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Geführte Meditative Reise "12 PORTALE" - Einführung (November 2019)

Meine "12 LEBENSBÜHNEN" (Rüdiger Dahlke) erkunden, auf ihnen virtuos "tanzen" lernen, sie lieben und leben — das ist ein machtvoller Weg zu Balance und Lebensglück, zu tiefen Erfahrungen in der Meditation und zur Meisterschaft.

Seit der Eröffnung der Yoga Villa Gensingen veranstalten wir regelmäßig geführte Meditative Reisen zu den "12 PORTALEN" (vormals: 12 HÄUSER DER SEELE). Die Teilnehmer berichten von tief bewegenden Glücks-Erfahrungen:

  • Auf- und Ausrichtungserlebnisse in Becken, Zwerchfell/Brustkorb, Schultergürtel, Wirbelsäule, Kopf.
  • Tiefe göttliche Berührung.
  • Intuitives Wissen über ihre Berufung.
  • Eine fast mystische Ruhe und Gelassenheit.
  • Eine bedeutende Neuausrichtung in ihrem Leben.
  • Intuitives Verständnis und Heilungsimpulse für physische und/oder psychische Krankheiten.
  • Versöhnung mit Teilen ihrer selbst.
  • Versöhnung mit anderen Menschen.
  • Das Bedürfnis, die ganze Welt zu umarmen.
  • Mut und Energie, wichtige Themen im Leben anzugehen.
  • Die Einsicht, dass alles zum Guten ist.
  • ...

Als Yoga- und Meditationslehrer (Bund der Yoga Vidya Lehrer BYV) stehe ich seit 1983 in der ganzheitlichen Tradition von Swami Sivananda. Meine Ausbildung erhielt ich von seinen direkten Schülern Swami Vishnu Devananda, Swami Krishnananda und Sukadev. Ich bilde mich stetig weiter, erforsche die Quellen des Yoga (Indienaufenthalte, Studium von Original-Texten) genauso wie unsere abendländische esoterische Tradion und neue Ansätze aus Physio- und Psychotherapie.

Seit 2014 Seminare und Online-Ausbildungen bei Rüdiger Dahlke.

Seit 2015 Sambodha-Lehrerausbildung bei Aaravindha Himadra.

Seit 2016 Ausbildungen bei Benita Cantieni zum Cantienica®-Trainer "Stufe 4 / PLATIN".

In der Meditativen Reise "12 PORTALE" führen wir machtvolle Traditionen — "westliche" wie "östliche" — zusammen. Sie sind vor vielen Jahrtausenden entstanden und wurden ganz besonders in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt:

  • Basis ist die Einteilung der abendländischen — wie übrigens auch der indischen — Astrologie in 12 Häuser, qualitativ verwandt mit den 12 Sternzeichen (von Widder bis Fische) und 10 Planeten (von Mars bis Neptun), allen wohl bekannt und damit unserer Phantasie und Vorstellung unmittelbar zugänglich.  
  • Von Rüdiger Dahlke's Werk habe ich gelernt, diese Urmuster aus der Astrologie als 12 archetypische psychologische Lebensprinzipien zu interpretieren. Als 12 PORTALE, die sich im Leben immer wieder öffnen: uns einladen, mutig-aufrecht-konstruktiv hindurchzuschreiten. Als 12 Lebensbühnen, die uns zum beherzten Tanz einladen. Die ganzheitliche Entwicklung einfordern und mit Gesundheit, Lebensglück und Meisterschaft belohnen. Wenn wir sie alle anschauen, sie in uns willkommen heißen und erkunden, wenn wir Licht sogar in lange gehütete "Schatten" bringen, kurz: wenn wir uns wohl fühlen in ALLEN 12 "Häusern" unserer Psyche — dann können wir Heilung an Körper, Geist und Seele wirkunsvoll unterstützen. Wir schauen uns unsere Widerstände, unsere körperlichen und geistigen Symptome: unsere Schatten unvoreingenommen aus 100% Nähe an, interpretieren sie und versöhnen uns mit ihnen. Je größer unser Widerstand, desto verheißungsvoller der Schatz, den wir heben können. Wir üben, die lichte, "erlöste" Seite des jeweiligen Prinzips aktiv zu leben, nach und nach vervollkommnen wir so den "Tanz" unseres Lebens.
    Die 12 PORTALE sind entlang einer Evolutions-Logik angesiedelt — das jeweils nächste Portal empfiehlt sich als "gesunder Ausgleich" für Übertreibungen des vorhergehenden Prinzips. Beispielsweise folgt auf das ungestüme Handlungsprimat von Portal 1/Widder/Mars folgerichtig Portal 2/Stier/Venus: die Einladung zu Verwurzelung, Bewahrung und Genuss des Erreichten.
  • Seit über 35 Jahren fasziniert mich die intensive Praxis des Kundalini Yoga: des Yogas der Erweckung und Höherführung der spirituellen Energie. Ich fand heraus, dass die 12 PORTALE — die 12 archetypischen Lebensprinzipien also ­— in unserem (Energie-)Körper konkret "zuhause" sind, nämlich in den Chakras (Energiezentren/-wirbel) und Granthis ("Knoten/Übergänge") entlang der Sushumna, dem mächtigsten aller Nadis (feinstoffliche Energiekanäle), inmitten der Wirbelsäule aufgespannt. So können wir unseren Tanz durch die 12 Portale in unserem Körper lokalisieren und energetisch aufladen. Unsere Reise durch die 12 Portale entfaltet ihre innere Evolutions-Dynamik, ihren Antrieb zur Höherentwicklung also entlang der in unserem Körper aktivierten Energiewirbel.
  • Von Benita Cantieni's therapeutischem Ansatz "CANTIENICA® Körper in Evolution" habe ich gelernt, dass die konsequente Auf- und Ausrichtung von Becken, Wirbelsäule, Zwerchfell, Schultergürtel und Kopf Heilungsprozesse auslöst und unseren Körper bereit macht für innere Entwicklungs-Prozesse. Wir nutzen virtuose Atem- und Visuallisierungstechniken, welche die inneren Muskeln des Beckenbodens, die "autochtonen", fein verzweigten Muskeln entlang der Wirbelsäule und unser umfassendes Faszien-Netzwerk aktivieren: "Portal für Portal" wachsen wir über uns hinaus. Es ist, als schwebten die Wirbel übereinander, als schwebte der Kopf über der Wirbelsäule.
  • Aaravindha Himadra führte mich in die Welt der kosmischen Schöpfungsklänge ein. Bei ihm habe ich gelernt, machtvolle Mantra-Zusammenstellungen für spezifische Inhalte zu komponieren und zu tönen. Schon in den 80er Jahren lernte ich als Bhakti Yogi die Sanskrit-Mantras lieben und schätzen . Den ganzen Tag begleiteten sie mich. In kleinen und großen Kirtan-Sessions und Puja-Zeremonien erlebten wir wieder und wieder, wie die "besungenen" archetypischen Wesenheiten heilende Präsenz und Segen stiften. Nun wenden wir uns der Essenz zu, den Bija-(Samen-)Mantras. Schöpfungsklänge, in denen sich unsere Welt entfaltet. Wir tönen in aller Demut einen Klangteppich, die "Engel" setzen ihre besonderen Heil-Klänge obenauf. Was liegt näher, als die 12 Portale mit diesen archetypischen Kompositionen und ihrer Heil-Energie zu "fluten" und die Shakti (Energie) zur Öffnung und zum couragierten Durchschreiten der 12 PORTALE zu entfachen.
  • Patanjali als Urvater des Raja Yoga empfiehlt erfahrenden Meditierenden die Praxis von SAMYAMA als subtile, machtvolle Abfolge von Dharana (Konzentration: Bewusstes Initiieren eines Inhalts), Dhyana (Meditation: Müheloser "Flow") und Samadhi (Loslassen in die Gravitation tiefer Stille hinein), um Prajna (erleuchtetes Wissen) und Jaya (Meisterschaft) zu erlangen. Für die Meditationspraxis der 12 PORTALE ist diese Technik gleich zweifach konstitutiv: Zum einen "schaukeln" wir zwischen unerlösten und erlösten inhaltlichen Polen eines Hauses hin und her (Dharana), schaffen dabei Nähe zu den Inhalten, bis Leichtigkeit / Flow entstehen (Dhyana). Der Gravitation emergenter tiefer Stille (Samadhi) geben wir dann gerne nach. Anschließend schwingen wir jedes Mantra bewusst an (Dharana), das Tönen selbst "geschieht" dann – wir erfahren, wie die göttliche Mutter durch uns tönt –, es entstehen machtvolle Klangräume (Dhyana), die emergente tiefe Stille lädt uns zur Erfahrung von Transzendenz ein (Samadhi).

