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Wie es der menschlichen Seele im Großen Jenseits ergeht

Sehr wohl ist mir bewusst, dass jeder Sterbliche gern mehr über das Jenseits lesen und wissen möchte. Man glaubt, das diesseitige Leben mit seinen Leiden und Beschwerden wäre leichter zu ertragen, wenn man mehr über das wüsste, was dem irdischen Leben nachfolgt. Das hat zwar seine Berechtigung, doch jedermann kann ja bis zu einem bestimmten Grad zu solcher Gewissheit selbst gelangen, wenn er sich nach den Geboten richtet, die den Menschen von Gott gegeben sind.
      Dann wird die Seele nämlich nicht all zu stark an der irdischen Welt hängen und damit auch empfänglicher werden für Einflüsse vom Jenseits her, die dauernd stattfinden, die aber von den meisten Menschen hauptsächlich deswegen nicht gespürt werden, weil sie nicht aufnahmefähig genug sind in folge ihrer zu stark irdischen Lebensweise.
      Man lebe nach den von Gott gegebenen Geboten, und es wird eine solche Person dann eine innere Ruhe überkommen, die auch das schließliche Scheiden von dieser Welt mindestens erträglich erscheinen lassen wird.
      Das Sterben an sich ist nicht so schrecklich, wie man immer denkt. Der eigentliche Vorgang des Sterbens nimmt manchmal Stunden in Anspruch, was der Sterbende aber nicht weiß und somit auch nicht empfindet. Für ihn ist das Sterben lediglich ein Einschlafen infolge scheinbar eingetretener starker Ermüdung und Ermattung. Wenn wir im täglichen Leben ans Sterben denken, so ist der dabei uns so schrecklich erscheinende Moment immer der Umstand, dass wir dabei anscheinend ganz das Bewusstsein verlieren.
      Das ist beim Sterben jedoch ebensowenig der Fall wie beim Einschlafen. Und genau so wie wir erst nach dem Aufwachen wissen, dass wir überhaupt geschlafen haben, so wissen manche oftmals erst lange Zeit nach ihrem tatsächlichen Tod, d. h. nachdem deren Seele und Geist den irdischen Körper verlassen haben und sich schon längst im großen Jenseits befinden, dass sie tatsächlich gestorben sind. Unser Erlebnisbewusstsein ist während des Vorganges des Sterbens niemals ausgelöscht, wie das auch beim Einschlafen nicht der Fall ist. Und doch hat noch niemals jemand bei vollem Bewusstsein sein eigenes Einschlafen erlebt. Ebenso kann durchschnittlich auch niemand sein eigenes Sterben beobachten.
      Ab und zu kommt das aber doch vor, z. B. wenn ein Sterbender keine Todesfurcht kennt und sich mit seinem Geschick abgefunden hat. Das wäre also der Fall beispielsweise bei Menschen, die entweder wissen oder als sicher ahnen, dass es ein Fortleben nach dem Tod gibt, oder bei solchen, die kein Verlangen nach Weiterleben hier auf Erden mehr hegen, sei es infolge Enttäuschungen, Verbitterungen irgendwelcher Art oder weil sie nicht wissen, für welchen Zweck sie eigentlich noch fernerhin auf Erden existieren sollten, da sie allein dastehen und alles verloren haben.
      Wirklich gute und fromme Menschen sehen ebenfalls furchtlos dem Tod entgegen und begrüßen ihn sogar, wenn er kommt, weil Sterben an und für sich nun einmal ein Vorgang ist, den alle durchzumachen haben, ob sie es wollen oder nicht.

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Sterben ist auch deswegen nicht so furchtbar, weil jeder Mensch einen Schutzgeist hat und im großen Jenseits unzählige Verstorbene sich freiwillig der Aufgabe widmen, Sterbenden beim Verlassen ihrer irdischen Hüllen zu helfen und sie im großen Jenseits sozusagen gleich zu begrüßen und dem Neuling in der anderen Welt für eine Zeit wenigstens, und solange dieser es wünscht, ein Berater und Helfer zu sein. Wer erst im reiferen Alter stirbt, der besitzt außerdem bestimmt auch Verwandte, Freunde und Bekannte, die ihm im Tod vorausgegangen sind und ihm nun nach Eingehen ins große Jenseits hilfreich zur Seite stehen.
