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Der Himmel ist ein unbegrenzter Beglückungszustand

Kein Auge hat es je gesehen und kein Ohr je vernommen, was Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben. Unermessliches an innerer Beglückung für jeden Menschen ist in Aussicht gestellt, der Gott wirklich liebt.
      Was wird dann aber bei allen denen der Fall sein, die, so gern sie es auch möchten, Gott doch nicht so zu lieben vermögen wie sie es sollten, damit auch sie einst das geniessen können, was in Aussicht gestellt wurde?
      Diese Frage ist berechtigt, braucht jedoch niemandem irgendwelche Besorgnis einzuflößen. Im Großen Jenseits gibt es wahrlich viele Gelegenheiten, alles das nachzuholen, was wir hier nicht zu erreichen vermochten.
      Die Hauptsache ist nur, dass wir wirklich gern das erreichen möchten, was uns während unseres Erdenlebens nicht möglich war. Man vergesse niemals, Gott ist die Liebe, das Mitleid, die Zuneigung, die Anteilnahme, die helfende Hand! Wir brauchen sie nur zu ergreifen.
      Die verschiedenen kirchlichen Richtungen sagen uns wenig oder gar nichts über Zustände und Verhältnisse im Himmel. Nur von der Hölle sagen sie, dass es dort fürchterlich sei und, dass dort u. a. viel Heulen und Zähneknirschen sein würde, als Ausdruck der Verzweiflung über verpasste Gelegenheiten und aus ohnmächtiger Wut gegen Verhältnisse im Jenseits, in denen man sich nun gerade befinden mag, weil solche eben dem inneren Empfinden entsprechen.
      Derartige Verhältnisse brauchen aber für niemanden ewig zu währen. Nur wer sich veränderten Verhältnissen nicht einfügen will, kann aus höllischen Verhältnissen und einer höllischen Umgebung nicht fort. Es hängt also ganz vom freien Willen ab. Wer wird denn aber, so mag hier eingewendet werden, in höllischen Verhältnissen bleiben wollen, wenn er es anders haben kann!
      Mehr als ihr denkt, und zwar meistens aus Eigendünkel und Trotz!
      Auch hier auf Erden begegnen wir manchmal Menschen, die aus widrigen Verhältnissen einfach nicht herauswollen, wenn sie dabei etwas von ihrem eingebildeten Stolz aufgeben müssten. »Lieber«, so sagen solche manchmal, »gehe ich unter, als dass ich nach und eingebe!« Solche Einstellung im Großen Jenseits bindet, bannt und fesselt aber jeden, der so denkt, oftmals an die widrigsten Verhältnisse. Auch im Großen Jenseits wird der freie Wille jedermanns respektiert!
      Es wird uns in kirchlichen Glaubensrichtungen im Grunde genommen eigentlich mehr über Zustände und Verhältnisse in der Hölle als im Himmel berichtet. Vom Himmel heißt es nur, dass dort Lobgesänge angestimmt werden, sowie Harfe und Zimbelspiel ertönt. Das ist gerade keine große Verlockung für jemanden, der ein im Grunde guter Mensch, leider aber völlig unmusikalisch veranlagt sein mag. Nur in den Schriften der Mystiker und Seher erfahren die Menschen mehr über die Zustände im Himmel.
      Doch diese Schriften werden von Kirchenchristen nicht viel gelesen. Daher ist einem Kirchenchristen der Himmel eigentlich nur angenehmer, weil er nichts Höllisches an sich hat.
      Und doch ist der Himmelszustand so unbeschreiblich herrlich, dass, wenn irgendein Sterblicher einen Blick in das Zustandsmäßige des Himmlischen werfen könnte, er fortan jede Lust zum Weiterleben auf Erden verlieren und Gott bitten würde, ihn doch nur von der Erde zu erlösen, damit er im Himmel sein könnte. Was ist denn nun eigentlich der Himmel? Ein Zustand der menschlichen Seele nach dem irdischen Tod, wo die Seele alle jene inneren Beglückungszustände als wirklich zu erleben vermag, in denen sie sich auch schon auf Erden, wann immer mal solche Zustände für kurze Zeit eintraten, so überaus beglückt fühlte.
      Um in den Himmel zu kommen, also zunächst mal in seinen eigenen Himmel, muss man aber die inneren Beglückungszustände, die man auf Erden gelegentlich erlebt, während des irdischen Seins auch weiter pflegen.