Wo Inhalte, tiefe körperliche Strukturen, Energie-Visualsierung und Schöpfungsklänge zusammenfinden, wird die Transzendenz als emergentes Phänomen für viele erfahrbar. Wir tauchen ein in die Tiefen unseres Seins, ein authentischer Ausdruck der Essenz des Universums.

Im folgenden eine zusammenfassende Tabelle mit Inhalten der "12 PORTALE", jeweils als Polaritäten"schaukel" zwischen "unerlöstem" (Schatten-)Pol (jeweils linke Seite) und "erlöstem" Pol (jeweils rechte Seite).

Som'raj freut sich darauf, Euch schon bald in der Yogavilla Gensingen in die Meditative Reise "12 PORTALE" (ent)führen zu dürfen. Bis bald!

Tabelle zu den 12 Portale: Unerlöst / erlöst

90 MIN-VIDEO mit SUPREETHA & SOM'RAJ (2016)

12 HÄUSER DER SEELE. Auf- und Ausrichtung von innen, in göttliche Gesängen schwelgen. Legendärer Workshop beim Yoga Vidya Kongress 2017 im großen Saal in Bad Meinberg mit über 100 begeistert-bewegten Teilnehmern.

Geeignet für das Studium und Üben zu Hause.

Ausführliche TABELLE: 12 Häuser der Seele (2016)

12 PORTALE — Übersicht

Haus: Zeichen — Planet — Deity
Lebensprinzip — Chakra/Granthi — Körperbereich

1. Haus: Widder — Mars — Ganesha
Beginnen, Handeln — Alle Chakras — Körperlanges Brustbein, Wirbelsäule, Längsbänder, Psoas

2. Haus: Stier — Venus — Lakshmi
Verwurzeln, Genießen — Kandha Punkt/Muladhara Chakra — Sitzhöcker, Damm/Perineum, Steißbein

3. Haus: Zwilling — Merkur — Krishna
Spielen, Lernen/Lehren — Brahma Granthi — Hüftpfannen, -gelenke, Oberschenkel

4. Haus: Krebs — Mond — Durga
Spüren, Nähren — Swadhistana Chakra — Kreuzbein, oberes Becken, Schambein

5. Haus: Löwe — Sonne — Surya
Führen, Performen — Manipura Chakra — LWS, Bauch, Nabel

6. Haus: Jungfrau — Merkur — Rama
Forschen, Ordnen — Hrid Chakra — Zwerchfell, Rumpfmuskulatur

7. Haus: Waage — Venus — Saraswati
Ausgleichen, Verfeinern — Anahata oder Hridaya Chakra — BWS, Brustkorb, Brustbein

8. Haus: Skorpion — Pluto — Kali
Transformieren, Entscheiden — Vishnu Granthi — Schlüsselbeine, Schulterblätter, Oberarme

9. Haus: Schütze — Uranus — Guru
Ausdehnen, Erobern — Vishuddha Chakra — HWS, Kehle

10. Haus: Steinbock — Saturn — Subramanya
Konzentrieren, Reduzieren — Ajna Chakra — Kopfmitte, Stirn, Hinterkopf

11. Haus: Wassermann — Uranus — Kaamadeva
Überraschen, (Er-)finden — Rudra Granthi / 3 Randras / Soma Chakra — Schädeldecke, "Nektar-Ozean" über dem Schädel

12. Haus: Fische — Neptun — Shiva
Loslassen, Verschmelzen — Sahasrara Chakra — Nicht-lokal: Gott/Universum

Ausführliche Ansagen zu den "12 Häusern der Seele"
Ältere Version / Stand 2016

1. Haus: Widder — Mars — Ganesha

Lege Dich auf den Rücken. Beine etwa hüftbreit auseinander, Fußballen/Zehen fallen nach außen. Arme entlang des Körpers, Handflächen zeigen nach oben.

Wir beginnen unsere meditative Reise im 1. Haus,mit dem Sternzeichen Widder und dem Planeten Mars verbunden. Widder/Mars will immer sofort handeln, alles hier und jetzt.

Atme tief in den Bauch hinein und aus dem Bauch heraus. Spüre, wie sich der Bauch mit der Einatmung hebt und mit der Ausatmung senkt. Spüre, wie Dein Solar Plexus aktiv wird, sich mit Energie auflädt. Wir "schicken" unseren Atem im Geiste "kreislauf-förmig" durch den ganzen Körper, spannen unsere Wirbelsäule vollständig auf.

Atme tief ein in den Bauch, atme vollständig aus, schicke Deinen Atem im Geiste zum unteren Ende der Wirbelsäule. Atme ein zum unteren Ende der Wirbelsäule, atme aus durch die Mitte der Wirbelsäule (Sushumna Nadi, wichtigster feinstofflicher Energiekanal) nach oben zu Kopf und Kronenpunkt ("Fortsetzung" der Wirbelsäule / Schädeldecke). Atme ein auf der Vorderseite des Körpers nach unten, spüre nacheinander Punkt zwischen den Augenbrauen, Kehle, Herz, Bauchnabel, Geschlechtsorgane, unteres Ende der Wirbelsäule. Atme wieder aus durch die Mitte der Wirbelsäule nach oben zu Kopf und Kronenpunkt und fahre fort mit diesem "kreisförmigen Atem", erlebe, wie Dein ganzer Körper sich dabei aufrichtet, hinten entlang der Wirbelsäule genauso wie vorne. 

Fühle Dich wohl in Deinem 1. Haus. Ehre den "Zauber des Anfangs", traue Deiner ersten Intuition zu einem Thema. Der Mars in Dir will handeln und sich nicht durch die ewigen Zweifler entwaffnen lassen. Kann es sein, dass Dein Leben durch zu viel Grübeln, Zögern und Rücksichtnahme zum Stillstand gekommen ist? Bist Du so erzogen/sozialisiert, dass Du Dich nicht traust, mutig DEINEN Weg zu gehen?

Wird Dein Körper häufig von Entzündungen oder Allergien heimgesucht?

Regst Du Dich ganz besonders oft über über Menschen auf, die unüberlegt, aggressiv, rücksichtslos handeln?

Das sind Zeichen, dass in Deinem Leben das Marsprinzip eher unterbelichtet ist. Erlöse es es aus seinem Schattendasein. Wo in Deinem Leben mag es angebracht sein, mehr Mut und Kampfgeist an den Tag zulegen? Wo ist es endlich an der Zeit zu handeln? Visualisiere Situationen, in denen Du Widder/Mars auf erlöste Weise ausleben willst, wo Du zum strahlenden Helden werden kannst. Lebe Widder/Mars auf "erlöste" Art und Weise, fühle Dich wohl in Deinem 1. Haus.