      Es ist wirklich erstaunlich, wie einzelne schon lange im Jenseits Weilende dort manchmal auf den Augenblick warten, einem sterbenden Verwandten, Freund oder Bekannten beim Übergang vom Diesseits zum Jenseits behilflich sein zu können. Oftmals kann sich sogar eine gerade ins Jenseits eingehende Seele überhaupt nicht mehr entsinnen, wer der Geist nun so eigentlich ist, der ihm dann treu zur Seite steht. Es mag manchmal jemand sein, dem man einst auf Erden mal eine Gefälligkeit erwies, an die man sich selbst überhaupt nicht mehr erinnern kann, die aber für den, dem man die Gefälligkeit erwies, sehr bedeutungsvoll gewesen ist.
      Sterben ist nur schrecklich für die um das Lager eines Sterbenden Herumstehenden. Diese nehmen ja das Ringen der Seele für Freiwerden von der irdischen Hülle wahr, was sich auf dieser als Todeskampf ausprägt. Seele und Geist eines Sterbenden merken bewusst meistens nichts davon, da deren eigentliches Erlebnisbewusstsein das Interesse an rein irdischen Vorgängen schon verloren hat und bereits fühlend ins große Jenseits hinein tastet, was etwa dem Zustand des Hinüberträumens beim Einschlafen entspricht.
      Man nennt diesen Zustand des Bewusstseins Koma. Dabei ist ein scheinbares sich winden des Körpers im vermuteten Schmerz und Kampf für den Sterbenden genauso unbewusst, wie wenn ein neugeborenes Kind noch nichts davon weiß, wenn es strampelt und schreit, da das automatische Vorgänge des Wachstums für den kleinen Kindeskörper und für Ausdehnung der Lunge sind.
      Wenn man am Lager eines Sterbenden weilt, verhalte man sich aber ruhig. Auch wenn es der liebste Angehörige oder beste Freund ist, weine und schreie man nicht, wenn man sieht, dass der Tod nun tatsächlich eintritt. In Hospitälern und Krankenhäusern fährt man das meistens auf Rollen ruhende Bett eines Sterbenden vielfach in ein leeres Zimmer, so dass dort völlige Ruhe um einen ins große Jenseits Hinüberträumenden ist.
      Obgleich das wohl hauptsächlich deswegen geschieht, um in einem großen Krankensaal nicht die anderen Kranken zu beunruhigen oder aufzuregen, so wird damit einem Sterbenden unbewusst doch ein großer Dienst erwiesen, ohne dass die Ärzte, Krankenschwester und Ämter das ahnen mögen, und zwar aus folgendem Grund: Wenn das Erlebnisbewusstsein eines Sterbenden vom eigentlichen körperlichen Leiden auch nichts mehr spürt, weil es, wie erwähnt, langsam das Interesse an rein irdischen Vorgängen verliert, so befindet es sich aber doch in einem Zustand des Hineinfühlens ins Jenseits, was einen seelischen Sammlungsprozess darstellt. 

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Lautes Schreien und Klagen oder gar das sich Hinüberwerfen über den Körper eines Sterbenden im Schmerz über dessen zu erwartenden Verlust stört dessen Seelenkörper und somit dessen Erlebnisbewusstsein, das einen Vorgang des Geistes im Seelenkörper darstellt, und mag zur Folge haben, dass Seele und Geist eines solchen Sterbenden für längere Zeit nochmals an den irdischen Körper gefesselt werden und das Sterben so verlängert wird, und zwar in einer unharmonischen Weise, was dann tatsächlich auch fühlbare Todeskampfschmerzen bei dem Sterbenden auslösen mag, während sonst, beim ungestörten Sterben, der eigentliche Todeskampf unbewusst für das Erlebnisbewusstsein eines Sterbenden vor sich geht.
