Mai 09 2017

Gesundheitliche Wirkungen der Kurkumawurzel

Abgelegt 08:55 unter Rezepte, Ernährung,yoga-blog-news


Vom Ingwer, mit dem die Kurkumawurzel verwandt ist, unterscheidet sie sich äußerlich durch die intensiv gelbe Farbe. Für die Ernährung und für medizinische Zwecke sind die wichtigsten Teile der Pflanze sogenannte Rhizome. Es handelt sich dabei um teils unterirdische Sprosse oder Stängelteile, die ihnen ein wurzelähnliches Aussehen verleihen. Indien und Südostasien sind die ursprünglichen Heimatregionen der krautigen Pflanze, die bis zu einem Meter Wuchshöhe erreicht. In der indischen Ayurveda findet Kurkuma seit über 4.000 Jahren als Heilpflanze Verwendung. Bei vielen Yoga Praktizierenden gilt Kurkuma sogar als hilfreiche Zutat und als Mittel, um die Körper-Flexibilität zu erhöhen. 

Indien zählt mit etwa 80 Prozent der weltweiten Anbaufläche auch heute noch zu den größten Produzenten von Kurkuma. Das getrocknete und gemahlene Kurkuma-Pulver ist übrigens eines der Hauptbestandteile des beliebten Currygewürzes. Die gesundheitliche Relevanz der Kurkumawurzel beruht hauptsächlich auf den antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften seiner Inhaltsstoffe. Darüber hinaus wurden in vielen Studien positive Effekte auf die Knochenfestigkeit und auf eine Wirkungsverstärkung des „guten“ HDL-Cholesterins sowie krebshemmende Eigenschaften nachgewiesen. Es wurden noch viele weitere Effekte wie Stimulierung und Unterstützung des Immunsystems und Verbesserung der Symptome bei Alzheimer in wissenschaftlichen Studien bestätigt.

Was sind die gesundheitlich relevanten Inhaltsstoffe der Kurkumawurzel?

In Kurkuma wurden bisher über 90 verschiedene Inhaltsstoffe nachgewiesen, von denen das Curcumin sowie andere Curcuminoide und einige ätherische Öle die wichtigsten Substanzen mit gesundheitlicher Relevanz sind. In schwächerer Konzentration finden sich auch Naturharze und Phenolsäuren wie die Ferulasäure mit antimikrobiellen Eigenschaften. Außerdem punktet die Kurkumawurzel mit einer reichhaltigen Palette von Mineralstoffen und Spurenelementen. Wie bei vielen anderen Naturstoffen auch, liegt die gesundheitliche Relevanz der Inhaltsstoffe in ihrer Verbundwirkung, die stärker ist als nur die Addition der Eigenschaften isolierter Substanzen. Es handelt sich praktisch um ein reichhaltiges Angebot an Substanzen, aus denen sich unser Stoffwechsel und unser Immunsystem bedienen können. Die nicht benötigten Stoffe werden kurzerhand abgebaut und verstoffwechselt. Sie dienen dann zumindest noch als Nährstoffe in Form von Proteinen, Kohlenhydraten oder Fetten. Die Hauptwirkungen der relevanten Inhaltsstoffe im Verbund können als antioxidativ, antiseptisch, schmerzlindernd und antitumoral beschrieben werden. Außerdem entfalten sie eine galletreibende Wirkung, die besonders die Fettverdauung unterstützt.

Bei welchen gesundheitlichen Problemen kann Kurkuma helfen?