Im Archetypenkreis des Bhakti Yoga findet Widder/Mars seine Ensprechung in Ganesha. Die Rezitation von Ganesha-Mantras steht am Anfang einer jeden Zeremonie. Der elefantenköpfige Ganesha räumt die Hindernisse beiseite, verheißt unseren Vorhaben Glück und Erfolg. Möge Ganesha uns seinen Segen geben, mag seine Gnade auf uns herabregnen!

OM Gam Ganapataya Namah!

OM Ekadantaaya Vidmahe
Vakra Tundaaya Dhiimahi
Tanno Dantih Prachodayaat.

OM Shriim Kliim Glaum Gam Ganapataye
Vara Varada Sarva JanamMe
Vashamaanaya Swaahaa!

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2. Haus: Stier — Venus — Lakshmi

Der Atem bleibt tief und rhythmisch. Atme vollständig ein, der Bauch hebt sich, atme vollständig aus, der Bauch senkt sich.

Wir sind müde vom unermüdlichen, ungeduldigen Handeln und machen uns auf ins 2. Haus, zum Sternzeichen Stier, dem Planeten Venus. Stier/Venus ist angekommen, schlägt Wurzeln will das Erreichte genießen.

Atme ein zum Damm (Perineum) zwischen Geschlechtsorganen und Anus. Atme aus zum Boden, zur Erde. Stelle Dir bildlich vor, Du verwurzelst Dich in der Erde. Du verbindest Dich mit der Kraft der Erde. Atme wieder ein zum Damm, atme aus, schicke diese Erdenergie in einer Schleife um den Anus herum zum Steißbein. Muladhara Chakra ist jetzt aktiv. Ockergelb-braune Erdenergie durchflutet Dich.

Fühle Dich wohl, komme an in Deinem 2. Haus. Ehre die Heimat, die "Scholle", Deine Tradition. Schlage Wurzeln. Genieße Dein Eigentum, Deinen Selbst-Wert mit allen Sinnen. Stier/Venus bringt Fülle, ja Überfluss. 

Gestattest Du es Dir, zu schwelgen, mit allen Sinnen zu genießen? Gefällst Du Dir auch im "Dolce Farniente" (süßen Nichtstun)? Kannst Du voll und ganz mit Dir und der Welt zufrieden sein?

Oder ist es so, dass sich sofort das schlechte Gewissen meldet? Habe ich mir das überhaupt verdient? Was würden meine Eltern/Kollegen/Freunde/Nachbarn hierüber denken?

Beneidest Du insgeheim Menschen, die das Leben in vollen Zügen genießen? Bringen Dich diese Zeitgenossen gar regelmäßig zur Weißglut? Du rackerst Dich ab, setzt Deine letzten Energien ein und diese trägen Faultiere ...?

Das sind Zeichen, dass das Stier-/Venusprinzip in Deinem Leben eher unterbelichtet ist. Erlöse es es aus seinem Schattendasein. Ein gesunder Selbst-Wert ist essentiell, wenn Du weiterkommen willst — spirituell wie materiell.

Wo in Deinem Leben mag es angebracht sein, innezuhalten, Wurzeln zu schlagen. Wo bietet es sich an, dass ich meine Geschichte, meine Tradition akzeptiere, ja von ihr profitiere. Ja, ich darf das Erreichte genießen, auch stolz darauf sein.

Im mythologischen Archetypenkreis des Bhakti Yoga findet Stier/Venus seine Ensprechung in Lakshmi, Gefährtin des göttlichen Erhalters Vishnu. Lakshmi füllt ihren inneren Reichtum über ihre beiden zum Himmel gerichteten Hände kontinuierlich auf. Eine weitere, linke Hand zeigt nach unten, verteilt materiellen Reichtum, of symbolisiert in Form von Goldstücken. Die rechte Hand öffnet sich nach vorne und spendet spirituelle Fülle. Möge Lakshmi uns ihren Segen geben, mag Ihre Fülle auf uns herabregnen!

OM Shriim Maha Lakshmyai Namah!

OM Shriim Maha Devyai Cha Vidmahe
Vishnu Patnyai Cha Dhiimahi
Tanno Lakshmi Prachodayaat.

OM Vaasudevaaya Vidmahe
Naaraayanaaya Dhiimahi
Tanno Vishnu Prachodayaat.

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3. Haus: Zwillinge — Merkur — Krishna

Der Atem bleibt tief und rhythmisch. Atme vollständig ein, der Bauch hebt sich, atme vollständig aus, der Bauch senkt sich.

Nach dem etwas trägen, konservativen Stier zieht es uns hinaus in die weite Welt: ins 3. Haus, zum Sternzeichen Zwillinge, dem Planeten Merkur. Zwillinge/Merkur ist neugierig, lebendig, möchte Kontakt haben, spielerisch lernen und kommunizieren.

Atme ein, stelle Dir vor, die Sitzhöcker (Ausläufer der Beckenknochen links und rechts neben dem Damm)ziehen sich magnetisch an, hierdurch wird die äußere, mittlere und innere Beckenboden-Muskulatur aktiviert. Atme aus zu den Beckenschaufeln, die sich ausdrehen und auseinanderbewegen.

Atme nun ein zum linken Sitzhöcker, der zur Mitte "schielt". Atme aus zur linken Beckenschaufel. Spüre, wie sich die linke Hälfte Deines Beckens öffnet. Atme ein zum rechten Sitzhöcker, der nun ebenfalls zur Mitte "schielt". Atme aus zur rechten Beckenschaufel. Spüre, wie die sich die rechte Hälfte Deines Beckens öffnet. Iliosacralgelenk und Schambeinfuge werden beweglich. Energetisch öffnet sich eine wichtige Blockade: Brahma Granthi. Wenn wir diesen "Knoten" entwirren, finden wir Zugang zur feinstofflichen Welt der Energien, der Gefühle und Gedanken — jenseits der Materie.

Fühle Dich wohl, komme an in Deinem 3. Haus. Ehre das Vielseitig-Leichte im Leben, eröffne Dir raffiniert neue Horizonte. Folge Deiner Neugierde, lerne dazu und gib Dein Wissen weiter. Zwillinge/Merkur liebt das Spiel, gilt doch die ganze Welt als göttliches Spiel.  

Hast Du Dir Deine kindliche Neugier bewahrt? Oder ist alles in Deinem Leben fest geregelt, kein Platz für Spontaneität? Verlässlichkeit ist Dein höchstes Gut, aber all die festen Zusagen legen sich wie ein Panzer um Dein Leben? Bringen Dich Menschen regelmäßig zur Weißglut, die sich nicht an Zusagen halten, vielmehr locker-flockig das tun, was ihnen gerade einfällt? Die ihr Leben lang nur flunkern und tricksen?

Das sind Zeichen, dass das Zwillinge-/Merkurprinzip in Deinem Leben eher unterbelichtet ist. Erlöse es es aus seinem Schattendasein. Ein gesundes Maß an spielerischer Leichtigkeit wird Dir auf Deinem Weg neue Horizonte eröffnen.

In welchem Bereich Deines Lebens willst Du Dich öffnen, auch einmal spielerisch in den Tag hineinleben? Ja, ich darf neugierig sein, aus dem Moment heraus handeln, Spaß haben.

Im mythologischen Archetypenkreis des Bhakti Yoga findet Zwillinge/Merkur seine Ensprechung in Krishna, dem Weltenlehrer. Spielerische Freude begleitet sein Leben, seine Streiche als Kind sind genaus legendär wie seine Art, die Gopis (seine Verehrerinnen) in Tanz und Ausgelassenheit für sich (die höhere Wahrheit) zu gewinnen. Möge Krishna uns seinen Segen geben, mag seine unbeschwerte Freude uns durchströmen!

OM Namo Bhagavate Vaasudevaaya!

Krishna Krishna Mahaa Yogin
Bhaktaanaam Abhayamkara
Govindaa Paramaanandaa
Sarva Me Vashamaanaya!

OM Kliim Krishnaaya Govindaaya
Gopijana Vallabhaya Svaahaa!