      Die erste Zeit nach dem Ableben eines Menschen, und diese erste Zeit kann in Momenten, oder in einzelnen Fällen auch in Jahren und Jahrzehnten nach unseren irdischen Zeitbegriffen bestehen, da im großen Jenseits das Zeitbegriffsverhältnis ein ganz anderes ist, so dass es für manchen anfänglich überhaupt nicht da zu sein scheint, ist meistens eine angenehme für das Erlebnisbewusstsein.
      Entweder fühlt man sich von irdischen Schmerzen oder Sorgen endlich befreit oder man empfindet eine beseligende Ruhe. Das hängt ganz von der Art des sich sammelnden Einfühlens der Seele und des Geistes, und damit natürlich auch des Erlebnisbewußtseins, in die neuartige Umgebung ab. Wir erleben Ähnliches ja auch auf Erden, wenn wir eine neue Stellung antreten, in ein neues Haus einziehen oder in eine fremde Umgebung versetzt sind.
      Da sind alle eigenen Sorgen und so weiter vorübergehend vergessen, weil zuviel Neues auf unser Erlebnisbewusstsein einwirkt. Doch sobald sich Seele und Geist eines Verstorbenen im großen Jenseits erst zu recht gefunden haben, das Erlebnisbewusstsein das Neuartige ringsherum wirklich erlebt, tritt alles wieder voll ins Erlebnisbewusstsein, was uns auf Erden hauptsächlich beschäftigte und unseren Charakter, sowie unsere irdische Persönlichkeit ausmachte und von dort auf unser Ego, unser Erlebnisbewusstsein, als unsere seelische und geistige Gestalt reflektiert hatte.
      Es ist ein Vorgang, der sich allmählich abspielt und von Innen heraus zu erfolgen hat, etwa so, wie sich eine Sympathie oder Antipathie von unserem Innern aus langsam über uns ausbreitet und schließlich unser ganzes Wesen beherrscht. Unsere irdische Charakteristik und Eigenart stellt unsere gesamte Wesenheit dar, die schließlich unsere im Jenseits gesammelte Seele nebst Geist vollkommen ausfüllt, sodass wir schließlich im Großen Jenseits als das dastehen, was wir in Wirklichkeit so eigentlich sind und waren, nur, dass wir es im irdischen Leben verdecken und verstecken konnten, was im großen Jenseits aber nicht mehr geht.

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Da stellen wir einzig und allein nur das dar, was wir in Wirklichkeit sind. Wir stehen in dieser Hinsicht in voller Nacktheit da, d. h. jeder Bewohner des Jenseits erkennt uns sofort als das, was wir sind und darstellen. Langsam, aber unabwendbar werden wir dann zu jener örtlichen Umgebung magnetisch hingezogen, die unserer eigentlichen Wesenheit entspricht.
      Erst eine Änderung unserer Wesenheit von Innen heraus, also aus Überzeugung, versetzt uns dann wieder in eine andere Umgebung und unter andere Wesen, die unserer neuen inneren Auffassung entsprechen. Das ist das Gesetzmäßige im großen Jenseits, dass dort im gerichteten Zustand Befindliches sich zum Zustandmäßigen der Seele hingezogen fühlt und somit zu einer dementsprechenden Örtlichkeit verschmilzt.
      Dieses gerichtete Zustandsmäßige und Örtliche hat aber keinen Einfluss auf den freien Willen einer Seele und des darin eingeschlossenen Geistes, also auf das Ego, das Erlebnisbewusstsein!
      Der freie Wille jeder menschlichen Wesenheit ist sowohl im Diesseits wie im großen Jenseits absolut frei. Dementsprechend gibt es auch keine ewige Verdammnis, weil jeder, der sich in dem Zustandsmäßigen und Örtlichen der Verdammnis befindet, jederzeit von dort wieder heraus kann, sobald er nämlich seine Charakteristik ändert und sich damit eine andere Auffassung und Anschauung zu eigen macht.