      Aus je selbstloseren Motiven sich diese Beglückungszustände ergeben, desto reicher, intensiver und beseligender werden sie auch schon auf Erden, im Jenseits jedoch dann noch um so herrlicher sein. Wie schon früher ein mal gelegentlich angedeutet, ist das von Gott jedem Menschen gesteckte Ziel die Erreichung der höchsten Glückseligkeit.

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Gott ist die Liebe und Seine Zielsetzung ist auch nur durch Liebe bedingt. Das Beglückungsgefühl hat absolut nichts zu tun mit irdischem Rang, Glanz, Stellung oder Einfluss, sondern ist das, was uns, wenn wir es erreicht haben oder drinnen leben, absolut wunschlos macht und in uns das Gefühl erweckt, so sollte es immer sein, denn so wäre man ewig beglückt.
      Dieses Beglückungsgefühl wird bei jedermann anders bewirkt. Ein Mensch glaubt, glücklich sein zu können, wenn er künstlerisch schafft und seine Kunstobjekte anderen darzubieten vermag.
      Wieder ein anderer ist beglückt, wenn er lehren und Vorträge geben kann. Manche sind nur glücklich, wenn sie organisieren können, wieder andere, wenn sie anderen zu helfen vermögen.
      Das wahre Beglückungsgefühl wird ja bei den Menschen genau so verschiedenartig verursacht, wie es auch von ihnen erlebt wird.
      Daher ist der Himmel niemals ein monotoner, gleichmachender Zustand für alle Menschen, sondern der Himmel ist ein Zustand, wo jedermann das Glück, die Beglückung findet, die seinem Allerinnersten, seinem wahren Glücksempfinden entspricht.
      Dort herrscht die allergrößte Freiheit und jeder kann sein Glücksgefühl und Empfinden noch erweitern und steigern. Er braucht nur zu wollen und danach zu streben. Und wo ist die Grenze für die Steigerung?
      Eine solche gibt es im Himmelszustand überhaupt nicht. Jeder kann sich die Grenze immer weiter hinaufsetzen und wird neue Schönheiten, neue Freuden erleben, solange solche nicht die Freiheit anderer einschränken. Je selbstloser die Zielsetzung für die innere Beglückung, desto unfasslich herrlicher die damit verbundene Beglückung selbst.
      Einmal muss doch aber die Beglückungssteigerung eine Grenze haben? Nein, die gibt es einfach nicht! Und warum nicht? Weil mit jeder neuen Beglückungssteigerung auch neue Aus- und Einblicke in Gottes Wunderwerk, die Schöpfung gewonnen werden und dabei immer neue Möglichkeit für den eigenen Beglückungszustand auftauchen.
      Es ist wirklich nicht einfach, all das näher und deutlicher zu beschreiben. Es kann nur angedeutet werden und es muss jedem Leser überlassen bleiben, die angedeuteten diesbezüglichen Folgerungen für sich selbst zu ziehen. Jedenfalls ist der Himmel aber so reichhaltig an Möglichkeiten, dass diese niemals von uns erschöpft werden können. Wohl mögen wir in manchem erreichten und vergrößertem und verstärkterem Beglückungszustand länger bleiben wollen und dürfen das im Zustand des Himmlischen auch, so lange wir das wollen, doch einmal wird uns auch solcher Zustand nicht mehr völlig befriedigen und wir werden ihn verstärkter wünschen und dann auch finden, da wir allmählich reif dafür geworden sein werden!
      Nie und nimmer glaube man aber, dass es im Himmel irgendwie einseitig oder gar zwingend zugehen könne. Ja, wenn dort aber kein Zwang ist, wie wird dann die Ordnung im Himmel aufrecht erhalten, da Menschen doch nun einmal Menschen sind, ob sie noch auf Erden wandeln oder als seelische Bewusstseinseinheiten in himmlischen Zuständen existieren? Die Ordnung im Himmel ist ganz einfach aufrecht zu erhalten. Wer den dortigen Verhältnissen der Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Anständigkeit, Offenheit, Entgegenkommen ohne Rückhalt, Mitleid, Sympathie und Liebe nicht entspricht, schließt sich damit selbst von den himmlischen Zuständen aus, indem er sich dann dort nicht mehr wohlfühlt und sich aus den himmlischen Zuständen von allein entfernen wird, bis es ihm zum Bewusstsein kommt, welchen Irrtum er begangen hat.
