Krankheiten der Gelenke
- Arthrose (degeneriert)
(Syn. Arthrosis deformans – altgriech.ἄÏθÏον, „Gelenk“ und
lat. deformare „verstümmeln“) S.35
Art bezieht sich auf Gelenk
Arthrose im Knie = Gomarthrose
Arthrose im Hüftgelenk = Coxarthrose
Kann in jedem echten Gelenk auftreten und zeichnet sich aus dass es eine schmerzhafte Erkrankung ist. Es wird unterschieden zwischen dem Anlaufschmerz und dem Bewegungsschmerz. Anlaufschmerz sind Fälle, die morgens nach dem Aufstehen Schmerzen verursachen und nach einiger Zeit Bewegung lässt der Schmerz wieder nach. Beim Bewegungsschmerz erwacht man relativ beschwerdefrei und die Schmerzen werden stärker mit Bewegung, eher aber bei entzündlichen Krankheiten, z.B. Arthritis.
Arthrose ist der Begriff für den Verschleißprozess des Gelenkknorpels in einem echten Gelenk.
Arthrose muss kein lebenslänglicher Zustand bleiben. Man kann die Schmerzbelastung einer schmerzhaften Arthrose reduzieren oder wegbekommen.
Wenn auf dem Röntgenbild festgestellt wird, dass die Knorpelschicht in der Gelenkpfanne oder auf dem Gelenkkopf nahezu weg ist, bzw. der Gelenkspalt nicht mehr vorhanden ist und Knochen auf Knochen reibt ist das ein Zustand wo nicht mehr viel möglich ist. Ein Knorpel der nicht mehr da ist, kann nicht mehr geheilt werden. Oft bei übergewichtigen Patienten. Es folgt Regulation durch ein künstliches Hüftgelenk. Durch die fortschreitende Entwicklung der Medizin sind die künstlichen Hüftgelenke gut verträglich und die Menschen können nahezu alles machen.
Im Yogakurs sind folgende Dinge bei allen künstlichen Gelenken zu berücksichtigen: keine zu starken Rotationsbewegungen (z.B. Drehsitz), Überkreuzbewegungen (Gelenk springt heraus), keine extremen Gelenksbewegungen
Arthrose ist ein schleichender Prozess über viele Jahre, durch kontinuierliche Fehlbelastungen entwickelt. Auch in frühen Phasen des Verschleißes vom Patienten schon bemerkbar. (gelegentlich auftretender leichter Schmerz im Gelenk) Wenn Schmerzphasen länger werden ist das ein Anzeichen von beginnender Arthrose. Fehlhaltungen sind die Hauptursache für einseitige Gelenksbelastungen.
2. Arthritis
hritis = Entzündung
Art = Gelenk
Entzündung geht immer einher mit Rötung, Hitze, Schmerz, Schwellung (dezent oder auffällig). Kann über Nacht kommen. Eine Form von rheumatoider Arthritis (umfasst viele Krankheitsbilder) gehört in den Bereich der Autoimmunkrankheit. Kann dazu führen, dass das Gelenk innerhalb weniger Wochen zerstört wird und versteift werden muss. (S. 36) Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Krankheit einen auslösenden Faktor hat, z.B. Physische Geschichte, Trauma, Substanzen die im Körper nichts zu suchen haben.
- Gicht =
(Sonderform der Arthritis), Gelenksentzündung, Harnsäureablagerung im Gelenk, auch plötzlich auftretbar. Meistens beginnt ein Gichtanfall im Großzehengrundgelenk. Es schwillt an, ist dick, schmerzhaft, gerötet und bedeutet, dass sich Harnsäuregrieß in diesem Gelenk abgelagert hat. Dieser Grieß führt zu Reibung und diese Reibung löst eine entzündliche Reaktion des Körpers aus.
Eine Entzündung ist die Allzweckwaffe des Körpers um mit bedrohlichen Zuständen, auch bei Infektion fertig zu werden. Entzündung ist erst mal etwas gutes, mit Schmerzen verbunden. Manchmal finden auch Entzündungen statt die einen bedrohlichen Zustand herbeiführen. Entzündung kann eine Reaktion des Körpers auf eine Infektion sein. Bakterien oder Viren, Pilze, Krebs befinden sich im Körper und dann sorgen bestimmte Stoffe dafür, dass das Gewebe durchlässig wird und dass aus dem Blut wesentlich mehr weiße Blutkörperchen in diesen Bereich hineindringen können, deshalb auch die Schwellung. Diese weißen Blutkörperchen sorgen dann dafür, dass diese Eindringlinge unschädlich gemacht werden, zerstört werden.