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4. Haus: Krebs — Mond — Durga Maa

Der Atem bleibt tief und rhythmisch. Atme vollständig ein, der Bauch hebt sich, atme vollständig aus, der Bauch senkt sich.

Nach dem rastlosen, manchmal oberflächlichen Umherwandern im Lichte des Merkurs sehnen wir uns nach Tiefe und Halt: nach dem 4. Haus, zum Sternzeichen Krebs, zur betörenden "Mondin". Krebs/Mond bedeutet Gefühl, tiefe, erlebte und gelebte Emotion. Die Mondin fördert Deine ureigene Kreativität in der Tiefe des Spürens zutage, lebt auf im Rhythmus von Nähren und Empfangen.

Atme ein zur Mitte des Kreuzbeins, atme aus und spüre die Ausdehnung des Swadisthana Chakras nach oben und unten. Die miteinander verwachsenen Wirbel des Kreuzbeins "dehnen" sich nach oben und unten, die Wirbelsäule richtet sich auf.

Atme dann wieder ein zur Mitte des Kreuzbeins, atme aus und erlebe, wie sich das nektargleiche Seelenwasser des Sakral-Chakrasnach vorne in das Becken, zu Schambein und Geschlechtsorganen hin ergießt. Tauche ein in das Wesens des Elementes Wasser.

Atme dann ein zur Mitte des Schambeins, atme aus und spüre, wie sich dieser Punkt gleichzeitig nach oben zum Nabel und nach unten zu den Geschlechtsorganen hin ausdehnt. Erfahre, wie der ganze Beckenbereich sich nach oben und unten ausdehnt, hinten in der Wirbelsäule wie an der Vorderseite des Körpers.

Fühle Dich wohl, komme an in Deinem 4. Haus. Ehre das Spüren, tief im Innern. Erlebe den pochenden Rhythmus wahrer Geborgenheit. Empfange was Du — seelisch und körperlich — brauchst, nähre diejenigen, die Deiner Fürsorge bedürfen.

Fällt es Dir schwer, Dich Deinen Gefühlen hinzugeben? Ganz und gar in Dein "Seelenwasser" einzutauchen, Dich mit ihm fließen zu lassen? Verspottest Du Menschen, die sich ohne eigenen Vorteil aufopfern, keinen Halt finden? Verabscheust unbegründete (Ur-)Ängste und Gefühlsduselei im Allgemeinen?

Das sind Zeichen, dass die Mondin in Deinem Leben bisher nicht zu Dir gefunden hat. Wie wichtig ist es, einen Zugang zum Krebsprinzip, zur Urmutter zu finden! Erlöse sie aus ihrem Schattendasein. Befreie die Dir eigene Kreativität, bade in Deinen tiefen Gefühlen, Deinen Emotionen.Nimm Dir vor, dies regelmäßig zu tun, finde Anlässe und Ansatzpunkte. Lerne, in Deiner inneren Welt zu schwelgen!

Die Urmutter findet sich so wunderbar repräsentiert in der archetypischen Figur der Durga, der göttlichen Mutter. Die mit mächtigen Waffen ausgerüstete Durga beschützt uns, vernichtet Dämonen, die uns heimsuchen. Wann auch immer wir sie von Herzen rufen, ja herbeisehnen, eilt sie unmittelbar zur Hilfe. Möge Durga uns mit Ihren Segen überschütten, uns in ihren Armen wiegen.

OM Dum Durgaayai Namah!

OM Katyaayanaaya Vidmahe
KanyaKumari Dhiimahi
Tanno Durge PrachoDayaat!

Durge Smritaa Harasi Bhiitimashesha Jantoh
Swasthaih Smrtaa Matimatiiva Shubhaam Dadaasi
Daaridraya Dukha Bhaya Haarini Ka Tva Danyaa
Sarvopakaara Karanaaya Sadaadra Chitta
OM Sarva Mangala Maangalyai Shive Sarvaartha Saadhike
Sharanye Tryambake Gauri Naaraayani Namostute
Shrishti Sthiti Vinaashanam Shakti Bhuute Sanaatani
Gunaashraye Gunamaye Naaraayani Namostute
Sharanaagata Dinarta Paritrana Paraayane
Sarvasyaarti Hare Devi Naaraayani Namostute

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5. Haus: Löwe — Sonne — Suurya

Der Atem bleibt tief und rhythmisch. Atme vollständig ein in die Tiefe des Bauches, der Bauch hebt sich, atme vollständig aus, der Bauch senkt sich.

In kühlen Schein der Mondin, in den tiefen Wassern unserer Seele haben wir die Quellen unserer Kreativität entdeckt, die nun zur Verwirklichung strebt: zum 5. Haus, zum Sternzeichen Löwe, energetisiert und ausgeleuchtet von der Sonne. Löwe/Sonne begeistert, lenkt Deine Kreativität, Dein Charisma nach außen, in die Welt hinein. Du performst im Rampenlicht, führst andere zu ihrem Glück.

Atme ein zur Mitte der Lendenwirbelsäule, das Manipura Chakra glüht gülden-orange. Atme aus und spüre die Ausdehnung nach oben und unten. Die 5 großen Lendenwirbel "dehnen" sich nach oben und unten aus, ja sie schweben fast übereinanander.

Atme dann wieder ein zum Manipura Chakra, atme aus und erlebe, wie sich das wärmende Feuer nach vorne in den Bauchraum und zum Nabel hin ausbreitet. Lasse Dich erfassen vom wärmenden Enthusiasmus des Elementes Feuer.

Atme dann ein zum Nabel, atme aus und spüre, wie er sich gleichzeitig nach oben zum Brustbein und nach unten zum Schambein hin ausdehnt. Erfahre, wie der ganze Bauch- und Lendenbereich sich nach oben und unten ausdehnt, hinten in der Wirbelsäule wie an der Vorderseite des Körpers.

Fülle Dein 5. Haus ganz aus. Ehre das Feuer, genieße das gleißende Rampenlicht der Bühne. Lebe Deine Kreativität im Außen, verwirkliche Deine Träume in der Welt.

Hast Du Angst, Deine Sonne ungetrübt scheinen zu lassen? Hat man Dir beigebracht, dass Du Dich besser nicht in den Verdergrund schiebst, besser klein und bescheiden bleibst? Verabscheust Du nichts mehr als die unreflektierte Selbstverliebtheit mancher Politiker, Führungskräfte, Künstler oder Schauspieler?

Dann lässt Du das Feuer der Sonne bisher in Deinem Leben nicht lodern, ja Du erstickst es wieder und wieder in den Schatten Deiner Ängstlichkeit. Schreite voran, Du weißt es genau: Dein Leben fordert Dich regelmäßig dazu auf, Deine Kreativität, Deine Sonne scheinen zu lassen. Lege Dich jetzt auf einen ersten Anlass fest. Wie wunderbar, sich in der Wärme des Rampenlichts zu aalen! Ganz die Mitte leben, hell strahlen. Wie schön, wenn man Menschen zu ihrem Glück führen kann!

Die Sonne hat in der Yoga-Mythologie ihren festen Platz als Suurya. Dieses Urprinzip wirkt in den unzähligen Sonnen des Universums genauso wie im Sonnengeflecht aller Lebewesen. Sie schenkt uns Licht, Energie und Wärme, macht uns "hell" und sichtbar. Möge Suurya uns segnen, uns mit seinem Feuer erfüllen!

OM Grhinih Suuryaaya Namah!

OM Aadityaaya Vidmahe
Sahasra Kiranaaya Dhiimahi
Tannah Suurya Prachodayaat

OM Namo Bhagavate Shrii Suuryaaya
Aadityaaya AkshiTejasee
Aho Vaahini Vaahini Swaaha!

