Knieprobleme / Meniskus

FRAGE:
Ich suche eine Übungsreihe speziell zu Yoga mit Meniskus-Schmerzen und habe nur allgemein zu Gelenken welche gefunden. Gibt es Hinweise oder Erfahrungen zu diesem Thema?

ANTWORT von Mahashakti:
Om om om
om namah Shivaya,
Vielen Dank für deine Mail.

Der Meniskus, bzw, die Menisken - wir haben ja zwei in jedem Knie - wird vor allem durch übermäßige Belastung geschädigt. Dies kann traumatisch in
Verbindung mit Unfällen, zB bei Sport geschehen, oder als Dauer-Fehlbelastung, zB beim unsachgemäßen kreuzbeinigen Sitzen.
Um die Regeneration eines Knorpels im Körper zu fördern (egal an welcher Stelle) ist es notwendig darauf zu achten, das die Aufbauprozesse längere
Zeit deutlich stärker sind als die Abbauprozesse. d.h. sanfte Massage und Prana müssen stärker aktiviert werden als Belastung und Abbau.
Für die Praxis bedeutet das:

  1. Unphysiologische Belastungen konsequent meiden.

    Knorpel wachsen sehr langsam. Für eine vollständige Regeneration bei leichteren Schäden solltest du mindestens von sechs Monaten ausgehen. bzw. drei bis vier Monate nach Ende der Schmerzphase, denn ein Knorpel kennt keinen Schmerz. Die haben keine eigene Nervenversorgung. D.h. wenn du nichts mehr spürst, dann heisst das nicht, das alles ok ist. Lass ihm also reichlich Zeit und erspare ihm Belastungen. Beim kreuzbeinigen Sitzen packe ausreichend dicke Kissen unter die Knie oder sitz auf Stühlen. Beim Üben und beim Sport achte mit höchster Konsequenz darauf das die Knie immer in perfekter Position sind. Ggf. den zuständigen Lehrer um Unterstützung bitten.

  2. Für gute Nährstoffversorgung des Knorpels sorgen:

    Knorpel haben keine eigene Blutversorgung. Sie werden durch die Gelenkschmiere, die Synovialflüssigkeit mit ernährt. Dazu muss diese erst mal produziert werden. Produziert wird sie durch Bewegung, abgebaut durch Belastung. Um reichlich Gelenkschmiere zu erzeugen (der Schmiereffekt schützt auch vor übermässiger Knorpelabnutzung) ist für belastungsarme Bewegung zu sorgen. Das sind die Gelenkübungen aus dem Yoga und sanfte Sportarten wie Schwimmen.

    Auch durchblutungsfördernde Hausmittel wie kalte und warme Wickel, Schwedenkräuter, Kohlblattauflagen, Senfpflaster usw. haben solche Wirkungen. Da sie die Eigenbewegung keinesfalls ersetzen können, sind sie zusätzlich zu den Gelenkübungen einzusetzen.

  3. Vor Unfällen und Fehlhaltungen schützen:

    Dazu ist es gut die Muskeln rings um das Knie zu stärken. Dann sind sie eher in der Lage das Knie in einer gesunden Position zu halten. Sehr oft ist hier die Ursache für Fehlhaltungen zu suchen: statt die Muskeln arbeiten zu lassen wird der Knorpel überlastet. Für den Kraftaufbau rund ums Knie sind die Heldenstellungen und der Mondgruss sehr gut geeignet.

    Hier findest du einige Übungsanregungen für Beweglichkeit

    www.yogatherapie-portal.de / Übungsreihen: sichere Körperbeherrschung - Beweglichkeit und Flexibilität Bzw. direkt hier:
    https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/sichere-koerper-beherrschung/beweglichkeit-flexibilitaet/

    Dort findest du die Gelenkübungen und den Mondgruss.

Ich wünsche dir baldige Besserung und stete Übungspraxis.

Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti
http://mein.yoga-vidya.de/profile/MahashaktiEngeln


FRAGE:
Da ich auch ziemliche Knieprobleme habe mache ich auch kein Yoga mehr. Jetzt sagte mir jemand Die Knieschmerzen sind symbolisch die Probleme die man mit seinen Eltern hat. Können Sie mir dazu was sagen oder weiterführende Literatur empfehlen.

ANTWORT von Mahashakti:
Om om om
om namah Shivaya,
Vielen Dank für deine Mail.

Es gibt unterschiedliche Interpretationen für die Bedeutung der einzelnen Körperteile. Und jede hat ihre Berechtigung. So pauschal wie es meist in
Büchern oder Artikeln formuliert ist, ist es leider oft irreführend. Eine andere Auffassung lautet zB das die Knie mit unserer Bereitschaft zur Demut
zu tun haben.
Aus yogischer Sicht sind die Beine dem Muladhara Chakra zugeordnet. Dies steht in Verbindung mit unserem Stamm, bzw. unserem "Familien-Clan". Das
beinhaltet sehr viele Aspekte, dazu gehört u.a.: Anpassung an die Sippe (Demut, Unterordnung) sowie natürlich die Beziehung zu den eigenen Eltern.
Aber auch Vertrauen, Sicherheit und Zuversicht in die Zukunft.
 
Wenn du mehr über die Beziehung deiner Knieerkrankung zu deiner Psyche ausarbeiten möchtest, dann empfehle ich dir mal herzukommen und eine
Yogatherapie-Sitzung (Chakratherapie) zu buchen. Den Termin solltest du vorher mit mir abstimmen, damit ich auch da bin.
Für deine Knie wäre es sicherlich sehr gut Yoga zu üben - allerdings in einer Weise das es sie stützt, stabilisiert und aufbaut. Es gibt Übungen,
die sind für dich nicht so gut. Unten findest du einige sanfte Anregungen für die Gelenke, da gehört das Knie auch dazu. Ein Yogatherapeut kann ein
für dich genau passendes Übungsprogramm bauen, mit dem du dich vermutlich recht bald besser fühlst.
Hier findest du einige Übungsanregungen für Yoga für die Gelenke
www.yogatherapie-portal.de / Übungsreihen: nach Körperregion - Knie-Füsse-Hüften bzw. direkt hier:
https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/nach-koerperregionen/knie-hueften-fuesse/

Vielleicht magst du zur Kurzzeittherapie nach Bad-Meinberg kommen? Dann können wir ein auf dich zugeschnittenes Programm erstellen. Infos dazu findest du hier: www.yogatherapie-portal.de / YTH-Kurzzeittherapie bzw. direkt hier: https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/yth-kurzzeittherapie/

Ich wünsche dir baldige Besserung und konstanten Übungsfortschritt.

Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti


FRAGE:
Ich bin Yogalehrerin und eine Teilnehmerin von mir hat folgendes Problem: 2006-Op-rechtes Knie, Teilresektion von Aussen- und Innenmeniscusvorderhorn, KG und Muskelaufbautraining wurde nur unzureichend gemacht. Nach erneuter MRT-folgender Befund-Fortgeschrittene Degeneration von Aussenmeniscus und Einrissbildung, Deutliche Degeneration des vorderen Kreuzbandes. Ihr wurde gesagt, das sei keine Arthrose sondern Abnutzungserscheinungen. Sie hat jetzt zwei Yogastunden besucht mit besonderer Beachtung der Schmerzen in rechten Knie, keine Kniestellung oder Belastung auf das Knie.... das hat ihr insgesamt sehr gut getan. dann hat sie zwei schwere Tachen getragen und kam mit akuten Schmerzen zur Std. Ich habe sie nur sanfte Gelenksübungen machen lassen, der Orthopäde sagte dann, daß sie kein Yoga machen dürfte, weil das Knie nur 90 Grad im Winkel gedreht werden darf. Heißt das, daß auch den sanfte Form des Sonnengrußes (Schwangere oder Rücken) nicht möglich ist, oder gibt es eine Möglichkeit sie mit speziellen Übungen im Untericht zu integrieren. Wie ist es mit Drehsitz oder kreuzbeinig, soll sie besser Fersensitz üben? Sie macht jetzt erst mal Pause und wird nochmal KG- Muskelaufbau anfangen. Vielen Dank im voraus für die Antwort. Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit solche Fragen zu stellen, und fühle mich dadurch als Yogalehrerin sehr unterstützt.

ANTWORT von Mahashakti:
Om om om
om namah Shivaya,
Vielen Dank für deine Mail.

Das ist wieder so eine Situation, wo man merkt wie wichtig das Kniegelenk im Alltag ist. Daher ist jetzt grosse Sorgfalt darauf zu verwenden. Es ist durchaus möglich über die Stärkung der umgebenden Muskulatur dem Knie mehr Stabilität zu verleihen. Und es in gewissem Rahmen ist auch möglich das sich der Knorpel etwas regeneriert. Viele Menschen konnten sich auch bei Verschleiss oder Arthrose mit Yoga von ihren Schmerzen befreien. Dies braucht Sorgfalt, regelmässiges Üben und etwas Zeit.
Die wenigsten Orthopäden sind mit Yoga vertraut. Speziell Orthopäden bekommen oft nur die Auswirkungen unangepassten Übens zu sehen - daraus entstehen schnell ablehnende Vorurteile. Du tust bestimmt vielen Menschen was Gutes, wenn es dir gelingt Orthopäden in deine Stunden einzuladen, um ihnen die wohltuenden Wirkungen des Yoga bei angemessener Übungsweise nahe zu bringen. Aber auch wenn dieser Arzt bisher keine Yoga-Patienten hatte und er Yoga nicht kennt, dann kann er es als seriöser Arzt nun mal nicht empfehlen - einfach weil er es nicht kennt. Das heisst aber nicht, das Yoga deshalb grundsätzlich unpassend wäre.
Yoga hat als besonderes Merkmal, das man es an nahezu jede Situation anpassen kann. Genau das ist hier erforderlich.
Deine Teilnehmerin sollte täglich mehrmals die Pavanamuktasana-Reihe üben. Das erste Mal gleich morgens im Bett, vor dem Aufstehen. Dann noch mehrmals im Tagesverlauf zumindest die Übungen für die Beine - insbesondere dann, wenn sie lange gesessen oder gelegen hat und die Beine nun wieder belasten möchte. Das nährt und schmiert die Gelenke und beugt weiterem Verschleiss vor. Belastungen werden zumindest etwas gepuffert und es wird ein Heilreiz gesetzt.

Anregungen zum Üben bei Gelenkproblemen und eine Anleitung für die
Pavanamuktasana-Reihe findest du hier:
www.yogatherapie-portal.de / Übungsreihen - nach Körperregion - Knie-Hüften-Füsse bzw. direkt hier: https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/nach-koerperregionen/knie-hueften-fuesse

Als Sonnengrussvariante empfehle ich den Waldsonnengruss:
www.yogatherapie-portal.de / Übungsreihen - Übungsvideos Bzw. direkt hier: https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsvideos/
Er hat dieselbe Anzahl von Positionen, stabilisiert Knie, Füsse und Hüften und spitze Winkel im Knie können leicht vermieden werden. Bitte übe ihn zunächst mit ihr in einer Einzelsitzung, um ihr ein Gefühl dafür zu geben. Achte darauf, das sie die gebeugten Knie immer senkrecht über dem den Fuss hält. Dafür muss sie ein Gefühl entwickeln. Bei gestreckten Beinen ist es gut, wenn sie sie nie völlig durchstreckt.

Für das weitere Üben ist es auch aus meiner Sicht erforderlich die Knie nicht mehr als 90 Grad zu beugen. Das ist kein Problem, sie kann die Drehung auch aus dem Langsitz heraus machen: Beine parallel und gestreckt, Hände neben der Hüfte auf dem Boden (ggf. mit Kissen unterfüttern) und dan n den Oberkörper nach Rechts (bzw. Links) drehen.
Beim Fersensitz werden, ebenso wie bei allen kreuzbeinigen Sitzen die Knie extrem gebeugt. Das soll sie vermeiden. Besser ist sie setzt sich in den Langsitz, oder auf einen Stuhl.
Vorsicht ist auch beim Bogen geboten - besser sie bringt die Hände nicht bis an die Knöchel, da kann es tatsächlich eine Fehlbelastung geben. Sie kann statt dessen die Hände "in Richtung Knöchel" halten und ohne Kontakt zwischen Fuss und Hand eine bogenähnliche Haltung einnehmen.
Ich hoffe obige Anregungen geben dir ausreichend Inspiration, um ihr zu einer energievollen und regelmässigen Übungspraxis zu verhelfen.

Vielleicht mag sie mal zur Kurzzeittherapie nach Bad-Meinberg kommen? Infos dazu findest du hier: www.yogatherapie-portal.de / YTH-Kurzzeittherapie
bzw. direkt hier: https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/yth-kurzzeittherapie/
Seminare bei denen es vorrangig um Yogatherapeutische Themen geht findest du hier: https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/yogatherapie/.

Ich wünsche deiner Teilnehmerin baldige Besserung und dir weiterhin guten spirituellen Fortschritt.
 
Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti


FRAGE:
Ich mache bereits Yoga und es wurde jetzt ein Meniskusschaden und starke Arthrose im Knie festgestellt dies muss auch operiert werden. Auf was muss ich bei den Yogaübungen achten damit ich zukünftig mein Knie schone und nicht auf Yoga verzichten muss?

ANTWORT von Mahashakti:
Du fragst nach Yoga bei Arthrose und Meniskusschaden. Eine kurze Rückfrage: ist es der Innenmeniskus oder der Aussenmeniskus oder beide zusammen?

Wenn ein Problem im Bereich des Innenmeniskus vorliegt, dann solltest du unbedingt jede Form des kreuzbeinigen Sitzens meiden, bis das völlig ausgeheilt ist. Das kann leicht 12 Monate dauern. Knorpel regenerieren sich sehr langsam und melden bei Verletzung keinen Schmerz. Belastung eines verletzten Knorpels baut diesen ab. D.h. erst wenn er völlig ausgeheilt ist, dann kann er wieder belastet werden ohne das die Gefahr eines weiteren Knorpelabbaus entsteht.

Ist der Knie-Knorpel erst "abgearbeitet", dann geht der Abbau mit den Knochen weiter. Die Arthrose ist sehr wahrscheinlich die Folge von permanenter Überlastung im Knie bei bereits stark vorgeschädigtem Knorpel. Was für eine OP wird angestrebt? Des Knorpels oder des Knochens? Hast du schon Knochenzysten?

