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Yoga Vidya und die Yoga Vidya Tradition

Wir leben und lehren den Yoga in der Tradition von Swami Sivananda und seines Schülers Swami Vishnu-Devananda

Swami Vishnu-Devananda hat die Sivananda Yoga Zentren im Westen gegründet. In unserem Verhaltenskodex und in unserem Sadhana (spirituelle Praxis) orientieren wir uns an ihren Lehren, sowie an deren Interpretation von Sukadev.

Voraussetzung für unsere Sevakas im Yoga Vidya e. V. ist, ihre Grundsätze zu akzeptieren, zu befolgen und im täglichen Leben umzusetzen.

Swami Sivananda
Swami Vishnu-Devananda
Sukadev
Yoga Vidya e.V.

Swami Sivananda

Swami Sivananda, 8.9.1887 - 14.7.1963, ist einer der großen Yogameister dieses Jahrhunderts und die inspirierende Kraft hinter den Yoga-Vidya-Zentren. Aufgewachsen in einer spirituellen Hindu-Familie in Südindien, besuchte er eine christliche Missionsschule und lernte so schon in der Kindheit, indisches und westliches Gedankengut zu verknüpfen. Anschließend studierte er Medizin, wanderte nach Malaysia aus und wurde Leiter eines Krankenhauses. Im Alter von 37 Jahren kehrte er zurück nach Indien, um in Rishikesh am Fuß des Himalayas intensiv Yoga und Meditation zu praktizieren. In dieser Zeit erreichte er Samadhi, die Selbstverwirklichung – das Ziel aller Yogapraktiken.

Er hatte ursprünglich nicht die Absicht, als Lehrer und Meister tätig zu werden, spürte dann aber, dass es sein Auftrag von Gott war, sein Wissen und seine Erfahrung an möglichst viele Menschen in Indien und auf der ganzen Welt weiterzugeben und sie praktische Mittel und Wege zu lehren, wie sie selbst auch die Befreiung erreichen können. Angezogen von der Macht seiner Persönlichkeit und seiner liebevollen Ausstrahlung kamen viele Schüler zu ihm. So entstand mit der Zeit ein großer Ashram um ihn herum. Im Sivananda-Ashram in Rishikesh im Himalaya, am Ufer des Ganges, leben heute ungefähr 300 Mitarbeiter, darunter viele Swamis (Mönche). Einige von ihnen sind noch direkte Schüler von Swami Sivananda. Der Ashram in Rishikesh unterhält unter anderem ein Krankenhaus, in dem die Menschen der Umgebung kostenlose medizinische Versorgung erhalten. Der Ashram betreut auch eine außerhalb gelegene Leprakolonie und setzt sich sehr für die Hilfe an der Bevölkerung ein (bei Erdbeben, Überschwemmungen und ähnlichem).

Während er in Rishikesh jahrelang Meditation, Mantra-Singen, selbstlosen Dienst, Asanas und Pranayama intensiv praktizierte, beobachtete Swami Sivananda viele andere Mönche und Sucher auf dem Weg ihrer Reise. Er erkannte, dass sie oft deswegen keine wesentlichen Fortschritte machten, weil ihnen
a) nicht die richtigen äußeren Lebensbedingungen zur Verfügung standen, die für spirituelle Praktiken nötig sind, wie Hygiene, gesundes Essen, angemessene Unterkunft, usw. und weil sie sich b) oft zu sehr nur auf eine Yogaart konzentrierten. Deshalb praktizierte und erforschte er für sich eine Synthese aus allen Yogawegen und gab diese Lehre vom ganzheitlichen Yoga auch an seine Schüler weiter. An diesem Punkt machte er die Erfahrung, dass sich durch das Ausüben von Elementen aus allen Yogawegen die Persönlichkeit ganzheitlich auf allen Ebenen sehr schnell weiterentwickelt.

Er hat bis zu seinem Tod mehr als 300 Bücher geschrieben, um sein Wissen und seine Erfahrung möglichst weit zu verbreiten und allen zugänglich zu machen.

Swami Sivananda hat die Lehren der alten Schriften, eine Jahrtausende alte Wissenschaft und Tradition, in einer direkten, allgemeinverständlichen Sprache formuliert und sie so zusammengestellt, dass sie den Menschen in der heutigen Zeit als praktische Orientierungs- und Lebenshilfe dienen. Mehr zu Swami Sivananda

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Swami Vishnu-Devananda

Der Begründer der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren, Swami Vishnu-Devananda, war eine weltbekannte Autorität auf dem Gebiet des Hatha und Raja Yoga. Wegen seiner verschiedenen Friedensmissionen auf der ganzen Welt war Swamiji auch als der „Fliegende Swami“ bekannt.

