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Yoga Geschichte

Erfahre alles über die Geschichte Yogas - das eine philosophische Lehre ist und inzwischen nicht nur in Indien sondern sondern auf der ganzen Welt immer populärer wird. Du findest hier Hintergrundwissen, Videos und Tipps für deine Yogapraxis!

Erfahre alles über diie Geschichte Yoga's

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Wie ist die Geschichte des Yoga?

Yoga hat eine Jahrtausende alte Tradition. Es gibt Darstellungen von Yogastellungen aus der Zeit der Induskultur von vor 5000 Jahren. Und schon in den ältesten indischen Schriften, den Veden, findet man die Grundkonzepte des Hatha Yoga und des Ayurveda, des indischen Gesundheitssystems.

Wie sind die Wurzeln des Yoga?

Die Wurzeln des Yoga liegen in der uralten Kultur Indiens. Schon in der Induskultur vor 5000 Jahren findet man Skulpturen von Menschen in Yoga Asanas und Symbolen, die noch heute im Yoga verwendet werden.

Wie ist die Entwicklung des Yoga in Indien?

Man kann mehrere Etappen der Entwicklung des Yoga in Indien feststellen:

  • Laut Mythologie wurde Yoga früher von Menschen aller Gesellschaftsschichten praktiziert – diese Zeit wird als „Goldene Zeit“ bezeichnet.
  • Im indischen Altertum entstanden die wichtigen Heiligen Schriften, die Veden, die Puranas, Mahabharata und Ramayana. In den Upanishaden und der Bhagavad Gita werden die Grundlagen des Yoga beschrieben. Hatha und Kundalini Yoga wurde schon praktiziert, allerdings gibt es in den Schriften nur Andeutungen dazu. Auch Ayurveda wurde schon praktiziert und beschrieben. Hatha Yoga wurde in das Ayurveda System als Heiltechniken integriert.
  • Um 500 v. Chr. entstanden durch die Lehren von Buddha und Mahavira der Buddhismus und der Jainismus. So kam es auch zu einer Erneuerung des Yoga. Das Yoga Sutra des Patanjali entstand als systematische Darlegung des Yoga Systems. Seitdem gibt es Yoga in verschiedenen Religionen.
  • Seit Christi Geburt gab es große Yoga- und Ayurveda-Studienzentren in den großen Städten wie Varanasi, die mit Universitäten vergleichbar sind. Shankaracharya lehrte um 800 n. Chr., erneuerte wieder die Yogalehren und machte „Advaita Vedanta“, die Lehre der Einheit, populär.
  • Im indischen Mittelalter eroberten verschiedene islamisierte Steppenvölker Indien. Die großen Yoga und Ayurveda Universitäten wurden geschlossen, Yoga und Ayurveda musste sich zurückziehen in die Mönchsorden und Familientraditionen. Es entstanden die wichtigen Hatha Yoga Schriften wie z. B. die Hatha Yoga Pradipika. Die Moghul Herrscher führten Indien im 16. Jahrhundert zu kultureller und wirtschaftlicher Blüte. Um 1600 n. Chr. war Indien vermutlich weltweit das Land mit dem höchsten Volkseinkommen und dem höchsten Lebensstandard.
  • Im 17. Jahrhundert eroberten die Engländer Indien. Indien wurde die „Krone des Britischen Empire“. Die Engländer nutzten Indien als Rohstofflieferanten für Baumwolle und Tee und als größten Absatzmarkt für Textilien. Indien wurde die Grundlage für die Industrialisierung Englands. Dies führte aber auch zum wirtschaftlichen Niedergang Indiens. Anfang des 20. Jahrhunderts war Indien von einem der reichsten zu einem der ärmsten Länder der Erde geworden. Die großen Bhakti Yoga Schulen von Vaishnavismus, Shaivismus und Shaktismus erreichten eine Blüte, Tantra als „geheime Überlieferung“ passte in die Zeit der Unterdrückung durch die Engländer und konnte sich im Untergrund entwickeln.

Wenn du mehr über diese 4 großen Yoga Meister erfahren willst dann klick auf das jeweilige Bild.