      Hier mögen einige einwenden, dass es demnach ja auch keine ewige Seligkeit geben könne, weil man sich da mit dem freien Willen ebenfalls wie der selbst herausschaffen könne.
      Theoretisch ist das richtig, praktisch aber nicht zutreffend. Welche Seele nebst Geist eines Verstorbenen würde wohl aus freien Stücken aus einem beseligenden Zustandsmäßigen und Örtlichen wieder heraus wollen, namentlich wenn sie vorher im Zustandsmäßigen und Örtlichen der Verdammnis weilte, wo alles unharmonisch, bedrückend und ängstigend ist?
      Wie aus diesen Ausführungen zu entnehmen ist, bezieht sich das Wort ewig bei der Verdammnis und Seligkeit nur auf das dementsprechende Zustandsmäßige und Örtliche, aber niemals auf eine Menschenseele nebst deren darin eingeschlossenen Geist, die für immer den freien Willen besitzen und deswegen aus freiem Willensentschluß das ewige Verdammniszustandsmäßige jederzeit verlassen können, während eine Seele zu solchem Verlassen aus dem ewig Seligkeitszustandsmäßigen nie ein Verlangen tragen wird, da dort eben alles harmonisch, zufriedenstellend und beseligend für jede Seele und jeden Geist ist.
      Ihr habt keine Vorstellung wie tatsächlich beseligend die ewige Seligkeit im Jenseits ist. Und dabei gibt es immer noch Steigerungen, die ihr nicht einmal zu ahnen vermögt.
      Würde euch das Seligkeitsempfinden nur der mittleren Steigerung des Jenseits in eurem Alltagsleben überkommen, ihr könntet das nicht aushalten, und es würde vor Wonne geradezu unmöglich für euch sein, ein ferneres Sein auf dieser Erde zu ertragen, ohne jedoch, wenn ihr nun gerade sterben würdet, in der Lage zu sein, in das Zustandsmäßigörtliche da von im großen Jenseits sofort einzugehen, da ihr dafür eben noch nicht voll reif wäret.
      Nun möchtet ihr gewiss wissen, wie solche beseligende Wonne in Wirklichkeit ist. Sie kann euch leider nicht empfindungsmässig klargemacht werden doch ihr könnt ein leises Ahnen davon schon hier auf Erden erfahren unter bestimmten Verhältnissen und Bedingungen, wie zum Beispiel, wenn ihr große Sorgen hattet und diese durch eine gute Nachricht plötzlich behoben sind, oder nach Genesen von einer schweren Krankheit, wenn ihr euch leicht, frei und heiter fühlt, oder nach Vollbringen einer guten, selbstlosen Tat, nach Vorüberzug eines schweren Gewitters, wenn sich am Abend der Himmel aufklärt, kein Lüftchen bewegt und nach der Tageshitze eine erfrischende Abkühlung eingetreten ist, sodass ihr euch vor innerem Behagen dehnt und streckt.

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Vervielfältigt euch die hier als Beispiel angeführten Momente und verstärkt sie ins Unermessliche. Dann habt ihr ein schwaches Empfinden an den Seligkeiten im großen Jenseits. Jeder wird dieser Seligkeiten teilhaftig, sobald er innerlich reif dafür geworden ist, denn reif muss man dafür sein, weil man sonst diese Seligkeiten ebenso wenig als solche empfinden würde, wie ein reiner Genussmensch die Schönheiten der Natur, die ihn umgeben.
      Er geht daran vorbei und würdigt sie keines Blickes, weil sie in seinem Innern keinen Widerhall finden, und das nur deswegen, weil er nicht reif dafür ist. Während sich in der Schöpfung Gegensätze anziehen und durch ihre Gegensätzlichkeit alle Bewegung und Veränderung hervorrufen, kann seelisch empfundene Harmonie nur hervorgerufen werden durch Gleichstimmung im Gefühl.
