Iliosakralgelenk
Iliosacralgelenk befindet sich in der Verbindung zwischen Darmbeinschaufeln und Kreuzbein.
Es ist nur eine leichte minimale Bewegung des Gelenks möglich. In der Schwangerschaft werden Hormone ausgeschüttet, die die kräftigen Bänder um das Gelenk weicher und dehnbarer machen. Durch starke, ruckartige Bewegung oder bei permanenter Belastung kann das IG überdehnt werden was zu unangenehmen Gefühlen führen kann. Es kann eine Beckentorsion auftreten bei ungleicher Belastung. Es kann sein, dass das IG nicht richtig sitzt, verzogen ist. In den meisten Fällen dauern die Schmerzen lange an weil die Bänder bei Überdehnung nicht so leicht wieder in ihre Ausgangssituation zurückgehen, da sie verformt sind. Es können auch die Nerven in diesem Bereich betroffen sein. Dann treten Schmerzen zwischen WS und Hüfte auf, die sich ev. nicht so genau lokalisieren lassen. Es kann zu Ausstrahlungen in die LWS, Gesäß, Beine hinein. Oft ist die Diagnose BS Probleme gestellt und es betrifft die IG.
Ursachen: Fehlstellungen, Gehlbelastungen der Gelenke
dadurch auch Reizung des Ischiasnervs, vor allem Druck auf den Nerv an der Austrittstelle aus dem Kreuzbein. Es können beide oder eine Seite betroffen sein, was wieder unterschiedliche Maßnahmen erfordert. Das muss im Einzelfall herausgefunden werden. Meist geht es einher mit einer Verkürzung des Piriformismuskels, welche auch zu Ischiasbeschwerden führen kann. Es kann sein, dass eine ganze Problematik im Beckenraum beteiligt ist. Es kann auch Verschleiß an den Gelenkflächen auftreten, was die Regeneration schwieriger macht. Ev. kann der Schmerz sich in den Bauch ausdehnen (Bauchschmerz). Beckentorsionen können auch zugrunde liegen wenn Sportarten mit einseitiger Belastung zu intensiv ausgeführt werden, z.B. Golf, Tennis, Ballett
Rotationsbelastungen im IG.
Asymmetrien im Allgemeinen, z. B. Beckenschiefstand durch Beinlängendifferenz, Verspannungen der Hüftmuskulatur, Hyperflexibilität bei Schwangeren oder Frauen
Tasten:
Daumen an die Hüftknochen anlegen, mit den Fingern nach hinten gehen, zu tasten sind dann die Vorsprünge des Darmbeins (Tasten ob diese Vorsprünge sich re. + li. gleichmäßig anfühlen und ob sich ev. beim drüberrubbeln schon Empfindlichkeiten bemerkbar machen) Wenn wir andere Personen untersuchen, tasten wir mit dem Daumen diese Darmbeinvorsprünge und bitten die Person sich nach vorne zu neigen (man sieht dann oft, dass eine Seite mehr hervorsteht, spitzer ist, was ein Indiz für eine Beckentorsion ist).
YT renken keine Becken ein = manuelle Therapie, Osteopathen, Chiropraktiker
Wir bieten einfache Übungen an, nicht mehr.
Wie treten die Beschwerden in Erscheinung?
- Vorbeugebewegungen des Hüftgelenks (Ausstrahlung in LWS, Beine)
- Normales, langes Sitzen ist schmerzhaft
- Bauch- und Rückenlage können nicht ohne Beschwerden eingenommen werden oder gehalten werden
- Längeres Verharren in einer Position erzeugt das Gefühl des Einrastens (Einsacken des Gelenks - durch Strecken und Dehnen wieder zu beseitigen) = Bewegungsdrang
- Dehnbewegungen nach vorne und hinten sind schmerzhaft und verstärken die Schmerzen, ev. auch zeitverzögert
- Instabiles Gefühl im Becken und unteren Rücken, geschwächte Stütz- und Beckenmuskulatur
- Grätschbewegungen (Schmetterling, Meditationssitz) verschlimmern die Beschwerden
- Drehbewegungen können sich einseitig unangenehm anfühlen
- Dehn- und Drehbewegungen in einem (z.B. nach vorne strecken und drehen)
- schwere Gewichte heben, auch rückengerecht
- Normales Training und Yoga nicht möglich und nicht sinnvoll (kein Joggen, Radfahren)
- Bedürfnis ist da den unteren Rücken nach hinten zu wölben, Beckenaufrichtung, was aber nicht zur Verbesserung führt
- Beschwerden verbunden mit Muskelhartspann - drücken auf den Ischiasnerv
- Ursachen können auch Unfälle oder Stürze sein (Sturz aufs Steißbein)
- Stress kann zu Muskelverkrampfungen führen (Schutzfunktion des Körpers aus Angst heraus)
Es gibt verschiedene Härtegrade.
Zu empfehlen:
§ Dehnung der Ischios
§ Dehnung der Gesäßmuskulatur durch Beckenaufrichtung, Massagen hier
§ Dehnung der unteren Rückenmuskulatur
§ Kräftigung der M. um das Becken herum und der Bauchmuskeln
§ keine Beckentorsionen
§ Bewegungen vermeiden die Asymmetrien mit sich bringen (z.B. stehen auf einem Bein, sitzen mit übereinander geschlagenen Beinen, einseitiges Heben).
§ Schlafen bestenfalls auf der Seite, unterstützt mit Kissen
§ Massagen lassen das Becken weicher werden
§ Einrenken vom Experten
Übungen:
siehe Übungsblatt





