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Peace Pilgrim

Die FriedenspilgerinEine spannende Geschichte einer Frau aus Amerika.

Die einfache doch tiefgründige Botschaft in Peace Pilgrim's Leben und Worten ist äußerst wichtig für die Suche der Menschheit nach Frieden. Sie hat uns neue Hoffnung für die Zukunft dieser Welt gegeben – die Hoffnung, daß genug Menschen inneren Frieden finden werden, um den Weltfrieden zu ermöglichen.

Sie hat uns das Beispiel eines Menschen vorgelebt, der aus innerem Frieden handelte und mit unendlicher Energie erfüllt war, einer Energie, die mit dem Alter eher zu- als abnahm.

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Verlagsinformation

DRUCKWERKSTATT für Bücher in kleinen Auflagen
Eva-Maria Kürzinger
56379 Obernhof/Lahn
Fon + Fax 02604-951966
Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des Aquamarin Verlags

Titel der amerikanischen Originalausgabe:
PEACE PILGRIM
© OceanTree Books, Santa Fe, New Mexico
Übersetzung aus dem Amerikanischen:
Heidi Sörgel und Dr. Ulrich Lauther
© Aquamarin Verlag

Einführung

PEACE PILGRIM hatte, als sie freudig durch das Land wanderte, einen Einfluß auf Menschen, den man nur schwer in Worte fassen kann. Sie öffnete auf ihrer achtundzwanzig Jahre währenden Pilgerreise für den Frieden Tausenden von Menschen die Augen und inspirierte sie. Jene, denen sie persönlich begegnete, haben ihre besonderen Erinnerungen – gemeinsame Gespräche, miteinander Lachen und Wandern; Pilgergeschichten am Mittagstisch oder während der Fahrt zu einem Vortrag; Winken beim Abschied, wenn sie eilig zu ihrem nächsten Bestimmungsort aufbrach.

Von 1953 bis 1981 war diese silberhaarige Frau, die mit Freuden ihrem Ruf folgte, eine Dienerin in dieser Welt. Während sie sich den Dörfern oder großen Städten näherte, brachte sie allen, die sie traf, eine Friedensbotschaft, die ganz einfach lautete: Wenn genug von uns inneren Frieden finden, dann werden unsere Institutionen friedlicher werden, und es wird keine Gelegenheit mehr zu einem Krieg geben.

Nach ihrem Tod 1981 versammelten sich einige ihrer Freunde aus dem ganzen Land in Santa Fe, New Mexico, um sich gemeinsam an sie zu erinnern und die Erlebnisse mit ihr auszutauschen. Eine kleine Gruppe blieb, um an dem Buch zu arbeiten, eine Idee, die uns unabhängig voneinander schon einige Zeit lang am Herzen lag. Wir haben in diesem Buch versucht, Peace Pilgrim's außergewöhnliche Lebensweise und Lehren in ihrer reinsten Form darzustellen – in ihren eigenen Worten. Sie wurden zusammengestellt aus ihrem kleinen Heftchen, Schritte zum Inneren Frieden, ihren neunzehn Rundschreiben Peace Pilgrim's Fortschritt, privaten Unterhaltungen, Auszügen aus ihrem Briefwechsel und aus Ansprachen, die viele einzelne in all den Jahren aufgenommen haben. Andere wichtige Quellen waren die Tausende von Zeitungsartikeln und anderes gedrucktes Material in der Peace Pilgrim Sammlung der Swarthmore College Peace Library.

Obwohl es ihre eigenen Worte sind, ist dieses Buch keine von ihr geschriebene Autobiographie. Einiges wurde wortgetreu von Tonbändern transkribiert, so daß manche Passagen eher einen gesprochenen als einen geschriebenen Charakter haben. Wir wünschten, sie hätte ihr Buch selbst geschrieben. Die Leute fragten oft, ob sie ihre Geschichte aufschreiben würde, und mehr als einmal antwortete sie: „Ich habe so viel geschrieben, daß es ausreicht für ein Buch – es ist nur nicht in Buchform.“

Es in Buchform zu bringen, ist unsere Aufgabe gewesen. Obwohl sich ihre Grundbotschaft nie änderte, gibt eine Vielfalt von Details und Erfahrungen jeder ihrer Mitteilungen eine andere Farbe. Man kann zwar einige ihrer prinzipiellen Aussagen und Aphorismen wiederholt finden, aber sie stehen dann gewöhnlich in einem anderen Zusammenhang.