      Wer für Himmlischgefühlsmäßiges innerlich kein Empfinden besitzt, auf den kann es nicht einwirken, und er kann nicht in Harmonie damit gelangen, d. h. er kann das Himmlischbeglückende nicht empfinden, wie es z. B. ein Botaniker nicht vermag, die Farbenpracht und den Duft zu genießen, nur weil er von jeder Pflanze genau die Zahl und Form der Blätter, ebenso die Zahl und Form der Kelchblätter und Staubfäden kennt, wenn er nämlich für Farbenpracht und Duft der Blüten keinerlei Empfinden besitzt. Einem solchen Botaniker wird die Pflanzenwelt trotz allen Duftes und ungeachtet aller Blütenfarbenpracht keine Schönheiten und keinen Genuss bieten können, weil ihm eben das Verständnis dafür fehlt.
      Gewiss möchte mancher gern wissen, warum sich liebe Verstorbene nicht bei ihnen melden. Das ist jedoch viel, viel häufiger der Fall als ihr glaubt und annehmt. Doch die Verstorbenen können euch nicht erreichen, weil ihr sie entweder nicht neben euch spürt, oder euer inneres Gehör und Gesicht nicht entwickelt ist, und Verstorbene mit der Zeit allmählich genauso das Interesse an den Angehörigen verlieren wie jemand, der aus seiner alten Heimat ausgewandert ist und mit der Zeit immer weniger schreiben wird, weil es ihm allmählich an solchem Schreibstoff fehlt, an dem beide interessiert sind, weil beide die Person oder Sachen, über die nur noch geschrieben werden kann, nicht mehr zusammenkennen.
      Im Übrigen hat jeder ins große Jenseits durch den irdischen Tod Eingegangene anfänglich zuviel mit sich selbst zu tun, um sich unter den veränderten Verhältnissen zu recht zu finden, dass sein Erlebnisbewusstsein voll auf davon in Anspruch genommen ist. Ferner vergesse man nicht einen sehr wichtigen Umstand: jeder Verstorbene formt sich im großen Jenseits durch seinen Charakter und seine Wesensart anfänglich selbst das Zustands mäßige seines Seins, etwa so, wie es für ihn auf Erden gewesen war.
      Solches Zustandsmäßige ist für ihn absolut wahr und richtig. Mit der Zeit geht dieses Zustandsmäßige in die gleichgestimmte Örtlichkeit über, von denen es im großen Jenseits genauso viele gibt, wie denkende Menschen vorhanden sind. Ist das Zustandsmäßige mit dem dem entsprechenden Örtlichen bei einem Verstorbenen vollkommen verschmolzen, so ist das dann vor der Hand sein Platz im großen Jenseits, von dem aus sich die betreffende Seele selbst weiterentwickeln muss. Dieser Platz im großen Jenseits ist für manchen Verstorbenen aber durchaus nicht angenehm.
      Wohl könnte man sich auch von dort aus noch Lebenden auf Erden bemerkbar machen; doch man wird sich manchmal scheuen das zu tun, um diesen, die gewiss große Stücke auf einem hielten, nicht irgendwie damit zu verraten, wo man sich im großen Jenseits nun leider befindet. Ein gutes, einwandfreies Medium wird einen solchen Verstorbenen diesbezüglich freilich nicht verraten, wenn dessen Angehörige zu einer Sitzung kommen und nach ihm fragen. Beim Weiterentwickeln im großen Jenseits wächst nun aber auch die geistige Erkenntnis, und ein Verstorbener lässt es dann schon von allein sein, sich mit seinen noch lebenden Angehörigen in Verbindung zu setzen, da er sehr wohl weiß, dass jeder noch auf Erden Lebende seinen eigenen Erfahrungsweg allein zurücklegen muss. Man überlasse daher die Verstorbenen am besten sich selbst, da sie ja auch im großen Jenseits ihre Aufgaben zu lösen haben, die in der Weiterentwicklung ihrer Seele und Verstärkung ihrer geistigen Erkenntnis besteht.