Neben den allgemein gesundheitsfördernden Eigenschaften und seiner Eignung zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen arteriosklerotisch bedingten Krankheiten findet Kurkuma unter anderem Anwendung bei der Behandlung folgender Krankheitsbilder:

  • Osteoporose
  • Arthrose und rheumatische Arthritis
  • Hepatitis
  • Alzheimer, Demenz
  • Verschiedene Krebsarten
  • Schuppenflechte
  • Herz-Kreislaufprobleme
  • Verdauungsbeschwerden

Kurkuma hemmt die Osteoklasten, die den Knochen abbauen, so dass die Osteoblasten, die den Knochen aufbauen, wieder die Oberhand gewinnen und für die Festigkeit des Knochens sorgen können. Die antientzündliche Wirkung kommt bei der Behandlung der Arthrose und der rheumatischen Arthritis zum Tragen. Die positive Wirkung auf Gedächtnisleistungen und Regeneration von Gehirnzellen steht mit großer Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit der qualitativen Verbesserung der Eigenschaften des HDL-Anteils am Cholesterin, das die Bildung von Plaques im Gehirn hemmt. Das HDL (high density lipoprotein) sorgt für den Rücktransport des nicht benötigten LDL-Cholesterins in die Leber, wo es weiter zu Steroidhormonen umgebaut wird und für die Aktivierung des inaktiven Vitamin D3 (Cholecalcidiol) in das aktive Cholecalciferol benötigt wird. Durch die vermehrte Bildung und Ausschüttung von Gallensäuren werden Völlegefühl und Blähungen im Bauch abgebaut, was auch beabsichtigtes Abnehmen unterstützt.

Ist die Kurkumawurzel also gesund?

Der Verzehr der Kurkumawurzel in frischem Zustand oder getrocknet als Pulver oder als Nahrungsergänzungsmittel kann mit Fug und Recht als gesundheitsfördernd und als hilfreich bei vielen konkreten Krankheitsbeschwerden bezeichnet werden. Als unerwünschte Nebenwirkungen wurden in seltenen Fällen Verdauungsbeschwerden mit Durchfall beobachtet. Personen, die regelmäßig blutverdünnende Mittel einnehmen, sollten mit ihrem Arzt sprechen, weil Kurkuma die Wirkung verstärken kann.

Wie kann man die bestmögliche Wirkung mit Kurkuma erzielen?

Curcumin, der Hauptwirkstoff der Kurkumawurzel, ist fettlöslich. In der wässrigen Umgebung des Nahrungsbreis in unserem Verdauungstrakt ist es nur gering löslich, so dass die Bioverfügbarkeit eingeschränkt ist. Forscher haben herausgefunden, dass sich die Bioverfügbarkeit immens steigert, wenn die Speisen, in denen Curcumin enthalten ist, stark mit Piperin gewürzt werden, das im Pfeffer enthalten ist. Eine Steigerung der Verfügbarkeit lässt sich auch mit gleichzeitigem Verzehr eines guten Speiseöls, das ungesättigte Omega-3-Fettsäuren enthält, erreichen.

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Ein Kommentar

Ein Yoga Blog Kommentar to “Gesundheitliche Wirkungen der Kurkumawurzel”

  1. Jay Zoultrainam 12. Juni 2017 um 18:58 1

    Hallo und vielen Dank für den hilfreichen Artikel über die Wunderwurzel Kurkuma.

    Ich persönlich kann nur gutes über Kurkuma berichten. Ich nehme seit ca 10 Wochen täglich Kurkuma zu mir, sowohl im Essen (wie im Artikel auch steht immer mit schwarzem Pfeffer), in Tee´s oder in einem Glas „Goldene Milch“ (Rezept findet man bei der Google Suche) und es hat mir sehr geholfen. Ende letzten Jahres wurde bei mir Athrose in Hals- und Brustwirbelsäule sowie „angehende Athrose“ in den Handgelenken diagnostiziert. Die Hilfe die mir vom Orthopäden angeboten wurde waren nur Spritzen die ich dankend abgelehnt habe. Danach habe ich mit täglichen Yogaübungen und ayuverdisch abgestimmten Speiseplan begonnen und meine sogenannte Athrose in WS und Handgelenken spüre ich so gut wie nicht mehr.
    Ich kann es also wirklich nur empfehlen……

    Beste Grüße,

    Zoultrain, Mannheim

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