Die einfache doch tiefgründige Botschaft in Peace Pilgrim's Leben und Worten ist äußerst wichtig für die Suche der Menschheit nach Frieden. Sie hat uns neue Hoffnung für die Zukunft dieser Welt gegeben – die Hoffnung, daß genug Menschen inneren Frieden finden werden, um den Weltfrieden zu ermöglichen. Sie hat uns das Beispiel eines Menschen vorgelebt, der aus innerem Frieden handelte und mit unendlicher Energie erfüllt war, einer Energie, die mit dem Alter eher zu- als abnahm.

Robert Steele schrieb in der indischen Zeitschrift Gandhi Marg: „Peace Pilgrim spricht mit erstaunlicher Glaubwürdigkeit und Zuversicht; sie erinnert an einen Wortführer Gottes aus biblischen Zeiten. Jedoch klingen ihre Äußerungen nicht wie die eines Fanatikers oder Dogmatikers; vielmehr klingen sie wie die eines vom Grunde seines Herzens aufrichtigen und ergebenen Menschen, der zu einer weisen und unaussprechlichen Erkenntnis geführt wurde.

Von Küste zu Küste einfach als Peace Pilgrim bekannt, war es ihr Wunsch, „die Botschaft und nicht den Boten“ hervorzuheben. Nie erwähnte sie Einzelheiten aus ihrem Leben, das sie als unwichtig betrachtete, wie ihren ursprünglichen Namen, ihr Alter und ihren Geburtsort. Da dieses Buch von ihrer Pilgerreise in ihren eigenen Wor ten handelt, haben wir beschlossen, diese Einzelheiten nicht aufzunehmen; man kann sie anderswo finden.

„Ich möchte, daß die Menschen nur in Zusammenhang mit Frieden an mich denken”, sagte sie. Jenen von uns, die sie gut kannten und viele Jahre lang immer wieder sahen, wird sie stets als die heitere, warmherzige Peace Pilgrim in Erinnerung bleiben – voll von Humor, Lebenskraft und Lebensfreude.
1908 geboren auf einer kleinen Farm im Osten der USA, wuchs sie in bescheidener Umgebung auf und erwarb allmählich, wie so viele Menschen, Geld und materielle Dinge. Als sie erkannte, wie bedeutungslos dieses egozentrische Leben geworden war, und ihr weltliche Güter eher eine Last als ein Segen waren, lief sie eine ganze Nacht lang durch die Wälder, bis sie „vollkommene Bereitschaft, mein Leben ohne Vorbehalte Gott und dem Dienst am Nächsten zu widmen“,  fühlte.

Allmählich und methodisch nahm sie ein Leben in freiwilliger Einfachheit auf. Sie begann, was dann eine fünfzehn Jahre lange Periode der Vorbereitung werden sollte, ohne daß sie damals wußte, auf was sie sich vorbereitete. Sie arbeitete ehrenamtlich für Friedensgruppen und auch mit Menschen, die physische und psychische Probleme hatten.

Während dieser „Zeit der Vorbereitung“ und inmitten vieler spiritueller Höhen und Tiefen fand sie inneren Frieden – und ihren Ruf.

