinen Yogaübungen. Sich nicht zu überfordern, aber ein gesundes Maß an ausgewogenen körperlichen Übungen, das tut mir gut. Und eines kann ich raten: Yoga kann jeder üben und auf sein Inneres hören. Höre nie auf anzufangen und fange nie an aufzuhören. Das ist mein Motto auch weiterhin.

Heike Götz, Poppenhausen, geb. 1963, verheiratet, 2 Söhne, Erzieherin, mag besonders die Natur, Farben & Kräuter

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Isolde Jöhnk, Kamp-Bornhofen

Frauen in meinem Alter kennen diese Gedanken sicher: Irgendwann "will man nicht mehr" Will nicht mehr für alle Anderen sorgen müssen, fühlt sich ausgepowert. Die Erwartungen an uns sind, von uns selbst, so hoch gesteckt worden, als wir noch voller Elan waren, doch jetzt können und > wollen wir nicht mehr mithalten. Mir fiel, als Mutter von sieben Kindern, das ständige präsent sein müssen, am Handy immer erreichbar sein müssen und die Sorgen aller mit zu tragen, zunehmend schwerer. Wenn man alleinerziehend ist, trägt man halt die Last alleine, denn ein neuer Partner, der sich auf solch schwierige Verhältnisse bereit ist einzustellen, findet sich nur sehr schwer. So ging auch eine Partnerschaft zu Ende, nicht zuletzt, da ich nicht bereit war, noch für einen Mann zusätzlich da zu sein, zu sorgen. Meinen Arbeitsplatz, als Betreuerin einer schwer behinderten Fau, verlor ich, da die Dame mit 60 Jahren verstarb, in meinen Armen. Kleinigkeiten, wie zu laute Musik, oder verspätetes Heimkommen der Kinder usw. fingen mich an zu nerven. Beim morgendlichen Aufstehen taten mir sämtliche Knochen weh und obwohl ich immer ein sehr ausgeglichener, fröhlicher Mensch war, trotz aller Widrigkeiten in meinem Leben. Freunde hatten mir immer bestätigt: "Du hast die Ruhe weg"! War ich jetzt am Ende meiner Kraft. Dann starb der Freund meines Sohnes, mit 12 Jahren. Er fiel beim Sportunterricht einfach um, übergangene Erkältung. So gut ich konnte, half ich meinem Kind, die Trauer zu tragen. Noch im gleichen Jahr verstarb ein weiterer Schulfreund meines Sohnes mit 13 Jahren an Krebs. Wir trugen auch diesen Jungen zu Grabe. Wie man sich dabei fühlt, weiß jeder, der eine ähnliche Situation erlebt hat.Meine Alltagssorgen, der unwichtige Mist, über den ich mir oft viele Gedanken gemacht hatte, wurden allerdings winzig klein. Wie dankbar war ich, meine Kinder noch zu haben, sie drücken zu können. Wie glücklich war ich, laute Musik aus den Kinderzimmern zu hören. Leben zu spüren. Mein Verhältnis zur Kirche hatte ich schon sehr lange abgebrochen und den, flüchtig dahingesagten Satz: "Gott sei Dank" hatte ich mir längst abgewöhnt. Jetzt allerdings sagte ich oft, mit sehr viel Gefühl und Überzeugung, wobei ich die Hände vor meiner Brust faltete: "Gott sei Dank!"In der Zeitung las ich, dass Karin, Yogalehrerin, einen Kurs gibt. Yoga, hab ich oft von gehört, hat mich schon lange interessiert. Im Nachbarort, für wenig Geld. Dort durfte ich spüren, was möglich ist, wenn man, gut angeleitet entspannen kann. Es gibt beim Yoga kein Leistungsdenken. Keinen Druck, was der Nachbar kann, muss auch ich können. Es gibt kein Drumherum an Berieselung von außen, gibt keine Sorgen um die man sich in dieser einen Stunde kümmern müsste. Alle Stressgedanken können auch gut mal eine Stunde warten, daran wurde ich von meiner Yogalehrerin erinnert. Durch Yoga traf ich auf viele Menschen, die eine innere Ruhe besaßen die man, im täglichen Kampf ums Überleben, nie traf. Sicher hat jeder irgendwann mal von: Der inneren Mitte, oder von bewusstem Leben, von Leben in Dankbarkeit und ähnlichen Lebensanschauungen gehört, doch ich fing jetzt und hier an, zu lernen, was das für mich persönlich bedeuten kann. Durch die Übungen und die ernbsthaften Überlegungen, was ist wirklich wichtig im Leben. Durch das Wahrnehmen meines eigenen Körpers und das Wichtignehmen meines eigenen Ichs, wurde ich zur ausgeglichenen Frau, die es gelernt hat, den Tag zu nutzen und jedem Tag die Chance zu geben, der schönste ihres Lebens zu werden.Mittlerweile habe ich eine Ausbildung zur Entspannungskursleiterin mit Yoga Vidya gemacht und jeder bestädigt mir, dass ich mit 55 gut drauf bin. Ich muss nicht rumrennen und Werbung machen, was ich alles so schaffe, sondern einfach "vorleben" und glaubt mir: Der yogische Gedanke ist ansteckend und das ist gut so. Ganz von selbst wollte ich keinen Alkohol mehr trinken, denn es ist schade, wenn die Empfindungen durch Drogen getrübt werden. Meine Ernährung habe ich verbessert, indem ich besser darauf achte, was ich esse. Meine Knochen danken es mir und ich kümmere mich darum, dass ich in Bewegung bleibe und das sieht man mir an. Ein Handy besitze ich nicht mehr, denn ich muss gar nicht  i m m e r erreichbar sein. Es bringt mehr, auch den Menschen in meinem Umfeld, wenn ich öfter bei mir bin.