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6. Haus: Jungfrau — Merkur — Rama

Der Atem bleibt tief und rhythmisch. Atme vollständig ein, nun besonders in die Flanken, die Seiten Deines Brustkorbs, atme vollständig aus, die Muskulatur des Bauches schmiegt sich an die Wirbelsäule an und deht sich nach oben in die Länge aus.

Lange haben wir uns unreflektiert — vielleicht etwas selbstverliebt — im hellen Licht der Sonne zur Schau geaalt. Sobald wir reifen, erwacht unser Bedürfnis, bewusst zu hinterfragen: was ist wahr, was ist gut, was ist richtig? Dies ist das Anliegen im 6. Haus, im Sternzeichen Jungfrau. Merkur liefert hierzu den Hunger nach, auch die Ressourcen zu manchmal rastloser intellektueller Vielfalt. Wir sind in der Mitte, am zentralen Wendepunkt unserer Reise angelangt.In der Astrologie ist Jungfrau der Übergang vom "dunklen", eher unbewussten zum "hellen", von Bewusstsein und ("links-" wie "rechtshemisphärischer") Vernunft getriebenen Halbkreis.

Das Zwerchfell trennt unsere Bauchhöhle von der Brusthöhle, sie st eine wichtiger "Boden", auf dem wir unseren Brustkorb auf- und ausrichten können. Atme ein zur Mitte des Zwerchfells, atme aus diagonal in alle 4 Richtungen: zum Rippenbogen nach rechts vorne, links vorne, links hinten und rechts hinten. Das Zwerchfell wölbt sich mit jedem Atemzug wie ein Kuppelzelt, die Seiten, die Flanken des Brustkorbs dehnen sich genüsslich.

Atme dann ein zum Rippenbogen rechts vorne, atme aus zum Rippenbogen links hinten. Atme ein nach links vorne, atme aus nach rechts hinten. Atme ein nach links hinten, atme aus nach rechts vorne. Atme ein nach rechts hinten, atme aus nach rechts vorne. Ungleichgewichte, auch Skoliosen können sich nun ausgleichen, an der Mitte ausrichten.

Du bist jetzt ganz im 6. Haus angekommen. Ehre es, werde zum disziplinierten Wissenschaftler, der nach der Wahrheit, dem ethisch Richtigen forscht. Nichts kann Dich zufriedenstellen, Du nutzt alle verfügbaren Mittel um weiterzukommen. Gefühle spielen keine Rolle, Vernunft und Analyse sind alles. Die Diskussion möge sich doch bitte auf dem Boden der Sachlichkeit, der Objetivität entfalten.

Fühlst Du Dich wohl bei Jungfrau/Merkur? Spielen in Deinem Leben Disziplin & Ordnung eine angemessene Rolle? Oder hast Du Dich immer davor gedrückt, die Dinge "zu Ende zu denken"? Treiben Dich Menschen in den Wahnsinn, die an allem etwas auszusetzen haben, alles besser wissen? Die jedes Bild an der Wand 100% geraderücken müssen?

Dann kann es nicht schaden, ein wenig "Jungfrau" in Dein Leben einzuladen. Bestimmt findest Du Themen/Bereiche, die hiervon profitieren würden. Ohne Frage macht es Sinn, emotionslos — ohne wenn und aber — zu hinterfragen, zu analysieren, zu ordnen. So kann mit der Zeit Klarheit und Ausrichtung in Dein Leben kommen. 

Der göttliche Raama verkörpert das Jungfrau-Prinzip in der Mythologie des Yoga. Er kam als Inkarnation des Göttlichen auf die Erde, war sich dessen aber lange Zeit nicht bewusst. Wieder und wieder marterte er seinen Geist mit den Fragen nach Wahrheit und ethischer Vollkommenheit. Wie kann er sein Verhalten perfektionieren, wie Rechtschaffenheit und Freude zu den Menschen bringen? Möge Raama uns segnen mit der tief erfüllenden Freude, die aus den Errungenschaften von Disziplin und reiner Vernunft erwächst!

OM Shrii Raamaaya Namah!

OM Shrii Raama Raama Raameti
Rame Raame Mano Raame
Sahasra Naama Tatulyam
Raama Naama Varaanane

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7. Haus: Waage — Venus — Saraswati

Der Atem bleibt tief und rhythmisch. Atme vollständig ein, nun besonders in die Mitte Deines Brustkorbs, atme vollständig aus, Brustkorb und Bauch senken sich.

Wir sind nun erschöpft vom ewigen Forschen — und natürlich sind wir dank unserer unermüdlichen Anstrengungen zu Virtuosen geworden des Wahren, Schönen und Guten. Jetzt wollen wir unsere Weltausbalancieren,ihr Harmonie und Frieden stiften. Dies ist das Anliegen im 7. Haus, im luftigen Sternzeichen Waage. Venus schafft liebevolle Beziehungen, betört durch Anmut & Grazie..

Atme ein zur Mitte der Brustwirbelsäule, das Anahata Chakra leuchtet hellblau auf. Atme aus und verlängere diesen Bereich gleichzeitig nach oben zum Hals und nach unten zum Kreuz.

Atme ein zur Mitte der Brustwirbelsäule, atme aus und verströme das Luftige Hellblau des Sommerhimmels in den ganzen Brustkorb herein. Wie leicht und weit sich unser Herz anfühlt! Es ist, als würden wir im Winde wehen.

Atme ein zur Mitte des Brustbeins, atme aus und spüre, wie sich dieser Punkt gleichzeitg nach oben zur Kehle und nach unten zum Nabel verlängert.

Erlebe, wie sich Dein gesamter Brustkorb — mit dem Herzen in der Mitte — in alle Richtungen ausdehnt.

Fülle Dein 7. Haus ganz aus. Ehre das Element Luft, genieße das hohe virtuos-diplomatische Parkett. Verströme Deine Liebe, schaffe Verbindungen und Partnerschaft. Ziehe kunstvoll die Fäden der Erotik, werde zur(m) Meister(in) der Ästhetik, setze das Tüpfelchen auf das "i". Alles schwebt in perfekt austarierter Harmonie — absolutely wunderful!

Ist Waage/Venus Dir auf eigentümliche Weise fremd? Hast Du Angst, Partnerschaften einzugehen? Bist Du "ungeschickt" auf dem "diplomatischen Parkett"? Fühlst Du Dich oft wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen? Treibt Dich gar die "Friede-Freude-Soyakuchen"-Mentalität mancher Mitmenschen in den Wahnsinn? 

Sicher kann es nicht schaden, Deine künstlerisch-ästhetische Ader  e t w a s  zu kultivieren. Willst Du Deine Singstimme entwickeln, ein Instrument spielen lernen? Lerne, Dich in die Sichtweise Deiner Mitmenschen hineinzuversetzen, um Beziehungen aufzubauen und virtuos zu verbessern. Lerne, Dich in unterschiedlichen Kontexten zu "benehmen". Lerne die Medtation der "Liebevollen Güte", wende sie täglich an. So kann Dein Leben friedvoll werden, den Duft von Harmonie  und Liebe verströmen.

Die weise, reinweiße Göttin Saraswati verkörpert das Waage-Prinzip in der Mythologie des Yoga. Sie steht für die strahlende Reinheit des Ästhetischen, für perfekte Balance. Saraswati wacht darüber, dass Gerechtigkeit herrscht. Gleichzeitig verkörpert sie das höchste Wissen, Grundlage für Virtuosität im Handeln. Möge die Gnade von Saraswati auf uns herabregnen und uns helfen, liebevoll mit allen Wesen umzugehen, Frieden zu stiften, uns virtuos-geschickt in ihrer Schöpfung zu bewegen.

OM Aim Saraswatyai Namah!

Om Vaak Deviyai Cha Vidmahe
Virinji Pathnyai Cha Dhiimahe
Tanno Vaani Prachodayaat.

