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Organisationsstruktur von Yoga Vidya

Wie werden Entscheidungen getroffen und kommuniziert?

Im Yoga Vidya Ashram gibt es eine Mischung aus nicht änderbaren Grundbedingungen, demokratisch getroffenen sowie von Vorsitzenden, Ashramleiter, Teamleiter bzw. Teamleitern getroffenen Entscheidungen. Die Grundbedingungen hier sind:

  1. Der Yoga Vidya e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Zweck, Yoga zu verbreiten. Daher muss alles vom Verein Organisierte inhaltlich mit dem Thema Yoga zu tun haben. Eine Mischung aus spirituellen Traditionen und Therapien ohne Bezug zum Yoga ist daher nicht möglich.
  2. Wir stehen in der Tradition von Swami Sivananda/Swami Vishnu-devananda. An ihren Lehren orientieren sich Aufbau des Satsangs, der Hatha Yoga Kurse, die Interpretation des Yoga Systems, Vorträge und Leben. Bei Interpretation des klassischen Yoga-Systems werden dabei westlicher Lebensstil, wissenschaftliche Forschungen, neue gesundheitliche Erkenntnisse und humanistisches Gedankengut verwendet.
  3. Für Sevaka bestehen bestimmte Regeln, die andauernd gültig sind.

Jährliche Mitgliederversammlung

Im Yoga Vidya e.V. gibt es jährlich eine Mitgliederversammlung. Diese wählt den Vorstand und kann Grundsatzentscheidungen treffen. Als Mitglied beim Yoga Vidya e.V. bist du stimmberechtigt; die wichtigsten Entscheidungen trifft jedoch der Vorstand.

Entscheidungsgremien

Im Tagesbetrieb gibt es folgende Entscheidungsgremien:

  • Die Sevakaversammlung ist das wichtigste Entscheidungsgremium bei Yoga Vidya. Es gibt die standortbezogene Sevaka-Versammlung sowie die Yoga-Vidya-weite Sevaka-Versammlung.
  • Der Shanti-Rat.
  • Sukadev trifft Entscheidungen, die das spirituelle Leben betreffen und die Anwendung der Grundsätze und Regeln betreffen.
  • Die Strategie-Kommission.
  • Im Alltag haben die Ashramleiter/die Ashramleiterin, Bereichsleiter, Teamleiter, Zentrumsleiter die Verantwortung und sind Ansprechpartner.

Die Sevakaversammlung

Die standortbezogene, wöchentliche Sevaka-Versammlung ist das wichtigste Treffen und Entscheidungsgremium für alle Angelegenheiten des Yoga Vidya Ashrams bzw. Zentren, als auch für standortübergreifende Angelegenheiten.

Stimmberechtigt sind alle Sevaka, Sevaka in Rente und alle Jugendliche, die den Richtlinien des Yoga-Vidya-Programms folgen und ein Aufnahmeritual erhalten haben. Anwesenheitsrecht und Rederecht (ohne Stimmrecht) haben darüber hinaus:

  • Langzeitmithelfer, die seit mindestens einem Jahr im Haus sind, in diesem Jahr mindestens acht Monate im Haus waren und weitere acht Monate pro Jahr im Haus sein werden.
  • Nutzer/Bewohner (Yoga Aspiranten, die ein Wohnrecht käuflich erworben haben), die Halbzeit-Sevaka sind, mindestens ein Jahr bei Yoga Vidya sind und mindestens neun Monate davon im Jahr im Haus verbringen.
  • Sevaka aus anderen Yoga Vidya Ashrams oder vereinseigenen Zentren.

Ein abwesender Sevaka kann sein Stimmrecht einem anderen Sevaka übertragen, dieser darf dann maximal zwei übertragene Stimmen annehmen und abgeben.

Mehrheiten bei Entscheidungen: Bei Entscheidungen bedarf es im ersten Wahlgang der Zustimmung mindestens 75% der abgegeben Stimmen, außerdem 50% der anwesenden Teamleiter und der Zustimmung des Ashramleiters. Ist eine dieser drei Bedingungen nicht erfüllt, bedarf es eines zweiten Wahlgangs, der in einer danach folgenden Sevakaversammlung stattfinden kann.
Beim zweiten Wahlgang gilt: Es reicht die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei mehr als zwei Vorschlägen: Wenn kein Vorschlag die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen erreicht, kommt es zwischen den beiden Vorschlägen mit der höchsten Stimmenanzahl zur Stichwahl. Der Vorschlag mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gilt als angenommen.