Ramakrishna

Ramakrishna - ein berümter indischer Mystiker

Swami Vivekananda

Swami Vivekananda - war ein großer Yoga Meister, der den Yoga in den Westen brachte

Paramahansa Yogananda

Paramahansa Yogananda - war ein indischer Yogi, Philosoph und Schriftsteller

Ramana Maharshi

Ramana Maharshi - war ein indischer Heiliger und einer der berühmtesten Weisen des 20. Jahrhunderts
  • Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts leiteten große Yoga Meister wie Ramakrishna, Swami Vivekananda, Paramahamsa Yogananda, Ramana Maharshi, Swami Sivananda die moderne Renaissance des Yoga ein.
  • 1947 wurde Indien unabhängig. Neue Ayurveda Universitäten wurden eröffnet. Große Yoga Ashrams entstanden. Die ersten systematischen Yogalehrer Ausbildungen werden entwickelt.
  • Seit den 1990er Jahren wird Yoga in Indien immer populärer – während Indien gleichzeitig große wirtschaftliche, kulturelle und soziale Veränderungen durchlebt. In vielen indischen Bundesstaaten wird Yoga Teil des Schulunterrichts.

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Was ist Spiritueller Yoga?

Die sechs Yoga Wege:

  • Hatha Yoga ist der Yoga der Körperübungen, bestehend aus Atemübungen (Pranayama), dynamischen Übungen (z.B. Sonnengruß), statisch gehaltenen Yoga Stellungen (Asanas) und Tiefenentspannung. Fortgeschrittenere Hatha Yoga Übungen sind Mudras, Bandhas und Kriyas.
  • Kundalini Yoga ist der Yoga der Energie. Im Kundalini Yoga wird Prana, die Lebensenergie erhöht. Die Energiekanäle (Nadis) werden gereinigt und geöffnet, sodass die Energie besser fließen kann. Die Chakras, die Energiezentren, werden aktiviert – so bekommst du Zugang zu all deinen Fähigkeiten.
  • Raja Yoga ist der Yoga des Geistes. Im Raja Yoga lernst du, wie du mit deinem Geist geschickter umgehen kannst. Visualisierung, Affirmationen, Körpertechniken, Introspektion, Selbsterfahrung gehören zu den Raja Yoga Techniken.
  • Karma Yoga ist der Yoga der Tat. Karma Yoga hat mehrere Aspekte: (1) Der Yoga des uneigennützigen Dienens: Durch gemeinnütziges Engagement und tätige Nächstenliebe kann man Einheit und Verbindung (Yoga) erfahren. (2) Verhaftungsloses Handeln: Mit Freude und Achtsamkeit tun, was zu tun ist, ohne verhaftet zu sein. (3) Sinnvolles Leben aus der Einsicht heraus, dass alles, was geschieht, für etwas gut und sinnvoll ist, auch wenn man das nicht gleich so sehen kann.
  • Bhakti Yoga, der Yoga der Liebe und Hingabe: Im Bhakti Yoga öffnet sich das Herz durch Gottesliebe. Am einfachsten spürt ein Mensch Bhakti Yoga, wenn er die Schönheit der Natur erfährt und damit verschmilzt. Zum Bhakti Yoga gehören auch Künste wie Mantra-Singen, Klassische Indische Musik, Bharata Natyam (indischer Tanz), Bildende Kunst u.a.
  • Jnana Yoga ist der Yoga des Wissens, der Erkenntnis und der Intuition. Im Jnana Yoga stellst du dir Fragen wie: „Wer bin ich?“, „Was ist die höchste Wahrheit, und wie kann ich sie erkennen?“, „Was ist wahres Glück?“ Durch tiefe Meditation kommst du zum Ursprung aller Dinge.

Video: Sukadev Bretz der Gründer von Yoga Vidya erklärt die 6 Yoga Wege

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Wie Yoga in den Westen kam?

Durch die großen Handelsrouten (z. B. südliche Seidenstraße) standen Indien, Persien, der Mittelmeerraum und die römische und hellenistische Kultur in lebhaftem Austausch. Vermutlich kommt der Ausdruck „Therapeut“ aus dem indischen „Theravadi“, jener mit dem rechten Wissen. Die griechisch-römische Medizin und die Lehre der „Säfte“ (Humores) wurden stark vom Ayurveda beeinflusst. Buddhistische Missionare hielten sich im Mittelmeerraum auf und beeinflussten die griechischen Mysterienkulte. Legenden um die Indienreisen von Pythagoras, Jesus und dem Apostel Thomas waren im Umlauf.