      Mit einer Wandlung der Gesinnung zu den angeführten Bedingungen, unter denen sich jemand in himmlischen Zuständen nur wohl und glücklich fühlen kann, kehrt eine Seele dann auch in solche Zustände wieder zurück.
      Der Himmel der Menschen ist so verschiedenartig wie es die Menschen selbst sind. Wie die Vorstellung jedes ewigseienden Erlebnisbewusstseins ist, so ist auch dessen Himmel. Nur um anzudeuten, von welcher Art die himmlischen Herrlichkeiten sein können, seien hier die himmlischen Zustände einiger Seelen wiedergegeben, wobei aber ausdrücklich vermerkt sei, dass diese Beschreibungen ebenfalls nur einen schwachen Abglanz von der Wirklichkeit des Himmels der betreffenden abgeschiedenen Seelen darstellt.
      Zunächst sei der Himmel eines Menschen beschrieben, der allein im Leben dastand und seinen Lebenssinn nur darin sah, anderen zu helfen. Würde euch die Seele eines solchen bei Lebzeiten absolut selbstlos gewesenen Menschen erscheinen, ihr würdet den Glanz seiner Erscheinung kaum ertragen können, denn seine bewiesene Liebe und sein gezeigtes Mitgefühl haben seinen Seelenkörper derart vergeistigt, dass überall, wohin er sich begibt, Licht und Glanz ausgestrahlt wird.

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Und welcher Art ist sein Himmel? Entsprechend der Regung seines Herzens. Er wird Unzähligen weiterhelfen können und dafür stehen ihm im Jenseits dann alle nur möglichen Mittel zur Verfügung, die alle wirklich sind für ihn und für diejenigen, denen er hilft. Solche Hilfesuchenden werden von der Himmelsaura des selbstlosen Menschen angezogen, der das ungetrübteste, beseligendste Glück bei seinem Helfen genießt. Einzelheiten davon zu beschreiben ist unmöglich, da die Situationen dauernd wechseln mögen. Doch, wie immer die jeweiligen Umstände wechseln, durch Hilfe suchender Seelen oftmals selbst verursacht, sie bleiben stets solche, die bei der absolut selbstlos wirkenden Menschenseele grenzenlose Beglückung auslösen. Dieser Beglückungszustand wird dabei immer herrlicher und herrlicher, je mehr selbstlose Hilfe gewährt wird. Worin besteht diese stetig größer werdende Beglückung? Darin, dass sich dauernd neue und herrlichere Ausblicke eröffnen, die vorher unmöglich wahrzunehmen waren.
      Der Himmel eines Schriftleiters und Redners wird darin bestehen, dass er eine Umgebung um sich haben wird, teilweise noch zustandsmäßig, teilweise schon örtlich, wo sich die Seele absolut glücklich fühlen wird, eine Umgebung, die Inspirationen verschafft, neue Gedanken ermöglicht und jede Bequemlichkeit aufweist, die sich der Schriftsteller und Redner bei Lebzeiten immer gewünscht hat.
      Ohne sich recht bewusst zu sein, wie es geschieht, werden alle seine schriftlichen Werke als Bücher gedruckt sein und Bibliotheken füllen in seinem ureigenen Himmelsbereich. Und wenn er Vorträge hält, so werden ihm in seiner Himmelswelt, die zusammenfließen mag, wenigstens zeitweise mit ähnlichen Himmelsreichen anderer Schriftsteller und Redner, riesige Vortragssäle und Hallen zur Verfügung stehen. Er wird sich bei seinen Vorträgen auch nicht über mangelnde Zuhörerschaft zu beklagen haben, da sich in Himmelsbereichen, die seinen ähnlich sind, die Vorträge sozusagen herumgesprochen haben werden und außerdem das Auditorium noch mit Wesenheiten gefüllt sein wird, die außer den Seelen tatsächlich Verstorbener auch Besucher aus dem Zustand des Zustandsmäßigen, also des nicht absolut Wirklichen, von Erdenbewohnern in deren Träumen aufweisen werden.
      Wieder jemand, der ein guter Mensch auf Erden war, aber immer den Wunsch hatte, etwas darzustellen, wird auch diese seine Regung des Herzens im Zustand nach seinem Ableben verwirklicht vorfinden. Kurz: Himmel ist der Zustand und später auch die Örtlichkeit, wo jeder das vorfindet, nach was die Regung seines Herzens, sein Verlangen trägt.