Was du meiden solltest:

- Das "Spitze Knie" in der Sprinterstellung (im Sonnengruss und in jeder anderen Situation) ist unbedingt zu meiden. Das Knie sollte bei Belastung nie weiter gebeugt werden, als bis maximal zum rechten Winkel.

- Den Fahrradsattel solltest du sehr sorgfältig einstellen. Auf keinen Fall zu niedrig.

- Ausgiebiges Treppensteigen ist auch nicht gut, ebenso wie Bergab-Laufen. Dabei gibts bei jedem Schritt Schläge in den Knorpel. Trage deshalb vorbeugend nur Schuhe mit wolkenmässig sehr weichen und dicken Gummisohlen, die als Puffer dienen.

Was du aus yogischer Sicht tun kannst um die Heilung zu unterstützen, das sind die leichten Bewegungsübungen (Pavanamuktasana-Reihe), die alle betroffenen Gelenke vollständig bewegen ohne sie zu belasten. Beanspruche dabei den vollständigen Bewegungsradius jedes einzelnen Gelenks. Lasse keinen Millimeter aus. Bei diesen Bewegungsübungen wird Synovialflüssigkeit gebildet, die das Gelenk schmiert und bei nachfolgender Belastung vor Schäden schützt und es ernährt. Während der Belastung wird diese Flüssigkeit wieder abgebaut. Du solltest diese Übungen daher mehrmals am Tag machen. Das erste Mal gleich morgens auf der Bettkante, bevor du die Gelenke belastest. Dann vor jedem Spaziergang. Und während des Tages alle paar Stunden. Das fördert die Regeneration und baut weiteren Schäden vor.

Neben den Knien solltest du unbedingt alle Zeh- und Fussgelenke sowie Knie- und Hüftgelenke in das Übungsprogramm einschliessen. Solch ein Problem umfasst aus statischen Gründen immer auch die benachbarten Gelenke. In deinem Fall also alle Gelenke an Beinen und Füssen.

Die Pavanamuktasana-Reihe findest du hier: www.yogatherapie-portal.de  Kategorie: Übungsreihen nach Körperregionen / Knie - Füsse- ...

https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/nach-koerperregionen/knie-hueften-fuesse/

Die Übungsreihen: Yoga für die Gelenke sind für dich vermutlich auch hilfreich.

Wenn du dich danach fühlst, bzw aus der akuten Phase raus bist, dann ist es sinnvoll an der Stabilisierung der Knie zu arbeiten. Dazu sind die stehenden Asanas sehr gut. Also die Heldenstellungen und stehenden Gleichgewichtsübungen. Für die Arbeit an deiner "Standfestigkeit" findest du hier einige Anregungen: www.yogatherapie-portal.de Kategorie: Übungsreihen - sichere Körperbeherrschung.

https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/sichere-koerper-beherrschung/

Ich wünsche dir gute Besserung und viel Kraft und Liebe.

Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti


FRAGE:
Hallo ihr Lieben, nächste Woche Sonntag beginnt meine Yogalehrer-Ausbildung, auf die ich mich schon sehr, sehr freue. In den letzten Wochen habe ich viel meditiert und Pranayama gemacht. Jetzt habe ich Schmerzen in beiden Knien bekommen. Wahrscheinlich habe ich mir die Bänder überdehnt.

Nun mache ich mir große Sorgen, dass ich lädiert bei euch ankomme. Ich brauche einen Rat von euch. Soll ich jetzt besser die letzten eineinhalb Wochen nicht mehr üben oder gibt es spezielle Übungen, damit meine Bänder sich schnell wieder erholen. Oder habt ihr noch einen anderen Tipp?

Ganz liebe Grüße

ANTWORT von Mahashakti:
Wenn deine Knieschmerzen vom Sitzen stammen und vor allem auf den Knie-Innenseiten lokalisiert sind, dann hast du dir die Menisken geklemmt. D.h. du sitzt vermutlich nicht so, dass die Knie geschützt wären. Die Knie liegen nirgendwo auf, sondern hängen in der Luft. Gut ist es auf jeden Fall ab sofort in eine knieschonendere Sitzhaltung zu wechseln. Der kreuzbeinige Sitz ist jetzt erst mal verboten. Das dauert meist so zwei bis drei Monate bei konsequenter Schonung, dann geht es wieder. Diese Dauer ist unbedingt einzuhalten, auch dann wenn es vorher schon keine Probleme mehr gibt, denn der Knieknorpel hat keine Nerven und heilt nur sehr langsam. Sobald die akute Entzündung abgeheilt ist bist du schmerzfrei. D.h. aber nicht, dass die Heilung durch wäre.

Aber mach dir keinen Kopf drum, irgendwann ist jeder mal dran. Bis man die Warnungen bzgl. der Sitzhaltung ernst zu nehmen bereit ist, das dauert immer ein bisschen. Man möchte halt so gern…. Am besten lässt du dir das mit dem Sitzen hier im Haus noch mal genauer von einem Yogalehrer oder Yogatherapeuten erklären.

Gut für dich sind bis auf weiteres die Variationen des Fersensitzes, wie z.B. mit 2-3 Kissen zwischen den Knöcheln, so dass die Knie nicht so stark gebeugt werden.Wenn es sehr schlimm ist, dann setz dich für eine Zeit auf einen Stuhl. Auch das machen viele. Auf deinen Aufenthalt hier im Haus brauchst du deshalb nicht zu verzichten, wir haben in allen Räumen ausreichend Kissen und Stühle. Es gibt eigentlich immer einige Personen die gerade in dieser Phase sind. Mir ist das auch passiert.

Auf www.yogatherapie-Portal.de / Übungsreihen / n. Körperregion / Knie findest du einige Übungen zur Stabilisierung der Knie. Das kann die Heilung fördern. Ich wünsche dir weiterhin gute Praxis und etwas mehr Geduld für deinen Körper.

Om Shanti und liebe Grüße
Mahashakti


Knie-Sehnen-Reizung

FRAGE:
Ich habe eine akute Knie-Sehnen-Reizung. Die Orthopädin verbietet das Knien, Hocken, das Stehen oder Liegen mit ausgestreckten Beinen, das starke Anwinkeln der Knie (Lotus). Ich soll nur langsam auf ebenen Strecken laufen und auf Stühlen sitzen. Stellt das ein Yoga-Verbot dar oder gibt es noch Asanas für mich?

ANTWORT von Mahashakti:
Klar gibt’s noch Asanas für dich. Du kannst zum Beispiel im Sonnengruß darauf achten, dass du die Knie im Stehen immer leicht gebeugt hast. In der Sprinterposition gibst du den vorderen Fuß sehr weit nach vorn, so dass mindestens ein rechter Winkel entsteht. Die Asanas Kopfstand, Schulterstand, Pflug und Fisch halte ich für ungefährlich, da du in diesen Haltungen leicht die Knie gebeugt halten kannst. Auch im Fisch kannst du die Füße aufstellen. Bei der Vorwärtsbeuge ist es etwas schwieriger, da kannst du dir Kissen unter die Knie legen. Bei den Rückwärtsbeugen (Kobra, Heuschrecke und Bogen) ist es ebenfalls leicht die Knie gebeugt zu halten. Auch für den Drehsitzt gibt es Varianten: Du kannst ihn z.B. aus der Position heraus machen, die du auch für die Vorwärtsbeuge einnimmst, also gestreckte Beine mit Kissen unterm Knie. Du nimmst die Hände zu Hilfe um die Drehung des Oberkörpers zu unterstützen. Kobra lässt du weg - du kannst stattdessen den Pfau üben. Der ist ebenfalls unkritisch, da du die Beine leicht gebeugt halten kannst. Die stehende Vorwärtsbeuge und das Dreieck kannst du auch mit angewinkelten Knien durchführen.

