Aug 03 2017

Yoga Wiki über das Austreten aus der Komfortzone


Wir hören sehr oft von dem Austreten aus der Komfortzone. Aber nur wenige verstehen, welche Zone damit gemeint ist, wie und wieso es wichtig ist, sie zu verlassen. In diesem Blog wird Dir erklärt, wie Du aus Deiner Komfortzone austreten kann.

Die Komfortzone ist nicht der beste Platz der Welt

Der Irrglaube liegt darin, dass die Komfortzone ein Zustand oder Platz ist, indem man sich physisch und emotional am besten fühlt. Eben komfortabel. Tatsächlich ist die Komfortzone nicht der beste Platz der Welt. Sehr oft ist die Komfortzone ein Zustand der Einsamkeit, Bedürftigkeit, Langeweile, Traurigkeit, Unzufriedenheit usw. Und das ist kein bequemer Platz auf Dauer. Deswegen benennen wir die Komfortzone um in: „Die gewohnte Zone“, denn der Komfort der Komfortzone, bezeichnet weder physischen noch emotionalen Komfort, sondern das Gefühl der Gewohnheit gegenüber Emotionen und dem Platz, wo wir uns befinden.

Warum es schwierig ist die Komfortzone zu verlassen

Menschen bleiben nicht nur bei einer schlecht bezahlten Arbeit oder einem ungesunden Lebensstil, weil es sich bequem anfühlt. Sie bleiben dort, weil sie daran gewöhnt sind bzw. weil die Situation für sie vertraut ist. Das unterbewusste Gefühl der Bekanntheit der Situation, das hält sie fest. Das Gefühl des Wissens, was als nächstes passieren wird, also aus den Bedürfnis nach Sicherheit bleiben wir in der Komfortzone. Das ist einfach der Instinkt der Lebenserhaltung, der sich bis ins Unermessliche aufgebläht hat.

Die Bedeutung von Diskomfort

Folgt man dieser Logik, ist es einfach zu erkennen, was Diskomfort bedeutet. Diskomfort ist der Schritt ins Dunkle, Ungewisse, Unbekannte, der Sprung ins kalte Wasser, ein Risiko etwas zu verlieren oder sogar zur totalen Niederlage.

Seit dem Beginn unserer Kindheit beschützt man uns von der Möglichkeit zu verlieren. Man sagt uns „Versuch das besser nicht, denn es könnte nicht klappen:“ oder „Halt dich zurück, vielleicht hast du Unrecht!“ oder „Zeig keine Alternative, denn man könnte dich auslachen!“ usw.

Deswegen ist alles, was Verlieren, Einmischen, Enttäuschen, eine potenzielle Blamage vor anderen Leuten oder eine Niederlage betrifft, bei uns assoziiert mit Dingen, die wir nicht tun sollen, bzw. dürfen. Wir bleiben in der Komfortzone, bei der Sicherheit. Wie tritt man nun aus der Komfortzone aus?

Aus der Komfortzone austreten

Kurzgefasst: Höre auf Deinen Kopf in den Sand zu stecken und versuche nicht weiter Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen. Statt zu sagen: „Was wenn es schlechter wird?“ sag dir selbst „Ich werde schauen ob es schlechter wird, als das was jetzt ist.“

Der Ausstieg aus der Komfortzone ist ein Leben des ständigen Lernens. Heute ist unser Lehrer ein Yoga  oder Fitnesscenter.  Gehe zum Sport, sogar wenn Du Dich zu dick fühlst und oder Dich schämst. Morgen gehen wir zum Meeting, übermorgen verlassen wir eine negative Umgebung, danach ist es vielleicht dein Wecker, der Dich zum Pranayama und Meditation vor der Arbeit weckt, aber all das sind nur Lektionen des Lebens.

Das Gefühl von Diskomfort muss Dein gewohnter Zustand werden. Probier so viel Neues aus, bis Du komplett vergessen hast, wie es sich anfühlt dauerhaft im Gewohnten rumzuschlendern. So wird Diskomfort zu Deiner Komfortzone, denn unser Organismus gewöhnt sich an alles. (bdm)

 

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