Im 18. Jahrhundert gab es eine erste Indienfaszination in Europa, insbesondere in Deutschland: Friedrich Schelling übersetzte die Bhagavad Gita, die Upanishaden erfreuten sich größerer Beliebtheit, Goethe war ein besonderer Liebhaber indischer Kultur. Vermutlich war gerade die deutsche Romantik durch die Auseinandersetzung mit der indischen Kultur besonders inspiriert. Diese Indienfaszination der deutschen Geistesgrößen wie Schopenhauer, Nietzsche und Hermann Hesse hielt auch im 19. und 20. Jahrhundert weiter an.

Ende des 19. Jahrhunderts brachte die Theosophische Gesellschaft auch Yoga Techniken und Übungen in den Westen. Verschiedene Yoga Meditationsarten, Raja Yoga Techniken, Atemübungen, Vegetarismus u. a. erfreuten sich wachsender Beliebtheit.

In den 1920er Jahren eröffnete Boris Sacharow seine erste Yogaschule in Berlin. Die Schriften von Swami Sivananda inspirierten auch viele Menschen in Deutschland zur Yoga Praxis.

Wenn du mehr über diese 8 bedeutenden Philosophen bzw. Yogis erfahren willst dann klick auf das jeweilige Bild.

Friedrich Schelling

Friedrich Schelling - war war deutscher Philosoph und einer der Hauptvertreter des Deutschen Idealismus und der Romantik

Johann Wolfgang von Goethe

Johann Wolfgang von Goethe - gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter

Artur Schopenhauer

Artur Schopenhauer - war war ein deutscher Philosoph, der sich intensiv mit Yoga beschäftigte

Friedrich Nietzsche

Friedrich Nietzsche - war Philosoph und Schriftsteller

Hermann Hesse

Hermann Hesse - war einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller und Dichter

Boris Sacharow

Boris Sacharow - war einer der der Pioniere des Yoga in Deutschland

Swami Sivananda Saraswati

Swami Sivananda Saraswati - war ein südindischer Arzt, Yogin und spiritueller Meister

Swami Vishnu-devananda

Swami Vishnu-devananda - war ein Yogameister und gehört zu den Pionieren des Yoga im Westen

Nach dem zweiten Weltkrieg wird Yoga in mehreren Wellen immer populärer. In den 50er Jahren eröffneten einige Yoga Zentren, viele Europäer verbrachten Zeit in indischen Ashrams. Insbesondere Swami Sivananda und der bei ihm tätige Swami Vishnu-devananda ermutigten diese Europäer, das Wissen in Europa weiterzugeben. Swami Vishnu-devananda selbst zog 1957 nach Amerika und Kanada, schrieb den Bestseller „Das Große Illustrierte Yogabuch“, konzipierte die erste systematische Yogalehrer Ausbildung im Westen und verhalf in Amerika einer großen Yoga-Welle zum Durchbruch. In Deutschland wurde Yoga durch die Fernsehserie von Karin Zebroff und vielen Yogakursen in den Volkshochschulen populär. Erste Yoga Berufsverbände wie der Bund der Yogalehrer (BDY) und die Deutsche Yoga Gesellschaft (DYG) wurden gegründet.

Ende der 60er Jahre verband sich Yoga im deutschsprachigen Raum mit der Kultur der 68er. Viele junge Menschen pilgerten in die indischen Ashrams. Manche Gurus bekamen eine große Anhängerschar im Westen.

Mit der Esoterikwelle Anfang der 80er Jahre bekam Yoga einen neuen Auftrieb. Auch die wissenschaftliche Erforschung des Yoga wurde intensiviert.

In den 90er Jahren wurde Yoga zu einem wichtigen Teil der Gesellschaft. Wissenschaftliche Studien haben die Wirksamkeit des Yoga nachgewiesen. Die Krankenkassen fördern den Besuch von Yogakursen im Rahmen der Gesundheitsförderung („Primärprävention“). Die großen Yogaverbände BDY, Yoga Vidya und andere entwickelten systematische Yogalehrer Ausbildungen. Kinderyoga, Schwangerenyoga, Rückenyoga und weitere Spezialisierungen des Yoga entstanden. Verschiedene Yoga Stile kamen aus Indien und Amerika nach Deutschland, Yoga Vidya als eigenständiger Stil wurde in Deutschland populär.

Seit dem Jahr 2000 gehört Yoga zu den beliebtesten „Freizeitbeschäftigungen“ überhaupt.