Ihre Pilgerreise für den Frieden begann am Morgen des 1. Januar 1953. Sie gelobte, „ein Wanderer zu bleiben, bis die Menschheit den Weg zum Frieden gelernt hat.“ Peace Pilgrim wanderte allein, ohne Geld und ohne Unterstützung durch eine Organisation. Sie wanderte „als wandelndes Gebet“ und als eine Gelegenheit, andere zum Beten und zur Arbeit für den Frieden anzuregen. Sie trug ein Hemd und eine Hose in marineblau und eine kurze Tunika, die am unteren Rand ganz mit Taschen besetzt war, in denen sie ihren einzigen weltlichen Besitz trug: einen Kamm, eine zusammen-steckbare Zahnbürste, einen Kugelschreiber, Kopien ihrer Botschaft und ihre laufende Korrespondenz.

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Nachdem sie bis 1964 vierzigtausend Kilometer gelaufen war, hörte sie auf, die Kilometer zu zählen und verlegte sich mehr auf das Sprechen, obwohl sie jeden Tag weiterwanderte. Durch die zunehmende Anzahl von Vortragsterminen konnte sie nicht umhin, öfter einmal im Auto mitzufahren.

Peace Pilgrim sprach mit Tausenden von Menschen in der McCarthy Ära, während des Korea-Kriegs, während des Vietnam-Kriegs und danach. Sie begegnete Menschen in den Straßen der Städte, auf staubigen Landstraßen, in Ghettos, Vorstädten, Wüstengebieten und in Fernfahrerraststätten. Sie wurde von allen nationalen Radio- und Fernsehgesellschaften interviewt, sowie von vielen hundert lokalen Sendestationen quer durch das ganze Land. Zeitungsjournalisten in zahllosen Klein- und Großstädten schrieben über sie. Sie machte sie ausfindig, falls diese sie nicht zuerst fanden, damit die Menschen ihre Botschaft hören konnten. Sie sprach an Universitäten in Vorlesungen über Psychologie, politische Wissenschaften, Philosophie und Soziologie, sie sprach auf Versammlungen in höheren Schulen, vor Bürgerinitiativen und von den Kanzeln verschiedenster Kirchen.

Mit den Jahren vergrößerte sich durch ihre ansteckende Lebensfreude voller Witz und einfacher Weisheit ihre Anziehungskraft, und das Publikum reagierte immer häufiger mit herzlichem und spontanem Lachen und nachdenklichen Fragen.

In all diesen Jahren, während viele von uns immer ängstlicher wurden und sich kaum noch auf die Straße wagten, wanderte sie durch 'gefährliche' Stadtteile und schlief in Straßengräben, an Stränden und in Busbahnhöfen, sofern ihr niemand ein Bett anbot. Mit den Jahren wurden Fremde zu Freunden, die sie in ihr Zuhause einluden und ihre Vorträge organisierten, oft ein Jahr oder mehr im voraus.

Peace Pilgrim glaubte, daß wir in eine Zeit der Krise der Menschheitsgeschichte eingetreten seien, „wandelnd auf einem Grat zwischen einem atomaren Vernichtungskrieg und einem goldenen Zeitalter des Friedens“. Sie betrachtete es als ihre Aufgabe, die Menschen aus ihrer Apathie zu reißen und zum Nachdenken und zu aktiver Arbeit für den Frieden zu bewegen. Immer wieder ermutigte sie die Leute, die wirkliche Quelle des Friedens in sich selbst zu suchen und den Weg des Friedens in ihren Beziehungen mit anderen Menschen zu praktizieren.

Als Peace Pilgrim starb, durchquerte sie das Land gerade zum siebten Mal. Sie war durch alle fünfzig Staaten gewandert und hatte auch die zehn Provinzen von Kanada und Teile von Mexiko besucht. 1976 flog sie ein Mann nach Alaska und Hawaii, damit seine Kinder sie kennenlernen konnten, und damit sie dort wandern und in Kirchen und zu den Medien sprechen konnte. 1979 und 1980 flog sie noch einmal dorthin und nahm eine kleine Gruppe von Leuten mit, die mehr über ihre Lebensweise lernen wollten. Sie hatte Pläne für einen erneuten Besuch von Alaska und Hawaii und trug sich mit dem Gedanken, auch andere einzuladen, sie in den kommenden Jahren auf ihren inspirierenden Reisen durch einige Staaten zu begleiten.