Es gibt auch eine infektiös bedingte Arthritis. Wenn die Infektion abklingt ist die Arthritis auch wieder weg. Mittlerweile weiß man, dass in den Körperbereichen, in denen eine Entzündung stattfindet, Krebswucherungen abgebaut werden oder sich nicht mehr ausbreiten. Entzündung kostet den Körper sehr viel Energie. Arachidonsäure und bestimmte Stoffe müssen für eine Entzündung vom Körper hergestellt werden. Arachidonsäure kann auch mit der Nahrung zugeführt werden. Im Fleisch und in fleischlichen Produkten enthalten. Bei viel Fleischverzehr kann der Körper eine Entzündung nach der anderen herstellen. Einer der Gründe warum Fleisch gar nicht oder sehr sparsam verzehrt werden sollte. Arachidonsäure kann den natürlichen Zustand des Körpers, der Entzündungen entstehen lässt, durcheinander bringen. So dass der Körper dann Entzündungen produziert, wo sie gar nicht notwendig sind. Durch Fleischverzehr kommen auch Harnsäurefluten in den Körper. Durch den Abbau von Protein werden die Purine (Schweinefleisch, Eier, Soja) in der Leber umgebaut. Dadurch entsteht Harnsäure, welche über das Blut zur Niere transportiert wird und dort über den Harn ausgeschieden wird. Bei einem zuviel an Harnsäure, wird diese irgendwo im Körper zwischengelagert, da sie nicht im Blut bleiben darf. Der Körper versucht es möglichst schnell aus dem Blut abzutransportieren und lagert es meist in den Gelenken in der Gelenksflüssigkeit ab. Daraus wird Harngrieß, welcher dann zwischen den Gelenkflächen für den Abrieb sorgt. Dort wird dann wieder eine Entzündung produziert, welche u.U. dann wieder für den Abtransport des Harngrießes sorgt. Wenn aber dann immer weiter Harnsäure in den Körper kommt wird es zu einer chronischen Arthritis und die Knorpelsubstanz wird nach und nach aufgelöst, zerstört und das Gelenk funktioniert nicht mehr.
Von dem pflanzlichen Nahrungsmittel ist der Puringehalt in Soja am höchsten, ebenso in Spargel, Zwiebel, Rosenkohl, Spinat, Mangold, Kakao, Schokolade. Wenn man jedoch keine Gelenkprobleme hat und genügend Flüssigkeit zum Ausschwemmen der Harnsäure aufnimmt, sind diese Nahrungsmittel unbedenklich. Wenn Gelenksprobleme da sind sollte eine Zeit lang auf diese Purinlieferanten verzichtet werden.
Aus der Naturheilkunde wird Teufelskralle empfohlen und dringende Entsäuerung des Körpers. Ebenso Durchblutungsfördernde Maßnahmen wie Reiztherapien (Stoffe zum Gelenk bringen, die dieses reizen) nach der Akutphase. Bei medikamentöser Behandlung werden Harnsäuresenkende Medikamente verabreicht. Besser und ohne Nebenwirkungen ist es, die Nahrungsmittel intelligenter auszuwählen und dem Entstehen von Harnsäure entgegenzuwirken, den Überschuss durch Entsäuerung auszuscheiden. Viel Wasser trinken, Teufelskralle sorgt dafür, dass der Gelenkstoffwechsel gut funktioniert. Brennnessel(Tee) regt die Nierenausscheidung an und reinigt das Blut. Birkenblättertee. Bierhefe im Bier enthält sehr viele Purine.
- Rheuma
ist ein Überbegriff für eine Gruppe von unterschiedlichsten Krankheitsbildern, die komplett verschieden sind
Weichteilrheumatismus = betreffen die Muskulatur
Gelenkrheumatismus = zählt auch die Arthritis dazu, Gelenkserkrankungen
Es gibt auch rheumatoides Fieber welches die Herzklappen befallen kann.
An den Rheumafaktoren im Blut kann man feststellen, dass man irgendwann Probleme mit den Gelenken bekommt. Es kann aber auch ohne Rheumafaktor im Blut zu rheumatischen Beschwerden kommen.
Der Begriff Rheuma ist sehr schwammig.
- Morbus Bechterev
ist eine vererbte Form von Gelenksentzündung (rheumatoider Arthritis), Spondylarthritis (bezieht sich auf die Wirbelgelenke) Spondylarthritis führt dazu, dass die Wirbelgelenke im Laufe der Zeit verknöchern. Wenn die Arthritis nicht behandelt, nicht geheilt wird ist das das Ergebnis - kein Knorpel mehr = Verknöcherung. Die ursprünglichen Gelenkenden werden dann zu einem festen Knochen oder einem Gelenk, unbeweglich. Versteifung der Wirbelgelenke = Buckel