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Was würdet ihr auf Erden wohl sagen, wenn man euch bei euren Lebensaufgaben ständig stören würde? Würde euch das vielleicht passen? Gewiss nicht. Nun, so lasset eure Verstorbenen ebenfalls in Ruhe, außer sie melden sich auf irgendeine Weise von allein, was freilich auch durch ein Medium geschehen mag, wenn dieses echt und vertrauenerweckend ist.
      In solchem Fall werden Verstorbene, die sich mit euch in Verbindung setzen wollen, schon von allein alles erzählen, ohne dass ihr vorher über das Medium zu dem Verstorbenen zu sprechen braucht.
      Was vom Mediumismus zu halten ist, wollen gewiss viele wissen? Wir Meister kritisieren und verurteilen niemanden. Jeder ladet sich seine eigene Verantwortung auf. Es gibt gute, sogar sehr gute Medien, die vorzügliche Vermittler zwischen dem Jenseits und Diesseits sind. Solche werden ihre Gabe aber niemals kommerzialisieren, d. h. nicht immer Botschaften geben, sondern nur, wenn sie dafür gerade disponiert sind!
      Ein einwandfreies Medium wird, wenn es körperlich oder seelisch gerade nicht in der richtigen Verfassung ist, einem zu einer Sitzung kommenden Besucher ohne weiteres erklären, dass es diesmal keine genauen und exakten Botschaften vom Jeneits erhalten kann.
      Da die Menschen meistens aber nur Medien aufsuchen, um etwas über die Zukunft zu erfahren, so sei solchen Besuchern von Medien hiermit der Rat gegeben, nur zu einem Medium des erwähnten, einwandfreien Typs zu gehen, da sonst ein Komplex geschaffen werden kann, der sich schließlich nachteilig auf den Besucher auswirken könnte.
      Man merke sich aber: Es gehört schon große Erfahrung dazu, die Zukunft wenigstens einigermassen wirklich treffend voraussagen zu können. Das gilt auch von den Verstorbenen, wenn diese sich aufs Prophezeien verlegen. Denn viele Verstorbene sehen auf lange Zeit hinaus im großen Jenseits durchaus nicht weiter, als wir hier auf Erden. Man mag deswegen auch bezüglich Prophezeiungen in die Zukunft sehr leicht irregeführt werden. Man denke immer daran, dass man seinen Weg der Entwicklung bis zur Vollendung ganz allein gehen muss.
      Man lasse sich deswegen von keiner Prophezeiung durch ein Medium in einen unfreien Zustand versetzen, d. h. in einen solchen, der einem schließlich bei der eigenen Weiterentwicklung hinderlich sein mag.
      Mediumismus selbst ist eine meistens angeborene Gabe, die es gibt. Jedes wirkliche Medium besitzt deswegen auch die Gabe, sich mit den Seelen, oder besser Geistern (der Begriff Geist umfasst hier Seele und Geist von Verstorbenen) in Verbindung zu setzen.
      Doch jedes Medium, ganz gleich wie gut es auch sein mag, hat auch seine schlechten Tage des Empfanges von jenseitigen Mitteilungen. Daher fasse man mediale Botschaften immer nur bedingt auf und lasse sich vor allem in seiner freien Willensentschliessung nie beeinflussen oder gar da von abhalten, sein eigenes Urteil walten zu lassen. In solchem Fall würde man sich nämlich selbst richten, d. h. festbannen in einer Richtung.
      Nun noch ein Wort über das Erlebnisbewusstsein, von dem hier immer die Rede ist. Das Erlebnisbewusstsein, d. h. das empfindende Bewusstsein, dass wir existieren und somit erleben, ist eigentlich das Allerwesentlichste bei einem Fortleben nach dem Tod.