      Das gilt für jeden Menschen! So schaffen sich aber Menschen auch ihre höllischen Zustände nach dem Tod, wenn nämlich die Regung ihres Herzens auf Rache, auf Niederreissen und Schadenzufügen aus Neid, Missgunst oder Niedertracht gerichtet war und ist.
      Hier sei aber eingeflochten, dass besonders die erste Zeit nach dem Ableben die Zustände niemals völlig deutlich abgegrenzt sind, wie wir Menschen bei Lebzeiten ja auch dauernd Stimmungen, Versuchungen und vielartigen Gedankeneinflüssen unterliegen. Ferner sei in Betracht gezogen, dass jeder Tat und jedem Gesinnungseinfluss eine gewisse Kraft zugrunde liegt. Unsere Aufgabe als Mensch mit einem Geistfunken aus Gott ist es, alles auf uns Eindringende an Kraft aller Art zu kontrollieren, da die Kraft an und für sich weder gut noch schlecht ist, sondern ihre Auswirkung und Benutzung durch uns erst eine gute oder schlechte Tat und Handlung verursacht und daraus hervorbringt.
      Im Anschluss hieran sei erwähnt, dass viele Menschen ängstlich sind wegen so mancher unschönen Gedanken und Beeinflussungen aller Art, die den Tag über auf sie eindringen. Sie fürchten, dass sie dadurch schon gesündigt haben. Keineswegs!
      Wir können nicht verhindern, dass sowohl gute wie auch schlechte Gedanken und Ideen, die um uns herum wogen, auf uns eindringen und wir derselben plötzlich bewusst werden. Das ist keine Sünde, sondern nur eine Versuchung, die es geben muss, um uns im Entscheiden zu üben, bis es uns einfach zur Selbstverständlichkeit geworden ist, bei schlechten Gedanken und bösen Einflüssen stets nur das zu wählen und zu tun, was gut und anständig ist.
      Viele willensschwache Menschen, und manche Willensschwäche ist als Anlage ererbt, werden immer weiter auf schlechte Bahnen gelenkt oder geben immer wieder Versuchungen nach, weil sie infolge der schlechten Gedanken, denen sie wieder einmal nachgaben oder worüber sie nachdachten, annehmen, dadurch doch schon gesündigt zu haben. Sie trösten sich dabei mit der Entschuldigung: Ach, was hat es für einen Sinn, das Schlechte bekämpfen zu wollen, wenn ich doch Einflüssen und Gedanken schlechter Art immer und immer wieder unterliege! Das ist eine falsche Schlussfolgerung. Sünde, in des Wortes vollster Bedeutung, liegt erst dann wirklich vor, wenn wir vollbewusst und aus freien Stücken den Versuchungen nachgegeben haben.

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Wenn wir aus der eben angeführten Schwäche heraus bösen Gedanken nachgeben und dann dementsprechend handeln, liegt freilich auch eine Sünde vor, aber erst wenn wir den bösen Gedanken in die Tat umsetzen, doch solche Sünde ist nur ein erneutes Fallen und das Aufstehen davon ist nicht allzu schwer.
      Die Hauptsache ist, wenn man fällt, wieder aufzustehen und den Schaden wieder gut zu machen, den man jemandem zufügte, aber in solcher Form, dass wirklich aller angerichteter Schaden ausgeglichen ist. So genügt es z. B. nicht, wenn man jemanden verleumdet hat, dass man ihn privat um Entschuldigung bittet, sondern diese Entschuldigung muss so sein, dass sie jedermann erreicht, der von der geäußerten Beleidigung schon Kenntnis erhalten hat.
      Das hier Eingefügte wird angeführt, um allen solchen Menschen, die im mer wieder einmal fallen, zu zeigen, dass sie nicht zu verzweifeln brauchen, solange sie sich nur wieder erheben und aufstehen. Niemals liegenbleiben oder sich verzweifelt sagen: Ach, was hat denn das alles für einen Zweck! Das immer wieder Aufstehen hat sogar einen großen Zweck, nämlich mit jedem neuen Aufstehen wird unser Selbstbewusstsein gestärkt, bis es schließlich kräftig genug ist, dass das Fallen nicht mehr so oft vor kommt. Damit ist aber schon ungeheuer viel gewonnen!