Swamiji wurde 1927 in Kerala, Südindien, geboren. Eine seiner Hauptcharaktereigenschaften als kleines Kind war ein starker Wille und Entschlossenheit. Seine Mutter, heute bekannt als Mataji, die später von Swami Sivananda Sannyas (Gelübde der Entsagung) annahm, sagte, dass wann auch immer ihr Sohn etwas wollte, nichts und niemand ihn aufhalten konnte.

Eine interessante Anekdote berichtet davon, wie er als fünfjähriger Knirps den starken Wunsch hatte, zur Schule zu gehen und zu lernen. Als man ihm sagte, dass dies nicht möglich sei, weil die nächstgelegene Schule mehr als fünf Meilen entfernt sei, kümmerte sich das Kind selbständig darum, zu packen und begab sich früh am nächsten Morgen auf den fünf Meilen langen Fußweg durch den Dschungel. Er lief am Abend zurück und fuhr fort, das Gleiche für viele Jahre zu tun.

Als Teenager ohne finanzielle Mittel für ein Universitätsstudium ging er zur Armee, um die wissenschaftliche Ausbildung zu erhalten, nach der er sich sehnte. Als er einmal während dieser Zeit in einem Papierkorb nach einem verlorenen Papier suchte, fiel sein Blick auf ein Schrift von Swami Sivananda mit dem Titel „20 Spiritual Instructions“.

Das Flugblatt begann mit den folgenden Worten: „Ein Gramm Praxis ist besser als Tonnen von Theorie“. Die Praxisbezogenheit und innewohnende Kraft dieser einfachen Worte brachte Swamiji dazu, während eines 36-stündigen Urlaubs quer durch ganz Indien zu reisen, um Swami Sivananda im weit entfernten Rishikesh im Himalaya zu treffen. Dieser kurze Besuch hinterließ solch einen starken Eindruck im Bewusstsein des jungen Mannes, dass er den Entschluss fasste, so bald wie möglich wiederzukommen.


Bei seinem zweiten Besuch erhielt der junge Schüler zwei beeindruckende Lehren von Swami Sivananda. Die erste Lektion kam, als Swami Vishnu-Devananda zu schüchtern und ein wenig zu eingebildet war, um sich vor dem Guru Swami Sivananda zu verneigen. Der Meister Swami Sivananda warf sich vor dem jungen Schüler nieder und lehrte ihn so durch sein eigenes Bespiel Demut. Die zweite Lektion kam während der Arati (Verehrungszeremonie) für die Ganga (den Fluss Ganges).

Swamiji war verblüfft und hatte Zweifel als er darüber nachdachte, wie intelligente Menschen etwas verehren können, das aus wissenschaftlicher Sicht einfach nur H2O ist. Dann lächelte der Meister zart und schaute Swamiji an, der den Fluss sofort als ein gewaltiges, helles, kosmisches Licht sah. Danach lud Swami Sivananda den jungen Mann dazu ein, im Ashram zu bleiben, um zu lernen und ein Yogi zu werden. Swami Vishnu-Devananda antwortete spontan mit „Ja“.

Swami Vishnu-devananda blieb zehn Jahre lang im Sivananda Ashram und wurde von Swami Sivananda in allen Aspekten des Yoga ausgebildet. Er wurde schnell zu einem außergewöhnlichen Experten auf dem Pfad des Hatha Yoga und war ein sehr begeisterter und unermüdlicher Karma Yogi. Eines Tages gab Swami Sivananda Swamiji einen Zehn-Rupien-Schein (entspricht weniger als einem Dollar!) und seinen Segen, um in den Westen zu reisen und die Lehren des Vedanta zu verbreiten. „Die Menschen warten“ waren die Worte des Meisters.

Swamijis unbegrenzte Energie und tiefe Inspiration brachten ihn dazu, die Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren zu gründen und zu leiten, zu denen inzwischen mehr als zwanzig Yogazentren, sieben Ashrams gehören und außerdem viele angeschlossene Zentren und Yogalehrer. Swami entwarf die erste Yogalehrerausbildung, in der bis heute mehr als 8000 Lehrer auf dem Gebiet des Yoga und der Spiritualität ausgebildet wurden. Eine seiner genialen Ideen war es, diese uralten und umfangreichen Lehren in den „fünf Prinzipien des Yoga“ (richtige Asanas (Körperstellungen), richtige Atmung (Prananyama), richtige Entspannung, richtige Ernährung, positives Denken und Meditation) zusammenzufassen, die einfach zu verstehen und leicht in die tägliche Praxis zu übernehmen sind.