Shanti-Rat

Shanti heißt Frieden. Der Shanti-Rat hat die Aufgabe, in der Yoga Vidya Lebensgemeinschaft Frieden wachsen zu lassen. Der Rat besteht aus 7 Personen, die alle zwei Jahre für alle Yoga Vidya Zentren und Ashrams gewählt werden. Er ähnelt einem Betriebsrat und kann auch angerufen werden in Fällen von Himsa, dem Verstoß gegen das so wichtige Yoga-Prinzip des Nichtverletzens.

Bei strafrechtlich relevanten Tatbeständen gehen wir natürlich den Weg der Schutzfunktion des Staates.

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Entscheidungen, die alle Center und Ashrams berühren

Die Strategie-Kommission besteht aus 10 Personen und setzt sich wie folgt zusammen:

  1. Vereinsvorsitzender
  2. Leitung des Ashrams Bad Meinberg
  3. Leitung des Ashrams Westerwald
  4. Leitung des Ashrams der Nordsee
  5. Leitung des Ashrams im Allgäu
  6. Bereichsleiter aus Bad Meinberg (gewählt von den Bad Meinberger Bereichsleitern)
  7. Koordinator der Yoga Vidya Stadtcenter
  8. ein Sevaka aus den Stadtzentren (gewählt von den Sevakas der Stadtcenter)
  9. ein Sevka aus dem Ashram ...
    • ... im Westerwald
    • ... in Bad Meinberg
    • ... der Nordsee
    • ... im Allgäu
    • (jeweils gewählt von den ansässigen Sevakas)

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Vorgehen bei standortübergreifenden und wichtigen Entscheidungen

Nachfolgend das Vorgehen bei Entscheidungen übergeordneter, strategischer Art:
a) betrifft ein Zentrum oder Ashram
Der Ashram bzw. das Zentrum bereitet Entscheidungen vor und die Strategiekommission wird nachfolgend darüber informiert. Wenn es keine Bedenken seitens der Kommission gibt, liegt die Entscheidung beim Ashram beziehungsweise Zentrum. Wenn es Bedenken gibt, dann muss die Strategiekommission entscheiden, welches größere Gremium entscheiden soll. Bei Entscheidungen, auch in einem Ashram, deren Tragweite so groß ist, dass sie Yoga Vidya als Ganzes berühren (wie z.B. bei Kreditaufnahme, größerer Anschaffung, etc.), wird nicht nur im betreffenden Ashram/Zentrum abgestimmt, sondern in allen Ashrams.


b) betrifft Änderungen Sevaka-Regeln,
die Yoga-Vidya-weit gelten sollen: Diese Entscheidungen werden auf den Sevakatagen mit allen gemeinsam getroffen.


c) betrifft Expansion/Koordination:
Entscheidungen werden durch alle vorbereitet und die Mitglieder der Kommission frühzeitig informiert. Sie macht Pläne und entscheidet an wen was weitergegeben wird. Bei größeren Entscheidungen gilt: Alle Sevaka müssen entscheiden. Wie geht das? Die Sevakaversammlungen in Bad-Meinberg, im Westerwald und an der Nordsee fällen unabhängig voneinander eine Entscheidung, während die Sevaka aus den Zentren die Möglichkeit haben in einen Ashram zu fahren und ihre Stimme abzugeben. Bei diesen übergeordneten Entscheidungen ist es auch möglich, dass ein Sevaka sein Stimmrecht (jeweils eine Stimme) an einen Kollegen schriftlich überträgt, wenn er/sie abwesend sein muss.

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Bestimmung von Team-, Bereichs-, Zentrums- und Ashramleitern

Die Strategiekommission schlägt einen Ashramleiter/in bzw. Zentrumskoordinator vor. Die örtliche Sevakaversammlung entscheidet über den Vorschlag, d.h., wählt den Ashramleiter/in. - Der/die Bereichsleiter/in bestimmt die Teamleiter/in seines Bereichs in Abstimmung mit dem Ashramleiter und in Absprache mit den Teammitgliedern. Alle Instanzen werden also nach vorhergegangenen Gesprächen und Bestätigungen gewählt und jede Berufung ist auf diese Weise auch jederzeit wieder veränderbar.

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