Ich hoffe das ist so ok für dich. Wenn du weitere Fragen hast, dann melde dich bitte. Ich wünsche dir gute Besserung und stetes Wachstum. Dies wird durch deine jetzige Situation mit gefördert.

Om Shanti und liebe Grüße
Mahashakti


Bänderriss und Schleimbeutelentzündung

FRAGE:
Ich habe selber die Yoga-Ausbildung im Westerwald gemacht und wollte dich mal fragen was ich mit einer Teilnehmerin mache, die gerade einen Bänderriss am Knie hat. Und dann habe ich eine Dame, die eine Schleimbeutelentzündung an der Hüfte hat.

ANTWORT von Mahashakti:
1) Bänderriss im Knie:
Beim Bänderriss kann das Bein belastet werden, sobald der Arzt dafür den Startschuss gibt. Bis dahin ist Vorsicht angeraten. Wenn das Bein belastet werden darf, dann muss man erst mal herausfinden, wo der "grüne Bereich" liegt.
- Unterforderung lässt das Bein schwach bleiben und die Heilung kommt nicht richtig voran.
- Überlastung ist genauso schädlich, kann die Heilung verzögern und zu diversen Komplikationen führen.
- Angemessene Belastung ist sehr wichtig.

Da würde ich alles empfehlen, was die Stabilität der Knie fördert. Aufbau des Quadrizeps und der gesamten Beinmuskulatur mit stehenden Asanas:
Heldenvariationen, Gleichgewichtsstellungen usw.

Grosse Vorsicht empfehle ich unbedingt mit den Übungen bei denen die Gefahr einer Drehung im Kniegelenk entstehen kann. Das sind ziemlich viele der Hüft- und Lotusflex-Übungen. Das kann später (in ca 1 Jahr) folgen. Vorerst unbedingt auf sehr korrekten Bewegungsverlauf im Knie achten. Daher auch den Sonnengruss eher langsam üben, um Unachsamkeit bei den Bewegungen bzw. falsche Bewegungen auszuschliessen.

Hier findest du einige Anregungen dazu: Kategorie Übungsreihen / Sichere Körperbeherrschung / Gleichgewicht und Koordination.

2) Wg. der Schleimbeutelentzündung:
Diese wird gefördert durch liegen auf der Seite auf hartem Untergrund. Dies ist zu vermeiden. Für die Übungspraxis gilt: moderate Belastung und Bewegung fördert die Heilung. Es gibt meines Wissens keine Asana die grundsätzlich zu meiden ist, vorausgesetzt es fühlt sich für die TN gut an. Insgesamt würde ich zu einer Arbeit rund um die Hüften raten.

Hier findest du einige Anregungen dazu:
Kategorie Übungsreihen / Nach Körperregionen / Rücken / Yoga für unteren Rücken und Hüften

Om Shanti 
Liebe Grüsse
Mahashakti


Schleimbeutelentzündung im Knie

FRAGE:
Hallo, ich bin Yoga-Lehrerin und habe mir vermutlich durch den Fersensitz eine Schleimbeutelentzündung im Knie geholt (hintere seite). das ist sehr
schmerzhaft. ich habe gesehen, dass ihr Ratschläge gebt... und würde mich sehr freuen, wenn ihr mir einen Tipp geben könntet, wie ich das Problem in
Zukunft vermeiden kann. als Lehrerin bin ich da ja in besonderem Masse gefordert, auch als Vorbild.... sitzen nur noch auf dem Stuhl, oder?

ANTWORT von Mahashakti:
Wenn der Fersensitz die Ursache deiner Beschwerden ist, dann solltest du ihn erst mal eine Weile meiden, bis das geheilt ist. Danach kannst du vorsichtig
wieder damit beginnen, aber auf sanftere Weise. Du kannst dich zB auf 2-3 Kissen setzen, die zwischen den Unterschenkeln liegen. Dann sind die Knie
weniger stark belastet.
In der Zwischenzeit, bis dein Knie geheilt ist, ist es vielleicht eine Möglichkeit in einer kreuzbeinigen Sitzhaltung zu sitzen, mit stützenden
Kissen unter den Knien.
Es ist übrigens kein Mangel eines Yogalehrers, wenn er zu seinen körperlichen Einschränkungen steht. Es gilt als ein Zeichen yogischer Reife, wenn man seine Grenzen respektiert und nicht wenn man sie mißachtet. Du wirst deinen Schülern auch beibringen, das sie sich nicht überfordern sollen. Jetzt hast du die Chance als Vorbild voranzuschreiten.
Das sowas dem Ego nicht immer gefällt, das leuchtet ein - das würde mir genauso gehen. Es hat aber keinen Zweck. Was nicht geht, das geht nicht. Wir haben hier im Haus auch Yogalehrer, die in akuten Situationen immer wieder mal auf Stühlen sitzen, weil es eben gerade so sein muss. Das ist dann eben so und hilft vielen Schülern es in entsprechenden Situationen genauso zu machen.

Um deine Knie zu stärken empfehle ich dir regelmässig die stehenden Asanas zu üben. Hier findest du einige Anregungen: www.yogatherapie-portal.de / Übungsreihen - Nach Körperregion - Knie-Füsse-Hüften bzw. direkt hier https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/nach-koerperregionen/knie-hueften-fuesse/

Von dort insbesondere: Gelenkübungen, Chandra Namaskar, Heldenstellungen. Weitere Tips findest du hier: www.yogatherapie-portal.de / Frage-Antwort - Knie-Füsse-Hüften bzw. direkt hier: https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/frage-antwort/n/

Ich wünsche dir weiterhin gutes spirituelles Wachstum und regelmässige Übungspraxis.
 
Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti
http://mein.yoga-vidya.de/profile/MahashaktiEngeln


Senk-Spreizfuss

FRAGE:
Da ich schon längere Zeit Yoga praktiziere, wollte ich mal fragen, ob man nicht mit auch was gegen einen Senk-Spreizfuß unternehmen kann. Ich hab auch das große Buch der Asanas von euch und wollte Fragen welche Übung ich in meinem Programm integrieren könnte.

ANTWORT von Mahashakti:
Senk-Spreizfuss entsteht aufgrund einer Erschlaffung der Muskulatur des Fußgewölbes. Das ist meist erworben und kann zum Beispiel durch Überlastung / einseitige Belastung bei gleichzeitig mangelndem Fuß-Training stammen.

Das mit dem Training hast du in der Hand: Es helfen alle Asanas die die Fußgewölbemuskulatur trainieren. Das sind vor allem die stehenden Gleichgewichtsübungen wie zum Beispiel: Baum, Tänzer usw. Besonders gut ist es wenn du diese Übungen möglichst lange hältst.

Sobald du besser wirst und stabiler stehst kannst du immer mehr Variationen hineinnehmen. Also von einer einbeinigen Stellung ohne abzusetzen in die nächste wechseln.

