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Die Bedeutung der gegenwärtigen Zeit

Eine große Umwälzung durchläuft die Menschheit. Sie wurde u. a. von einigen, die mit Gott in Verbindung leben des öfteren angekündigt, wenn die Menschheit sich nicht bessern sollte.
      Sie besserte sich aber all die Jahrhunderte hin durch weder moralisch noch vom religiösen Standpunkt ausbetrachtet. Im Gegenteil entfernte sie sich sogar noch weiter von Gott. Daher müssen die Menschen immer wieder durch ihre falschen Handlungen leiden und auf die rechte Bahn gebracht wer den. Das geschieht ständig zu jeder Zeit.
      Freilich müssen dabei Unschuldige mit den Schuldigen leiden, wo durch die Schuld der Letzteren noch größer, bei den unschuldig Leiden den die seelische Entwicklung dagegen beschleunigt wird. Doch niemand leidet vergebens.
      Die Unschuldigen leiden zu ihrem Fortschritt und zur schnelleren Weiterentwicklung, die Schuldigen zum lernen. Das alles geschieht jedoch nicht etwa aus Rache oder zwecks Vorziehens einiger weniger Bevorzugter von seiten Gottes, sondern alles ist nur die natürliche Folge menschlichen Handelns. Gott lässt die Menschheit mit ihrem freien Willen schalten und walten wie sie will und hält in Seiner großen Liebe für die Menschen das Eintreten gar vieler übler Folgen ab, die sonst schon längst über die Menschheit hätten her einbrechen müssen.
      Nun aber sind die Menschen seit den letzten Jahrzehnten doch zu weit gegangen. Ihr Maß ist voll. Ihr freier Wille scheint sich so kristallisiert und verkrustet zu haben, dass er dem Egoismus, dem man sich rückhaltlos verschrieben hat, bedenkenlos geopfert werden mag.
      Wenn es einmal erst so weit gekommen ist, dann hält Gott die Folgen menschlichen Handelns nicht mehr weiter zurück und lässt alles zu, auch was sich an üblen Folgen schon lange an gehäuft hatte. So bricht dann gewöhnlich alles auf einmal über Einzelne, über Völker, ja so gar, wie zur Zeit, über die gesamte Menschheit herein.
      Für euch Menschen, die ihr jetzt mitten in einer solchen schweren Zeitepoche lebt, erscheint natürlich alles doppelt entsetzlich, weil euch jeder Überblick verlorengegangen ist. Ähnliche Zeiten, wenn auch nicht in solchem Ausmaße wie gerade jetzt, kamen gelegentlich aber auch früher schon über die Menschen. Ihr erinnert euch, im Geschichtsunterricht da von gehört und gelesen zu haben. So wie jetzt in den meisten Ländern Europas ging es einst zu bei der Zerstörung Babylons, Ninives, beim Untergang des alten persischen und ägyptischen Reiches, während des Dreißigjährigen Krieges und während der unmittelbar nachfolgenden Jahre in Mitteleuropa.
      Als ihr davon last, habt ihr gewiss entsetzt ausgerufen: »Oh, wie furchtbar.« Doch damit war die Sache für euch auch erledigt. Jetzt erst empfindet und fühlt ihr, wie sich dieses »Oh, wie furchtbar« tatsächlich auswirkt. Die Nachkommen der jetzigen Menschen werden in einigen Jahrhunderten über die gegenwärtige Zeit genauso urteilen, wie ihr jetzt über Babylon, Ninive, das alte Persien, Ägypten und den Dreißigjährigen Krieg.
      Wenn ihr gelegentlich über das Altertum nachdenken würdet, könntet ihr wahrnehmen, dass bestimmte Reiche im Laufe der Zeiten immer untergehen müssen, um neuen Völkern Raum zur Entwicklung ihrer Volkstumseigentümlichkeiten zu gewähren. Dem grauen Altertum folgte die griechische Kultur, dieser die römische und so eine der anderen. Jede brachte die Menschheit aber zu einer erweiterten Weltauffassung, die heute ziemlich einheitlich über das ganze Erdenreich verbreitet ist, sodass Kolonialvölker zur Eigenverwaltung ihrer Geschicke reif werden konnten, womit sich die Kulturarbeit bestimmter Reiche, die ihre Hauptaufgabe gerade im Kolonisieren sahen, ganz von allein erledigt.

