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Herbstzeit ist Vata- Zeit

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„Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.“, schrieb Rilke in seinem melancholischen Gedicht „Herbssttag“. Spätestens im November wird es bei uns unbehaglich draußen. Das nasskalte und graue Wetter bringt die Menschen dazu, es sich in den eigenen vier Wänden gemütlicher zu machen. Kerzen werden angezündet, Bücher gelesen, ganz allgemein zeigt sich in dieser Jahreszeit die Tendenz, sich nach innen zu wenden und zur Ruhe zu kommen. Auch der Ayurveda kennt diesen Abschnitt der Kälte und des Rückzugs: der frühe Winter von November bis Dezember wird dem Vata-Dosha zugeordnet, dessen Elemente Luft und Äther für Wind und Bewegung, aber auch für Abkühlung sorgen. Und frei nach dem Grundsatz „Wie innen - so aussen“ bedeutet ein erhöhtes Wirken von Vata in unserer Umwelt in diesen Monaten auch einen verstärkten Einfluss dieses Doshas auf unseren Organismus. Im Ayurveda sagt man, dass eine Bioenergie, die sich zu einer bestimmten Jahreszeit im Organismus anreichert, also aus dem Gleichgewicht gerät, sich in der darauf folgenden Jahreszeit als krankhafter Einfluss entfaltet. Auf Vata bezogen kann das heißen, dass man im Winter mit Kopf- und Gelenkschmerzen, Schlaflosigkeit oder unregelmäßiger Verdauung rechnen muss, wenn man im Herbst nicht die eigene innere Unruhe in den Griff bekommen hat, zu hektisch war, zu wenig geschlafen hat und sich vielleicht ungehemmt Kaffee- und Alkohol-Genuss hingegeben hat.

Da die Wissenschaft des Yoga von Beginn an untrennbar mit der des Ayurveda verbunden ist, verwundert es nicht, dass es bestimmte Asanas (Körperstellungen) gibt, die helfen, das Gleichgewicht der Doshas zu unterstützen. Die Yogapraxis ist gerade jetzt ein ideales Hilfsmittel, zur Ruhe zu kommen und Vata in uns auszugleichen. So kann man sich jeden Tag einige Minuten für die folgenden Übungen nehmen, um sich noch wirkungsvoller auf die bevorstehenden kalten Tage vorzubereiten. In jedem Falle gilt: vor der Praxis 2 Stunden nichts Schweres essen, um die Verdauung nicht zu behindern! Bei unausgeglichenem Vata empfiehlt Yoga allgemein erwärmende Übungen, die jedoch nicht zügig ausgeführt werden, sondern eher lange gehalten werden sollen. Drei dieser Asanas werden hier vorgestellt.

Hatha Yoga ÜbungenNach einer umfassenden Erwärmung durch einige meditative Runden Sonnengruß (alle Übungen unter findest Du im Yoga Portal ausführlich erklärt), kann man die „Kobra“ üben: Man legt sich auf den Bauch und gibt die Handflächen direkt unter die Schultern auf den Boden, die Ellbogen sind angewinkelt und liegen eng am Körper an, die Beine sind geschlossen, die Stirn gibt man ebenfalls auf den Boden. Mit der Einatmung hebt man nun Kopf und Oberkörper, wobei der Bauchnabel am Boden bleibt und man nur wenig Gewicht auf die Hände und Arme gibt. Während man nun einige Zeit ruhig und tief atmet, lösen sich Verspannungen im Unterleib und die Rückenmuskeln werden gestärkt. Mit der Ausatmung geht man aus der Position und ruht etwas aus. Die beste Asana zur Vorbeugung gegen Rückenbeschwerden, unter denen gerade Vatatypen oft leiden, ist die „Heuschrecke“: Man liegt wieder auf dem Bauch, diesmal mit dem Kinn am Boden und bringt die Arme gestreckt mit den Handflächen nach unten unter den Körper. Mit dem Einatmen hebt man beide Beine geschlossen und gestreckt vom Boden ab und atmet einige Male tief in den Bauch. Hierbei lösen sich vor allem Spannungen im Ischiasbereich und der Körper erwärmt sich allein schon durch den Kraftaufwand. Abschließend kann man die stimulierende Wirkung des „Dreiecks“ nutzen, um Verdauung und Appetit anzuregen: Man stellt sich seitlich gegrätscht hin, die Füße zeigen nach vorn. Mit dem Einatmen hebt man den rechten Arm gestreckt nach oben, mit der Ausatmung senkt man den Oberkörper seitlich nach links, wobei der rechte Oberarm am Ohr bleibt und der linke Arm am linken Bein nach unten gleitet (siehe Abbildung). Tief atmend hält man diese Asana und genießt die Dehnung in der Seite des Körpers. Mit der Einatmung hebt man den Rumpf wieder und übt zur anderen Seite. Danach einige Minuten unter einer Decke ruhen und mit Suggestionen wie „Ich vertraue dem Leben“ aktiv entspannen.

Regelmäßig ausgeführt verhelfen diese Asanas in der Vata-Zeit zu innerer Ruhe und Harmonie und führen zu stabiler Gesundheit, auch wenn draußen „die Blätter treiben“.

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