Swamiji war während seines ganzen Lebens tief besorgt über den Zustand der Welt und die ständige Katastrophe der Kriege. Dies führte ihn dazu, in einem kleinen Flugzeug, das er dann auch selbst steuerte, über etliche Krisenherde der Welt zu fliegen. Damit sorgte er nicht nur für Diskussion und Bewusstheit in den Nachrichten, sondern er „bombardierte“ diese kriegsgeschundenen Gebiete auch mit Blumen und Friedensflugblättern, während er Om Namo Narayanaya, das Mantra für den Weltfrieden, wiederholte. Mehr zu Swami Vishnu-devananda. Bücher online von Swami Vishnu-Devananda.

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Sukadev

Der Leiter, Sukadev Volker Bretz, praktiziert Yoga intensiv seit 1979, davon 12 Jahre (1980-1991) in den amerikanischen und europäischen Sivananda Yoga Zentren und Ashrams bei seinem Meister, Swami Vishnu-Devananda, der ihn ausbildete und ihm den Titel Acharya und „Master of Yoga“ verliehen hat.

Inspiriert durch mehrere Visionen von Swami Sivananda gründete Sukadev im Mai/Juni 1992 Yoga Vidya. Er ist die meiste Zeit in Bad Meinberg und leitet täglich (oder fast täglich) mindestens einen Satsang mit Meditation, Mantra-Singen und Vortrag. Er gibt fast jedes Wochenende ein Seminar und die Hälfte des Jahres Wochenseminare /-ausbildungen. Sukadev versteht es wunderbar, tiefe Weisheit humorvoll weiterzugeben. Seine besondere Stärke ist es, Aspiranten zu intensiver Praxis zu motivieren, hinter allem einen höheren Sinn zu sehen und mehr Energie und Herz in den Alltag zu bringen. Er ist Autor von: „Die Yoga-Weisheit des Patanjali für Menschen von heute“, „Das Yoga Vidya Asana Buch“, „Yoga Geschichten“, „Yogaweisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute“ (Band 1-4), „Die Kundalini-Energie erwecken“, „Karma und Reinkarnation“ und „Der Königsweg zur Gelassenheit”.
Hier findest du alle Online-Bücher. Mehr zu Sukadev. Aktuelle Ausbildungen und Seminare mit Sukadev.

Yoga Vidya e.V.

Der Yoga Vidya e.V. lehrt den seit Jahrhunderten bewährten klassischen, ganzheitlichen Yoga nach Swami Sivananda. Wir sind ein gemeinnützig anerkannter, nicht kommerzieller Verein und viele Helfer arbeiten im Sinne des Karma Yoga ehrenamtlich. Auch die Sevaka arbeiten aus Überzeugung und Freude am Yoga gegen ein nur sehr geringes Entgelt und können so mit niedrigen Kursgebühren versuchen, allen Menschen die Praxis des Yoga zu ermöglichen.

Unser Stammsitz in Frankfurt existiert seit 1992, die Zweigstelle in Koblenz und der Yoga Vidya Ashram Westerwald seit 1996. Im Januar 2000 wurde das Center in Köln eröffnet, gefolgt von Essen, Mainz und Hamburg - und neu in 2012 Wilhelmshaven. Seit dem 11. Oktober 2003 hat Bad Meinberg die Hauptsitzfunktion inne und seit 2008 gibt es einen Ashram an der Nordsee. Seit August 2013 den Yoga Vidya Ashram Allgäu. Übersicht aller Zentren

Das Haus in Bad Meinberg ist Deutschlands größter Yoga-Ashram und Europas größtes Ausbildungsinstitut für Yogalehrer.

Daneben gibt es in verschiedenen Städten Deutschlands Yoga Vidya Kooperationszentren, die selbstständig sind, aber in Zusammenarbeit mit Yoga Vidya Yoga lehren und weitergeben. Etwa 3000 Mitglieder des Bundes der Yoga Vidya Lehrer arbeiten in ganz Deutschland mit uns zusammen (Stand: Januar 2015).

Wir planen die Eröffnung weiterer Zentren und Ashrams in Deutschland und Europa sowie eventuell einen Ashram im sonnigen Süden, so dass wir in Zukunft sicher viele neue Sevaka brauchen werden! Es tut sich sehr viel, wir sind im Aufbruch, haben auch sehr viele Ideen um den Yoga weiter zu verbreiten, zu leben und zu lehren. Zwar haben manche Projekte für den Moment eher noch den Charakter einer Vision, so sind andere doch schon in ein konkretes Planungsstadium eingetreten. Mehr zum Yoga Vidya e.V.

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