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Jede Zeitepoche hatte ihr Emporsteigen, ihre Blüte und ihren Abstieg. In jeder Kulturepoche gibt es Schönheiten und Missstände. Angenommen, ihr nähert euch einer wundervoll gelegenen Stadt und seht sie zum ersten Mal aus der Ferne im Sonnenlicht, umrahmt von bewaldeten Höhenzügen. Ihr Anblick begeistert euch. Dann betretet ihr die Stadt, bewundert deren viele und herrliche Bauten, gelangt beim Weiterschreiten aber auch in die Armen- und Elendsviertel von wo ihr euch schnell wieder ab wenden werdet. Das habt ihr nicht geahnt, als ihr beim Näherkommen die liebliche Lage der Stadt bewundertet. Erst als ihr die Stadt betratet, nahmt ihr wahr, dass es auch dort wie überall auf der Welt ist, dass es nämlich nichts Vollkommenes gibt und, dass man eben zu allem eine gewisse Distanz ein halten muss, um das überall vorhanden Schöne und Unschöne ausgeglichen wahrnehmen zu können.
      So hat auch die gegenwärtige Zeit neben dem Schlechten ihr Gutes. Das Gute ist aber für die Menschen, die mitten in solch schlimmen Verhältnissen wie den gegenwärtigen leben, leider nicht wahrnehmbar, weil ihnen der Fern- und Überblick fehlt. Daher können sich auch so viele über das augenblickliche Elend nicht hinausschwingen. Es fehlt den meisten Menschen der augenblicklichen Zeit die Distanz zu den gegenwärtigen Erlebnissen, und deswegen das allgemeine Klagen und Jammern, zumal es diesmal Millionen sind, über die Gott zur selben Zeit die üblen Folgen menschlicher Handlungsweise zulässt.
      Viele werden durch das Elend und durch die Not wieder auf den rechten Weg zurückgebracht und kommen Gott näher. Verschiedene aber werden nur noch verbitterter und wenden sich gänzlich von Gott ab, weil sie denken, nur ihnen allein sei Unrecht geschehen.
      So wird die jetzige schwere Zeit gleichzeitig zu einer solchen der Scheidung der Gemüter. Diejenigen, die sich zu Gott hingezogen fühlen und aus ihren Leiden lernen, werden in ihrer seelischen Entwicklung ganz enorme Fortschritte machen.
      Diejenigen dagegen, die sich immer fester in ihre Verbitterung verbeissen, werden sich damit nur noch weiter von Gott entfernen, und es wird lange, lange dauern und wahrscheinlich vieler seelischen Leiden hier und im großen Jenseits bedürfen, ehe sie sich wie der Gott zuwenden, was manch mal nur unter den unsäglichsten Qualen und Leiden erfolgen mag, im Vergleich zu denen, für die das jetzt noch so schwere Leiden auf Erden ein reines Kinderspiel zu sein scheint.
      Verloren freilich geht keine Seele; doch es mag für manche Verbitterte geradezu unvorstellbar sein, wie langer Zeitbegriffe sie benötigen, bis sie zur endlichen Einsicht ihrer falschen Einstellung zu Gott und Gottes weiser Führung kommen.
      Daher bedenkt wohl, dass die jetzige schwere Zeit gleichzeitig auch eine solche des unerhörtesten Fortschrittes für die Seele sein kann. Jetzt sind genügend Gelegenheiten vor handen, um überwinden zu lernen. Man lerne verzeihen, wenn es auch noch so schwer fällt. Man lerne, alles Gott anheim zu stellen und sich Ihm in allen Bangen, Hoffen und Sehnen an zu vertrauen. Wer das in jetziger Zeit lernt, wenigstens halbwegs oder auch nur Versuche dazu unternimmt, der hat einen großen seelischen Fortschritt für sich zu verzeichnen. Es ist ganz selbstverständlich, dass das Verzeihen nicht darin zu bestehen braucht, dass man dem, dem man sein Unglück zu schreibt, um den Hals fällt.