Während der Ausführung der Asanas richte dein Bewusstsein auf das Fußgewölbe und drücke bewusst den Großzehballen fest in den Boden. Versuche zu spüren wann der Fuß so steht, dass das Fußgewölbe groß ist und wann er so steht das es eher flach wird.

Sobald du soweit bist das du das sicher spüren und bewusst einstellen kannst, gehe dazu über zu spüren wie sich das auf dein Gesamt-Gleichgewicht auswirkt. Der Zusammenhang ist recht deutlich zu spüren.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Übungen. Wenn du weitere Fragen hast dann melde dich bitte.

Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti


Meniskus

FRAGE:
Eine Yoga Schülerin von mir hat akute Probleme mit dem Meniskus. Seit Jahren hatte sie keine Beschwerden mehr im Knie. Nach der ersten Yogastunde (Anfängerkurs) hatte sie wieder täglich Schmerzen. Was kann die Ursache sein?

ANTWORT von Sukadev:
Mit Meniskus ist es so eine Sache... Im Zweifelsfall ist da auch ein Arzt zu konsultieren, auch um zu untersuchen, was die Knieschmerzen tatsächlich verursacht hat. Es muss ja nicht wirklich der Meniskus sein, wenn das Knie weh tut. Und bei medizinischen Sachen sollte grundsätzlich ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Eigentlich gibt es in der ersten Stunde Anfängerkurs überhaupt keine Übung, welche den Meniskus (oder das Knie überhaupt) belasten könnte. Höchstens das Sitzen auf dem Boden während der Anfangserklärungen könnte belastend wirken. Es ist wahrscheinlich, dass die Knieprobleme mit der Yogastunde gar nichts zu tun haben, und auch ohne die Yogastunde gekommen wären.

Im Allgemeinen kann, vom Yoga-Standpunkt aus, man Folgendes bei Knie-Problemen sagen:
- Gut sind Übungen, welche den Quadrizeps stärken, insbesondere die Helden-Stellung. Dabei darf aber das Knie nicht stärker als rechtwinklig gebeugt sein, und das Knie sollte dabei auch nicht weh tun
- Fahrrad fahren gilt als ausgezeichnet
- Aufpassen sollte man bei kreuzbeinigen und knienden Stellungen vorsichtig sein. Diese dürfen nicht weh tun. Eventuell sollte die Teilnehmerin Pranayama auf einem Stuhl oder mit gestreckten Beinen an der Wand sitzend machen - Beim Sonnengebet müsste sie sehr aufpassen, dass das Knie dabei nicht weh tut. Insbesondere bei Stellung 4 (Halbmond) sollte das Knie rechtwinklig (und nicht spitzwinklig) sein. Wenn das Knie weh tut, kann es sein, dass die Teilnehmerin das Sonnengebet stärker abwandeln muss oder auch ganz auf das Sonnengebet verzichten muss.


FRAGE:
Kann ich mit Meniskus-Verletzung Yoga machen? Gibt es vielleicht Übungen die helfen?

ANTWORT von Vishwanath:
Vielen Dank für Deine Anfrage.

Im Zweifelsfall sollte bei medizinischen Sachen grundsätzlich ein Arzt zu Rate gezogen werden. Dieser kann Dir genauer sagen, welche Bewegungen für Dein Knie gut sind und welche Du vermeiden solltest.

Im Allgemeinen kann man vom Yoga-Standpunkt aus Folgendes bei Knie-Problemen sagen:
- Gut sind Übungen, welche den Quadrizeps stärken, insbesondere die Helden-Stellung. Dabei darf aber das Knie nicht stärker als rechtwinklig gebeugt sein, und das Knie sollte dabei auch nicht wehtun.
- Fahrrad fahren gilt als ausgezeichnet.
- Aufpassen sollte man bei kreuzbeinigen und knienden Stellungen. Diese dürfen nicht wehtun. Eventuell sollten die Atemübungen auf einem Stuhl oder mit gestreckten Beinen an der Wand ausgeführt werden.
- Beim Sonnengebet sollte man sehr aufpassen, dass das Knie dabei nicht weh tut. Insbesondere bei Stellung 4 sollte das vordere Knie rechtwinklig (und nicht spitzwinklig) sein. Wenn das Knie weh tut, kann es sein, dass das Sonnengebet stärker abgewandelt werden muss oder auch ganz darauf verzichtet werden muss. Dann sollte stattdessen auf andere Aufwärmübungen ausgewichen werden, die das Knie nicht belasten.

Um die Übungen korrekt zu erlernen, empfehle ich Ihnen den Besuch eines Yoga und Meditation Einführungsseminars’ in einem unserer Seminarhäuser. Sie finden weitere Informationen sowie die aktuellen Termine unter https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/wie-lerne-ich-yoga/yoga-meditation-einfuehrungsseminar/.

Mit besten Grüssen
Om Shanti
Vishwanath


Leistenbruch

FRAGE:
In neuesten Newsletter habe ich gelesen, dass es Yoga bei Leistenbruch gibt.
Ist dies zur Vorbeugung gedacht oder bei schon bestehendem Leistenbruch? Wie sind Eure Erfahrungswerte, dass sich tatsächlich das Gewebe wieder so über der Bruchstelle festigt, dass der Darm nicht mehr nach aussen gedrückt wird?
Kann ich diese Übungen z.B. bei Euch in Bad Meinberg an einem Wochenende erlernen, ich habe bisher keine Yogaerfahrungen?

ANTWORT von Mahashakti:
Om om om
om namah Shivaya,

Die Übungsreihe ist gedacht zur Vorbeugung und zur Untertützung des Heilungsprozesses, begleitend zur schulmedizinischen Therapie. Es ist nicht möglich von hier aus zu beurteilen ob ein Leistenbruch einen operativen Eingriff benötigt oder nicht. Wenn dein Leistenbruch nicht so stark ist, dann könntest du dir die Reihe ausdrucken und sie mit deinem Arzt besprechen. Er könnte mit regelmässiger Beobachtung deine Entwicklung begleiten und ggf. aktiv werden, sollte es nötig sein. Das würde dann einen regelmässigen Arztbesuch voraussetzen.
Du kannst jederzeit herkommen um diese Reihe genau zu erlernen. Da wir momentan kein Leistenbruchseminar haben, besteht die Möglichkeit, das du als Individualgast herkommst und yogatherapeutische Einzelstunden buchst.
Oder du buchst ein Seminarthema deiner Wahl und planst etwas mehr Zeit ein, um Freitags oder Sonntags (oder statt einer Gruppenyogastunde) noch einen Yogatherapie-Einzeltermin wahrnehmen zu können. Wenn du bisher noch keine Yoga-Erfahrung hast, würde ich dir unbedingt den Besuch eines Yoga-und-Meditations-Einführungsseminars empfehlen. Das, was dir dort insgesamt an Hintergrundwissen vermittelt wird, das kann dir keine Einzelstunde ersetzen.
Informationen über Seminare und Buchungen findest du hier:

A) Einführungsseminare: https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/yoga-und-meditation-einfuehrung/

B) www.yogatherapie-portal.de / Yogatherapie-Seminare Bzw. direkt hier:
https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/yth-seminare/

Ich hoffe das hilft dir weiter. Wenn du weist wann du ggf. kommen möchtest, melde dich bitte bei mir, damit wir einen Einzeltermin vereinbaren können. Der wird dann je nach Terminlage mit mir oder einem anderen Yogatherapeuten sein.

Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti


FRAGE:
Yogaübungen zur Milderung und Behebung eines Leistenbruches von geringem Ausmaß?

ANTWORT von Mahashakti:
Die Entstehung eines Leistenbruchs wird begünstigt durch die Kombination von Bindegewebsschwäche und körperlicher Überanstrengung, wie zB 'schwer heben' oder manche Sportarten. In der Belastungssituation steigt der Bauchdruck und damit die Belastung der Bauchdecke. Wenn diese dem Druck nicht gewachsen ist, dann kann ein Leistenbruch entstehen.
Als Gegenmaßnahme empfiehlt sich daher die Aktivierung der Bauchdeckengewebe. Zum einen um die Heilung zu fördern, zum anderen, um sie für zukünftige Belastungssituationen zu stärken. Falls du rauchst solltest du das einstellen, denn auch das Rauchen gilt als  begünstigender Faktor für die Entstehung von Leistenbrüchen.
Als günstig zur Aktivierung und Stärkung der beteiligten Gewebeschichten gelten:
- Mula Bandha
- Uddhiyana Bandha
- Agni Sara
- Umkehrstellungen wie Kopf- und Schulterstand.
 
Diese Übungen kannst du in dein normales Übungsprogramm integrieren. Zumindest in der ersten Zeit bitte etwas sanfter üben, bis du sicher bist, das deine Bauchdecke den Übungen gewachsen ist. Dann die Übungsintensität langsam erhöhen, immer entsprechend der Entwicklung deiner Muskulatur und Bindegewebe.
Vorsichtig sei bitte mit Übungen die den Druck im Bauchraum stark erhöhen, wie z.B. dem Bogen oder den Pfau. Im Zweifel nimm ein Bild der betreffenden Asana mit zu deinem Arzt und frag ihn was er dazu meint. Er kennt dich in jedem Fall besser als ich.

Hier findest du einen Vorschlag für ein Übungsprogramm: www.yogatherapie-portal.de / Kategorie: Übungsreihen - nach Körperregion - Bauch bzw. direkt hier: https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/nach-koerperregionen/bauch-verdauung-geschlechtsorgane/#c15929

Ich wünsche dir gute Besserung und weiterhin erfolgreiche Übungspraxis.

Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti


FRAGE:
Ich habe in meinem Yoga-Kurs (Anfängerkurs) eine Anmeldung von einer Interessentin mit Leistenbruch; Sie muss bald operiert werden, ist aber keinen Notfall. In wieweit darf sie Yoga praktizieren?

ANTWORT von Sukadev:
Ich würde dringend empfehlen, der Teilnehmerin unsere Stellungstafel (am besten die neue farbige) mitzugeben und sie bitten, Ihren Arzt zu fragen. Theoretisch darf sie keine Übung machen, welche Druck auf den Bauchraum ausübt. Je nach Volumen Ihres Bauches können das viele oder auch weniger sein. Gut bei Leistenbruch ist in normalerweise, aber nicht in jedem Fall, Uddhiyana Bandha, Agni Sara. In jedem Fall ist Mula Bandha und Umkehrstellungen (Schulterstand, Kopfstand) gut. Unproblematisch ist Wechselatmung und Tiefenentspannung. Bei Leistenbruch nicht angeraten sind Pfau und Bogen. Bei allen anderen Übungen müsste das der Arzt beurteilen. Je nach Lage des Leistenbruchs (und Meinung des Arztes) können einige Übungen hilfreich oder schädlich sein.


verkürztes Bein

FRAGE:
Was mache ich mit einem Menschen im Yoga-Unterrricht, wenn sein Bein um 4 cm verkürzt ist? Durch eine Knochenhautentzündung in der Pubertät, hat sich sein rechtes Bein verkürzt. Ist es besser wenn er Turnschuhe mit Einlagen trägt.

ANTWORT von Sukadev:
Der Teilnehmer sollte das selbst entscheiden. Wenn er sich wohler fühlt mit Turnschuhen mit Einlagen, sollte er diese tragen. Wenn er sich wohler ohne Schuhe fühlt, sollte er es so machen.
Bei den meisten Asanas ist es ja unerheblich, wie lange die Beine sind. Für Sonnengebet und Stehstellungen ist es wahrscheinlich angenehmer mit den Einlagen.
Ich hatte schon Teilnehmer, die unbedingt die Turnschuhe mit Einlagen tragen wollten, und solche, die es vorzogen, ohne zu üben.


verkürzte Sehnen an Beinen/Wade

FRAGE:
Ich habe verkürzte Sehnen an den Beinen/Wade. Welche Übungen sind dann besonders wirksam und können das schnell korrigieren?
Ist es möglich, das man durch Yoga wachsen kann, da sich die Sehnen weiter strecken können?

ANTWORT von Sukadev:
Bei verkürzten Sehnen an Beinen und Wade sind die Vorwärtsbeugen sehr wirkungsvoll. Du kannst Dir die Übungen anschauen auf den Seiten:
Vorwaerts
Padahastasana

Diese Übungen sind natürlich als Teil einer Übungsreihe zu sehen, wie z.B.
Uebungsplan_Rishikesh_Anfaenger

Falls Du Dich mit Yoga gut auskennst, kannst Du auch folgende Übungen üben:
- einbeinige Vorwärtsbeuge
- Spagat
- aus der Rückenlage: Bein-zum Kopf-Stellung

Am besten lernst Du natürlich die Yoga Übungen in einem Yoga-Center, zum Beispiel im Yoga Vidya Center Köln:
(Yoga-Vidya Center am Eigelsteintor, Lübecker Straße 8-10 , 50668 Köln, Tel.: 0221 - 1394308 , Fax: 0221 - 1394309, https://www.yoga-vidya.de/koeln).

Es ist tatsächlich möglich, dass die Sehnen wieder länger werden, und dass man durch Yoga auch ein paar Zentimeter an Körpergröße gewinnt. Wichtig ist regelmäßige Übung. Da ist es erstaunlich, mit wie wenig Aufwand doch recht große Wirkung erzielt werden kann. Es gibt vermutlich nichts Besseres als Yoga, um den Körper flexibler zu machen.


Emotionale Belastung in Hüfte/Oberschenkel

FRAGE:
1.Ich habe gehört, dass es ungünstig ist, beim Erlernen des Kopfstands eine Wand als Stütze zur Hilfe zu nehmen,es aber beim Üben des Skorpions sinnvoll ist. Ist das richtig? Warum?

2. Ebenfalls habe ich gehört, dass sich in den Hüftgelenken und Oberschenkeln emotionale Belastungen oder negative Erfahrungen abspeichern. Könntest du mir dazu etwas sagen? Worin liegt das begründet, etc....

ANTWORT von Vishwanath:
Zum Erlernen des Kopfstands ist es durchaus o.k., mit der Wand zu üben. Es besteht aber die Gefahr, wenn man längere Zeit mit der Wand übt, diese als Voraussetzung für den Kopfstand zu betrachten und zu meinen, unbedingt eine Wand zu brauchen, um den Kopfstand zu üben. Man erlangt dann nicht in dem Maße das Gefühl der Sicherheit und des Selbstbewusstseins, frei im Raum auf dem Kopf zu stehen, wie es sonst im Kopfstand der Fall ist.