Video: Sukadev Bretz erklärt "Wie Yoga in den Westen gekommen ist"

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Wie sieht Yoga heute aus?

Mindestens jeder zweite Mensch auf diesem Planeten kennt Yoga. Es gibt mittlerweile auch unzählige Yoga-Ausprägungen, so dass jene, die sich dafür interessieren, einen Dschungel an Möglichkeiten durchkämmen müssen, oder aber sie entscheiden sich einfach für eine Yogaschule in ihrer Nähe, ohne weiter darüber nachzudenken. Aber spätestens dann, wenn man den Weg des Yoga ernsthaft gehen möchte und all seine Aspekte mit einschließen will, wird man sich mit unterschiedlichen Yoga Richtungen auseinandersetzen müssen.

Die bedeutendsten Yogawege nach Swami Sivananda sind, wie weiter oben schon beschrieben, Hatha Yoga, Jnana Yoga, Raja Yoga, Bhakti Yoga, Karma Yoga und Kundalini Yoga. All diese Yogawege bilden nach Swami Sivananda den ganzheitlichen Yoga, der in jeden Lebensbereich eines Menschen geht: in den Körper, in den Intellekt, in die Gedanken und Emotionen, in das Herz, in die Handlung und in die feinstoffliche, energetische Ebene. Bhakti Yoga und Jnana Yoga gelten als die Wege, die am schnellsten zu Gott führen. Die Hingabe an Gott und in gewisser Weise auch das Verstehen, was Wahrheit ist, wo Gott zu finden ist, scheinen dem Menschen und Gott am nächsten zu sein, so dass sie gut zueinander finden können.

Die Welt ist mittlerweile voll mit ganz unterschiedlichen Yogastilen. Es gibt

Nach welchem Kriterium entscheidest du dich nun für deinen Yogastil? Was ist dein Ziel? Möchtest du dich einfach nur in deinem Körper besser fühlen und entspannter sein? Oder strebst du bewusst nach dem höchsten menschlichen Ziel, nach der Vereinigung mit Gott?

Wie ist der wissenschaftliche Stand im Yoga?

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird Yoga wissenschaftlich erforscht. Es gibt Studien, die die Wirkung von Yoga auf den Körper und die Psyche untersuchen, auf Glück und Wohlbefinden, auf Leistungsfähigkeit oder Gesundheit. Und es gibt auch soziologische Studien über Yoga, die versuchen herauszufinden, wer Yoga übt. Das größte Feld sind die Wirkungsstudien, in denen sich immer wieder zeigt, dass Yoga präventiv gegen Krankheiten helfen kann und auch bei der Regeneration nach einer Krankheit eine große Hilfe ist. Yoga ist beispielsweise gut für die Rehabilitation nach einem Schlaganfall, wirkt nachhaltig auf molekularer Ebene auf das Immunsystem und reduziert Entzündungsmarker im Blut.

Eine Studie der Peninsular Medical School der Universität von Exeter/UK hat gezeigt, dass Menschen, die zwei Mal pro Woche Yoga praktizieren, leichter mit dem Rauchen aufhören, als Menschen, die sich einfach nur durch Wellness etwas Gutes tun. Eine andere Studie britischer Wissenschaftler hat bewiesen, dass Menschen mit Rückenschmerzen durch Yoga eine Verbesserung erfahren, denn durch Yoga wird ihre Rückenmuskulatur gestärkt, sie bekommen eine andere Einstellung gegenüber Schmerzen, und sie lernen, sich zu entspannen.

Menschen, die Yoga üben, haben weniger Angst und sind seltener gestresst, als Menschen, die kein Yoga praktizieren. Forscher der Fakultät für Medizin in Boston haben herausgefunden, dass dies auf einen erhöhten GABA-Spiegel zurückzuführen ist.

Dies ist nur eine kleine Auswahl an Studien. Wenn du dich mehr mit wissenschaftlichen Forschungen über Yoga, Meditation, Tiefenentspannung, Ayurveda oder Yoga für Kinder und Jugendliche beschäftigen möchtest, besuche unser Yoga Vidya Wiki »

Fröhliche Mönche aus Bhutan dem Land dem das Glück seiner Bewohner wichtiger als ist als sein wirtschaftlicher Erfolg ist.

Fröhliche Mönche aus Tibet

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