Mai 04 2017

Yoga Wiki über Ernährungsregeln, Ernährungsumstellung und Lichtnahrung


Eine Ernährungsumstellung sollte natürlich geschehen und nicht erzwungen werden

Die Ernährungsregeln sind deutlich wichtiger als die Ernährungsstufen. Befolgt man die folgenden Ernährungsregeln, ist es vollkommen unwichtig, auf welcher Ernährungsstufe man sich befindet, denn der Körper wird sich von selbst auf höhere Ernährungsstufen umstellen und die alte, bzw. ungesunde Ernährungsweise abstoßen. Wenn man Pranayama übt und seinen PH-Wert durch Verlangsamung des Atems erhöht, dann wird sich die Ernährung schnell von selbst ändern und der Körper wird sich von alleine auf höhere Ernährungsstufen wie z.B. Vegetarismus, Veganismus, Rohkost usw. einstellen.

Die Ursache von Mangelerscheinungen und Fehlschlägen bei der Ernährungsumstellung

Normalerweise essen die Menschen „gewöhnlich“, sind übersäuert und wechseln ihre Ernährungsstufe, ohne ihren inneren Kosmos durch Atemübungen zu unterstützen und ohne sich an die Ernährungsregeln zu halten. Deswegen haben viele Menschen Mangelerscheinungen und fallen auf ihre alte Ernährungsstufe zurück. Sie wechseln ihre Ernährung z.B. auf Rohkost, aber haben noch den Stoffwechsel eines Allesessers. So befindet sich ihr Körper physisch und psychisch im Stress, weil er noch an die alte Ernährungsform angepasst ist und noch keine Eiweiße, Aminosäuren, Kohlenhydrate usw. selbst produzieren kann. Der Prozess der Umstellung von einer Ernährungsstufe zur anderen sollte ganz natürlich geschehen und nicht erzwungen werden. Das Prana sollte die alte Ernährung „hinausengen“ und der Appetit sollte natürlich vom Alten zum besseren Neuen wechseln.

Je reiner der Körper, desto leichter die Ernährungsumstellung

Je höher der PH-Wert des Körpers ist, desto leichter findet eine Ernährungsumstellung statt. Je länger man die Luft anhalten kann, desto höher ist der PH-Wert des Körpers. Idealerweise sollte man mindestens 1 Minute mit leerer Lunge, 3 Minuten mit voller Lunge die Luft anhalten können oder im 12:48:24 Rhythmus Wechselatmung üben. Hier beginnen besonders interessante Wirkungen der Wechselatmung, weswegen man diesen Rhythmus immer weiter steigern sollte.

Die besonderen Wirkungen von Anuloma Viloma

Yogis sagen, 12:48:24 ist die minimale Anuloma Viloma Stufe, hier gilt der Körper als rein und hört auf krank zu werden. Bei 13:52:26 hört der Körper auf zu altern, bei 15:60:30 fängt der Körper an, sich zu verjüngen und bei 20:80:40 fängt der Körper an, während der Praxis zu hüpfen, angeblich ist das die Stufe, auf der man früher zum Yoga kam, darunter galt man als einfacher Akrobat. 24:96:48 gilt als mittlere Stufe, hier fängt der Körper an zu levitieren. 36:144:72 gehört zur höchsten Ebene, das soll die Ebene von Sathya Sai Baba, Gautama Buddha und anderen Heiligen gewesen sein. Gute Motivation und Aussichten, um die Praxis der Wechselatmung zu intensivieren.

Der natürliche Umstieg auf Pranaernährung

Viele streben zu energetischen Ernährungsstufen. Sie hören auf zu essen, aber haben noch nicht genügend Prana, um ihren Körper zu erhalten und so entsteht eine sehr stressige Zeit für den Körper in Form von Hungern. Das Prana sollte die Nahrung herausengen, bis der feinstoffliche Körper die Kontrolle über die Ernährung des physischen Körpers übernimmt. Eine ideale Übung dafür ist entweder, bei der Wechselatmung den Rhythmus immer weiter zu erhöhen oder genauso lange einzuatmen wie man ausatmet, also z.B. 15 Sekunden einatmen und 15 Sekunden ausatmen, irgendwann 60 Sekunden ein, 60 Sekunden aus usw. Durch Pranayama und Befolgen der Ernährungsregeln stellt der Körper seine Ernährung von selbst um.

Die zwei Warnzeichen bei einer Ernährungsumstellung

Wenn man seine Ernährung umstellt und nur noch 3x so kurz die Luft anhalten kann, bzw. 3x so wenig physische Kraft hat, also z.B. statt 60 Liegestützen oder Kniebeugen nur noch 20 schafft, dann sollte man zurück zur alten Ernährungsform gehen, weil der Körper noch nicht bereit ist.

