Mrz 17 2017

5 Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

Abgelegt 08:10 unter Ayurveda,Hatha Yoga,yoga-blog-news


Endlich werden die Tage wieder länger, die Vöglein zwitschern und die Sonne lockt die ersten Blumen aus der Erde – es ist Frühling. Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf und auch wir Menschen haben immer mehr Energie und spüren das Bedürfnis nach Draußen zu gehen.

Leider bringt der Frühling vielen Menschen gleichzeitig auch Husten, Schnupfen, Allergien und die berühmte Frühjahrsmüdigkeit. Der Kopf ist schwer wie Blei und man würde am liebsten den ganzen Tag schlafen. Wie kommt das?

Der Frühling vermehrt das Kapha Dosha. Die Elemente Erde und Wasser sind vorherrschend und die Qualitäten der Jahreszeit sind warm, feucht, sanft und ölig.

So wie die Sonne den Schnee in den Bergen zum Schmelzen bringt, so verflüssigt ihre Wärme auch angesammeltes Kapha in Form von Fett, Schleim und Ama (Schlacken) aus unseren Zellen. Diese Stoffe gelangen nun ins Blut und sind der Auslöser für Erkältungen, Nasennebenhöhlenentzündungen, Frühjahrsmüdigkeit und Allergien.

Aus diesem Grund ist es im Frühling wichtig, das Kapha Dosha zu befrieden und den Körper beim Entgiften zu unterstützen.

Hier sind 5 Tipps, wie du das machen kannst:

1. Ernährung

Um Kapha Dosha zu senken, sollten bittere, scharfe und astringierende Nahrungsmittel bevorzugt werden. Saure, süße und salzige Nahrung provoziert Kapha und sollte daher gemieden werden. So auch alles, was schwer und ölig ist, wie z.B. Milchprodukte, Eiscreme und kalte Getränke.

Als Kräuter und Gewürze für den Frühling sind Ingwer, schwarzer Pfeffer, Cayennepfeffer, Chili und Pippali besonders zu empfehlen. Wer eine Vata oder Pitta Konstitution hat, sollte es jedoch mit der Schärfe nicht übertreiben.

Aus Cumin, Koriander und Fenchel kann ein wärmender Frühjahrstee zubereitet werden. Nach dem Essen hilft ein Tee aus Ingwer, Pfeffer und Zimt bei der Verdauung.

2. Fasten

Je nach Konstitution, empfiehlt Ayurveda verschiedene Arten des Fastens. Eine richtige Fastenkur über mehrere Tage wird nur für Menschen mit Kapha Konstitution empfohlen. Pittas sollten einmal pro Woche einen Tag lang nur Saft und Wasser zu sich nehmen. Vata Typen dürfen einmal alle zwei Wochen insofern fasten, dass sie nichts Festes essen.

3. Früh Aufstehen

Um sechs Uhr früh beginnt die Kapha Zeit, was das Aufstehen schwieriger macht. Deswegen ist es gut, vor sechs Uhr morgens aufzustehen. Durch ein Schläfchen am Mittag wird Kapha vermehrt und sollte vermieden werden. Dafür darfst du zeitig schlafen gehen – etwa gegen 22 Uhr.

4. Sport 

Um Kapha und Trägheit zu vertreiben ist jede Form von Bewegung gut. Ein Spaziergang in der Natur, Joggen, Radfahren, Klettern – alles ist erlaubt und es darf geschwitzt werden!

Der Frühling ist auch eine gute Zeit, um länger das Sonnengebet zu üben. Hast du schon einmal 108 Sonnengrüße gemacht? Das erwärmt den ganzen Körper und macht dich super fit! Hier in Bad Meinberg machen wir das jeden Donnerstag Morgen um 8 Uhr.

 

5. Yoga 

Kapha hat seinen Sitz im Magen und ist auch im Brustkorb und im Kopf in Form von Schleim und Schwere gut spürbar, wenn es erhöht ist. Deswegen eigenen sich im Frühling ganz besonders Asanas, die auf Manipura Chakra wirken, den Brustkorb weiten und eine Wirkung auf den Kopf haben.

Solche Asanas sind z.B: Navasana, Shirshasana, Sarvangasana, Bhujangasana, Shalabhasana, Dhanurasana, Ushtrasana und der Löwe.

Als Pranayama sind besonders Kapalabhati (Schnell- oder Feueratem), Surya Bheda (Atmung nur durch das rechte Nasenloch) und Bhastrika (Blasebalg) zu empfehlen.

Und dann ist es auch sehr schön, einfach mal in der Sonne zu sitzen und sich das Gesicht wärmen zu lassen…. Lasst es Euch gut gehen!

Om Shanti

Quellen:

  • Selbstheilung mit Ayurveda, Vasant Lad
  • Das neue Ayurveda Praxis Handbuch, Hans Heinrich Rhyner

Ein Artikel von Gauri Reich. 

Gauri Reich ist Yogalehrerin (BYV), Ayurveda Gesundheitsberaterin (BYVG), Yoga Personal Trainerin, Inner Flow Vinyasa Teacher und Diplom Betriebswirtin. Gauri praktiziert Yoga seit 2011.

Nach ihrer Yogalehrer Ausbildung lebte sie fast 2 Jahre im Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Ihr Yogaunterricht basiert auf dem Yoga nach Swami Sivananda, der mal durch fließende Elemente aus dem Vinyasa, mal durch exate Ausrichtungsprinzipien aus dem Iyengar Yoga und mal durch ganz viel Bhakti und Mantras ergänzt wird.

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5 Kommentare

5 Yoga Blog Kommentare to “5 Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit”

  1. Roger Kaufmannam 17. März 2017 um 17:44 1

    Für mich persönlich spricht der Punkt 4 besonders an, insbesondre laufen in der freien Natur.
    108 Sonnengrüsse habe noch nicht gemacht, ob ich wohl so viele schaffen werde?
    LG
    Roger

  2. Simon Meyeram 20. März 2017 um 13:47 2

    Interessant ist, dass es die Frühlingsmüdigkeit nur in Deutschland gibt, genau bis zur Grenze nach Frankreich, Dänemark usw. In unseren Nachbarländern kennt keiner die Frühjahrsmüdigkeit 🙂

  3. Srideviam 2. April 2017 um 08:04 3

    Das dachte ich auch …als ich meiner Mutter über meiner Müdigkeit erzählt habe, antwortete sie mir, „es la primavera“, der Frühling! Dann erhöhte sie mir wie müde die Kinder waren und das sie nicht aufstehen könnten. Sie war ihr 40 Jahre Lehrerin in alicante Spanien . 🕉💜

  4. Marinaam 20. April 2017 um 10:33 4

    Und alle Jahre wieder ist sie da, die Frühjahrsmüdigkeit… Bei mir aktuell ist es auch grad sehr schlimm. Meine Freundin gab mir den Tipp, mich auf Vitamin D Mangel testen zu lassen, weil das oftmals einer der Hauptgründe ist. Man kann das auch ganz bequem von zu Hause aus machen. Das Ergebnis bekomme ich in ein paar Tagen, mal sehen, was dabei herauskommt.

  5. TINAam 26. April 2017 um 09:17 5

    ich habe das gefühl diese alljährliche frühjahresmüdigkeit findet nur in den köpfen der menschen statt und die deutschen sind da weltmeister es ist halt eben dieses massendenken

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