      Nein, man lerne erst mal, ihn zu ertragen, und ihn um sich zu dulden. Trefft euch also mit euren Feinden auf der Basis des Reinmenschlichen. Ihr werdet erstaunt sein, wie das schon zur Besserung eurer eigenen Lage bei tragen mag. Und ihr, die ihr tiefer ein gedrungen seid in die Geheimnisse göttlichen Wirkens, tröstet und helft auch geistig! Für euch ist jetzt die Zeit zum Wirken und Handeln gekommen.
      Es gab viele Generationen, denen sich eine solche günstige Gelegenheit zur aktiven Betätigung nach der Lehre Gottes das ganze Leben hindurch nicht geboten hatte. Jetzt sind solche Gelegenheiten millionenfach vorhanden. Darum nutzt sie auch aus: Helft, bietet Trost, stärkt die Schwachen, vor allem seelisch und geistig!
      Immer und immer wieder wird in Kreisen meiner einst eigenen Landsleute die Frage aufgeworfen: Warum musste solches Unglück gerade die Deutschen treffen? Diese Frage beantworte sich jeder selbst, in dem er objektiv über das Handeln der Deutschen während der letzten Jahrzehnte und über die gewaltige Aufgabe nachdenkt, mit der gerade der deutsche Volkscharakter vom Herrgott begnadigt worden ist.

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Erinnert ihr euch, dass der Deutsche immer angesehen, geachtet und beliebt war in Friedenszeiten! Wie kam das wohl? Daher, weil sich die deutsche Volksseele nur in Friedenszeiten ihrer Eigencharakteristik entsprechend entfalten kann. Die deutsche Seele ist aber etwas Eigenartiges. Es ringen um ihren Besitz ständig zwei Kräfte: Das Himmelhochjauchzende und das zu - Tode -Betrübte, das Menschheitsbeglückende und das Kleinliche und Hindernde.
      Kurz, beim deutschstämmigen Menschen liegen im verschärfteren Maße als bei irgendeinem anderem Volkstum die seelischen Gefühlsgegensätze im ständigen Kampf, wodurch die deutsche Seele zu übersensitiv wird und da mit ein Seelenzustand geschaffen ist, der anderen Völkern etwas unverständlich erscheint.
      Das seelische Ringen im deutschen Menschen eben beschriebener Art ist das, was man bezeichnet als grüblerische Natur, die anderen schwer begreiflich zu machen ist, die aber mitschuldig ist, dass der Deutsche so leicht den Blick für die gerade ihm vom Schöpfer aufgetragene Aufgabe in der Menschheitsfamilie verliert, nämlich vor allem ein Geistmensch zu sein und als solcher der übrigen Menschheit ein strahlendes Beispiel für geistigen Fortschritt zu geben.
      Als ausgesprochener Geistmensch verliert der deutschstämmige Mensch jedoch leider zu leicht die rechte Perspektive im Alltagsleben. Er glaubt, nachahmen zu müssen auf Gebieten, für die er einfach nicht geschaffen ist. Er glaubt immer, etwas nach holen zu müssen, um nicht zu kurz zu kommen. Er glaubt, er müsse auch Probleme ausführen, die ihm weder liegen noch zu denen er als Geistmensch passt oder das Zeug hat. Kurz, er vergisst, was die geistigen Leiter und Leuchten einer eigenen Volksgemeinschaft, seine Philosophen, vor allem aber seine vielen Mystiker, immer und immer wieder betonten, nämlich dass er als Geistmensch nur durch sich selbst zu wirken hat, durch sein gutes Beispiel und nicht durch aufzwängen wollen.
      Als Geistmensch hat der Deutsche die Aufgabe von Gott erhalten, in der Menschheitsfamilie der geistige Berater und Wegweiser zu sein und da her mit allen anderen Völkern der Erde zusammen zu arbeiten, und das vor allem auf einer rein geistigen Basis.