Die Ernährungsregeln

  • Keine Getränke zum Essen

Um die Magensäfte nicht zu verdünnen und so die Nahrung besser zu verdauen, sollte man kein Wasser zu den Mahlzeiten trinken. Besser man trinkt maximal 30 Minuten vor dem Essen oder 1-3 Stunden nach dem Essen.

  • Länger kauen – länger leben / Flüssiges kauen – Festes trinken

Je langsamer man isst, desto besser kann die Nahrung verdaut werden und desto mehr Energie kann man aus der Nahrung ziehen. Den Körper nährt nicht die Menge der Nahrung, die wir essen, sondern wie viel er von dem Gegessenen absorbieren und verstoffwechseln kann. Unser Dünndarm nimmt das auf, was bis zum flüssigen Zustand gebracht wurde, deswegen sollte man die Nahrung lange kauen und sie währenddessen mit unseren speicheleigenen Enzymen und Fermenten anreichern.

  • Essen genießen

Es ist sehr wichtig, sich am Essen zu erfreuen, es gutgelaunt zu genießen und nicht zur gleichen Zeit Zeitung zu lesen oder Fernsehen zu schauen. Denn während man abgelenkt ist, kaut man oft die Nahrung nicht ausreichend durch.

Oder wenn z.B. ein Rohköstler einen Schritt zurück macht und wieder gekochte Nahrung isst, dann sollte er sich nicht über sich selbst ärgern. Wenn man ein Schritt zurück geht, sollte man sich nicht erniedrigen, sondern die Speise genießen, weil es deutlich leichter ist, den Körper zu wiederherzustellen als die Psyche.

  • Trennkost – Monokost statt Multikost und Kohlenhydrate nicht mit Eiweißen mischen

Lebensmittel, die sich nicht gut zusammen verdauen lassen, weil sie komplett unterschiedliche Enzyme und Fermente brauchen, sollte man getrennt essen. Es ist nicht gut, vieles miteinander zu mischen. Idealerweise isst man Monokost, das bedeutet nur ein einziges Produkt auf ein Mal. Auf keinen Fall sollte man Kohlenhydrate mit Eiweißen mischen, weil Kohlenhydrate basische Fermente und Eiweiße saure Fermente für die Verdauung benötigen und Säuren und Basen neutralisieren einander.

Mischt man vieles miteinander, ist es wie ein Schlag auf die Organe der inneren Sekretion und auf unser endokrines System. Zum Beispiel, wenn man etwas isst und danach oder währenddessen müde wird, hat man nicht verträgliche Dinge kombiniert und laugt sich dadurch energetisch aus. Oder man hat schlichtweg zu viel gegessen.

  • Mit einem leichten Hungergefühl aufstehen

Man sollte auf keinen Fall seinen Magen vollstopfen, sondern mit einem leichten Hungergefühl aufstehen. Auch wenn man gute, gesunde, lebendige Nahrung isst, ist es wie eine Selbstvergiftung, wenn man zu viel davon zu sich nimmt. Zu viel Essen ist wie ein Schlag auf die Leber. Denn eine übernormale Ausscheidung von Galle ist eine Vergiftung des ganzen Körpers. Besser, man isst öfter, als zu viel auf ein Mal.

  • Nur Essen, wenn der physische Körper die Nahrung wirklich braucht.

Diese Regel ist eine der wichtigsten Ernährungsregeln.

Es gibt drei Hungersignale. Zwei davon sind gelogen und nur eines wahr.

  1. Das erste gelogene Hungergefühl ist das Symptom von einem nicht vollen Magen, wenn man z.B. die Menge der Nahrung geändert hat oder die Magensäfte zur gewohnten Zeit ausgeschüttet werden, aber man gerade keine Zeit zum Essen hat. Oder der Magen zieht sich zusammen zur Ausscheidung von Hormonen.
  2. Das zweite gelogene Hungergefühl kommt von der Psyche, die sich über die Geschmackssinne zeigt. Zum Beispiel, wenn dem Menschen Freude und Liebe fehlt, möchte er etwas Süßes oder wenn ihm Willenskraft fehlt, möchte er Scharfes usw. So hat jeder Geschmackssinn seine eigenen Mängel in der Psyche.
  3. Das einzige wahre Hungergefühl ist Schwäche des physischen Körpers. Andere Hungersignale als Schwäche zu zeigen hat der Körper nicht. Das ist der Fall, wenn man sich kraftlos fühlt, sich hinsetzen möchte, oder mehr statische Dinge tun möchte statt dynamische. Nur in diesem Fall ist es erforderlich, Nahrung zu sich zu nehmen.

Die Informationen entstammen aus der Übersetzung, eines Vortrages, eines russischen Meisters. (bdm)

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