OM Aim Tripura Devyai Cha Vidmahe
Kliim Kaameshwaryai Cha Dhiimahi
Saum Tannah Klinne Prachodayaat.

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8. Haus: Skorpion — Pluto — Kaali

Der Atem ist tief und rhythmisch. Atme 3-4 Sekunden ein, nun besonders in den oberen Brustkorb, zu den Schlüsselbeinen. Atme vollständig aus, Schlüsselbeine, Brustkorb und Bauch senken sich.

Wir haben gelernt, dass uns die "Heile-Welt-Mentalität" von Waage/Venus vieles erleichtern kann im Leben, nun erscheint sie uns oberflächlich und schal. Uns ruft die Tiefe, wir wollen hinsehen und unsere "Unterwelt" nicht länger ausblenden. Welche grundlegenden Werte prägen unser Handeln, sind sie noch angemessen? Echte Transformation ist das Anliegen des 8. Hauses, dem Heim von Skorpion/Pluto.

Atme ein zum Übergang von Brust- und Halswirbelsäule, zum 7. Halswirbel, dem sgenannten Prominens. Atme aus, die Schlüsselbeine werden lang, die Schultern schieben sich wie Kleiderbügel auf der Stange nach außen.

Atme ein, die Oberarme werden schwer, esentsteht heilsamer Raum im Schultergelenk. Atme aus, die Kugeln der Oberarmknochen drehen sich aus, ganz sanft mit der Kraft der Oberarmmuskeln, mit jedem Ausatmen etwas mehr. Der (obere) Brustkorb wird weit, Brustwirbelsäule und Halswirbelsäule richten sich weiter auf.

Energetisch öffnet sich ein zweiter wichtiger "Knoten": Vishnu Granthi. Wenn wir diesen Knoten entwirren, durchstoßen, finden wir Zugang zur kausalen Welt der Ursachen, der "Samen", aus denen unsere Energien, Gefühle, Gedanken, Überlegungen entstehen ("keimen"). Wir tauchen ein in Anandamaya Kosha, unsere Wonnehülle mit ihren tiefen spirituellen Erfahrungen.

Im 8. Haus sind Mut und Konsequenz gefragt. Hier genügt nicht mehr der Kompromiss, das "Durchmogeln", es geht um richtig ODER falsch, um schwarz ODER weiß. Wir müssen im übertragenen Sinne das Schwert aus der Scheide holen, um klar zu ent-scheiden, um "alte Zöpfe" abzuschneiden. Fördern die unserem Denken und Handeln zugrundeliegenden Regelsysteme und Werte unsere Weiterentwicklung oder stehen sie echtem Fortschritt im Wege? Wie lange habe ich mich gedrückt vor der(n) anstehenden Transformation(en)?

Du hast jetzt die Reife und die Stärke, Deine Schatten anzuschauen. Finde zu Pluto, dem Gott Deiner (verborgenen) Unterwelt. Lokalisiere Deine verborgenen Schätze. Hebe sie, bringe sie mit Macht in Deinem Leben zum Leuchten. So wirst Du neue Talente entwickeln, es werden sich Dir ganz neue Wege zur Vollkommenheit auftun. Habe keine Angst, auch extreme Positionen zu vertreten und durchzusetzen, die Du als richtig und wertvoll identifiziert hast. Visualisiere das Bild einer im Morast wurzelnden Lotuspflanze, die eine strahlende, betörende Blüte hervorbringt.

Das Skorpion-Prinzip spiegelt sich wider in der wilden Kaali, als göttliche Mutter zuständig für Zerstörung und Transformation. Sie enthauptet unsere "Dämonen" und zermalmt sie anschließend mit ihren mächtigen Kiefern. Sie lässt keinen Widerstand zu, setzt ihre Mission gnadenlos durch. Kaali steht dafür, dass alle Anhaftungen irgendwann überwunden werden, aller Besitz verschwindet oder belanglos wird. Alles, womit du dich identifizierst, worüber Du Dich definierst, wird irgendwann vergehen. „Bitte löse mich, oh Kali, von allen Verhaftungen, löse mich von allen Identifikationen. Oh Kali, lehre mich, mit dir den Tanz des Lebens zu tanzen." Kaali – die schwarze, die dunkle Göttin, die geheimnisvolle Göttin, die mich auf meinem Weg in die Unterwelt begleitet und — wie Phönix aus der Asche — neu auferstehen lässt.

OM Kriim Mahaa Kaalikaayai Namah!

OM Kriim Mahaa Kaalyai Cha Vidmahe
Shmashaana Vaasinyai Cha Dhiimahi
Tanno Aghora Prachodayaat.

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9. Haus: Schütze — Jupiter — Guru

Der Atem bleibt tief und rhythmisch. Atme vollständig ein, richte Deine Aufmerksamkeit zur Kehle, atme vollständig aus.

Aus den Abgründen im Zeichen des Skorpions steigen wir nun glanzvoll auf, bereit, um im 9. Haus mit Schütze/Jupiter zu herrschen und jovial zu teilen. Wir erobern die Welt, verleiben uns ein, was wir können. Immer steht das Höchste, das Größte auf unserem Wunschzettel. Unser Wachstum will die weitesten Räume füllen. Sein Ziel ist höchste, alles umfassende Erkenntnis.

Atme ein zur Mitte der Halswirbelsäule, das Vishuddha Chakra leuchtet tiefviolett auf, in der Farbe des Nachthimmels, des Weltalls. Atme aus und verlängere diesen Bereich gleichzeitig nach oben zum Kopf und nach unten zur Brustwirbelsäule.

Atme ein zur Mitte der Halswirbelsäule, atme aus und verströme das Dunkelviolett des Welt-Raums in die Kehle hinein. Erlebe Größe, Ausdehnung. Ich bin unendlich.

Atme ein zur Kehle, atme aus und spüre, wie sich dieser Punkt gleichzeitg nach oben zum Kinn und nach unten zum Brustbein verlängert.

Erlebe, wie sich der ganze Bereich um Hals und Kehle in alle Richtungen, in die unendlichen Weiten des Raums ausdehnt.

Lebe Dein 10. Haus ganz aus. Ehre das Element Akasha, den unendlichen Raum. Dehne Dich so weit aus, dass Du Deinen Platz einnehmen kannst als Herrscher Deiner Welt. Baue weite Brücken, um die Teile Deines Reiches zu verbinden. Verströme Großzügigkeit und Toleranz. Expandiere Deinen Geist, Deine Wahrnehmung, Deinen Verstand, bis die höchste Erkenntnis dämmert, bis sich Dir der Sinn des Lebens erschließt. 

Hast Du Respekt, ja Angst vor dem "Größenwahnsinn" von Schütze/Jupiter? Verachtest Du die "Großkotzigkeit", den grenzenlosen Optimismus  so mancher Zeitgenossen? Hast Du gelernt, Dich klein zu machen, "Dein Licht unter den Scheffel zu stellen"? Sollen doch andere die Welt erobern? Machst Du Dich künstlich klein ... "Ich werde sowieso nie die Selbstverwirklichung erreichen?"

Höchste Zeit, Jupiter in Dein Leben zu lassen, ihn zu umarmen und willkommen zu heißen. Deine wahre Größe zu spüren. Im 9. Haus bist Du Herrscher Deiner Welt,Meister Deines Universums. Du kannst alles erreichen. Steh auf und trete Dein großartiges Vermächtnis an: wachse über Dich hinaus und verwirkliche die Unendlichkeit der Seele! 

Der Guru, der Lehrer und Meister wacht über unsere Expansion. Er vertreibt die Dunkelheit und gießt alles ins hellste Licht. Er lehrt uns die Kunst des (spirituellen) Wachstums.

Möge der Guru uns einweihen in die Geheimnisse unseres Weges, auf das sich Knoten lösen,Grenzen fallen!

OM Gum Guru Bhyo Namah!