Der „glorreiche Übergang in ein freieres Leben“, wie sie es gerne bezeichnete, fand am siebten Juli 1981 in der Nähe von Knox, Indiana, statt. Sie starb an Ort und Stelle bei einem Frontalzusammenstoß, als man sie gerade im Auto zu einem Vortrag fuhr. Ihre vielen Freunde im ganzen Land waren sprachlos. Irgendwie hatten wir nie daran gedacht, daß Peace Pilgrim so bald von diesem Erdenleben abberufen würde. Ein Freund schrieb: „Ich bin sicher, daß die Abruptheit des Überganges, ohne vorhergehende Unterbrechung ihrer Aktivitäten, so war, wie sie es sich gewünscht hätte.“

Im letzten Zeitungsinterview äußerte sie, ihre Gesundheit sei ausgezeichnet. Ihr Zeitplan ging über die gegenwärtige Pilgertour hinaus, und sie hatte Termine zu Vorträgen bis ins Jahr 1984. Ted Hayes von Radio WKVI in Knox bemerkte in einem Interview, das er mit ihr am 6. Juli aufgenommen hatte, „Sie scheinen eine sehr glückliche Frau zu sein.“ Sie antwortete: „Mit Sicherheit bin ich ein glücklicher Mensch. Wie könnte jemand Gott kennen und nicht voller Freude sein?“

Botschaften von Freunden, die von ihrem Ableben erfahren, werden weiterhin von dem kleinen Postamt Cologne, New Jersey, entgegen-genommen, von wo aus man ihre Post immer weiterleitete. Die Briefe sind ergreifend: „Meine liebe Peace, ich habe soeben von Deinem Tod in dieser Welt erfahren ... falls das nicht stimmt, schreibe bitte zurück.“ Ein anderer schrieb, „Ich weiß, Du bist eins mit Gott …ich werde Dich im Universum wiedersehen.“

Ein Redakteur, der sie in den 60er Jahren interviewt hatte und ihr ein guter Freund wurde, schrieb, „...immer wieder bete ich in meinem Herzen; es sind Gebete der Dankbarkeit für ihre Lehren und ihren Einfluß auf mein Leben. Gebete, die ihr alles Gute auf ihrer Reise wünschen.“

Ein Freund in Massachusetts schrieb: „Es war – gelinde ausgedrückt – ein großer Schock und ein schwerer Verlust für unseren kleinen Planeten! Mein Herz ist im Moment voller Trauer, denn wie viele tausend andere Menschen liebte ich Peace so tief! Aber gleichzeitig spüre ich, wie sie unter uns immer gegenwärtig sein wird, durch ihre wunderbaren Lehren und das Leben, das sie uns vorlebte.“

Viele schrieben und drückten ihre Hoffnung aus, daß ein Buch zusammengestellt würde, damit ihre besondere Botschaft von Frieden und Liebe weiterverbreitet würde. Andere sagten, sie wollten einen Artikel oder längere Arbeiten über sie schreiben. Wir hoffen, daß dieses Buch eine wertvolle Quelle für diese und für zukünftige Schreiber sein wird und eine Anregung und Ermutigung für jene, die nie das Glück hatten, sie zu treffen.

Einer, der es in ihrem Geiste ausdrückte, schrieb: „Die Saat des Friedens wurde gut ausgestreut. Nun ist es die Pflicht all jener, die durch sie in ihrem Innersten berührt wurden, mit der Ernte zu beginnen.“

Wir hoffen, daß ihre Worte und ihr Geist weiterhin die Menschen anregen werden. Wir verbinden uns mit euch in einem Kreis der Liebe, zusammen mit all den anderen, die sie kannten und durch sie berührt wurden ...

Frei von der Erde, so frei wie der Wind nun reist Du, wo die Sterne sind

Fünf Freunde von Peace
Santa Fe, New Mexico
31. März 1982

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