      Das hat das deutsche Volk bis jetzt noch nie in seiner Geschichte voll erkannt und erfasst, obgleich es doch in Friedenszeiten Beweise genug dafür gehabt hatte, wie segensreich sein friedliches Wirken für das eigene und für andere Völker ist. Das deutsche Volk mit seiner tiefgreifenden Philosophie, mit seiner großen mystischen Erkenntnis und mit seiner Gabe, mit Gott wirklich innerlich verbunden sein zu können, ist von Gott mit der Aufgabe betraut worden, das irdische Dasein für sich und seine Mitmenschen auf der Welt nicht nur erträglich, sondern zufriedenstellend und beglückend zu gestalten. Daher hat noch nie und wird nimmer dem deutschen Geistmenschen eine äußerliche Weltherrschaft liegen, eine irdische Weltherrschaft mit äußerem Schau gepräge.
      Man überlasse diese mit allen da mit zusammenhängen den Wirren und Mühsalen nur ruhig und getrost denen, die besser dafür geeignet und ausersehen sind. Dem Deutschen hat Gott eine andere Aufgabe zugedacht, nämlich die Welt zu durchdringen mit Gemüt, mit Vergeistigung, mit Verinnerlichung, mit seelischem und geistigem Erleben.
      Wenn das deutsche Volk diese seine ihm von Gott gestellte Aufgabe erkennt und danach handelt, wird es mit der alten Heimat schnell wieder vorwärtsgehen. Die alte Heimat könnte sogar nochmals zu hohem Ansehen gelangen, wenn sich der Deutsche überall und stets nur der Aufgabe widmen würde, die ihm von Gott gegeben wurde.
      Geschieht das aber durchaus nicht, dann freilich hat das deutsche Volk die ihm von Gott übertragene Mission verfehlt und wäre damit nutzlos für die übrige Welt geworden. Deswegen sollte es jeder Deutsche als seine heiligste Pflicht erachten, nur solchen zu folgen, die die von Gott den Deutschen anvertraute Aufgabe als höchstes Ziel erachten und erkennen. Das gilt so wohl für den Einzelnen wie für alle Bürger.
      Als Trost diene jedoch allen, die sich um die alte Heimat sorgen, dass diese sich noch einmal erholen wird. Ob solche Erholung freilich von Bestand sein wird, hängt dann ganz und gar vom Verhalten und Handeln der einzelnen Menschen selbst ab.
      Noch immer liebe ich das Volkstum in dessen Lebenskreis ich während meines irdischen Seins wirkte. Jetzt sehe ich je doch weiter als damals und viel, viel weiter als ihr, die ihr diese Zeilen lest. Glaubt es mir, ich weiß, was ich hier kund tue. Ich tue es ungeachtet, ob es gefällt oder nicht. Nach Gefallen oder Nichtgefallen richtet sich Weltgeschehen niemals, denn da bei sprechen gewaltigere Faktoren mit.
      Ich wünschte, ich könnte es euch irgendwie näher klarmachen, wie auch beim allgemeinen Weltgeschehen der Mensch selbst mit seiner freien Willensentschliessung und Handlung doch auch mitwirkt, ohne, dass er es freilich ahnt, merkt oder gar weiß.
      Ich enthülle euch das, damit ihr euch wenigstens nach meinem Appell richtet, der hohen Aufgabe für würdig zu erweisen, die Gott dem deutschen Volke gestellt hat. Bitte, versucht es doch wenigstens! Es ist ja zu eurer aller Besten!
      Fangt ihr, die ihr diese Zeilen lest, an, der hohen Aufgabe gemäß zu leben, ganz gleich, ob ihr in der alten oder neuen Welt jetzt ansässig seid. Einmal muss schließlich doch damit begonnen werden, oder das deutsche Volk geht seinem endgültigen Verfall entgegen, löst sich auf und verliert sich unter den anderen Völkern dieser Erde, weil es als deutsche Volkseinheit dann eben keine Mission mehr hätte, denn Gott begnadet ein Volkstum nur selten einmal mit einer Aufgabe, die sich gewöhnlich im Volkscharakter kund tut!
      Das Thema der deutschstämmigen Menschen ist so tiefschärfend, dass immer mal wieder darauf zurückgekommen werden muss.

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