Om Guru Devaaya Vidmahe
Para Brahmaaya Dhiimahi
Tanno Guruh Prachodayaat.

Eines der bekanntesten und mächtigsten Einweihungsmantras ist das Gayatri Mantra:
OM Bhur Bhuva Swaha
Tat Savitur Varenyam
Bhargo Devasya Dhiimahi

Dhiiyo Yona Prachodayaat!

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10. Haus: Steinbock — Saturn — Subramanya (auch: Sharavanabhava, Karthikeya, Muruga, Skanda)

Wir kommen nun zu den 3 letzten Häusern, Zeit Euch aufzusetzen, um die Konzentrationen und Ausdehnungen im Kopf voll genießen zu können. Setzt Euch gerade, richtet Becken, Brustkorb und Schultergürtel wie gelernt auf.

Der Atem bleibt rhythmisch, atmet weiter 3-4 Sekunden ein, 3-4 Sekunden aus. Reduziert aber das Atemvolumen etwas, atmet normal ein und aus. 

Steinbock/Saturn setzt der Völlerei von Schütze/Jupiter absolute Konzentration und Reduktion auf das Wesentliche entgegen. Wenn wir alles haben, über alles herrschen, müssen wir lernen, was wir wirklich wollen. Im 10. Haus wird wichtig, was wir tun und was wir lassen. Wir lernen Ordnung und Struktur.Bescheidenheit und Disziplin bringen uns jetzt weiter.

Setze die Wirbelsäule in der Vorstellung in den Kopf hinein fort, bis zur Höhe der Augenbrauen. Atmet ein in diesen Punkt, das Ajna Chakra leuchtet in leuchtendem Weiß auf, in der Farbe reines Wissens, reiner Erkenntnis. Atme aus und verlängere diesen Bereich gleichzeitig nach oben zum Kronenpunkt und nach unten zur Halswirbelsäule.

Atme ein zum Ajna Chakra in der Mitte des Kopfes, atme aus und verströme gleißendes Weiß zum Trikuti, dem Punkt zwischen den Augenbrauen. Erlebe Erhabenheit, Reinheit, Einpünktigkeit.

Atme ein zu Trikuti, dem 3. Auge, atme aus und spüre, wie sich dieser Punkt gleichzeitg nach oben zur Stirn und nach unten zum Kinn verlängert.

Erlebe, wie sich die Mitte des Kopfes gleichzeitig in alle Richtungen ausdehnt, Du Deinen Frieden in alle Richtungen verströmst.

Finde Dich zurecht im 10. Haus. Ehre die Gesetzmäßigkeiten, die Strukturen, welche Saturn Dir setzt. Du kennst jetzt Dein Ziel, alles andere wird unwichtig. Deine Konzentration ist absolut einpünktig, Dein Fortschritt enorm.Dein Sadhana, Deine Praxis ist diszipliniert und effektiv. 

Verachtest Du Engstirnigkeit und Spießertum? Zeigst Du gerne auf die Scheuklappen von Menschen, die mit aller Konsequenz ihr Ziel verfolgen, ohne nach links und rechts zu schauen. Sind Dir Strukturen jeglicher Art ein Gräuel?

Natürlich ist es wichtig, den Überblick zu behalten. Wenn ich aber etwas als wichtig, ethisch und erstrebenswert, ja als höchstes Ziel erkannt habe, dann sollten wir alle Energien auf dieses Einekonzentrieren. Morgens, mittags, abends, nachts, vor den Einschlafen, nach dem Aufwachen, bei der Arbeit, in unserer Freizeit, alleine oder in Gesellschaft: Wir ziehen unser Vorhaben, unser Projekt in aller Konsequenz durch, nichtss anderes ist mehr wichtig. 

In der spirituellen Mythologie Indiens kam der göttliche Subramanya mit einem einzigen Ziel auf die Welt: um den mächtigen, grausamen Dämonen Taraka zu vernichten. Er wurde gezeugt aus dem konzentrierten Samen von Shiva, so machtvoll und strahlend, dass ihn nur die kühlende Ganga (der Fluß Ganges) aufnehmen und großziehen konnte. Der Dämon Taraka steht für unser Ego, das sich immer in den Vordergrund spielt und verhindert, dass wir uns als Instrument des Göttlichen fühlen, dass wir unser Erleben auf alle Wesen, auf die ganze Schöpfung ausdehnen. Ordnung und Struktur können uns auf dem Weg sehr weit führen.

Möge Subramanya, der Anführer der göttlichen Heeerscharen uns mit Kraft und Durchhaltevermögen, mit einpünktiger Konzentration segnen, auf dass wir schnell unser Ziel erreichen!

OM Sharavanabhavaaya Namah!

OM Tat Purushaaya Vidmahe
Mahaa Senaaya Dhiimahi
Tannah Skanda Prachodayaat!

Alternative: Hanumaan Mantra:
OM Anjaneyaaya Vidmahe
Vaayu Putraaya Dhiimahi
Tanno Hanuman Prachodayaat.

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11. Haus: Wassermann — Uranus — Kaama Deva

Der Atem ist weiterhin rhythmisch. Atme 3-4 Sekunden ein, atmet 3-4 Sekunden aus.

Konzentration und Einpünktigkeit haben uns weit gebracht auf unserem Weg, es scheint, als könnten wir unser Ziel sehen, aber nicht erreichen. Eine hauchdünne "Glasscheibe" trennt uns von der Verwirklichung. Die effizienten Strukturen von Steinbock/Saturn können uns nicht mehr weiterhelfen. Die weisen Schöpfer der Astrologie haben an dieser Stelle das Wassermannprinzip mit seinem Planetenherrscher Uranus eingeführt. Im 11. Haus geht es um die Befreiung aus festen Strukturen, um Überraschung und Originalität. Das Genie gewinnt.

Atme ein zu den Seiten des Kinns, atme aus und verlängere diese Punkte in Richtung Hinterkopf.
Atme ein zu den Mundwinkeln, atme aus und verlängere diese Punkte in Richtung Hinterkopf.
Atme ein zu den Nasenflügeln, den Jochbeinen; atme aus und verlängere diese Punkte in Richtung Hinterkopf.
Atme ein zu den Augenwinkeln, atme aus und verlängere diese Punkte in Richtung Hinterkopf.
Atme ein zu den Seiten der Stirn, atme aus und verlängere diese Punkte in Richtung Hinterkopf.

Um den letzten Schritt zu gehen, müssen wir noch einen letzten "Knoten" überwinden und energetisch öffnen: Rudra Granthi. Erst wenn unsere letzte Identifikation überwunden ist, wenn das Ego endlich loslässt, wenn der letzte Gedanke unseren Geist verlassen hat, können wir Yoga erreichen: "Yogash Chitta Vritti Nirodhah" — Yoga ist das Aufhören der Gedanken im Geist (Yoga Sutra des Patanjali, Kapitel 1, Vers 2).

Im 11. Haus geht es um das Unmögliche, das Bahnbrechende, das Faszinierend-Herausfordernde. Der Stolz auf das Erreichte hilft uns nicht mehr weiter. Wir müssen 'raus aus den festgefahrenen Strukturen, wir werden sprichwörtlich zu Narren, rebellieren und rütteln wach. Auf Normierung folgt Freiheit und Individalität. Ganz bewusst begeben wir uns in unbekannt-unsichere Situationen, wir setzen uns (Lebens-)Welten aus, die wir bisher gemieden haben.

Wir erinnern uns daran: von großen Sehern und Heiligen wird berichtet, dass sie an einem bestimmten Punkt ihrer Entwicklung "seltsam" wurden, ja radikal mit dem Bisherigen brachen. Es gibt keinen sicheren Boden mehr, einzig sicher bleibt die Unsicherheit, der unaufhörliche Wandel, der Charme des Augenblicks. Versuchungen mögen zum lange erhofften Durchbruch führen, Genie und Wahnsinn liegen nahe beisammen.