      Eine große Hilfe beim sich immer wieder Erheben nach einem Fall ist die Meditation und das Gebet, bei richtiger Vorgehensweise aus tiefstem Herzen, so, als ob man damit Gott direkt anspricht und Ihm persönlich die Schwächen gesteht, anvertraut und um Seinen persönlichen Allmächtigen Schutz fleht.
      Da sich jeder Mensch schon bei Lebzeiten seine Eigenwelten, seinen Himmel oder seine Hölle formt und baut und diese nach dem irdischen Tod in seinem Erlebnisbewusstsein mitnimmt, so sind Himmel und Hölle zunächst mal Zustände, die vom Charakter und den guten und bösen Eigenschaften eines Menschen abhängen und somit scheinbar nichts damit zu tun haben, ob jemand an Gott glaubt oder nicht!
      Man nehme nun aber ja nicht an, dass Glaube zu Gott etwa nichts mit der Glückseligkeit im Himmel zu tun hätte!
      Ganz im Gegenteil! Sehr viel sogar! Deswegen werden alle an und für sich guten, aber nicht gottgläubigen Menschen nach ihrem Tod auf eine für sie kaum erkennbare Art und Weise, durch Umstände und Erlebnisse, im Jenseits langsam darin unterwiesen, dass sie sich allmählich davon überzeugen, dass es einen Gott gibt.
      Das mag oftmals, für irdische Begriffe, lange dauern, doch Langmut und Geduld sind ja himmlische Tugenden.
      Ohne Gottesglauben wird die anfängliche Glückseligkeit des Himmels bei einem zwar guten, aber ungläubigen Menschen nicht weiter zunehmen, sondern so bleiben, wie sie schon anfänglich war, mit dem Ergebnis, dass ein solcher Himmel mit der Zeit langweilig wird, weil der Zustand entweder verkrustet oder von dem bisherigen hohen Ideal des Himmlischen abgleitet und schlechter wird und sich das Himmlische langsam aber sicher davon ins Gegensätzliche wandeln mag. Doch immer und immer wieder wird einem an und für sich guten Menschen geholfen, damit er Gott zu erkennen vermag.
      Nur wer sich absichtlich dagegen verschließt, der wird und muss sich selbst und seinem immer trauriger gestaltenden Schicksal überlassen werden, denn der Himmel ist ein unbegrenzter Beglückungszustand, noch viel mehr als auf Erden, wird der freie Wille aufs Allerhöchste respektiert.
      Betont sei hier, dass die Glückseligkeit des Himmels sich nur bei denen verstärkt, die wissen, dass es einen Gott gibt, der Alles erschaffen hat und, dass die ganze ungeheuerliche Schöpfung nur Sein Werk ist und dieser Gott nur das Allerbeste und die höchste Glückseligkeit eines jeden Menschen will, die aber nur durch Ihn erreicht werden kann.
      Zur Erinnerung wird in allen diesen Offenbarungen immer und immer wieder darauf verwiesen, dass das Fortleben zunächst im rein Zustandsmäßigen besteht, d. h. in den Eigenwelten, die jeder Mensch aus seinem irdischen Leben als sein eigen schon mitbringt.
      Dieses Zustandsmäßige geht mit der Zeit dann in das entsprechende rein Örtliche über. Es wurde auch schon wiederholt aufmerksam gemacht, dass es unzählige bewohnte Welten im Weltall gibt, dass jede bewohnte Welt ihre ureigene jenseitige Sphäre besitzt und, dass diese jenseitigen Sphären der verschiedenen bewohnten Welten für vorgeschrittene Seelen ineinanderfließen und riesige Bereiche von Gefilden der Seeligen darstellen können. So kommt es, dass, je länger jemand tot ist, desto weniger Offenbarungen von solchen als Manifestationen auf Erden zu verzeichnen sind.

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Sie rücken, weniger räumlich als vielmehr zustandsauffassungs- und ortsmässig, weiter von dieser Erde und ihrer Aura ab, die viel zu schwer und dicht für fortgeschrittene Seelen ist. So kommt es, dass viele Seelen in ihre himmlischen Bereiche gelangen, von denen ihr keinerlei Vorstellung habt. Da aber das große Jenseits, besonders im zustandsmäßig Örtlichen - Raum, eine andere Dimensionsform darstellt als die grob materielle Erde, so sind solche vorgeschrittene Seelen auch in ihren himmlischen Bereichen, trotz ihrer örtlichen Entfernungsweiten, räumlich an sich nicht völlig von dieser Erde abgesondert.