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Erfahrungsbericht von Brigitta

Eine Yogaverwandlungsgeschichte

Meine Geschichte würde ich lieber als eine Yogaverwandlungsgeschichte verstehen.Jeder wirklichen Verwandlung geht ja immer eine Kriese voraus! Von 1990- 2001 leitete ich mit meinem Mann eine sogenannte Wohnfamilie. d.h. das meine Familie um 12 Menschen mit geistiger Behinderung wuchs und wir zusammen mit 16 Personen auf einem Bauernhof lebten. Als Kind hatte ich schon immer den Traum auf einem Bauernhof zu leben. Ich wollte zuerst mit Tieren arbeiten, lernte dann aber die Hauswirtschaft und landete  damals eher zufällig in der Betreuung von Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung. Plötzlich schien ich alles gleichzeitig verwirklicht zu haben, den Bauernhof mit Pferden, die Hauswirtschaft und die soziale Arbeit! Ich arbeitete rund um die Uhr und hoffte, dass vielleicht irgendwann etwas Zeit für mich übrig blieb, für meine beiden Kinder war ich zwar immer da, aber selten wirklich erreichbar! Die Menschen mit Behinderung hungerten nach Nähe, Liebe, Anerkennung, Energie gesehen werden wollen. Ebenso hungerten auch meine Kinder und mein Mann. Als dann mein Vater noch schwer an Alzheimer erkrankte und auch meine Mutter nach Hilfe schrie, kenterte mein Leben-Schiff und ich viel in ein schwarzes Loch. Plötzlich war ich die Hungernde!Schon vor dem Zusammenbruch war ich Gott sei Dank einer Entwicklungsgruppe mit einer weisen Seele als Therapeutin beigetreten, die mir den Rücken stärkten!Mein Mann und ich entschieden uns danach die Wohnfamilie zu verlassen und uns auf die Heilung unserer eigenen Kernfamilie zu konzentrieren. Irgendwann fragte ich mich in einer Meditation: Warum sollte ich immer noch mit Menschen mit Behinderung arbeiten? Die Antwort kam schnell Weil Du kein behindertes Kind gebären musstest, Du musst sie nur Pflegen! Also blieb ich in meiner Arbeit, wollte aber auch mehr mit Menschen arbeiten, die in eigener Lebensverantwortung stehen. Also fragte ich das Universum: Was könnte ich sonst noch tun/arbeiten? und auch da kam die Antwort wieder schnell: Menschen in Bewegung bringen! Na toll, dachte ich damals, was sollte ich denn jetzt darunter verstehen? Ich fing an zu überlegen welche Berufe Menschen in Bewegung bringen und landete zufällig bei Yoga Vidya. Heute arbeite ich wieder gerne in meinem Beruf mit 30ig Stunden in der Woche, habe 2004 eine Yogalehrerausbildung gemacht und unterrichte seitdem freiberuflich zwei Gruppen wöchentlich. Yoga hilft mir immer wieder eine gesunde Work/Life Balance herzustellen.Das war meine bisherige Yoga-Verwandlungsgeschichte und vielleicht geschieht hier und da noch mehr Verwandlung und Heilung!

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