Gnade kommt zuweil aus einer Richtung, die wir niemals in Betracht gezogen hätten. Auch wenn es abwegig, ja fremd erscheint, uns schwer fällt: Wir öffnen unser Denken, unser Handeln weit. Wir fahren etwa im Urlaub an völlig neue, geheimnisvoll fremde Orte, erleben bizarre Landschaften, die unser gewohntes Denken und Handeln herausfordern und "dehnen". Wir geben dem Unbekannten die Chance, uns zu überraschen. Und wir finden Bereiche unseres Lebens, in denen genau dieses ansteht, in denen wir dieses umsetzen können.

Die indische Kultur unterstützt im Allgemeinen nicht so sehr das Unangepasste, die Opposition.Aber Kaamadeva, der indisch-yogische Liebesgott entspricht der Genialität des Uranus par Excellence. Er schießt seine Pfeile völlig unerwartet ab, wo sie landen, erblüht die Erde in schillernder Buntheit. Völlig neue Perspektiven entstehen. Schicksale werden neu geformt, Entwicklungen umgekehrt und beschleunigt. Möge der Pfeil von Kaamadeva (zugegebenerweise etwas weiter interpretiert) mich treffen, möge er mich verzaubern, so dass ich mich öffne für den Ort, aus dem die unerhofte Gnade, die erhoffte Öffnung für meine Weiterentwicklung kommen mag.

OM Kliim Kaamadevaaya Namah!

OM Kliim Kaamadevaaya Vidmahe
Pushpa Baanaaya Dhiimahi
Tanno'nangaa Prachodayaat.

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12. Haus: Fische — Neptun — Shiva

Wir sitzen vollkommen auf- und ausgerichtet, vollkommen entspannt, lassen alles los. Der Atem wird jetzt sehr leise, sehr subtil. Es ist als ob Du keine Luft mehr einatmest, Leine luft mehr ausatmest. Kevala Kumbhaka, der meditative Atem, aber weiter rhythmisch, 3-4 Sekunden ein, 3-4 Sekunden aus. Wir sind bereit für den letzten Schritt.

Im 12. Haus findet unsere Sehnsucht ihre Erfüllung. Fische/Neptun bringt die Erlösung. Wie ein Fluss in den Ozean, so ergießen wir uns in die Unendlichkeit des Seins. 

Atme ein zum Kronenpunkt, dort wo die nach oben fortgedachte Wirbelsäule die Schädeldecke kreuzt. Atme aus, erlebe, wie sich das Sahasrara Chakra mit seinen "Tausend Blütenblättern ", also seinen unendlichen Verbindungen in die Unendlichkeit des Kosmos ergießt. Spüre, wie Du mit allen Wesen des Universums inniglich verbunden bist. 

Im 12. Hauserfüllt sich der Schöpfungszyklus. Es ist vollbracht, der Sehende ruht in seinem wahren Selbst. Was haben wir uns angestrengt, gemartert und konzentriert — jetzt wird Loslassen zu unserer wahren Aufgabe. Alles, was uns wert und teuer war, was an uns klebte wie Kletten, ist nun dahingeflossen. Nichts ist uns mehr geblieben, wir schweben dahin im Nirvana.

Im aller Konsequenz mündet das Nichts in das ALLes, welches uns jetzt umgibt. ALLmacht, ALLwissenheit, ALLgegenwärtigkeit sind unsere Natur. SAT-CHID-ANANADA, ewiges, immerwähredes Sein, alldurchdringendes Bewusstsein und nicht in Worte zu fassende Glückseligkeit.

Fühlst Du Dich wohl, bist Du zuhause im 12. Haus? Kannst Du Deiner Sehnsucht LEIDENschaftlich folgen, alles andere loslassen? Finde Dein Herzensthema, für das es sich zu "sterben" lohnt. Und lass los, was es nicht wert ist. Was Dich nur runterzieht und Deine Entwicklung bremst. Mache die Meditation zu Deiner Kernpraxis, die Deinen Weg klärt und beschleunigt.

Die Symbolik des Neptun (griechisch: Poseidon) findet sich im Dreizack des "Uryogis" Shiva wieder. Shiva steht für das Unbewegte, Allumfassende, Unendlich-Ewige. Shiva meditiert Millionen von Jahren am Stück, öffnet ein Auge und meditiert weiter. Seine Wohnstätte ist der heilige Berg Kailash, selbst in seiner irdischen Form, dem Lingam das Symbol für Unendlichkeit. Aus den Locken von Shiva ergießt sich Ganga (der Fluss Ganges), die von allen "Papas" (Sünden) reinigt. Ihr Fluss mag Beispiel sein für unsere Hingabe an den Fluss des Lebens.

Mag Shiva uns segnen mit der Urgewalt dieses Flusses, mag er uns lösen aus den Fängen seiner Maaya (Welt der Täuschung), die uns bindet und unsere Entwicklung bremst. Möge Shiva uns führen auf unserem Weg zur Vollkommenheit!

OM Namah Shivaaya!

OM Tat Purushaaya Vidmahe
Mahaa Devaaya Dhimahi
Tanno Rudrah Prachodayaat.

OM Trayambakam Yajaamahe
Sugandhim Pushti Vardhanam
Urvaar Ukamiva Bandhanaan
Mrtyor Mukshiiya Ma'amrtaat!

Alternative: Mantra für die 7 heiligen Flüsse
Ganga, Yamuna, Godaveri, Saraswati, Narmade, Sindhu & Kaveri
OM Gange Cha Yamune
Chaiva Godaveri Saraswati
Narmade Sindhu Kaaveri
Namastu Bhyaam Namo Namah!

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12 PORTALE — Übersicht

Haus: Zeichen — Planet — Deity
Lebensprinzip — Chakra/Granthi — Körperbereich

1. Haus: Widder — Mars — Ganesha
Beginnen, Handeln — Alle Chakras — Körperlanges Brustbein, Wirbelsäule, Längsbänder, Psoas

2. Haus: Stier — Venus — Lakshmi
Verwurzeln, Genießen — Kandha Punkt/Muladhara Chakra — Sitzhöcker, Damm/Perineum, Steißbein

3. Haus: Zwilling — Merkur — Krishna
Spielen, Lernen/Lehren — Brahma Granthi — Hüftpfannen, -gelenke, Oberschenkel

4. Haus: Krebs — Mond — Durga
Spüren, Nähren — Swadhistana Chakra — Kreuzbein, oberes Becken, Schambein

5. Haus: Löwe — Sonne — Surya
Führen, Performen — Manipura Chakra — LWS, Bauch, Nabel

6. Haus: Jungfrau — Merkur — Rama
Forschen, Ordnen — Hrid Chakra — Zwerchfell, Rumpfmuskulatur

7. Haus: Waage — Venus — Saraswati
Ausgleichen, Verfeinern — Anahata oder Hridaya Chakra — BWS, Brustkorb, Brustbein

8. Haus: Skorpion — Pluto — Kali
Transformieren, Entscheiden — Vishnu Granthi — Schlüsselbeine, Schulterblätter, Oberarme

9. Haus: Schütze — Uranus — Guru
Ausdehnen, Erobern — Vishuddha Chakra — HWS, Kehle

10. Haus: Steinbock — Saturn — Subramanya
Konzentrieren, Reduzieren — Ajna Chakra — Kopfmitte, Stirn, Hinterkopf

11. Haus: Wassermann — Uranus — Kaamadeva
Überraschen, (Er-)finden — Rudra Granthi / 3 Randras / Soma Chakra — Schädeldecke, "Nektar-Ozean" über dem Schädel

12. Haus: Fische — Neptun — Shiva
Loslassen, Verschmelzen — Sahasrara Chakra — Nicht-lokal: Gott/Universum



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