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Es ist ein Seinsempfinden, gefühlsmäßig durch die Seele, und verstandesmäßig durch den Geist. Ohne solches Bewusstsein wären wir wie ein Stein, vom menschlichen Standpunkt aus betrachtet, d. h. wir wären da, doch würde das für uns gar nichts ausmachen und unser Dasein wäre eben so gleichgültig wie unser Nichtdasein.
      Dass wir uns aber unseres Vorhandenseins voll bewusst sind, verdanken wir den gefühlsmäßigen Fähigkeiten der Seele, die auch allen Tieren eigen sind, und der verstandesmäßigen Einschätzung unserer Umgebung, die wir als unser Objekt betrachten, womit wir das beobachtende Subjekt sind durch unser Individualbewusstsein, durch den Funken aus Gott, den jede Menschenseele als Geist erhält.
      Wenn wir vor dem Sterben Angst haben, so ist es immer nur deswegen, weil wir fürchten, wir haben dann kein Bewusstsein mehr, und sind somit ausgelöscht vom Sein und Existieren, auch wenn das Körperliche als Staub und Atom weiter existieren würde. Das Bewusstsein des Seins des Existierens, das Erlebnisbewusstsein ist jedoch keine Eigenschaft des menschlichen Körpers, sondern der Seele und des Geistes und übersteht somit auch das Heraustreten aus dem irdischen Körper beim irdischen Ableben desselben.
      Der irdische Körper an sich ist ohne Seele und Geist eine leere, inhaltslose Fleischhülle ohne jedes Eigenbewusstsein. Während des irdischen Existierens eines Menschen, d. h. solange dieser auf Erden weilt, sind es nur Seele und Geist, die, da ihnen allein ein Erlebnisbewusstsein eigen ist, uns das irdische Erlebnisbewusstsein verschaffen.
      Dieses zieht sich beim irdischen Ableben dann mit dem heraustretenden Seelen- und Geistkörper auf den im großen Jenseits eine Einheit bildenden Seelen- Geistkörper zurück und ist dabei genau das gleiche, wie es zur Zeit gewesen war, als der herausgetretene Seele- Geistkörper im irdischen Körper noch eine Einheit bildete.
      Wir sehen also, dass es das Allerwichtigste für ein bewusstes Fortleben nach dem Tod für uns ist, dass wir uns des Weiterexistierens im großen Jenseits eben auch bewusst sind und es erleben. Und das ist gerade die Eigenschaft des Seelen-Geistkörpers, die wir als Erlebnisbewusstsein bezeichnen. Das eigentliche Sterben ist daher für unser Erlebnisbewusstsein das Empfinden, dass wir da sind und existieren; nichts weiter als ein Hinüberwechseln aus dem rein Irdischen in das Seelische und Geistige, was gewöhnlich mit einem Hinüberdämmern verbunden ist, ähnlich wie beim Einschlafen.
      Manches von den Offenbarungen mag teilweise schwer begreiflich sein, entspricht aber dennoch den Tatsachen und ist so leicht verständlich als möglich wiedergegeben, wobei man nie vergessen darf, dass man es beim Beschreiben von jenseitigen Verhältnissen mit einem an und für sich für irdische Begriffe schwer verständlich zu machenden Gebiet zu tun hat.
      Um ein möglichst klares Bild von dem hier Mitgeteilten zu erhalten, lese man das Veröffentlichte deswegen oftmals über.
      Vergesst nicht, ihr werdet einmal im Jenseits selbst fortexistieren, was ihr dadurch befestigt, dass ihr euch eine eigene Bewusstseinsgestalt auf baut durch eigenes Denken und gefühlsmäßiges Erleben. Jeder lebt ein Eigenleben! Jeder ist sozusagen eine eigene Sonne, die von ihrer Umwelt Eindrücke als Energien erhält, die jeder Mensch dann in sich durch Nachdenken und gefühlsmäßiges Erleben wieder in Strahlung verwandelt, womit ihm selbst hellere Erkenntnis zuteil wird und wodurch er viel Licht an seine dunkle Umgebung abgeben kann.

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