Wenn ich den Teilnehmern eine Wand für den Kopfstand anbiete, dann bevorzuge ich die Variante, dass beim Aufbauen des Kopfstands Gesicht und Körpervorderseite zur Wand zeigen und der Abstand zur Wand etwas größer ist (nicht umgekehrt mit dem Rücken zur Wand. So hat man etwas mehr das Gefühl, frei im Raum stehen zu können und kann bei Unsicherheit einen Fuß an der Wand halten, die Beine zur Schrittstellung geben, dann sich von der Wand lösen und ausbalancieren und anschließend die Beine gestreckt nach oben geben.

Andere Möglichkeiten zum Erlernen und Aufbauen des Kopfstands kannst Du in dem Seminar 'Asana Intensiv - Umkehrstellungen': https://www.yoga-vidya.de/seminare/?daterange=&q=Kopfstand erlernen.

Zu Deiner zweiten Frage kann ich im Moment leider nichts sagen, leite sie aber an Mahashakti, unsere Spezialistin für Yogatherapie weiter.

Danke für Deine Geduld, da Du etwas auf die Antwort warten musstest.

Liebe Grüsse
Om Shanti
Vishwanath


ANTWORT von Mahashakti:
Gerne antworte ich dir auf deine Fragen:

Zu "1. Ich habe gehört, dass es ungünstig ist, beim Erlernen des Kopfstands eine Wand als Stütze zur Hilfe zu nehmen,es aber beim Üben des Skorpions sinnvoll ist. Ist das richtig? Warum?"

Zusätzlich zu dem was dir Vishwanath schon geschrieben hat möchte ich hierzu etwas ergänzen: Wer als Anfänger den Kopfstand mit dem Rücken in Richtung Wand übt (das ist die Richtung die NICHT Vishwanaths Vorschlag entspricht, die aber von vielen Anfängern bevorzugt wird) dann besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko im Halsbereich.

Grund: Typischerweise haben Anfänger oft noch unzureichende Kraft in Schulter- und Oberarmmuskeln um den Kopfstand sicher zu halten, deshalb suchen sie die Wand auf. Wenn sie mit dem Rücken zur Wand üben und dabei ins Rutschen kommen, dann liegen sie anschliessend mit vollem Körpergewicht auf dem schief-verdrehten Hals, weil dann erst recht die Kraft fehlt diese ungesunde Haltung abzufangen. Je nach Situation und Körpergewicht können daraus sehr unangenehme Verletzungen entstehen, im Extremfall droht Bandscheibenvorfall im Nackenbereich ...

Dieses Risiko besteht nicht bei der von Vishwanath vorgeschlagenen Variante, denn dann fällt man frei in den Raum. Die Körperreflexe sorgen dafür, das man sicher fällt. Wichtig ist natürlich, das keine Gegenstände in der Fallstrecke liegen oder stehen. Antike chinesische Porzellanvasen also besser vorher wegräumen. ;-)

Wer angefangen hat den Skorpion zu üben, der hat inzwischen Kraft in den Armen und Schultern aufgebaut, sonst bekommt er den Kopf gar nicht erst vom Boden hoch. So jemand hat wesentlich bessere Chancen sich im Fallen aus der Gefahrensituation zu hebeln als ein Kopfstandanfänger. Das ist der Grund, warum beim Kopfstand andere Wand-Benutzungs-Regeln gelten als beim Skorpion.

Zu "2. Ebenfalls habe ich gehört, dass sich in den Hüftgelenken und Oberschenkeln emotionale Belastungen oder negative Erfahrungen abspeichern. Könntest du mir dazu etwas sagen? Worin liegt das begründet, etc...."

Statisch gesehen bildet die Hüfte zusammen mit der Sakral-Region unser Stabilisierungs-Zentrum. D.h. absolut alle Körperbewegungen die wir machen, selbst wenn wir nur die Hand bewegen, werden aus diesem Bereich heraus unterstützt.

Du kannst das ausprobieren: Stell dich mal entspannt hin und lege deine rechte Hand auf deinen LWS- oder Sakral-Bereich. Den linken Arm hebe vom Körper ab und spüre mit der rechten Hand welche Muskeln sich bewegen. Mache diese Übung mehrfach und verändere dabei die Position der rechten Hand. Teste verschiedene Stellen und anschließend andersherum: Linke Hand am Rücken. Du wirst sehen, das die Armbewegung sich bis über das Gesäß hinaus spüren lässt.

Du weist, das es eine enge Verzahnung zwischen Psyche und Körper gibt. Jegliche Art von negativem Stress hat seine Wurzel in Ängsten - wenn wir keine Angst vor irgendwas haben, dann wird eine Situation nicht als Stress empfunden.

Wenn wir uns emotional unausgeglichen fühlen oder ängstlich sind, oder irgendwelche Befürchtungen hegen, dann neigen wir dazu vorbeugend die Muskeln anzuspannen, die helfen unsere innere Sicherheit zu heben. Das sind die Muskeln rund ums Becken. Im Laufe längerandauernder Anspannung führt das zu Verspannungen.

Ich hoffe diese Antworten helfen dir weiter. Wenn du weitere Fragen hast, dann melde dich bitte.

Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti


Bänderdehnung im Fuß

FRAGE:
Leider hab ich mir vor ca. 6 Wochen die Bänder am linken Fußgelenk stark überdehnt. Mache aber wieder seit 4 Wochen Yoga, da ich auch selbst im Yoga Vidya Center unterrichte. Der Fuß ist durch das tragen einer Sprunggelenksschiene ziemlich steif. Ab wann darf ich wieder anfangen, den Fuß zu dehnen, so das ich bald wieder ohne Probleme im kreuzbeinigen Sitz sitzen kann?

ANTWORT von Mahashakti:
Ab wann du ohne Schiene und mit Dehnungen arbeiten kannst, das kann dir dein Arzt besser beantworten, da er die Situation eher beurteilen kann als ich.

Allgemein würde ich dir Folgendes raten:

Übe soweit wie es ohne Schmerzen machbar ist weiter - vermutlich kannst du die Schiene bald entfernen. Achte dann besonders darauf, das du den Fuss im Rahmen seiner Möglichkeiten forderst ohne ihn zu überfordern. Wenn irgendwas weh tut, auch wenn das erst 1-2 Tage später spürbar wird, dann hast du übertrieben. In dem Fall übe sanfter. Die richtige Übungsdosis hast du dann, wenn der Fuss sich gut durchblutet und angenehm entspannt bzw weit anfühlt.

Um den Fuss recht bald wieder zu stabilisieren empfehle ich dir die Gleichgewichtsstellungen und die Standhaltungen. Die kannst du vermutlich jetzt schon üben. Hier findest du einige Anregungen: www.yogatherapie-portal.de / Kategorie: Übungsreihen - Sichere Körperbeherrschung - Gleichgewicht
oder direkt hier: https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/sichere-koerper-beherrschung/gleichgewicht-koordination/.

Ich wünsche dir gute Besserung. Bitte halte mich auf dem Laufenden.

Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti


Hüftprothese

FRAGE:
Wie kann ich Yoga ausüben mit zwei Hüft-TEP`s und einem gelähmten rechten (Fußheberschwäche) Fuß?

ANTWORT von Mahashakti:
Om om om
om namah Shivaya,
vielen Dank für deine Anfrage.
 