      Hiermit wird erneut eine Vorstellung berührt, die schwer für euch begreifbar ist. Es ist ein Unterschied zwischen räumlich und örtlich.
      Örtlich ist der Seinsbereich jedes denkenden Wesens, das örtlich gleichgerichtet sein mag mit Seinsbereichen, die räumlich tatsächlich in Entfernungen von Lichtjahren, für irdisches Raumbegriffsvermögen, liegen mögen. Ein Beispiel dafür sei angeführt: es gibt Planeten und Trabanten von solchen Monden, die örtlich den öden zustandsmäßigen Bereichen mancher Abgeschiedenen entsprechen und daher mit solchen zusammenfallen mögen. Solche Art wäre z. B. das zustandsmäßig Örtliche eines Menschen, der über das Dasein eines Gottes einfach lachte und einen Gott für ein Märchen hielt. War er sonst aber ein guter Mensch, so wird er zu nächst im Jenseits sein zustandsmäßig Himmlisches durchleben, das aber, aus oben erwähnten Gründen, nicht immer höhere Seligkeiten bei ihm hervorruft, sondern mit der Zeit Langeweile verursacht, da ihm der Glaube an Gott, oder besser gesagt, das Gottesbewusstsein fehlt.
      So wird sein zustandsmäßig Örtliches allmählich öde und leer werden, wie die örtlichen Verhältnisse auf manchen Planeten und Trabanten. Dort wird sich dann mit dem Örtlichen der Gegend auch sein Zustandsmäßiges genau verschmelzen. Das Selbst wird dann eine örtliche dorthin gezogene Seele, aber auch so wie er selbstdenkende Gleichgesinnte finden und in deren Gemeinschaft zunächst eine Art von himmlischer Zufriedenheit geniessen, bis ihm diese auch langweilig wird und es seine Mitgenossen zu verabscheuen beginnt, sodass sich sein zustandsmäßig Örtliches auch dort nicht mehr länger zu halten vermag und weiter abgleiten wird zu noch unfreundlicheren zustandsmäßigörtlichen Verhältnissen.
      Es ließen sich unzählige Beispiele von himmlischen Zuständen anführen, doch damit wäre nicht viel geholfen. Was hier beabsichtigt war, euch zu erläutern, ist, was so eigentlich himmlische und höllische Zustände sind, die durch euer allerinnerstes Erlebnisbewusstsein dadurch geschaffen werden, dass ihr das Unterscheidungsvermögen zwischen Gut und Böse, zwischen Harmonischem und Disharmonischem dank eurem Geist als Funken aus Gott besitzt. Somit wären wir es auch, die eigentlich erst den Himmel und die Hölle schaffen. Und so ist es auch! Wir rufen zunächst das dem entsprechende Zustandsmäßige durch das Empfinden unserer Seele und durch das Unterscheidungsvermögen unseres Geistes in unserem Erlebnisbewusstsein hervor, dass dann durch den Geistfunken aus Gott für unser Bewusstsein als Eigenschöpfung hervortritt.
      Wer das erfasst und begriffen hat, der braucht eigentlich keine weiteren Erläuterungen über himmlische und höllische Zustände mehr, da er sie sich durch Folgerungen aus geschehenen menschlichen Taten selbst vorzustellen und auszumalen vermag.
      Tatsächlich gibt es nicht mehr und nicht weniger Zustandsmäßiges im Himmel oder in der Hölle des Großen Jenseits, als sich die menschliche Vorstellungskraft auszumalen vermag. Es ist im zustandsmäßigen Jenseits nichts vorhanden, wovon wir uns keinen Begriff zu machen vermögen. Darum ist das rein Himmlische an sich das, dessen der wahre Gottgläubige allein teilhaftig werden kann; für euch Menschen auf Erden auch unvorstellbar, außer ihr seid in eurem Gottesbewusstsein eben voll erwacht und ganz in Gott aufgegangen.
      Der wahre Himmel an sich, der Himmel, den Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben, liegt aber für alle, die von Gott als Schöpfer überzeugt sind und vor allem Ihn wirklich lieben offen dar und ist die Vorwärtsentwicklung und damit ständig zunehmende Beseeligung und Glückseligkeit, die niemals endet und enden kann, da unser Funken aus Gott, unser ewig währender Geist, genau wie Gott selbst absolut endlos und ewig nach jeder Richtung hin ist.

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