Yoga ist ein sehr vielseitiges Übungssystem, das neben den Körperübungen viele Atem-, Konzentrations- und Meditationspraktiken umfasst.
Die Körperübungen sind flexibel anpassbar und in modifiziertem Zustand ebensos hilfreich wie sonst auch. Allerdings ist es kaum möglich diese Anpassungen per Mail zu transportieren. Die Atem-, Konzentrations- und Meditationsübungen kannst du voraussichtlich ohne jegliche Modifikation üben. Sie liefern viel Energie, heben die Stimmung und die Lebensqualität.
 
Hast du bereits Erfahrungen mit Yoga? Falls nein, empfehle ich dir die Zusammenarbeit mit einem Yogatherapeuten im Rahmen von Einzelstunden. Das nächste Yoga-Vidya-Centrum in deiner Nähe, in dem auch Yogatherapeuten tätig sind, befindet sich in Dresden. Vielleicht magst du dich mit ihnen in Verbindung setzen? Die Web-Site des Dresden'er-Centrums:
https://www.yoga-vidya.de/dresden
 
Einige Hinweise zu sanfterem Üben mit den Gelenken findest du hier:
www.yogatherapie-portal.de / Kategorie: Übungsreihen - n. Körperregion - Hüften bzw. direkt hier: https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/nach-koerperregionen/knie-hueften-fuesse/
Da empfehle ich insbesondere die Pavanamuktasana-Reihe. Sie kann (zumindest überwiegend) auch im Sitzen auf einem Stuhl geübt werden.
 
Ich wünsche dir viel Schwung und Freude auf deinem Weg.
Wenn weitere Fragen sind, dann melde dich bitte.
 
Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakt


FRAGE:
Am 14. Februar diesen Jahres hatte ich eine OP an der rechten Hüfte; ich bekam eine McMinn-Prothese. Nun bin ich sehr verunsichert, welche Asanas ich künftig noch üben darf und welche generell nicht mehr.
Können Sie mir weiterhelfen?

ANTWORT von Mahashakti:
Danke für deine Anfrage. Ich hoffe du hast die Operation gut überstanden und fühlst dich wohl.

Um die Hüfte zu stabilisieren empfehle ich dir vor allem die Standhaltungen. Diese helfen dir die Muskulatur von Beinen und Hüften zu entwickeln und dein Stehen und Gehen sicher und fest zu machen. Anregungen dazu findest du unter www.yogatherapie-portal.de / Kategorie: Sichere Körperbeherrschung / ... Dort dann mal rumstöbern.

Besonders ans Herz leben möchte ich dir in diesem Zusammenhang die Übungsreihe "Chandra Namaskar".

Meines Wissens sollen bei künstlichen Hüftgelenken, vor allem in der ersten Zeit nach der OP, alle extremen Bewegungen gemieden werden: zB Beine übereinanderschlagen, also auch der klassische Drehsitz, der Lotussitz, Spagat, Grätsche usw. Das ist aber absolut kein Grund auf Yoga zu verzichten. Vermutlich müssen einige Übungen an dich persönlich angepasst werden. Das kann zB ein Yogatherapeut mit dir zusammen machen. Oder du druckst die Übungen bei denen du unsicher bist aus und zeigst sie deinem Arzt. Er sollte das beurteilen können.

Wenn du einen Termin mit einem Yogatherapeuten möchtest, dann kannst du dich z.B. melden wenn du das nächste Mal hier im Haus bist. Oder du suchst dir einen bei dir in der Nähe. Eine bislang leider noch recht kurze Übersicht über einige Yogatherapeuten findest du hier: https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/yogatherapeuten-nach-plz/

Bitte halte mich auf dem Laufenden.

Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti


Hüftdysplasie

FRAGE:
Eine Teilnehmerin der neuen Yoga-Lehrerausbildung hatte vor 20 Jahren eine Operation wegen starker Hüftdysplasie links und seit geraumer Zeit starke Beschwerden in der Hüfte, Arthrose,  und Operation ist angeraten. 4 cm  Beinlängendifferenz.
Habe im Portal jetzt keine Übungsreihe dafür gefunden, sicher hast du ein paar Tipps ?  Stichworte sind o.k.
Was sollte sie vermeiden?
Welche Asanas helfen besonders?
Welche nicht so?
Wofür steht die Hüfte energetisch? 
     
ANTWORT von Mahashakti:
Om om om
om namah Shivaya,
 
Wg. der Hüfte zunächst eine Übung für dich:
Um dir eine eigene Vorstellung davon zu machen wofür die Hüfte steht, stell dich bitte mal hin, mit bequemen Beinabstand, Augen geschlossen. Wiege dich leicht in den Hüften uns spüre wie sich das auf allen 5 Hüllen anfühlt. Dann ganz langsam und bewusst einige Schritte gehen.
Im Anschluss mach dieselbe Übung noch mal, aber stell dir dabei vor die Hüfte wäre blockiert (in der Art wie bei deiner TN) und beweg dich entsprechend. Geh dabei nochmal die 5 Hüllen durch. Was hat sich geändert? Was meinen Geist und Emotion dazu? Fühl dich in den Unterschied hinein.
 
Die Hüfte steht fürs Voranschreiten. Für den Fortschritt. Das Vorankommen. Den nächsten Schritt tun. Sie ist in Verbindung mit Swadhisthana Chakra: Wasser, fliessen, mitgehen, gehen lassen, Dinge aufnehmen/auflösen, Dinge reinigen, sich anpassen und dabei riesenstark sein, steter Tropfen höhlt den Stein ... - alles typische Wassereigenschaften.
Die Sexualität spielt auch mit rein, ist aus meiner Sicht aber ziemlich überbewertet. Wir haben nicht-sexuelle Aspekte in die eng mit diesem Chakra verbunden sind, die werden gerne übersehen. Im Rahmen unserer Sozialstruktur steht Swadhisthana für Beziehungen im weitesten Sinne: zu Freunden, Bekannten usw.
Damit die Swadhisthana-Energie wirken kann, muss die Muladhara-Energie harmonisch sein. Ist sie das? Ein schwaches Muladhara-Chakra fördert zB Existenzängste.
 
Du schreibst es ist die linke Hüfte: Links = Ida, Mondenergie. Der Mond ist auch im Swadhisthana Chakra vorhanden. Hat sie evtl. ein Thema mit Vishuddha und/oder Ajna? Besonders Vishuddha ist eng mit Swadhisthana verbunden. Vishuddha liefert den "Raum" für freie Bewegung, Entfaltung und Entwicklung und damit fürs Voranschreiten. Ajna regelt die Kommunikaton aller Chakren miteinander und: dort treffen sich Ida und Pingala, werden harmonisiert und ausgeglichen. Warum regelt Ajna den Ida-Fluss so weit herunter? Das Ajna Chakra als Kopf-Chakra ist aufgrund seiner Lokation mit dem Sitz der Mondenergie eng verbunden. Welche Art von Problem hat sie mit der Mondkraft?
 
Zu den Übungen:
Harmonisierung: Wechselatmung mit entsprechender Chakrakonzentration (Samanu),
nach der WA die Mondenergie stärken mit einigen zusätzlichen Runden Chandra Bheda.
 
Heilungsfördernde Asanas:
1. Pavanamuktasanareihe mit besonders gründlicher Arbeit in der Hüfte. Also mehrere Hüftkreise-Übungen integrieren.
2. Danach Beine und Hüfte stärken: